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	<title>Dystopie - lauterfilme.de</title>
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		<title>Filmkritik: Bigbug</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Feb 2022 16:43:35 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der französische Regisseur und Drehbuchautor Jean-Pierre Jeunet wurde zusammen mit seinem damaligen Partner Marc Caro über Nacht berühmt. Denn seine skurrile Kannibalen-Satire &#8222;Delicatessen&#8220; wurde in Europas Programmkinos schnell zum Geheimtipp und schließlich zum echten Erfolg. Der Nachfolger &#8222;Die Stadt der verlorenen Kinder&#8220; öffnete Jeunet dann die Tür nach Hollywood. Mit &#8222;Alien 4 &#8211; die Wiedergeburt&#8220; drehte er den letzten Alien-Film mit Sigourney Weaver, der allerdings trotz typischer Jeunet-Ideen bei den Fans nicht gut ankam &#8211; der Grusel fehlte. Nach seinem [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der französische Regisseur und Drehbuchautor Jean-Pierre Jeunet wurde zusammen mit seinem damaligen Partner Marc Caro über Nacht berühmt. Denn seine skurrile Kannibalen-Satire &#8222;Delicatessen&#8220; wurde in Europas Programmkinos schnell zum Geheimtipp und schließlich zum echten Erfolg. Der Nachfolger &#8222;Die Stadt der verlorenen Kinder&#8220; öffnete Jeunet dann die Tür nach Hollywood. Mit &#8222;Alien 4 &#8211; die Wiedergeburt&#8220; drehte er den letzten <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-alien-covenant/">Alien-Film</a> mit Sigourney Weaver, der allerdings trotz typischer Jeunet-Ideen bei den Fans nicht gut ankam &#8211; der Grusel fehlte. Nach seinem Megahit &#8222;Die fabelhafte Welt der Amelie&#8220; von 2001 wurde es stiller um Jeunet. Meldet er sich jetzt bei Netflix mit &#8222;Bigbug&#8220; in alter Stärke zurück? Das klärt die Kritik.</p>
<figure id="attachment_11971" aria-describedby="caption-attachment-11971" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/bigbug-1.webp"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-11971 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/bigbug-1.webp" alt="Elsa Zylberstein" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/bigbug-1.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/bigbug-1-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/bigbug-1-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/bigbug-1-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/bigbug-1-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/bigbug-1-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/bigbug-1-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption id="caption-attachment-11971" class="wp-caption-text">Alice ist mit der Menge an Gästen, die über sie hereinstürzen, alles andere als glücklich.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>2045: Die geschiedene Alice (Elsa Zylberstein) hat gerade den Kunstkenner Max (Stephane De Groodt) und dessen Sohn Leo (Helie Thonnat) zu Gast, als ihr Ex-Mann Victor (Youssef Hajdi) mit seiner neuen Freundin Jennifer (Claire Chust) und Alices&#8216; und Victors Tochter Nina (Marysole Fetard) hereinplatzt, deutlich zu früh. Die beiden wollen eine Reise machen und Nina deshalb bei ihrer Mutter abliefern. Als auch noch Nachbarin Francoise (Isabelle Nanty) vorbeischaut, weil sie bei sich zuhause kein Netz mehr hat, sind nicht nur Alices Hausroboter Monique (Claude Perron) und Einstein überfordert, auch die Hausherrin ist über den Andrang an Menschen in ihrem Heim mehr als irritiert.</p>
<p>Als dann die Haus-KI Nestor als Sicherheitsmaßnahme die Haustür verriegelt und die Menschen darin zu deren eigener Sicherheit gefangen hält, ist das Maß voll. Alice und ihre Gäste versuchen alles, um die Roboter auszutricksen und die Tür nach draußen zu öffnen. Dabei versuchen die Insassen es sowohl mit Gewaltandrohungen als auch mit ausgefuchster Psychologie, um den KIs beizukommen. Doch die beginnen lediglich, sich aufgrund philosophischer Debatten auch für Menschen zu halten. Und schließlich wird Alice und ihren Gästen klar, dass die Hausroboter ihre Menschen nicht aus niederen Gründen gefangen halten, sie wollen sie vor dem beschützen, was draußen vorgeht. Und das ist alles andere als erfreulich, wie der Besuch eines Sicherheitsroboters beweist &#8230;</p>
<p><iframe title="Bigbug | Offizieller Trailer | Netflix" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/lc61eA6r6Jg?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Zu wenig Jeunet</h2>
<p>Hat jeder Künstler seine Zeit? Ein geheimes Ablaufdatum, nachdem die Muse schlicht nicht mehr küsstt? Häufig sieht man bei Musikern, Autoren und anderen Künstlern eine großartige Phase. Die aber in den seltensten Fällen ein Leben lang anhält. Irgendwann scheint es mit den ganz großen Ideen vorbei zu sein. Zumindest lässt sich diese Theorie auf Jean-Pierre Jeunet anwenden, der offenbar seinen kreativen Pool nach seinen ersten erfolgreichen Filmen weitgehend ausgeschöpft hat. Denn <strong>Bigbug</strong> ist von einem frühen Jeunet in Sachen Einfallsreichtum und Witz leider weit entfernt. Die durchaus ansprechenden Grundidee einer Zukunft, in der Schreiben können schon als Kunst gilt und die Menschheit dank ihrer Roboter immer mehr verdummt, ist nicht sonderlich neu.</p>
<p>Zwar gibt es auch bei <strong>Bigbug</strong> immer wieder kleine Momente, in denen der einstige Jeunet noch durchblitzt. Insgesamt hangelt sich der Film aber deutlich zu lange 110 Minuten an einer Idee entlang, der er nur wenig Neues oder Unterhaltsames abgewinnen kann. Und bei der auch längst nicht jede Pointe im Ziel sitzt. Vor allem ein paar der Figuren geraten statt witzig lediglich nervtötend. So ist der lüsterne Max schon deshalb wenig unterhaltsam, weil er keine andere Aufgabe bekommt als Alice ins Bett zu kriegen. Da ist sein Leo, der ganz andere Ziele hat als sein Vater und dennoch erfolgreicher ist, sehr viel unterhaltsamer geraten. Und auch Jennefer ist als strunzdumme Brünette ein sehr unlustiges Klischee, das da durch Jeunets neuen Film trippelt.</p>
<figure id="attachment_11972" aria-describedby="caption-attachment-11972" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/bigbug-2.webp"><img decoding="async" class="wp-image-11972 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/bigbug-2.webp" alt="Bigbug" width="1024" height="605" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/bigbug-2.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/bigbug-2-300x177.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/bigbug-2-768x454.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/bigbug-2-750x443.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption id="caption-attachment-11972" class="wp-caption-text">Doch Alice ist nicht die einzige, die im idyllischen Vorort Probleme bekommt.</figcaption></figure>
<h2>Kaum frische Ideen zu einem alten Thema</h2>
<p>Dabei lässt sich den Schauspielern eigentlich gar kein Vorwurf machen. Auch hier muss sich Jeunet, der am Script mitarbeitete, die Kritik gefallen lassen, dass viele Dialoge schlicht platt ausfallen und mit früheren Filmen des Franzosen nicht mithalten können. Die Schauspieler können nur das spielen, was man ihnen vorgibt. Neben den beiden jungen Darstellern Marysole Fetard und Heli Thonnat fällt da noch Claude Perron positiv auf, die ihrer Rolle der robotischen Haushaltshilfe Monique ein paar gute Pointen abgewinnt. Insgesamt aber ist die Idee der Übernahme der Welt durch künstliche Intelligenz und Roboter schon sehr ausgelutscht und Jeunet findet selten den richtigen Dreh, daraus eine satirische Komödie zu machen, die auch funktioniert.</p>
<p>Die Handlung weist dabei kaum Höhepunkte auf und plätschert lange Zeit vor sich hin, bevor sie gegen Ende mit körperlichen Höhepunkten ein kleines Highlight setzt, das ein wenig an die noch deutlich bessere Matratzen-Sinfonie aus Delicatessen erinnert. Wenn aber eine Szene am stärksten ist, in der sich der Regisseur selbst zitiert, sagt das genug über <strong>Bigbug</strong> aus. Allerdings ist der Film auch kein Totalausfall, denn gerade im Bereich der Optik ist Jeunet immer noch in Form. Die Wohnung in Pastellfarben, das Aussehen der verschiedene Roboter, da blitzt das Können aus seinen frühen Werken deutlich hindurch. Wer sich also für Filme begeistern kann, die eine eigene Ästhetik mitbringen, dürfte mit <strong>Bigbug</strong> durchaus seinen Spaß haben.</p>
<figure id="attachment_11973" aria-describedby="caption-attachment-11973" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/bigbug-3.webp"><img decoding="async" class="wp-image-11973 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/bigbug-3.webp" alt="Claude Perron" width="1024" height="605" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/bigbug-3.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/bigbug-3-300x177.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/bigbug-3-768x454.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/bigbug-3-750x443.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption id="caption-attachment-11973" class="wp-caption-text">Denn die Roboter des Hauses spielen plötzlich verrückt. Was führen sie im Schilde?</figcaption></figure>
<p>Jeunets frühere Filme lebten sehr davon, dass sie bei aller Satire und durchaus boshaftem Witz ein paar Charaktere aufwiesen, die Jeunet als sympathische Helden ihrer eigenen Geschichte auftreten ließ. Davon ist bei <strong>Bigbug</strong> wenig zu spüren. Jeunets Kritik an der Menschheit ist hier fast allumfassend &#8211; bis auf die beiden Teenager kommt hier keiner gut weg. Um über sich selbst lachen zu können, sollte eine Satire aber witzig sein. Immerhin entlässt der Schlussgag über die Intelligenz von Maschinen, die von Menschen gebaut wurden, den Zuschauer mit einem Lächeln aus dem Film. Für Jeunets ersten Film seit acht Jahren ist <strong>Bigbug</strong> dennoch eine Enttäuschung.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Mit <strong>Bigbug</strong> kann der ehemalige Kult-Regisseur Jean-Pierre Jeunet seinem Ruf nicht gerecht werden. Zwar entdecken Fans hier und da noch das alte Talent für schräges Set-Design und abstrusen Humor wieder. Aber das blitzt letztlich viel zu selten durch in einem ansonsten reichlich durchschnittlichen Film mit ausgelutschtem Plot und wenig neuen Ideen. Zudem braucht der Film gut eine Stunde, bevor er überhaupt richtig Fahrt aufnimmt. Wer da an <strong>Delicatessen</strong> oder <strong>Die fabelhafte Welt der Amelie</strong> denkt und weiß, in welchem Tempo diese Filme erzählt wurden, der wird hier nicht zufrieden sein. Mit diesem Netflix-Projekt dürfe der Franzose seine Karriere wohl nicht wieder in Gang bringen. Sehr schade.</p>
<p><strong>Bigbug startet am 11. Februar 2022 bei Netflix.</strong></p>
<p><a href="https://lauterfilme.de/netflix-filmkritik-im-ueberblick/">Mehr Kritiken zu Netflix-Filmen gibt es hier.</a></p>
<figure id="attachment_11974" aria-describedby="caption-attachment-11974" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/bigbug-4.webp"><img decoding="async" class="wp-image-11974 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/bigbug-4.webp" alt="Claude Perron" width="1024" height="684" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/bigbug-4.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/bigbug-4-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/bigbug-4-768x513.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/bigbug-4-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/bigbug-4-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/bigbug-4-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/bigbug-4-750x501.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption id="caption-attachment-11974" class="wp-caption-text">Bald versuchen sie die Maschinen in der Nachahmung menschlichen Verhaltens. Mit wechselhaftem Erfolg.</figcaption></figure>
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		<title>Serienkritik: Y &#8211; The Last Man</title>
		<link>https://lauterfilme.de/y-the-last-man-kritik-serie-disneyplus/</link>
					<comments>https://lauterfilme.de/y-the-last-man-kritik-serie-disneyplus/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Sep 2021 08:54:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Serien Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Disney]]></category>
		<category><![CDATA[Dystopie]]></category>
		<category><![CDATA[Sci-Fi]]></category>
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		<category><![CDATA[Serie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Brian K. Vaughns mehrfach preisgekrönte Comic-Serie &#8222;Y &#8211; The Last Man&#8220; erschien von 2002 bis 2008 in insgesamt 60 Bänden.  Schon bald nach Ende der Serie kamen erste Gerüchte zu einer möglichen Verfilmung auf. Und seit 2015 hat sich die jetzige Disney-Tochter FX an einer Umsetzung der Comic-Erzählung versucht &#8211; lange ohne Erfolg. Erst jetzt, im Herbst 2021, hat es der Sender geschafft, eine erste Staffel fertigzustellen, die nun in Deutschland bei Disney+ Premiere feiert. Können sich die zuletzt oft [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/y-the-last-man-kritik-serie-disneyplus/">Serienkritik: Y &#8211; The Last Man</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Brian K. Vaughns mehrfach preisgekrönte Comic-Serie &#8222;Y &#8211; The Last Man&#8220; erschien von 2002 bis 2008 in insgesamt 60 Bänden.  Schon bald nach Ende der Serie kamen erste Gerüchte zu einer möglichen Verfilmung auf. Und seit 2015 hat sich die jetzige Disney-Tochter FX an einer Umsetzung der Comic-Erzählung versucht &#8211; lange ohne Erfolg. Erst jetzt, im Herbst 2021, hat es der Sender geschafft, eine erste Staffel fertigzustellen, die nun in Deutschland bei Disney+ Premiere feiert. Können sich die zuletzt oft enttäuschten Comicfans mit dieser Serie auf eine originalgetreue Umsetzung freuen oder erkennen die Leser der Comics <a href="https://lauterfilme.de/jupiters-legacy-kritik-serie-netflix/">ihre Geschichte ein weiteres Mal kaum wieder</a>? Das und mehr klärt die Kritik.</p>
<figure id="attachment_10964" aria-describedby="caption-attachment-10964" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10964 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/last-1.jpg" alt="Y - The Last man" width="1024" height="678" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/last-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/last-1-300x199.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/last-1-768x509.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10964" class="wp-caption-text">Yorick hat nur kleine Ziele: Seine Freundin Beth heiraten und vom Zaubern leben können &#8211; das genügt.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Yorick Brown (Ben Schnetzer) ist ein halbwegs begabter Illusionist, der weder privat noch beruflich bislang sonderlich weit gekommen ist. Mit seiner Freundin Beth (Juliana Canfield), einer Archäologin, lebt er schon eine Weile zusammen, hat aber wegen seiner geringen Ambitionen immer wieder Streit mit ihr. Ob es daran liegt, dass er der Sohn einer berühmten Politikerin ist? Seine Mutter Jennifer Brown (Diane Lane) ist seit vielen Jahren Abgeordnete im Kongress und hatte entsprechend wenig Zeit für Yorick und seine Schwester Hero (Olivia Thirlby, &#8222;Dredd&#8220;). Und auch sie hat bisher aus ihrem Leben noch nicht allzu viel gemacht, arbeitet als Rettungssanitäterin und schlägt sich mit einem chaotischen Liebesleben herum.</p>
<p>All das spielt in einem einzigen Augenblick plötzlich keine Rolle mehr. Denn innerhalb weniger Sekunden tötet eine geheimnisvolle Krankheiten alle Männer und auch alle Säugetiere mit einem Y-Chromosom. Das betrifft den US-Präsidenten genauso wie den einfachen Truckfahrer. Nur Yorick und seinen Kapuzineraffen Ampersand (das englische Wort für das &amp;-Zeichen) nicht &#8211; sie überleben das Massensterben. Allerdings hat Yorick keine Idee, warum das so ist. Doch er wünscht sich nichts sehnlicher, als seine Freundin Beth zu finden und wieder mit ihr zusammen zu sein. Seine Mutter, die mittlerweile US-Präsidentin geworden ist, stellt ihm dazu Agentin 355 (Ashley Romans) zur Seite. Doch Yorick ahnt noch nicht, welche Odyssee ihm bevorsteht &#8230;</p>
<p><iframe title="Y THE LAST MAN Trailer (2021)" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/YI8wIJO7U30?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Ähnliche Story, anderer Aufbau</h2>
<p>Die Grundgeschichte werden Comicleser in den ersten drei Folgen von <strong>Y &#8211; The Last Man</strong> natürlich wiedererkennen, viel mehr allerdings nicht. Denn die Serie von Showrunnerin Eliza Clark stellt ganz andere Charaktere und Ereignisse in den Vordergrund als die Comic-Reihe. So kommt der eigentlich Held der Story in den ersten drei Folgen weniger vor als andere Figuren. Vor allem Diane Lane als neue Präsidentin steht zu Beginn stark im Fokus der Autoren. Obwohl sie in der Comic-Reihe eine vergleichsweise kleine Rolle hat. Sonderlich genau erzählen die Serienmacher Vaughns apokalyptische Vision also nicht nach, auch wenn viele Handlungsstränge zumindest wieder erkennbar sind. Ist es trotzdem unterhaltsam und spannend?</p>
<p>Teilweise ja. Allerdings heben die ersten Folgen nach dem dramatischen Finale des ersten Teils noch nicht richtig ab, beschränken sich vielmehr auf das Einführen und Zeichnen der verschiedenen Charaktere. Die Autoren versuchen zwar, hier und da auch ein wenig Dramatik in die Story zu schreiben und nutzen dabei auffällig oft Äffchen Ampersand, richtig flott gelingt der Start in die Serie aber nicht. Immerhin deuten die Serienmacher aber genug Konfliktpotenzial für spätere Episoden an, um den Zuschauer interessiert zu halten, ob <strong>Y &#8211; The Last Man</strong> das Versprechen auf gesellschaftliche Umwälzungen im großen Stil noch einlöst oder nicht.</p>
<figure id="attachment_10965" aria-describedby="caption-attachment-10965" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10965 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/last-2.jpg" alt="Diane Lane" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/last-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/last-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/last-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/last-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/last-2-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10965" class="wp-caption-text">Doch plötzlich ist er der einzige noch lebende Mann auf der Erde und seine Mutter Jennifer die neue Präsidentin.</figcaption></figure>
<h2>Gutes Casting für zu viele Rollen</h2>
<p>Denn darum geht es zum großen Teil in der Comic-Saga. Yorick und seine Beschützerin Agentin 355 werden auf ihrer Odyssee zu Beth (die sich in den Comics allerdings auch in Australien befindet und nicht in Ohio) mit neuen Formen von Diktaturen, Gruppierungen und Sekten konfrontiert, die ihnen fast alle nach dem Leben trachten. Und damit hat die TV-Umsetzung nach den ersten Folgen noch gar nicht begonnen. Wie zu lesen war, haben die Serienmacher ihr Konzept der Serie auf fünf Staffeln geplant. Das erklärt das bisher an den Tag gelegte Tempo. Wer sich also mehr Apokalypse erhofft hatte, sollte noch ein wenig dranbleiben, die Geschichte wird ziemlich sicher noch dorthin kommen.</p>
<p>Ob die Entscheidung, die Serie so zu erzählen, wie die Macher es tun, eine glückliche war, wird sich also noch zeigen müssen. Klar ist hingegen schon, dass das Casting gut gelaufen ist. Ben Schnetzer trifft den Yorick aus den Comics fast perfekt, seine Beschützerin 355 ist ebenfalls sehr gut getroffen. Und auch die Nebenfiguren des Plots spielen stark auf. Diane Lane als Präsidentin wider Willen zeigt eine fulminante Leistung, Amber Tamblyn,  die in der Rolle der Tochter des toten Präsidenten gegen Lane Charakter intrigiert, steht in jeder Szene der Machthunger im Blick. Dazu kommen intensive Szenen von Frauen, die sich langsam aber sicher von ihrer geistigen Gesundheit verabschieden, weil sie die globale Katastrophe nicht verarbeiten können.</p>
<figure id="attachment_10966" aria-describedby="caption-attachment-10966" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10966 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/last-3.jpg" alt="Ashley Romans" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/last-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/last-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/last-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/last-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/last-3-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10966" class="wp-caption-text">Die stellt ihrem Sohn Agentin 3455 zur Seite. Sie soll Yorick auf seiner Suche nach Beth beschützen.</figcaption></figure>
<p>Letztlich wird mit dieser Umsetzung deutlich, warum es so viele Jahre gedauert hat, bis die Comic-Serie endlich als TV-Adaption gestartet ist. Die komplexe Story, die sich hier zu Beginn noch nicht allein auf zwei Schultern legen will, sondern viele Charaktere einführt, kommt etwas schwerer in die Gänge, als Comicfans sich das wünschen würden. Offensichtlich war den Serienmachern die Hauptgeschichte um Yorick nicht spannend genug, um sie alleine zu erzählen. Ob das eine gute Entscheidung war, müssen spätere Folgen (und Staffeln) zeigen. Bis jetzt ist <strong>Y &#8211; The Last Man</strong> eine sehenswerte, aber keine überragende Serie bei Disney+.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Mit <strong>Y &#8211; The Last Man</strong> holt sich Disney+ eine Serie ins Programm, die nicht von ungefähr viele Jahre in der Entwicklung war. Die komplexe Story vom Tod aller Männer und der daraus entstehenden neuen Welt kommt trotz einiger gelungener Szenen nur schwer in die Gänge. Und konzentriert sich zu Beginn auf viele Figuren, statt den Comic-Helden Yorick in den Mittelpunkt zu stellen. Und das nimmt der Handlung doch einiges von ihrer Spannung. Es deutet sich jedoch an, dass Showrunnerin Eliza Clark zur Mitte der Staffel langsam in die Richtung einbiegt, die den Rest der Serie prägen dürfte. Und sie als Comic-Saga so einzigartig macht: Yoricks Odyssee durch eine sich radikal verändernde Welt. Hier sollten potenzielle Fans also nicht nach zwei Episoden aufgeben, falls sie noch nicht gepackt sind.</p>
<p><strong>Y &#8211; The Last Man startet am 22. September 2021 bei Disney+.</strong></p>
<figure id="attachment_10967" aria-describedby="caption-attachment-10967" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10967 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/last-4.jpg" alt="Olivia Thirlby" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/last-4.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/last-4-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/last-4-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/last-4-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/last-4-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10967" class="wp-caption-text">Yoricks Schwester Hero lässt sich derweil ziellos durch die USA treiben. Werden sich die Geschwister wiedersehen?</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: Tides</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Aug 2021 20:03:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Dystopie]]></category>
		<category><![CDATA[Sci-Fi]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Düstere Sci-Fi-Filme sind momentan, abgesehen vom sehnlichst erwarteten &#8222;Dune&#8220; nicht wirklich ein großes Thema. Meist sind die Projekte zu teuer oder die Produzenten haben Zweifel, dass das Kinopublikum die mitunter anspruchsvollen Geschichten in Gänze versteht. Zur Erinnerung: &#8222;Blade Runner&#8220; war als Kinofilm 1982 ein Flop! Da ist es umso erstaunlicher, dass der Schweizer Regisseur Tim Fehlbaum zehn Jahre nach seinem Langfilm-Debüt &#8222;Hell&#8220; eine weitere Chance erhält, so einen Film zu machen. &#8222;Tides&#8220; springt allerdings deutlich weiter in die Zukunft als [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Düstere Sci-Fi-Filme sind momentan, abgesehen vom sehnlichst erwarteten &#8222;Dune&#8220; nicht wirklich ein großes Thema. Meist sind die Projekte zu teuer oder die Produzenten haben Zweifel, dass das Kinopublikum die mitunter anspruchsvollen Geschichten in Gänze versteht. Zur Erinnerung: &#8222;Blade Runner&#8220; war als Kinofilm 1982 ein Flop! Da ist es umso erstaunlicher, dass der Schweizer Regisseur Tim Fehlbaum zehn Jahre nach seinem Langfilm-Debüt &#8222;Hell&#8220; eine weitere Chance erhält, so einen Film zu machen. &#8222;Tides&#8220; springt allerdings deutlich weiter in die Zukunft als <strong>Hell</strong>, auch wenn die Prämissen ähnlich sind: Die Menschheit hat die Erde ruiniert. Kann der Film internationale Maßstäbe erfüllen? Das klärt die Kritik.</p>
<figure id="attachment_10728" aria-describedby="caption-attachment-10728" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10728 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/tides-1.jpg" alt="Tides" width="1024" height="429" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/tides-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/tides-1-300x126.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/tides-1-768x322.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/tides-1-600x250.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10728" class="wp-caption-text">Bruchlandung: Den Absturz der Raumkapsel überleben nicht alle im Team.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Einige Jahrzehnte, nachdem eine globale Katastrophe das Leben auf der Erde weitgehend vernichtet hat, wird eine Astronauten-Crew von der Weltraumkolonie Kepler zur Erde gesandt, um nachzuschauen, ob die Strahlung, die Menschen unfruchtbar machte, inzwischen auf ein erträgliches Maß gesunken ist. Nach einer harten Landung, bei der ein Mitglied der Besatzung stirbt, müssen sich auch die beiden übrig gebliebenen Heimkehrer mit vielen Gefahren herumschlagen. Erste Proben der Umgebung ergeben noch kein schlüssiges Bild, was den Zustand der Erde angeht. Von Gebäuden oder gar Städten ist nichts zu sehen, der ganze Planet scheint aus Sand zu besteht oder von Wasser bedeckt zu sein. Dazu ist es permanent neblig.</p>
<p>Schließlich werden Blake (Nora Arnezeder) und Tucker (Sope Dirisu) von Überlebenden gefangen genommen. Blake soll einem der Männer des Stammes helfen, der eine Verletzung davongetragen hat. offenbar ist sie deshalb noch am Leben. Tucker erliegt kurze Zeit später seinen Verletzungen. Nun muss Blake auf sich allein gestellt versuchen, mit den Einheimischen eine Verständigung zu finden. Doch die sind unerwartet feindselig &#8230;&nbsp;</p>
<p><iframe title="TIDES - official Trailer" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/TOOoDf1Gttc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Die Atmosphäre stimmt</h2>
<p>Der Spruch &#8222;Aus der Not eine Tugend machen&#8220; trifft durchaus auch auf Filmemacher zu. Denn ein Budget wie Kevin Costner in &#8222;Waterworld&#8220; oder James Cameron für &#8222;Avatar&#8220;, das bekommt ein Tim Fehlbaum natürlich nicht. Und so kann die deutsch-schweizerische Produktion <strong>Tides</strong> auch keine Zukunftsentwürfe zeigen, die nur mit Millionenausgaben zu stemmen sind. Fehlbaum wählte daher das ewig neblige, sandige Flachland, er drehte unter anderem im Watt vor Hamburg. Und das funktioniert aus zwei Gründen sehr gut. Zum einen ließ es sich mit dem vorhandenen Budget umsetzen. Und zum anderen erzeugt es eine ganz besondere Stimmung, die dem Film sehr gut steht. Denn aus diesem Nebel droht jederzeit Gefahr, dass macht Fehlbaum schon am Anfang deutlich. Und hat ab diesem Moment kein Problem mehr, spannende Szenen zu erzeugen.</p>
<p>Dazu unterstreicht der Nebel auch die Unwissenheit, die Hauptfigur Blake zu Beginn der Geschichte quält. Die alten Infos von der Erde stimmen nicht mehr und sie hat keine Ahnung, was sie auf dem Planeten wirklich erwartet. Somit ist die limitierte Sichtweite gleich doppelt passend. Allerdings zeigt sich im Verlauf des Films auch, dass die Welt, in der die Story angesiedelt ist, hinter dem Nebel nicht viel zu bieten hat. Zwar ist die Geschichte selbst durchaus spannend, eine glaubhafte, lebendige Welt entsteht aber nicht. Dazu bleibt zu vieles im Dunkeln und ist auch zum Teil auch schlicht ein wenig unglaubwürdig.</p>
<figure id="attachment_10729" aria-describedby="caption-attachment-10729" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10729 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/tides-2.jpg" alt="Nora Arnezeder" width="1024" height="429" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/tides-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/tides-2-300x126.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/tides-2-768x322.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/tides-2-600x250.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10729" class="wp-caption-text">Klare Sicht: Für Astronautin Blake auf der ihr unbekannten Erde eher eine Seltenheit.</figcaption></figure>
<h2>Zu wenig Risiko</h2>
<p>Letztlich riskiert das Drehbuch von Fehlbaum und Mariko Minoguchi auch etwas zu wenig, um restlos zu überzeugen. Denn die Geschichte wird etwa ab der Hälfte doch deutlich vorhersehbarer als zu Beginn. Da spielt Fehlbaum noch die Stärken seines Settings aus. Doch je mehr Licht ins Dunkel kommt, desto mehr merkt der Zuschauer, dass er hier wenig Innovatives zu sehen bekommt. in der Apokalypse nichts Neues, könnte man sagen. Dennoch ist <strong>Tides</strong> weit entfernt davon, ein schlechter Film zu sein.</p>
<p>Das liegt zu einem guten Teil an Hauptdarstellerin Nora Arnezeder, die Horrorfans zuletzt im Netflix-Schocker &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/army-of-the-dead-kritik-film-netflix/">Army of the Dead</a>&#8220; sehen konnten. Ihre toughe Astronautin mit dem gut funktionierenden moralischen Kompass ist der Dreh- und Angelpunkt des Films und sie hält das Interesse des Zuschauers fast mühelos auf ihr. Als zweites bekanntes Gesicht taucht ab der Hälfte Iain Glen auf, den &#8222;Game of Thrones&#8220;-Fans ebenso gut kennen wie Freunde der &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-resident-evil-the-final-chapter/">Resident Evil</a>&#8222;-Reihe. Leider ist sein Rolle wenig überraschend, was seine Mitwirkung ein wenig schmälert. Doch gerade die Szenen, in denen beide Hauptdarsteller gemeinsam vor der Kamera stehen, gehören zu den intensivsten Momenten des ganzen Films.</p>
<figure id="attachment_10730" aria-describedby="caption-attachment-10730" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10730 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/tides-3.jpg" alt="Tides" width="1024" height="576" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/tides-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/tides-3-300x169.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/tides-3-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10730" class="wp-caption-text">Feindlich: Die Einheimischen behandeln die Neuankömmlinge extrem aggressiv.</figcaption></figure>
<p>Man hätte Tim Fehlbaum ein wenig mehr Mut gewünscht, eine etwas unkonventionellere Story zu erzählen, als er es letztlich getan hat. Was er dem Publikum anbietet, kann sich aber dennoch sehen lassen. Und seine Botschaft, mit der er seinen Film enden lässt, kommt auch an. Wer düstere Sci-Fi mag und sich auf einen etwas anderen Look als die typischen eingefallenen Wolkenkratzer als Zeichen der Apokalypse einlassen kann, fährt mit <strong>Tides</strong> jedenfalls nicht schlecht.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Eine starke Nora Arnezeder, ein optisch überzeugendes Setting und eine interessante Atmosphäre, das sind die Punkte, mit denen <strong>Tides</strong> überzeugen kann. Leider hat Regisseur und Co-Autor Tim Fehlbaum optisch deutlich mehr zu bieten als inhaltlich und überrascht dort kaum. Mit einer etwas weniger konventionellen Geschichte hätte der Film sein durchaus vorhandenes Potenzial vielleicht noch besser ausgeschöpft. So reicht es für einen guten Science-Fiction-Film, der in seiner ersten Hälfte aber deutlich stärker ist als in der zweiten. Das wäre umgekehrt besser gewesen.</p>
<p><strong>Tides startet am 26. August 2021 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_10731" aria-describedby="caption-attachment-10731" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10731 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/tides-4.jpg" alt="Iain Glen" width="1024" height="576" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/tides-4.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/tides-4-300x169.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/tides-4-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10731" class="wp-caption-text">Aufklärung: Endlich trifft Blake auf jemanden, der ihr mehr über den Zustand der Welt erzählen kann.</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: Possessor</title>
		<link>https://lauterfilme.de/possessor-kritik-film/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Jun 2021 11:32:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Blutig]]></category>
		<category><![CDATA[Dystopie]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Sci-Fi]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Name David Cronenberg lässt das Herz eines jeden Horrorfilm-Fans höher schlagen. Vor allem in den 70er und 80er Jahren galt der Regisseur und Drehbuchautor Vorreiter moderner Horror-Visionen wie &#8222;Parasiten-Mörder&#8220; oder &#8222;Die Fliege&#8220; als wichtigster Vertreter des Body-Horrors. Doch auch mit Werken wie &#8222;Videodrome&#8220; oder &#8222;Existenz&#8220;, die Fragen nach Realität und Bewusstsein stellten, fand der kanadische Regisseur bei Fans und Kritikern viel Zustimmung. Nun ist sein Sohn Brandon in die Fußstapfen des Vaters getreten und präsentiert mit &#8222;Possessor&#8220; einen Film, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Name <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/David_Cronenberg" target="_blank" rel="noopener">David Cronenberg</a> lässt das Herz eines jeden Horrorfilm-Fans höher schlagen. Vor allem in den 70er und 80er Jahren galt der Regisseur und Drehbuchautor Vorreiter moderner Horror-Visionen wie &#8222;Parasiten-Mörder&#8220; oder &#8222;Die Fliege&#8220; als wichtigster Vertreter des Body-Horrors. Doch auch mit Werken wie &#8222;Videodrome&#8220; oder &#8222;Existenz&#8220;, die Fragen nach Realität und Bewusstsein stellten, fand der kanadische Regisseur bei Fans und Kritikern viel Zustimmung. Nun ist sein Sohn Brandon in die Fußstapfen des Vaters getreten und präsentiert mit &#8222;Possessor&#8220; einen Film, der nach Meinung vieler Journalisten auch von seinem Vater hätte stammen können? Ist das so? Und lohnt sich der Kinobesuch?</p>
<figure id="attachment_10135" aria-describedby="caption-attachment-10135" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10135 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/poss-1.jpg" alt="Possessor" width="1024" height="576" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/poss-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/poss-1-300x169.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/poss-1-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10135" class="wp-caption-text">Tasya tötet ihre Opfer, in dem sie per Chip in den Geist anderer eindringt und sie als Waffe benutzt.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>2008 in einer alternativen Realität. In einer von Konzernen regierten Welt ist Tasya Vos (Andrea Riseborough) die talentierteste Killerin einer geheimen Organisation. Die nimmt Mordaufträge für mächtige Personen an, sucht sich Leute in deren Umgebung und setzt ihnen bei einer kurzen Entführung einen Chip im Gehirn ein. Dadurch können sich Killer wie Tasya in deren Körper hochladen und ihn benutzen, um den Job zu erledigen. Nach der Tat löschen sie ihre Spuren durch Selbstmord aus. Doch das Verfahren bleibt nicht ohne Folgen.</p>
<p>Die Wissenschaftlerin Girder (Jennifer Jason Leigh) möchte Tasya deshalb zu ihrer Nachfolgerin als Chef-Organisatorin machen, nachdem die noch einen letzten Job übernommen hat: den Tod des reichen Industriellen John Parse (Sean Bean). Im Körper seines Schwiegersohnes Colin (Christopher Abbott) soll Tasya den Mann erschießen, damit die Organisation über Schattenmänner dessen Konzern übernehmen kann. Doch Colins Bewusstsein liefert Tasya einen Kampf, den niemand gänzlich unbeschadet übersteht &#8230;</p>
<figure id="attachment_10136" aria-describedby="caption-attachment-10136" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10136 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/poss-2.jpg" alt="Sean Bean" width="1024" height="576" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/poss-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/poss-2-300x169.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/poss-2-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10136" class="wp-caption-text">Ihr nächstes und potenziell letztes Ziel ist der Konzern-Boss John Parse.</figcaption></figure>
<h2>Wie der Vater &#8230;</h2>
<p>In David Cronenbergs Filmen gibt es häufig keine Helden, sondern bestenfalls Anti-Helden oder tragische Gestalten. Zudem wies der Regisseur immer eine starke Affinität zur Deformierung des&nbsp; menschlichen Körpers auf. Sohn Brandon scheint vom Werk des Vaters durchaus beeinflusst worden zu sein. Denn in seinem ersten langen Spielfilm &#8222;Antiviral&#8220; von 2012 widmet er sich bereits dem Body-Horror und auch <strong>Possessor</strong>, der sich eigentlich mehr mit dem Bewusstsein als mit dem Körper beschäftigt, weist einige brutale Tötungen auf, nach denen man das Opfer kaum wiedererkennt. Zudem findet sich in Brandons zweiten Film kein einziger Held. Die Charaktere weisen alle Schattierungen von Grau auf, aber einen wirklich guten Menschen sucht man hier vergeblich.</p>
<p>Dafür gelingen Cronenberg, der auch das Drehbuch schrieb, sehr realistische Figuren, was im Kontext des Films sogar wichtiger ist. Die Tochter des schwerreichen Industriellen, die zu ihrem Vater ein schwieriges Verhältnis hat, ist so eine Figur. Der Schwiegersohn, der Parse nicht leiden kann und sich dennoch nicht als Mordwerkzeug missbrauchen lassen will. Und natürlich die Auftragskillern, der allmählich ihre eigenen Emotionen komplett verloren gehen. Das sind stark geschriebene Charaktere, die ebenso gut gespielt werden.</p>
<figure id="attachment_10137" aria-describedby="caption-attachment-10137" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10137 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/poss-3.jpg" alt="Possessor" width="1024" height="576" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/poss-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/poss-3-300x169.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/poss-3-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10137" class="wp-caption-text">Tasyas Organisation hat sich als Killer-Körper Parses Schwiegersohn Colin ausgesucht.</figcaption></figure>
<h2>Schauspieler-Horror</h2>
<p>Denn Brandon Cronenbergs Film ist ausgezeichnet besetzt. Andrea Riseborough macht in jeder Szene den inneren Kampf deutlich, langsam zur blutrünstigen Tötungsmaschine zu mutieren. <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-fishermans-friends/">Tuppence Middleton</a> spielt die reiche, aber orientierungslose junge Frau mit Bravour und Christopher Abbott, der gleich zwei Bewusstseine auf die Leinwand bringen muss, zeigt ebenfalls eine beeindruckende Performance. Das erzählt Cronenberg mit einer analytischen Kälte, die dem Sci-Fi-Horror-Drama eine ganz eigene Dimension verleiht.</p>
<p>Einerseits wird sich kaum ein Zuschauer mit einer der Figuren identifizieren, andererseits ist Cronenberg in den Auswirkungen der Taten, die die Charaktere begehen, derart drastisch, dass man vor allem das harte Finale nicht so einfach wieder abstreift. Dennoch ist es vor allem die emotionale Kälte des Films, die manchen Zuschauern zu schaffen machen könnte. Wer sich über die Gefühle der Charakter im Film in die Story tasten will, der führt über weite Teile ein karges Dasein. Trotzt etlicher Sex-Szenen und mancher Gespräche bietet Cronenberg meist nur einen Zugang über den Intellekt, aber nicht über den Bauch.</p>
<figure id="attachment_10138" aria-describedby="caption-attachment-10138" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10138 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/poss-4.jpg" alt="Possessor" width="1024" height="576" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/poss-4.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/poss-4-300x169.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/poss-4-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10138" class="wp-caption-text">Als Colin muss Tasya vermeiden, dass Gattin Ava Verdacht schöpft, etwas könnte nicht stimmen.</figcaption></figure>
<p>Daher werden <strong>Possessor</strong> weitgehend die Zuschauer feiern, die sich gern über den Verstand auf Filme einlassen und selbst analytisch zusehen, um die Facetten des Films zu entdecken. Die Annäherung über Emotion bleibt aber schwierig. Dass Cronenberg den Verlust der Emotionen seiner Figuren dadurch zeigt, liegt zwar auf der Hand, macht den Zugang nicht leichter. Manch einer wird <strong>Possessor</strong> daher als ebenso kalt empfinden wie seine Hauptfigur.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Mit <strong>Possessor</strong> schafft David Cronenbergs Sohn Brandon einen ebenso tiefsinnigen wie kühlen Sci-Fi-Horror, der seine Geschichte in radikalen Bildern erzählt. Im Mittelpunkt steht dabei die Killerin Tasya, deren Weg schon in der ersten Szene vorgezeichnet scheint. Cronenberg streut seine möglichen Erklärungen und Hinweise auf die Bedeutung der Story wie nebenbei ein, sodass aufmerksames Zusehen unabdingbar ist. Für Horrorfans, die sich eher über den Verstand als über den Bauch gruseln wollen, ist <strong>Possessor</strong> ein Muss. Ein Publikum, das mitfühlen will, könnte der Film aber buchstäblich kalt lassen.</p>
<p><strong>Possessor startet am 1. Juli 2021 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_10139" aria-describedby="caption-attachment-10139" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10139 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/poss-5.jpg" alt="Possessor" width="1024" height="576" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/poss-5.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/poss-5-300x169.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/poss-5-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10139" class="wp-caption-text">Bald muss Tasya feststellen, dass Colins Bewusstsein sich gegen den Eindringling wehrt. Kann sie ihren Auftrag dennoch ausführen?</figcaption></figure>
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		<title>Serienkritik: Black Summer Staffel 2</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jun 2021 11:50:02 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Dystopie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit &#8222;Black Summer&#8220; gelang Netflix vor gut zwei Jahren ein Überraschungshit. Die Serie lief unter anderem in Großbritannien extrem gut und sogar Horror-Altmeister Stephen King fand außergewöhnlich lobende Worte über die erste Staffel, die wegen des Serienschöpfers Karl Schaefer eigentlich mit dem &#8222;Z-Nation&#8220;-Universum zusammenhängt. Allerdings werden Fans dieser Serie auch in Black Summer Staffel 2 nichts von dem Humor finden, den sie aus Z-Nation kennen. Schaefer und sein Autoren-Partner John Hyams schildern hier den bitterbösen Überlebenskampf der letzten Menschen angesichts [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-black-summer/">Black Summer</a>&#8220; gelang Netflix vor gut zwei Jahren ein Überraschungshit. Die Serie lief unter anderem in Großbritannien extrem gut und sogar Horror-Altmeister Stephen King fand außergewöhnlich lobende Worte über die erste Staffel, die wegen des Serienschöpfers Karl Schaefer eigentlich mit dem &#8222;Z-Nation&#8220;-Universum zusammenhängt. Allerdings werden Fans dieser Serie auch in <strong>Black Summer Staffel 2</strong> nichts von dem Humor finden, den sie aus <strong>Z-Nation</strong> kennen. Schaefer und sein Autoren-Partner John Hyams schildern hier den bitterbösen Überlebenskampf der letzten Menschen angesichts einer Zombieplage. Überzeugt der auch in den acht neuen Folgen?</p>
<figure id="attachment_10029" aria-describedby="caption-attachment-10029" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10029 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/summer-1.jpg" alt="Black Summer Staffel 2" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/summer-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/summer-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/summer-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/summer-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/summer-1-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10029" class="wp-caption-text">Lance verpasste den rettenden Flug, hat aber bis jetzt überlebt. Bleibt das so?</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Seit den Ereignissen rund um das Sport-Stadion und die erfolgreiche Flucht ist einige Zeit vergangen. Rose (Jaime King) und ihre Tochter Anna (Zoe Marlett) haben überlebt, befinden sich aber mittlerweile irgendwo im tief verschneiten Norden der USA. Die Koreanerin Sun (Christine Lee) haben sie mittlerweile aus den Augen verloren, ebenso wie den ehemaligen Gangster Spears (Justin Chu Cary). Beide sind allerdings noch am Leben. Während sie Spears verletzte durch die Wildnis schleppt und nach einem Versteck sucht, wurde Sun von einer Gruppe bewaffneter Männer und Frauen um Ray (Bobby Naderi) gefangen genommen, weil die sich von ihr Informationen zu einem Versteck mit zahlreichen Vorräten erhoffen.</p>
<p>Währenddessen entdecken Rose und Anna im Wald ein Haus, das ihnen vor den Zombies Schutz bieten könnte. Sie erreichen den großen Landsitz und werden von anderen Überlebenden tatsächlich hineingelassen. Doch die Stimmung im Inneren des Hauses ist durch die andauernde Kälte und den Nahrungsmangel alles andere als gut. Bald eskaliert die Situation. Denn verschiedene Gruppen von Überlebenden haben den gut gesicherten Gebäudekomplex mittlerweile entdeckt und als mögliche neue Heimat auserkoren. Und in der postapokalyptischen Welt wird nicht mehr lange verhandelt &#8230;</p>
<p><iframe title="Black Summer: Season 2 | Official Trailer | Netflix" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/O9-kJB8AVFA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Brillant gefilmte Sinnlosigkeit</h2>
<p>Zwar wurde für <strong>Black Summer Staffel 2&nbsp;</strong> das Kreativ-Team aus Autoren und Regisseuren ein wenig erweitert, aber im Kern sind immer noch die gleichen Köpfe verantwortlich. Und das merkt man. Denn der Grundton ist der zweiten Staffel noch einmal düsterer geworden, die Kernaussagen über den Zustand der Menschheit und ihr Benehmen im Angesicht des nahenden Todes haben aber weiterhin Bestand. Schaefer und seine Mitstreiter treiben das in den neuen Folgen sogar auf die Spitze. Immer wieder zeigen sie Feuergefechte zwischen Gruppen, die der Zuschauer kaum oder gar nicht kennt. Und es bleibt manchmal sogar unklar, worum genau sie eigentlich kämpfen. Es scheint einfach nur noch darum zu gehen, einen möglichen Konkurrenten im Kampf um die letzte Nahrung, die letzte Wasserflasche, auszuschalten, bevor der es tut.</p>
<p>Das setzen Schaefer und Co. allerdings stark um. Die Kamera-Arbeit bei diesen Schießereien ist beeindruckend dynamisch. Wie ein hektischer Beobachter umschwirrt sie verschiedene Leute der Gruppen, sieht ihnen kurz beim Sterben zu und fliegt zum nächsten Opfer oder Killer. Irgendwann ist es fast unmöglich zu sagen, wem man hier eigentlich beim Kämpfen zusieht. Das führt die Sinnlosigkeit dieser Massaker besser vor Augen, als das in vielen anderen Filmen und Serien gelingt. Denn in der Art und Weise, wie die Serie Gewalt erzählt, verschwimmen Intentionen und Rechtfertigungen angesichts des gnadenlosen Hasses und der Angst zu sterben, wenn man nicht zuerst schießt. Hier gelingt <strong>Black Summer Staffel 2</strong> ein absolut beeindruckender Einblick in die Abgründe der Menschen.</p>
<figure id="attachment_10030" aria-describedby="caption-attachment-10030" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10030 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/summer-2.jpg" alt="Black Summer Staffel 2" width="1024" height="684" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/summer-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/summer-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/summer-2-768x513.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/summer-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/summer-2-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10030" class="wp-caption-text">Sun gerät in die Fänge einer Gruppe bewaffneter Überlebender, die sich von ihr Infos zu Nahrung und Wasser erhoffen.</figcaption></figure>
<h2>Abgestumpfte Anti-Helden</h2>
<p>Das betrifft vor allem die erste Hälfte der Staffel, die sich daher auch wohltuend von bekannten Formaten wie &#8222;The Walking Dead&#8220; abhebt. Denn hier wird nur sehr wenig geredet. Philosophische Reflektionen über den Sinn des Lebens findet man dort ebenso wenig wie den Zombie der Woche, der entgegen jeder Logik wie aus dem Nichts auftaucht. Stattdessen erlebt der Zuschauer Charaktere, die wahlweise von der Situation komplett überfordert sind und mit Apathie oder Aggression darauf reagieren. Oder Figuren wie Rose, die ihren einzigen Lebensinhalt darin sieht, ihre Tochter zu beschützen und für dieses Ziel auf nichts und niemanden Rücksicht nimmt. Leider wird der Zuschauer allerdings nicht zum Zeugen dieser Entwicklung, die ist zwischen den beiden Staffeln passiert.</p>
<p>Die Schwäche der neuen Staffel ist ihr Mangel an Figuren, mit denen sich das Publikum noch identifizieren kann. Sun ist noch am ehesten Mensch geblieben, wird aber zum passiven Spielball anderer Mächte. Rose und Anna sind derart kalt und berechnend geworden, dass man ihr Tun zwar nachvollziehen, aber nicht unbedingt tolerieren kann. Und auch Spears taugt als Identifikationsfigur nur bedingt. Dieser Umstand macht <strong>Black Summer Staffel 2</strong> kälter, als ihr gut tut. Denn hier sterben die Menschen so schnell, dass es für den Zuschauer nur selten möglich ist, eine Verbindung zur Figur aufzubauen, bevor sie ins Gras beißt. Emotional überrascht wird man hier höchstens von der Skrupellosigkeit, mit der eigentlich sympathische Figuren zu Werke gehen. Das ändert sich erst im Finale.</p>
<figure id="attachment_10031" aria-describedby="caption-attachment-10031" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10031 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/summer-3.jpg" alt="Jaime King" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/summer-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/summer-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/summer-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/summer-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/summer-3-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10031" class="wp-caption-text">Rose hat sich von der verzweifelten Frau zur eiskalten Beschützerin ihrer Tochter gewandelt.</figcaption></figure>
<p>Denn erst in der möglicherweise letzten Folge der ganzen Serie lassen sich die Autoren dazu hinreißen, nicht länger nur Beobachter der Geschehnisse zu sein, sondern auch eine moralische Wertung abzugeben, wer ist das Überleben verdient hat &#8211; und wer nicht. Das kommt für manche Zuschauer eventuell ein wenig zu spät. Denn trotz der wenigen Episoden schleichen sich immer wider Längen ein, die zur Gesamterzählung wenig bis nichts beitragen. Wer die erste Staffel mochte, findet dennoch genug gelungene Folgen, um auch an <strong>Black Summer Staffel 2</strong> Spaß zu haben. Empfindlichen Gemütern wird die zutiefst pessimistische und niederschmetternde Serie dagegen nicht empfohlen.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>In <strong>Black Summer Staffel 2</strong> treiben die Macher die bereits in der ersten Staffel angelegten Kommentare zum moralischen Zustand der Menschheit weiter auf die Spitze. In zum Teil brillant inszenierten Schusswechseln macht Serienschöpfer Karl Schaefer die Natur des Menschen deutlich und zeigt seinen tief pessimistischen Blick auf die Welt. Das Autorenteam streicht die Charaktereigenschaften der Protagonisten angesichts ihres täglichen Überlebenskampfes auf ein Minimum zusammen. Und macht selbst einst sympathische Figuren zu nur mit Mühe erträglichen Charakteren. Erst spät erlauben sich die Macher auch ein moralisches Urteil über die Geschehnisse, die sie erzählen. Für Fans wirklich düsterer und blutiger Geschichten ist <strong>Black Summer Staffel 2</strong> daher empfehlenswert. Aber auch nur für die.</p>
<p><strong>Black Summer Staffel 2 startet am 8. Juni 2021 bei Netflix.</strong></p>
<p><em>Gesehen: Acht von acht Folgen.</em></p>
<figure id="attachment_10032" aria-describedby="caption-attachment-10032" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10032 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/summer-4.jpg" alt="Black Summer Staffel 2" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/summer-4.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/summer-4-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/summer-4-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/summer-4-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/summer-4-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10032" class="wp-caption-text">Vor allem auf männliche Überlebende reagiert Rose daher mit besonderem Argwohn.</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: Chaos Walking</title>
		<link>https://lauterfilme.de/chaos-walking-kritik-film/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Jun 2021 07:48:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Dystopie]]></category>
		<category><![CDATA[Sci-Fi]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schon 2017 drehte Regisseur Doug Liman (&#8222;Edge Of Tomorrow&#8220;) seinen Film &#8222;Chaos Walking&#8220; ab. Nach schwachen Testvorführungen erlaubte das Studio lange Nachdrehs, die sich dann noch verzögerten. Erst Mitte 2019 begannen die zusätzlichen Drehtage, danach verschwand der Film dennoch erst einmal im Giftschrank des Studios. Seit März 2021 kommt der Film nun langsam weltweit in die Kinos, am 17. Juni auch in Deutschland. Aber das Ganze hört sich so an, als sei der Film eine völlige Katastrophe. Ist das wirklich [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Schon 2017 drehte Regisseur Doug Liman (&#8222;Edge Of Tomorrow&#8220;) seinen Film &#8222;Chaos Walking&#8220; ab. Nach schwachen Testvorführungen erlaubte das Studio lange Nachdrehs, die sich dann noch verzögerten. Erst Mitte 2019 begannen die zusätzlichen Drehtage, danach verschwand der Film dennoch erst einmal im Giftschrank des Studios. Seit März 2021 kommt der Film nun langsam weltweit in die Kinos, am 17. Juni auch in Deutschland. Aber das Ganze hört sich so an, als sei der Film eine völlige Katastrophe. Ist das wirklich so? Das klärt die Kritik.</p>
<figure id="attachment_9970" aria-describedby="caption-attachment-9970" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9970 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/chaos-2.jpg" alt="Chaos Walking" width="1024" height="642" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/chaos-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/chaos-2-300x188.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/chaos-2-768x482.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/chaos-2-400x250.jpg 400w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9970" class="wp-caption-text">Der junge Todd wächst in einem Dorf voller Männer auf &#8211; und versucht, seinen Lärm zu kontrollieren.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Mitte des 23. Jahrhunderts ist auf einem fremden Planeten eine menschliche Kolonie entstanden, deren Einwohner mittlerweile nur noch aus Männern bestehen und die wie im Wilden Westen mit Pferden und Pflügen mühsam Ackerbau und Viehzucht betreiben, Dazu kommt eine Eigenheit der neuen Welt: Die Gedanken von Männern werden um sie herum sichtbar und hörbar. Die Einwohner nennen das &#8222;den Lärm&#8220; und nur die wenigsten, wie Bürgermeister David Prentiss (Mads Mikkelsen) haben gelernt, ihren Lärm zu kontrollieren. Der junge Todd (<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-spider-man-far-from-home/">Tom Holland</a>) hingegen, der auf einer Farm mit seinen beiden Adoptiv-Vätern lebt, hat noch Mühe, seine Gedanken so zu steuern, dass nicht ständig alles aus ihm herausbricht.</p>
<p>Als er eines Tages eine junge Frau namens Viola (Daisy Ridley) im Wald entdeckt, die offenbar mit einem Raumschiff über der Welt abgestürzt ist, erschreckt er sie entsprechend. Doch er kann sie überzeugen ihm in die Sicherheit der Siedlung zu folgen, denn die Aliens, die auch auf diesem Planeten leben, haben alle Frauen abgeschlachtet &#8211; und so ist auch Viola bedroht. Die kluge junge Frau stellt allerdings bald Fragen, auf die der sonst so clevere Bürgermeister keine Antworten hat. Und sie beschließt, von dort zu fliehen. Weil Todd sich ein wenig in sie verliebt hat, will er sie begleiten. Und das schleudert ihn mitten in ein lebensgefährliches Abenteuer &#8230;</p>
<p><iframe title="Chaos Walking (2021 Movie) Official Trailer – Daisy Ridley, Tom Holland, Nick Jonas" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/nRf4ZgzHoVw?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Kein Hit, aber auch kein Debakel</h2>
<p><strong>Chaos Walking</strong> ist weit davon entfernt, ein perfekter oder auch nur großartiger Film zu sein. Ein völliges Desaster, zu dem manche Kritiker ihn gemacht haben, ist er aber auch nicht. Das fängt schon bei den Schauspielern an. Tom Holland spielt seinen Part nicht nur mit vollem Körpereinsatz und dürfte sich beim Dreh einige Schrammen zugezogen haben, er meistert auch die Rolle des naiven, aber nicht dummen Farmerjungen, der langsam ein paar erschreckende Fakten seines bisherigen Lebens aufdeckt. Daisy Ridley überzeugt als scheinbar zerbrechliche, aber sehr kluge Raumfahrerin ebenso. Und Mads Mikkelsen ist als zwielichtige Gestalt eigentlich immer eine Bank &#8211; so auch hier. Dass <strong>Chaos Walking</strong> dennoch kein großer Film geworden ist, liegt denn auch an anderen Dingen.</p>
<p>Es beginnt mit fehlenden Erklärungen. Der Lärm ist eine faszinierende Idee, die zumindest optisch meist auch gut umgesetzt wurde. Was fehlt, ist Hintergrund dazu. Warum gibt es den Lärm, warum befällt er nur Männer? Dazu gibt der Film keinerlei Informationen preis und macht die eigentlich so coole Idee immer uninteressanter, je länger der Film läuft. Dazu sieht das Drehbuch viel zu selten Momente vor, die den Nutzwert des Lärms in den Vordergrund stellen. Und so fragt sich der Zuschauer oft, warum in manchen Situationen nicht dies oder das passiert &#8211; wo es doch möglich wäre. Es mag daran liegen, dass die Roman-Trilogie von Patrick Ness, der auch das Drehbuch schrieb, diese Erklärungen erst in späteren Bänden enthüllt, für die Verfilmung des ersten Romans ist dieses fehlende Wissen aber frustrierend.</p>
<figure id="attachment_9971" aria-describedby="caption-attachment-9971" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9971 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/chaos-3.jpg" alt="Chaos Walking" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/chaos-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/chaos-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/chaos-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/chaos-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/chaos-3-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9971" class="wp-caption-text">Viola hört Dinge, die sie zur Flucht aus dem Männerdorf veranlassen.</figcaption></figure>
<h2>Wohin verschwand das Budget?</h2>
<p>Die zwei Dinge, die man <strong>Chaos Walking</strong> am meisten ankreiden muss, sind aber andere. Zum einen präsentiert er dem Publikum ein relativ schwaches Finale, das nicht gerade vor originellen Momenten strotzt. Zum anderen sieht man die 100 Millionen Dollar, die der Film gekostet haben soll, leider überhaupt nicht. Dass der in vielen Szenen mit Computer eingebaute Lärm-Effekt so teuer war, ist schwer vorstellbar. Und weite Teile des Films spielen in der Natur, hauptsächlich in Wäldern, die exakt so aussehen wie die auf der Erde. Mit wenig Budget viel zu zeigen, das macht Sinn. Mit großen Budget wenig zu zeigen, hingegen nicht. Mitunter wirkt der große Studio-Film fast wie eine Independent-Produktion, so wenig Schauwerte präsentiert <strong>Chaos Walking</strong> seinem Publikum.</p>
<p>Dazu gerät das Drehbuch an einigen Stellen arg flach. Natürlich ist es grundsätzlich eine interessante Idee zu sehen, wie ein Junge sich wohl entwickelt, wenn er nur von Männern aufgezogen wird. Was Ness dazu eingefallen ist, bleibt aber in Klischees hängen und ist nur wenig überzeugend. Und auch den fiesen Priester, gespielt von David Oyelowo, schreibt Ness als stereotypen Fanatiker ohne ein eigenes Profil. Das klingt allerdings schlimmer, als es ist, denn Regisseur Liman macht aus dem mäßigen Script und den guten Schauspielern einen Film, der zwar keine Bäume ausreißt, den man sich aber dennoch gut ansehen kann. Vor allem das Western-Setting ist gelungen und könnte Fans des Genres durchaus ansprechen.</p>
<figure id="attachment_9972" aria-describedby="caption-attachment-9972" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9972 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/chaos-4.jpg" alt="Chaos Walking" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/chaos-4.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/chaos-4-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/chaos-4-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/chaos-4-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/chaos-4-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9972" class="wp-caption-text">Denn der Bürgermeister hat mit der jungen Frau finstere Pläne.</figcaption></figure>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Wenn ein Film so lange braucht, bis er in die Kinos kommt, gibt es dafür in der Regel Gründe. Auch Chaos Walking ist weit davon entfernt, ein rundum gelungener Film zu sein. Allerdings ist er auch längst nicht so schlecht, wie vor allem die Kritiken aus den USA behaupten. Denn unter Doug Limans Regie liefern die Schauspieler eine ansprechende Leistung ab, der Film präsentiert eine nicht klischeefreie, aber in sich stimmige Welt und es passiert auch genug, um das Interesse des Publikums an der Geschichte aufrechtzuerhalten. Wer Sci-Fi-Filme schätzt, in denen statt der Technik eine Idee im Vordergrund steht, sollte sich Chaos Walking nicht entgehen lassen. Und auch Western-Fans dürften dem Film etwas abgewinnen können.</p>
<p><strong>Chaos Walking startet am 17. Juni in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_9973" aria-describedby="caption-attachment-9973" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9973 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/chaos-5.jpg" alt="Chaos Walking" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/chaos-5.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/chaos-5-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/chaos-5-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/chaos-5-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/chaos-5-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9973" class="wp-caption-text">Der fanatische Priester Aaron sieht in Viola eine Gefahr für das ganze Dorf.</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: Awake</title>
		<link>https://lauterfilme.de/awake-kritik-film-netflix/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Jun 2021 20:34:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Dystopie]]></category>
		<category><![CDATA[Endzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Netflix]]></category>
		<category><![CDATA[Sci-Fi]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Netflix mag Weltuntergänge. In den vergangenen Jahren gab es regelmäßig Versionen von unterschiedlichen Ende der Menschheit. Mal war es eine natürliche Katastrophe wie in &#8222;How It Ends&#8222;, mal griffen seltsame Wesen an und trieben jeden Menschen, der sie ansah, in den Selbstmord (&#8222;Bird Box&#8222;). Oder das Sonnenlicht wurde plötzlich zur tödlichen Bedrohung wie in &#8222;Into the Night&#8222;. Die neueste Version des Streaming-Dienstes, den Planeten zu entvölkern, passiert mit Anlauf: Die Menschheit ist auf Schlafentzug und dämmert deshalb langsam in den [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Netflix mag Weltuntergänge. In den vergangenen Jahren gab es regelmäßig Versionen von unterschiedlichen Ende der Menschheit. Mal war es eine natürliche Katastrophe wie in &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-how-it-ends/">How It Ends</a>&#8222;, mal griffen seltsame Wesen an und trieben jeden Menschen, der sie ansah, in den Selbstmord (&#8222;<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-bird-box-schliesse-deine-augen/">Bird Box</a>&#8222;). Oder das Sonnenlicht wurde plötzlich zur tödlichen Bedrohung wie in &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-into-the-night/">Into the Night</a>&#8222;. Die neueste Version des Streaming-Dienstes, den Planeten zu entvölkern, passiert mit Anlauf: Die Menschheit ist auf Schlafentzug und dämmert deshalb langsam in den Wahnsinn ab. Mittendrin steckt eine kleine Familie, die um ihr Leben kämpft &#8211; und ein ganz besonderes Kind behütet. Kann &#8222;Awake&#8220; mit den gelungenen Dystopien von Netflix mithalten?</p>
<figure id="attachment_9907" aria-describedby="caption-attachment-9907" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9907 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/awake-1.jpg" alt="Awake" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/awake-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/awake-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/awake-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/awake-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/awake-1-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9907" class="wp-caption-text">Auf der Flucht: Jill versucht, ihre Kinder aus der Gefahrenzone zu schaffen. Doch die ist fast überall.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Jill (Gina Rodriguez, &#8222;Jane the Virgin&#8220;) hat kein leichtes Leben. Sie arbeitet bei einer Security-Firma, versucht ihr Leben nach einem Drogenproblem wieder in den Griff zu bekommen. Ihre Kinder Noah (Lucius Hoyos) und Matilda (Ariana Greenblatt) leben bei ihrer Großmutter Doris (Frances Fisher). Und mit ihr hat Jill nicht gerade das beste Verhältnis. Doch das alles spielt von einer Sekunde zur anderen keine Rolle mehr. Denn plötzlich wird sämtliche Energie auf dem Planeten ausgeschaltet, Automotoren funktionieren nicht mehr und es gibt zahlreiche Unfälle. Einer davon schleudert Jills Wagen mit ihr und ihren Kindern darin in einen See. Ein Unfall, den Jill, Noah und Matilda nur knapp überleben. In der Nacht wird dann das ganze Ausmaß des Problems deutlich: Die Menschen können nicht mehr schlafen!</p>
<p>Allerdings gilt das nicht für Matilda. Das kleine Mädchen schläft wie jeden Abend problemlos ein. Als Jill zur Universität zurückkehrt, um für einen Kunden Drogen zu besorgen, trifft sie auf ihre Chefin Murphy (Jennifer Jason Leigh, &#8222;Liseys Story&#8220;), die siech als Psychiaterin mit dem Problem beschäftigt und in ein besonderes Labor fahren will, um dort zu forschen. Obwohl Jill fürchtet, dass Matilda dort möglicherweise als Versuchskaninchen missbraucht werden könnte, macht sie sich mit ihren beiden Kindern doch auf den Weg dorthin. Getrieben von der Hoffnung, dass ihre Kinder dort zumindest sicher sind, stellt sie sich etlichen Gefahren, die auf dem Weg lauern &#8230;</p>
<p><iframe title="AWAKE | Official Trailer | Netflix" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/2fuowcxdrYc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Gute Grundidee</h2>
<p>Immer wieder versuchen Filmemacher, das Ende der Welt glaubhaft und bedrohlich darzustellen. Das Problem ist nur, dass nicht jeder von ihnen 100 Millionen Dollar oder mehr bekommt, um dieses Vorhaben umzusetzen. Deshalb ist oftmals inszenatorisches Geschick gefragt, um die globale Katastrophe auch in einem kleineren Rahmen umzusetzen. Regisseur und Drehbuch-Co-Autor Mark Raso hat diese Fähigkeit. In <strong>Awake</strong> schafft er Momente, die das Potenzial der Bedrohung und den galoppierenden Verfall der Zivilisation eindrücklich zeigen und sich ohne Schwierigkeiten auch in einem größeren Rahmen vorstellen lassen. Und dabei legt Raso eine erstaunliche Phantasie an den Tag. So variiert er geschickt unterschiedliche Gruppen von Verrückten auf dem Weg von Jill und ihren Kindern, die jede für sich dennoch schockieren.&nbsp;</p>
<p>So schafft er eine Atmosphäre, die sich relativ zügig von einer leichten Krise in eine Apokalypse verwandelt, in der buchstäblich nichts mehr sicher ist. Nicht einmal die eigene Wahrnehmung. Denn durch den Schlafentzug stellen sich über kurz oder lang Halluzinationen ein. Ein Punkt, den Raso gekonnt nutzt, um einen besonders gruseligen Moment zu schaffen. Zudem macht der Regisseur und Autor auch nicht den momentan beliebten Fehler, den Grund für all die Vorkommnisse nicht zu erklären und als großes Fragezeichen über den ganzen Film aufrecht zu erhalten. Zwar gibt es auch hier keine minutenlange Aufklärung, aber zumindest liefert <strong>Awake</strong> mögliche Gründe für die Schlafprobleme der Menschheit.</p>
<figure id="attachment_9908" aria-describedby="caption-attachment-9908" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9908 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/awake-2.jpg" alt="Awake" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/awake-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/awake-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/awake-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/awake-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/awake-2-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9908" class="wp-caption-text">Sträfling Dodge stößt zur kleinen Gruppe und verspricht zu helfen. Kann man ihm trauen?</figcaption></figure>
<h2>Viele Stars in kleinen Rollen</h2>
<p>Zudem kann <strong>Awake</strong> mit erstaunlich vielen bekannten Gesichtern in kleinen Rollen aufwarten. Barry Pepper spielt wenige Minuten lang einen Priester. Finn Jones (&#8222;Iron Fist&#8220;) ist als Murphys Assistent zu sehen. Gil Bellows (&#8222;Ally McBeal&#8220;) hat einen kleinen Part als Arzt übernommen. Und Jennifer Jason Leigh ist erneut in einer kleinen aber wichtigen Rolle in einem Genre-Film zu sehen. Alle machen ihre Sache gut, ebenso wie Gina Rodriguez, die als eindeutige Hauptfigur der Story am meisten zu tun hat. Ihre Kampf um das Überleben und die Sicherheit ihrer Kinder wirkt immer glaubwürdig und rührt in mehr als einer Szene an. Leider können ihre jugendlichen Kollegen da nicht ganz mithalten, vor allem Lucius Hoyos als Noah ist alles andere als emotional ansprechend.</p>
<p>Dazu kommt, dass Mark Raso sich nicht so recht für ein Genre entscheiden mag. Das muss kein Problem sein, aber in Awake wechseln sich wirklich gruselige Momente mit Soap-Szenen ab, und diese beiden Genres passen nicht sonderlich gut zusammen. Außerdem kommt das Drehbuch nicht ohne den einen oder anderen Zufall aus und lässt seine Helden mitunter fast unverschämtes Glück haben, was den Realismus der Grundidee ein wenig konterkarikiert. Dennoch muss man dem Film bescheinigen, dass sein Plot die meiste Zeit über sehr effektiv funktioniert und einen düsteren Sci-Fi-Thriller ermöglicht, der in der Menge der Dystopien bei Netflix durchaus positiv heraussticht.</p>
<figure id="attachment_9909" aria-describedby="caption-attachment-9909" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9909 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/awake-3.jpg" alt="Awake" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/awake-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/awake-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/awake-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/awake-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/awake-3-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9909" class="wp-caption-text">Noah und Dodge suchen in den Trümmern eines Flugzeuges nach nützliche Dingen.</figcaption></figure>
<h2>Fazit:</h2>
<p><strong>Awake</strong> gehört eindeutig zu den besseren Sci-Fi-Katastrophenfilme bei Netflix. Die simple Story funktioniert sehr gut, die Schauspieler liefern zum großen Teil gute Arbeit ab, vor allem Gina Rodriguez als verzweifelte Mutter überzeugt. Regisseur und Co-Autor Mark Raso gelingt es, ein paar unheimliche Momente zu kreieren, obwohl <strong>Awake</strong> nie den Eindruck macht, ein Horrorfilm sein zu wollen. So richtig festlegen wollte sich Raso aber offensichtlich nicht und dieser Schlingerkurs bringt den Film manchmal ein wenig aus dem Tempo und sorgt für ein paar langweilige Passagen, die nicht nötig gewesen wären. Die gelungenen Momente überwiegen aber bei weitem. Für Fans düsterer Sci-Fi-Storys hat <strong>Awake</strong> definitiv einiges zu bieten.</p>
<p><strong>Awake startet am 9. Juni 2021 bei Netflix.</strong></p>
<p><a href="https://lauterfilme.de/netflix-filmkritik-im-ueberblick/">Mehr Kritiken zu Netflix-Filmen gibt es hier</a>.</p>
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		<title>Serienkritik: Snowpiercer</title>
		<link>https://lauterfilme.de/serienkritik-snowpiercer/</link>
					<comments>https://lauterfilme.de/serienkritik-snowpiercer/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 May 2020 15:10:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Serien Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Blutig]]></category>
		<category><![CDATA[Dystopie]]></category>
		<category><![CDATA[Netflix]]></category>
		<category><![CDATA[Sci-Fi]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Serie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fans düsterer Science Fiction-Filme dürfte &#8222;Snowpiercer&#8220; bereits bekannt sein. 2013 drehte der frischgebackene Oscar-Gewinner Bong Joon-ho (&#8222;Parasite&#8220;) die Adaption eines französischen Comics mit Chris Evans in der Hauptrolle. Seit 2016 war der US-Sender TNT an einer Serienumsetzung interessiert, aber kreative Differenzen bremsten das Projekt immer wieder aus. Nun ist die Serie doch noch fertig geworden und läuft ab dem 25. Mai (Doppelfolge) mit einer neuen Folge jeden Freitag bei Netflix. Wie gut ist sie? Als Bong Joon-ho 2013 Snowpiercer drehte, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fans düsterer Science Fiction-Filme dürfte &#8222;Snowpiercer&#8220; bereits bekannt sein. 2013 drehte der frischgebackene Oscar-Gewinner Bong Joon-ho (&#8222;Parasite&#8220;) die Adaption eines französischen Comics mit Chris Evans in der Hauptrolle. Seit 2016 war der US-Sender TNT an einer Serienumsetzung interessiert, aber kreative Differenzen bremsten das Projekt immer wieder aus. Nun ist die Serie doch noch fertig geworden und läuft ab dem 25. Mai (Doppelfolge) mit einer neuen Folge jeden Freitag bei Netflix. Wie gut ist sie?</strong></p>
<p>Als Bong Joon-ho 2013 <em>Snowpiercer</em> drehte, war er zwar durch &#8222;Memories of Murder&#8220; und &#8222;The Host&#8220; bereits einem Genre-Publikum bekannt, aber noch nicht der Megastar, der er nun ist. Doch schon dieser Film zeigt, dass sich der koreanische Regisseur und Drehbuchautor gern mit sozialen Problemen und der Schere zwischen Arm und Reich auseinandersetzt. Die Serie, bei der er als Produzent in Erscheinung tritt, scheint aber zunächst eher ein Krimi als ein Sozialdrama zu sein. Stimmt das? Und lohnt sich das Einschalten trotzdem?</p>
<figure id="attachment_8663" aria-describedby="caption-attachment-8663" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-8663 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/piercer-1.jpg" alt="Snowpiercer" width="1024" height="576" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/piercer-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/piercer-1-300x169.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/piercer-1-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-8663" class="wp-caption-text">Das Ende der Welt ist da! Layton und seine Frau Zarah retten sich als blinde Passagiere in den Zug Snowpiercer.</figcaption></figure>
<h3>Snowpiercer: Die Handlung</h3>
<p>2021. Seit sieben Jahren fahren die letzten Überlebenden der Menschheit in einer vereisten Welt mit dem Zug Snowpiercer rund um die Erde &#8211; streng getrennt nach Klassen. Während die erste Klasse in Saus und Braus lebt und es der zweiten und dritten Klasse halbwegs gut geht, vegetieren am Ende der 1001 Waggons die &#8222;Tailies&#8220;, im Schwanz des Zuges vor sich hin. Sie sind weitgehend rechtelos, werden mies behandelt und müssen niedere Arbeit verrichten, um überhaupt Essen zu bekommen. Unter ihnen lebt der ehemalige Mordermittler Andre Layton (Daveed Diggs).</p>
<p>Während er mit ein Anführern der Tailies eine Revolution plant, wird er abgeholt und in den vorderen Teil des Zuges gebracht. Dort erklärt ihm Melanie Cavill (Jennifer Connolly), rechte Hand des Zug-Erbauers und Herrschers Mr. Wilford, dass es einen Mord gegeben hat und Layton diesen aufklären soll. Zuerst weigert er sich und verlangt weitreichende Erleichterungen für die Tailies, doch dann siegt seine Neugier und seine Jagdinstinkte springen an. Wer hat bereits zwei Menschen ermordet und läuft noch immer frei herum? Layton beginnt zu ermitteln &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/lGcJL6TG5cA" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Snowpiercer: Politischer Krimi</h3>
<p>Die Entwarnung gleich vorweg: Wer den Film wegen seiner politischen und gesellschaftlichen Aussagen mochte, wird diese auch in der Serie wiederfinden, die zeitlich als Prequel zum Film fungiert. Zwar nimmt die Krimihandlung in den ersten fünf Episoden durchaus viel Platz ein, der Kampf der Tailies um ein menschenwürdiges Leben ist aber auch hier ein elementarer Teil des Ganzen. Denn der wichtigste Teil des gesellschaftlichen Konstrukts auf der Snowpiercer besteht eben darin, den Menschen zu erzählen, das sei<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-der-schacht/"> die natürliche Ordnung</a> und müsse so bleiben.</p>
<p>Das nehmen die reichen Passagiere der ersten und zweiten Klasse natürlich ebenso als gottgegeben an, wie es die ärmeren Passagiere der dritten Klasse und die rechtlosen Tailies bekämpfen, die einen eher heimlich, die anderen ganz offen und bei jeder sich bietenden Gelegenheit. So platt, wie sich das im ersten Moment anhört, setzen es die Macher allerdings nicht um. Vielmehr gelingt es den Autoren, glaubwürdige Figuren zu erschaffen, die mehr oder weniger nachvollziehbar auf einer der Seiten stehen, ohne deshalb zu Klischees zu verkommen.</p>
<figure id="attachment_8664" aria-describedby="caption-attachment-8664" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-8664 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/piercer-2.jpg" alt="Snowpiercer" width="1024" height="576" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/piercer-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/piercer-2-300x169.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/piercer-2-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-8664" class="wp-caption-text">Sieben Jahre später wird Layton, im früheren Leben Cop beim Morddezernat, in den vorderen Zugteil geholt. Er soll einen Killer finden.</figcaption></figure>
<h3>Snowpiercer: Starke Charaktere</h3>
<p>Da wären natürlich die beiden Hauptfiguren. Daveed Diggs legt seinen Andre Layton als Cop an, der zwar dem Mörder auf die Spur kommen will, deswegen aber keine Sekunde seinen eigentlichen Plan aus den Augen lässt: wichtige Informationen für die Revolution zu sammeln. Und dafür steckt der clevere Detective neben vielen Beleidigungen &#8211; die er gern zurück gibt &#8211; auch reichlich Prügel ein. Mit Layton zusammen erkundet der Zuschauer auch weite Teile des Zuges, die der Tailie vorher nie zu Gesicht bekommen hat.</p>
<p>Wie heutzutage aber fast schon üblich, verfügt <em>Snowpiercer</em> über mehr interessante Frauenfiguren als männliches Personal. Jennifer Connolly ist großartig als ambivalentes Sprachrohr des Zugherrschers, die ein großes Geheimnis mit sich herum trägt. Dabei steht ihre zarte, fast fragile Erscheinung im krassen Gegensatz zu der Härte, zu der sie fähig ist, wenn sie es für notwendig hält. Aber auch Katie McGuiness als Tailie-Frau Josie und Mickey Sumner (Tochter von Sting) als Bess Till, eine Art Polizistin aus der zweiten Klasse, überzeugen in gut geschriebenen Rollen.</p>
<p>Zudem legt <em>Snowpiercer</em> wie der Namensgeber der Serie ein rasantes Tempo an den Tag. In jeder Folge passiert eine ganze Menge, das entweder zur Aufdeckung einiger Geheimnisse oder zum Entstehen neuer Fragen führt. Dabei geht die Serie alles andere als zimperlich zu Werke. Während beim Sex die Nippel verdeckt bleiben, spritzt das Blut hier deutlich sichtbar und auch ein paar Grausamkeiten zeigt die Serie explizit. Für ganz zarte Gemüter ist Snowpiercer also nicht das Richtige. Sci-Fi-Fans, für die es etwas düsterer zugehen darf, haben dagegen Spaß.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>&nbsp;Obwohl nach der Hälfte der Staffel noch immer kein klarer Kurs zu erkennen ist, inwieweit die Serie den Film nacherzählen wird, ist <em>Snowpiercer</em> eine runde Sache. Spannend, blutig und mit viel Willen dazu, relevante gesellschaftliche Themen anzusprechen, kann die Serie mehr als nur gut zu unterhalten. Dazu kommen sehr sehenswerte Schauspieler, allen voran Jennifer Connolly. Auch der Heimsender TNT ist offenbar von der Serie überzeugt, die zweite Staffel wurde bereits bestellt, bevor die Ausstrahlung der ersten begann. Und das scheint eine gute Idee zu sein.</p>
<p><strong>Snowpiercer startet am 25. Mai 2020 mit einer Doppelfolge, danach eine Folge pro Woche, bei Netflix.</strong></p>
<p><em>Gesehen: Fünf von zehn Epsioden.</em></p>
<figure id="attachment_8665" aria-describedby="caption-attachment-8665" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-8665 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/piercer-3.jpg" alt="Snowpiercer" width="1024" height="576" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/piercer-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/piercer-3-300x169.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/piercer-3-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-8665" class="wp-caption-text">Überwacht wird er dabei von Melanie Cavill, der rechten Hand des Zugherrschers Mr. Wilford. Und die hat ganz eigene Pläne.</figcaption></figure>
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		<title>Serienkritik: Into the Night</title>
		<link>https://lauterfilme.de/serienkritik-into-the-night/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 May 2020 10:06:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Serien Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Dystopie]]></category>
		<category><![CDATA[Katastrophenfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Netflix]]></category>
		<category><![CDATA[Sci-Fi]]></category>
		<category><![CDATA[Serie]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Netflix hat schon vor längerer Zeit verkündet, ihr Programm internationaler gestalten zu wollen. Dazu gehört für die Kalifornier auch, mehr Inhalte aus kleineren Ländern zu bestellen, um die dortige Bevölkerung mit bekannten Gesichtern und Stoffen zu unterhalten. Mit &#8222;Into the Night&#8220; ist nun auch unser Nachbarland Belgien unter die Serienproduzenten gegangen. Und schlägt einen ähnlichen Weg ein wie vor ihnen schon die Dänen mit &#8222;The Rain&#8220;. Wie gut ist die Apokalypse-Version aus dem Land der Waffeln und Fritten geworden? Weltuntergang [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Netflix hat schon vor längerer Zeit verkündet, ihr Programm internationaler gestalten zu wollen. Dazu gehört für die Kalifornier auch, mehr Inhalte aus kleineren Ländern zu bestellen, um die dortige Bevölkerung mit bekannten Gesichtern und Stoffen zu unterhalten. Mit &#8222;Into the Night&#8220; ist nun auch unser Nachbarland Belgien unter die Serienproduzenten gegangen. Und schlägt einen ähnlichen Weg ein wie vor ihnen schon die Dänen mit <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-the-rain/">&#8222;The Rain&#8220;</a>. Wie gut ist die Apokalypse-Version aus dem Land der Waffeln und Fritten geworden?</strong></p>
<p>Weltuntergang ist angesagt! Dänemark packte einen todbringenden Virus in den namensgebenden Regen, Sky ließ vor einigen Monaten in <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-acht-tage/">&#8222;Acht Tage&#8220;</a> einen Meteor auf Europa fallen. Und Belgien macht nun die Sonne zum tödlichen und unbesiegbaren Gegner der Menschheit. In knackig-kurzen sechs Teilen ließ Netflix den Serienmacher Jason George (&#8222;Der nackte Regisseur&#8220;, &#8222;Dschinn&#8220;) die Story vom möglichen Ende der Zivilisation erzählen &#8211; und holt dabei aus engem Raum ein Maximum an Handlung heraus. Aber ist die auch gut?</p>
<figure id="attachment_8580" aria-describedby="caption-attachment-8580" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-8580 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/night-1.jpg" alt="Into the Night" width="1024" height="512" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/night-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/night-1-300x150.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/night-1-768x384.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/night-1-480x240.jpg 480w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-8580" class="wp-caption-text">Der italienische Soldat Terenzio weiß etwas, was sonst keiner weiß &#8211; und will Brüssel unbedingt Richtung Westen verlassen.</figcaption></figure>
<h3>Into the Night: Die Handlung</h3>
<p>Aufgeregt versucht der italienische Soldat Terenzio (Stefano Cassetti), auf dem Brüsseler Flughafen in ein Flugzeug zu gelangen. Schließlich erpresst er sich mit Waffengewalt einen Weg in die Maschine, die in bald nach Moskau abheben soll. Weil das Boarding aber noch nicht offiziell begonnen hat, befinden sich nur wenige Passagiere an Bord. Darunter ein kleiner Junge mit seiner Mutter und ein alter Mann mit seiner Pflegerin. Dazu kommen der Copilot Matthieu (Laurent Capelluto), eine Stewardess und einige Männer vom Bodenpersonal. Als der Soldat eindringt, kommt es zum Kampf.</p>
<p>Dabei schießt Terenzio Matthieu in die Hand. Dennoch verlangt er, dass das Flugzeug sofort abhebt &#8211; und zwar in Richtung Westen. Weil die Ex-Soldatin Sylvie (Pauline Etienne) an Bord ist, die Hubschrauber fliegen und somit dem Piloten helfen kann, gelingt der Start. In der Luft klärt Terenzio die beiden Piloten über seine Tat auf. Er ist bei der Nato stationiert und bekam dort zufällig mit, dass sich die Strahlung der Sonne verändert haben soll. Wer einen Sonnenaufgang sieht, wird sterben. Die einzige Chance: mit dem Flugzeug immer in die Nacht fliegen &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/ZGosoC7q_po" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Into the Night: Gute Bilder zum Untergang</h3>
<p>Wie bei jeder Sci-Fi-Story, die sich mit dem Untergang der Erde beschäftigt, braucht man entweder ein großes Budget, um die Bedrohung in ihrem ganzen Ausmaß zu zeigen &#8211; oder gute Ideen. Geld für massenhaft Hollywood-reife Effekte hatten die Macher von <em>Into the Night</em> nicht zur Verfügung, also mussten andere Bilder her, um die Katastrophe zu visualisieren. Und die Szenen mit einem Krankenhausflur voller toter Körper oder brennenden Landebahnen aus dem Cockpit beobachtet, erfüllen ihren Zweck recht gut, ohne die große Apokalypse zu zeigen. Das erinnert ein wenig an <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-krieg-der-welten/">&#8222;Krieg der Welten&#8220;</a>, die im vergangenen Jahr zu sehen war.</p>
<p>Auch die in einem Flugzeug erwartbare Mischung aus Menschen verschiedenster Herkunft bildet <em>Into the Night</em> gut ab. So finden sich natürlich ein paar Russen in der Maschine nach Moskau, dazu ein Türke, ein Marokkaner, einige Belgier und ein Pole. Das führt zu sprachlichen Problemen, die in der Serie auch glaubhaft wiedergegeben werden. Die Verständigung ist in einer solchen Stress-Situation ebenso wichtig wie schwierig, das macht <em>Into the Night</em> mehr als deutlich. Damit läutet die Serie aber auch eine ihrer Schwächen ein.</p>
<figure id="attachment_8582" aria-describedby="caption-attachment-8582" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-8582 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/night-3.jpg" alt="Into the Night" width="1024" height="512" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/night-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/night-3-300x150.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/night-3-768x384.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/night-3-480x240.jpg 480w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-8582" class="wp-caption-text">Bloggerin Inez sieht kurz vor dem Abflug auf ihrem Smartphone beunruhigende Bilder. Was passiert auf der Welt?</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Into the Night: Zu viel Testosteron</h3>
<p>Denn viele der Charaktere sind zwar durchaus glaubwürdig, dass es aber in einer solchen Situation tatsächlich derart viel unwidersprochenes Alpha-Männchentum geben könnte wie hier, ist doch recht schwer zu glauben. Vor allem die Rolle des Terenzio nervt mit jeder Folge mehr. Allerdings ist er nicht die einzige Figur, der das Publikum nur wenig Sympathie entgegenbringen dürfte. Katastrophen-Szenarien funktionieren aber nur dann richtig gut, wenn der Zuschauer mit den Figuren mitfiebert, weil er sie mag &#8211; zumindest einige davon. Das wird hier eng.</p>
<p>Denn im Bemühen, jeder der sechs Figuren, die eine eigene Schwerpunkt-Folge bekommen, einen möglichst komplexen Charakter zu erschaffen, kommen auch dunkle Seiten zutage. Und die Zeit reicht kaum, um sie trotzdem zu Helden ihrer Geschichte zu machen. Das weist Parallelen zur Netflix-Serie <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-black-summer/">&#8222;Back Summer&#8220;</a> auf, in der die Charakterzeichnung jedoch ein wenig besser gelang als hier. Als Beispiel dient hier der deutsche Schauspieler Mehmet Kurtulus, der als zwielichtiger Geschäftsmann eine nur wenig glaubhafte Läuterung durchmacht.</p>
<p>Was <em>Into the Night</em> allerdings sehr gut gelingt, ist das Aufrechterhalten einer ständigen akuten Bedrohung der Überlebenden im Flugzeug. Immer passiert etwas Unerwartetes oder Schlimmes, das die Gruppe wieder vor schier unlösbare Probleme stellt, Was den Autoren hier für sechs Folgen eingefallen ist, kann sich durchaus sehen lassen. Und so ist die kurze Serie (die Folgen sind meist etwa 35 Minuten lang) zwar sicher nicht die innovativste Dystopie der vergangenen Monate, aber dafür sehr kurzweilig und durchgehend unterhaltsam,</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p><em>Into the Night</em> erfindet in Sachen Weltuntergang das Rad nicht neu. Und auch die wenig sympathischen Hauptfiguren machen Zuschauern das Mitfiebern nicht immer leicht. Dafür bemüht sich die Serie aber um Charaktere mit Tiefgang statt Archetypen und hält ihre Protagonisten über die sechs Episoden ständig unter Strom. Wer sich auch für Serien wie <em>Black Summer</em> oder <em>Krieg der Welten</em> begeistern konnte, sollte hier ruhig mal einen Blick riskieren. Die belgische Produktion ist kein Highlight, aber durchaus ansehnlich geworden, mit Luft für eine Fortsetzung.</p>
<p><strong>Into the Night läuft ab dem 1. Mai 2020 bei Netflix.</strong></p>
<p><em>Gesehen: Sechs von sechs Folgen. Die Serie hat deutsche Sprachausgabe.</em></p>
<figure id="attachment_8581" aria-describedby="caption-attachment-8581" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-8581 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/night-2.jpg" alt="Into the Night" width="1024" height="512" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/night-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/night-2-300x150.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/night-2-768x384.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/night-2-480x240.jpg 480w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-8581" class="wp-caption-text">Ex-Soldatin Sylvie und Pilot Matthieu übernehmen das Kommando über die Maschine. Doch das passt nicht jedem an Bord.</figcaption></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-into-the-night/">Serienkritik: Into the Night</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
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		<title>Filmkritik: Altered Carbon Resleeved</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Mar 2020 19:02:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Anime]]></category>
		<category><![CDATA[Blutig]]></category>
		<category><![CDATA[Dystopie]]></category>
		<category><![CDATA[Sci-Fi]]></category>
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		<category><![CDATA[Zeichentrick]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit der Netflix-Serie &#8222;Altered Carbon&#8220; brachte es Elitesoldat Takeshi Kovacs, Erfindung des britischen Autors Richard Morgan, vom Geheimtipp für Leseratten zu einem coolen Actionhelden des neuen Jahrtausends. Der Streaming-Dienst gab deshalb, wenn auch nach einigem Zögern, nicht nur grünes Licht für eine zweite Staffel, sondern auch für den Anime-Trickfilm &#8222;Altered Carbon Resleeved&#8220;, der frühere Abenteuer des abgebrühten Ermittlers erzählen soll. Nun ist der nur etwas mehr als eine Stunde lange Film fertig. Wie gut ist er geworden? Die Kritik zu [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-altered-carbon-resleeved/">Filmkritik: Altered Carbon Resleeved</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit der Netflix-Serie &#8222;Altered Carbon&#8220; brachte es Elitesoldat Takeshi Kovacs, Erfindung des britischen Autors Richard Morgan, vom Geheimtipp für Leseratten zu einem coolen Actionhelden des neuen Jahrtausends. Der Streaming-Dienst gab deshalb, wenn auch nach einigem Zögern, nicht nur grünes Licht für eine zweite Staffel, sondern auch für den Anime-Trickfilm &#8222;Altered Carbon Resleeved&#8220;, der frühere Abenteuer des abgebrühten Ermittlers erzählen soll. Nun ist der nur etwas mehr als eine Stunde lange Film fertig. Wie gut ist er geworden?</strong></p>
<p>Die Kritik zu <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-altered-carbon/">Altered Carbon Staffel 1</a> und <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-altered-carbon-staffel-2/">Staffel 2</a> finden Sie hier.</p>
<p>Richard Morgan gelang in seinem Debüt-Roman &#8222;Das Unsterblichkeitsprogramm&#8220; (engl. Altered Carbon) ein erstaunliches Buch. Denn er vereint darin nicht nur eine frische Idee &#8211; die relative Unsterblichkeit durch Speichern des Bewusstseins auf einem Chip &#8211; mit viel Film Noir-Flair und Detektiv-Vorbildern wie Philip Marlowe. Sondern er fügte auch noch jede Menge harten Sex und derbe Gewaltexzesse dazu. In Sachen Gewalt hält auch &#8222;Altered Carbon Resleeved&#8220; sich nicht zurück. Reicht das für einen guten Film?</p>
<figure id="attachment_8293" aria-describedby="caption-attachment-8293" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-8293 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/carbonre-1.jpg" alt="Altered Carbon Resleeved" width="1024" height="576" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/carbonre-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/carbonre-1-300x169.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/carbonre-1-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-8293" class="wp-caption-text">Wie sehe ich aus? Diese Frage muss sich Takeshi Kovacs jedes Mal stellen, wenn er ungefragt in einen neuen Körper transferiert wird.</figcaption></figure>
<h3>Altered Carbon Resleeved: Die Handlung</h3>
<p>Taksehi Kovacs erwacht auf dem Planeten Latimer. Dorthin hat ihn der Anführer eines Yakuza-Clans geschickt, um ein Auge auf die junge Holly zu werfen. Die ist Tätowiererin beim konkurrierenden Mizamoto-Clan und hat offenbar ein großes Problem. Denn immer wieder wird sie von mit Kabuki-Masken tragenden Killern gejagt, die sie töten wollen. Warum das so ist, soll Kovacs herausfinden, zudem wird er als persönlicher Bodyguard von Holly eingesetzt, um ihr Leben zu schützen. Bald gesellt sich nach die junge Gina hinzu, die vom Polizei-Dienst CTAC stammt.</p>
<p>Auch sie interessiert sich für die Machenschaften des Mizamoto-Clans und schützt auch deshalb Hollys Leben, um die Drahtzieher aus der Reserve zu locken. Bald hat Kovacs eine erste Theorie, wer hinter den Anschlägen stecken könnte. Denn im Clan steht eine Machtübergabe an. Und Holly muss dabei wichtige Tattoos auf den Körper des neuen Anführers stechen, um das Ritual zu ermöglichen. Offenbar versucht eine geheimnisvolle Interessensgruppe, diesen Übergang der Macht zu verhindern. Aber warum? Kovacs muss bei der Suche nach Antworten gegen Horden von Gegnern bestehen &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/ji8w3RYfyR8" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Altered Carbon Resleeved: Keine bestehende Vorlage genutzt</h3>
<p>Der Anime richtet sich nach der Serie statt den Romanen aus und erzählt auch keine Story von Richard Morgan. Somit ist <em>Altered Carbon Resleeved</em> eher als Erweiterung des bestehenden Serien-Kanons gedacht denn als richtige Fortsetzung der Saga. Und hier liegt die Tücke im Detail. Während die erste Staffel der Netflix-Serie sich stark an die Vorgaben des ersten Romans anlehnte und die Fans überzeugte, blieb in Staffel 2 von den Romanvorlagen so gut wie nichts übrig. Offenbar war jemand der Meinung, sich ebenso gute Storys ausdenken zu können wie der Erfinder.</p>
<p>Dem war allerdings nicht so. Und auch der Anime glänzt nicht mit einer auch nur annähernd so komplexen Story wie Staffel 1. Allerdings hatten die Macher hier auch nur 70 Minuten Zeit &#8211; vielleicht zu wenig für eine echte Kovacs-Geschichte. Allerdings ist Komplexität hier nicht das einzige, das fehlt. Obwohl Anime für Erwachsene meist nicht sonderlich zurückhaltend mit dem Themen Sex und Gewalt sind, setzt Autor Dai Saito (&#8222;Cowboy Bebop&#8220;) hier ausschließlich auf Blutbäder und lässt den Sex weitgehend außen vor.</p>
<figure id="attachment_8294" aria-describedby="caption-attachment-8294" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-8294 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/carbonre-2.jpg" alt="Altered Carbon Resleeved" width="1024" height="576" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/carbonre-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/carbonre-2-300x169.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/carbonre-2-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-8294" class="wp-caption-text">Um die junge Holly zu retten, schließen Elitekämpfer Kovacs und Cop Gina eine Allianz.</figcaption></figure>
<h3>Altered Carbon Resleeved: Zu wenig typischer Kovacs</h3>
<p>Zudem fehlen dem Anime auch sämtliche Ansätze einer spannenden Detektiv-Geschichte. Denn anstatt hier durch seine Fähigkeiten den Fall zu knacken, hat der Held außer Gegner zu metzeln eigentlich nichts zu tun &#8211; alles klärt sich mehr oder weniger von alleine auf. Saito unternimmt gar nicht erst den Versuch, hier eine Story zum Miträtseln zu schreiben. Dafür lässt er seine Helden möglichst blutig töten. Weil Gewalt aber eben nur eine der drei Säulen einer guten Takashi Kovacs-Geschichte, überzeugt der Anime Fans der Romane oder Serien sicherlich nicht.</p>
<p>Immerhin überzeugt Altered Carbon Resleeved optisch. Die Mischung aus fotorealistischen Hintergründen und nur angedeutetem Anime-Look überzeugt und ist das eigentliche Highlight des Films. Dazu gelingt den Machern auch ein schöner Kontrast zwischen dem neongrellen Stadtbild wie aus &#8222;Blade Runner&#8220; und den traditionellen japanischen Räumlichkeiten, in denen sich ein Großteil der Handlung abspielt. Viel mehr Gutes lässt sich in dem insgesamt extrem durchschnittlichen Film allerdings nicht sagen.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Kein großer Wurf, den Netflix allen Fans der Reihe hier auftischt. Mit Altered Carbon Resleeved tragen die Macher zwar der derben Gewalt Rechnung, die auch immer in den Romanen und Staffeln eine Rolle spielt. Die coole und düstere Atmosphäre des Vorbilds erreicht der Anime ebenso wenig wie eine halbwegs komplexe und interessante Geschichte. Das Ende deutet zwar weitere Abenteuer in der Anime-Welt an, auf diesem Niveau muss das aber nicht sein. Für beinharte Fans eventuell ansehnlich, insgesamt aber nichts Besonderes.</p>
<p><strong>Altered Carbon Resleeved startet am 9. März 2020 bei Netflix.</strong></p>
<figure id="attachment_8295" aria-describedby="caption-attachment-8295" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-8295 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/carbonre-3.jpg" alt="Altered Carbon Resleeved" width="1024" height="509" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/carbonre-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/carbonre-3-300x149.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/carbonre-3-768x382.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/carbonre-3-480x240.jpg 480w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-8295" class="wp-caption-text">Doch auch die anscheinend noch junge Frau verfolgt eine eigene Agenda, wie Takeshi nur zu bald herausfindet.</figcaption></figure>
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