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	<title>Apple TV+ - lauterfilme.de</title>
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	<title>Apple TV+ - lauterfilme.de</title>
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		<title>Filmkritik: Ghosted</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Apr 2023 22:30:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Action]]></category>
		<category><![CDATA[Apple TV+]]></category>
		<category><![CDATA[Rom-Com]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sie tun es schon wieder. Nachdem Ana De Armas und Chris Evans in &#8222;Knives Out&#8220; und &#8222;Gray Man&#8220; bereits Seite an Seite zu sehen waren, folgt nun mit &#8222;Ghosted&#8220; bereits der dritte gemeinsame Film. Ursprünglich sollte Scarlett Johansson die weibliche Hauptrolle spielen, die bereits viel häufiger mit Evans vor der Kamera stand, doch die musste aus Termingründen absagen und De Armas sprang ein. Als Regisseur gewann dass Projekt Dexter Fletcher, der zuletzt Taron Edgerton als Elton John in Szene gesetzt [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Sie tun es schon wieder. Nachdem Ana De Armas und Chris Evans in &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-knives-out/">Knives Out</a>&#8220; und &#8222;Gray Man&#8220; bereits Seite an Seite zu sehen waren, folgt nun mit &#8222;Ghosted&#8220; bereits der dritte gemeinsame Film. Ursprünglich sollte Scarlett Johansson die weibliche Hauptrolle spielen, die bereits viel häufiger mit Evans vor der Kamera stand, doch die musste aus Termingründen absagen und De Armas sprang ein. Als Regisseur gewann dass Projekt Dexter Fletcher, der zuletzt Taron Edgerton als Elton John in Szene gesetzt hatte. Aber kann der Musical-Regisseur tatsächlich auch Thriller-Comedy? Und bleibt die Chemie zwischen Evans und De Armas weiter so stark wie bisher? Das klärt die Kritik.</p>
<figure id="attachment_14029" aria-describedby="caption-attachment-14029" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-14029 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/ghost-1.webp" alt="Chris Evans in Ghosted" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/ghost-1.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/ghost-1-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/ghost-1-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/ghost-1-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/ghost-1-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/ghost-1-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/ghost-1-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14029" class="wp-caption-text">Cole ist mit seinem Leben als Farmer zufrieden. aber nicht glücklich.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Cole (Chris Evans) ist vor ein paar Jahren wieder zu seinen Eltern gezogen, weil sein Vater gesundheitliche Probleme bekam und hilft seitdem auf der Farm. Auf einem kleinen Markt verkauft er auch die eigenen Erzeugnisse &#8211; und trifft dabei eines Tages auf Sadie (Ana De Armas). Obwohl ihr Gespräch schnell in einen kleinen Streit ausartet, garantiert ihm die Frau vom Nachbarstand, das da etwas zwischen den beiden gewesen sei. Kurz entschlossen läuft Cole der Frau nach und kann sie gerade noch auf dem Parkplatz anhalten. Erstaunlicherweise lädt sie ihn nach einer Entschuldigung sogar zum Kaffee ein. Die nächsten Stunden vergehen für Cole wie im Traum. Denn er stellt fest, dass Sadie eine faszinierende Frau ist, die sich für viele Dinge interessiert, die er ebenfalls spannend findet.</p>
<p>Als er sie schließlich nach einem langen Abend in der Morgendämmerung nach Hause bringt, bittet sie ihn nach kurzem Zögern hinein. Cole schwebt wie auf Wolken, allerdings nicht lange. Denn nach ein paar Tagen muss er feststellen, dass seine Textnachrichten unbeantwortet bleiben. Offenbar hat Sadie sich entscheiden, ihn zu &#8222;ghosten&#8220;, also auf Nachrichten von ihm nicht mehr zu reagieren und zu verschwinden wie ein Geist. Dabei war sich Cole doch so sicher, dass es zwischen Sadie und ihm mehr war als nur Anziehung. Zufällig bemerkt er, dass sie noch ein Medikament von ihm in Besitz hat und er sie darüber orten kann. Verliebt, wie er ist, hält Cole die Reise nach London, wo sie sich gerade aufhält, für eine tolle Idee. Aber irren ist menschlich &#8230;</p>
<p><iframe title="Ghosted — Official Trailer | Apple TV+" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/IAdCsNtEuBU?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Wenige frische Ideen</h2>
<p>Der Plot ist nicht neu, auch wenn das Publikum ihn meist in umgekehrten Rollen zu sehen bekommt. Der Agent lernt eine Frau kennen, die durch ihn in einen Spionagethriller gerät, so gesehen in &#8222;Knight and Day&#8220; mit Tom Cruise und Cameron Diaz. Das wird in <strong>Ghosted</strong> einfach mal gedreht, denn hier ist Ana De Armas die coole Agentin und Chris Evans der leicht verstrahlte Stolpervogel, der durch sie in ein lebensgefährliches Abenteuer gerät. Das ist allerdings auch schon die ganze kreative Kraft, die sich bei Ghosted zeigt. Obwohl die Produzenten mit Paul Wernick und Rhett Reese sowie Chris McKenna und Eric Summers gleich zwei starke Drehbuch-Duos ins Boot holten, ist das Ergebnis alles andere als schillernd. Trotz De Armas und Evans gibt es hier Action mit etwas Humor von der Stange.</p>
<p>Aber zu den positiven Seiten des Films: Ana De Armas und Chris Evans funktionieren auch im dritten Versuch ausgezeichnet gemeinsam vor der Kamera. Dass sich diese beiden zueinander hingezogen fühlen, nimmt man dem Duo jederzeit ab. Und selbst die wenig feurigen Dialoge spielen die beiden noch mit so viel Hingabe, dass man sich als Zuschauer zumindest nicht komplett langweilt. Und dass De Armas im Abendkleid und Evans im Anzug auch optisch einiges hermachen, weiß man auch nicht erst seit gestern, Ana De Armas hat das bereits im letzten Bond-Film mehr als eindrücklich gezeigt. Wer also schöne Menschen in Actionszenen sehen möchte, der ist bei <strong>Ghosted</strong> zumindest nicht falsch.</p>
<figure id="attachment_14030" aria-describedby="caption-attachment-14030" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14030 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/ghost-2.webp" alt="Ghosted" width="1024" height="681" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/ghost-2.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/ghost-2-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/ghost-2-768x511.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/ghost-2-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/ghost-2-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/ghost-2-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/ghost-2-750x499.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14030" class="wp-caption-text">Als er die coole Sadie kennenlernt, funkt es gewaltig &#8211; doch die kurze Romanze bekommt kein Happy-End.</figcaption></figure>
<h2>Generisches Script ohne Esprit</h2>
<p>Damit wird es dann aber auch dünn in Sachen Pluspunkte. Denn was das erfolgreiche Drehbuch-Quartett hier abliefert, ist bestenfalls durchschnittlich. Und hat nur sehr wenig mit den Perlen wie &#8222;Zombieland&#8220;, &#8222;Deadpool&#8220; oder &#8222;Spider-Man: No Way Home&#8220; zu tun. In Ghosted ist so gut wie nichts originell, jede einzelne Szene haben Action-affine Zuschauer mit Sicherheit schon mindestens einmal irgendwo anders gesehen. Und in der Regel besser. Und auch der Romanzen-Teil des Films fällt nicht deutlich besser aus. Evans und De Armas geben sich durchaus Mühe, aber mit derart generischen Dialogen und Szenen können auch sie keine Wunder bewirken.</p>
<p>Spaß macht immerhin Adrien Brody als herrlich schmieriger Schurke, der in seiner Überzeichnung ein wenig an einen Cartoon-Bösewicht erinnert. Und auch kleinere Nebenrollen wie Coles Familie sind gut besetzt und zeigen gutes Timing bei den wenigen Pointen, die das Drehbuch zu bieten hat. Auch die Action ist in Ordnung, aber wer Ghosted mit so brachialen Krachern wie John Wick 4 oder &#8222;Mission Impossible 6&#8220; vergleicht, dann merkt man schnell, dass der neue Film von Evans und De Armas eben da nur in der zweiten Reihe steht. Allerdings hat Ghosted vermutlich auch deutlich weniger gekostet als die anderen genannten Filme. Unter dem Strich ist <strong>Ghosted</strong> damit ein Film, der sich problemlos anschauen lässt, weil er nie wirklich stört. Gefällig fürs Auge, ohne große Längen &#8211; aber eben auch ohne große Höhepunkte. Und vor allem ohne eine einzige Überraschung.</p>
<figure id="attachment_14031" aria-describedby="caption-attachment-14031" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14031 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/ghost-3.webp" alt="Adrien Brody" width="1024" height="679" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/ghost-3.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/ghost-3-300x199.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/ghost-3-768x509.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/ghost-3-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/ghost-3-750x497.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14031" class="wp-caption-text">Denn der skrupellose Waffenhändler Leveque jagt Sadie als Geheimnisträgerin für ein neues Waffensystem.</figcaption></figure>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Mit <strong>Ghosted</strong> bekommen Fans der beiden Schauspieler Chris Evans und Ana De Armas zum dritten Mal ein Team-Up, das ihnen Freude macht. Denn die beiden tragen den Großteil des Films &#8211; und das machen sie gut. Leider ist das Ausgangsmaterial in Form des Drehbuchs alles andere als originell oder elegant, sondern zeigt sich als generisches Action-Agenten-Abenteuer mit ein wenig Liebe und Humor. Und ist damit für den bisher eher ambitionierten Streaminganbieter Apple TV+ eine Ausnahme. Hier gibt ers einen routinierte gemachten und gedrehten, aber zutiefst generischen Film zu sehen, den man nebenbei konsumiert wie Salzstangen oder Chips, der aber auch nur ähnlich kurz satt macht.</p>
<p><strong>Ghosted startet am 21. April 2023 bei Apple TV+.</strong></p>
<figure id="attachment_14032" aria-describedby="caption-attachment-14032" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14032 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/ghost-4.webp" alt="Ghosted" width="1024" height="684" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/ghost-4.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/ghost-4-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/ghost-4-768x513.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/ghost-4-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/ghost-4-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/ghost-4-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/ghost-4-750x501.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14032" class="wp-caption-text">Und Cole gerät schneller zwischen die Fronten als er sich vorstellen konnte.</figcaption></figure>
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		<title>Serienkritik: Five Days at Memorial</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Aug 2022 22:10:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Serien Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Apple TV+]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[düster]]></category>
		<category><![CDATA[traurig]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Abonnenten von Apple TV+ wissen, dass die Menge an Serien und Filmen, die monatlich ins Programm kommen, eher überschaubar ausfällt. Dafür ist aber vieles, was der Streamingdienst dann anbietet, optisch und inhaltlich vom Feinsten. So hat Apple bereits einige Preise gewonnen, darunter etliche für &#8222;Ted Lasso&#8220; und sogar einen Oscar für &#8222;CODA&#8222;. Auch die neue Mini-Serie &#8222;Five Days at Memorial&#8220; ist nach Ansicht der US-Kritik ein heißer Anwärter auf einige Emmys. Worum es in der achtteiligen Mini-Serie mit &#8222;Conjuring&#8222;-Star Vera [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Abonnenten von Apple TV+ wissen, dass die Menge an Serien und Filmen, die monatlich ins Programm kommen, eher überschaubar ausfällt. Dafür ist aber vieles, was der Streamingdienst dann anbietet, optisch und inhaltlich vom Feinsten. So hat Apple bereits einige Preise gewonnen, darunter etliche für &#8222;Ted Lasso&#8220; und sogar einen Oscar für &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-coda/">CODA</a>&#8222;. Auch die neue Mini-Serie &#8222;Five Days at Memorial&#8220; ist nach Ansicht der US-Kritik ein heißer Anwärter auf einige Emmys. Worum es in der achtteiligen Mini-Serie mit &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/the-conjuring-3-kritik-film/">Conjuring</a>&#8222;-Star Vera Farmiga geht und ob die Serie die hohen Erwartungen erfüllen kann, verrät die Kritik.</p>
<figure id="attachment_12808" aria-describedby="caption-attachment-12808" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-12808 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-1.webp" alt="Five days at memorial" width="1024" height="428" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-1.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-1-300x125.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-1-768x321.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-1-750x313.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12808" class="wp-caption-text">Der Sturm Katrina trifft New Orleans mit voller Wucht &#8211; auch das Memorial Hospital.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Der Orkan Katrina fegt im August 2005 mit voller Wucht über New Orleans. Auch die Ärzte und Schwestern des Memorial Hospitals sowie des im gleichen Gebäude gelegenen Life-Care-Krankenhauses rechnen mit dem Schlimmsten und haben deshalb hunderte von Anwohnern ins vermeintlich sichere Gebäude gelassen, wo sie den Sturm abwarten können. Tatsächlich entgeht das Krankenhaus nur knapp einer Überschwemmung &#8211; vorerst. Denn Susan Mulderick (Cherry Jones), die Katastrophen-Verantwortliche im Memorial, muss mit Schrecken feststellen, dass es für eine Evakuierung des Krankenhauses im Fall einer Flut keinerlei Pläne gibt. Und das in einer Stadt, deren Viertel zum Teil unterhalb des Meeresspiegels liegen!</p>
<p>Am nächsten Tag ist der Sturm vorüber und die Stadt atmet auf &#8211; allerdings nur kurz. Denn fast gänzlich unbemerkt von Helfern und Medien bricht in der Nähe von New Orleans ein für die Stadt lebenswichtiger Damm. Und so strömen Wassermassen völlig ungehindert in die Armenviertel und die Innenstadt. Viel zu spät hören die Ärzte und Schwestern im Memorial davon und wenige Stunden danach läuft der Keller voller Wasser und vernichtet nicht nur die Stromversorgung, sondern auch die Notgeneratoren. Doch ohne medizinisches Gerät geraten etliche Patienten schnell in Lebensgefahr. Und so müssen Ärztinnen wie Anna (Vera Farmiga) unmenschliche Entscheidungen treffen &#8230;</p>
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<h2>Chronik angekündigter Tode</h2>
<p><strong>Five Days at Memorial</strong> ist eine Serie, die wütend macht. Denn sie basiert auf Tatsachen und zeigt sehr eindrücklich die Folgen des Totalversagens der Behörden während der Katastrophe im Jahr 2005.  Dadurch starben allein in Louisiana mehr als 1500 Menschen. Und einigen davon sieht der Zuschauer dabei zu, denn sie sind Patienten des Memorial. Die Hauptfiguren der Serie sind aber die Ärzte und Ärztinnen sowie Pfleger, die in diesen fünf Tagen versuchen, Leben zu retten und die Patienten so gut wie möglich zu versorgen. Um diese wahre Geschichte so gut wie möglich zu erzählen, holte sich Apple zwei erfahrene Autoren an Bord. Carlton Cuse schrieb unter anderem die Netflix-Serie &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-locke-and-key/">Locke &amp; Key</a>&#8222;, John Ridley gewann den Drehbuch-Oscar für &#8222;12 Years a Slave&#8220;. Und die beiden liefern ab.</p>
<p>Denn sie verdammen den Zuschauer dazu, ohnmächtig einem Drama zuzusehen, das von Folge zu Folge schlimmer wird. Bis es sich in der fünften Episode zu einem absoluten Alptraum auswächst. Die drei Folgen danach beschäftigen sich dann mit den Reaktionen von Staat und Behörden auf die Vorfälle im Memorial und den juristischen Folgen der Tragödie. Hier ist die Intensität der Bilder nicht mehr so drastisch, die Wut über eine Regierung, die erst bei der Hilfe versagt und dann noch einzelne Leute dafür opfern will, lässt aber nicht nach. Dabei gelingt ihnen das Kunststück, aus vorher heldenhaften Figuren zutiefst zweifelhafte Charaktere zu machen, deren Motive und Aussagen plötzlich in einem gänzlich anderen Licht erscheinen.</p>
<figure id="attachment_12809" aria-describedby="caption-attachment-12809" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-12809 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-2.webp" alt="Cherry Jones" width="1024" height="428" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-2.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-2-300x125.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-2-768x321.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-2-750x313.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12809" class="wp-caption-text">Krisenstabsleiterin Susan merkt viel zu spät, welche Katastrophe nach der Katastrophe droht.</figcaption></figure>
<h2>Emotional belastend</h2>
<p>Damit so eine Wende glaubhaft gelingt, braucht es neben einem starken Drehbuch aus erstklassige Schauspieler. Und die haben Ridley und Cuse bekommen. Vera Farmiga gelingt es, ihre Figur der Dr. Anne Pou in den ersten fünf Episoden als echte Heldin zu präsentieren, umso sie danach ebenso glaubhaft in eine deutlich dunklere Ecke zu stellen. Cherry Jones ist als Krisenmanagerin Susan mehrfach am Ende jeglicher Kräfte und spielt diese Momente so intensiv, dass der Zuschauer kaum den Blick vom Bildschirm abwenden kann. Zu fesselnd ist das, was die Schauspielerin bietet. Obwohl die beiden ein wenig herausragen, ist es aber letztlich der gesamte Cast, bis in die kleinste Nebenrolle, der für die emotionale Achterbahnfahrt von <strong>Five Days in Memorial</strong> sorgt.</p>
<p>Dazu kommen immer wieder Original-Fernsehausschnitte der damaligen Ereignisse. Die sind in ihrer Härte fast noch schlimmer als das, was die Autoren geschrieben haben. Und halten die Serie stets so nah an der Realität, dass die Formal &#8222;ist ja nur ein Film&#8220; diesmal einfach nicht funktionieren will. Daher dürfte <strong>Five Days at Memorial</strong> vor allem für Fans von Serien wie &#8222;Chernobyl&#8220; eine Empfehlung sein. Zwar geht es um eine andere Katastrophe, aber hier wie dort sind das Zusammenspiel guter Schauspieler und Autoren sowie das Grauen der tatsächlich passierten Geschehnisse die Faktoren, die aus der Serie etwas ganz Besonderes gemacht haben. Zudem können sich auch die Spezial-Effekte der Serie absolut sehen lassen.</p>
<figure id="attachment_12810" aria-describedby="caption-attachment-12810" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-12810 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-3.webp" alt="Five Days at memorial" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-3.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-3-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-3-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-3-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-3-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-3-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-3-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12810" class="wp-caption-text">Es dauert Tage, bis endlich erste Patienten aus dem Krankenhaus evakuiert werden können.</figcaption></figure>
<p>Und so ist <strong>Five Days at Memorial</strong> hauptsächlich etwas für Zuschauer, die kein Problem damit haben, sich emotionalen Schlägen auszusetzen. Wer auch nur über ein wenig Empathie verfügt, wird in vielem Szenen der Serie zumindest schlucken müssen. Und wer lieber herzerwärmende Serien sieht, ist hier komplett falsch. <strong>Five Days at Memorial</strong> führt nicht nur drastisch vor Augen, wie abhängig die moderne Zivilisation davon ist, dass im Fall einer großen Katastrophe das Rettungssystem funktioniert. Sondern entlässt das Publikum auch mit niederschmetternden Nachrichten über einen möglichen zukünftigen Umgang mit solchen Horror-Szenarien.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Leichte Kost ist so ziemlich das letzte Prädikat, das auf die neue Apple TV+-Serie <strong>Five Days at Memorial</strong> zutrifft. Denn was die beiden Autoren John Ridley und Carlton Cuse hier an wahren Ereignissen zusammentragen, geht nicht nur sensiblen Zuschauern an die Nieren. Das sinnlose Sterben, der vergebliche Kampf des Krankenhauspersonals gegen Windmühlen und das völlige Fehlen von Koordination angesichts einer furchtbaren Katastrophe entlässt das Publikum weitgehend sprachlos. Dass Ridley und Cuse daraus in den abschließenden drei Folgen noch ein weiteres moralisches Dilemma aufzeigen, adelt die Serie zu einem der besten Dramen seit Jahren. Wer sich eine Serie zumuten will, die emotionale Schläge fast im Minutentakt austeilt, wird hier fündig. Und das Erlebnis so bald nicht vergessen. So sieht großes Fernsehen aus!</p>
<p><strong>Five Days at Memorial startet am 12. August 2022 mit drei Folgen bei Apple TV+, weitere fünf Episoden jeweils freitags.</strong></p>
<figure id="attachment_12811" aria-describedby="caption-attachment-12811" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-12811 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-4.webp" alt="Five Days at memorial" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-4.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-4-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-4-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-4-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-4-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-4-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-4-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12811" class="wp-caption-text">Besonders hart trifft es die LifeCare-Klinik im sechsten Stock. Denn die wird bei den Plänen komplett übersehen.</figcaption></figure>
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		<title>Serienkritik: Slow Horses</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 May 2022 16:17:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Serien Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Apple TV+]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
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		<category><![CDATA[Serie]]></category>
		<category><![CDATA[Spionage]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Noch ist Apple TV+ keine echte Alternative zu den Massenangeboten von Netflix oder Amazon Prime Video. Denn die Auswahl ist nach wie vor überschaubar. Wer seinen Streamingdienst oft nutzt, wird bei diesem nach wenigen Wochen bereits die meisten guten Serien und Filme gesehen haben. Das liegt daran, dass Apple so gut wie nichts lizensiert, sondern ausschließlich selbst produzierte oder exklusive eingekaufte Inhalte zeigt. Und es dauert eben seine Zeit, bis genug zusammenkommt, um als üppiges Angebot zu gelten. Qualitativ ist [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Noch ist Apple TV+ keine echte Alternative zu den Massenangeboten von Netflix oder Amazon Prime Video. Denn die Auswahl ist nach wie vor überschaubar. Wer seinen Streamingdienst oft nutzt, wird bei diesem nach wenigen Wochen bereits die meisten guten Serien und Filme gesehen haben. Das liegt daran, dass Apple so gut wie nichts lizensiert, sondern ausschließlich selbst produzierte oder exklusive eingekaufte Inhalte zeigt. Und es dauert eben seine Zeit, bis genug zusammenkommt, um als üppiges Angebot zu gelten. Qualitativ ist es hingegen anders. Hier kann Apple TV+ mit Oscars (für &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-coda/">CODA</a>&#8222;) und Emmys (&#8222;Ted Lasso&#8220;) punkten. Ist die neue Spionage-Serie &#8222;Slow Horses&#8220; auch ein Aspirant für Preise? Das klärt die Kritik.</p>
<figure id="attachment_12362" aria-describedby="caption-attachment-12362" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-12362 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/slow-1.webp" alt="Gary Oldman" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/slow-1.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/slow-1-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/slow-1-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/slow-1-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/slow-1-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/slow-1-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/slow-1-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12362" class="wp-caption-text">Jackson Lamb und sein neuester Agent River Cartwright können sich nicht leiden.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Niemand weiß genau, warum. Aber der ebenso brillante wie versoffene Jackson Lamb (Gary Oldman) leitet in London das Slough House, eine Unterabteilung des Geheimdienstes MI 5, in die wenig brauchbare oder nutzlose Agenten strafversetzt werden &#8211; die dann spöttisch als &#8222;Slow Horses&#8220; geführt werden. Und Lamb lässt seine Leute auch regelmäßig spüren, wie wenig er von ihnen hält. Der neue im Team, der junge River Cartwright (Jack Lowdon) will sich allerdings nicht mit seiner Rolle abfinden. Denn er hält sich für einen guten Agenten und für zu Unrecht auf die Strafbank gesetzt. Als er sich mit dem rechtsgerichteten Journalisten Robert Hobdon (Paul Hilton) beschäftigen und sogar dessen Müll untersuchen soll, platzt Cartwright der Kragen &#8211; und er beginnt auf eigene Faust eine Ermittlung.</p>
<p>Die wird plötzlich mächtig heiß, als ein paar rechte Terroristen einen asiatisch-britischen Studenten entführen und damit drohen, ihm 24 Stunden später den Kopf abzuschlagen &#8211; live im Internet. Offenbar weiß Hobdon etwas darüber, denn Cartwright soll Informationen dazu in Den Park übermitteln, das Hauptbüro des MI 5, wo die fähigsten Leute arbeiten. Es gelingt ihm, selbst an die Infos zu kommen, bevor er sie abliefert und ist schon bald auf der Spur möglicher Täter. Das bringt ihm nicht nur den Respekt und die Begleitung seiner Kollegin Sid (Olivia Cooke) ein, sondern auch bald die Aufmerksamkeit seiner ehemaligen Chefin Diana (Kristin Scott-Thomas). Und die steckt tiefer in dem Fall, als sie zuzugeben bereit ist. Das bringt Jackson Lamb dazu, aus seiner Lethargie zu erwachen &#8230;</p>
<p><iframe title="Slow Horses — Official Trailer | Apple TV+" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/O9ZJChzPn0U?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Fortsetzung schon bestellt</h2>
<p>Die sechsteilige erste Staffel von Slow Horses basiert auf dem gleichnamigen Roman des britischen Autoren Mick Herron, der mittlerweile bereits neun Romane um Lamb und sein ungewöhnliches Team geschrieben hat. Band 2 namens &#8222;Dead Lions&#8220; ist bereits als zweite Staffel der Serie in Arbeit. Danach soll aber, Stand heute, Schluss ein. Und das ist jetzt schon schade. Denn was Apple TV+ da in Großbritannien hat produzieren lassen, gehört zu den besten und ungewöhnlichsten Spionage-Serien der vergangenen Jahre. Dafür sind gleich mehrere Dinge verantwortlich. Ein Star ist hier sicherlich die Story, die nicht nur gut durchdacht und nachvollziehbar ist, sondern auch mit lebendigen und oft recht skurrilen Figuren aufwarten kann. Nachdem die beiden ersten Folgen im Aufbau noch eher gemütlich wirken, zieht die Spannung ab Episode 3 deutlich an.</p>
<p>Den Autoren gelingt dabei das Kunststück, die Story auf verschiedenen Ebenen zu erzählen, ohne in Widerspruch mit der Prämisse der Helden zu geraten. Denn von denen sind einige wirklich nicht sonderlich fähig. Besonders auffällig wird das in der fast tragischen Figur des Struan Loy. Der sucht verzweifelt im Slough House nach Anschluss, und wird doch von niemandem gemocht. Die Ausreden seiner Kollegen, warum sie mit ihm nicht auf ein Bier in den Pub gehen können, sind fast ein Running Gag der Serie. Ebenso wie der trotz der eigentlich ernsten Story immer wieder durchscheinende galligen Humor, der von der anderen großen Säule der Serie ausgeht: Gary Oldman.</p>
<figure id="attachment_12363" aria-describedby="caption-attachment-12363" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-12363 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/slow-2.webp" alt="Kristin Scott-Thomas" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/slow-2.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/slow-2-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/slow-2-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/slow-2-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/slow-2-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/slow-2-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/slow-2-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12363" class="wp-caption-text">Vizedirektorin Diana hat den jungen Agenten nach einem Fehler bei einer Übung zu den Slow Horses degradiert.</figcaption></figure>
<h2>Oldman ist eine Bank</h2>
<p>Der mittlerweile 64-jährige Schauspieler legt seine Rolle des Jackson Lamb an wie eine träge alte Katze. Die zwar auf den ersten Blick völlig verwahrlost und lethargisch wirkt, im Kopf aber immer noch so schnell ist wie eh und je, wenn es darauf ankommt. Und damit mit jeder Folge gefährlicher und unberechenbarer wirkt als zuvor. Ohne seine Kotzbrocken-Attitüde dabei jemals auch nur für einen Moment abzulegen. Eine fieseren Helden als Jackson Lamb gab es lange nicht zu sehen. Auch weil die Figur weitaus mehr dunkle Ecken und unangenehme Eigenheiten hat als nur seine heftige Flatulenz. Oldman, der in seiner Karriere schon häufiger ambivalenten oder schurkische Figuren spielte, meistert auch diese Rolle mühelos und adelt jede Szene,  in der er vorkommt.</p>
<p>Besonders die wenigen Duelle mit Kristin Scott-Thomas als eiskalte Geheimdienstleiterin gehören zu den absoluten Highlights von Slow Horses. Hier sitzt jeder Satz, jede Geste, jeder Blick so präzise, als hätten beide seit Jahren nichts anderes getan, als sich auf diese Rolle vorzubereiten. Wie zwei Fechter belauern sich die Charaktere, um dann blitzschnell verbal zuzustoßen, wenn sie eine Lücke erkannt haben. Das lässt den Zuschauer beim Zusehen frösteln. Die stets mit einem gewissen Abstand inszenierte Story erinnert nicht nur deshalb an andere starke britische Serien wie &#8222;The Bodyguard&#8220;. Oder an Verfilmungen vom Spionage-Roman-Großmeister John le Carre. Denn nicht hinter jedem, aber doch hinter einigen Figuren der Serie verbirgt sich mehr, als der Zuschauer zunächst durchschaut.</p>
<figure id="attachment_12364" aria-describedby="caption-attachment-12364" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-12364 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/slow-3.webp" alt="Olivia Cooke" width="1024" height="511" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/slow-3.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/slow-3-300x150.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/slow-3-768x383.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/slow-3-750x374.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12364" class="wp-caption-text">Als die Slow Horses von der Entführung eines Studenten erfahren, wollen sie helfen. Lamb allerdings nicht.</figcaption></figure>
<p>Dass neben dem spannenden Plot auch noch Zeit bleibt, die chaotischen Helden der <strong>Slow Horses</strong> auch als Charaktere zu entwickeln, ohne deshalb auch nur einen Moment langweilig zu werden, ist ebenfalls ein großes Plus der Serie. Denn das Gefühl, verstoßen worden zu sein, weckt in den meisten von Lambs Agenten auch ein Gefühl von Solidarität und Zugehörigkeitsgefühl. Und so lässt sich das Slough House auch als Alltag einer dysfunktionalen Familie lesen. Die irgendwie versucht, die Macken der einzelnen Mitglieder zu ertragen. Fans von gutem britischen Fernsehen kommen daher an <strong>Slow Horses</strong> eigentlich nicht vorbei.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Mit <strong>Slow Horses</strong> präsentiert Apple TV+ einen weiteren potenziellen Hit in ihrem Programm. Die einerseits typische, andererseits aber durch die sehr speziellen Helden auch frisch wirkende Spionage-Serie kann sich neben Gary Oldmans grandiosem Spiel auch auf Kristin Scott-Thomas verlassen. Und verfügt darüber hinaus auch über eine gute Story, die von Episode zu Episode spannender wird. Auch deshalb, weil der Zuschauer keiner Figur komplett vertrauen kann und ihm stets suggeriert wird, dass er weniger weiß als manche der Charaktere. Und so das Gefühl allgegenwärtig bleibt, einer der Helden könnte sich doch noch als Schurke entpuppen. Eine tolle Serie, von der man nur hoffen kann, dass die bereits bestellte zweite Staffel ähnlich gut wird.</p>
<p><strong>Slow Horses ist komplett bei Apple TV+ zu sehen.</strong></p>
<figure id="attachment_12365" aria-describedby="caption-attachment-12365" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-12365 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/slow-4.webp" alt="Jonathan Pryce" width="1024" height="511" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/slow-4.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/slow-4-300x150.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/slow-4-768x383.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/slow-4-750x374.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12365" class="wp-caption-text">Rivers Großvater David ist ebenfalls ein Geheimdienst-Veteran. Was weiß er über Lamb und dessen Vergangenheit?</figcaption></figure>
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		<title>Serienkritik: The Afterparty</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Jan 2022 15:31:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Serien Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Apple TV+]]></category>
		<category><![CDATA[Komödie]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[lustig]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Agatha Christie zählt zu den erfolgreichsten Schriftstellerinnen aller Zeiten. Geschätzt wird die Gesamtmenge ihrer verkauften Bücher auf drei bis vier Milliarden Exemplare &#8211; eine unglaubliche Zahl. Die Britin erfand mit ihren Krimis auch die heute klassische Komposition von mehreren Verdächtigen, zusammengeführt auf engem Raum, von denen (mindestens) einer der Mörder ist. Das Setting hat sie in zahlreichen Romanen verwendet, die heute auch als Kinoklassiker bekannt sind, wie &#8222;Mord im Orient-Express&#8220; oder der bald neu aufgelegte &#8222;Tod auf dem Nil&#8220;. Was [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/the-afterparty-kritik-serie-appletvplus/">Serienkritik: The Afterparty</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Agatha Christie zählt zu den erfolgreichsten Schriftstellerinnen aller Zeiten. Geschätzt wird die Gesamtmenge ihrer verkauften Bücher auf drei bis vier Milliarden Exemplare &#8211; eine unglaubliche Zahl. Die Britin erfand mit ihren Krimis auch die heute klassische Komposition von mehreren Verdächtigen, zusammengeführt auf engem Raum, von denen (mindestens) einer der Mörder ist. Das Setting hat sie in zahlreichen Romanen verwendet, die heute auch als Kinoklassiker bekannt sind, wie &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-mord-im-orient-express/">Mord im Orient-Express</a>&#8220; oder der bald neu aufgelegte &#8222;Tod auf dem Nil&#8220;. Was aus diesem Szenario an Comedy herauszuholen ist, ohne den Krimiplot dabei zu vernachlässigen, haben nun die Kreativ-Talente Christopher Miller und Phil Lord (&#8222;The Lego Movie&#8220;, &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-spider-man-a-new-universe/">Spider-Man: A New Universe</a>&#8222;) für Apple TV+  mit &#8222;The Afterparty&#8220; ausprobiert.</p>
<figure id="attachment_11859" aria-describedby="caption-attachment-11859" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/party-1.webp"><img decoding="async" class="wp-image-11859 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/party-1.webp" alt="The Afterparty" width="1024" height="576" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/party-1.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/party-1-300x169.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/party-1-768x432.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/party-1-750x422.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption id="caption-attachment-11859" class="wp-caption-text">15 Jahre nach Ende der High School treffen sich die alten Klassenkameraden wieder.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>15 Jahre ist die Schule vorbei, nun steht ein Klassentreffen an. Aniq (Sam Richardson) freut sich darauf, einige seiner Freunde wiederzusehen, unter anderem Jasper (Ben Schwartz), mit dem er während der Schulzeit bereits eng befreundet war. Vor allem aber sehnt er sich nach dem Wiedersehen mit Zoe (Zoe Chao), seiner großen Jugendliebe, die er bis heute nicht vergessen hat. Gut für Aniq: Der Mann, der sie damals erobern konnte, der Schul-Prügler Brett (Ike Barinholtz), ist nicht mehr an ihrer Seite, sie hat mittlerweile die Scheidung eingereicht. Schlecht für ihn: Ausgerechnet Xavier (Dave Franco), der einzige, der es aus dem Jahrgang zu nationaler Berühmtheit als Sänger und Schauspieler gebracht hat, will bei Zoe landen und lässt nichts unversucht. Und auch Brett taucht auf der Party auf und nervt gewaltig.</p>
<p>Als die Location zur Afterparty in Xaviers Strandhaus wechselt, passieren einige seltsame Dinge &#8211; und plötzlich liegt Xavier zerschmettert am Fuße des Hangs. Was zu Beginn noch wie ein Unfall wirkt, entpuppt sich schnell als Mord. Und den will die Ermittlerin Danner (Tiffany Haddish) unbedingt aufklären, obwohl sie eigentlich gar nicht zuständig ist. Die Anwesenden sind sich schnell einig, Aniq muss der Killer sein, das Motiv ist klar. Doch nach dessen Aussage ist sich Danner da nicht so sicher. Einer nach dem anderen wird befragt. Und mit jeder neuen Aussage entsteht ein leicht verändertes Bild des komplexen Beziehungsgeflechts innerhalb der Gruppe. Offenbar hat eine 15 Jahre zurückliegende Party mit den Ereignissen des heutigen Abends zu tun &#8230;</p>
<p><iframe title="The Afterparty — Official Trailer | Apple TV+" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/BGG2H3DN_II?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Mischung aus Crime und Comedy</h2>
<p>Wer von <strong>The Afterparty</strong> ein Gag-Feuerwerk wie bei The Lego Movie oder Spider-Man erwartet, dürfte enttäuscht sein. Denn Miller und Lord, ersterer als Regisseur aller Folgen und Autor einiger dabei, der andere als Autor und ausführender Produzent, vergessen trotz überbordender Kreativität nicht, dass sie hier eine Krimi-Story erzählen, die sinnvoll und nachvollziehbar sein soll. Und deshalb stehen die durchgeknallten Einfälle des Duos auch nicht im Vordergrund. Austoben können sich Miller und Lord dafür in der Erzählweise ihres Plots. Ist Folge eins eine Hommage von John Hughes-Filme wie &#8222;Breakfast Club&#8220;, geht es mit Folge zwei in den klassischen Comedy-Bereich. Bevor mit Folge drei die Musical-Episode der Mini-Serie fällig ist. Episode sechs ist dann fast komplett als Animation zu sehen.</p>
<p>Und in diesen speziellen Episoden toben sich Miller und Lord dann auch richtig aus und füllen sie mit Ideen, als gelte es, eine Weihnachtsgans zu stopfen. Das lenkt mitunter auch vom eigentlichen Mordfall ein wenig ab, ist aber als Charakterzeichnung und Irreführung fürs Publikum perfekt. Denn Miller und Lord verstehen es ausgezeichnet, mit den Archetypen der Klassen-Dynamik zu spielen. Der schüchterne Nerd Aniq, die liebenswerte Zoe, die beiden nervigen Jennifers, der unsichtbare Walter, der arrogant gewordene Star Xavier, der lügende und prügelnde Brett. Das Kreativ-Team nutzt die Klischees, um sie mal genüsslich zu brechen und mal zu bestätigen. Das verwirrt den mit rätselnden Zuschauer auf höchst amüsante Weise, schlägt allerdings auch ein paar unglaubwürdige Haken zu viel.</p>
<figure id="attachment_11860" aria-describedby="caption-attachment-11860" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/party-2.webp"><img decoding="async" class="wp-image-11860 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/party-2.webp" alt="Dave Franco" width="1024" height="576" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/party-2.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/party-2-300x169.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/party-2-768x432.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/party-2-750x422.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption id="caption-attachment-11860" class="wp-caption-text">Am Ende der Nacht ist Xavier, der als Sänger und Schauspieler berühmt ist, tot. Wer hat ihn ermordet?</figcaption></figure>
<h2>Die Perspektive macht den Unterschied</h2>
<p>Wenn beispielsweise der trottelige Polizist aus Versehen die Überwachungsbänder löscht, auf denen der Mord zu sehen gewesen wäre, dann muss der Krimi-Fan schon schlucken. Und auch die verschiedenen Erzählungen sind in ihren Abweichungen voneinander teilweise an der Grenze der Glaubwürdigkeit. Dem Spaß am Mitraten tut das aber ebenso wenig Abbruch wie dem Spaß beim Zusehen. Immer wieder bauen die Autoren kurze, perfekt sitzende Pointen ein, einige Running Gags funktionieren ebenfalls sehr gut. Die oftmals nervende Tiffany Haddish nimmt sich in ihrer Rolle als Detektivin zumindest so weit zurück, dass ihre eher laute und schrille Art nicht stört. Und die anderen Darsteller liefern zum Teil großartige Vorstellungen ab.</p>
<p>So ist Sympathieträger Sam Richardson (auch bald in der Horror-Komödie &#8222;Werewolves Within&#8220; zu sehen) als vermeintlicher Killer und Ermittler in Personalunion extrem gut im Setzen der Pointen zum richtigen Moment. Dave Franco gibt als alle Klischees erfüllender Star eine tolle Vorstellung. Und Ike Barinholtz wiederholt seine Rolle aus &#8222;Der Sex-Pakt&#8220; als eifersüchtige Urgewalt. Miller hält sein Ensemble aber jederzeit im Zaum, um nicht zu übertreiben und auf Kosten eines guten Gags die Handlung zu ruinieren. Das &#8222;Whodunit&#8220; steht als klare Nummer Eins auf der Prioritätenliste. Und so ist <strong>The Afterparty</strong> eben nicht so lustig, wie manche es erwartet hätten, dafür aber spannender als gedacht.</p>
<figure id="attachment_11861" aria-describedby="caption-attachment-11861" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/party-3.webp"><img decoding="async" class="wp-image-11861 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/party-3.webp" alt="Zoe Chao" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/party-3.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/party-3-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/party-3-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/party-3-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/party-3-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/party-3-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/party-3-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption id="caption-attachment-11861" class="wp-caption-text">Die zentrale Rolle spielt aber womöglich Zoe, hinter der gleich drei Männer her sind.</figcaption></figure>
<p>Und wer Freude an verschiedenen Genres und Stilen der Inszenierung hat, kommt hier voll auf seine Kosten. Ob durchgeknallte Musicalnummern oder Psycho-Analyse im Zeichentrick-Format, Miller und Lord machen trotz deutlicher Reduzierung ihrer Ideen-Menge keinen Hehl daraus, wie viel Freude sie am Experimentieren und Verändern haben. Für so viele unterschiedliche Episoden hätte man sonst wohl acht Regisseure gebraucht.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p><strong>The Afterparty</strong> ist nicht die von manchen vielleicht erwartete mega-überdrehte und alberne Krimi-Parodie, sondern eine stets witzige und ungemein einfallsreiche Crime-Mini-Serie, an dessen Auflösung der Zuschauer mindestens ebenso interessiert sein dürfte wie an den vielen kreativen Ideen des Duos Christopher Miller und Phil Lord. Die Schauspieler agieren mit viel Freude an der Grenze zur Parodie, ohne sie zu überschreiten. Die Drehbücher sind pointiert, die Inszenierungen der einzelnen Folgen innovativ. Das erinnert ein wenig an &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/only-murders-in-the-building-serie-kritik-disneyplus/">Only Murders in the Building</a>&#8222;, bleibt aber stärker im klassischen Agatha Christie-Modus als Steve Martins und Martin Shorts Serie. Ein großer Spaß für Serienfans mit Sinn für Neues ist diese Crime-Comedy aber in jedem Fall.</p>
<p><strong>The Afterparty startet am 28. Januar 2022 bei Apple TV+.</strong></p>
<figure id="attachment_11862" aria-describedby="caption-attachment-11862" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/party-4.webp"><img decoding="async" class="wp-image-11862 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/party-4.webp" alt="Tiffany Haddish" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/party-4.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/party-4-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/party-4-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/party-4-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/party-4-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/party-4-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/party-4-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption id="caption-attachment-11862" class="wp-caption-text">Kann Detective Danner den Fall lösen, ehe ihr Vorgesetzter ihn ihr wegnimmt?</figcaption></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/the-afterparty-kritik-serie-appletvplus/">Serienkritik: The Afterparty</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
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		<title>Filmkritik: Finch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Nov 2021 10:04:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Apple TV+]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Tom Hanks ist unter den ganz großen Stars von Hollywood so etwas wie eine Bank. Zwar ist nicht jeder Film, in dem der mittlerweile 65-jährige mitwirkt, ein sicherer Hit. Aber der zweifache Oscar-Gewinner hat auch so gut wie keinen wirklich miesen Film in seinem Portfolio. Und wird bereits jetzt mit den großen Stars vergangener Zeiten verglichen, wie James Stewart oder Spencer Tracy, die allein einem Film ihren Stempel aufdrücken konnten. Auch Hanks hat das in Filmen wie &#8222;Cast Away&#8220; schon [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Tom Hanks ist unter den ganz großen Stars von Hollywood so etwas wie eine Bank. Zwar ist nicht jeder Film, in dem der mittlerweile 65-jährige mitwirkt, ein sicherer Hit. Aber der zweifache Oscar-Gewinner hat auch so gut wie <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-the-circle/">keinen wirklich miesen Film</a> in seinem Portfolio. Und wird bereits jetzt mit den großen Stars vergangener Zeiten verglichen, wie James Stewart oder Spencer Tracy, die allein einem Film ihren Stempel aufdrücken konnten. Auch Hanks hat das in Filmen wie &#8222;Cast Away&#8220; schon bewiesen. Nun hat er erneut einen Film abgedreht, in dem er als einziger menschlicher Schauspieler zu sehen ist &#8211; &#8222;Finch&#8220;. Kann so ein Film wirklich unterhalten? Das verrät die Kritik.</p>
<figure id="attachment_11358" aria-describedby="caption-attachment-11358" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-11358 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/11/finch-1.jpg" alt="Finch" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/11/finch-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/11/finch-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/11/finch-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/11/finch-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/11/finch-1-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11358" class="wp-caption-text">Robotik-Experte Finch hat die große Katastrophe überlebt &#8211; und doch tickt seine Uhr. Die Strahlung bringt ihn um.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>In naher Zukunft ist die Menschheit nahezu ausgestorben. Eine Katastrophe vor vielen Jahren hat die Ozonschicht zerstört, seitdem ist die Erde tagsüber eine verstrahlte Gluthölle. Der Techniker und Robotik-Experte Finch Weinberg (Tom Hanks) hat in St. Louis überlebt, weil er zum Zeitpunkt des Unglücks tief in den Kellergewölben seiner Firma gearbeitet hatte. Seitdem lebt er mit seinem Hund Goodyear (Seamus) und seinem selbst konstruierten Sammelroboter Duey dort &#8211; und macht nur im Notfall Ausflüge in die Stadt, um Nahrung, Medikamente und Futter für den Hund zu suchen. Doch er hat ein Problem. Mit den Jahren hat ihm die Gamma-Strahlung hart zugesetzt und er weiß, dass er nicht mehr lange zu leben hat.</p>
<p>Doch sein Hund hat noch einige Jahre vor sich und der Gedanke, dass Goodyear einsam verhungert, bringt Finch fast um den Verstand. Und so baut er aus den Teilen, die in seiner Firma zur Verfügung stehen, einen weiteren Roboter, der aufrecht laufen kann und lernfähig ist. Und er füttert ihn mit allen relevanten Informationen, die er in der Stadt finden konnte. Doch als ein gewaltiger Sturm auf St. Louis zurollt, droht Finch die Zeit wegzulaufen. Und so macht er sich mit Goodyear, Duey und dem neuen, noch namenlosen Roboter, der einmal seinen Job als Hundehalter übernehmen soll, auf den Weg nach Westen. Finch weiß, dass das seine letzte Reise wird. Und er weiß, dass der Roboter durch den überstürzten Abgang nur etwa 70 Prozent seiner Dateien herunterladen konnte. Er braucht noch Input &#8230;</p>
<p><iframe title="Finch — Official Trailer | Apple TV+" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/-0bYWnP3jH4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Starkes Script, toll inszeniert</h2>
<p>Regisseur Miguel Sapochnik ist vor allem als Regisseur von brillanten Serien in Erscheinung getreten. So inszenierte er zwei Folgen von &#8222;True Detective&#8220; und einige Folgen von &#8222;Game of Thrones&#8220;, darunter mit &#8222;Battle of the Bastards&#8220; eine der besten überhaupt. Nun bekam er von Apple die Chance, ein Drehbuch von der so genannten Blacklist zu verfilmen. Auf dieser Liste landen jedes Jahr die besten Drehbücher, die nicht umgesetzt wurden. Finch stammt bereits aus dem Jahr 2017. Aber kann ein Mann, der bislang häufig brutale Schlachten und imposante Action-Sequenzen in Szene gesetzt hat, mit so einem ruhigen Stoff wie Finch überhaupt etwas anfangen? Ja, er kann.</p>
<p>Denn seine behutsame Inszenierung einer eigentlich kleinen Geschichte, in der gar nicht viel passiert, ist fast perfekt. In den vielen ruhigen Passagen des Films verlässt sich Sapochnik zurecht ganz auf seinen Star, der mühelos eine emotionale Verbindung zum Publikum herstellt. Schon zu Beginn, wenn Finch in den Trümmern der untergegangenen Welt nach Nahrung sucht und dabei &#8222;American Pie&#8220; singt, einen zutiefst melancholischen Song über den Tod von Buddy Holly, setzt Sapochnik den Kurs seinen Films fest &#8211; und weicht nicht mehr von ihm ab. Und in den wenigen Action-Passagen zeigt Sapochnik, wie gut er solche Momente beherrscht.</p>
<figure id="attachment_11359" aria-describedby="caption-attachment-11359" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-11359 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/11/finch-2.jpg" alt="Tom Hanks" width="1024" height="429" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/11/finch-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/11/finch-2-300x126.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/11/finch-2-768x322.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/11/finch-2-600x250.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11359" class="wp-caption-text">Damit sein geliebter Hund nach seinem Tod nicht allein ist, baut Finch einen Roboter als neues Herrchen.</figcaption></figure>
<h2>Ein umwerfendes Trio</h2>
<p>Wer nun einen durchgehend tieftraurigen Film erwartet, wird überrascht. Das tolle Script von Craig Luck und Ivor Powell setzt immer wieder witzige und auch anrührende Akzente. Und hat das nicht nur einem Schauspieler zu verdanken. Denn Hanks agiert mit dem Roboter, der später den Namen Jeff bekommt und absolut grandios im englischen Original von Caleb Landry Jones gesprochen wird, so intensiv, dass der Zuschauer Mühe hat, Jeff nicht als lebendiges Wesen zu sehen. Und auch Hanks&#8216; Szenen mit Seamus, der hier wirklich als Schauspieler gesehen werden muss, so stark ist sein Beitrag zum Film, gehen unter die Haut. Die Art, wie hier ein Mensch, ein Hund und ein von Tricktechnik zum Leben erweckter Charakter zusammen eine Story erzählen, ist beeindruckend.</p>
<p>Erstaunlich ist auch, wie viel Spannung Sapochnik in einigen Szenen des Films aufbauen kann. Denn Jeff ist in vielen Belangen wie ein kleines Kind, dass gerade erst die Welt kennenlernt. Und viele Gefahren gar nicht abschätzen kann. Aus dieser potenziellen Bedrohung für den Roboter und die anderen Mitglieder der kleinen Gruppe formt Sapochnik Momente, die durchaus an den Nerven zerren. Und so hat <strong>Finch</strong> kaum eine Chance, in einen rührseligen Abschiedsfilms abzugleiten. Der Überlebenskampf des Quartetts auf der Reise nach Westen ist dafür manchmal viel zu aufregend. Dennoch steht im Zentrum des Films ein Mann, der dem Tode geweiht ist und verzweifelt versucht, vorher noch für Ordnung, auch nach seinem Ableben, zu sorgen. Und das geht durch Tom Hanks&#8216; zurückhaltendes Spiel wirklich an die Nieren.</p>
<figure id="attachment_11360" aria-describedby="caption-attachment-11360" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-11360 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/11/finch-3.jpg" alt="Finch" width="1024" height="682" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/11/finch-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/11/finch-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/11/finch-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/11/finch-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/11/finch-3-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11360" class="wp-caption-text">Ein nahender Sturm sorgt dafür, dass Finch und sein kleines Team überstürzt aufbrechen müssen, um zu überleben.</figcaption></figure>
<p>Der Schauspieler agiert hier gleichzeitig als Beschützer und Vaterfigur für Jeff, der nach Finchs nahem Tod die neue Bezugsperson für Goodyear werden soll. Mit seinem Spiel ergänzt er die tolle Arbeit von Jones als Stimme des Roboters. Und erweckt Jeff erst so richtig zum Leben. Hanks trotzt dem sterbenden Mann eine große Würde ab, zeigt aber auch seine Verzweiflung und seine Sorgen, ohne deshalb je kitschig oder übertrieben zu agieren. Eine erneute Oscar-Nominierung dürfte da keinen große Überraschung sein. Und für Zuschauer, die nah am Wasser gebaut haben, dürfte Finch nicht ohne Tränen abgehen und den Taschentuch-Bestand zuhause dezimieren.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Mit <strong>Finch</strong> gelingt Regisseur Miguel Sapochnik ein ebenso anrührender wie witziger und spannender Film, denn das Script spielt gekonnt mit sämtlichen Gefühlen und lässt den Zuschauern mal mit dem Helden lachen und mal weinen. Weil die Bedrohung durch eine aus dem Ruder gelaufene Natur allgegenwärtig ist, hält der Film eine Grundbedrohung aufrecht, die immer mitschwingt. Das macht den Kampf von Tom Hanks um die Zukunft seines geliebten Hundes nur umso ergreifender. Und doch umschifft Sapochnik sicher alle Kitschklippen. Stattdessen inszeniert er Szenen, die einen gleichzeitig zum Lachen bringen und doch traurig machen. Wenn Don McLean im Abspann vom &#8222;Day the music died&#8220; singt, wird manch ein Zuschauer feuchte Augen haben. Ein toller Film!</p>
<p><strong>Finch startet am 5. November 2021 bei Apple TV+.</strong></p>
<figure id="attachment_11361" aria-describedby="caption-attachment-11361" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-11361 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/11/finch-aufmacher-1.jpg" alt="Finch" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/11/finch-aufmacher-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/11/finch-aufmacher-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/11/finch-aufmacher-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/11/finch-aufmacher-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/11/finch-aufmacher-1-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11361" class="wp-caption-text">Wird Finch lange genug leben, um Roboter Jeff beizubringen, was er über den Hund wissen muss?</figcaption></figure>
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		<title>Serienkritik: Invasion</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Oct 2021 12:50:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Serien Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Apple TV+]]></category>
		<category><![CDATA[Katastrophenfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Sci-Fi]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fiese Aliens liegen wieder im Trend. So gab es in den vergangenen Jahren gleich zwei Neuauflagen von H.G. Wells&#8216; Klassiker &#8222;War of the Worlds&#8222;. In Filmen wie &#8222;The Tomorrow War&#8220; waren ebenfalls bösartige Außerirdische zu sehen, die sich die Erde als neue Heimat auserkoren hatten und die Menschheit vernichten wollte. Nun schlägt auch Apple TV+ in die gleiche Kerbe und lässt den ehemaligen &#8222;X-Men&#8220;-Autor und Regisseur Simon Kinberg eine neue Alien-Bedrohung auf unseren Planeten los. Wie sich &#8222;Invasion&#8220; von den [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Fiese Aliens liegen wieder im Trend. So gab es in den vergangenen Jahren gleich zwei Neuauflagen von H.G. Wells&#8216; Klassiker &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-krieg-der-welten/">War of the Worlds</a>&#8222;. In Filmen wie &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/the-tomorrow-war-kritik-film-amazon/">The Tomorrow War</a>&#8220; waren ebenfalls bösartige Außerirdische zu sehen, die sich die Erde als neue Heimat auserkoren hatten und die Menschheit vernichten wollte. Nun schlägt auch Apple TV+ in die gleiche Kerbe und lässt den ehemaligen &#8222;X-Men&#8220;-Autor und Regisseur Simon Kinberg eine neue Alien-Bedrohung auf unseren Planeten los. Wie sich &#8222;Invasion&#8220; von den anderen Angriffen unterscheidet und ob sich das Einschalten der neuen Apple-Serie überhaupt lohnt, verrät die Kritik.</p>
<figure id="attachment_11218" aria-describedby="caption-attachment-11218" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-11218 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/inv-1.jpg" alt="Invasion" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/inv-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/inv-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/inv-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/inv-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/inv-1-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11218" class="wp-caption-text">Aneesha tut alles für das Überleben ihrer Kinder.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Die Erde wird von Alien angegriffen &#8211; und niemand merkt es! Aus fünf verschiedenen Perspektiven erzählt die Serie das Geschehen:</p>
<p>Der alternde Sheriff John Bell Tyson (Sam Neill) erlebt ausgerechnet an seinem letzten Tag vor der Rente eine böse Überraschung in den Kornfeldern eines Farmers.</p>
<p>Die JASA-Ingenieurin Mitsuki (Shiori Kutsuna) muss erleben, dass sich ihre Geliebte nicht mehr meldet. Die ist auf Japans erstem Raumschiff im All und verstummt plötzlich. Mitsuki vermutet als einzige keine technische Panne, sondern etwas anderes &#8230;</p>
<p>Der US-Soldat Trevante Ward (Shamier Anderson) wird bei einem Einsatz in Afghanistan mit einem noch nie gesehenen Objekt konfrontiert und scheint als einziger einen Angriff überlebt zu haben. Verzweifelt macht er sich auf die Suche nach seinen Kameraden, findet aber etwas viel Gefährlicheres in der Wüste &#8230;</p>
<p>Der kränkliche Schüler Caspar (Billy Baratt) macht mit seiner Klasse einen Ausflug mit dem Bus in die Natur. Auf dem Weg dorthin wird der Bus von Trümmern aus dem Himmel getroffen und stürzt in einen Steinbruch in der Nähe. Und aus diesem Loch scheint es kein Entkommen zu geben &#8230;</p>
<p>Die zweifache Mutter Aneesha (Golshifteh Farahani) erwischt ihren Mann beim Seitensprung. Gerade als das Paar sich zuhause aussprechen will, wird ihr Wohnviertel im Nordosten der USA von einer geheimnisvollen Kraft attackiert. Die kleine Familie muss fliehen und gerät immer tiefer in einem knallharten Überlebenskampf &#8230;</p>
<p><iframe title="Invasion — Official Trailer | Apple TV+" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/DlaHxL3mHAU?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Grandiose Optik</h2>
<p>Das Offensichtliche zuerst: Wie die meisten Apple-Serien sieht auch <strong>Invasion</strong> wieder unglaublich gut aus. Wenn der Streaming-Service etwas in Auftrag gibt, dann wird das stets auf Goldkante genäht und darf sichtbar etwas kosten. Bei der neuen Serie von Simon Kinberg und David Weil (&#8222;<a href="https://lauterfilme.de/solos-kritik-serie-amazon-prime/">Solos</a>&#8222;) gab Apple angeblich 200 Millionen Dollar für die erste Staffel frei &#8211; und das sieht man auch. So gibt es gleich in der ersten Folge das Ende des japanischen Raumschiffs zu sehen &#8211; und das hat ebenso Kino-Niveau wie alles, was danach folgt. Zwar ist nicht jede Erzählung gleich aufwändig, der Dreh im Steinbruch dürfte deutlich günstiger gewesen sein als die Szene im All, aber <strong>Invasion</strong> macht stets dein Eindruck, dass das Drehbuch den Takt der Story vorgibt &#8211; und nicht das Budget.</p>
<p>Auch der Look ist typisch für Apple, die entsättigten Farben kennen Nutzer des Streaming-Dienstes auch aus Serien wie &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-foundation/">Foundation</a>&#8220; oder &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-liseys-story/">Lisey&#8217;s Story</a>&#8222;. Und wer einen entsprechenden Bildschirm nutzt, bekommt <strong>Invasion</strong> in knallscharfem 4k zu sehen &#8211; eine echte Augenweide! Allerdings gilt die Empfehlung nur für die Optik der Serie uneingeschränkt. Denn das Drehbuch offenbart durchaus Schwächen. So ist das Sci-Fi-Setting in den ersten Folgen eine Mogelpackung. Mehr als fliehende Menschen gibt es kaum zu sehen. Dass hier tatsächlich Außerirdische am Werk sind, hat die Menschheit noch nicht bemerkt &#8211; und der Zuschauer hat auch Mühe. Denn weder Aliens noch deren Schiffe nehmen in den frühen Episoden einen sonderlich breiten Raum ein.</p>
<figure id="attachment_11219" aria-describedby="caption-attachment-11219" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-11219 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/inv-2.jpg" alt="Invasion" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/inv-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/inv-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/inv-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/inv-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/inv-2-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11219" class="wp-caption-text">Mitsuki versucht herauszufinden, was mit dem Japanischen Raumschiff geschehen ist.</figcaption></figure>
<h2>Mehr Drama als Sci-Fi</h2>
<p>Stattdessen ist <strong>Invasion</strong> zu Beginn eine waschechte Katastrophen-Serie mit allen typischen Inhalten. Eine Familie auf der Flucht. Menschen in Gefahr. Helden und Feiglinge. Neugierige Wissenschaftler, die sich die Ereignisse genau ansehen. Das alles kennt der Fan solcher Stoffe von vielen anderen Filmen und Serien. Kinberg und Weil bringen hier etwas Abwechslung hinein, weil sie fünf verschiedene Perspektiven zeigen und dabei inhaltlich ebenfalls weit auseinander liegen. So ist Japan am Anfang nicht von der Attacke der Aliens betroffen, deshalb lässt sich dort eine ganz andere Geschichte erzählen als in den USA, wo der Angriff auf die Menschheit bereits rollt. Oder Afghanistan, wo der Zuschauer in Episode 4 einen ersten flüchtigen Blick auf ein Alien werfen darf.</p>
<p>Und hier liegt die Krux von <strong>Invasion</strong>. Das Tempo der Serie ist alles andere als hoch. Die neue <strong>War of the Worlds</strong>-Serie hatte das Setting nach einer Episode etabliert, bei <strong>Invasion</strong> wartet man nach der halben Staffel noch immer darauf, dass man erfährt, worauf man hier eigentlich wartet. Richtig langweilig wird das aufgrund der durchgehend guten Darsteller und gelungener Dialoge zwar nie, aber richtig packend eben auch nur selten. Wenn Trevante um sein Leben kämpft oder Aneesha ihren Sohn sucht, geht das Adrenalin durchaus einmal nach oben. Aber dauerhafte Spannung sieht anders aus. Zumal das Publikum bei kaum einem Protagonisten den Eindruck bekommt, er oder sie könnte mit dem Kampf gegen die Eindringlinge wirklich etwas zu tun haben.</p>
<figure id="attachment_11220" aria-describedby="caption-attachment-11220" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-11220 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/inv-3.jpg" alt="Invasion" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/inv-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/inv-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/inv-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/inv-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/inv-3-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11220" class="wp-caption-text">Caspar wird zum Anführer wider Willen, als es darum geht, seine Mitschüler zu retten.</figcaption></figure>
<p>Und so bleibt momentan noch ein zwiespältiger Eindruck zurück. Sci-Fi-Fans dürften sich von <strong>Invasion</strong> mehr versprochen haben als sie zu Beginn bekommen. Wer sich gerne Drama-Serien ansieht, kommt hingegen deutlich mehr auf seine Kosten. Denn vor allen in den zwischenmenschlichen Beziehungen kann <strong>Invasion</strong> punkten. Wenn beispielsweise Trevante mit seinem arabischen Retter spricht und beide, ohne den anderen zu verstehen, von ähnlichen Dingen reden, dann packt die Serie emotional zu und lässt so bald nicht wieder los. Ob das irgendwann in eine ebenso spannende Serie mündet, bleibt noch abzuwarten.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Mit <strong>Invasion</strong> liefert Apple TV+ die nächste Serie ab, die unfassbar gut aussieht. Der Look, die Qualität der Bilder, vor allen in hoher Auflösung, sind allein schon fast das Einschalten wert. Inhaltlich hingegen befindet sich die Serie eher auf dem Pfad von Katastrophen-Filmen und entsprechenden Dramen, als echte Science-Fiction zu zeigen. Und das ist nicht durchgehend spannend, auch wenn die Serienmacher Simon Kinberg und David Weil immer wieder emotional packende Momente erschaffen. Was nach der halben Staffel noch fehlt, ist die durchgehende Spannung, die eine Serie mit einer solchen Prämisse eigentlich haben sollte. Auch da gibt es gute Ansätze, das sehr langsame Erzähltempo bremst diese aber immer wieder aus. <strong>Invasion</strong> ist bereits gut, hat aber noch Luft nach oben.</p>
<p><strong>Invasion startet am 22. Oktober 2021 mit drei Folgen bei Apple TV+, jeden Freitag erscheint eine weitere Folge.</strong></p>
<figure id="attachment_11221" aria-describedby="caption-attachment-11221" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-11221 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/inv-4.jpg" alt="Invasion" width="1024" height="681" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/inv-4.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/inv-4-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/inv-4-768x511.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/inv-4-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/inv-4-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11221" class="wp-caption-text">Soldat Ward will seine Vorgesetzten über das informieren, was er gesehen hat.</figcaption></figure>
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		<title>Serienkritik: Foundation</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Sep 2021 00:13:29 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Serien Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Apple TV+]]></category>
		<category><![CDATA[Sci-Fi]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn es eine Science-Fiction-Saga gibt, die in einem Atemzug mit Frank Herberts &#8222;Dune&#8222;-Epos genannt wird, dann ist es Isaac Asimovs &#8222;Foundation&#8220;-Zyklus. Von den frühen 40er Jahren bis zu seinem Tod 1992 schrieb der Autor an seinem Werk, und auch danach wurde es von anderen Sci-Fi-Schriftstellern weitergeführt. Apple TV erwarb die Rechte an diesem Mammutwerk und holte sich die erfahrenen Drehbuchautoren David S. Goyer (&#8222;Batman&#8220;-Trilogie) und Josh Friedman (&#8222;Snowpiercer&#8222;) als Showrunner, um den komplexen Stoff auf den Bildschirm zu bringen. Goyer [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn es eine Science-Fiction-Saga gibt, die in einem Atemzug mit Frank Herberts &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-dune/">Dune</a>&#8222;-Epos genannt wird, dann ist es Isaac Asimovs &#8222;Foundation&#8220;-Zyklus. Von den frühen 40er Jahren bis zu seinem Tod 1992 schrieb der Autor an seinem Werk, und auch danach wurde es von anderen Sci-Fi-Schriftstellern weitergeführt. Apple TV erwarb die Rechte an diesem Mammutwerk und holte sich die erfahrenen Drehbuchautoren David S. Goyer (&#8222;Batman&#8220;-Trilogie) und Josh Friedman (&#8222;<a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-snowpiercer/">Snowpiercer</a>&#8222;) als Showrunner, um den komplexen Stoff auf den Bildschirm zu bringen. Goyer gab bekannt, dass die Planung der Serie acht Staffeln zu je zehn Folgen vorsehe. Ob dafür eine realistische Chance besteht, klärt die Kritik.</p>
<figure id="attachment_10977" aria-describedby="caption-attachment-10977" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10977 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/found-1.jpg" alt="Foundation" width="1024" height="511" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/found-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/found-1-300x150.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/found-1-768x383.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/found-1-480x240.jpg 480w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10977" class="wp-caption-text">Die junge Gaal wird nach Trantor geholt, um mit Hari Seldon zu arbeiten.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Jahrtausende in der Zukunft. Die Menschheit hat die gesamte Galaxis besiedelt, die Erde als Ursprung ist dabei längst in Vergessenheit geraten. Die neue Heimatwelt des galaktischen Imperiums ist Trantor. Dort lehrt und entwickelt der geniale Mathematiker Hari Seldon (Jared Harris) seine neu gegründete Wissenschaft der Psychohistorie. Die stellt aufgrund historischer Fakten Hypothesen zur Zukunft auf. Seldons Forschungen kommen zu dem Ergebnis, dass das Imperium dem unwiederbringlichen Untergang geweiht ist und durch keinerlei Maßnahmen mehr zu retten ist. Das hört der Imperator Bruder Tag (Lee Pace) natürlich gar nicht gern, wähnt er sich doch mit seinen beiden Klonen Bruder Morgen und Bruder Abend im Zenit seiner Macht.</p>
<p>Also wird die junge Gaal (Lou Llobell) nach Trantor geholt, die ebenfalls als mathematisches Genie gilt, um Seldons Thesen zu überprüfen. Als sie zu den gleichen Schlussfolgerungen kommt wie Seldon, geraten beide Wissenschaftler in tödliche Gefahr. Doch schließlich schickt der Imperator Seldons Gruppe nicht in den Tod, sondern ins Exil auf den unwirtlichen Planeten Terminus. Der brillante Geist hat das aber vorausgesehen und präzise Planungen im Kopf, wie man die dunkle Zeit der Menschheit nach dem Ende des Imperiums von 30000 auf nur 1000 Jahre verkürzen könnte. Doch dazu muss sein Jahrtausendplan fast minutiös aufgehen. Kann ein Mensch wirklich so weit in die Zukunft planen? Oder ist die Menschheit doch am Ende?</p>
<p><iframe title="Foundation — Official Trailer | Apple TV+" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/X4QYV5GTz7c?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Schwerer Start</h2>
<p>Etliche Romane und Kurzgeschichten erzählen Asimovs Story über einen Zeitraum von mehr als 400 Jahren &#8211; und alles davon hat seinen Sinn und Platz in der Saga. Für eine Serien-Adaption also eine denkbar ungünstige Ausgangslage, um eine stringente, spannende Geschichte zu zeigen. Und die ersten Folgen ächzen auch hörbar unter der Last dessen, was sie an Weltenerklärung und Charakterzeichnung leisten müssen. Denn es werden nicht nur relativ viele Figuren eingeführt, die fast alle keine normalen Menschen sind. In <strong>Foundation</strong> bekommt es der Zuschauer neben Imperatoren auch mit Genies und Cyborgs zu tun, aber kaum eine Figur ist dabei, mit der das Publikum schnell warm wird oder in die es sich einfach hineinversetzen könnte. Das hüllt die Serie in eine recht kühle Ausstrahlung.</p>
<p>Dazu kommt eine hohe Fluktuation. Wer in den ersten beiden Folgen prominent auftaucht, spielt in Folge drei schon keine Rolle mehr. Dafür werden neue Charaktere eingeführt, mit denen sich der Zuschauer anfreunden muss. Das alles hat auf lange Sicht seinen Sinn, der Einstieg ist aber trotz zweier sehr erfahrener Autoren holprig. Denn ähnlich wie in Herberts Dune bieten die Protagonisten wenig Chancen, ihr Tun nachzuvollziehen. Wer Pläne für tausend Jahre im Voraus schmiedet oder sich seit Jahrhunderten immer wieder klonen und von sich selbst aufziehen lässt, hat mit normalen Menschen zu wenig gemeinsam, um als Held zu funktionieren. Immerhin glänzt Lee Pace als schurkischer Imperator, der für den Machterhalt über Leichen geht &#8211; und zwar über viele.</p>
<figure id="attachment_10978" aria-describedby="caption-attachment-10978" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10978 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/found-2.jpg" alt="Lee Pace" width="1024" height="512" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/found-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/found-2-300x150.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/found-2-768x384.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/found-2-480x240.jpg 480w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10978" class="wp-caption-text">Das bringt sie in tödliche Gefahr, denn der Imperator ist kein Freund von Seldons Thesen.</figcaption></figure>
<h2>Edler Look, kühle Figuren</h2>
<p>Jared Harris bleibt als Genie hingegen blass, weil er auch kaum Chancen hat, sich in die Herzen der Zuschauer zu spielen. Und die junge Lou Llobdell als Heldin aufzubauen, das geht auch nicht auf. Denn trotz vieler Emotionen, die die Autoren der Figur auf den jungen Leib schreiben, springt der Funke in der kühlen Atmosphäre der Serie nur schwer über. <strong>Foundation</strong> richtet sich deshalb auch von Beginn an direkt an den Intellekt des Publikums &#8211; und nicht an das Herz. Wer von der Grundidee der Serie nicht gefesselt ist und aus Neugier auf die Entwicklung ständig neue Charaktere und Zeitsprünge in Kauf nimmt, wird mit dieser Serie nicht glücklich. Denn <strong>Foundation</strong> lässt sich auch nur schwer nebenbei schauen, die Serie verlangt von ihrem Publikum ständige Aufmerksamkeit, um den Faden nicht zu verlieren.</p>
<p>Optisch belohnt <strong>Foundation</strong> dafür üppig. Wie die meisten Apple-Serien sieht auch diese einfach grandios gut aus. Hier gibt es keine halben Sachen, weder bei den Effekten, noch bei Ausstattung oder Kostümen. Jedes Bild wirkt durchkomponiert, jeder Lichtstrahl beabsichtigt. Auf einem großen 4k-Bildschirm entfaltet <strong>Foundation</strong> so einen starken optischen Sog, dem man sich kaum entziehen kann. Das macht die Story zwar nicht einfacher, aber es hilft definitiv dabei, weiterzuschauen. Auch, wenn man nicht alles versteht. Denn vieles bleibt auch absichtlich zunächst unerklärt. Zudem sind Friedman und Goyer dem Geist der Vorlage verpflichtet. Und kümmern sich sehr um das große Ganze &#8211; und wenig um die kleinen Geschichten darunter.</p>
<figure id="attachment_10979" aria-describedby="caption-attachment-10979" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10979 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/found-3.jpg" alt="Foundation" width="1024" height="512" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/found-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/found-3-300x150.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/found-3-768x384.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/found-3-480x240.jpg 480w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10979" class="wp-caption-text">Um die Macht zu sichern, lässt er eine Künstliche Intelligenz seine Klone aufziehen &#8211; seit Jahrhunderten.</figcaption></figure>
<p>Das macht <strong>Foundation</strong> zur klaren Empfehlung für echte Science-Fiction-Fans, die darunter nicht Fantasy-Märchen wie &#8222;Star Wars&#8220;, sondern philosophische Betrachtungen über mögliche Zukünfte der Menschheit verstehen. Wie in <strong>Dune</strong> macht sich Asimov auch Gedanken über viele unterschiedliche Aspekte des Lebens, orientiert sich bei seiner Saga aber mehr an historischen Fakten wie dem Untergang des Römischen Reiches. Dementsprechend wird hier sehr viel mehr gesprochen als geschossen oder gekämpft. Für ein nicht Sci-Fi-affines Publikum womöglich zu viel. Besonders zugänglich ist <strong>Foundation</strong> für Gelegenheits-Utopisten jedenfalls nicht. Wer aber genug Geduld mitbringt, taucht in ein faszinierendes Universum ein, dass es so nicht ein zweites Mal gibt. Ob Apple das aber acht Staffeln lang produziert, bleibt zumindest zweifelhaft.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Mit <strong>Foundation</strong> wagt sich Apple TV+ an eine der komplexesten und umfangreichsten Science-Fiction-Sagas überhaupt &#8211; und diese Last merkt man den ersten Folgen auch deutlich an. Die Drehbuchautoren und Showrunner David S. Goyer und Josh Friedman peitschen manche Erklärungen im Schweinsgalopp durch, um den Zuschauer nicht zu sehr mit dem Aufbau der Serienwelt und dem Kennenlernen der Figuren  zu langweilen. Doch genau das erfordert hohe Aufmerksamkeit, um nichts Wichtiges zu verpassen. Für Fans anspruchsvoller Science Fiction ist die Serie zwar allein schon wegen der großartigen Optik das Ansehen wert. Wer aber bislang mit Sci-Fi nicht viel am Hut hatte, für den dürfte diese Serie als Einstieg eine Nummer zu komplex sein.</p>
<p><strong>Foundation startet am 24. September 2021 mit einer Doppelfolge, danach folgt eine weitere pro Woche.</strong></p>
<figure id="attachment_10980" aria-describedby="caption-attachment-10980" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10980 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/found-4.jpg" alt="Foundation" width="1024" height="682" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/found-4.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/found-4-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/found-4-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/found-4-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/found-4-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10980" class="wp-caption-text">Jahrzehnte später wacht die junge Salvor auf Terminus über Seldons Pläne. Aber weiß sie wirklich, was sie tut?</figcaption></figure>
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		<title>Serienkritik: Liseys Story</title>
		<link>https://lauterfilme.de/serienkritik-liseys-story/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Jun 2021 15:14:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Serien Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Apple TV+]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturverfilmung]]></category>
		<category><![CDATA[Psycho-Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Stephen King]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele Schriftsteller antworten auf die Frage, ob sie aus ihrem Werk ihr Lieblingsbuch nennen können mit einem klaren Nein. Nicht so Stephen King, der erfolgreichste Horror-Autor der Welt. Er bezeichnet sein 2006 erschienenes Werk &#8222;Liseys Story&#8220; (auf deutsch &#8222;Love&#8220;) als seinen Favoriten unter all den Büchern, die der inzwischen 73-jährige Autor bisher veröffentlicht hat. Apple kaufte die Filmrechte dafür und gab King die Gelegenheit, selbst die Drehbücher für eine Adaption als Mini-Serie zu schreiben &#8211; und der Schriftsteller nahm den [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Schriftsteller antworten auf die Frage, ob sie aus ihrem Werk ihr Lieblingsbuch nennen können mit einem klaren Nein. Nicht so Stephen King, der erfolgreichste Horror-Autor der Welt. Er bezeichnet sein 2006 erschienenes Werk &#8222;Liseys Story&#8220; (auf deutsch &#8222;Love&#8220;) als seinen Favoriten unter all den Büchern, die der inzwischen 73-jährige Autor bisher veröffentlicht hat. Apple kaufte die Filmrechte dafür und gab King die Gelegenheit, selbst die Drehbücher für eine Adaption als Mini-Serie zu schreiben &#8211; und der Schriftsteller nahm den Job an. Das Ergebnis hat der chilenische Regisseur Pablo Larrain (&#8222;Jackie) nun mit Staraufgebot für Apple TV+ umgesetzt, produziert wurde die Serie von J.J. Abrams&#8216; Firma Bad Robot. Wie gut ist sie gelungen?</p>
<figure id="attachment_9837" aria-describedby="caption-attachment-9837" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9837 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-2.jpg" alt="Liseys Story" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-2-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9837" class="wp-caption-text">Professor Dashmiel kündigt den berühmten Scott Langdon an &#8211; Minuten später ist der Schriftsteller tot.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Lisey (Julianne Moore) hat vor zwei Jahren ihren Mann Scott (Clive Owen) durch ein Attentat verloren. Der berühmte Schriftsteller war während einer Preisverleihung an einer Universität erschossen worden. Seitdem kämpft Lisey gleich an mehreren Fronten. Ihr ältere Schwester Amanda (Joan Allen) ist in eine Art Katatonie versunken und lebt in der Näher in einem Heim. Lisey wechselt sich mit ihrer Schwester Darla (Jennifer Jason Leigh) bei den Besuchen ab, eine Besserung scheint aber nicht mehr in Sicht. Dazu leidet die Witwe weiterhin unter ihrer nicht enden wollenden Trauer, in die sich in letzter Zeit auch immer wieder seltsame Flashbacks von Ereignissen mischen, an die sie sich nicht erinnern kann, aber real zu sein scheinen.</p>
<p>Und dann muss Lisey noch noch die zahlreichen Anrufer von Universitäten und Hochschulen des Landesabwehren, die nach unveröffentlichtem Material ihres Mannes fragen, um es auswerten zu können. Der hartnäckigste davon ist Professor Dashmiel (Ron Cephas Jones), der sogar so weit geht, einen glühenden Verehrer des Autors auf die Witwe anzusetzen, um sie zum Einlenken zu bewegen. Doch Jim Dooley (Dane DeHaan) ist nicht einfach nur ein Fan, er ist ein waschechter Psychopath. Und das bekommt Lisey bald sehr schmerzhaft zu spüren. In ihrer Not muss sich sich mit den Erinnerungen auseinandersetzen, die sie vielleicht retten können: die Reisen mit Scott an einen Ort namens Boo&#8217;ya Mond, der sich nicht auf der Erde befindet. Dort wartet möglicherweise Hilfe auf sie, vielleicht aber auch ein grauenvoller Tod &#8230;</p>
<p><iframe title="Lisey&#039;s Story — Official Trailer | Apple TV+" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/BqcI0kk-Cts?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Kings Liebling &#8211; kein Wunder!</h2>
<p>Dass Liseys Story Kings Liebling ist, verwundert nur auf den ersten Blick. Denn er bearbeitet in diesem Roman gleich ein paar <a href="https://lauterfilme.de/stephen-king-alle-film-und-serienprojekte-im-ueberblick/">seiner Lieblingsthemen</a>. Zwar ist die Hauptrolle diesmal kein Schriftsteller, aber dessen Witwe &#8211; und damit noch nah genug an Romanen wie &#8222;Stark &#8211; The Dark Half&#8220;, &#8222;Sara&#8220; oder &#8222;Das geheime Fenster&#8220;. Dazu kommt der Bereich Wahnsinn, den er bereits in Werken wie &#8222;Shining&#8220; oder &#8222;Duma Key&#8220; behandelte. Auch die schwierige Kindheit, wie in &#8222;ES&#8220;, &#8222;Carrie&#8220; oder &#8222;Feuerkind&#8220; spielt in dem Roman eine wichtige Rolle. Und schließlich fehlt noch der unheimliche Fan, den er mit &#8222;Misery&#8220; unsterblich machte. Nach <strong>Liseys Story</strong> beendete King auch für längere Zeit das Thema Schreiben. Erst in &#8222;Blutige Nachrichten&#8220; aus dem Jahr 2020 lässt er erneut einen Schriftsteller als Hauptfigur agieren.</p>
<p><strong>Liseys Story</strong> scheint für King also durchaus eine Art Essenz seiner Werke über Schriftsteller darzustellen und in der Tat ist der Roman für King-Verhältnisse überraschend mehrdeutig. Denn das Land Boo&#8217;ya Mond, das für die Phantasie und Kreativität eines Autors steht, aber eben auch für die Gefahren, sich darin zu verlieren, ist für den Horror-König, der seine Romane selbst einmal als &#8222;literarisches Pendant zu Burgern mit Pommes&#8220; bezeichnete,&nbsp; eine Spielwiese, die er bewusst wenig erklärt und dem Leser Platz für die eigenen Vorstellungen lässt. Dass die Mini-Serie Schwächen aufweist, muss sich Stephen King auch auf die eigenen Fahnen schreiben, denn sie sind King-typisch.</p>
<figure id="attachment_9838" aria-describedby="caption-attachment-9838" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9838 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-3.jpg" alt="Liseys Story" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-3-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9838" class="wp-caption-text">Liseys Schwester scheint ein Geheimnis von Scott zu kennen, doch sie ist seit Monaten katatonisch.</figcaption></figure>
<h2>Als Drehbuch-Autor kein Genie</h2>
<p>In den frühen 2000ern, in denen auch <strong>Liseys Story</strong> entstand, begann King häufiger damit, Storys auf eine unfassbare Länge aufzupusten, die gar nicht die Substanz dazu hatten. Als Negativbeispiel mag hier &#8222;Der Buick&#8220; gelten, der auf mehr als 500 Seiten so gut wie keine Handlung erzählt. Auch <strong>Liseys Story</strong> ist mit (auf deutsch) mehr als 700 Seiten schlicht zu lang geraten. Und King ist es nicht gelungen, das bei seinen acht Drehbüchern für die Episoden der Serie in den Griff zu bekommen. <strong>Liseys Story</strong> hätte sich in fünf oder sechs Folgen wunderbar ausführlich erzählen lassen &#8211; acht Episoden sind definitiv zu viele. King schrieb bislang 20 Drehbücher in seiner Karriere &#8211; aus keinem davon wurde ein Film oder eine Serie, die man mit dem Prädikat großartig versehen würde. Meist sind Kings Adaptionen für Leinwand oder TV bestenfalls solide.</p>
<p>So ist auch der neue Schluss der Mini-Serie &#8222;The Stand&#8220;, den er für das Projekt schrieb, keine Offenbarung. Der Meister kann vieles, Drehbücher sind allerdings nicht sein größtes Talent. Auch in <strong>Liseys Story</strong> füllt er die Überlänge immer wieder mit Dialogen und Monologen, die bereits offensichtliche Fakten nochmals erklären. In seinem Sachbuch &#8222;Das Leben und das Schreiben&#8220; erzählt King, wie er selbst mit einem Roman-Manuskript umgeht, es immer wieder kürzt, bis er es für verdichtet genug hält, um es zu veröffentlichen. Das hat er im Fall des Drehbuchs für die Mini-Serie augenscheinlich nicht getan. Doch die Fans haben Glück: Die anderen kreativen Köpfe, die an diesem Projekt beteiligt waren, holen mit ihrer Arbeit etliche Kohlen für King aus dem Feuer.</p>
<figure id="attachment_9839" aria-describedby="caption-attachment-9839" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9839 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-4.jpg" alt="Liseys Story" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-4.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-4-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-4-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-4-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-4-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9839" class="wp-caption-text">Jim Dooley sieht sich selbst als Scotts größten Fan &#8211; und geht für seine Pläne über Leichen.</figcaption></figure>
<h2>Düstere, aber auch schöne Bilder</h2>
<p>Das beginnt bei Kameramann Darius Khonji, der einst für David Fincher den Look von &#8222;Sieben&#8220; schuf. In kühlen, fahlen Bildern fängt er die Gesichter der Protagonisten ein, entlockt ihnen ihre Emotionen ohne Text. Und sorgt so für einen der stärksten Aspekte der Mini-Serie: <strong>Liseys Story</strong> sieht großartig aus. Ohne große Tricks weiß der Zuschauer beispielsweise allein aufgrund der Optik, ob er sich gerade in der Erinnerung einer der Figuren, dem Hier und Jetzt oder dem Reich von Boo&#8217;ya Mond befindet. Zudem erschafft er mit dem Haus aus Scotts Kindheit eine echte Horror-Kulisse aus Dreck, Regen und Angst. Wozu auch die stringente Regie des Chilenen Pablo Lorrain beiträgt, die in den acht Folgen für einen einheitlichen, düsteren Look sorgt, wenn er auch dem Stoff nicht mehr Tempo zu geben vermag.</p>
<p>Den größten Beitrag zur Qualität von <strong>Liseys Story</strong> steuern aber die Schauspieler bei. Julianne Moore spielt die verletzliche Lisey, die weiß, dass mit ihrer fehlenden Erinnerung auch ihre Stärke kommen wird, in jeder Szene intensiv, überträgt ihre Trauer auf den Zuschauer. Ihre beiden Schwestern werden von Jennifer Jason Leigh und Joan Allen ebenfalls toll verkörpert. Und Clive Owen ist als genialer, aber innerlich tief verletzter Autor eine Idealbesetzung. Richtig erstaunlich ist aber Dane DeHaan, der einen wirklich beeindruckenden Psychopathen zum Leben erweckt. Liseys Angst vor diesem kranken Geist lässt sich daher mehr als nachvollziehen.</p>
<figure id="attachment_9840" aria-describedby="caption-attachment-9840" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9840 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-5.jpg" alt="Julianne Moore" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-5.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-5-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-5-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-5-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-5-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9840" class="wp-caption-text">Schließlich muss Lisey den Weg in Scotts geheime Welt finden &#8211; Boo&#8217;Ya Mond.</figcaption></figure>
<h2>Fazit:</h2>
<p>An <strong>Liseys Story</strong> ist vieles beeindruckend. Die Darsteller liefern eine starke Performance ab, die Kameraarbeit ist grandios und auch die Regie sorgt für eine stetig spannender werdende Story und einige denkwürdige Momente. Leider ist ausgerechnet der Meister selbst die Schwachstelle, denn Stephen Kings Drehbuch nach seinem eigenen Roman, den er auch noch als seinen besten bezeichnet, ist deutlich zu langatmig. Statt fünf oder sechs knackigen Folgen beschert King dem Publikum acht Episoden &#8211; und die füllt er nicht adäquat. Dennoch ist die Mini-Serie sehenswert, eine neue Referenz ist die Mischung aus tragischer Love-Story, düsterer Fantasy und ein paar harten Horror-Momenten aber nicht. Dazu fehlt ihr schlicht der Drive.</p>
<p><strong>Liseys Story startet am 4. Juni 2021 mit einer Doppelfolge bei Apple TV+, weitere Folgen jeden Freitag.</strong></p>
<figure id="attachment_9841" aria-describedby="caption-attachment-9841" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9841 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-1.jpg" alt=" Plakat" width="1024" height="512" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-1-300x150.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-1-768x384.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-1-480x240.jpg 480w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9841" class="wp-caption-text">Aber diese Welt ist nicht nur wunderschön, sie birgt auch tödliche Gefahren.</figcaption></figure>
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