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	<title>übernatürlich - lauterfilme.de</title>
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		<title>Filmkritik: The Black Phone</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jun 2022 17:16:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als Joe Hill als Joseph Hillstrom King 1972 geboren wurde, ahnte sein Vater Stephen King sicher nicht, dass der Sohn ihm beruflich nacheifern würde. Weil der es aber ohne den großen Namen schaffen wollte, änderte er seinen in Joe Hill und klärte seine wahre Identität erst auf, als er den ersten Vertrag als Schriftsteller in der Tasche hatte. Mittlerweile ist auch die Unterhaltungsindustrie auf Hill aufmerksam geworden und hat einige seiner Arbeiten verfilmt. Dabei waren Ergebnisse wie &#8222;Horns&#8220;, &#8222;NOS4A2&#8220; oder [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/the-black-phone-kritik-film/">Filmkritik: The Black Phone</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Als Joe Hill als Joseph Hillstrom King 1972 geboren wurde, ahnte sein Vater Stephen King sicher nicht, dass der Sohn ihm beruflich nacheifern würde. Weil der es aber ohne den großen Namen schaffen wollte, änderte er seinen in Joe Hill und klärte seine wahre Identität erst auf, als er den ersten Vertrag als Schriftsteller in der Tasche hatte. Mittlerweile ist auch die Unterhaltungsindustrie auf Hill aufmerksam geworden und hat einige seiner Arbeiten verfilmt. Dabei waren Ergebnisse wie &#8222;Horns&#8220;, &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-nos4a2/">NOS4A2</a>&#8220; oder &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-locke-and-key/">Locke and Key</a>&#8220; für Netflix nicht unbedingt typisches King-Material, sondern zeigten sehr eigenständige Inhalte, mit denen sich Hill gut von King absetzte. Für den neuen Horrorfilm &#8222;Black Phone&#8220; gilt das allerdings nur bedingt. Wie gut ist er geworden? Das klärt die Kritik.</p>
<figure id="attachment_12598" aria-describedby="caption-attachment-12598" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-12598 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/06/phone-1.webp" alt="The Black Phone" width="1024" height="703" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/06/phone-1.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/06/phone-1-300x206.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/06/phone-1-768x527.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/06/phone-1-750x515.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12598" class="wp-caption-text">Finney und seine kleine Schwester Gwen müssen zusammenhaltern, denn sie haben nur sich.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Wir schreiben das Jahr 1978. Der junge Finney Shaw (Mason Thames) und seine jüngere Schwester Gwen (Madeleine McGraw) leben bei ihrem alkoholkranken Vater (Jeremy Davies) und haben unter ständiger Prügel zu leiden. Auch in der Schule ist Finney ein Außenseiter, der von einer Grippe Jungs regelmäßig gemobbt wird. Weil ausgerechnet der Junge, der Finney gegen die Bande geholfen hat, plötzlich verschwindet, wird Finney hellhörig. Und bald stellt er fest, dass schon länger Kinder aus der armen Gegend Denvers entführt werden und nicht wieder auftauchen. Trotz der Warnungen durch die Polizei und fieberhafter Suche gehen die Entführungen weiter. Eines Tages auf dem Heimweg von der Schule hilft Finney einem Clown, dem etwas heruntergefallen ist &#8211; und findet sich in der Gewalt des Entführers (Ethan Hawke) wieder.</p>
<p>Während der sich als echter Psychopath erweist, sucht Finneys Schwester Gwen mit ihren ganz eigenen Möglichkeiten nach ihrem Bruder. Denn das Mädchen hat von ihrer Mutter die Fähigkeit geerbt, im Traum Visionen zu sehen. Dadurch kommt sie dem Entführer immer weiter auf die Spur. Mittlerweile erlebt Finney die Hölle auf Erden. Denn als ein schwarzes Telefon in seiner Kerkerzelle klingelt, obwohl es an keinem Kabel hängt, wird dem Jungen klar, dass hier Geister am Werk sind. Und zwar nicht irgendwelche, sondern die Opfer des Entführers. Um sein Leben zu retten, muss er den toten Jungs in seiner Zelle ganz genau zuhören &#8230;</p>
<p><iframe title="The Black Phone - Official Trailer 2" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/nQWAVkx8O74?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Deutliche King-Vibes</h2>
<p>Ein Mädchen mit übersinnlichen Fähigkeiten. Ein Clown, der Kinder jagt. Und ein Vorstadtambiente der 70er Jahre irgendwo in den USA. Nicht wenige würden bei dieser Aufzählung wohl auf den Namen Stephen King kommen. Und damit ist <strong>Black Phone</strong> die erste Umsetzung einer Joe Hill-Vorlage, die wirklich an den Vater erinnert, statt komplett eigenständig zu sein wie die vorherigen Werke. Aber das muss ja kein Fehler sein &#8211; und in diesem Film ist es das auch nicht. Denn besonders die King-Elemente funktionieren gut, allen voran die furios aufspielende Madeleine McGraw als Gwen. Was die bei Drehbeginn vermutlich 12 Jahre alte Schauspielerin hier an Gefühlen in ihr Spiel packt, lohnt alleine schon die Sichtung des Films.</p>
<p>Aber auch Ethan Hawke, der sich nach &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/moon-knight-kritik-serie-disneyplus/">Moon Knight</a>&#8220; erneut als Bösewicht präsentiert, spielt seine Rolle stark und sorgt allein durch seine Präsenz in einigen Szenen schon für leichten Schauder. Seine Performance eines Psychopathen enthält nicht nur Spuren von James McAvoys aus &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-split/">Split</a>&#8222;, sondern ist auch unter der Maske noch gruselig. Regisseur Scott Derrickson, der mit Hawke bereits in &#8222;Sinister&#8220; zusammengearbeitet hatte, wusste offenbar, was der Schauspieler zur Rolle beitragen würde. Auch wenn vieles an der Figur im Dunkeln bleibt, ist das nach längerer Zeit mal wieder ein Bösewicht, der wirklich unter die Haut geht. Ganz besonders natürlich, weil er ausschließlich Kinder umbringt.</p>
<figure id="attachment_12599" aria-describedby="caption-attachment-12599" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-12599 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/06/phone-2.webp" alt="Ethan Hawke" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/06/phone-2.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/06/phone-2-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/06/phone-2-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/06/phone-2-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/06/phone-2-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/06/phone-2-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/06/phone-2-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12599" class="wp-caption-text">Als der Kindesentführer Finney erwischt, ist das aber nicht nur für Gwen ein Schock.</figcaption></figure>
<h2>Emotionaler Horror</h2>
<p>Das Schauspieler-Duell, auf das sich Mason Thames einlassen musste, war also kein Pappenstiel. Doch der beim Dreh 13-jährige überzeugt vor allem deshalb, weil er den cleveren und tapferen Finney genauso überzeugend spielt wie den ängstlichen und hilflosen Jungen. Dadurch macht er es dem Publikum fast unmöglich, nicht emotional von Finneys Schicksal berührt zu werden. Und das ist auch das große Plus der Story. Alle Charaktere lösen beim Zuschauer die eine oder andere Emotion aus, weil sie glaubhaft geschrieben und gespielt sind. Das unterscheidet <strong>Black Phone</strong> massiv von vielen anderen Horrorfilmen, wo dem Publikum die erschreckend dumm agierenden Protagonisten schnell völlig egal sind.</p>
<p>Darauf allein ruht sich Derrickson aber nicht aus, sondern setzt wohl dosiert auch gute Jump-Scares, selbst wenn er es dabei mitunter in der Lautstärke der einsetzenden Musik übertreibt. Und der Regisseur, der auch am Drehbuch mitarbeitete, versteht etwas von Atmosphäre. Langsam aber stetig baut er eine fast greifbare Bedrohung auf, bis die sich schließlich in Finneys Entführung entlädt. Danach greift Derrickson immer wieder auf kurze Terror-Elemente zurück, die ihre Wirkung nicht verfehlen. Und er spielt gekonnt mit der Erwartungshaltung der Zuschauer, wenn er bestimmte Personen und Orte als etwas gänzlich Anderes zeigt als zuerst angenommen. Von Blumhouse, die Horrorfilme am Stück produzieren, ist <strong>Black Phone</strong> jedenfalls klar der beste Film dieses Jahr und einer der besten der vergangenen Jahre.</p>
<figure id="attachment_12600" aria-describedby="caption-attachment-12600" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-12600 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/06/phone-3.webp" alt="Jeremy Davies" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/06/phone-3.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/06/phone-3-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/06/phone-3-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/06/phone-3-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/06/phone-3-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/06/phone-3-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/06/phone-3-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12600" class="wp-caption-text">Auch der alkoholkranke Vater der Kinder wird von Finneys Verschwinden aus der Bahn geworfen.</figcaption></figure>
<p>Und der Film macht ebenfalls Appetit darauf, sich etwas eingehender mit dem bestehenden Werk von Joe Hill zu beschäftigen, falls man zu den Leuten gehört, die noch Bücher in die Hand nehmen. Denn filmisch gibt es bei Hill-Adaptionen bislang noch keinen Totalausfall zu beklagen. Mal sehen, welche Produzenten hier demnächst noch zugreifen.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Mit <strong>The Black Phone</strong> kommt ein Horror-Thriller in die Kinos, der das Thriller-Element stark mit dem Horror-Teil verbindet und so Fans beider Lager etwas zu bieten hat. Dazu gesellen sich durchweg starke Darsteller-Leistungen, wobei die junge Madeleine McGraw ganz besonders herausragt. Aber auch Mason Thames und Ethan Hawke spielen ihre Rollen glänzend. Und so sorgt Hawke dafür, dass der Film einen starken Bösweicht bekommt, der in seiner Unberechenbarkeit und seinem offenkundigen Wahnsinn wirklich Angst macht. Eine Meilenstein des Genres ist <strong>The Black Phone</strong> sicher nicht, aber eine immer grundsolide, manchmal sogar richtig gute Umsetzung einer spannenden Story.</p>
<p><strong>The Black Phone startet am 23. Juni 2022 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_12601" aria-describedby="caption-attachment-12601" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-12601 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/06/phone-4.webp" alt="Mason Thames" width="1024" height="598" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/06/phone-4.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/06/phone-4-300x175.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/06/phone-4-768x449.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/06/phone-4-750x438.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12601" class="wp-caption-text">Doch Finney erhält Hilfe von völlig unerwarteter Seite.</figcaption></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/the-black-phone-kritik-film/">Filmkritik: The Black Phone</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
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		<title>Filmkritik: The Dark and the Wicked</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Apr 2022 14:21:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Bryan Bertino hat sich dem Erschrecken anderer Menschen verschrieben. Sein Regie- und Drehbuch-Debüt gab er 2008 mit &#8222;The Strangers&#8220;, einer verstörenden Home Invasion-Story, die Publikum und Kritiker spaltete. Seitdem hat Bertino ausschließlich Horrorfilme produziert, geschrieben oder gedreht, manchmal auch alles zusammen. Wie auch &#8222;The Dark and the Wicked&#8220;, sein bislang letztes Werk. Bereits im Herbst 2020 startete der Film in den USA &#8211; und so gut wie niemand wollte ihn sehen, laut Wikipedia spielte er bislang gerade einmal 400000 Dollar [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-the-dark-and-the-wicked/">Filmkritik: The Dark and the Wicked</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bryan Bertino hat sich dem Erschrecken anderer Menschen verschrieben. Sein Regie- und Drehbuch-Debüt gab er 2008 mit &#8222;The Strangers&#8220;, einer verstörenden Home Invasion-Story, die Publikum und Kritiker spaltete. Seitdem hat Bertino ausschließlich Horrorfilme produziert, geschrieben oder gedreht, manchmal auch alles zusammen. Wie auch &#8222;The Dark and the Wicked&#8220;, sein bislang letztes Werk. Bereits im Herbst 2020 startete der Film in den USA &#8211; und so gut wie niemand wollte ihn sehen, laut Wikipedia spielte er bislang gerade einmal 400000 Dollar ein. Das kann in Zeiten einer Pandemie viele Gründe haben. Ob es auch an der Qualität liegt, klärt die Kritik.</p>
<figure id="attachment_12252" aria-describedby="caption-attachment-12252" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-12252 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/Dark-1.webp" alt="The Dark and the Wicked" width="1024" height="483" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/Dark-1.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/Dark-1-300x142.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/Dark-1-768x362.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/Dark-1-750x354.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12252" class="wp-caption-text">Welches Böse hat sich auf der kleinen Farm der Eltern von Louise und Michael breitgemacht?</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Als die Geschwister Louise (Marin Ireland) und Michael (Michael Abbot Jr.) auf die elterliche Farm irgendwo im Nirgendwo von Texas zurückkehren, um nach dem Rechten zu sehen, erwartet sie ein Schock. Ihrem Vater (Michael Zagst), der unter Demenz leidet, geht es schlechter. Dennoch sind die beiden ihrer Mutter (Julie Oliver-Touchstone) nicht willkommen. Sie teilt ihren Kindern deutlich mit, dass sie nicht hätten herkommen sollen. Aber ist unter der aufbrausenden Fassade der Mutter nicht echte Angst zu spüren? Gibt es auf der Farm etwas, das die Familie zerstören könnte?</p>
<p>Zeit für ein klärendes Gespräch bleibt nicht mehr. Denn am nächsten Morgen finden Louise und Michael ihre Mutter erhängt in der Scheune vor. Zuvor hat sie sich offenbar noch selbst die Hand verstümmelt. Was hat ihre Mutter zu so einer Tat getrieben? Während die Geschwister darüber nachdenken, müssen sie auch eine Entscheidung treffen, was ihren bettlägerigen Vater betrifft, der kaum noch ansprechbar ist. Zwar kommt regelmäßig eine Krankenschwester und sieht nach ihm, aber für einen Platz in einem Heim gibt es momentan keine Chance &#8211; und so sind Louise und Michael gezwungen, auf der Farm zu bleiben, obwohl auch sie zunehmend von einer bösen Macht beeinflusst werden &#8230;</p>
<p><iframe title="The Dark and the Wicked Official Trailer  (2020) | 4K motion picture" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/xK9UwE_mInY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Atmosphäre statt Blut</h2>
<p>Bryan Bertino ist offenbar ein großer Freund davon, die Locations für seine Filme so überschaubar wie möglich zu halten. In <strong>The Strangers</strong> beschränkte er weite Teile der Handlung auf ein Zimmer, in &#8222;The Monster&#8220; reichte ihm ein Auto im Wald. Und auch in The Dark and the Wicked spielt der Löwenanteil der Story im Farmhaus der Familie. Und diese Story protzt auch nicht eben mit vielen Wendungen, sondern beschränkt sich auf die stetig aggressiver werdenden Angriffe des Bösen auf den Verstand der beiden Geschwister. Wer sich jetzt fragt, womit sich Bettino in seinem Film denn dann beschäftigt: Es ist das Aufbauen von Atmosphäre.</p>
<p>Und dafür hat Bertino einige Entscheidungen getroffen, die vor allem die Optik betreffen. <strong>The Dark and the Wicked</strong> kommt mit sehr wenig Farbe aus, viele Bilder wirken grau, fast wie ausgebleicht. Dazu arbeitet Bertinos Kameramann Tristan Nyby häufig mit natürlichem Licht und grobkörnigem Film, der The Dark and the Wicked einen erdigen, dokumentarischen Look verleiht. Und sich bereits dadurch deutlich von <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-american-horror-stories/">modernen Hochglanz-Horrorformaten</a>  unterscheidet. Auf Jump-Scares verzichtet Bertino weitgehend, lässt das Böse zwar unmissverständlich, aber auch motivlos agieren. Hier geschehen schlimme Dinge, weil es möglich ist, das ist Bertino in seinem Drehbuch genug Grund. Möglichkeiten wie Schuldgefühle, die Eltern zu sehr vernachlässigt zu haben, als Ansatzpunkt zu nutzen, lässt Bertino gezielt links liegen.</p>
<figure id="attachment_12253" aria-describedby="caption-attachment-12253" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-12253 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/dark-2.webp" alt="The Dark and the Wicked" width="1024" height="483" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/dark-2.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/dark-2-300x142.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/dark-2-768x362.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/dark-2-750x354.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12253" class="wp-caption-text">Die Mutter versucht, ihre Kinder wegzuschicken, doch es ist zu spät. Sie wird das erste Opfer der bösen Macht.</figcaption></figure>
<h2>Vorbild Kubrick?</h2>
<p>Stattdessen verbeugt er sich mehrfach vor Stanley Kubricks großem Horrorfilm &#8222;Shining&#8220;, indem er in den Ohren schmerzende Geräusche als Soundtrack nutzt und seine Kapitel mit Wochentagen betitelt. Und damit enden die Parallelen nicht. Hier wir dort arbeitet das Böse mit Trugbildern, versucht es, die Menschen mit kaum zu ertragenden Illusionen in den Wahnsinn oder die Raserei zu treiben. Der übermächtigen Inspiration wird <strong>The Dark and the Wicked</strong> natürlich nicht gerecht. Aber es wäre auch unfair, Bertino hier einen Kopierversuch zu unterstellen, dazu bringt sein Film genug Eigenständiges mit.</p>
<p>Für sich genommen sind zwar die Schreckensmomente alle nicht neu, Bertino komponiert sie aber mit einem guten Gefühl für Steigerung aneinander und setzt seine wenigen blutigen Schocks gekonnt ein, um aus wenig Handlung ein Maximum an Unbehagen herauszukitzeln. So lässt er seine Protagonisten, auf dessen Seelen es das Böse nun abgesehen hat, völlig wehrlos erscheinen angesichts der diffusen Bedrohung. Die Loyalität zum sterbenden Vater wiegt schwerer als der Selbsterhaltungstrieb und so sitzen Louise und Michael an dem Ort fest, an dem es immer offensichtlicher nicht geheuer ist. Besonders Marin Ireland als ohnehin fragile und schutzbedürftige Frau ist dabei so überzeugend, dass der Zuschauer schnell einen Draht zu ihr findet und ihre Tortur niemanden kalt lässt.</p>
<figure id="attachment_12254" aria-describedby="caption-attachment-12254" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-12254 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/dark-3.webp" alt="Marin Ireland" width="1024" height="483" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/dark-3.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/dark-3-300x142.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/dark-3-768x362.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/dark-3-750x354.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12254" class="wp-caption-text">Mit schlimmen Trugbildern greift diese Macht den Verstand der Menschen an und treibt sie zu Verzweiflungstaten.</figcaption></figure>
<p>Bertino wird mit seinem neuen Film Fans von blutigem Teenie-Horror sicherlich nicht abholen. Denn seine Schauwerte liegen nur indirekt in den Bildern. Der Regisseur verdichtet vielmehr seine Zutaten wie Licht und Dunkelheit, Geräusche in der Nacht, erschreckende Visionen und ein Gefühl der ständigen Bedrohung zu einem Horrortrip, der direkt auf den Bauch zielt. Wer dafür empfänglich ist, bekommt mit <strong>The Dark and the Wicked</strong> eine virtuos inszenierte, wenn auch spröde Reise in den Abgrund, die Fragen absichtlich offen lässt.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p><strong>The Dark and the Wicked</strong> ist keinesfalls Horror-Mainstream, auch wenn sich die Inhaltsangabe so lesen mag. Denn Regisseur und Autor Bryan Bertino verzichtet auf vieles, was momentan im angesagten Horror zu sehen ist. Er bietet weder eine wendungsreiche, von Jump-Scares durchsetzte Handlung, noch lässt er übermäßig viel Blut spritzen, was die wenigen Gewaltspitzen deutlich besser zur Geltung bringt. Dafür erzeugt er mit einfachen Mitteln ein stetig wachsendes Gefühl einer Bedrohung, bis sowohl Protagonisten als auch Zuschauer ihren Sinnen nicht mehr trauen. Gorehounds dürfte das zu langeilig sein, wer aber den Horror von &#8222;Wenn die Gondeln Trauer tragen&#8220; oder <strong>Shining</strong> schätzt, der könnte hier auf seine Kosten kommen. Auch wenn Bertino an diese Giganten letztlich nicht heranreicht.</p>
<p><strong>The Dark and the Wicked startet am 14. April 2022 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_12256" aria-describedby="caption-attachment-12256" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-12256 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/dark-4.webp" alt="Marin Ireland" width="1024" height="483" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/dark-4.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/dark-4-300x142.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/dark-4-768x362.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/dark-4-750x354.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12256" class="wp-caption-text">Nicht nur Louise ist diesen Illusionen schutzlos ausgeliefert.</figcaption></figure>
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		<title>Serienkritik: Curon</title>
		<link>https://lauterfilme.de/serienkritik-curon/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jun 2020 11:59:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Serien Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[italienisch]]></category>
		<category><![CDATA[Mystery]]></category>
		<category><![CDATA[Netflix]]></category>
		<category><![CDATA[Serie]]></category>
		<category><![CDATA[spannend]]></category>
		<category><![CDATA[übernatürlich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Curon&#8220; ist der italienische Name des Dorfes Graun in Südtirol, dessen Kern 1950 durch den Bau eines Staudammes überflutet wurde. Nur der alte Kirchturm ragt jetzt noch aus dem Reschensse. Und die Macher der Serie stricken um diese Überflutung und Umsiedelung eine Story um einen Fluch und dessen Folgen auf die heutige Bevölkerung. Die erste italienische Mystery-Serie, die Netflix in Auftrag gab, bewegt sich also auf auf dem Grund von Tatsachen. Ist sie deshalb auch gelungen? Das verrät die Kritik. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8222;Curon&#8220; ist der italienische Name des Dorfes Graun in Südtirol, dessen Kern 1950 durch den Bau eines Staudammes überflutet wurde. Nur der alte Kirchturm ragt jetzt noch aus dem Reschensse. Und die Macher der Serie stricken um diese Überflutung und Umsiedelung eine Story um einen Fluch und dessen Folgen auf die heutige Bevölkerung. Die erste italienische Mystery-Serie, die Netflix in Auftrag gab, bewegt sich also auf auf dem Grund von Tatsachen. Ist sie deshalb auch gelungen? Das verrät die Kritik.</strong></p>
<p>Vor einigen Jahren kündigte Netflix an, nicht nur amerikanische und britische Serien zu finanzieren, sondern auch in anderen Ländern, in denen der Streamingdienst aktiv ist, Produktionen zu ermöglichen. Deutschland ist mit <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-dark/">&#8222;Dark&#8220;</a>, <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-how-to-sell-drugs-online-fast/">&#8222;How to Sell Drugs online&#8220;</a> und einigen anderen bereits gut dabei, aus Dänemark kam unlängst <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-ragnaroek/">&#8222;Ragnarok&#8220;</a>, die eine zweite Staffel bekommt. Und nun startet mit <em>Curon</em> auch wieder eine italienische Produktion für Netflix, die erstmals im Horror- und Mystery-Bereich angesiedelt ist. Wie gruselig ist sie?</p>
<figure id="attachment_8854" aria-describedby="caption-attachment-8854" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-8854 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/doppel-1.jpg" alt="Curon" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/doppel-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/doppel-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/doppel-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/doppel-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/doppel-1-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-8854" class="wp-caption-text">Anna bereut schnell, dass sie und ihre Kinder in ihren Geburtsort zurückgekehrt sind.</figcaption></figure>
<h3>Curon: Die Handlung</h3>
<p>Anna (Valeria Bilello, &#8222;Sense8&#8220;) kommt nach 17 Jahren wieder nach Hause in die kleine Gemeinde Curon am Reschensee zurück, nachdem sie damals überstürzt geflohen war. Denn ihre Mutter hatte Selbstmord begangen, den Anna mitansehen musste und ihre Familie galt unter den Bewohnern des Dorfes als schuldig, einen Fluch über die Gemeinde gebracht zu haben. Doch weil die Dinge sich nicht gut entwickelt haben, steht sie nun mit ihren 17-jährigen Zwillingen Daria (Margherita Morchio) und Mauro (Federico Russo) vor der Tür ihres Vaters.</p>
<p>Der ist wenig begeistert, dass seine Tochter wieder da ist, zumal sich im Dorf das Wissen darum schnell verbreitet. So trifft Anna in der Kneipe ihre Jugendliebe Albert (Alessandro Tedeschi) wieder, der inzwischen selbst verheiratet ist und Tochter Miki (Juju Di Domenico) und Sohn Giulio (Giulio Brizzi) hat. Während sich die Kinder der beiden schnell annähern, bleibt Albert keine Gelegenheit, mit Anna zu reden, denn sie verschwindet kurz darauf in den Bergen. Und Mauro entdeckt nachts im Hotel eine Frau, die wie seine Mutter aussieht, es aber nicht ist &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/ayshu4JytJQ" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Curon: Bekannte Horror-Motive</h3>
<p>Schon in der ersten Szene der Serie gibt Chef-Autor Ezio Abbate den Twist preis. Und wer hofft, <em>Curon</em> hätte danach noch irgendeinen Dreh zu bieten, wird enttäuscht. Tatsächlich arbeitet die Serie mit einem seit Jahrhunderten beliebten Horror-Motiv, dem die Macher hier aber nicht viel Neues abgewinnen können. Zudem ist der Begriff Horror für diese Serie, die sich ganz ähnlich wie <em>Ragnarok</em> hauptsächlich als Teenager-Drama präsentiert, definitiv zu hoch gegriffen. Auch wenn sie gelegentlich Spannung aufbaut &#8211; mit Horror hat das wenig zu tun.</p>
<p>Auch wenn hier Übernatürliches am Werk ist, das die Serienschöpfer mit einem Fluch erklären, der allerdings nie wirklich thematisiert wird, so ist das Ergebnis doch eher milde Mystery. Und die ist mit sieben Folgen auch noch deutlich zu lang geraten, denn viel mehr Handlung, als in einen langen Film gepasst hätte, kann die Serie nicht bieten. Dafür widmet sie sich recht ausführlich ihren Figuren, von denen einige im Fokus der Erzählung stehen: Anna, Daria, Mauro, Miki, Lucas, Giulio, Albert, seine Frau Klara und Opa Thomas. Ganz schön viele.</p>
<figure id="attachment_8855" aria-describedby="caption-attachment-8855" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-8855 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/doppel-2.jpg" alt="Curon" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/doppel-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/doppel-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/doppel-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/doppel-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/doppel-2-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-8855" class="wp-caption-text">Daria freundet sich bald mit Miki an, der Tochter von Annas Jugendliebe Albert.</figcaption></figure>
<h3>Curon: Gründe zum Einschalten</h3>
<p>Für Horrorfans ist <em>Curon</em> also nicht unbedingt ein Muss, Gründe zum Ansehen gibt es dennoch. Da wären beispielsweise die Schauspieler. Valeria Belillo ist zwar erst in den finalen Folgen wirklich aktiv, spielt ihre Rolle aber überzeugend. Auch ihre Kinder Daria und Mauro werden von zwei guten Darstellern verkörpert. Und die Kinder von Albert bekommen ebenfalls ein paar interessante Sub-Plots, die von Juju Di Domenico und Giulio Brizzi auch stark gespielt werden. Daneben gibt es aber auch ein paar Ausfälle, wie den sehr unglaubwürdigen Lucas.&nbsp;</p>
<p>Auch optisch kann <em>Curon</em> durchaus überzeugen. In eine ähnliche Dunkelheit getaucht wie &#8222;Dark&#8220; oder <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-der-pass/">&#8222;Der Pass&#8220;</a> untermauern die entsättigten, düsteren Bilder die Atmosphäre der Story. Und bringen so wenigstens ein wenig Unbehagen in die ansonsten doch weitgehend harmlose Schauermär. Schwächen dagegen liegen im Drehbuch. Wenn man dem Zuschauer schon keinerlei Erklärungen gibt, warum etwas geschieht, dann sollte zumindest das Geschehen so fesseln, dass die fehlende Information nicht weiter stört. Das gelingt in <em>Curon</em> so gut wie nie.</p>
<p>Nur gelegentlich blitzen gute Ideen auf, wenn sich Großvater Thomas beispielsweise über den gefangenen Wolf auslässt, dessen Präsenz in der Serie immer wieder für gelungene Überleitungen steht. Außerdem steuert der Plot sein Ursprungs-Motiv aus dem Schwarz-Weiß-Bereich langsam in eine durchaus originelle Grauzone, aus der man allerdings mehr hätte machen können, wenn nicht müssen. Leider bringen die Macher ihre Story auch nicht zu einem wirklich überzeugenden Abschluss, sondern winken einer zweiten Staffel mit dem Zaunpfahl zu.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Ein wenig Licht und viel Schatten, so lässt sich <em>Curon</em> ganz treffend umschreiben. Ein bereits oft strapaziertes Horrormotiv verkommt hier zu einem sehr sanften Mystery-Plot, der auch Zartbesaitete nicht verschrecken dürfte. Dafür glänzt die Serie mit starken Bildern und guten Schauspielern, die beim Zuschauer zumindest das Interesse an ihren Figuren wachhalten. Einige interessante Ansätze der Geschichte reichen zwar nicht für einen echten Netflix-Hit. Wer <em>Ragnarok</em> oder &#8222;Locke &amp; Key&#8220; mochte, sollte aber mal reinschauen.</p>
<p><strong>Curon startet am 10. Juni 2020 bei Netflix.</strong></p>
<p><em>Gesehen: Sieben von sieben Folgen.</em></p>
<p>Die Serie liegt mit komplett deutscher Synchronisation vor.</p>
<figure id="attachment_8856" aria-describedby="caption-attachment-8856" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-8856 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/doppel-3.jpg" alt="Curon" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/doppel-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/doppel-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/doppel-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/doppel-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/doppel-3-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-8856" class="wp-caption-text">Doch der Blondine droht Gefahr von gänzlich unerwarteter Seite &#8230;</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: Countdown</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Jan 2020 14:34:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[übernatürlich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem Remake von &#8222;The Grudge&#8220; begann das Horrorjahr 2020 schwach. Nun startet mit &#8222;Countdown&#8220; ein Horror-Thriller, der in den USA bereits im vergangenen Jahr in die Kinos kam &#8211; mit bescheidenem Erfolg. Ist die Geschichte von einer mörderischen Smartphone-App dennoch ansehnlich oder steht &#8222;You &#8211; Du wirst mich lieben&#8220;-Star Elizabeth Lail hier auf verlorenem Posten? Die Kritik verrät, wem dieser klassische Horrorstreifen gefallen könnte &#8211; und wem nicht. Die Niederlande, die gerade auf Netflix mit ihrer Horrorserie &#8222;Ares&#8220; ziemlich [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit dem Remake von &#8222;The Grudge&#8220; begann das Horrorjahr 2020 schwach. Nun startet mit &#8222;Countdown&#8220; ein Horror-Thriller, der in den USA bereits im vergangenen Jahr in die Kinos kam &#8211; mit bescheidenem Erfolg. Ist die Geschichte von einer mörderischen Smartphone-App dennoch ansehnlich oder steht <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-you-du-wirst-mich-lieben/">&#8222;You &#8211; Du wirst mich lieben&#8220;</a>-Star Elizabeth Lail hier auf verlorenem Posten? Die Kritik verrät, wem dieser klassische Horrorstreifen gefallen könnte &#8211; und wem nicht.</strong></p>
<p>Die Niederlande, die gerade auf Netflix mit ihrer Horrorserie<a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-ares/"> &#8222;Ares&#8220;</a> ziemlich versagt haben, brachten schon vor einigen Jahren die Idee einer bösen App auf die Leinwand. Und der nur 75 Minuten lange Film konnte durchaus überzeugen. Zwar ist <em>Countdown</em> kein Remake, sondern basiert nur auf einer ähnlichen Idee. dennoch muss sich das Langfilm-Debüt von Regisseur und Drehbuchautor Justin Dec an dem europäischen Versuch messen lassen. Wie gruselig ist die neue Version einer teuflischen und sehr tödlichen Software geworden?</p>
<figure id="attachment_7792" aria-describedby="caption-attachment-7792" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7792 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/count-1.jpg" alt="Countdown" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/count-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/count-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/count-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/count-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/count-1-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-7792" class="wp-caption-text">Nur noch wenige Stunden Lebenszeit: Courtney findet die neue App gar nicht lustig.</figcaption></figure>
<h3>Countdown: Die Handlung</h3>
<p>Courtney (Anne Winters) hat zwar ein wenig Angst, dennoch lädt sich sich aus Gruppenzwang auf einer Party die neue App Countdown herunter, die dem Nutzer seine restliche Lebenszeit anzeigt. Courtneys Angst wächst, als dort nur noch wenige Stunden angegeben werden. Deshalb weigert sie sich auch, zu ihrem betrunkenen Freund Evan (Dillon Lane) ins Auto zu steigen. Dennoch stirbt sie zuhause in ihrem Bad einen schrecklichen Tod. Tage später kümmert sich Krankenschwester Quinn (Elizabeth Lail) um Evan, der einen Unfall gebaut hat und eine OP braucht.</p>
<p>Doch Evan hat Todesangst, denn die Countdown-App zeigt ihm an, dass er zum geplanten Termin der Operation sterben soll. Aus Neugier, und um Evan zu beruhigen, lädt auch Quinn sich die App aufs Handy &#8211; und erhält die Botschaft, dass sie nur noch drei Tage zu leben hat. Erst hält sie das Ganze für einen schlechten Scherz, doch dann stirbt Evan durch scheinbaren Selbstmord, nachdem er die OP verschoben hatte. Ist Quinns Leben tatsächlich bedroht? Und was geschieht, wenn man das Unvermeidliche verhindern will? Die Antworten sind mörderisch &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/S6O4iy3Twwo" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Countdown: Mehr Schatten als Licht</h3>
<p>Das Debüt von Justin Dec bietet viele Ansätze zu Kritik &#8211; und ein paar zum Lob. Leider überwiegen die negativen Aspekte. Denn Dec gelingt es einfach nicht, sich weit genug von diesen typischen, generischen Teenie-Horrorfilmen zu lösen, in denen einer nach dem anderen das Zeitliche segnet. Und ein halbwegs erfahrener Horrorfan bereits vorher genau sagen kann, wer es ist und wann es passiert. Ob <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-wish-upon/">&#8222;Wish Upon&#8220;</a> oder <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-wahrheit-oder-pflicht/">&#8222;Wahrheit oder Pflicht&#8220;</a>: In den vergangenen Jahren gab es einfach zu viele dieser Filme, als das <em>Countdown</em> hier Zeichen setzen könnte.</p>
<p>Auch dem Aufbau des Drehbuchs fehlt es nicht an ein paar guten Ideen, aber deutlich an einer guten Verpackung. Wichtige Momente der Handlung, die ihre Schatten aufs Finale werfen, sind einfach so auffällig integriert, dass die Auflösung dann keine große Überraschung mehr ist. Dennoch sind Dec zumindest ein paar Kniffe eingefallen, die auch der Horror-Veteran nicht unbedingt vorhersehen kann. So überzeugt der Hintergrund der tödlichen App mit einer Idee, die noch nicht dutzende Male so erzählt wurde. Und auch Spannungsaufbau beherrscht Dec durchaus.</p>
<figure id="attachment_7793" aria-describedby="caption-attachment-7793" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7793 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/count-2.jpg" alt="Countdown" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/count-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/count-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/count-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/count-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/count-2-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-7793" class="wp-caption-text">Weil sich die App nicht löschen lässt, besorgt sich Quinn ein neues Smartphone. Sollte es so einfach sein?</figcaption></figure>
<h3>Countdown: Ein paar gute Ansätze</h3>
<p>Denn die Attacken der bösen Macht, die hinter dem <em>Countdown</em> steht, gelingen Dec recht gut. Auch der Härtegrad ist für eine Freigabe ab 16 Jahren durchaus üppig und wird Fans der blutigen Gangart zumindest nicht abschrecken. Uns besonders wichtig: Die Hauptfiguren verhalten sich halbwegs clever und regen das Publikum nicht dadurch auf, dass sie, wie in vielen anderen Filmen üblich, so offenkundig dumme Entscheidungen treffen. Das kleine Einmaleins des Horrors beherrscht Justin Dec recht ordentlich, auch wenn er sich reichlich von der &#8222;Final Destination&#8220;-Reihe abschaut.</p>
<p>Leider tappt Dec aber doch in zu viele Fallen, als dass Horrorfans <em>Countdown</em> als durchweg gelungen bezeichnen würden. Wenn 80 Prozent der Handlung vorhersehbar sind, ist das einfach zu viel. Aber für ein Debüt zeigt der Film durchaus schon gute Ansätze, die in weiteren Werken des Regisseurs einiges versprechen. Auch das geht zwar besser, wie zum Beispiel David F. Sandbergs Erstling &#8222;Lights Out&#8220; beweist, aber eben auch um Einiges schlechter. Denn eine wichtige Zutat für einen guten Horrorfilm bietet <em>Countdown</em>: sympathische Figuren.</p>
<p>Elizabeth Lail und ihre Kollegen spielen Charaktere, die man mögen kann. Und mit denen der Zuschauer deshalb auch mehr leidet als mit Figuren, die das Publikum aufgrund idiotischer Handlungen oder einem permanenten Brett vorm Kopf lieber sterben sieht. Horror ohne Emotion funktioniert in aller Regel nicht, das zumindest wusste Dec offenkundig. Für Horror-Neulinge dürfte <em>Countdown</em> genug für einen gruseligen Kinoabend bieten. Wer aber schon einige Filme dieser Art gesehen hat, wird hier nur sehr selten wirklich einmal überrascht.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Da waren die US-Kritiker doch etwas hart. Zwar ist <em>Countdown</em> sicher kein Film, der lange im Gedächtnis bleibt, aber eine völlige Katastrophe ist er auch nicht. Auch wenn Regisseur und Autor Justin Dec zu einem Großen der Zunft noch einiges fehlt, so ist zumindest ein gewisses Talent für ein paar originelle Ideen im eigentlich generischen Stoff zu erkennen. Daher werden Horrorfans nicht gänzlich enttäuscht, auch wenn der Film noch ganz viel Luft nach oben hat. Und den obligatorischen zweiten Teil auch schon ankündigt.</p>
<p><strong>Countdown startet am 30. Januar 2020 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_7794" aria-describedby="caption-attachment-7794" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7794 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/count-3.jpg" alt="Countdown" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/count-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/count-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/count-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/count-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/count-3-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-7794" class="wp-caption-text">Kann Quinn den Tod tatsächlich überlisten oder wird sie ein weiteres Opfer der Killer-App?</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Filmkritik: Der Biss der Klapperschlange</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Oct 2019 10:16:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Netflix]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[übernatürlich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Regisseur Zak Hilditch schickte vor zwei Jahren Thomas Jane als Farmer in der Stephen King-Adaption &#8222;1922&#8220; durch die Hölle. Nun tut er Carmen Ejogo (&#8222;Alien: Covenant&#8220;) das gleiche an. Kann der auf düstere Stoffe spezialisierte Australier auch in seinem zweiten für Netflix produzierten Film überzeugen? Oder ist &#8222;Der Biss der Klapperschlange&#8220; eine zahnlose Angelegenheit? Der Teufel ist noch immer eine der größten Inspirationen für Filmemacher im Bereich Horror &#8211; und nicht nur da, wie &#8222;Lucifer&#8220; nun schon vier Staffeln lang [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regisseur Zak Hilditch schickte vor zwei Jahren Thomas Jane als Farmer in der Stephen King-Adaption <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-1922/">&#8222;1922&#8220;</a> durch die Hölle. Nun tut er Carmen Ejogo (<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-alien-covenant/">&#8222;Alien: Covenant&#8220;</a>) das gleiche an. Kann der auf düstere Stoffe spezialisierte Australier auch in seinem zweiten für Netflix produzierten Film überzeugen? Oder ist &#8222;Der Biss der Klapperschlange&#8220; eine zahnlose Angelegenheit?</strong></p>
<p>Der Teufel ist noch immer eine der größten Inspirationen für Filmemacher im Bereich Horror &#8211; und nicht nur da, wie <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-lucifer-staffel-4/">&#8222;Lucifer&#8220;</a> nun schon vier Staffeln lang beweist. Schauspiel-Größen wie Robert DeNiro, Al Pacino und Viggo Mortensen sind schon in die Rolle des Satans geschlüpft &#8211; und brachten das Publikum zum Schaudern. Doch Hilditch geht mit seinem teuflischen Auftritt andere Wege. Ist das dennoch gruselig? Das verrät die Kritik.</p>
<figure id="attachment_7007" aria-describedby="caption-attachment-7007" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7007 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/biss-1-1024x500.jpg" alt="Biss der Klapperschlange" width="750" height="366" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/biss-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/biss-1-300x146.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/biss-1-768x375.jpg 768w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-7007" class="wp-caption-text">Katrina ist mit ihrer Tochter auf dem Weg zur Großmutter, als das Unglück geschieht.</figcaption></figure>
<h3>Der Biss der Klapperschlange: Die Handlung</h3>
<p>Die alleinerziehende Mutter Katrina (Carmen Ejogo) fährt mit ihrer Tochter Clara (Apollonia Pratt) eine vermeintliche Abkürzung durch die texanische Wüste, als ihr ein Reifen platzt. Während Katrina den Reifen wechselt, spielt Clara draußen &#8211; und wird von einer Klapperschlange gebissen. fast starr vor Angst um ihr Kind sucht Katrina verzweifelt nach Hilfe. Und plötzlich steht da ein Wohnwagen mitten in der Wüste, in dem eine Frau lebt, die ihre Hilfe anbietet. Während Katrina den Reifen wechselt, will sie sich um die Kleine kümmern.</p>
<p>Tatsächlich geht es Clara gut, als Katrina zurückkehrt &#8211; und von der Frau ist nirgendwo eine Spur zu finden. So fährt die Kleinfamilie ins nächste Krankenhaus, wo von einem Schlangenbiss nichts mehr zu sehen ist. Doch als Katrina gerade erleichtert ist, kommt ein fremde Mann ins Krankenzimmer und klärt sie über den Preis auf, den sie für das Leben ihrer Tochter zu zahlen hat. Eine Seele für eine Seele, teilt ihr der Mann kurz mit. Wenn Katrina nicht bis Sonnenuntergang einen anderen Menschen tötet, wird Clara sterben &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/LhklHFwmBYw" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Der Biss der Klapperschlange: Eindeutig teuflisch</h3>
<p>Die Idee, einen unbescholteten Bürger mit Erpressung zum Mörder zu machen, ist nicht neu. Meist wurde das Thema aber in Krimis oder Thrillern abgehandelt. Hilditch verpflanzt dieses Geschehen ins übernatürliche Horror-Genre, denn das hier wirklich der Teufel am Werk ist, daraus macht der Film keinen Hehl. Und so muss Katrina statt der üblichen Versuche, die Polizei einzuschalten, diesmal ganz andere Strategien auffahren. Und tatsächlich so schnell wie möglich nach einem geeigneten Opfer suchen. Denn auch sie steht dauerhaft unter Beobachtung.</p>
<p>Diese Momente im Film, wenn Katrina feststellt, dass nur sie eine bestimmte Person sehen kann &#8211; und die ihr unmissverständlich klarmacht, dass die Zeit läuft &#8211; gehören zu den stärksten Szenen, die Zak Hilditch in seinem <em>Der Biss der Klapperschlange</em> geschaffen hat. Denn die Ausweglosigkeit der Situation, in der Katrina steckt, untermauert der Regisseur so derart stark, dass beim Zuschauer bald keine Gedanken mehr aufkommen, sie könnte den Deal irgendwie noch aushebeln oder umgehen.</p>
<figure id="attachment_7008" aria-describedby="caption-attachment-7008" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7008 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/biss-2-1024x683.jpg" alt="Biss der Klapperschlange" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/biss-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/biss-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/biss-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/biss-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/biss-2-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-7008" class="wp-caption-text">Bald steht Katrina vor einer schweren Entscheidung. Rettet sie ihre Tochter &#8211; und wird damit zur Mörderin?</figcaption></figure>
<h3>Der Biss der Klapperschlange: One-Woman-Show</h3>
<p>So konzentriert sich der Film ganz auf seine Hauptdarstellerin. Und die beherrscht ihr Handwerk so gut, dass es Carmen Ejogo gelingt, das Publikum an ihrem Leid teilhaben zu lassen. Wer sich auf den Film einlässt, wird unwillkürlich immer wieder überlegen, ob es einen Ausweg gibt, der Katrina nur noch nicht eingefallen ist. Und der naheliegendste spielt im weiteren Verlauf der Story auch eine nicht unwichtige Rolle. Ob sich Katrina dafür entscheidet, soll hier aber nicht verraten werden.</p>
<p>Zurück zu Ejogo. Die 46-jährige Britin hinterlässt als immer verzweifelnder werdende Mutter einen starken Eindruck. Ihr Kampf, um unter der Last nicht zusammenzubrechen, sondern zum Wohl ihrer Tochter jemanden zu finden, den sie umbringen kann, ist in ihrem Gesicht deutlich zu erkennen &#8211; und berührt. Das Drehbuch, von Hilditch selbst geschrieben, kann mit dieser Leistung nicht ganz mithalten. Zwar gelingen ihm einige intensive Momente des Unbehagens, richtigen Horror oder hohe Spannung erzeugt der Film aber nur sehr selten.</p>
<p>Auch wenn das Ende durchaus originell ausfällt und Hilditch eine weitere Kraft neben dem Bösen zumindest andeutet, muss sich der Zuschauer schon sehr tief in die Story fallen lassen, um wirklich gefesselt zu sein. Da hätte Hilditch ruhig noch ein wenig mehr aufdrehen dürfen. Insgesamt gehört <em>Der Biss der Klapperschlange</em> aber zu den besseren Netflix-Produktionen der vergangenen Monate, weil er über eine starke Hauptdarstellerin verfügt &#8211; und mit nur 82 Minuten auch kurz und knackig ausfällt.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Kann man machen, muss man nicht, so würde wohl die Wertung von vielen Zuschauern lauten. <em>Der Biss der Klapperschlange</em> ist ein unterhaltsamer Horror-light, der selten überrascht, aber seine Grundidee konsequent und sauber zu Ende bringt. Wer Twists oder andere Überraschungen erwartet, ist hier allerdings falsch. Regisseur Zak Hilditch interessierte sich deutlich mehr für das moralische Dilemma seiner Figur als für Schocks oder wilde Wendungen.</p>
<p><strong>Der Biss der Klapperschlange startet am 25. Oktober 2019 bei Netflix.</strong></p>
<p>Weitere Kritiken zu Netflix-Filmen <a href="https://lauterfilme.de/netflix-filmkritik-im-ueberblick/">finden Sie hier</a>.</p>
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<figure id="attachment_7009" aria-describedby="caption-attachment-7009" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7009 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/biss-3-1024x582.jpg" alt="Biss der Klapperschlange" width="750" height="426" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/biss-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/biss-3-300x171.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/biss-3-768x437.jpg 768w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-7009" class="wp-caption-text">In einer Bar trifft Katrina einen Kerl, der seine Freundin misshandelt &#8211; könnte er ihr Opfer werden?</figcaption></figure>
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</iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Filmkritik: Böser Einfluss</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Oct 2019 11:15:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Besessenheit]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Netflix]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Gegensatz zum deutschen Kino, aus dem seit Jahrzehnten kaum noch Horrorfilme kommen, kann Spanien auf einige Genre-Perlen aus dem Horror- und Thrillerbereich zurückblicken. Ob der bärenstarke Zombiereißer &#8222;REC&#8220; oder der intelligente Thriller &#8222;The Body&#8220;, ein paar junge Klassiker des Spannungskinos dürfen sich die spanischen Filmemacher auf ihre Fahnen schreiben. Gehört der für Netflix produzierte Horrorfilm &#8222;Böser Einfluss&#8220; (im Original La Influencia&#8220;) ebenfalls dazu? Kinder, die von übersinnlichen und bösen Wesen bedroht werden, das ist momentan ein Trend im Horrorfilm, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Gegensatz zum deutschen Kino, aus dem seit Jahrzehnten kaum noch Horrorfilme kommen, kann Spanien auf einige Genre-Perlen aus dem Horror- und Thrillerbereich zurückblicken. Ob der bärenstarke Zombiereißer &#8222;REC&#8220; oder der intelligente Thriller &#8222;The Body&#8220;, ein paar junge Klassiker des Spannungskinos dürfen sich die spanischen Filmemacher auf ihre Fahnen schreiben. Gehört der für Netflix produzierte Horrorfilm &#8222;Böser Einfluss&#8220; (im Original La Influencia&#8220;) ebenfalls dazu?</strong></p>
<p>Kinder, die von übersinnlichen und bösen Wesen bedroht werden, das ist momentan ein Trend im Horrorfilm, der kaum zu übersehen ist. Ob Ari Asters <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-hereditary-das-vermaechtnis/">&#8222;Hereditary&#8220;</a>, der irische<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-the-hole-in-the-ground/"> &#8222;The Hole in the Ground&#8220;</a> oder <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-the-prodigy/">&#8222;The Prodigy&#8220;</a> aus den USA &#8211; das Thema ist beliebt. Allerdings können nur wenige Filme aus den vergangenen Jahren, die ihre Spannung aus bedrohten Kindern ziehen, wirklich überzeugen. Wie sieht es bei <em>Böser Einfluss</em> aus? Funktioniert der als Horrorfilm oder lässt er seine Zuschauer kalt?</p>
<figure id="attachment_6933" aria-describedby="caption-attachment-6933" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6933 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/boeser-1-1024x595.jpg" alt="Böser Einfluss" width="750" height="436" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/boeser-1-1024x595.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/boeser-1-300x174.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/boeser-1-768x446.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/boeser-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6933" class="wp-caption-text">Die Schwestern Alicia und Sara erinnern sich nur ungern an ihre furchtbare Kindheit.</figcaption></figure>
<h3>Böser Einfluss: Die Handlung</h3>
<p>Vor vielen Jahren hatte Alicia (Manuela Vellés) ihr Elternhaus verlassen. Weil ihre Schwester Sara (Maggie Civantos) die im Koma liegende Mutter nicht mehr allein betreuen kann, kehrt Alicia nun mit Mann und Tochter Nora (Claudia Placer) in das Haus zurück, in dem sie als Kind den blanken Horror erlebte. Und den sie sehr erfolgreich verdrängen konnte, sodass sie kaum noch Erinnerungen daran hat. Auf den ersten Blick ist alles normal, doch schon bald muss Alicia feststellen, dass der böse Einfluss ihrer Mutter noch immer im Haus ist.</p>
<p>Während Alicia sich nur langsam wieder an das Grauen erinnert, das sie als Kind in ihrem Elternhaus erleben musste, scheint vor allem Nora in düstere Ereignisse verwickelt zu werden. Sie lernt in der Schule eine geheimnisvolles Mädchen kennen und spricht bald mit ihrer Großmutter, als sei sie tatsächlich mit ihr im Zimmer. Dabei liegt die alte Frau doch komatös für alle Zeiten an Geräte angeschlossen in ihrem eigenen Raum &#8211; oder doch nicht? Alicia kommen bald Zweifel. Und dann verschwinden plötzlich Menschen &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/xtlfJHsjGBQ" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Böser Einfluss: Aus dem Süden nichts Neues</h3>
<p>Das Drehbuch schrieb Regisseur Denis Rovira van Boekholt unter anderem zusammen mit dem britischen Horror-Schriftsteller Ramsey Campbell, aus dessen Feder untere anderem die Vorlage für den starken spanischen Horrorfilm &#8222;The Nameless&#8220; aus dem Jahr 1999 stammt. Gute Voraussetzungen eigentlich für Böser Einfluss, der allerdings letztlich nicht viel mehr zu bieten hat, als eine ständig durchscheinende Blaupause von <em>Hereditary</em>. Ohne je dessen inszenatorische Klasse zu erreichen. Das Langfilm-Debüt des Spaniers strotzt vor Klischees, die andere besser eingesetzt haben als er.</p>
<p>Denn schnell macht der Film klar, aus welcher Richtung hier der Horror-Wind weht. Und lässt dann seine Protagonisten quälend lange nicht auf die gleichen Schlussfolgerungen kommen wie die Zuschauer. Obwohl die es nach ihren Kindheitserlebnissen dort sogar besser wissen müssten als das Publikum. Diese Diskrepanz stört sowohl den Spannungsaufbau des Films als auch die innere Logik der Geschichte deutlich. Denn sie macht Böser Einfluss extrem vorhersehbar &#8211; und das braucht man bei einem Horrorfilm nicht dringend.</p>
<figure id="attachment_6934" aria-describedby="caption-attachment-6934" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6934 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/boeser-2-1024x576.jpg" alt="Böser Einfluss" width="750" height="422" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/boeser-2-1024x576.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/boeser-2-300x169.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/boeser-2-768x432.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/boeser-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6934" class="wp-caption-text">Denn ihre Mutter quälte die Kinder mit grauenvollen Ritualen.</figcaption></figure>
<h3>Böser Einfluss: Holzhammer-Horror</h3>
<p>Dazu nutzt van Boekholt viele sehr ausgetretenen Pfade der Inszenierung, um Horror zu erzeugen. Oder erzeugen zu wollen. Denn echte Fans wird er mit seinen oft nur aus dem Sound kommenden Jump-Scares sicher nicht beeindrucken. Ebensowenig wie mit seinen Figuren, die erheblich dümmer und blauäugigier agieren müssen, als das Publikum ihnen das eigentlich zutrauen muss. Allein, wäre ihr Verhalten logischer, die Story wäre nach einer Stunde spätestens vorbei. Und so wirkt <em>Böser Einfluss</em> über weite Teile unnötig gestreckt &#8211; und langweilig.</p>
<p>Den Schauspielern lässt sich dabei nur wenig Schuld zuweisen. Die wenigen Akzente, die sie setzen können, nutzen sie, allen voran Manuela Vellés, die als einzige einen halbwegs interessanten Charakter spielen darf. Ihre Angst und Verzweiflung sind die wenigen Momente, in denen der Film sein Publikum wirklich emotional erreicht. Fast der gesamte Rest des Films dürfte die meisten Zuschauer eher kalt lassen. Was auch an den vielen viel zu oft gesehenen Mitteln liegt. Okkulte Gegenstände und Tierschädel machen einfach keine Angst mehr.</p>
<p>Dabei ist Böser Einfluss keine totale Katastrophe, von Boekholt inszeniert immerhin routiniert und auch die Kamera fängt einige durchaus sehenswerte Bilder ein. Aber zu keinem Zeitpunkt gelingt es dem Film, aus dem Schatten seiner Ideengeber herauszutreten und irgendeinen neuen Beitrag zur dieser Art Story beizutragen &#8211; und sei er noch so klein. Für nicht zu anspruchsvolle Fans halbwegs akzeptables Horror-Fast-Food zum schnellen Konsumieren. Für Feinschmecker des Genres aber zum größten Teil wenig reizvoll.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Im Gegensatz zu einigen echten Perlen aus Spanien ist Denniv Rovira van Boekholts Langfilm-Debüt leider nur Horror von der Stange. Alles, was der Regisseur und Mitautor hier erzählt, gab es schon anderswo &#8211; und meist interessanter. Auch auf optischer Ebene kann Böser Einfluss durch seine vielen Klischees nicht überzeugen und rührt nur im gleichen Quark herum, der es sonst nur auf Direct-to-DVD-Auswertungen bringt. Nicht wirklich schlimm, aber auch nicht gut.&nbsp;&nbsp;</p>
<p><strong>Böser Einfluss startet am 1.. Oktober 2019 bei Netflix. </strong>(Film hat eine deutsche Tonspur)</p>
<p>Weitere Netflix-Filmkritiken <a href="https://lauterfilme.de/netflix-filmkritik-im-ueberblick/">finden Sie hier.</a></p>
<figure id="attachment_6935" aria-describedby="caption-attachment-6935" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6935 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/boeser-3-1024x682.jpg" alt="Böser Einfluss" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/boeser-3-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/boeser-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/boeser-3-768x511.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/boeser-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/boeser-3-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/boeser-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6935" class="wp-caption-text">Ist die im Koma liegende Victoria eine Hexe, die ihre Tochter Sara töten will?</figcaption></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-boeser-einfluss/">Filmkritik: Böser Einfluss</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
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