<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Thriller - lauterfilme.de</title>
	<atom:link href="https://lauterfilme.de/tag/thriller/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://lauterfilme.de/tag/thriller/</link>
	<description>Filme, Serien und viel mehr</description>
	<lastBuildDate>Tue, 31 Oct 2023 16:56:37 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.8.5</generator>

<image>
	<url>https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2016/12/logo-flavicon.jpg</url>
	<title>Thriller - lauterfilme.de</title>
	<link>https://lauterfilme.de/tag/thriller/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Filmkritik: It Lives Inside</title>
		<link>https://lauterfilme.de/it-lives-inside-kritik-film/</link>
					<comments>https://lauterfilme.de/it-lives-inside-kritik-film/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Oct 2023 16:56:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[spannend]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://lauterfilme.de/?p=14706</guid>

					<description><![CDATA[<p>Horrorstorys aus anderen Kulturen können durchaus reizvoll sein. Auch wenn sich die Begriffe Gut und Böse nicht unbedingt deutlich von westlichen Mythologien unterscheiden, gibt es doch anderen Wendungen, Kreaturen und somit auch Möglichkeiten, etwas Neues in den Horror-Almanach einzufügen. Der indisch-stämmige US-Regisseur und Autor Bishal Dutta, der als Vierjähriger Indien verließ und nach Amerika kam, wollte genau diese Chance nutzen. Und dem westlichen Publikum ein dämonisches Wesen vorführen, dass es so in der christlichen Kultur und den alten Geschichten und [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/it-lives-inside-kritik-film/">Filmkritik: It Lives Inside</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Horrorstorys aus anderen Kulturen können durchaus reizvoll sein. Auch wenn sich die Begriffe Gut und Böse nicht unbedingt deutlich von westlichen Mythologien unterscheiden, gibt es doch anderen Wendungen, Kreaturen und somit auch Möglichkeiten, etwas Neues in den Horror-Almanach einzufügen. Der indisch-stämmige US-Regisseur und Autor Bishal Dutta, der als Vierjähriger Indien verließ und nach Amerika kam, wollte genau diese Chance nutzen. Und dem westlichen Publikum ein dämonisches Wesen vorführen, dass es so in der christlichen Kultur und den alten Geschichten und Sagen nicht gibt. Hat er das mit &#8222;It Lives Inside&#8220; geschafft? Das klärt die Kritik.</p>
<figure id="attachment_14734" aria-describedby="caption-attachment-14734" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-14734 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/lives-1.webp" alt="It lives inside" width="1024" height="535" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/lives-1.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/lives-1-300x157.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/lives-1-768x401.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/lives-1-750x392.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14734" class="wp-caption-text">Sam erkennt ihre einstige Freundin Tamira nicht wieder, seit die ein Einmachglas mit sich herumträgt.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Die junge Samidha, genannt Sam (Megan Suri) lebt mit ihren Eltern in einer US-Kleinstadt und möchte einfach nur dazugehören. Daher hat sie sich auch von ihrer einst besten Freundin Tamira (Mohana Krishnan) losgesagt und versucht, sich mit ihren weißen Mitschülern gutzustellen &#8211; besonders mit Russ (Gage Marsh). Als Tamira plötzlich völlig verschreckt mit einem schwarzen Einmachglas durch die Schule läuft, bestärkt das Sam nur, den Kontakt nicht wieder aufzunehmen. Doch auch Sams Mutter Poorna (Neru Bajwa) ist enttäuscht, dass Sam die indischen Sitten und Gebräuche zunehmend ignoriert und sich lieber mit Freunden auf Partys trifft. Sams Vater Inesh (Vik Sahay) sieht das hingegen weniger eng als seine Frau.</p>
<p>Als sich Tamira eines Tages voller Panik mit der Bitte um Hilfe an Sam wendet, reagiert die junge Frau nicht sehr entgegenkommend. Sie zerstört das Glas, das Tamira so wichtig ist und hält ihre ehemalige Freundin für leicht verrückt, als sie ihr etwas über eine dunkle Macht erzählt, die in dem Glas lebt und ständig gefüttert werden muss. Weil Tamira aber kurze Zeit später spurlos verschwindet, macht sich Sam doch Vorwürfe und stellt Nachforschungen zu den unglaublichen Behauptungen Tamiras an. Schon bald beginnt sie, sich beobachtet zu fühlen. Immer häufiger scheint eine unsichtbare böse Kraft in ihrer Nähe zu agieren. Lange ist sich Sam nicht sicher, ob sie sich das alles nur einbildet, doch dann gibt es den ersten Toten &#8230;</p>
<p><iframe title="IT LIVES INSIDE - Official Trailer #2" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/FrPYOf5RmYI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Fremde Kultur = mehr Horror?</h2>
<p>In den vergangenen Jahren sind einige Horrorfilme entstanden, die sich mit anderen Kulturen, Religionen oder Mythologien beschäftigt haben. In &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-the-vigil-die-totenwache/">The Vigil</a>&#8220; geht es beispielsweise um eine jüdische Totenwache. &#8222;His House&#8220; zeigt, wie eine afrikanische Familie von einem Wesen aus ihrer Sagenwelt bis nach London verfolgt wird. Und &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-antlers/">Antlers</a>&#8220; beschäftige sich mit einem Monster, das im Glauben der amerikanischen Ureinwohner zuhause ist. Zwar geht keiner dieser Filme als Meisterwerk durch, interessante Ansätze gab es aber allemal. Auch <strong>It Lives Inside</strong> zeigt diese Ansätze. Allerdings setzt Dutta in seinem Debüt als Autor und Regisseur in Personalunion zu sehr auf Sicherheit und Gewohntes, um Fans des Genres mit etwas wirklichem Frischem zu begeistern.</p>
<p>So kopiert Dutta in einigen Momenten Szenen aus anderen Horrorfilmen sehr deutlich. Einmal ist er verdächtig nah am &#8222;Ring&#8220;-Klassiker, ein anderes Mal fällt dem Horrorfan schnell &#8222;Lights Out&#8220; ein, auch &#8222;Nightmare on Elm Street&#8220; kommt zu Ehren. Sogar mit Simon Verhoevens &#8222;Unfriend&#8220; zeigt der Film Parallelen. Das ist alles handwerklich ordentlich gemacht, erst recht für einen Debütfilm. Aber es fehlt (noch) eine klare, eigene Handschrift, die den Horror von <strong>It Lives Inside</strong> über den meist generischen Eindruck erheben würde. Denn vieles, was der Film zu bieten und zu zeigen hat, hat man so oder ähnlich schon Dutzende Male gesehen. Und Dutta gelingt es nicht, für seine ähnliche Story neue Bilder oder Stilmittel zu finden, um frische Akzente zu setzen.</p>
<figure id="attachment_14735" aria-describedby="caption-attachment-14735" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14735 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/lives-2.webp" alt="It lives inside" width="1024" height="426" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/lives-2.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/lives-2-300x125.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/lives-2-768x320.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/lives-2-750x312.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14735" class="wp-caption-text">Sam vertraut sich ihrem neuen Freund Russ an &#8211; ein Fehler?</figcaption></figure>
<h2>Solide Spannung</h2>
<p>Das heißt aber nicht, dass <strong>It Lives Inside</strong> keine Qualitäten mitbringt. So machen die Schauspieler, allen voran Megan Suri, einen durchweg guten Eindruck und transportieren sowohl die psychische wie auch die physische Belastung glaubhaft auf die Leinwand. Und auch sonst zeigt Duttas Erstling viele gute Ansätze, die ihn zu einem ernstzunehmenden Kandidaten für zukünftige, weitere Horrorfilme küren. So hat er definitiv ein gutes Händchen für Atmosphäre. Auch wenn manche Szene geborgt wirkt, man muss sie dennoch erst einmal so inszenieren, dass sie auch eine ähnliche Wirkung zeigt wie das Original. Und das gelingt Dutta in den meisten Fällen recht gut. Zwar hätte es sicher nicht geschadet, der Film wäre nicht auf die Freigabe PG-13, sondern auf ein R gegangen, aber auch ohne viel Blut verbreitet <strong>It Lives Inside</strong> durchaus Spannung.</p>
<p>Dazu kommt der immerhin gute Ansatz, auch gesellschaftliche Faktoren in die Story einzubinden. Das erdet den Film nicht nur, sondern steigert auch die Spannung. Denn durch Sams Herkunft und ihre Freundschaft zu Tamira ist die junge Frau gleich doppelt belastet, was Kontakte und Freundschaften angeht. Und ihre schnelle Isolierung daher auch glaubhaft. Auch Sams Gespräche mit ihrer Mutter, die an einem traditionell indischen Weltbild festhält, gehören zu den besseren Momenten in Duttas Drehbuch. Hier zeigt sich, dass er als Autor bereits sehr gut ist, als Regisseur jedoch nach Luft nach oben hat. Denn so ordentlich der Film handwerklich ist, so konventionell ist er auch erzählt. Hier fehlte offenkundig entweder ein wenig Mut, um neue Wege zu gehen. Oder die kreativen Ideen dazu.</p>
<figure id="attachment_14736" aria-describedby="caption-attachment-14736" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14736 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/lives-3.webp" alt="Indischer Horror" width="1024" height="573" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/lives-3.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/lives-3-300x168.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/lives-3-768x430.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/lives-3-750x420.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14736" class="wp-caption-text">Ring lässt grüßen! Sams Visionen und Alpträume werden stetig schlimmer.</figcaption></figure>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Inhaltlich und optisch hat <strong>It Lives Inside</strong> leider zu wenig Eigenes, um als origineller neuer Horrorfilm durchzugehen. Denn den Hintergrund der indischen Mythologie nutzt Regisseur und Autor Bishal Dutta nicht konsequent genug, um sich vom durchschnittlichen US-Horror der vergangenen Jahre wirklich abzuheben. Auf der Haben-Seite stehen gute Schauspieler, eine Story ohne Längen und für ein Regie-Debüt eine erstaunliche Sicherheit in der Erzählung, auch wenn sie etwas zu konventionell ausfällt. Zudem ist die Kreatur gut gelungen und der Film baut durchaus Spannung und Atmosphäre auf, ohne dafür besonders derbe Effekte zu benötigen. Kein echtes Highlight, aber ein Film, der für Horrorfans doch einiges zu bieten hat.</p>
<p><strong>It Lives Inside startet am 2. November 2023 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_14737" aria-describedby="caption-attachment-14737" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14737 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/lives-4.webp" alt="It Lives inside" width="1024" height="622" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/lives-4.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/lives-4-300x182.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/lives-4-768x467.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/lives-4-750x456.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14737" class="wp-caption-text">Kann sich Sam dem Grauen stellen und es überleben? Bald hat sie keine Wahl mehr.</figcaption></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/it-lives-inside-kritik-film/">Filmkritik: It Lives Inside</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lauterfilme.de/it-lives-inside-kritik-film/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Serienkritik: Der Untergang des Hauses Usher</title>
		<link>https://lauterfilme.de/der-untergang-des-hauses-usher-kritik-serie-netflix/</link>
					<comments>https://lauterfilme.de/der-untergang-des-hauses-usher-kritik-serie-netflix/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Oct 2023 16:22:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Serien Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Blutig]]></category>
		<category><![CDATA[düster]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturverfilmung]]></category>
		<category><![CDATA[Netflix]]></category>
		<category><![CDATA[Serie]]></category>
		<category><![CDATA[spannend]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://lauterfilme.de/?p=14643</guid>

					<description><![CDATA[<p>Er gehört zu den großen Pionieren der phantastischen Literatur, ist aber mittlerweile gerade bei jüngeren Horrorfans nur noch wenig mehr als ein Name, den man schon einmal gehört hat: Edgar Allan Poe. Der Amerikaner, der 1849 unter mysteriösen Umständen starb, gilt als Meister der Kurzgeschichte. Neben Gedichten schrieb er fast ausschließlich Short Storys, weil die sich damals besser an Zeitungen und Magazine verkaufen ließen. Mike Flanagan, einer der neuen Meister des Horrors, setzt dem unsterblichen Dichter nun ein eigenwilliges Denkmal. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/der-untergang-des-hauses-usher-kritik-serie-netflix/">Serienkritik: Der Untergang des Hauses Usher</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Er gehört zu den großen Pionieren der phantastischen Literatur, ist aber mittlerweile gerade bei jüngeren Horrorfans nur noch wenig mehr als ein Name, den man schon einmal gehört hat: Edgar Allan Poe. Der Amerikaner, der 1849 unter mysteriösen Umständen starb, gilt als Meister der Kurzgeschichte. Neben Gedichten schrieb er fast ausschließlich Short Storys, weil die sich damals besser an Zeitungen und Magazine verkaufen ließen. Mike Flanagan, einer der neuen Meister des Horrors, setzt dem unsterblichen Dichter nun ein eigenwilliges Denkmal. Denn in &#8222;Der Untergang des Hauses Usher&#8220; kommen zwar viele berühmte Geschichten Poes vor, dennoch erzählt die Serie eine weitgehend neue Story. Wie gut die ist, klärt die Kritik.</p>
<figure id="attachment_14669" aria-describedby="caption-attachment-14669" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14669 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-2.webp" alt="Der Untergang des Hauses Usher" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-2.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-2-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-2-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-2-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-2-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-2-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-2-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14669" class="wp-caption-text">Noch sind Rodericks Kinder am Leben, doch das ändert sich innerhalb weniger Tage komplett.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Das Familien-Imperium von Roderick Usher (Bruce Greenwood) und seiner Schwester Madeline (Mary McDonnell) liegt in Trümmern. Alle sechs Kinder Rodericks sind innerhalb weniger Tage gestorben. Und das mitten in einem Gerichtsprozess, den Rodericks Intimfeind Auguste Dupin (Carl Lumbly) nach jahrelanger Vorbereitung nun endlich auf den Weg gebracht hat. Der Familienanwalt Arthur Gordon Pym (Mark Hamill) versucht zwar alles, um die Verhandlung auszuhebeln. Doch Roderick scheint kein Interesse mehr daran zu haben, aus der Sache als Sieger hervorzugehen. Er bestellt Dupin für den Abend an eine bestimmte Adresse mit dem Versprechen, dem Gesetzesdiener alles zu erzählen, was er wissen will.</p>
<p>Als Dupin später am Abend zur angegebenen Adresse fährt, staunt er nicht schlecht. Es ist das seit Jahren leerstehende Geburtshaus von Roderick und Madeline. Der Gastgeber empfängt ihn mit teurem Cognac und einigen Geschichten, die Dupin kaum glauben kann. Denn obwohl die Todesursache bei allem Kindern Rodericks klar festgestellt wurde, besteht der darauf, dass er seinen Nachwuchs allesamt auf dem Gewissen hat. Die Dinge, die Roderick ihm erzählt, lassen dann schließlich sogar den erfahrenen Staatsanwalt erzittern. In allen spielt eine geheimnisvolle Frau namens Verna (Carla Gugino) eine wichtige Rolle. Und so erfährt Dupin die wahre Geschichte des Untergangs des Hauses Usher &#8230;</p>
<p><iframe title="The Fall of the House of Usher | Official Trailer | Netflix" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/yvuAWVzP6wI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Großartige Modernisierung von Poes Werk</h2>
<p>Mit &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-spuk-in-hill-house/">Spuk in Hill House</a>&#8220; lieferte Mike Flanagan sein erste Serie für Netflix ab. <strong>Der Untergang des Hauses Usher</strong> ist nun voraussichtlich seine letzte. Der 45-jährige hat einen langfristigen Vertrag mit Amazon Prime Video abgeschlossen. Ob es daran lag, dass Netflix seine Serie &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/gaensehaut-um-mitternacht-kritik-serie-netflix/">Midnight Club</a>&#8220; nach einer Staffel absetzte, was Flanagan angeblich sehr geärgert hat, oder ob es andere Gründe gab, bleibt Spekulation. Wichtiger ist auch ,dass er sich auf ebenso hohem Niveau von Netflix verabschiedet, wie er in Sachen Serien dort begann. Denn vor allem für Fans von Edgar Allan Poe ist Flanagans Adaption eine Offenbarung. Denn alles zeugt von Respekt und Liebe an den Autor sowie einer genauen Auseinandersetzung Flanagans mit dem Original-Material.</p>
<p>Jede der acht Folgen, bis auf die erste, trägt den Titel eines berühmten Werkes von Poe wie Morde in der Rue Morgue, die schwarze Katze oder Das Verräterische Herz. Und die Kernthemen dieser Kurzgeschichten spielen in den entsprechenden Episoden dann auch wichtige Rollen. So wird in Das verräterische Herz Schuld und Wahnsinn zum wichtigen Faktor. Auch wenn sie die Episoden letztlich nur wenige Minuten mit der titelgebenden Storyline beschäftigt und in weiten Teilen die Hauptgeschichte weitererzählt. Doch Flanagan nutzt die Vorgaben der Storys klug, um seine eigenen Interpretationen zu schaffen. Und Poes beeindruckendes Werk für eine neue Generation gründlich zu entstauben. Lovecraft ist mittlerweile wieder ein Liebling vieler junger Horrorfans &#8211; Poe hätte das Gleiche verdient.</p>
<figure id="attachment_14670" aria-describedby="caption-attachment-14670" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14670 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-3.webp" alt="Bruce Greenwood" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-3.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-3-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-3-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-3-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-3-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-3-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-3-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14670" class="wp-caption-text">Patriarch kann nur ohnmächtig zusehen und schließlich bei seinem Erzfeind eine Beichte ablegen.</figcaption></figure>
<h2>Optisch und schauspielerisch oberste Liga</h2>
<p>Es ist also sicher so, dass Poe-Kenner an dieser Serie noch mehr Spaß haben werden als Neulinge in der Welt des dunklen Poeten. Aber auch völlig ohne Vorkenntnisse ist <strong>Der Untergang des Hauses Usher</strong> ein Genuss. Und das liegt an vielen Faktoren. Da ist das Bild. Was die Serie optisch auf den Bildschirm bringt, ist von einer morbiden Schönheit, die ihresgleichen sucht. Wenn sich Dupin und Usher in den harten Schatten eines Kaminfeuers gegenübersitzen, dann ist das in scharfem 4k einfach grandios anzusehen. Auch die Sets wie die diversen Designer-Wohnungen der Usher-Kinder oder die Party in Episode 2 sind optische Leckerbissen. Doch den Schrecken mit Leben erfüllen, das erledigen die großartigen Schauspieler.</p>
<p>Hier greift Flanagan fast ausschließlich auf Darsteller zurück, mit denen er bereits gearbeitet. Die Hauptrolle geht dabei an Bruce Greenwood (&#8222;<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-das-spiel/">Das Spiel</a>&#8222;), der nach dem Rauswurf von Frank Langella die Rolle des Roderick Usher übernahm. Und eine grandiose Darbietung zeigt. Auch Carla Gugino, Stammgast in Flanagans Serien und Filmen, spielt die geheimnisvolle Verna, die mit dem Todesfällen zu tun zu haben schient, mit großer Präsenz und einer derart eiskalten Aura, dass einem beim Zusehen fröstelt. Letztlich lässt sich aber kaum jemand herausheben, so gut sind sie alle. Und doch wird kaum jemand mit einem davon mitfiebern. Denn Flanagan schreibt seine Protagonisten ganz in Poe-Tradition derart fies und abstoßend, dass man wenig Mitleid verspürt. Obwohl einige davon es verdient hätten.</p>
<figure id="attachment_14671" aria-describedby="caption-attachment-14671" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14671 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-4.webp" alt="Der Untergang des Hauses Usher" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-4.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-4-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-4-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-4-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-4-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-4-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-4-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14671" class="wp-caption-text">Eine schicksalhafte Nacht: Roderick und seine Schwester Madeline begegnen Silvester 1980 der geheimnisvollen Verna.</figcaption></figure>
<p>Die acht Folgen greifen nicht nur perfekt ineinander und lüften erst zum Schluss die ganzen Geheimnisse rund um den Tod von Rodericks Kindern. Sie sind auch immer wieder ziemlich unheimlich. Weitgehend ohne Jump-Scares, nur mit der stetig bedrohlicher werdenden Atmosphäre, erwächst so ein ebenso dunkles wie faszinierendes Bild einer Familie, die für Macht über Leichen geht und dafür den Preis zahlt. Mike Flanagan ist mit dieser Serie auf der bisherigen Höhe seines Könnens. Man kann sich wirklich nur auf seine nächsten Projekte, die Verfilmung der Stephen King-Novelle &#8222;Life of Chuck&#8220; und danach die Umsetzung von Kings Opus Magnum &#8222;The Dark Tower&#8220; freuen. Großes Kino für den Bildschirm!</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p><strong>Der Untergang des Hauses Usher</strong> ist nicht nur Flanagans letzte Netflix-Serie, sondern gemeinsam mit seiner ersten auch die beste. Eine großartige Grundidee, tolle Drehbücher, herausragende Schauspieler und eine permanent wachsende Spannung adelt die Serie zum Horror-Glanzlicht 2023 bei Netflix. Die Art, wie Flanagan Edgar Allan Poes berühmte Geschichten in einen neuen Kontext webt und dennoch die wichtigsten Grundzüge der Storys beibehält, ist brillant. Die Serie ist sicher für Poe-Fans noch besser als für andere, weil die die zahlreichen Anspielungen und Verweise erkennen (&#8222;Das Fass Amontillado&#8220;, &#8222;Annabelle Lee&#8220; und viele mehr). Aber auch Poe-unkundige Horrorfans sollten hier voll auf ihre Kosten kommen.</p>
<p><strong>Der Untergang des Hauses Usher startet am 12. Oktober 2023 bei Netflix.</strong></p>
<figure id="attachment_14672" aria-describedby="caption-attachment-14672" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14672 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-5.webp" alt="Mark Hamill" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-5.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-5-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-5-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-5-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-5-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-5-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-5-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14672" class="wp-caption-text">Arthur Gordon Pym, der skrupellose Anwalt der Ushers, jagt ein Phantom.</figcaption></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/der-untergang-des-hauses-usher-kritik-serie-netflix/">Serienkritik: Der Untergang des Hauses Usher</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lauterfilme.de/der-untergang-des-hauses-usher-kritik-serie-netflix/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Filmkritik: Fair Play</title>
		<link>https://lauterfilme.de/fair-play-kritik-film-netflix/</link>
					<comments>https://lauterfilme.de/fair-play-kritik-film-netflix/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Oct 2023 13:42:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Erotik]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Netflix]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://lauterfilme.de/?p=14582</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wie in der Tierwelt gibt es auch beim Film manches, was sehr häufig vorkommt. Und anderes, das wirklich selten ist. Der Erotik-Thriller ist so ein rares Pflänzchen, das nur sehr unregelmäßig einmal zu sehen ist. Vielleicht kommt einer pro Jahr, vielleicht sind es auch mal zwei. Aber im Vergleich zu Horror, Komödien oder Dramen ist die Mischung aus spannender Handlung, oft ein Krimi, und wirklich erotischen Sex-Szenen nicht oft zu erleben. Die Regisseurin und Drehbuchautorin Chloe Domont verarbeitet nach in [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/fair-play-kritik-film-netflix/">Filmkritik: Fair Play</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie in der Tierwelt gibt es auch beim Film manches, was sehr häufig vorkommt. Und anderes, das wirklich selten ist. Der <a href="https://lauterfilme.de/deep-water-kritik-film-amazon-prime/">Erotik-Thriller</a> ist so ein rares Pflänzchen, das nur sehr unregelmäßig einmal zu sehen ist. Vielleicht kommt einer pro Jahr, vielleicht sind es auch mal zwei. Aber im Vergleich zu Horror, Komödien oder Dramen ist die Mischung aus spannender Handlung, oft ein Krimi, und wirklich erotischen Sex-Szenen nicht oft zu erleben. Die Regisseurin und Drehbuchautorin Chloe Domont verarbeitet nach in &#8222;Fair Play&#8220; eigene Erlebnisse zu einem dieser seltenen Genre-Auftritte. Kann ihr Langfilm-Debüt, das zu Netflix kommt, wirklich überzeugen? Das verrät die Kritik.</p>
<figure id="attachment_14604" aria-describedby="caption-attachment-14604" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14604 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/fair-1.webp" alt="Fair Play" width="1024" height="428" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/fair-1.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/fair-1-300x125.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/fair-1-768x321.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/fair-1-750x313.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14604" class="wp-caption-text">Frischverliebt mit Heiratsplänen: Das sind Emily und Luke zu Beginn.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Emily (Phoebe Dynevor) und Luke (Alden Ehrenreich) sind schwer verliebt. Das müssen sie in der Finanzfirma, in der sie beide arbeiten, allerdings streng geheim halten, da es dort nicht erlaubt ist und zu Kündigung führen kann. Dennoch macht Luke seiner Traumfrau einen Heiratsantrag, den sie glücklich annimmt. In ihrem Job als Analysten bei einem Hedgefonds tun sie allerdings weiter so, als seien sie nur flüchtig bekannte Kollegen. Die &#8222;Hire and Fire&#8220;-Mentalität des Fondsbosses Campbell (Eddie Marsan) führt immer wieder zu freien Stellen über dem Paar. Und als eines Tages ein Portfoliomanager gehen muss &#8211; und dabei sein Büro komplett zertrümmert &#8211; hört Emily das Gerücht, Luke solle sein Nachfolger werden.</p>
<p>Freudestrahlend erzählt sie ihm abends von der guten Nachricht. Doch noch in der gleichen Nacht erhält sie einen Anruf von einem Kollegen, der sie bittet, in eine Bar zu kommen &#8211; es sei wichtig. Dort wartet Campbell auf sie, der ihr verkündet, dass sie die neue Managerin wird. Wieder zuhause gratuliert Luke ihr scheinbar von Herzen. Doch Emily wird den Verdacht nicht los, dass er mit dieser Beförderung deutlich schlechter umgehen kann, als er es vorgibt. Bald zeigt sich, dass sie mit ihrem Verdacht Recht hatte. Luke nimmt ihre Beförderung als eigene Zurückweisung und reagiert zunehmend toxisch auf sie. Findet das Paar wieder zusammen?</p>
<p><iframe title="FAIR PLAY | Official Trailer #2 | Netflix" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/Vw9fgeNoTDU?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Mehr Drama als Erotik</h2>
<p>Chloe Domont gab in einem Interview zu Protokoll, dass dieser Film auf ihren eigenen, persönlichen Erfahrungen beruht. Und das merkt man. Denn <strong>Fair Play</strong> ist ein wütender Film, der sehr viel mehr Fokus auf diese Wut und die toxische Beziehung legt, als auf den Erotik-Teil. Gleich zu Beginn setzt Domont mit einer Sex-Szene, in der Menstruationsblut eine Rolle spielt, einen geplanten und etwas konstruiert wirkenden Schock-Moment, um danach das Thema Sex immer mehr in den Hintergrund treiben zu lassen. Denn in dem Maße, wie sich die Beziehung zwischen Emily und Luke abkühlt, werden auch die Sex-Szenen zurückgefahren. Von einem Erotik-Thriller zu sprechen, wirkt angesichts der wenigen Szenen schon ein wenig übertrieben. Beziehungsdrama gibt den Inhalt von <strong>Fair Play</strong> eigentlich genauer wieder.</p>
<p>Und dieses Drama wird konsequent aus Emilys Sicht erzählt. Domont wählt dabei geschickt Stilmittel, um das Auseinanderdriften des Paares zu verdeutlichen. Sind die beiden am Anfang des Films nur zusammen zu sehen, bricht das bald auf und bleibt für den Rest des Films auch gleich. Das Publikum sieht Luke kaum einmal allein. Und wenn, wird Lukes Figur dadurch nicht klarer. Ganz im Gegensatz zu Emily. Hier wird in fast jeder Szene, in der sie ohne Luke agiert, ein Detail ihres Charakters oder ihrer Hintergrundgeschichte hinzugefügt. Emily wächst, Luke tut das nicht. Zumindest nicht für das Publikum sichtbar. Und auch seine Reaktionen auf die Situation kommen deshalb aus heiterem Himmel &#8211; für Emily wie für die Zuschauer.</p>
<figure id="attachment_14605" aria-describedby="caption-attachment-14605" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14605 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/fair-2.webp" alt="Eddie Marsan" width="1024" height="681" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/fair-2.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/fair-2-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/fair-2-768x511.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/fair-2-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/fair-2-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/fair-2-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/fair-2-750x499.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14605" class="wp-caption-text">Doch als ihr gemeinsamer Boss Campbell (rechts) entscheidet, dass Emily befördert wird, gerät Sand ins Getriebe der Beziehung.</figcaption></figure>
<h2>Starke Darsteller</h2>
<p>Gespielt ist das alles stark. Alden Ehrenreich ist überaus glaubhaft in der Rolle des gekränkten Mannes, der eine Zurücksetzung, selbst zugunsten der Frau, die er angeblich liebt, nicht ertragen kann. Denn es gelingt ihm, trotz seines Verhaltens auch immer wieder Momente zu erzeugen, in denen er so geläutert und verständnisvoll wirkt, dass man Emily Zweifel, ob er wirklich die alleinige Schuld an der Situation trägt, gut nachvollziehen kann. Und Phoebe Dynevor zeigt nicht nur, dass sie durch &#8222;Bridgerton&#8220; viel Erfahrung bei Sex-Szenen gesammelt hat, sondern auch, dass sie die emotional fordernde Rolle der Emily ohne Probleme meistern kann. Und Regisseurin Domont setzt ihre besonderen Vorzüge dabei so in Szene, dass sie die beabsichtigte Wirkung des Films maximal verstärkt.</p>
<p>Die schlanke und zierlich, fast verletzlich wirkende Dynevor wird immer wieder im starken Kontrast zu einer unruhigen, manchmal bedrohlichen Umwelt gefilmt. Ob leicht eingeschüchtert wirkend in der U-Bahn oder auch im Büro, wo sie als einzige Frau sich schon optisch deutlich von allen anderen abhebt. Die optische Isolation ihrer Figur geht dabei Hand in Hand mit der emotionalen. Den auch andere Männer gehen mit ihr letztlich nicht besser um. Als sie einen Fehler macht, bezeichnet sie ihr Chef als &#8222;dumme Schlampe&#8220; und entschuldigt so nur halbherzig, als sie diese Scharte wieder auswetzt. Stattdessen erhält sie als Bonus mehr, als die meisten Menschen in fünf Jahren verdienen. Was direkt zu einem weiteren Kritikpunkt an <strong>Fair Play</strong> führt.</p>
<figure id="attachment_14606" aria-describedby="caption-attachment-14606" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14606 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/fair-3.webp" alt="Phoebe Dynevor" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/fair-3.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/fair-3-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/fair-3-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/fair-3-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/fair-3-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/fair-3-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/fair-3-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14606" class="wp-caption-text">Bald fühlt sich Emily nicht mehr von Luke unterstützt.</figcaption></figure>
<p>Die Story spielt in der Hochfinanz ist ist derart mit Klischees vollgestopft, dass man manchmal fast lächeln muss, so plump werden Stereotype verbraten. Stripclubs, weinende Kerle in teuren Anzügen, nachdem sie gefeuert wurden, ständige Telefonate, um an Insiderwissen zu gelangen. All das wirkt genau so, wie sich jemand die Hochfinanz vorstellt, der nie etwas Dokumentarisches darüber gesehen hat. Und das zieht die durchaus packende und emotional ansprechende Geschichte einer Beziehungskrise eben auch manchmal in die Nähe von Klischees. Obwohl sie wesentlich glaubhafter ist. Dennoch: Als Regiedebüt kann sich <strong>Fair Play</strong> durchaus sehen lassen, wenn auch eine ausgeglichene Sicht auf das Geschehen fehlt. Die Schuldfrage stellt sich dennoch nicht. Die Antwort ist klar.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Mit <strong>Fair Play</strong> betreibt Netflix ein wenig Etikettenschwindel, denn von der angekündigten Erotik eines Erotikthrillers bleibt unterm Strich nicht viel. Stattdessen bietet der Film eine interessantes Psychogramm einer jungen Liebensbeziehungen unter dem Druck der Umwelt und der eigenen Erwartungen. Und die ist, komplett aus weiblicher Sicht erzählt, durchaus sehenswert. Denn Phobe Dynevor erfüllt die weibliche Hauptrolle mit Leben, sowohl körperlich wie auch emotional. Und Alden Ehrenreich bildet als zunehmend toxisch werdender Lover einen ansprechenden Gegenpart. Leider nutzt Debüt-Regisseurin Chloe Domont zu viele Klischees für ihre Handlung, um sie wirklich real wirken zu lassen, als kühler Beziehungs-Thriller liefert der Film aber durchaus ab.</p>
<p><strong>Fair Play startet am 6. Oktober 2023 bei Netflix.</strong></p>
<figure id="attachment_14607" aria-describedby="caption-attachment-14607" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14607 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/fair-4.jpg" alt="Alden Ehrenreich" width="1024" height="681" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/fair-4.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/fair-4-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/fair-4-768x511.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/fair-4-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/fair-4-480x320.jpg 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/fair-4-720x480.jpg 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/fair-4-750x499.jpg 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14607" class="wp-caption-text">Können Luke und Emily ihre Beziehung noch retten? Oder ist die Liebe bereits tot?</figcaption></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/fair-play-kritik-film-netflix/">Filmkritik: Fair Play</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lauterfilme.de/fair-play-kritik-film-netflix/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Filmkritik: A Haunting in Venice</title>
		<link>https://lauterfilme.de/a-haunting-in-venice-kritik-film/</link>
					<comments>https://lauterfilme.de/a-haunting-in-venice-kritik-film/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Sep 2023 23:00:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Disney]]></category>
		<category><![CDATA[gruselig]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[spannend]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://lauterfilme.de/?p=14466</guid>

					<description><![CDATA[<p>Sind aller guten Dinge drei? Zum dritten Mal übernimmt Kenneth Branagh in Personalunion Regiestuhl und Hauptrolle in einer Agatha Christie-Verfilmung mit deren Lieblingsdetektiv Hercule Poirot. Im Gegensatz zu den beiden ersten Filmen, die Remakes bekannter Verfilmungen waren, setzte Branagh diesmal auf ein unbekannteres Werk der Autorin und versetzte zudem die Handlung von &#8222;Die Schneewittchen Party&#8220; von England nach Venedig. Nun heißt das Ganze &#8222;A Haunting in Venice&#8220; und zeigt den belgischen Meisterdetektiv in einer mit Gruselelementen verzierten Mörderjagd. Kann Branagh [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/a-haunting-in-venice-kritik-film/">Filmkritik: A Haunting in Venice</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sind aller guten Dinge drei? Zum dritten Mal übernimmt Kenneth Branagh in Personalunion Regiestuhl und Hauptrolle in einer Agatha Christie-Verfilmung mit deren Lieblingsdetektiv Hercule Poirot. Im Gegensatz zu den beiden ersten Filmen, die Remakes bekannter Verfilmungen waren, setzte Branagh diesmal auf ein unbekannteres Werk der Autorin und versetzte zudem die Handlung von &#8222;Die Schneewittchen Party&#8220; von England nach Venedig. Nun heißt das Ganze &#8222;A Haunting in Venice&#8220; und zeigt den belgischen Meisterdetektiv in einer mit Gruselelementen verzierten Mörderjagd. Kann Branagh nach dem gelungenen Erstling und dem  schwächeren zweiten Film mit dem dritten Einsatz als Poirot wieder zu Hochform auflaufen? Das verrät die Kritik.</p>
<figure id="attachment_14482" aria-describedby="caption-attachment-14482" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14482 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/haunting-2.webp" alt="Tina Fey" width="1024" height="554" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/haunting-2.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/haunting-2-300x162.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/haunting-2-768x416.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/haunting-2-750x406.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14482" class="wp-caption-text">Eigentlich war Poirot im Ruhestand, doch ein Besuch seiner alten Freundin Ariadne führt zu einem neuen Fall.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>1947. Der berühmte Meisterdetektiv Hercule Poirot (Kenneth Branagh) hat sich in Venedig zur Ruhe gesetzt, genießt das Leben und lässt die zahlreichen Bittsteller vor seiner Haustür links liegen. Poirot hat mit seinem alten Leben scheinbar abgeschlossen. Doch das ändert sich, als seine alte Freundin, die Bestsellerautorin Ariadne Oliver (Tiny Fey) bei ihm auftaucht und ihn überredet, an einer Seance teilzunehmen und bei dieser Gelegenheit gleich das angebliche Medium Joyce Reynolds (Michelle YeoH9 auffliegen zu lassen. Eingeladen hat die einstmals gefeierte Opernsängerin Rowena Drake (Kelly Reilly), die allerdings seit dem Tod ihrer Tochter Alicia (Rowan Robinson) keinen Ton mehr gesungen hat. Sie will unbedingt Kontakt zum Geist ihrer toten Tochter aufnehmen.</p>
<p>Schon bei der Ankunft wird Poirot von Hausdame Olga (Camille Cottin) darüber in Kenntnis gesetzt, dass es im Palazzo schon seit vielen Jahren spukt. Einst ein Waisenhaus, hatten Ärzte und Nonnen das Haus in schweren Zeiten aufgegeben und die Kinder allein dem Hungertod überlassen. Seitdem sollen in dem Gemäuer schon einige Ärzte und Schwestern zu Tode gekommen sein. Poirot tut dies als Aberglaube ab, muss allerdings einräumen, dass der Palazzo von Rowena Drake eine durchaus morbide Ausstrahlung besitzt. Als die Seance beginnt, ist sich der Meisterdetektiv schnell sicher, die Tricks von Miss Reynolds durchschaut zu haben. Doch wenig später gibt es eine Leiche und der brillante Geist des Hercule Poirot muss beweisen, dass seine kleinen grauen Zellen noch nicht in Rente gegangen sind &#8230;</p>
<p><iframe title="A Haunting In Venice | Official Trailer | In Theaters Sept 15" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/yEddsSwweyE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Optisch gelungen</h2>
<p>Dem Vorgänger &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/tod-auf-dem-nil-kritik-film/">Tod auf dem Ni</a>l&#8220; hatten viele Kritiker vorgeworfen, zu künstlich auszusehen, da weite Teile während der Corona-Zeit im Studio gedreht worden waren. Das wollte Branagh diesmal besser machen &#8211; und es ist ihm gelungen. Kameramann Haris Zambarloukos, mit dem Branagh auch die beiden ersten Poirot-Abenteuer umsetzte und der bereits zum neunten Mal mit Branagh als Regisseur arbeitet, fängt Venedig als klassisch-morbide Schönheit ein. Die wundervollen Paläste und Bauten einerseits, die dunklen Kanäle und der stetige Verfall der Stadt andererseits. Zambarloukos gelingt es dabei, sowohl Venedig selbst als auch den Palazzo, in dem fast der gesamte Film spielt, als eigenen Charakter in den Film einzubringen. Optisch liefert Branagh mit A Haunting in Venice voll ab.</p>
<p>Allerdings auch nur optisch. Zwar hält Branagh sein Versprechen, mit dem dritten Film einiges anders zu machen. Und sich mit anderen Genre-Versatzstücken zu umgeben als in den beiden Vorgängern. Allerdings stehen dem belgischen Detektiv die Geisterbahn-Momente des Films nur bedingt. Zwar ist A Haunting in Venice in Teilen durchaus atmosphärisch gelungen. Aber das Wichtigste an einem Whodunnit ist nun einmal die Jagd nach dem Mörder. Und die gestaltet sich hier ähnlich fade wie schon in Tod auf dem Nil. Michael Greens Drehbuch, der ebenfalls zum dritten Mal als Autor dabei ist, schafft es kaum, auch nur ein paar glaubwürdige Verdächtige zu etablieren. Die meisten Figuren, die als Täter in Frage kommen sollen, bleiben erschreckend blass.</p>
<figure id="attachment_14483" aria-describedby="caption-attachment-14483" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14483 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/haunting-3.webp" alt="Kenneth Branagh" width="1024" height="554" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/haunting-3.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/haunting-3-300x162.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/haunting-3-768x416.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/haunting-3-750x406.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14483" class="wp-caption-text">Geister als Mörder? Bald traut der Meisterdetektiv seine eigenen Augen nicht mehr.</figcaption></figure>
<h2>Schwache Story</h2>
<p>Es wird sicher Gründe haben, warum die Romanvorlage nicht zu den großen Storys der englische Krimi-Königin gezählt wird. Zwar ist das Motiv des Killers letztlich nachvollziehbar, großartige Spannung liefert <strong>A Haunting in Venice</strong> trotz diverser Geistererscheinungen und Jump Scares aber kaum. Und so plätschert die Spurensuche, nur selten gewürzt mit ein paar trockenen Kommentaren von Tina Feys Charakter, wenig aufregend vor sich hin. Dazu präsentiert die Handlung fast durchgehend völlig nichtssagende und langweilige Figuren, deren Namen man sich kaum merken kann, weil sie so wenig Substanz aufweisen. Bei einigen dieser Charaktere lassen sich auch die Darsteller nicht gänzlich von Schuld freisprechen.</p>
<p>Wobei auch das zu einem guten Teil auf Branaghs Deckel geht. Denn der Regisseur sollte schon eine groben Kurs vorgeben, wie weit der Grad an Realismus oder Übertreibung gehen sollte. Und an diese Vorgabe sollten sich tunlichst alle Mitwirkenden halten. Während aber Tina Fey sich offenkundig sicher war, in einer sarkastischen Krimikomödie mitzuwirken, hatten Kelly Reilly und Jamie Dornan sich eindeutig in einem leicht kitschigen Melodram verortet &#8211; und so spielen sie dann auch. Die größte Schwäche aber bleibt der Fall. Poirot Aufklärung ist fadenscheinig, die Zufälle wie so oft bei Agatha Christie deutlich überstrapaziert. Das ist es gut, dass es zumindest Spaß macht, Branagh als Poirot spielen zu sehen. Er trifft erneut den richtigen Ton aus mitunter recht grobem Verhalten und ausgesuchter Höflichkeit, wenn es ihm hilft.</p>
<figure id="attachment_14484" aria-describedby="caption-attachment-14484" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14484 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/haunting-4.webp" alt="A Haunting in Venice" width="1024" height="554" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/haunting-4.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/haunting-4-300x162.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/haunting-4-768x416.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/haunting-4-750x406.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14484" class="wp-caption-text">Mit großer Show lässt sich das Medium in den Palazzo bringen. Wartet dort ein totes Mädchen auf sie?</figcaption></figure>
<p>Und trägt so weitgehend allein den Film gerade noch akzeptabel über die Ziellinie. Doch trotz erlesener Bilder werden sich nicht wenige Krimifans im Kino wünschen, Branagh hätte sich doch eine bekannteren &#8211; und besseren &#8211; Fall für seinen dritten Film ausgesucht. Denn die Geisterbahn wirkt nie überzeugend und der Charme Venedigs ist bald aufgebraucht. Uneingeschränkt können sich bei <strong>A Haunting in Venice</strong> nur die Setdesigner den Lorbeer an die Brust heften. Die liefern zum dritten Mal sehenswert ab. Branagh hatte bereits vor Kinostart kundgetan, im Falle eines Erfolgs weitere Poirot-Verfilmungen angehen zu wollen. Diese Hoffnung wird er wohl begraben müssen. Dass der seltsam schlaff wirkende Film genug Gewinn für einen vierten Teil macht, ist nur schwer vorstellbar.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p><strong>A Haunting in Venice</strong>, Kennath Branaghs dritter Fall als Hercule Poirot geht mit viel gutem Willen gerade noch so als solide durch. Mehr ist hier aber beim besten Willen nicht zu holen. Außer Branagh selbst fällt keiner der Schauspieler positiv auf. Die Story ist die bislang mit Abstand schwächste, der Roman ist offenbar nicht grundlos eher unbekannt. Zwar zaubert Kameramann Hareis Zambarloukos erneut schöne und morbide Bilder, passend zum Drehort, auf die Leinwand. Und auch die Sets sind wieder ein Traum aus Detailverliebhteit und coolem Design. Aber das Rückgrat des Films &#8211; eine spannende Krimi-Geschichte &#8211; hängt hier leider arg durch. Christie-Fans, die die beiden ersten mochten, werden wohl auch hier halbwegs ordentlich unterhalten, aber ein großer Wurf sieht definitiv anders aus.</p>
<p><strong>A Haunting in Venice startet am 14. September 2023 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_14485" aria-describedby="caption-attachment-14485" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14485 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/haunting-5.webp" alt="A Haunting in Venice" width="1024" height="554" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/haunting-5.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/haunting-5-300x162.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/haunting-5-768x416.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/haunting-5-750x406.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14485" class="wp-caption-text">Und so wartet am Ende der unvermeidliche Agatha Christie-Showdown &#8211; wer ist der Killer? Alle Fotos: Disney</figcaption></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/a-haunting-in-venice-kritik-film/">Filmkritik: A Haunting in Venice</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lauterfilme.de/a-haunting-in-venice-kritik-film/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Filmkritik: They cloned Tyrone</title>
		<link>https://lauterfilme.de/they-cloned-tyrone-kritik-film-netflix/</link>
					<comments>https://lauterfilme.de/they-cloned-tyrone-kritik-film-netflix/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Jul 2023 22:11:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Komödie]]></category>
		<category><![CDATA[Netflix]]></category>
		<category><![CDATA[Sci-Fi]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://lauterfilme.de/?p=14391</guid>

					<description><![CDATA[<p>Aller guten Dinge sind drei? Nach &#8222;Project Power&#8220; und &#8222;Night Shift&#8220; steht Jamie Foxx mit &#8222;They cloned Tyrone&#8220; zum dritten Mal für eine Sci-Fi-Action-Thriller-Komödie bei Netflix vor der Kamera. Offenbar hat der mittlerweile 55-jährige Gefallen an dieser Art Filmen gefunden. Während er beim ersten Mal Joseph Gordon-Lewitt an seiner Seite hatte und im Kampfe gegen Vampire auf Unterstützung von Dave Franco und Snoop Dog setzen konnte, hat er sich für den dritten Streich John Boyega und Teyonah Parris (Wandavision&#8220;) als [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/they-cloned-tyrone-kritik-film-netflix/">Filmkritik: They cloned Tyrone</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Aller guten Dinge sind drei? Nach &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-project-power/">Project Power</a>&#8220; und &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/day-shift-kritik-film-netflix/">Night Shift</a>&#8220; steht Jamie Foxx mit &#8222;They cloned Tyrone&#8220; zum dritten Mal für eine Sci-Fi-Action-Thriller-Komödie bei Netflix vor der Kamera. Offenbar hat der mittlerweile 55-jährige Gefallen an dieser Art Filmen gefunden. Während er beim ersten Mal Joseph Gordon-Lewitt an seiner Seite hatte und im Kampfe gegen Vampire auf Unterstützung von Dave Franco und Snoop Dog setzen konnte, hat er sich für den dritten Streich John Boyega und Teyonah Parris (Wandavision&#8220;) als Verstärkung geholt. Und startet auf die vielleicht schrägste Reise durch, die Foxx bislang für den Streamingdienst abgeliefert hat. Ist sie auch gut? Das klärt die Kritik.</p>
<figure id="attachment_14407" aria-describedby="caption-attachment-14407" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14407 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/cloned-1.webp" alt="John Boyega in They cloned Tyrone" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/cloned-1.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/cloned-1-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/cloned-1-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/cloned-1-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/cloned-1-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/cloned-1-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/cloned-1-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14407" class="wp-caption-text">Dealer Tyrone will eigentlich nur seine Ruhe. Doch dann läuft einiges aus dem Ruder.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Drogendealer Tyrone (John Boyega) hat keinen sonderlich guten Tag. Erst macht ihm ein anderer Gangster das Revier streitig, dann bringt ihm sein Kurier viel weniger Geld als erwartet. Und als Tyrone selbst zu Zuhälter Slim Charles (Jamie Foxx) und dessen bestem Pferd im Stall, Yo-Yo (Teyonah Parris), fährt, um seine Kohle einzutreiben, wird er beim Verlassen des Zimmer auch noch über den Haufen geschossen. Dennoch wacht er am nächsten Morgen in seinem Bett auf, als wäre nichts gewesen. Hat  er das alles nur geträumt? Oder ist gestern doch etwas passiert, das sich mit gesundem Menschenverstand nicht erklären lässt?</p>
<p>Slim Charles bestätigt ihm jedenfalls bei seinem zweiten Besuch in zwei Tagen, dass er von jemandem niedergeschossen wurde. Und so macht sich Tyrone mit Charles im Schlepptau auf den Weg, um Yo-Yo zu finden. Die kann die Story bestätigen, worauf sich Tyrone auf die Suche nach Spuren macht, die erklären könnten, was in seinem Viertel und mit ihm gerade passiert. Tatsächlich findet er eine Leiche, die ihm bis aufs Haar gleicht. Aber damit fangen die seltsamen Ereignisse erst an. Denn offenbar ist nicht nur Tyrone von merkwürdigen Dingen umgeben. Das ganze Viertel The Glen scheint langsam verrückt zu spielen. Haben die Insassen der schwarzen SUVs damit zu tun, die scheinbar an jeder Ecke stehen?</p>
<p><iframe title="They Cloned Tyrone | Official Trailer | Netflix" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/2S3M1xFVdVg?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Wilder Mix, der Spaß macht</h2>
<p>Regisseur und Co-Autor Juel Taylor hat mit <strong>They cloned Tyrone</strong> wahrhaftig einen merkwürdigen Film abgeliefert. Denn das Ganze scheint in der Jetztzeit zu spielen. Allerdings stammt der Plot aus den 50er oder frühen 60er Jahren, der großen Zeit der Sci-Fi-Verschwörungsthriller. Musik, Look des Films und die Garderobe passen perfekt zum Blaxploitation-Kino der frühen und mittleren 70er Jahre. Und die Schauspieler sind von heute. Warum Taylor seine Story so und nicht anders umgesetzt hat, bleibt dabei sein Geheimnis. Gut möglich, dass er der großen Zeit des schwarzen Kinos in den USA seinen Respekt zollen wollte. Oder der Look für seinen Geschmack gut zur Handlung passte. Für Cineasten hebt das in jedem Fall <strong>They cloned Tyrone</strong> über das typische Niveau des Netflix-Unterhaltungsfilm.</p>
<p>Denn die Ausstattung des Films, liebevoll und detailreich den 70ern nachempfunden, machen alleine schon viel Spaß. Besonders die Frisuren heben die Stimmung nur vom Zusehen schon garantiert. Aucg bei der Besetzung bewies Taylor ein gutes Händchen. Der minimalistische John Boyega als harter Kerl überzeugt ebenso wie die sich ständig streitenden Foxx und Parris, die mit sichtlichem Spaß Overacting betreiben und sich Dialoge um die Ohren hauen, bis die Ohren bluten. Und Freunde von Soul und Funk-Music sowie angejazzten Klängen dürften mit dem Soundttrack ebenfalls eine gute Zeit haben. Dennoch kann <strong>They cloned Tyrone</strong> nicht auf ganzer Linie überzeugen.</p>
<figure id="attachment_14408" aria-describedby="caption-attachment-14408" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14408 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/cloned-2.webp" alt="They cloned Tyrone" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/cloned-2.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/cloned-2-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/cloned-2-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/cloned-2-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/cloned-2-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/cloned-2-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/cloned-2-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14408" class="wp-caption-text">Als er dann seine eigene Leiche findet, obwohl er noch am Leben ist, beschließt er, der Sache auf den Grund zu gehen.</figcaption></figure>
<h2>Zu lang für die Story-Idee</h2>
<p>Dazu ist der Film mit knapp zwei Stunden viel zu lang geraten. Während er zu Beginn noch mit gutem Tempo und flotter Inszenierung überzeugt und trotzdem Zeit für ruhige Momente findet, hängt das Werk in der Mitte doch ziemlich durch und verliert unnötig an Tempo und Biss. Zwar hat es hin und wieder fast etwas Hitchcockhaftes, wie die Protagonisten von einer Gefahr in die nächste stolpern, bis Taylor langsam beginnt, den Schleier des Geheimnisses zu lüften &#8211; in einer der stärksten Szenen des Films, in dem auch noch ein illustrer Stargast auftritt. Auch eine Kirchenszene ist sehr gelungen, in der David Alan Grier als schräger Reverend ein klein wenig dem unvergessenen James Brown aus &#8222;Blues Brothers&#8220; huldigen darf.</p>
<p>Aber unter dem Strich passiert in der mittleren Stunde zu wenig, um die Laufzeit zu rechtfertigen. Zudem verliert <strong>They cloned Tyrone</strong> trotz einiger pfiffiger Drehbuch-Einfälle im letzten Drittel fast komplett die Spannung und kann erst in den leicht absurd anmutenden finalen Minuten wieder punkten. Immerhin verliert Taylor die herrlich schräge Grundidee nie aus den Augen und baut dazu immer wieder starke Szenen ein. Doch aus den einzelnen guten Momenten wird kein starkes Ganzes. Dazu ist der Film als Thriller nicht spannend genug, als Sci-Fi-Story nicht originell genug, als Komödie nicht durchgehend witzig und für eine mögliche Gesellschaftskritik schlicht zu flach. So bleibt als einzig wirklich gelungener Teil die Hommage an das Blaxploitation-Kino. Wem das genügt, hat aber eine richtig gute Zeit.</p>
<figure id="attachment_14409" aria-describedby="caption-attachment-14409" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14409 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/cloned-3.webp" alt="Teyonah Parris" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/cloned-3.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/cloned-3-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/cloned-3-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/cloned-3-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/cloned-3-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/cloned-3-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/cloned-3-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14409" class="wp-caption-text">Während Slim Charles und Tyrone Pläne machen, behält Yo-Yo den Blick fürs Wesentliche.</figcaption></figure>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Auch wenn die einzelnen Teile seines wilden Genre-Mix-Film <strong>They cloned Tyrone</strong> nicht durchgehend überzeugen, gelingt Regisseur und Mitautor Juel Taylor doch ein ansehnlicher Film, der vor allem durch die Verehrung des großen schwarzen Kinos der 70er punkten kann. Die drei Hauptdarsteller liefern alle gut ab, die Musik passt ebenfalls &#8211; und schön schräg ist das Ganze auch noch. Aber Taylors Werk bleibt ein Film, auf den sich das Publikum schon sehr einlassen muss, um Spaß zu haben. Denn letztlich ist die wilde Mischung vielleicht einen Hauch zu abgedreht, um zu einer homogenen Erzählung zu verschmelzen. Ob man da wirklich eine zumindest angedeutete Fortsetzung braucht?</p>
<p><strong>They cloned Tyrone startet am 21. Juli 2023 bei Netflix.</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/they-cloned-tyrone-kritik-film-netflix/">Filmkritik: They cloned Tyrone</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lauterfilme.de/they-cloned-tyrone-kritik-film-netflix/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Filmkritik: Mission Impossible Dead Reckoning</title>
		<link>https://lauterfilme.de/filmkritik-mission-impossible-dead-reckoning/</link>
					<comments>https://lauterfilme.de/filmkritik-mission-impossible-dead-reckoning/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Jul 2023 17:08:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Action]]></category>
		<category><![CDATA[Fortsetzung]]></category>
		<category><![CDATA[spannend]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Tom Cruise]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://lauterfilme.de/?p=14354</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nachdem die Rückkehr von Indiana Jones zwar aufgrund des 80 Jahre alten Stars Harrison Ford für viel Furore, aber nicht für volle Kassen sorgte, soll es nun Tom Cruise richten. Der mittlerweile auch schon 61-jährige Superstar des Actionkinos soll für die Kinos in aller Welt einen echten Blockbuster liefern. Und nach Möglichkeit an der Milliarden-Schallmauer kratzen. Mit &#8222;Top Gun: Maverick&#8220; gelang ihm das mit 1,4 Milliarden Dollar locker, der vorherige Mission Impossible-Teil Fallout lag immerhin bei knapp 800 Millionen. Kann [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-mission-impossible-dead-reckoning/">Filmkritik: Mission Impossible Dead Reckoning</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem die Rückkehr von Indiana Jones zwar aufgrund des 80 Jahre alten Stars Harrison Ford für viel Furore, aber nicht für volle Kassen sorgte, soll es nun Tom Cruise richten. Der mittlerweile auch schon 61-jährige Superstar des Actionkinos soll für die Kinos in aller Welt einen echten Blockbuster liefern. Und nach Möglichkeit an der Milliarden-Schallmauer kratzen. Mit &#8222;Top Gun: Maverick&#8220; gelang ihm das mit 1,4 Milliarden Dollar locker, der vorherige <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-mission-impossible-fallout/">Mission Impossible-Teil Fallout</a> lag immerhin bei knapp 800 Millionen. Kann also Tom Cruise mit &#8222;Mission Impossible Dead Reckoning Part 1&#8220; nicht nur die Welt, sondern auch die Kinos im Sommer 2023 retten? Das klärt die Kritik.</p>
<figure id="attachment_14363" aria-describedby="caption-attachment-14363" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14363 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/MIDR-1.webp" alt="Dead Reckoning" width="1024" height="612" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/MIDR-1.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/MIDR-1-300x179.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/MIDR-1-768x459.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/MIDR-1-750x448.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14363" class="wp-caption-text">Hunts kleines Team muss wieder einmal die Kastanien aus dem Feuer holen.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Ein russisches U-Boot testet eine neue Erfindung &#8211; eine Tarnkappe, mit der das Schiff für den Gegner unsichtbar wird. Die Technik scheint zu funktionieren, bis sich aus einer merkwürdigen Situation schnell ein Untergangsszenario entwickelt. Kurze Zeit später erhält Ethan Hunt (Tom Cruise) den Auftrag, sich um diese Situation zu kümmern, Offenbar hat eine Weltmacht die ultimative KI entwickelt. Und diese &#8222;Entität&#8220; genannte Macht versucht nun, die Welt aufeinander zu hetzen. Hunt und sein Team sollen das verhindern. Dabei spielt sowohl Hunts Freundin Lisa Faust (Rebecca Ferguson) eine Rolle, als auch eine junge Frau, mit der Hunt bislang nie zu tun hatte und die augenscheinlich auch nicht mehr als eine begabte Diebin ist &#8211; Grace (Hayley Atwell).</p>
<p>Die soll einen Gegenstand für ihren Auftraggeber stehlen &#8211; und dieser Gegenstand entpuppt sich als das, was auch Ethan jagt. Im Verlauf der Jagd auf dieses Ziel, bei dem auch Benji (Simon Pegg) und Luther (Ving Rhames) wieder mit von der Partie sind, begegnet Hunt nicht nur alten Freunden, sondern mit Gabriel (Esai Morales) auch einem alten Feind. Offenbar steht er in Diensten der Entität und will um jeden Preis verhindern, dass Ethan an den Gegenstand gelangt, der der Entität Angst macht. Dafür gehen Gabriel und seine Killerin Paris (Pom Klementieff) brutal über Leichen. Waffenhändlerin Alanna (Vanessa Kirby) wird ebenso in Gabriels Spiel verstrickt wie Hunts Team. Und diesmal steht die gesamte Welt auf dem Spiel &#8230;</p>
<p><iframe title="Mission: Impossible – Dead Reckoning Part One | Official Trailer (2023 Movie) - Tom Cruise" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/avz06PDqDbM?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Düsterer als gewohnt</h2>
<p>Obwohl Regisseur Christopher McQuarries Drehbuch sich alle Mühe gibt, sich einen apokalyptischen Anstrich zu geben, fühlt sich <strong>MI Dead Reckoning Part 1</strong> nicht viel anders an als die Vorgänger. Es gibt eine Bedrohung und Hunt und sein Team müssen Schlimmeres verhindern. Diesmal allerdings zieht das Script sämtliche Register, um deutlich zu machen, wie gefährlich der neue Gegner tatsächlich ist. Esai Morales spielt diesen nihilistischen Killer in den ruhigen Momenten ebenso bravourös wie in den Actionsequenzen. Und kann so die großen Fußstapfen des vorherigen Bösewichts Henry Cavill durchaus füllen.</p>
<p>Auch McQuarrie geht im möglicherweise vorletzten Auftritt von Cruise als Ethan Hunt neue Wege. So inszeniert er eine Verfolgungsjagd auf einem Flughafen mit vielen Anleihen an Hitchcocks Suspense-Humor-Mischung. Dabei fungiert das Duo Shea Whigham und Greg Tarzan Davis als Militärcops an Hunts Fersen als witzige Auflockerung des mitunter arg düsteren Plots sehr gut. Und auch für Cruise und seine neue Partnerin Hayley Atwell sind McQuarrie einige sehr gelungenen Szenen eingefallen, in denen es mächtig knistert. Angeblich sollen Atwell und Cruise während der Dreharbeiten sogar eine kurze Affäre gehabt haben. Wenn man die beiden gemeinsam vor der Kamera sieht, man würde es auf jeden Fall für möglich halten.</p>
<figure id="attachment_14364" aria-describedby="caption-attachment-14364" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14364 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/MIDR-2.webp" alt="Rebecca Ferguson" width="1024" height="718" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/MIDR-2.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/MIDR-2-300x210.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/MIDR-2-768x539.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/MIDR-2-750x526.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14364" class="wp-caption-text">Ilsa unterstützt Ethan so gut sie kann, doch auch sie hat Probleme, denen sie sich stellen muss.</figcaption></figure>
<h2>Auf den Spuren von James Bond &#8211; mehr denn je</h2>
<p>So richtig weit auseinander waren beide Reihen ja nie. Aber <strong>Mission Impossible Dead Reckoning Part 1</strong> fühlt sich immer wieder extrem an wie ein Bond-Film. Ob die durchgeknallte Killerin, der Sci-Fi-Plot oder die Action-Sequenzen &#8211; hier weht mehr als einmal der Geist von 007 über die Leinwand. Das steht Ethan Hunt allerdings sehr gut. Denn durch die dunkle Story erhält der Film ein wenig mehr Gravitas als das bei den letzten Auftritten Hunts der Fall war. Und ähnelt dadurch den Bondfilmen der Craig-Ära in einigen Momenten sehr stark. Zwar erhält sich McQuarrie mit witzigen Momenten auch immer wieder eine leichtere Stimmung. Doch insgesamt ist der neue Film wohl der morbideste und dunkelste der Reihe.</p>
<p>Das Highlight jedes Films sind die Actionsequenzen und da bildet Dead Reckoning keine Ausnahme. Ob Cruise mit einem Motorrad über eine Klippe fährt und ins Tal fällt, durch einen Sandsturm reitet oder wilde Dinge in einem Auto ohne Türen veranstaltet &#8211; die Action lässt dem Publikum immer wieder den Mund offenstehen. Zum einen, weil die Stunts alle sichtbar handgemacht sind und Cruise diese Dinge (scheinbar) wirklich alle tut. Zum anderen, weil McQuarrie mit seiner Erfahrung diese besonderen Momente auch virtuos in Szene setzt. Mehr dann je verabschiedet sich <strong>Dead Reckoning</strong> allerdings auch von halbwegs glaubwürdigen Szenen. Wenn man sich mit jedem neuen Film selbst übertreffen muss, ist irgendwann der Verlust der Realität eben nicht zu verhindern. Das Publikum wird es kaum stören.</p>
<figure id="attachment_14365" aria-describedby="caption-attachment-14365" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14365 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/MIDR-4.webp" alt="Dead Reckoning" width="1024" height="561" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/MIDR-4.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/MIDR-4-300x164.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/MIDR-4-768x421.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/MIDR-4-750x411.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14365" class="wp-caption-text">Action satt &#8211; dieses Versprechen löst auch der neueste Teil der Reihe ein &#8211; und wie!</figcaption></figure>
<p>Denn es bekommt erneut einen derart furiosen, niemals langweiligen und mit interessanten Charakteren gefüllten Plot, der sich zwar als besonders komplex aufplustert, eigentlich aber sehr leicht zu verstehen und zu verfolgen ist. Cruise zeigt wieder einmal, dass er entweder der &#8222;hardest working man in business&#8220; ist oder zumindest nicht weit davon entfernt. Die Szenen mit Pegg und Rhames haben fast schon etwas Wehmütiges. Ahnt man doch, dass das bald ein Ende haben könnte. Und Hayley Atwell nutzt die Chance, endlich einmal eine große Hauptrolle in einem Blockbuster ergattert zu haben, mit jeder Faser ihres Körpers und ist als eine Art emanzipiertes Bond-Girl in jeder Szene großartig. Keine Frage: <strong>Mission Impossible Dead Reckoning Part 1</strong> liefert. Viel besser kann man einen Action-Thriller nicht machen.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Das Duo McQuarrie/Cruise packt mit<strong> Mission Impossible Dead Reckoning Part 1</strong> erneut einen Actionthriller aus, der so gut wie allen anderen Filmen des Jahres die Hacken zeigt. Flottes Tempo, trotz 169 Minuten Laufzeit, starke alte und neue Schauspieler, furiose Actionmomente, die mit ihrer Authentizität noch immer beeindrucken. Und ein Plot, der sich mehr denn je wie ein James Bond-Film anfühlt &#8211; im besten Sinne. Dazu endet der Film versöhnlich mit einem guten Moment. Und lässt das Publikum nicht mit einem fiesen Cliffhanger in die Wartezeit auf Teil 2 (28. Juni 2024) gehen. Alles richtig gemacht, Mr. Hunt! Wer Actionfilm des Jahres werden will, muss an diesem erst einmal vorbei!</p>
<p><strong>Mission Impossible Dead Reckoning Part 1 startet am 13. Juli 2023 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_14366" aria-describedby="caption-attachment-14366" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14366 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/MIDR-3.webp" alt="Esai Morales" width="1024" height="516" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/MIDR-3.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/MIDR-3-300x151.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/MIDR-3-768x387.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/07/MIDR-3-750x378.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14366" class="wp-caption-text">Gabriel ist nicht nur ein eiskalter Killer, er hat auch eine gemeinsame Vergangenheit mit Ethan Hunt.</figcaption></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-mission-impossible-dead-reckoning/">Filmkritik: Mission Impossible Dead Reckoning</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lauterfilme.de/filmkritik-mission-impossible-dead-reckoning/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Filmkritik: Tyler Rake Extraction 2</title>
		<link>https://lauterfilme.de/tyler-rake-extraction-2-kritik-film-netflix/</link>
					<comments>https://lauterfilme.de/tyler-rake-extraction-2-kritik-film-netflix/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jun 2023 16:48:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Action]]></category>
		<category><![CDATA[Blutig]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Netflix]]></category>
		<category><![CDATA[spannend]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://lauterfilme.de/?p=14285</guid>

					<description><![CDATA[<p>2020 gelang dem Team um Regisseur Sam Hargrave und Star Chris Hemsworth, zu dem auch die Russo-Brüder als Produzenten und Autoren zählten, mit &#8222;Tyler Rake -Extraction&#8220; ein kleines Kunststück. Obwohl deutlich günstiger produziert als vergleichbare Filme wie &#8222;Red Notice&#8220; oder &#8222;The Gray Man&#8220;, schnitt das brachiale Action-Paket auf IMDB besser ab als die anderen Action-Blockbuster von Netflix. Da war es keine große Überraschung, dass Netflix trotz des Finales von Film eins ein weiteres Abenteuer um den todessehnsüchtigen Söldner in Auftrag [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/tyler-rake-extraction-2-kritik-film-netflix/">Filmkritik: Tyler Rake Extraction 2</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>2020 gelang dem Team um Regisseur Sam Hargrave und Star Chris Hemsworth, zu dem auch die Russo-Brüder als Produzenten und Autoren zählten, mit &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-tyler-rake-extraction/">Tyler Rake -Extraction</a>&#8220; ein kleines Kunststück. Obwohl deutlich günstiger produziert als vergleichbare Filme wie &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-red-notice/">Red Notice</a>&#8220; oder &#8222;The Gray Man&#8220;, schnitt das brachiale Action-Paket auf IMDB besser ab als die anderen Action-Blockbuster von Netflix. Da war es keine große Überraschung, dass Netflix trotz des Finales von Film eins ein weiteres Abenteuer um den todessehnsüchtigen Söldner in Auftrag gab. Nun ist es fertig und startet am 17. Juni 2023 bei Netflix. Kann &#8222;Tyler Rake Extraction 2&#8220; das Niveau des ersten Film halten? Das verrät die Kritik.</p>
<figure id="attachment_14299" aria-describedby="caption-attachment-14299" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14299 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/06/rake2-1.webp" alt="Exraction 2" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/06/rake2-1.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/06/rake2-1-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/06/rake2-1-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/06/rake2-1-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/06/rake2-1-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/06/rake2-1-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/06/rake2-1-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14299" class="wp-caption-text">Kaum ist Tyler Rake wieder auf den Beinen, muss er erneut in den Einsatz.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Eigentlich müsste Tyler Rake (Chris Hemsworth) tot sein. Von Kugeln durchsiebt siukt sein Körper auf den Grund des Flusses. Doch wie durch ein Wunder wird er nicht nur angespült und von seiner Auftraggeberin Nik (Golshifteh Faharani) gefunden, sondern kann auch in aufwendigen Operationen vor dem Tod bewahrt werden. Allerdings ist sein Körper nach monatelangem Liegen kaum noch in der Lage zu gehen, geschweige denn, mit der Waffe in der Hand Menschen zu retten. In einer Hütte in der österreichischen Natur soll Tyler wieder zu Kräften und in Form kommen &#8211; und eigentlich seine Frührente genießen. Doch es kommt ganz anders. Denn eines Tages sitzt ein geheimnisvoller Fremder (Idris Elba) auf der Bank vor seinem Haus und erteilt ihm einen Auftrag, den er nicht ablehnen kann.</p>
<p>In Georgien haben zwei Brüder jahrelang unter ihrem tyrannischen Vater gelitten, doch als Erwachsene selbst den falschen Weg eingeschlagen. Als Köpfe eines verschworenen Verbrecher-Clans beherrschen sie die Unterwelt, obwohl einer von beiden eine lange Haftstrafe absitzen muss. Weil die Familie so mächtig ist, darf &#8211; oder vielmehr muss- dessen  Frau (Tinatin Dalakishvili) und die beiden Kinder mit ihm im Knast leben. Rake soll die drei aus dem Gefängnis befreien und in Sicherheit bringen. Doch der Arm der Brüder reicht deutlich weiter, als sich die Befreier das gedacht hatten. Es kommt zum gnadenlosen Kampf im georgischen Winter &#8230;</p>
<p><iframe title="Tyler Rake: Extraction 2 | Offizieller Trailer | Netflix" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/HE_8fXXo41s?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Handwerklich überzeugend</h2>
<p>Zweite Teile sind ihren Vorgängern häufig in Sachen Story und Spannung unterlegen. Das Drehbuch ist oft ein Schnellschuss und variiert lediglich die Ideen des ersten Teils. Und die Action ist meist ebenfalls ein Abklatsch der ersten Variation. Zumindest eines von beiden stimmt bei Extraction 2 nicht. Denn die Action ist nicht nur handwerklich bestechend, sondern sogar noch einen Hauch stärker als im ersten Film. Prunkstück des handwerklichen Könnens von Regisseur Hargrave und Kameramann Greg Baldi ist eine gefühlt 20 Minuten lange Plansequenz ohne sichtbaren Schnitt, in der Rake und seine Mitstreiter ins Gefängnis eindringen und anschließend ihre Flucht durchziehen. Das sieht man auch im internationalen Actionkino auf der Leinwand nicht beeindruckender als hier.</p>
<p>Denn Hargrave und sein Team erzählen diesen Teil des Films nicht nur mit perfektem Spannungsaufbau, sondern auch mit dem nötigen Schuss brutaler Authentizität. Auch das zweite lange Setpiece, eine Art Belagerung eines Hochhauses, hält geschickt die Spannung noch und bleibt bei aller Übertreibung zugunsten von Adrenalinkicks noch halbwegs realistisch. Erst im Finale gehen den Drehbuchautoren die Pferde ein wenig durch und sie lassen ausgerechnet den Gaul mit Namen Logik ausbüchsen. Zu diesem Zeitpunkt spielt das ohnehin keine großer Rolle mehr, denn das Publikum ist längst auf den großen Showdown eingestimmt, auf den es sich seit einer Stunde schon freut. Und Tyler Rake Extraction 2 liefert.</p>
<figure id="attachment_14300" aria-describedby="caption-attachment-14300" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14300 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/06/rake2-2.webp" alt="Chris Hemsworth" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/06/rake2-2.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/06/rake2-2-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/06/rake2-2-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/06/rake2-2-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/06/rake2-2-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/06/rake2-2-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/06/rake2-2-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14300" class="wp-caption-text">Doch auch bei seinem zweiten Einsatz geht einiges gehörig schief. Und Rake muss improvisieren.</figcaption></figure>
<h2>Hemsworth glänzt als schweigsamer Kämpfer</h2>
<p>Ein weiteres Mal lebt der Film vor allem von der physischen Präsenz das Hauptdarstellers. Der muskelbepackte Hüne Chris Hemsworth bewegt sich in seiner Rolle als Tyler Rake so glaubwürdig, dass es im Film niemals Szenen gibt, die man dem Australier nicht abnimmt. Wohltuend selten tischt Drehbuchautor Joe Russo dem Publikum lange Dialoge auf, denn die sind meist nicht sonderlich überzeugend. Die emotionalen Knackpunkte der Handlung sind schnell gesetzt und schnell abgearbeitet, die Motive klargestellt. Und dann regiert die Action. Hemsworth nimmt man den emotional verkrüppelten Kämpfer auch deshalb ab, weil er erfreulich wenig darüber reden muss. Sein Gesicht beim Anblick von Kindern genügt auch.</p>
<p>Das gilt leider nicht für alle Charaktere. Bei einigen der Figuren kleben die Autoren bereits in deren erster Szene einen Totenkopf auf die Stirn, so sicher ist der Zuschauer sofort, dass dieser Charakter die Handlung nicht überleben wird. Das trägt nicht unbedingt zu einer originellen Handlung bei, und auch hier sorgt das eher für Schulterzucken als echte emotionale Anteilnehme, wenn es denn soweit ist. Auch der Schurke des Plots bleibt blass, was man allerdings dem georgischen Darsteller Tornike Gogrichiani kaum anlasten kann. Es gibt schlicht keine Szene, in der sich Gogrichiani als etwas anderes als ein Monster etablieren darf. Auch Graustufen bei der Charakterzeichnung legt Tyler Rake Extraction 2 schlicht keinerlei Wert. Und das unterscheidet ihn letztlich in Nuancen von Actionbrettern wie der John Wick-Reihe, die die interessanteren Schurken zu bieten hat.</p>
<figure id="attachment_14301" aria-describedby="caption-attachment-14301" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14301 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/06/rake2-3.webp" alt="Extraction 2" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/06/rake2-3.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/06/rake2-3-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/06/rake2-3-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/06/rake2-3-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/06/rake2-3-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/06/rake2-3-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/06/rake2-3-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14301" class="wp-caption-text">Rake hat sich mit einem mächtigen georgischen Gangster angelegt, der auf Rache sinnt.</figcaption></figure>
<p>Am Samstag startet Netflix seinen großen Tudum-Event, bei dem auch Chris Hemsworth als Stargast angekündigt ist. Es wäre wenig verwunderlich, würde er dort Extraction 3 als weiteren Teil bestätigen.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Mit der Story wird <strong>Tyler Rake Extraction 2</strong> sicher keine Preise gewinnen. Mit der furios und hart inszenierten Action dürfte er hingegen die Fans des ersten Films der Reihe weitgehend abholen. Denn eine großartige Plansequenz zur Mitte des Films ist zwar das Highlight, aber längst nicht die einzige stark gemachte Actionsequenz. Chris Hemsworth pflügt sich erneut mit einer ungeheuren körperlichen Präsenz durch Gegnermassen und wirkt in jedem Moment glaubhaft &#8211; wenn man das Finale einmal ausspart. Bei Netflix dürfte der FIlm zum Abräumer der kommenden Wochen werden. Da ist die Verkündung eines dritten Teils in der Filmreihe eigentlich nur noch Formsache.</p>
<p><strong>Tyler Rake Extraction 2 startet am 16. Juni 2023 bei Netflix.</strong></p>
<figure id="attachment_14302" aria-describedby="caption-attachment-14302" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14302 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/06/rake2-4.webp" alt="Extraction 2" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/06/rake2-4.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/06/rake2-4-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/06/rake2-4-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/06/rake2-4-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/06/rake2-4-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/06/rake2-4-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/06/rake2-4-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14302" class="wp-caption-text">Allerdings hat Elitesöldner Rake selbst noch ein paar Asse im Ärmel.</figcaption></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/tyler-rake-extraction-2-kritik-film-netflix/">Filmkritik: Tyler Rake Extraction 2</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lauterfilme.de/tyler-rake-extraction-2-kritik-film-netflix/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Serienkritik: Der Pass Staffel 3</title>
		<link>https://lauterfilme.de/der-pass-staffel-3-kritik-serie-sky/</link>
					<comments>https://lauterfilme.de/der-pass-staffel-3-kritik-serie-sky/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 May 2023 13:37:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Serien Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Blutig]]></category>
		<category><![CDATA[deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Serie]]></category>
		<category><![CDATA[Sky]]></category>
		<category><![CDATA[spannend]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://lauterfilme.de/?p=14200</guid>

					<description><![CDATA[<p>In ihrer Kälte, schauspielerischen Brillanz und starker Charakterzeichnung bietet die Sky-Serie &#8222;Der Pass&#8220; schon seit der ersten Staffel außerordentlich gutes Fernsehen. Grandios besetzt und großartig geschrieben hat die Serie, die mit &#8222;Der Pass Staffel 3&#8220; nun zu Ende geht, eine Ausnahmestellung, mit der sich höchstens noch &#8222;Babylon Berlin&#8220; messen kann. Doch vor den letzten Episoden hat die Serie ihre Stammschreiber verloren. Haben die neuen Autoren eine gelungene Abschluss-Staffel zu Papier gebracht? In der die neue Feindschaft zwischen den Protagonisten entsprechenden [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/der-pass-staffel-3-kritik-serie-sky/">Serienkritik: Der Pass Staffel 3</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In ihrer Kälte, schauspielerischen Brillanz und starker Charakterzeichnung bietet die Sky-Serie &#8222;Der Pass&#8220; schon seit der ersten Staffel außerordentlich gutes Fernsehen. Grandios besetzt und großartig geschrieben hat die Serie, die mit &#8222;Der Pass Staffel 3&#8220; nun zu Ende geht, eine Ausnahmestellung, mit der sich höchstens noch &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/babylon-berlin-staffel-4-kritik-serie/">Babylon Berlin</a>&#8220; messen kann. Doch vor den letzten Episoden hat die Serie ihre Stammschreiber verloren. Haben die neuen Autoren eine gelungene Abschluss-Staffel zu Papier gebracht? In der die neue Feindschaft zwischen den Protagonisten entsprechenden Raum bekommt? Oder fällt das Ende der Geschichte deutlich ab? Das klärt die Kritik.</p>
<p><a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-der-pass/">Die Kritik zu Der Pass Staffel 1 gibt es hier.</a></p>
<p><a href="https://lauterfilme.de/der-pass-staffel-2-kritik-serie-sky/">Die Kritik zu Der Pass Staffel 2 gibt es hier.</a></p>
<figure id="attachment_14236" aria-describedby="caption-attachment-14236" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14236 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pass3-1.webp" alt="Julia Jentsch als Ellie Stocker" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pass3-1.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pass3-1-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pass3-1-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pass3-1-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pass3-1-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pass3-1-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pass3-1-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14236" class="wp-caption-text">Ellie Stocker sucht weiterhin nach Beweisen, um ihren Kollegen Gedeon Winter zu überführen.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Ellie Stocker (Julia Jentsch) ist noch immer wütend. Ihr Kollege Gedeon Winter (Nicholas Ofczarek) hat ein wichtiges Beweismittel im Fall der toten Kollegin Yela Antic verschwinden lassen und damit dem Täter die Flucht ermöglicht. Dass Gedeon dadurch eine Spur zu einem verschwundenen Maler bekam, der ihn als Kind missbraucht hatte, weiß Ellie nicht. So setzt sie all ihre Kräfte ein, um den ehemaligen Freund und Lebensretter ans Messer zu liefern. Doch das muss zurückstehen, als im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Österreich ein Serienmörder grausam zuschlägt. Und seine Opfer unsagbaren Qualen aussetzt, bevor sie sterben.</p>
<p>Und so müssen sich Gedeon Winter und Ellie Stocker noch einmal zusammenraufen, um den Killer zu stoppen, bei dem selbst Profiler kaum ein Motiv erkennen können. Mit jedem weiteren Opfer gerät die Sonderkommission weiter unter Druck. Erste Spuren scheinen in eine Richtung zu deuten, die normalerweise in Ermittlungen keine Rolle spielen: das Reich der Mythen und Sagen. Offenbar orientiert sich der Mörder an einer Gestalt, die angeblich im Mittelalter in der Gegend lebte. Und sich gegen die Herrschenden stellte. Während Gedeon Winter somit gleich zwei Verbrecher jagt, muss sich Ellie schließlich entscheiden, wo ihre Prioritäten liegen &#8230;</p>
<p><iframe title="Der Pass Staffel 3 | First Look Trailer |  Sky Österreich" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/eFkFjPmvI4k?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Neue kreative Köpfe</h2>
<p>Für die finale Staffel wurden die Showrunner und Autoren Cyril Boss und Philipp Steinert abgelöst. Christopher Schier und Thomas W. Kiennast, Macher der &#8222;Ibiza-Affäre&#8220; wurden von Sky zu den neuen kreativen Chefs gemacht, um die Geschichte um Winter und Stocker zu einem Ende zu bringen. Auch neue Autoren wurden verpflichtet. Wer die bisherigen Staffeln gesehen hat, wird die Veränderungen auch bemerken. Sie sind aber nicht so groß, dass aus <strong>Der Pass Staffel 3</strong> eine grundlegend andere Serie werden würde. Die grundlegende, düstere Atmosphäre bleibt bestehen, wird sogar fast noch dunkler als zuvor. Das führt manchmal sogar dazu, dass es in einigen Momenten fast wie eine Parodie wirkt. Hier wäre weniger vielleicht mehr gewesen.</p>
<p>Denn in einigen Szenen wirkt die Brutalität der Serie, die in den beiden ersten beiden Staffeln als sparsames Stilmittel eingesetzt wurde, diesmal eher wie ein Selbstzweck, um zu vermitteln, wie grausam der Killer vorgeht. Das wird sicher nicht jedem gefallen, denn die vorherigen Showrunner erreichten die manchmal eiskalte Stimmung der Serie auch ohne expliziten Einsatz von blutigen Bildern. Während die erste Staffel sich mit einem glaubhaften Psychopathen beschäftigte, schlug die zweite Staffel als Psychogramm einer dysfunktionalen Familie eine andere Saite an, die ebenfalls gut funktionierte. <strong>Der Pass Staffel 3</strong> schielt hingegen mehr auf Vorbilder wie &#8222;Sieben&#8220;, ohne ganz dessen Qualität zu erreichen.</p>
<figure id="attachment_14237" aria-describedby="caption-attachment-14237" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14237 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pass3-3.webp" alt="Der Pass Staffel 3" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pass3-3.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pass3-3-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pass3-3-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pass3-3-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pass3-3-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pass3-3-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pass3-3-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14237" class="wp-caption-text">Wer sind die seltsamen Kinder, die immer wieder auftauchen?</figcaption></figure>
<h2>Grandios gespielt &#8211; schon wieder</h2>
<p>Dennoch bleibt die Serie auch in ihrer finalen Staffel auf hohem Niveau. Denn Julia Jentsch und der nach wie vor grandios aufspielende Nicholas Ofczarek spielen ihre Rollen mit einer Intensität, die es so im deutschen Fernsehen nicht oft zu sehen gibt. Die innere Zerrissenheit, die der körperlich kernige Ofczarek hier zeigt und die Art und Weise, wie er sich in einigen Szenen wieder in ein verängstigtes Kind verwandelt, bleibt auch nach Ende der Staffel noch lange im Gedächtnis. Schauspielerisch gibt es aber auch in <strong>Der Pass Staffel 3</strong> keinen einzigen Ausfall. Besonders erwähnenswert sind Lucas Gregorowicz als schmieriger Journalist. Und August Diehl als undurchsichtiger Einsiedler.</p>
<p>Auch inszenatorisch können die neuen  Folgen überzeugen. So fängt die Kamera Gedeon Winter, dessen Schicksal sich in dieser Staffel anhand von Gemälden entwickelt, immer wieder in einer Art Rahmen ein. Mal sind es schroffe Felswände, mal sind es Türrahmen, aber immer steht Winter auf eine falsche Art im Zentrum eines mehr oder weniger bizarren Bildes. Das ist wohltuend subtil gemacht. Eine Eigenschaft, die man <strong>Der Pass Staffel 3</strong> leider nicht durchgehend attestieren kann. Gerade der Beginn vieler Episoden, in der das Publikum Kinder zu sehen  bekommt, die seltsame Rituale vollziehen, ist eher redundant als verstörend. Und bringt auch die Handlung nicht wirklich voran. Auch die Suche nach dem Killer wird durch einige sehr unglaubwürdige Kandidaten nicht spannender.</p>
<figure id="attachment_14238" aria-describedby="caption-attachment-14238" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14238 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pass3-bild.webp" alt="Nicholas Ofczarek als Gedeon Winter" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pass3-bild.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pass3-bild-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pass3-bild-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pass3-bild-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pass3-bild-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pass3-bild-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pass3-bild-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14238" class="wp-caption-text">Ein Gefangener in seinem Kopf: Gedeon Winter.</figcaption></figure>
<p>Denn erstmals haben die Autoren tatsächlich die Auflösung nicht in die Mitte der Staffel gesetzt, sondern ans Ende. Und sind damit der klassischen Mörderjagd deutscher Krimis einen großen Schritt näher gekommen. Spannender als die Vorgänger ist die finale Staffel dadurch zwar nicht. Aber zumindest wirkt sie anders als die Vorgänger, was auch einen gewissen Grad an Frische durch die nach wie vor nachtschwarzen Wälder der Grenzregion wehen lässt. Und so ist <strong>Der Pass Staffel 3</strong> inhaltlich vielleicht die schwächste, emotional aber vielleicht auch die stärkste Staffel dieser zu kurzen, aber stets fulminanten Serie.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Mit <strong>Der Pass Staffel 3</strong> hält die großartige Serie nicht mehr ganz das Niveau ihrer Vorgänger, punktet dafür aber mit besonders emotional ergreifenden Momenten. Bleibende Elemente wie die entsättigten Farben und die wilde, gefährliche Natur, die das zarte Pflänzchen Zivilisation umgibt, prägen erneut das Erscheinungsbild, während die letzte Staffel inhaltlich etwas bekanntere Pfade wählt, ohne deshalb zu langweilen. Denn die abermals großartigen Schauspieler machen auch aus der etwas weniger innovativen Story noch ein Fest für Serienfans. Auch mit den finalen Folgen verteidigt <strong>Der Pass</strong> den Ruf als eine der besten Thriller-Serien, die je in Deutschland entstanden sind. Chapeau!</p>
<p><strong>Der Pass Staffel 3 startet am 4. Mai 2023 bei Sky und WOW.</strong></p>
<figure id="attachment_14239" aria-describedby="caption-attachment-14239" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14239 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pass3-4.webp" alt="Der Pass Staffel 3" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pass3-4.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pass3-4-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pass3-4-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pass3-4-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pass3-4-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pass3-4-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pass3-4-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14239" class="wp-caption-text">Der Reichsbürger und Ex-Polizist Hass ist ein echter Unsympath &#8211; aber ist er auch der Killer?</figcaption></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/der-pass-staffel-3-kritik-serie-sky/">Serienkritik: Der Pass Staffel 3</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lauterfilme.de/der-pass-staffel-3-kritik-serie-sky/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Filmkritik: Pakt der Wölfe Director&#8217;s Cut</title>
		<link>https://lauterfilme.de/pakt-der-woelfe-directors-cut-kritik-film-dvd/</link>
					<comments>https://lauterfilme.de/pakt-der-woelfe-directors-cut-kritik-film-dvd/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 May 2023 16:54:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Action]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Monster]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Tier-Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Wahre Geschichte]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://lauterfilme.de/?p=14155</guid>

					<description><![CDATA[<p>Regisseur Christophe Gans ist sicher eine tragische Figur in der Kinolandschaft. Denn bereits mit seinem Debüt &#8222;Crying Freeman&#8220; 1995 präsentierte er einen hochwertigen Actionfilm nach einer Manga-Vorlage &#8211; die keiner sehen wollte. Sechs Jahre brauchte er, um die Finanzierung seines zweiten Films &#8222;Pakt der Wölfe&#8220; auf die Beine zu stellen und 2006 drehte er mit &#8222;Silent Hill&#8220; wohl eine der besten Videospiel-Umsetzungen fürs Kino überhaupt. Und doch ist Gans nach seinem 2014er-Flop &#8222;Die Schöne und das Biest&#8220; komplett von der [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/pakt-der-woelfe-directors-cut-kritik-film-dvd/">Filmkritik: Pakt der Wölfe Director&#8217;s Cut</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Regisseur Christophe Gans ist sicher eine tragische Figur in der Kinolandschaft. Denn bereits mit seinem Debüt &#8222;Crying Freeman&#8220; 1995 präsentierte er einen hochwertigen Actionfilm nach einer Manga-Vorlage &#8211; die keiner sehen wollte. Sechs Jahre brauchte er, um die Finanzierung seines zweiten Films &#8222;Pakt der Wölfe&#8220; auf die Beine zu stellen und 2006 drehte er mit &#8222;Silent Hill&#8220; wohl eine der besten Videospiel-Umsetzungen fürs Kino überhaupt. Und doch ist Gans nach seinem 2014er-Flop &#8222;Die Schöne und das Biest&#8220; komplett von der Bildfläche verschwunden. Wer sich jetzt die neue UHD-Director&#8217;s Cut-Fassung von Studiocanal zu Hause auf einem hochwertigen TV-Gerät ansieht und in irgendeiner Art affin für Genre-Kino ist, der weiß, was das Verschwinden von Gans für ein Verlust ist.</p>
<figure id="attachment_14179" aria-describedby="caption-attachment-14179" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14179 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pakt-1.webp" alt="Pakt der Wölfe" width="1024" height="576" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pakt-1.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pakt-1-300x169.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pakt-1-768x432.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pakt-1-750x422.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14179" class="wp-caption-text">Der Chevalier Gregoire de Fronsac und sein Freund Mani sollen im Gevaudan eine Bestie erlegen.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Das Jahr 1767 im Süden Frankreichs. Der Chevalier Gregoire de Fronsac (Simon Le Bihan) und sein Begleiter, der amerikanische Ureinwohner Mani (Mark Dacascos), reisen ins Gebiet von Gevaudan, um eine Serie von tödlichen Angriffen auf die Bevölkerung zu untersuchen. Vom König selbst geschickt, soll de Fronsac die als &#8222;Bestie von Gevaudan&#8220; berüchtigte Kreatur jagen, töten und als Präparat an den königlichen Hof zurückbringen. Bald merkt der weitgereiste Abenteurer, dass in diesem abgelegenen Gebiet Frankreichs noch andere Dinge umgehen als nur eine Bestie. Die Meinung, ein Wolf wäre für die Attacken verantwortlich, kann de Fronsac bald als Legende nachweisen, allerdings hat auch er Mühe, sich der Kreatur zu nähern. Sie scheint ein Gespür dafür zu haben, wann sie sich verstecken muss.</p>
<p>Als Chevalier wird de Fronsac auch in die feine Gesellschaft des Gevaudan eingeführt und lernt dort die Familie de Morangias kennen. Während der Sohn der Familie, der verkrüppelt von einer Afrikareise zurückgekehrte Jean-Francois (Vincent Cassel), dem Freigeist eher mit Verachtung begegnet, findet dessen Schwester Marianne (Emilie Duquenne) trotz ihres kühlen Verhaltens den Abenteurer aus Paris offenbar wesentlich spannender. Dass die Bestie allerdings auch einen politischen Hintergrund aufweist, in den offenbar auch die Edelhure Sylvia (Monica Belucci) verstrickt ist, findet de Fronsac erst spät heraus. Kann der Edelmann die Bestie zur Strecke bringen, bevor ihr grausamer Plan vollends aufgeht?</p>
<p><iframe title="PAKT DER WÖLFE DIRECTOR’S CUT 4K RESTAURIERT| Trailer Deutsch | Ab dem 11.05.2023 erhältlich!" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/SAyE7copyl0?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Genre-Mix vom Feinsten</h2>
<p>Vermutlich muss man Genre-Fans und Filmfreunden Christophe Gans&#8216; Werk nicht mehr vorstellen. Aber wer den Film tatsächlich noch nie gesehen hat, braucht Infos. Pakt der Wölfe ist ein Sammelsurium von einem Film. Er beginnt als historischer Film, fügt schnell Martial-Arts-Elemente hinzu und wird später zum Polit-Thriller, Horrorfilm und Fantasy-Streifen. Was Gans, der auch am Drehbuch mitarbeitete, hier zusammenfügt, gibt es in dieser Menge wohl in keinem anderen Genre-Mix. Und Gans gelingt es dabei noch, eine historisch nachgewiesene Begebenheit als Hintergrund für seinen üppigen Plot zu nutzen &#8211; die Bestie von Gevaudan hat es wirklich gegeben, das Rätsel um sie wurde nie gelöst.</p>
<p>Natürlich lassen sich auch hier Punkte zur Kritik finden. Bedingt durch seine fast absurd hohe Menge an verschiedenen Geschichten sind die meisten Charaktere eher Stereotype als echte Menschen. Zeit für ein wenig mehr Tiefe hat Gans nur für seinen Helden de Fronsac gefunden, der sich vom zu Beginn leicht arrogant wirkenden Schöngeist zur furiosen Kampfmaschine entwickelt und dabei auch seinen moralischen Kompass wiederfindet. Alle anderen Figuren ordnen sich hingegen den Storys unter und bekommen nur so viel Aufmerksamkeit wie absolut notwendig ist. Anders wäre die Fülle an Inhalt allerdings wohl auch nicht in 150 Minuten zu erzählen.</p>
<figure id="attachment_14180" aria-describedby="caption-attachment-14180" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14180 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pakt-2.webp" alt="Marc Dacascos" width="1024" height="654" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pakt-2.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pakt-2-300x192.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pakt-2-768x491.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pakt-2-750x479.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14180" class="wp-caption-text">Mani erweist sich als beeindruckender Kämpfer &#8211; auch ohne Waffen.</figcaption></figure>
<h2>Gutes Bild, fantastische Bilder</h2>
<p>Gans ist aber nicht nur inhaltlich wild unterwegs. Auch seine damals innovative Inszenierung mit vielen (aber nicht zu vielen) Zeitlupen, schrägen Kamerawinkeln und Perspektiven vor durchgehend grandioser Kulisse, machen <strong>Pakt der Wölfe</strong> absolut sehenswert für jeden, der ein Auge für ästhetische Filme hat. Denn so manches, was sich hier zeigte, wurde in späteren Jahren zum Standard für gehobene Actionfilme. Dazu lässt Gans auch seine Set-Designer freidrehen und präsentiert nicht nur ein Bordell aus einem surrealen Gemälde, sondern auch gothische Ruinen und Katakomben vom Feinsten. Optisch ist <strong>Pakt der Wölfe</strong> daher in jeder Hinsicht ein absoluter Leckerbissen, selbst wenn einem Zuschauer die vollgepackte-Genre-Mix-Story nicht zusagen sollte.</p>
<p>Das gilt auch weitgehend für die Bildqualität der neu abgetasteten UHD-Version. Zwar lässt sich nicht komplett verhehlen, dass der Film mehr als 20 Jahre alt ist, denn gerade in dunklen Bereichen des Bildes sind hin und wieder Moiree-Spuren zu sehen, insgesamt glänzt <strong>Pakt der Wölfe</strong> aber mit knallscharfen und farblich beeindruckenden Bildern. Und zeigen so, wie gut der Film bereits 2001 in den Kinos ausgesehen hat &#8211; und mehr. Denn erstmals ist nicht nur der Director&#8217;s Cut in UHD zu sehen, sondern der wurde nun auch endlich komplett mir deutschem Ton bestückt. Die bisherige Fassung, bei der neue Szenen im Original mit deutschen Untertiteln enthalten waren, ist damit endlich Geschichte. Und auch fünf Stunden Bonusmaterial können sich mehr als sehen lassen.</p>
<figure id="attachment_14181" aria-describedby="caption-attachment-14181" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14181 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pakt-3.webp" alt="Emily Duquenne" width="1024" height="576" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pakt-3.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pakt-3-300x169.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pakt-3-768x432.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pakt-3-750x422.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14181" class="wp-caption-text">Die junge Marianne wird für de Fronsac schnell ein Grund, im Gevaudan zu bleiben.</figcaption></figure>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Auch mehr als 20 Jahre nach Erscheinen ist <strong>Pakt der Wölfe</strong> noch immer ein faszinierender Genre-Mix aus Historienfilm, Thriller, Fantasy, Martial Arts und Tier-Horror. Im neuen 4k-Gewand und mit erstmals komplett synchronisierter Director&#8217;s Cut-Fassung kann Christophe Gans&#8216; Meisterstück nun zeigen, wie gut er gealtert ist. Wer den Film bereits kennt und liebt, sollte sich die 4k-Version unbedingt zumindest einmal ansehen, für Sammler dürfte ebenfalls jetzt die Chance gekommen sein, einen der besten <a href="https://lauterfilme.de/die-drei-musketiere-dartagnan-kritik-film/">europäischen Unterhaltungsfilme</a> des neuen Jahrtausends in den Schrank zu stellen. Angesichts dieser Qualität kann man nur hoffen, dass Regisseur Christophe Gans seinen zweiten Silent Hill-Film bald in Angriff nehmen kann.</p>
<p><strong>Pakt der Wölfe erscheint am 12. Mai 2023 auf Blu-Ray und UHD-Blu-Ray.</strong></p>
<figure id="attachment_14182" aria-describedby="caption-attachment-14182" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14182 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pakt-4.webp" alt="Vincent Cassel" width="1024" height="576" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pakt-4.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pakt-4-300x169.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pakt-4-768x432.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/pakt-4-750x422.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14182" class="wp-caption-text">Mariannas Bruder Jean-Francois ist hingegen kein Fan des Abenteurers.</figcaption></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/pakt-der-woelfe-directors-cut-kritik-film-dvd/">Filmkritik: Pakt der Wölfe Director&#8217;s Cut</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lauterfilme.de/pakt-der-woelfe-directors-cut-kritik-film-dvd/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>The Bayou: Neuer Film der &#8222;Fall&#8220;-Macher</title>
		<link>https://lauterfilme.de/the-bayou-neuer-film-der-fall-macher/</link>
					<comments>https://lauterfilme.de/the-bayou-neuer-film-der-fall-macher/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 May 2023 17:19:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film News]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Tier-Horror]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://lauterfilme.de/?p=14145</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Produktionsfirma &#8222;Teas Shop Productions&#8220; dürfte den meisten Filmfans nicht unbedingt ein Begriff sein. Doch die Briten haben bereits ein paar Erfolge zu verzeichnen. Sie produzierten den recht erfolgreichen Hai-Thriller &#8222;47 Meters Down&#8222;, der in den USA in die Kinos kam. Und sie zeichneten auch für &#8222;Fall&#8220; verantwortlich, den Höhenangst-Schocker, der gerade bei Amazon Prime sehr gut anläuft. Nun haben die Produzenten verraten, was als nächstes auf ihrer To-Do-Liste steht: ein Survival-Thriller im Sumpf. Mit &#8222;The Bayou&#8220; haben es Tea [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/the-bayou-neuer-film-der-fall-macher/">The Bayou: Neuer Film der &#8222;Fall&#8220;-Macher</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Produktionsfirma &#8222;Teas Shop Productions&#8220; dürfte den meisten Filmfans nicht unbedingt ein Begriff sein. Doch die Briten haben bereits ein paar Erfolge zu verzeichnen. Sie produzierten den recht erfolgreichen Hai-Thriller &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-47-meters-down/">47 Meters Down</a>&#8222;, der in den USA in die Kinos kam. Und sie zeichneten auch für &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/fall-kritik-film/">Fall</a>&#8220; verantwortlich, den Höhenangst-Schocker, der gerade bei Amazon Prime sehr gut anläuft. Nun haben die Produzenten verraten, was als nächstes auf ihrer To-Do-Liste steht: ein Survival-Thriller im Sumpf. Mit &#8222;The Bayou&#8220; haben es Tea Shop darauf abgesehen, eine Gruppe Freunde in Gefahr zu bringen, die mit einem Flugzeug in den Sümpfen von Louisiana abstürzen. Und gegen die einheimische Raubtier-Fauna in Form von Alligatoren antreten müssen, um zu überleben.</p>
<h2>Ein neuer &#8222;Crawl&#8220;?</h2>
<figure id="attachment_14147" aria-describedby="caption-attachment-14147" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14147 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/Bayou-1.webp" alt="Megan Best" width="1024" height="538" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/Bayou-1.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/Bayou-1-300x158.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/Bayou-1-768x404.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/05/Bayou-1-750x394.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14147" class="wp-caption-text">Objekt der Begierde von Alligatoren: Megan Best.</figcaption></figure>
<p>Die Regie wird Matthew Ninaber übernehmen, der bislang allerdings noch keinen Hit hervorbringen konnte. Die Hauptrolle soll Megan Best (&#8222;Nobody&#8220;) spielen, die damit die Nachfolge von Kaya Scodelario antritt. Die Schauspielerin hatte 2019 in Alexandre Ajas &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-crawl/">Crawl</a>&#8220; gegen die riesigen Echsen um ihr Überleben gekämpft. Man darf gespannt sein, ob das Drehbuch von Gavin Mehrtens den gleichen Twist enthält, den Tea Shop bereits zweimal verwendet hat. Bislang gibt es noch keinen Starttermin für die Dreharbeiten. Falls die allerdings noch in diesem Jahr starten, und das ist angesichts der bereits erreichten Meilensteine Regisseur, Hauptdarstellerin, Produzenten und Drehbuch durchaus wahrscheinlich, könnten der Thriller bereits im kommenden Jahr in die Kinos oder ins Heimkino kommen.</p>
<p>Dann wird sich zeigen, ob <strong>The Bayou</strong> mehr zu bieten hat als das übliche Dezimieren einer Gruppe Menschen in gefährlicher Umgebung. Der durchaus unterhaltsame <strong>Crawl</strong> kam jedenfalls bei Horrorfans nicht sonderlich gut an, auch wenn er seine Kosten mehr als eingespielt hat. Und auch &#8222;Black Water&#8220; oder &#8222;Rogue&#8220; hatten ihre Fans.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/the-bayou-neuer-film-der-fall-macher/">The Bayou: Neuer Film der &#8222;Fall&#8220;-Macher</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lauterfilme.de/the-bayou-neuer-film-der-fall-macher/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
