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	<title>Slasher - lauterfilme.de</title>
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		<title>Filmkritik: Konferensen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Oct 2023 13:52:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Mats Strandberg gilt als der &#8222;Stephen King&#8220; Schwedens. Zwar hat er, auch altersbedingt, noch ein paar Dutzend Bücher Rückstand auf den US-Horrorautoren, aber mehrere seiner Werke haben bereits den Weg auf deutsche Bestsellerlisten gefunden. Zeit also, auch mal einen davon zu verfilmen. Netflix hat sich den bislang neuesten Roman ausgesucht und ihn vom schwedischen Regisseur Patrik Eklund mit schwedischen Schauspielern adaptieren lassen. Allerdings hat der Streamingdienst &#8222;Konferensen&#8220; eine deutsche Tonspur gegönnt, sodass sich niemand mit Untertiteln beschäftigen muss. Schon der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mats Strandberg gilt als der &#8222;Stephen King&#8220; Schwedens. Zwar hat er, auch altersbedingt, noch ein paar Dutzend Bücher Rückstand auf den US-Horrorautoren, aber mehrere seiner Werke haben bereits den Weg auf deutsche Bestsellerlisten gefunden. Zeit also, auch mal einen davon zu verfilmen. Netflix hat sich den bislang neuesten Roman ausgesucht und ihn vom schwedischen Regisseur Patrik Eklund mit schwedischen Schauspielern adaptieren lassen. Allerdings hat der Streamingdienst &#8222;Konferensen&#8220; eine deutsche Tonspur gegönnt, sodass sich niemand mit Untertiteln beschäftigen muss. Schon der Trailer verspricht einen klassischen Slasher-Film alter Schule &#8211; ist das so? Und wie elegant wandelt der Film auf den Spuren von Michael und Jason? Das klärt die Kritik.</p>
<figure id="attachment_14699" aria-describedby="caption-attachment-14699" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-14699 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/konf-1.webp" alt="Konferensen" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/konf-1.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/konf-1-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/konf-1-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/konf-1-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/konf-1-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/konf-1-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/konf-1-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14699" class="wp-caption-text">Teambuilding inmitten unberührter Natur &#8211; nicht jedermanns Sache. Aber perfektes Terrain für Serienkiller!</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Eine kleine schwedische Gemeinde hat es geschafft, genug Interessenten für ein Einkaufszentrum zu finden, um es zu bauen. Morgen soll der erste Spatenstich sein und der Gemeindeangestellte Jonas (Adam Lundgreen), der das Projekt mit aller Macht durchgedrückt hat, soll dabei Hand anlegen. Vorher will die kleine Gruppe der Gemeindeangestellten aber noch auf einem Seminar ihren Zusammenhalt stärken. Zwar ist nicht jeder davon begeistert, aber die Chefin Ingela (Maria Sid) hat sich mit der Idee durchgesetzt. Wieder mit dabei ist nach längerer Krankheit wegen Überarbeitung auch Lina (Katia Winter), die mit Jonas nicht das beste Verhältnis hat.</p>
<p>Bei der Besprechung des kommenden Tages bemerkt Lina tatsächlich Ungereimtheiten in den Unterlagen. Es finden sich Verträge darunter, die ihre Unterschrift tragen, die sie aber nicht unterschrieben hat. Oder doch? Immerhin hatte sie ja nervliche Probleme. Während also die Team-Building-Maßnahmen weitergehen, kommt die kleine Crew des Veranstaltungsorts mitten im Wald langsam in Schwierigkeiten. Denn Koch Karl (Jimmy Lindström) ist seit einiger Zeit verschwunden, weil er eine neue Gasflasche zum Kochen besorgen will. und auch ein weiterer Mitarbeiter ist nicht aufzufinden. Was noch niemand vor Ort weiß: Ein geheimnisvoller Killer ist in der Nähe und scheint vorzuhaben, niemanden am Leben zu lassen &#8230;</p>
<p><iframe title="The Conference | Official trailer | Netflix" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/B9hpl8e-lQ4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Im Norden nichts Neues</h2>
<p>Mats Strandbergs Story hat weniger mit Jason und Michael zu tun als man meint. Stattdessen standen eher Filme wie Hitchcocks &#8222;Psycho&#8220; oder der erste &#8222;Freitag, der 13.&#8220; Pate für Konferensen. Denn übernatürliche Phänomene wie Unverwundbarkeit sucht man hier vergeblich. Hier ist ein sehr irdischer Killer unterwegs, dessen Identität lange ein Geheimnis bleibt. Denn die klassische Maske darf natürlich nicht fehlen. Ebenso wenig wie eine ordentliche Portion Blut. Zwar ist Konferensen sicher kein zweiter &#8222;Terrifier&#8220;, aber komplett harmlos ist die Darstellung von Gewalt auch nicht. Netflix vergab eine Freigabe ab 18. Dennoch ist der Film kein reines Blutbad, in dem wahllos Teenager abgeschlachtet werden. Strandberg will um die Morde eine Geschichte erzählen.</p>
<p>Und das tut auch der Film. Allerdings sollte man hier keine tiefgründigen Gedanken wie in &#8222;Das Schweigen der Lämmer&#8220; oder ähnliches erwarten. Strandberg streut mehrere Motive aus, um eine möglichst große Zahl an Verdächtigen zu haben. Regisseur Eklund kassiert allerdings schon in den ersten 20 Minuten die meisten davon wieder ein, sodass eine wirklich große Spannung um das Gesicht unter der Maske gar nicht erst aufkommt. Es läuft schnell auf zwei mögliche Täter hinaus. Und obwohl der Film den Mörder nicht wirklich genau zeigt, ahnt das Publikum doch recht genau, um wen es sich dabei handelt. In Sachen Slasher ist <strong>Konferensen</strong> letztlich ein Genre-typischer Film von der Stange.</p>
<figure id="attachment_14700" aria-describedby="caption-attachment-14700" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14700 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/konf-2.webp" alt="Katia Winter" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/konf-2.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/konf-2-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/konf-2-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/konf-2-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/konf-2-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/konf-2-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/konf-2-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14700" class="wp-caption-text">Lina hat wenig Lust auf ihre Kollegen, denn sie vermutet illegale Geschäfte bei den Plänen fürs Einkaufszentrum.</figcaption></figure>
<h2>Immerhin: Archetypen mit Herz</h2>
<p>Ein wenig mehr Mühe gibt sich das Drehbuch hingegen bei den Protagonisten. Zwar sind auch die Konstellationen innerhalb der Gruppe nichts Neues und erinnern nicht nur einmal an &#8222;Severance&#8220; von Christopher Smith, aber zumindest sind die Archetypen mit guten Dialogen bestückt und auch ansprechend gespielt. Ob die feige Eva, der alte Torbjörn, der eigentlich nur an Alkohol und Essen interessiert ist oder die umweltbewusste Anette, die wegen ihrer Sorge um den Planeten immer wieder zum Ziel von Spott wird. Die Charaktere geben tatsächlich, mal mehr, mal weniger flach, dem Publikum einen Grund, über ihren Tod entweder erfreut oder traurig zu sein. Mehr, als viele andere Slasher der letzten Jahre geschafft haben.</p>
<p>Dennoch bleibt <strong>Konferensen</strong> ein typischer Vertreter seiner Zunft, der in keinen Moment auch nur versucht, etwas wirklich Neues zu erzählen oder auch nur eine interessante Variante des mordenden Maskenträgers zu etablieren. Eine neue Maske, dazu die betont menschliche Charakterisierung des Killers on Form von Ausrutschern oder der Fähigkeit zu bluten, wie etwa in &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-scream/">Scream</a>&#8222;. Und ein Dutzend potenzieller Opfer, von denen dem Publikum vor allem die frühen abtretenden relativ egal sind &#8211; mangels Zeit zur Charakterisierung. Möglicherweise ist das Slasher-Genre inzwischen dort angekommen, wie sich Exorzismus-Filme schon länger befinden: Neue Ideen gibt es nicht mehr. Wem es aber genügt, wenn Menschen möglichst blutig mit diversen Klingen und anderen Werkzeugen ermordet werden, wird hier fündig.</p>
<figure id="attachment_14701" aria-describedby="caption-attachment-14701" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14701 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/konf-3.webp" alt="Konferensen" width="1024" height="646" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/konf-3.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/konf-3-300x189.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/konf-3-768x485.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/konf-3-750x473.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14701" class="wp-caption-text">Bald tritt der Killer in Erscheinung und Überlebenskampf ist angesagt.</figcaption></figure>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Strandberg mag ein aufstrebender Horrorautor sein, die Verfilmung seines neuesten Werks beweist das nicht. Denn <strong>Konferensen</strong> ist ein Slasher von der Stange. Durchaus blutig, wenn auch nicht in der Oberliga der Brutalitäten angesiedelt. Ordentliche Schauspieler, aber keine sonderlich stark ausgearbeiteten Figuren, stattdessen Archetypen. Und ein Story, die zwar zunächst eine große Anzahl möglicher Killer anbietet, aber auch schnell wieder die meisten Angebote zurückzieht und sich auf lediglich zwei Optionen fokussiert. Das ist handwerklich in Ordnung, leidlich spannend und dürfte alle unterhalten, denen die gefühlte 25. Version eines Maskenkillers genügt, um Spaß zu haben. Wer nach frischen Ideen sucht, wird hier allerdings nichts finden.</p>
<p><strong>Konferensen startet am 13. Oktober 2023 bei Netflix.</strong></p>
<figure id="attachment_14702" aria-describedby="caption-attachment-14702" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14702 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/konf-4.webp" alt="Konferensen" width="1024" height="733" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/konf-4.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/konf-4-300x215.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/konf-4-768x550.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/konf-4-750x537.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14702" class="wp-caption-text">Der fiese Jonas hat schon einmal besser ausgesehen.</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: X</title>
		<link>https://lauterfilme.de/filmkritik-x/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 May 2022 17:17:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Bevor die USA ihren Jugendschutz auf &#8222;NC-17&#8220; umstellte, was nur Erwachsenen die Sichtung eines Films erlaubt, galt das &#8222;X&#8220;-rated als höchste Einstufung. Ob Horrorspezialist Ti West in seinem neuen Film mit dem Titel darauf anspielt? Die Chancen stehen gut, denn die Handlung führt gleich zwei stark X-rated-gefährdete Genres zusammen: blutigen Horror und Pornographie. Die stehen beide nicht in Verdacht, den Zuschauern besonders spektakuläre Storys zu erzählen, in der Regel geht es mehr um die Schauwerte. Zwar ist der Sex in [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bevor die USA ihren Jugendschutz auf &#8222;NC-17&#8220; umstellte, was nur Erwachsenen die Sichtung eines Films erlaubt, galt das &#8222;X&#8220;-rated als höchste Einstufung. Ob Horrorspezialist Ti West in seinem neuen Film mit dem Titel darauf anspielt? Die Chancen stehen gut, denn die Handlung führt gleich zwei stark X-rated-gefährdete Genres zusammen: blutigen Horror und Pornographie. Die stehen beide nicht in Verdacht, den Zuschauern besonders spektakuläre Storys zu erzählen, in der Regel geht es mehr um die Schauwerte. Zwar ist der Sex in X für europäische Verhältnisse recht harmlos, der Blutfaktor dafür aber hoch. Also ein weiterer, typischer Slasher in der Tradition von &#8222;Freitag, der 13.&#8220; oder &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/texas-chainsaw-massacre-kritik-film/">Texas Chainsaw Massacre</a>&#8222;? Das klärt die Kritik.</p>
<figure id="attachment_12393" aria-describedby="caption-attachment-12393" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-12393 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/x-1.webp" alt="X Gruppe" width="1024" height="599" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/x-1.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/x-1-300x175.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/x-1-768x449.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/x-1-750x439.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12393" class="wp-caption-text">Noch sind die Porno-Filmer guter Dinge: Auf einer Farm soll ihr Meisterwerk entstehen.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>1979. Seit den Erfolgen von Pornofilmen in den Kinos träumt Wayne (Martin Henderson) vom großen Geld mit einer eigenen Produktion. Gemeinsam mit seiner Freundin Maxine (Mia Goth), der Stripperin Bobby-Lynne (Brittany Snow), Darsteller Jackson (Scott Mescudi) und dem jungen Regisseur RJ (Owen Campbell) und dessen Freundin Lorrain (Jenna Ortega, &#8222;Scream&#8220;), die als Beleuchterin arbeitet, fährt Wayne daher aufs texanische Land hinaus, wo er von einem alten Ehepaar eine Hütte gemietet hat. Dort soll der Film entstehen, von dem sich Wayne bald Millionen auf dem Konto erhofft. Und seiner Freundin zum Durchbruch als Darstellerin verhelfen soll. Natürlich kommt es aber anders als erwartet.</p>
<p>Schon die Ankunft ist nicht so, wie sich die Crew das vorgestellt hat. Denn der alte Mann, dem das Grundstück gehört, reagiert extrem unfreundlich auf die Besucher. Und die dazu gehörende Gattin scheint sich im Übermaß für die jungen Leute und deren Projekt zu interessieren. Während die Dreharbeiten laufen, kommt es dann zu seltsamen Ereignissen rund um die Hütte an einem kleinen Teich. Hat das alte Ehepaar etwa verschwiegen, dass sich hier noch weitere Menschen herumtreiben?</p>
<p><iframe title="X | Official Trailer HD | A24" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/Awg3cWuHfoc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Die Kettensäge lässt grüßen</h2>
<p>Bereits im Vorfeld wurde Ti Wests neuer Film immer wieder mit 70er-Jahre Slashern verglichen. Zu einem gewissen Teil sicher, weil er auch in dieser Zeit spielt und alt aussieht, was das Filmmaterial angeht. Aber natürlich auch, weil es sich bei <strong>X</strong> letztlich auch um einen Slasher handelt, wenn auch unter anderen Vorzeichen als sonst. Denn Regisseur Ti West, der in seiner Karriere bislang hauptsächlich Horrorfilme gedreht hat, geht hier nicht nur zeitlich, sondern auch erzählerisch zurück zu den Wurzeln des Horror-Sub-Genres. Er stellt nicht den Killer, sondern die Opfer in den Fokus seines Films. Und das führt zu interessanten Verschiebungen des sonst üblichen Tempos solcher Geschichten.</p>
<p>West lässt sich viel Zeit, um seine Figuren einzuführen. Eine Stunde passiert für Horrorfans scheinbar nicht viel, West beobachtet seine Protagonisten bei der Arbeit und der Freizeit, lässt sie von ihren Träumen erzählen, am Abend sogar gemeinsam Lieder singen. Doch West nutzt diese Stunde gleich für mehrere Dinge. So lässt er langsam eine immer stärker werdende Atmosphäre der diffusen Bedrohung aufziehen, die sich nur schwer an den offenbar einzigen anderen Menschen dort festmachen lässt. Und er gibt in <strong>X</strong> ein paar klare Statements zu weiblicher Sexualität ab, die es in einem Originalfilm aus dieser Zeit so wohl nicht gegeben hätte, von Russ Meyer mal abgesehen. All das führt zu einem Phänomen, das im modernen Slasher-Kino kaum noch bekannt ist: Die Opfer sind dem Zuschauer nicht egal.</p>
<figure id="attachment_12394" aria-describedby="caption-attachment-12394" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-12394 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/x-2.webp" alt="X Martin Henderson" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/x-2.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/x-2-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/x-2-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/x-2-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/x-2-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/x-2-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/x-2-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12394" class="wp-caption-text">Doch der Vermieter entpuppt sich als wenig freundlicher Zeitgenosse.</figcaption></figure>
<h2>Wenn die Opfer nicht egal sind</h2>
<p>Denn wenn der Film nach einer guten Stunde mit dem Teil beginnt, für den wohl die meisten im Kino sitzen, dann kennt das Publikum die Figuren &#8211; und keiner davon dürfte in deren Augen den Tod verdient haben. Das sorgt dafür, dass man hier nicht nur dem klassischen Final Girl mitfiebert, sondern auch den anderen Charakteren eigentlich nichts Böses wünscht. Und die Verletzungen, die sie hier erleiden, beim Zusehen auch etwas mehr schmerzen als üblich. West nutzt seinen langsamen Spannungsaufbau routiniert und lässt den Zuschauer lange im Unklaren darüber, was genau sich auf dieser Farm im Nirgendwo eigentlich abspielt. Und täuscht mehrfach den Beginn der Mordserie an, bevor es dann tatsächlich losgeht.</p>
<p>Und weil er sich dann wenig zimperlich zeigt, kommen Fans des Genres durchaus auf ihre Kosten. Aber im Vergleich zu Filmen wie den neuen <strong>Texas Chainsaw Massacre</strong> bei Netflix, wo es nur noch um möglichst viele blutige Kills geht, hat <strong>X</strong> deutlich mehr zu bieten: Echte Emotion beispielsweise. Denn West nutzt seine Charaktere eben nicht nur als Blutbeutel. Daneben beweist West auch inszenatorische Qualitäten, seine Kamera-Perspektiven und Schwenks sorgen für einen guten Teil des Thrills im Film. Immer wieder zeigt er dem Publikum Bedrohungen, die den Protagonisten nicht klar sind. Was vor Jahrzehnten schon bei Hitchcock gut funktionierte, hat auch bei West nichts von seiner Wirkung verloren. West mischt diesen hohen Suspense-Anteil virtuos mit kurzen, aber blutigen Momenten.</p>
<figure id="attachment_12395" aria-describedby="caption-attachment-12395" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-12395 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/x-3.webp" alt="Mia Goth" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/x-3.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/x-3-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/x-3-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/x-3-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/x-3-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/x-3-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/x-3-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12395" class="wp-caption-text">Maxine sieht den Film als Chance, endlich die ihr zustehende Berühmtheit zu erlangen.</figcaption></figure>
<p>Ti West erfindet mit <strong>X</strong> das Genre des Slasher-Films nicht neu. Aber er besinnt sich auf Qualitäten, die frühere Werke zu den Klassikern machte, die sie heute sind. Ob man West nun dafür feiern sollte, dass er seine weiblichen Figuren selbst bestimmt zeichnet und mehr aus ihnen macht als hübsche Körper, das mögen andere entscheiden. Wirklich essentiell wichtig für die Qualität des Films ist dieser Umstand nicht, aber es gibt dem Film einen Dreh, den man gerade in Horrorfilmen nicht erwartet.</p>
<p>Das Prequel &#8222;Pearl&#8220; ist bereits abgedreht und dürfte spätestens im kommenden Jahr erscheinen.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Mit dem wohl kürzesten Horrorfilm-Titel überhaupt &#8211; <strong>X</strong> &#8211; hat Regisseur, Produzent und Drehbuchautor Ti West einen Höhepunkt des  bisherigen Kinojahres abgeliefert. Lange lässt er sich Zeit, seine Figuren zu entwickeln und setzt in der ersten Stunde des Films immer wieder virtuose Suspense-Momente, bevor er in den finalen 30 Minuten dann durchaus derb zur Sache geht. Sonst ist der Film zwar nicht sonderlich innovativ, was Handlung oder Gewalt angeht, aber was West macht, das macht er auf einem hohen Niveau. Ein überzeugender Cast, eine gute Story, und sogar ein paar gesellschaftskritische Seitenhiebe auf die Rolle der Frau in den späten 70ern &#8211; das bekommt man in einem Horrorfilm so gebündelt doch eher selten zu sehen.</p>
<p><strong>X startet am 19. Mai 2022 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_12396" aria-describedby="caption-attachment-12396" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-12396 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/x-4.webp" alt="Jenna Ortega" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/x-4.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/x-4-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/x-4-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/x-4-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/x-4-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/x-4-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/x-4-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12396" class="wp-caption-text">Erst viel zu spät erkennt die Filmcrew, wo sie tatsächlich gelandet sind.</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: Texas Chainsaw Massacre</title>
		<link>https://lauterfilme.de/texas-chainsaw-massacre-kritik-film/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Feb 2022 08:00:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Blutig]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Fortsetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Netflix]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch wenn der unter dem deutschen Namen &#8222;Blutgericht in Texas&#8220; laufende &#8222;Texas Chainsaw Massacre&#8220; ein paar Jahre älter ist, hat er doch einiges mit John Carpenters &#8222;Halloween&#8220; gemeinsam. Hier wie dort würden viele Zuschauer schwören, dass sie einen ultrabrutalen Film gesehen haben, was nachweisbar nicht so ist. Beide zogen einen Rattenschwanz an Fortsetzungen nach sich, die fast alle deutlich blutiger ausfielen als das Original. Und beide erlebten eine Fortsetzung, die alle vorigen ignoriert und direkt am Original ansetzt. Mit Halloween [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn der unter dem deutschen Namen &#8222;Blutgericht in Texas&#8220; laufende &#8222;Texas Chainsaw Massacre&#8220; ein paar Jahre älter ist, hat er doch einiges mit John Carpenters &#8222;Halloween&#8220; gemeinsam. Hier wie dort würden viele Zuschauer schwören, dass sie einen ultrabrutalen Film gesehen haben, was nachweisbar nicht so ist. Beide zogen einen Rattenschwanz an Fortsetzungen nach sich, die fast alle deutlich blutiger ausfielen als das Original. Und beide erlebten eine Fortsetzung, die alle vorigen ignoriert und direkt am Original ansetzt. Mit <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-halloween/">Halloween</a> und <a href="https://lauterfilme.de/halloween-kills-kritik-film/">Halloween Kills</a> haben die Macher viel Geld verdient, auch wenn man sich über die Qualität streiten kann. Wird auch der neue <strong>Texas Chainsaw Massacre</strong> seine Fans überzeugen? Das klärt die Kritik.</p>
<figure id="attachment_12007" aria-describedby="caption-attachment-12007" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/tcm-1.webp"><img decoding="async" class="wp-image-12007 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/tcm-1.webp" alt="Sarah Yarkin" width="1024" height="576" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/tcm-1.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/tcm-1-300x169.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/tcm-1-768x432.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/tcm-1-750x422.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption id="caption-attachment-12007" class="wp-caption-text">Melody und ihre Freunde wollen in Harlow, Texas, neu anfangen. Und haben potenzielle Mitbewohner eingeladen.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Melody (Sarah Yarkin) und ihr Verlobter Dante (John Latimore) fahren gemeinsam mit Melodys Schwester Lila (Elsie Fisher) und Freundin Ruth (Nell Hudson) in eine Geisterstadt im ländlichen Texas, um dort eine nachhaltige Gemeinde aufzubauen. Doch ganz so leer wie erwartet, ist die Stadt nicht. Eine alte Frau (Alice Krige) lebt noch in dem Haus, das Melody und Dante eigentlich schon vor Monate gekauft haben. Und die hat nicht vor, ihr Heim zu verlassen. Zumal sie mit einem alten Mann noch einen Mitbewohner hat, der zwar kein Wort spricht, dafür aber einen mehr als bedrohlichen Eindruck macht.  Als die Polizei auftaucht und die alte Frau mitnehmen will, erleidet die einen Zusammenbruch und so begleitet ihr schweigsamer Freund und Ruth die Cops zum Krankenhaus.</p>
<p>Sie sollen dort nie ankommen. Denn als die Frau in den Armen des grauhaarigen Riesen stirbt, wird der zum Berserker. Er tötet den Deputy und verursacht außerdem eine schwere Verletzung beim Sheriff, was für einen Unfall sorgt. Als Ruth erwacht, muss sie mitansehen, wie der grauhaarige Mann der toten Frau die Gesichtshaut abzieht und sie als Maske aufsetzt. Dann macht er sich auf den Weg zurück in die Kleinstadt. Denn dort sind mittlerweile Dutzende junge Leute angekommen, um sich ihren Traum vom sicheren Leben auf dem Land zu verwirklichen. Für die meisten wird es ein kurzes Vergnügen, denn sie könnten in punkto Sicherheit gar nicht falscher liegen &#8230;</p>
<p><iframe title="Texas Chainsaw Massacre | Offizieller Trailer | Netflix" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/SGTxk4dnQ08?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Eine echte Schlachtplatte</h2>
<p>Eigentlich könnte man die Handlung des Films auch mit den Worten &#8222;Leatherface tötet viele junge Leute sehr blutig&#8220; zusammenfassen, ohne wichtige Teile des Plots wegzulassen. Produzent Fede Alvarez, der eigentlich Regie führen sollte und von dem die Idee zur Story stammt, lässt hier auch ohne selbst zu inszenieren seine Handschrift deutlich sehen. Denn viel blutiger als der jetzige Regisseur David Blue Garcia hätte auch Alvarez den Film kaum drehen können. Auch wenn <strong>Texas Chainsaw Massacre</strong> ein lupenreiner Slasherfilm ist und kein übernatürlicher Horror wie &#8222;Evil Dead&#8220;, so nehmen sich beide Filme in Sachen Brutalität kaum etwas. Offene Brüche, durchsägte Körper, zerfetzte Gesichter &#8211; hier hat ein Film sich die Freigabe ab 18 eindeutig verdient &#8211; auch wenn die in diesem Fall von Netflix stammt und nicht von der FSK. Die hätte den Film so möglicherweise nicht in die Kinosäle gelassen und vielleicht auch nicht in den Heimkinomarkt.</p>
<p>Die Grundidee, das letzte überlebende Opfer des Originals einzubauen, wie zuletzt in <strong>Halloween</strong> bereits praktiziert, probieren die Macher auch hier aus. Allerdings mit eher mäßigem Erfolg. Was schlicht daran liegt, dass Jamie Lee Curtis ihre Rolle in der neuen Fortsetzung selbst spielte, während Marylin Burns aus dem Original-TCM bereits seit einigen Jahren tot ist und deshalb neu besetzt werden musste. Und mit einem anderen Gesicht ist es für Fans einfach nicht das gleiche Gefühl. Dafür die Schuld der neuen Darstellerin Olwen Fouere anzulasten, wäre daher auch nicht fair. Fakt ist aber, dass gerade durch <strong>Halloween</strong> dieser Teil der Story sehr aufgesetzt wirkt. Zu oft die gleiche Idee, das kommt nicht immer bei Horrorfans an, wenn auch erstaunlich oft.</p>
<figure id="attachment_12008" aria-describedby="caption-attachment-12008" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/tcm-2.webp"><img decoding="async" class="wp-image-12008 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/tcm-2.webp" alt="Leatherface" width="1024" height="576" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/tcm-2.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/tcm-2-300x169.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/tcm-2-768x432.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/tcm-2-750x422.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption id="caption-attachment-12008" class="wp-caption-text">Doch die Stadt ist nicht so leer wie erwartet. Und so wecken die jungen Leute ein altes Monster, das 50 Jahre geschlafen hat.</figcaption></figure>
<h2>Optisch auch ohne Blut gelungen</h2>
<p>Regisseur Garcia war vor seiner Regie-Karriere als Kameramann aktiv &#8211; und das sieht man. Denn gemeinsam mit seinem Kameramann Ricardo Diaz schafft er Bilder, die eine eigene Ästhetik entwickeln. Interessante Beleuchtung, gutes Spiel mit Licht und Schatten, spannende Perspektiven &#8211; optisch hat <strong>Texas Chainsaw Massacre</strong> eindeutig mehr zu bieten als blutige Kills. Die überlagern allerdings häufig das restliche Geschehen derart, dass es manchmal kaum auffällt, wie ordentlich dieser Slasher gefilmt ist. Leider ist Garcia vorher kein Drehbuch-Autor gewesen. Sonst wäre ihm vielleicht aufgefallen, dass sein Film gut eines hätte brauchen können.</p>
<p>Denn was der relative Neuling Chris Thomas Devlin hier abgeliefert hat, ist keine einzige Sekunde originell oder spannend. Filme dieser Machart dürfte es mittlerweile zu hunderten geben. Wer schon ein paar dieser Filme gesehen hat, sagt vermutlich auf die Minute genau voraus, wann wer stirbt, wer das Final Girl ist und wo eine mögliche Fortsetzung ansetzt. Das ist deshalb schade, weil die guten, stimmungsvollen Bilder einen besseren Plot verdient gehabt hätten. So kommt in keiner Sekunde jenes unangenehme Gefühl auf, das Tobe Hooper mit seinem Originalfilm erzeugen konnte. Das werden aber wohl auch die wenigsten erwartet haben.</p>
<figure id="attachment_12009" aria-describedby="caption-attachment-12009" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/tcm-3.webp"><img decoding="async" class="wp-image-12009 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/tcm-3.webp" alt="Texas Chainsaw Massacre" width="1024" height="576" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/tcm-3.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/tcm-3-300x169.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/tcm-3-768x432.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/tcm-3-750x422.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption id="caption-attachment-12009" class="wp-caption-text">Bald ist Leatherface mit seiner Kettensäge vereint &#8211; und das Töten kann beginnen.</figcaption></figure>
<p>Die gute Nachricht ist: Es ist exakt das drin, was manche Slasherfans sehen wollen, anders lässt sich der Erfolg des schwachen <strong>Halloween Kills</strong> nicht erklären. Das immerhin macht <strong>Texas Chainsaw Massacre</strong> besser als die letzte Fortsetzung von <strong>Halloween</strong> &#8211; eine interessante Story wird gar nicht erst vorgegaukelt. Gracia beschränkt sich auf das Kerngeschäft, das blutige Töten, und ist deshalb auch nach 75 Minuten fertig mit seiner Erzählung. Das bedeutet auch, dass seine Protagonisten sich deutlich weniger dämlich verhalten als die <strong>Halloween Kills</strong>-Besetzung, weil dafür schlicht keine Zeit bleibt. Und wem es genügt, Menschen möglichst heftig sterben zu sehen, der kommt mit dem neuen <strong>Texas Chainsaw Massacre</strong> in jedem Fall auf seine Kosten.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Der neue <strong>Texas Chainsaw Massacre</strong> versucht gar nicht erst, etwas anderes zu sein als ein mega-blutiger Slasher. Er erzählt eine hauchdünne Story ohne jede Überraschung und setzt seine Akzente in heftigen Kills. Mit dem Original hat das ungefähr so viel zu tun wie die neuen Halloween-Filme mit dem Carpenter-Film. Und wer von einem Horrorfilm auch ein wenig Suspense erwartet, wird hier enttäuscht. Wem es aber genügt, gute Effekte zu erleben und Eimer von Blut aus Körpern quellen zu sehen, der könnte mit dem neuen Netflix-Film durchaus seinen Spaß haben, auch wenn hier von Humor oder Selbstironie weit und breit nichts zu merken ist. Eine Ebene, auf der ein Zuschauer Emotionen entwickeln könnte, erreicht der Film auch gar nicht. Wahre Fans der Reihe feiern daher wohl erst bei der Post-Credit-Szene.</p>
<p><strong>Texas Chainsaw Massacre startet am 18. Februar 2022 bei Netflix.</strong></p>
<p><a href="https://lauterfilme.de/netflix-filmkritik-im-ueberblick/">Weitere Kritiken zu Netflix-Filmen gibt es hier.</a></p>
<figure id="attachment_12010" aria-describedby="caption-attachment-12010" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/tcm-4.webp"><img decoding="async" class="wp-image-12010 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/tcm-4.webp" alt="Elsie Fisher" width="1024" height="576" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/tcm-4.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/tcm-4-300x169.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/tcm-4-768x432.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/tcm-4-750x422.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption id="caption-attachment-12010" class="wp-caption-text">Kann Lila das Blutbad überleben? Oder kommt aus Harlow niemand lebend raus?</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: Scream</title>
		<link>https://lauterfilme.de/filmkritik-scream/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Jan 2022 08:00:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Blutig]]></category>
		<category><![CDATA[Fortsetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Kino-Reihe]]></category>
		<category><![CDATA[Slasher]]></category>
		<category><![CDATA[spannend]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ghostface ist zurück! Gut zehn Jahre nach seinem bislang letzten Auftritt ist der Killer mit der Maske wieder in Woodsboro. Wes Craven, der 2015 mit 76 Jahren starb, brachte mit dieser Reihe das Kunststück fertig, nach &#8222;Nightmare on Elm Street&#8220; eine zweite klassische Horror-Reihe für das Kino zu schaffen. Etwas, das keinem anderen Horror-Regisseur je gelang. Logischerweise ist Teil 5, der in den Kinos ganz simpel als &#8222;Scream&#8220; startet, nicht von Craven inszeniert worden. Diesmal sind das Duo Matt Bettinelli-Olpin [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ghostface ist zurück! Gut zehn Jahre nach seinem bislang letzten Auftritt ist der Killer mit der Maske wieder in Woodsboro. Wes Craven, der 2015 mit 76 Jahren starb, brachte mit dieser Reihe das Kunststück fertig, nach &#8222;Nightmare on Elm Street&#8220; eine zweite klassische Horror-Reihe für das Kino zu schaffen. Etwas, das keinem anderen Horror-Regisseur je gelang. Logischerweise ist Teil 5, der in den Kinos ganz simpel als &#8222;Scream&#8220; startet, nicht von Craven inszeniert worden. Diesmal sind das Duo Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett (&#8222;VHS&#8220;, &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-ready-or-not/">Ready or Not</a>&#8222;) für das blutig-ironische Spektakel verantwortlich. Gibt es mit den neuen Regisseuren auch einen Umbruch in der Reihe? Oder bleibt alles, wie es ist? Das verrät die Kritik.</p>
<figure id="attachment_11763" aria-describedby="caption-attachment-11763" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-11763 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/scream-1.jpg" alt="Scream" width="1024" height="702" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/scream-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/scream-1-300x206.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/scream-1-768x527.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11763" class="wp-caption-text">Wer steckt diesmal hinter der Maske von Ghostface und mordet sich durch Woodsboro?</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Seit Jahren haben die Morde in Woodsboro nun aufgehört &#8211; die Filme darüber aber nicht. Nachdem der bei Fans komplett unbeliebte &#8222;Stab 8&#8220; in den Kinos floppte, scheint aber auch diese Ära nun vorbei zu sein. Da klingelt bei der jungen Tara (Jenna Ortega) abends das Telefon &#8211; und eine unbekannte männliche Stimme ist am anderen Ende. Nachdem die einen Small-Talk mit Tara beginnt, wechselt ganz plötzlich die Stimmung und das Gespräch wird bedrohlich. Schnell muss Tara feststellen, dass der Anrufer nicht nur das Handy ihrer besten Freundin Amber (Mikey Madison) geklont hat und ihr gleichzeitig Textnachrichten als Amber schickt, sondern auch nicht so weit von ihr entfernt ist, wie sie dachte. Denn sie wird Opfer einer Attacke von Ghostface &#8230;</p>
<p>Als Taras ältere Schwester Sam (Melissa Barrera) von dem Angriff hört, fährt sie sofort nach Hause ins von Mordserien schon häufiger geschüttelten Woodsboro. Ihr Freund Richie (Jack Quaid, &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-the-boys/">The Boys</a>&#8222;) möchte sie unbedingt begleiten, um sie in dieser schweren Stunden nicht allein zu lassen. Als Sam im Krankenhaus ankommt, findet sie dort bereits Taras Freunde vor. Darunter Wes (Dylan Minette), Amber und die Zwillinge Chad und Mindy. Bald wird klar, dass der Angriff auf Tara, die denkbar knapp überlebt hat, nur der Aufgalopp zu einer neuen Mordserie war. Denn bald türmen sich erneut die Leichen in der Kleinstadt. Das ruft nicht nur Ex-Sheriff Dewey (David Arquette) wieder auf den Plan, sondern auch seine Ex-Frau Gail (Courtney Cox) &#8211; und eine gewisse Sidney Prescott(Neve Campbell) &#8230;</p>
<p><iframe title="Scream | Official Trailer (2022 Movie)" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/beToTslH17s?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Scream wie die Fans es kennen und lieben</h2>
<p>Wie bei kaum einem anderen Genre fallen Fortsetzungen so sehr durch Einfallslosigkeit auf wie bei Horrorfilmen. Ob Jason oder Michael Myers &#8211; der ewig gleich dünne Plot reicht den Fans offenkundig aus, um in die Kinos zu rennen. Nur ein Fakt, über den sich Wes Craven in seinem Genre-Klassiker Scream 1996 lustig machte. Wie vorher kein Film funktionierte sein Slasher-Movie gleichzeitig als harter Vertreter des Genres. Und als lustig-verspielte Meta-Parodie auf Slasherfilme und deren Dummheit. Das passte sogar noch in den Fortsetzungen, denn dort nahm Craven die typischen Slasher-Regeln für weitere Teile aufs Korn, während er eine neue Riege Teenager niedermetzelte. Kein leichter Job also für Bettinelli-Olpin und Gillett, in solche Fußstapfen zu treten.</p>
<p>Doch das Duo schlägt sich wacker. Denn die Story ist nicht nur ähnlich spannend wie die Vorgänger, auch die Selbstreferenzialität der Scream-Reihe treiben die beiden in Teil 5 auf die Spitze. Indem sie sich vor dem ersten Teil ihrer eigenen Reihe verbeugen und ihren Film exakt so anfangen lassen wie Cravens Scream-Erstling. Doch das ist längst nicht alles. Immer wieder fallen dem Scream- und Horrorfan Hommagen an frühere Filme oder Szenen ins Auge, an denen Craven ganz bestimmt seine Freude gehabt hätte. Scream wimmelt förmlich vor Szenen, in denen die Meta-Ebene wilde Feste feiert. Die vielleicht deutlichste ist ein Teenager, der auf der Couch sitzt und sich einen Stab-Film ansieht und Ghostface zeitglich im TV und hinter ihr auftaucht. Wer an so etwas Spaß hat, ist in Scream genau richtig.</p>
<figure id="attachment_11764" aria-describedby="caption-attachment-11764" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-11764 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/scream-2.jpg" alt="Neve Campbell, Courtney Cox" width="1024" height="560" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/scream-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/scream-2-300x164.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/scream-2-768x420.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11764" class="wp-caption-text">Das fragen sich nicht nur die Ghostface-Expertinnen Sidney und Gail.</figcaption></figure>
<h2>Auch beim fünften Mal funktionieren die Tricks</h2>
<p>Auch die sonstige Machart ähnelt den früheren Werken. Denn das Drehbuch wirkt erneut auf den ersten Blick sehr clever, weil es dem Publikum auch kaum Zeit zum Nachdenken lässt. Bei näherer Betrachtung hält die Story der logischen Überprüfung aber nicht stand. Aber das war auch bei Scream 1-4 schon so. Und stört deshalb kaum, weil der Spaß an diesen Filmen nicht von der absolut durchdachten Handlung abhängt. Sondern neben den aufgestellten Regeln, die hier gebrochen werden oder eben nicht, auch vom Mitraten, wer aus der Gruppe der Charaktere denn diesmal wohl der Killer ist. Wie immer streut das Script dazu reichlich Spuren in verschiedene Richtungen, sodass fast jeder Protagonist im Verlauf der Handlung mal verdächtig ist.</p>
<p>Abzüge in der B-Note muss sich der neue Film aber gefallen lassen. Denn er ist deutlich überfüllt. Auch wenn Sam und Tara im Mittelpunkt der Handlung stehen, so ist durch die Rückkehr der drei Altstars die Zeit für andere Figuren etwas kurz. So bleiben fast alle aus der Tara-Clique bis zum Showdown relativ blass. Und sind dem Zuschauer daher auch weitgehend egal. Und das ist in einem Horrorfilm nie eine gute Sache. Versuchten die Macher, dieses Defizit durch mehr Brutalität auszugleichen? Gut möglich! Denn <strong>Scream</strong> ist zwar noch immer kein wüster Splatterfilm, aber von den bisherigen fünf Scream-Teilen mit Abstand der blutigste. Die Morde waren schon immer fies in Szene gesetzt, aber Stiche durch den Hals oder durch die Wange wurden so explizit wie hier bislang nicht gezeigt.</p>
<h2>Slasher-Regel: Nichts Neues!</h2>
<figure id="attachment_11765" aria-describedby="caption-attachment-11765" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-11765 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/scream-3.jpg" alt="Jack Quaid" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/scream-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/scream-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/scream-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/scream-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/scream-3-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11765" class="wp-caption-text">Ist Richie wirklich der treusorgende Freund von Sam? Oder wiederholt sich der Plot?</figcaption></figure>
<p>So muss sich der neue <strong>Scream</strong> die Kritik gefallen lassen, dass er als typisches Horror-Sequel nur wenig Neues zu bieten hat. Die möglichen Motive des Killers kamen alle schon einmal vor, auch die Szenen wirken meist beliebig und lassen eine starke kreative Handschrift vermissen. Und so bleibt auch Nummer 5 in den Bahnen, die Fans aus den vorigen Filmen kennen. Das tut der Qualität aber keinen Abbruch. Denn nach gut zehn Jahren Pause wirken ein paar alte Ideen durchaus wieder recht frisch. Das Finale gerät allerdings zur derart tiefen Verbeugung vor dem Original, das es auf Kosten der bis dahin durchaus ordentlichen Handlung geht. Es hätte Wes Craven vermutlich nicht so gut gefallen, dass eine Hommage an ihn einem noch besseren Schlussakkord im Wege steht.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Mit <strong>Scream</strong> bekommt die von Horror-Altmeister Wes Craven ins Leben gerufene Reihe eine weitere ordentliche Ausgabe. Das zumindest oberflächlich clevere Drehbuch spielt geschickt  mit Klischees und dem Brechen derselben, baut ein paar gute neue Charaktere auf, gibt den alten Helden ihren Platz und beantwortet die drängendsten Fragen und vermeintlichen kleinen Ungereimtheiten umgehend. Und mit einer weiteren Steigerung des Gewaltgrades holt die ohnehin nie zimperliche Serie auch noch die Fans härterer Gangart ins Boot. Das Regie-Duo Bettinelli-Olpin und Gillett erfindet hier nichts neu, nutzt das Bekannte aber auf eine originelle und gute Art, um ein weiteres blutiges Kapitel in der Mordserie von Woodsboro hinzuzufügen. Wer die Reihe bislang mochte, wird von diesem Film ganz sicher nicht enttäuscht.</p>
<p><strong>Scream startet am 13. Januar 2022 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_11766" aria-describedby="caption-attachment-11766" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-11766 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/scream-4.jpg" alt="Melissa Barrera" width="1024" height="639" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/scream-4.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/scream-4-300x187.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/scream-4-768x479.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/01/scream-4-400x250.jpg 400w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11766" class="wp-caption-text">Oder hat Sams dunkles Geheimnis mit den neuen Morden in der Stadt zu tun?</figcaption></figure>
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		<title>Serienkritik: Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Oct 2021 17:45:41 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Serien Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Amazon Prime]]></category>
		<category><![CDATA[Blutig]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Serie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Jahr 1997 kam der Film &#8222;Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast&#8220; in die Kinos. Jennifer Love Hewitt und Freddy Prince Jr. verfestigten damit ihre Karrieren als Teenie-Stars, auch Ryan Philippe und Sarah Michelle Gellar etablierten sich weiter als Gesichter, die ein junges Publikum in die Kinos bringen konnten. Der Film spielte mehr als das Zehnfache seiner Kosten ein, machte den Fischer mit dem Haken zum neuen Slasher-Star und zog zwei Fortsetzungen (1998 und 2006) nach sich. Alles [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Jahr 1997 kam der Film &#8222;Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast&#8220; in die Kinos. Jennifer Love Hewitt und Freddy Prince Jr. verfestigten damit ihre Karrieren als Teenie-Stars, auch Ryan Philippe und Sarah Michelle Gellar etablierten sich weiter als Gesichter, die ein junges Publikum in die Kinos bringen konnten. Der Film spielte mehr als das Zehnfache seiner Kosten ein, machte den Fischer mit dem Haken zum neuen Slasher-Star und zog zwei Fortsetzungen (1998 und 2006) nach sich. Alles basierte auf einem Roman aus dem Jahr 1973, in dem der Fischer als Killer allerdings gar nicht vorkommt. Nun bringt Amazon Prime eine achtteilige Serienversion des Stoffes heraus, ebenfalls (bis jetzt) ohne Fischer mit Haken. Wie gut ist die neue Version?</p>
<figure id="attachment_11137" aria-describedby="caption-attachment-11137" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-11137 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/summer-1.jpg" alt="Madison Iseman" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/summer-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/summer-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/summer-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/summer-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/summer-1-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11137" class="wp-caption-text">Es sieht so aus, als hätte Lennon ihre Zwillingsschwester Alison überfahren. Aber stimmt das wirklich?</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Die eineiigen Zwillinge Lennon und Alison (beide Madison Iseman) haben nicht das beste Verhältnis. Die kühle und berechnende Lennon ist beliebt in der Schule, hat zahllose Affären und steht auf Drogen und Alkohol. Die grüblerische Alison hingegen ist am liebsten allein und nach dem Selbstmord der Mutter vor einigen Jahren der Meinung, dass sie von niemandem in der Familie mehr geliebt wird. Und obwohl Lennon ihrer Schwester immer wieder sagt, wie sehr sie sie liebt, merkt Alison an Lennons Verhalten nichts davon. Auf einer Party heckt Lennon dann einen besonders fiesen Streich aus, um Alison zu ärgern und der Streit zwischen den Schwestern eskaliert.</p>
<p>Als Lennons Freunde später zu ihr ins Auto steigen, wirkt die junge Frau verwirrt, fährt dann aber los. Auf der Straße kommt es zu einem Unfall &#8211; offenbar hat der Wagen etwas &#8211; oder jemanden &#8211; gerammt. Als die Jugendlichen nachsehen, erleben sie einen Schock. Offenbar ist Alison nach ihrem Streit zu Fuß nach Hause gegangen und wurde im Dunkeln von ihrer eigenen Schwester überfahren &#8211; die junge Frau ist tot. Um drohende Konsequenzen zu vermeiden, beschließt die Gruppe, Alison in eine Höhle am Strand zu bringen, die regelmäßig vom Meer durchspült wird, um so die Leiche loszuwerden. Danach trennen sich ihre Wege. Doch als sie sich ein Jahr später wieder treffen, beginnt plötzlich eine brutale Mordserie. Hat Alison überlebt und nimmt jetzt Rache?</p>
<p><iframe title="Ich weiß was du letzten Sommer getan hast Offizieller Trailer l Prime Video DE" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/aaPgNR5JBGc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Neue Ideen statt alter Hüte</h2>
<p>Wer auf eine ähnliche Umsetzung des Stoffes wie 1997 gesetzt hat, dürfte überrascht sein. Wer auch immer der Killer ist, ziemlich sicher ist er nicht identisch mit dem aus der Film-Trilogie. Und das ist längst nicht der einzige Unterschied. So ist die neue Serie <strong>Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast</strong> deutlich blutiger als der erste Film. Wenn das Morden beginnt, zeigt die Serie das auch explizit, was zum Teil an &#8222;Final Destination&#8220; erinnert. Und auch in Sachen Sex ist die Serie deutlich freizügiger als die Version von 1997.  Während die Filme hier eher züchtig waren, gibt es hier auch nackte Tatsachen zu sehen. Zudem wird auch eine Story mit mehr Twists und Geheimnissen erzählt. Schon am Ende der ersten Folge löst die Serie einen wichtigen Plot-Twist auf, der allerdings für die kommende Handlung nur bedingt wichtig ist.</p>
<p>Um die Zeit zu füllen, die eine achtteilige Serie nun einmal hat, hat Showrunnerin und Chef-Autorin Sarah Goodman mehr Figuren eingeführt und den meisten von ihnen mindestens ein Geheimnis auf den Leib geschrieben, das im Lauf der Serie möglicherweise gelüftet wird. So spielt der Vater von Lennon und Alison (Bill Peck) eine wichtige Rolle, ebenso die Polizeichefin des Ortes (Fiona Rene). Und auch die Freunde von Lennon, die mit im Unfallwagen saßen, erhalten mehr Hintergrund, wenn auch meist nur, um den Zuschauer möglichst gekonnt in die Irre zu führen. Während viele dieser Charaktere in der ersten Folge von <strong>Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast</strong> noch so unsympathisch sind, dass den meisten Zuschauern ihr Tod wohl egal wäre, wachsen sie einem im Lauf der nächsten Episoden langsam ans Herz.</p>
<figure id="attachment_11138" aria-describedby="caption-attachment-11138" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-11138 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/summer-2.jpg" alt="Ich weiß was du letzten Sommer getan hast" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/summer-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/summer-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/summer-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/summer-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/summer-2-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11138" class="wp-caption-text">Der Vater der Zwillinge hat alle Hände voll zu tun, seine überlebende Tochter zu trösten.</figcaption></figure>
<h2>Nicht jeder Twist sitzt</h2>
<p>Und so zittert der Zuschauer mit, wenn gleiche mehrere Charaktere möglicherweise dem Tode nahe sind und man nicht wissen kann, ob und wen es diesmal erwischt. Hier schaffen die Autoren durchaus intensive Momente. Qualitativ ist das Storytelling der Serie allerdings sehr unterschiedlich. Goodman gelingt ein interessanter Plot mit neuem Ansatz, der deshalb auch auf den Hakenmann gut verzichten kann. Allerdings nimmt sie beispielsweise in Folge vier die Figur, die am verdächtigsten ist, der Killer zu sein, mit einem mehr als plump geschriebenen Schockmoment aus dem Spiel. Und lässt dabei auch noch die Gesetze der Logik und der Naturwissenschaft außer Kraft. Diese Sinuskurven zwischen gelungenen und schwachen Momenten ist bei dieser Serie leider Standard.</p>
<p>Nach der Hälfte der Serie (Amazon Prime stellte vorab vier der acht Folgen zur Verfügung) teilt sich Licht und Schatten relativ gleichmäßig auf. Auf der Habenseite kann die Serie die Hauptdarstellerin Madison Iseman verbuchen. Die Horror-erfahrene Schauspielerin, die bereits in &#8222;Gänsehaut 2&#8220;, &#8222;Nocturne&#8220; und &#8222;Annabelle 3&#8220; überzeugte, spielt auch die ungleichen Zwillinge in der Serie sehr stark. Sie ist der emotionale Anker der Serie, an und mit ihr steht und fällt die Spannung. Auch einige ihrer Kollegen können sich in <strong>Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast</strong> gut in Szene setzen. Auch weil ihnen die Drehbücher genug Möglichkeiten geben, die interessanten Seiten ihrer Figur auszuloten.</p>
<figure id="attachment_11139" aria-describedby="caption-attachment-11139" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-11139 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/summer-3.jpg" alt="Ich weiß was du letzten Sommer getan hast" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/summer-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/summer-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/summer-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/summer-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/summer-3-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11139" class="wp-caption-text">Riley und Dylan saßen mit im Unfallwagen, sind sie nun auch Ziele des Killers?</figcaption></figure>
<p>So ist die Bloggerin mit Helikopter-Mutter mehr als nur eine hohle Nuss und auch der melancholische Schwarm von Alison darf spannendere Seiten und sogar Ecken und Kanten zeigen. Hier werden <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-jemand-ist-in-deinem-haus/">die typischen Klischees</a> zum Teil gekonnt aufgebrochen, allerdings längst nicht alle, die in der Serie vorkommen. Unter dem Strich gibt es aber gerade für Horrorfans der blutigeren Sorte hier genug zu sehen, um sich die acht Folgen der Serie zu Gemüte zu führen. Auch, wenn nicht alles Gold ist, was glänzt.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p><strong>Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast</strong> überzeugt mit einem originellen Plot um ein Zwillingspaar, gespielt von der sehenswerten Madison Iseman. Der Plot der Serie hat allerdings nur die Grundidee mit dem Roman und dem Film aus den 90ern zu tun, Showrunnerin Sarah Goodman entwickelt ihre eigene Story vom geheimnisvollen Killer, der eine Gruppe Teenager verfolgt. Das ist nicht immer logisch oder glaubwürdig, dafür aber meistens spannend und in den entscheidenden Momenten auch ganz schön brutal. Als zusätzliche Würze ist die Serie auch deutlich freizügiger als die Filme, Drogen und Sex nehmen einen sehr viel prominenteren Platz ein als in der Kinoversion. Und so kommen vor allem Fans der härteren Gangart hier auf ihre Kosten.</p>
<p><strong>Ich weiß was du letzten Sommer getan hast startet am 15. Oktober 2021 mit vier Folgen bei Amazon Prime, danach folgt wöchentlich eine weitere.</strong></p>
<figure id="attachment_11140" aria-describedby="caption-attachment-11140" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-11140 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/summer-4.jpg" alt="Ich weiß was du letzten Sommer getan hast" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/summer-4.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/summer-4-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/summer-4-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/summer-4-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/summer-4-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11140" class="wp-caption-text">Polizeichefin Lyla bekommt bald mehr zu tun, als sie sich vorstellen konnte. Der Leichenberg wächst.</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: Jemand ist in deinem Haus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Oct 2021 14:46:58 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Blutig]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturverfilmung]]></category>
		<category><![CDATA[Netflix]]></category>
		<category><![CDATA[Slasher]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Und weiter geht es mit Horrorfilmen bei Streamingdiensten im Halloween-Monat! Wenn der Herbst Einzug hält und die Tage kürzer werden, scheint der Bedarf an gruseligen Geschichten besonders hoch zu sein. Denn nicht nur Amazon Prime Video schickt im Oktober mit vier Blumhouse-Horrorfilmen und der Serie &#8222;Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast&#8220; reichlich Gruselstoff ins Rennen um die Zuschauergunst, auch Netflix legt mit &#8222;Jemand ist in deinem Haus&#8220; in der Tradition von &#8222;Fear Street&#8220; einen blutigen Slasher nach. Kann [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Und weiter geht es mit Horrorfilmen bei Streamingdiensten im Halloween-Monat! Wenn der Herbst Einzug hält und die Tage kürzer werden, scheint der Bedarf an gruseligen Geschichten besonders hoch zu sein. Denn nicht nur Amazon Prime Video schickt im Oktober mit vier Blumhouse-Horrorfilmen und der Serie &#8222;Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast&#8220; reichlich Gruselstoff ins Rennen um die Zuschauergunst, auch Netflix legt mit &#8222;Jemand ist in deinem Haus&#8220; in der Tradition von &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/fear-street-1978-kritik-film-netflix/">Fear Street</a>&#8220; einen blutigen Slasher nach. Kann der Film, zu dem sogar eine Romanvorlage existiert, was bei diesem Genre mehr als ungewöhnlich ist, die Horrorfans überzeugen? Das verrät die Kritik.</p>
<figure id="attachment_11073" aria-describedby="caption-attachment-11073" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-11073 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/jemand-1.jpg" alt="Jemand ist in deinem Haus" width="1024" height="597" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/jemand-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/jemand-1-300x175.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/jemand-1-768x448.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11073" class="wp-caption-text">Ein rassistischer Podcast war Katies letzte schlechte Tat. Der Killer kennt kein Erbarmen.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Makani (Sydney Park, &#8222;The Walking Dead&#8220;) lebt erst seit kurzer Zeit bei ihrer Großmutter auf dem Land in Nebraska, nachdem sie wegen eines Vorfalls ihre eigentliche Heimat verlassen musste. Doch die junge Frau hat sich verhältnismäßig schnell eingelebt, auf der High School neue Freunde gefunden und wieder in eine Normalität zurückgefunden, die sie lange vermisst hatte. Da trifft es sie umso härter, dass ein Mitschüler ermordet wurde, der offenbar ein dunkles Geheimnis mit sich herumtrug. Der Killer bestrafte ihn dafür nicht nur mit dem Tod, sondern schickt sein Geheimnis in Form eines Videos auch an seine Mitschüler. Makanis Freundin Alex (Ashja Cooper) verdächtigt sofort den Außenseiter Ollie (Theodore Pellerin), der seine Eltern bei einem Unfall verlor und nun bei seinem älteren Bruder, dem Sheriff, lebt.</p>
<p>Der Killer beweist schnell, dass er nicht vorhat, seine Taten zu beenden. Er bestraft eine Vorzeigeschülerin, die heimlich einen rassistischen Podcast aufgenommen und anonym ins Netz gestellt hat, mit einem grausamen Tod. Langsam greift in der kleinen Gemeinde Panik um sich. Denn auch auf der Party von Zack Stanford (Dale Whibley), dem Sohn des reichsten Mannes der Gegend, gibt es ein Opfer. Der Killer scheint dabei eine Maske zu tragen, die wie das Gesicht seines Opfers aussieht. Makani wird bald klar, dass der Mörder jemand aus der Gemeinde sein muss, der die Einwohner lange kennt &#8211; auch ihre Geheimnisse. Das rückt sie selbst ins Visier des Killers. Denn auch ihr dunkles Geheimnis wäre ein Anlass für eine tödliche Strafaktion &#8230;</p>
<p><iframe title="There’s Someone Inside Your House | Official Trailer | Netflix" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/IdZ43OuZXjQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Unoriginall bis ins Mark</h2>
<p>Ein geheimnisvoller maskierter Killer, der reihenweise Teenager aufschlitzt, weil sie etwas vermeintlich Böses getan haben, das ist seit vielen Jahrzehnten die große Blaupause für die meisten Filme im Slasher-Genre. Regisseur Patrick Brice, der bereits für &#8222;Creep&#8220; verantwortlich war, versucht in <strong>Jemand ist in deinem Haus</strong> erst gar nicht, diese Prämisse zu leugnen. Stattdessen fährt er in den ausgetretensten Pfaden, die man sich vorstellen kann. In diesem Film zeigt sich nicht eine einzige neue Idee. Dafür gibt es ein Sammelsurium bekannter Szenen, die in anderen Filmen bereits zu sehen waren &#8211; und dort meist besser.</p>
<p>Zwar bedient Brice durchaus die Fans blutiger Kills, aber auch da ist keine Innovation zu entdecken. Hier gibt es nur das kleine Serienkiller mit Maske-Einmaleins zu sehen. Zudem ist die Selbsteinschätzung von Netflix zum Film &#8211; eine 18 &#8211; nicht unbedingt nachvollziehbar, denn so explizit brutal ist der Film nun auch wieder nicht. Nun ist das Genre nicht unbedingt dafür bekannt, besonders tiefschichtige oder originelle Plots zu erzählen, das beweisen unzählige Fortsetzungen von &#8222;Freitag, der 13.&#8220; und &#8222;Halloween&#8220; seit Jahrzehnten. Aber diese beiden Reihen halten sich meist zumindest an die goldene Regel des Slasherfilms: Du sollst dein Publikum nicht langweilen! Das hat Brice leider nicht beherzigt. Und auch Henry Gayden, der Drehbuch-Autor, nicht. Kaum zu glauben, dass der Mann den durchaus originellen &#8222;Shazam&#8220; geschrieben hat.</p>
<figure id="attachment_11074" aria-describedby="caption-attachment-11074" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-11074 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/jemand-2.jpg" alt="Sydney Park" width="1024" height="601" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/jemand-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/jemand-2-300x176.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/jemand-2-768x451.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11074" class="wp-caption-text">Ist der angebliche Psychopath Ollie tatsächlich eine Gefahr für Makani?</figcaption></figure>
<h2>Keinerlei frische Idee</h2>
<p>In <strong>Jemand ist in deinem Haus</strong> passiert nicht nur wenig Unvorhersehbares, es ist auch noch langweilig in Szene gesetzt. Das halbe Dutzend Jump-Scares im Film können Genre-Kenner vorher ansagen, der Killer ist mehr als generisch und ein paar klägliche Versuche, das Publikum mit falschen Spuren in die Irre zu führen, sind der Erwähnung kaum wert. Und so plätschert die Suche nach dem Killer über weite teile des Films gemächlich vor sich hin und führt weder zu erhöhtem Adrenalin-Ausstoß beim Publikum noch zu irgendeiner nennenswerten Spannung. Das bleibt bis zum überhastet erzählten Finale, in dem sich noch einmal alle Genre-Klischees die Klinke in die Hand geben. Zudem ist keine einzige Figur im ganzen Film auch nur ansatzweise interessant geraten.</p>
<p>Es gab eine Zeit, als &#8222;Scream&#8220; einem scheinbar toten Sub-Genre des Horrors mit Macht neues Leben einflößte. Die Mischung aus Parodie und hartem Slasher-Horror, das gekonnte Spiel mit Klischees und das Brechen derselben, all das machte Wes Cravens modernen Klassiker zur Frischzellenkur der Slasher-Film. <strong>Jemand ist in deinem Haus</strong> schlägt dagegen eher den vorletzten Nagel in den Sargdeckel. Denn der uninspirierten Regie-Arbeit schließen sich auch die Darsteller an. Keiner liefert hier eine Vorstellung ab, an die man sich nur ein paar Minuten nach Ende des Films noch erinnern könnte. Ob der Roman, auf dem der Film basiert, ein wenig besser ist oder ähnlich öde, lässt sich hier nicht beurteilen. Dass er noch schwächer ist, ist hingegen kaum vorstellbar.</p>
<figure id="attachment_11075" aria-describedby="caption-attachment-11075" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-11075 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/jemand-3.jpg" alt="Jemand ist in deinem Haus" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/jemand-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/jemand-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/jemand-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/jemand-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/jemand-3-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11075" class="wp-caption-text">Makani und ihre Freunde sind bald alle durch den Killer bedroht.</figcaption></figure>
<h2>Fazit:</h2>
<p><strong>Jemand ist in deinem Haus</strong> ist wohl der schwächste Horrorbeitrag auf Netflix seit vielen Monaten. Während man bei manchen ebenfalls nicht umwerfenden Genre-Beiträgen zumindest noch irgendwo eine originelle Idee oder eine gut gemachte Szene findet, ist dieser unfassbar generische Slasherfilm einfach nur öde. Manch ein Fan mag sich an den wenigen, aber dafür blutigen Kills ergötzen, Spannung bringt der Film aber ebenso wenig hervor wie auch nur den Anflug von Horror. Denn etwas mehr als eine Blaupause erfolgreicher Vorbilder sollte ein Film schon sein, um eine Existenzberechtigung zu haben. Das sucht man hier allerdings vergeblich.</p>
<p><strong>Jemand ist in deinem Haus startet am 6. Oktober 2021 bei Netflix.</strong></p>
<p><a href="https://lauterfilme.de/netflix-filmkritik-im-ueberblick/">Mehr Kritiken zu Netflix-Filmen gibt es hier.</a></p>
<figure id="attachment_11076" aria-describedby="caption-attachment-11076" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-11076 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/jemand-4.jpg" alt="Jemand ist in deinem Haus" width="1024" height="579" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/jemand-4.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/jemand-4-300x170.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/jemand-4-768x434.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11076" class="wp-caption-text">Denn der denkt nicht daran, mit seinen Morden aufzuhören.</figcaption></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-jemand-ist-in-deinem-haus/">Filmkritik: Jemand ist in deinem Haus</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
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		<title>Filmkritik: Fear Street 1994</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Jul 2021 13:42:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Blutig]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Netflix]]></category>
		<category><![CDATA[Slasher]]></category>
		<category><![CDATA[Trilogie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Juli 2021 ist bei Netflix ein echter Horror-Monat &#8211; und das im wörtlichen Sinn! Denn es stehen einige Horrorstoffe zur Veröffentlichung an. Den Anfang macht der erste Teil einer Trilogie von Filmen nach R.L. Stines &#8222;Fear Street&#8220;-Romanen. Die kommen im Wochentakt, beschäftigen sich mit der Hexe von Shadyside und reisen in der Zeit zurück. Der erste spielt im titelgebenden Jahr 1994, der zweite 1978, der dritte im Jahr 1666. Netflix hat zumindest den ersten Teil mit einer selbst erteilten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/fear-street-1994-kritik-film-netflix/">Filmkritik: Fear Street 1994</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Juli 2021 ist bei Netflix ein echter Horror-Monat &#8211; und das im wörtlichen Sinn! Denn es stehen einige Horrorstoffe zur Veröffentlichung an. Den Anfang macht der erste Teil einer Trilogie von Filmen nach R.L. Stines &#8222;Fear Street&#8220;-Romanen. Die kommen im Wochentakt, beschäftigen sich mit der Hexe von Shadyside und reisen in der Zeit zurück. Der erste spielt im titelgebenden Jahr 1994, der zweite 1978, der dritte im Jahr 1666. Netflix hat zumindest den ersten Teil mit einer selbst erteilten Freigabe ab 18 Jahren versehen &#8211; zu Recht? Das und mehr verrät die Kritik zu &#8222;Fear Street 1994&#8220;.</p>
<figure id="attachment_10197" aria-describedby="caption-attachment-10197" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10197 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/fear-1.jpg" alt="Maya Hawke" width="1024" height="569" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/fear-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/fear-1-300x167.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/fear-1-768x427.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10197" class="wp-caption-text">Heathers Nebenjob als Verkäuferin in der Mall von Shadyside erweist sich als lebensgefährlich.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Zwischen den Kleinstädten Shadyside und Sunnyvale herrscht unter den Jugendlichen beider Orte schon lange eine Rivalität. Während in Sunnyvale hauptsächlich reiche Leute leben, wohnen in Shadyside die Armen. Und das lassen die Jugendlichen von Sunnyvale ihre Altersgenossen aus dem anderen Ort auch spüren. Und damit nicht genug. Während es in Sunnyvale kaum Verbrechen gibt, leidet Shadyside seit Jahrzehnten unter unerklärlichen Mordserien von Killern, die nie zuvor durch Gewalt oder andere Probleme aufgefallen sind. Unter der Hand sprechen manche Jugendliche vom Fluch der Hexe, die 1666 hier gehängt wurde.</p>
<p>Als in Shadyside eine neue Mordserie mit etlichen Toten in einer Einkaufs-Mall beginnt, denkt sich Deena (Kiana Madeira) zunächst noch nicht viel dabei, Morde sind in ihrer Stadt nicht so selten. Doch bald stecken sie und ihre Freunde Sam (Olivia Welch, &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/panic-kritik-serie-amazon-prime/">Panic</a>&#8222;), Kate (Julia Rehberg), Simon (Fred Hechinger, &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-the-woman-in-the-window/">The Woman in the Window</a>&#8222;) und ihr Bruder Josh (Benjamin Flores Jr.) knietief im Blut unschuldiger Opfer um sie herum. Ein Autounfall, bei dem Sam aus Versehen etwas entdeckte, das sie lieber nicht hätte sehen sollen, scheint die Erklärung für die brutalen Morde zu sein. Aber stimmt das wirklich?</p>
<figure id="attachment_10199" aria-describedby="caption-attachment-10199" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10199 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/fear-2.jpg" alt="Olivia Welch" width="1024" height="572" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/fear-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/fear-2-300x168.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/fear-2-768x429.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10199" class="wp-caption-text">Eigentlich hatten sich Sam und Deena getrennt, doch die Morde bringen die beiden wieder zusammen.</figcaption></figure>
<h2>Horroraffine Leitung</h2>
<p>Regisseurin und Drehbuch-Autorin Leigh Janiak, die auch die beiden anderen <strong>Fear Street</strong>-Filme inszenierte (Start am 9. und 16. Juli), bringt Erfahrung mit. Ihr Debüt &#8222;Honeymoon&#8220; war als Mystery-Thriller konzipiert, dazu saß sie bei Folgen der Serien &#8222;Outcast&#8220;, &#8222;Scream&#8220; und &#8222;Panic&#8220; auf dem Regiestuhl. Bei letzterem dürfte sie auch ihre Darstellerin Olivia Welch entdeckt haben. Besonders der Einfluss von <strong>Scream</strong> auf den ersten Fear Street ist trotz des übernatürlichen Hintergrundes kaum zu leugnen. Wer Wes Cravens Film gesehen hat, wird die Eröffnungs-Sequenz von Fear Street 1994 mit Sicherheit als Hommage wiedererkennen. Statt Drew Barrymore ist hier allerdings Maya Hawke zu sehen &#8211; und ironisch gebrochen ist in Fear Street 194 nichts.</p>
<p>Auch danach hält sich Janiak eng an die Genre-Regeln und präsentiert spannende Szenen und blutige Kills, ist deshalb für Genre-Kenner allerdings auch leicht durchschaubar. Große Überraschungen sollten Horrorfans hier also nicht erwarten. Denn Janiak hakt wie auf einer unsichtbaren Liste viele der klassischen Szenen und Orte ab (Zuhause, Krankenhaus, dunkler Wald etc.), die der Slasher-Veteran erwartet. Lediglich das moralinsaure Finale könnte manch einem Horrorfan sauer aufstoßen, andererseits würde das bei der Retro-Story des Films auch als Hommage an &#8222;Freitag, der 13.&#8220; und ähnliche Werke durchgehen.</p>
<figure id="attachment_10200" aria-describedby="caption-attachment-10200" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10200 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/fear-3.jpg" alt="Fear Street 1994" width="1024" height="583" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/fear-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/fear-3-300x171.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/fear-3-768x437.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10200" class="wp-caption-text">An der Stelle von Sams Autounfall finden Kate, Simon und Deena Spuren, die auf den Fluch der Hexe von Shadyside hindeuten.</figcaption></figure>
<h2>Neues nur für Neulinge im Genre</h2>
<p>Wie auch die &#8222;Final Girls&#8220; des Plots, das natürlich offene Ende (hier aufgrund zweier weiterer Teile allerdings schon sinnvoll) und maskierte Axtmörder, Killer mit Maske und Messer und vieles mehr. Ein Trinkspiel für jede deutliche Verbeugung oder Anspielung auf Klassiker des Genres wäre bei <strong>Fear Street 1994</strong> gut vorstellbar. Das gilt aber nur für Fans des Genres, die schon einiges gesehen haben. Wer sich als relativer Neuling frisch an diesen Slasher-Horror traut, für den bietet der Film durchaus Wendungen, mit denen man nicht unbedingt rechnet.</p>
<p>Wer die &#8222;Gänsehaut&#8220;-Filme gesehen hat, die ebenfalls nach Büchern von Stine entstanden sind, sollte aber nicht mit Ähnlichkeiten rechnen. Denn die <strong>Fear Street</strong>-Romane sind in der Gangart schon blutiger, düsterer und härter als die für Kids gedachten Gänsehaut-Grusler &#8211; und das sieht man <strong>Fear Street 1994</strong> auch an. Ob auch die FSK dem Film ein Jugendverbot gegeben hätte, darüber lässt sich zwar nur spekulieren, aber zumindest ein recht derber Abgang ist zum Ende des Films zu sehen.</p>
<figure id="attachment_10201" aria-describedby="caption-attachment-10201" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10201 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/fear-4.jpg" alt="Fear Street 1994" width="1024" height="707" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/fear-4.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/fear-4-300x207.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/fear-4-768x530.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10201" class="wp-caption-text">Kann Deenas Bruder Josh, der sich schon lange mit den Morden von Shadyside befasst, wichtige Tipps beisteuern, um die Mordserie zu stoppen?</figcaption></figure>
<p>Handwerklich ist <strong>Fear Street 1994</strong> sauber gemacht, weder die Kamera-Arbeit, die Schnitte, noch die Effekte geben Grund zur Kritik. Und die Schauspieler bieten ebenfalls eine ordentliche Leistung, allerdings sind die Stereotype (der wissende Nerd, der coole Rebell und mehr) Fans des Genres auch bekannt und die Figuren lassen sich leicht zuordnen. Wenn <strong>Fear Street 1994</strong> eine wirkliche Schwäche hat, dann ist es das Sicherheitsdenken, das Leigh Janiak an den Tag legt. Ihr erster Film der Reihe riskiert keinerlei Innovation und bleibt strikt in vielfach bekannten Mustern verhaftet. Als Party-Slasher mit eine Gruppe von Freunden taugt <strong>Fear Street 1994</strong> aber auf jeden Fall. Der Auftakt des Horror-Juli bei Netflix hätte schlechter sein können.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Mit <strong>Fear Street 1994</strong> bietet Regisseurin Leigh Janiak zwar einen netten Auftakt zu ihrer Trilogie, aber auch nicht mehr. Klassische Versatzstücke des Genres geben sich hier die Klinke in die Hand, sodass bei Fans des Genres eher Wiedersehensfreude als Spannung aufkommt. Das lässt sich etwas positiver natürlich auch als lange Verbeugung vor den Größen des Slasherfilms sehen. Wer grundsätzlich Spaß an kreischenden Teenies hat, die von einem maskierten Killer durch die Gegend gejagt werden, ist hier jedenfalls richtig.&nbsp;</p>
<p><strong>Fear Street 1994 startet am 2. Juli 2021 bei Netflix.</strong></p>
<p><a href="https://lauterfilme.de/netflix-filmkritik-im-ueberblick/">Mehr Kritiken zu Netflix-Filmen gibt es hier.</a></p>
<figure id="attachment_10202" aria-describedby="caption-attachment-10202" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10202 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/fear-5.jpg" alt="Fear Street 1994" width="1024" height="660" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/fear-5.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/fear-5-300x193.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/fear-5-768x495.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10202" class="wp-caption-text">Die Pläne der Teenager im Supermarkt scheinen gründlich in die Hose zu gehen.</figcaption></figure>
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		<item>
		<title>Filmkritik: Halloween Haunt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Oct 2019 12:33:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Blutig]]></category>
		<category><![CDATA[hart]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Slasher]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn ein Horrorfilm in Deutschland die Freigabe &#8222;ab 18 Jahren&#8220; bekommt, ist das mittlerweile schon eine Seltenheit. &#8222;Halloween Haunt&#8220; hat sich dieses Jugendverbot nun eingehandelt &#8211; und das auch völlig zu Recht. Bietet der fiese Slasher-Horror mehr als nur Blut? Oder ist der Film von den Drehbuchautoren von &#8222;A Quiet Place&#8220; lediglich eine uninspirierte Schlachtplatte? Das verrät die Kritik. Wenn man sich als Horrorfan ansieht, welche Filme heutzutage eine Freigabe ab 16 Jahren bekommen, dann weiß man, dass ein Film [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wenn ein Horrorfilm in Deutschland die Freigabe &#8222;ab 18 Jahren&#8220; bekommt, ist das mittlerweile schon eine Seltenheit. &#8222;Halloween Haunt&#8220; hat sich dieses Jugendverbot nun eingehandelt &#8211; und das auch völlig zu Recht. Bietet der fiese Slasher-Horror mehr als nur Blut? Oder ist der Film von den Drehbuchautoren von <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-a-quiet-place/">&#8222;A Quiet Place&#8220;</a> lediglich eine uninspirierte Schlachtplatte? Das verrät die Kritik.</strong></p>
<p>Wenn man sich als Horrorfan ansieht, welche Filme heutzutage eine Freigabe ab 16 Jahren bekommen, dann weiß man, dass ein Film schon reichlich derbe Szenen bieten muss, um eine höhere Einstufung zu erhalten. Einige Teile der &#8222;Saw&#8220;-Serie ereilte dieses Schicksal, meist findet sich das rote Jugendverbots-Zeichen aber nur noch auf Direct-to-DVD-Releases. Was also hat <em>Halloween Haunt</em> zu bieten, dass die FSK hier so geurteilt hat?</p>
<figure id="attachment_7025" aria-describedby="caption-attachment-7025" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7025 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/haunt-2-1024x684.jpg" alt="Halloween Haunt" width="750" height="501" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/haunt-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/haunt-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/haunt-2-768x513.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/haunt-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/haunt-2-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-7025" class="wp-caption-text">Schon der Einlass zum Haunted House ist ganz schön gruselig.</figcaption></figure>
<h3>Halloween Haunt: Die Handlung</h3>
<p>Die junge Harper (Katie Stevens, <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-polaroid/">&#8222;Polaroid&#8220;</a>) leidet unter ihrem gewalttätigen Freund und würde sich am liebsten von allen zurückziehen. Doch Freundin Bailey (Lauryn McClain) denkt gar nicht dran, sie ausgerechnet zu Halloween ihrem Trübsinn zu überlassen und schleift Harper mit in eine Bar. Doch lernt sie den freundlichen Nathan (Will Brittain) kennen, der ebenfalls mit Freunden dort ist. Die beiden Gruppen tun sich zusammen und beschließen, einen gemeinsamen Ausflug zu machen. Dabei entdecken sie weit vor den Toren der Stadt ein Haunted House.</p>
<p>Dort soll Schrecken garantiert sein und so kauft die Gruppe Tickets bei einem sehr schweigsamen Clown und betreten das alte Gebäude. Die ersten Räume sind zwar schauerlich, aber harmlos und die Gruppe beginnt, richtig Spaß zu haben. Doch Harper beschleicht bald ein mulmiges Gefühl. Und tatsächlich geht es tiefer im Inneren des Hauses nicht mehr so harmlos zur Sache. Bald fließt Blut und die Teenager geraten in Panik. Doch das Haunted Hause entpuppt sich als echte Todesfalle &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/MYI2pVPudR0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Halloween Haunt: Hart, aber nicht blöd</h3>
<p>Die beiden Regisseure Scott Beck und Bryan Woods haben noch nicht sehr viele Filme inszeniert oder geschrieben, aber ganz offenkundig ihre Horror-Hausaufgaben gemacht. Zwar hat ihr Film wenig Originelles oder gar Neues, aber was die beiden aus altbekannten Versatzstücken machen, kann sich sehen lassen. Zumindest dann, wenn man kein Problem mit Blut hat. Denn hier sind schon einige Szenen dabei, die beim Zusehen wehtun. Und das inszenieren Beck und Woods auch wohltuend humorfrei. <em>Halloween Haunt</em> ist fies &#8211; und meint das ernst.</p>
<p>Und so atmet der Film auch wohlig-dreckiges 70er und 80er-Jahre-Feeling aus und greift dabei auf Vorbilder wie den unterschätzten &#8222;The Funhouse&#8220; (1981) von Tobe Hooper und Wes Cravens &#8222;The Hills Have Eyes&#8220; zurück. Aber auch die tödlichen Fallen aus &#8222;Saw&#8220; oder &#8222;The Collector&#8220; feiern hier ein Wiedersehen mit dem Publikum. Und so schaffen Beck und Woods einen Retro-Slasher, den es in dieser Form und Qualität länger nicht im Kino zu sehen gab.</p>
<figure id="attachment_7026" aria-describedby="caption-attachment-7026" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7026 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/haunt-1-1024x684.jpg" alt="Halloween Haunt" width="750" height="501" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/haunt-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/haunt-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/haunt-1-768x513.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/haunt-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/haunt-1-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-7026" class="wp-caption-text">Doch auf der Suche nach dem Adrenalin-Kick gegen die Teenager hinein &#8211; und bekommen mehr Adrenalin, als ihnen lieb ist.</figcaption></figure>
<h3>Halloween Haunt: Gutes Terror-Kino</h3>
<p>Vor allem der Aufbau gelingt dem Regie-Duo sehr gut. Das Grauen beginnt mit Unbehagen, als die ersten Räume des Haunted House schon ein paar fiese Ecken aufweisen. Doch noch immer bleibt unklar, wer da eigentlich die Fäden zieht &#8211; und das auch noch eine ganze Weile länger. Gibt es Leute, die den Teenagern helfen wollen? Oder stecken dort alle unter einer Decke und sind gemeingefährliche Killer? Beck und Woods spielen in ihrem guten Drehbuch gekonnt mit diesen Fragen und halten so die Spannung.</p>
<p>Schauspielerisch gibt es wenig zu bemängeln oder hervorzuheben, allerdings gelingt es Beck und Woods, durch einige gute Dialoge und Szenen, den Gejagten ein wenig Profil und Seele zu geben, was ihre Qualen für das Publikum denn auch intensiver macht. Und auch die Darsteller unter den Masken erzeugen durch eine starke Körpersprache manchmal komplett ohne Text schon eine bedrohliche Stimmung. Hätte <em>Halloween Haunt</em> auch noch eine wirklich originelle Story, er würde in der Gunst von Horrorfans in einem bisher schwachen Jahr noch höher stehen.</p>
<p>Leider bedienen sich aber auch Beck und Woods reichlich bei oft gesehenen Szenen und erklären auch im dritten Akt ihrer Geschichte nicht mehr jede Wendung säuberlich genug, dass sie tatsächlich einleuchtet. Trotzdem bleibt am Ende ein fieser und über weite Strecken sehr gelungener Slasher übrig, der nicht nur in Sachen Gewalt, sondern auch bei der Spannung überzeugt. Und zumindest für hartgesottene Horrorfans ein absolut sehenswerter Film ist.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Der Geist der fiesen 70er Jahre-Slasher weht in <em>Halloween Haunt</em> sehr deutlich. Und das Regie- und Autorenduo Beck und Woods haben erstaunlich viel davon in unsere heutige Zeit übertragen. Denn ihre Story geht als gerade noch denkbar durch &#8211; und der Film verbreitet durch gut gesetzte, handgemachte Effekte und ein grandios konzipiertes Haunted House echten Horror. Wer es ein wenig härter und blutiger mag, ist hier genau richtig.</p>
<p><strong>Halloween Haunt startet am 31. Oktober 2019 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_7027" aria-describedby="caption-attachment-7027" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7027 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/haunt-3-1024x657.jpg" alt="Halloween Haunt" width="750" height="481" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/haunt-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/haunt-3-300x192.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/haunt-3-768x493.jpg 768w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-7027" class="wp-caption-text">Denn nicht alle Gruselgestalten im Haus sind harmlos.</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: Happy Deathday 2U</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Feb 2019 22:01:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Komödie]]></category>
		<category><![CDATA[Sci-Fi]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gerade einmal 15 Monate haben sich die Verantwortlichen Zeit gelassen, um nach dem Überraschungshit &#8222;Happy Deathday&#8220; einen zweiten Teil nachzulegen: &#8222;Happy Deathday 2U&#8220;. Das Original punktete in dem Comedy-Slasher mit &#8222;Murmeltier&#8220;-Aufhänger mit originellen Ideen und hin und wieder gebrochenen Horror-Klischees. Erneut führte Christopher Landon Regie, schrieb in der Fortsetzung nun aber auch das Drehbuch selbst. Eine gute Idee? Film, die sich mit Zeitschleifen und Zeitreisen beschäftigen, sind für Wissenschaftler meist schon deshalb ein Grauen, weil sie mit Fakten nur wenig [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gerade einmal 15 Monate haben sich die Verantwortlichen Zeit gelassen, um nach dem Überraschungshit <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-happy-death-day/">&#8222;Happy Deathday&#8220;</a> einen zweiten Teil nachzulegen: &#8222;Happy Deathday 2U&#8220;. Das Original punktete in dem Comedy-Slasher mit &#8222;Murmeltier&#8220;-Aufhänger mit originellen Ideen und hin und wieder gebrochenen Horror-Klischees. Erneut führte Christopher Landon Regie, schrieb in der Fortsetzung nun aber auch das Drehbuch selbst. Eine gute Idee?</strong></p>
<p>Film, die sich mit Zeitschleifen und Zeitreisen beschäftigen, sind für Wissenschaftler meist schon deshalb ein Grauen, weil sie mit Fakten nur wenig zu tun haben. Und wenn es einen zweiten Teil gibt, dann ist die dortige Geschichte in der Regel noch viel schräger und unglaubwürdiger als die des ersten Teils. Das kann, wie im Fall von &#8222;Zurück in die Zukunft 2&#8220; zu absurd-komischen Momenten führen, aber auch gehörig in die Hose gehen. In welche Kategorie reiht sich <em>Happy Deathday 2U</em> ein?</p>
<figure id="attachment_5586" aria-describedby="caption-attachment-5586" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-5586 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/02/happy-1-1024x576.jpg" alt="Happy Deathday 2U" width="750" height="422" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/02/happy-1-1024x576.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/02/happy-1-300x169.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/02/happy-1-768x432.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/02/happy-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-5586" class="wp-caption-text">Ryan, bester Kumpel von Trees Freund Carter, hat einen Mörder am Hals &#8211; immer und immer wieder. Also muss die zeitschleifenerfahrene Tree eingreifen.</figcaption></figure>
<h3>Happy Deathday 2U: Die Handlung</h3>
<p>Eigentlich hatte Tree (Jessica Rothe) den schlimmsten Geburtstag ihres Lebens ja hinter sich gebracht, an dem sie in einer Zeitschleife gefangen immer wieder von einem maskierten Killer umgebracht wurde. Aber aus irgendeinem Grund steckt plötzlich Ryan (Phi Vu), der Freund ihres Freundes Carter (Israel Broussard), ebenfalls in einer fest &#8211; und wird auch von einem maskierten Messermann um die Ecke gebracht. Tree muss sich also erneut einmischen. Und findet bald heraus, dass tatsächlich Ryan auch an ihrer Schleife schuld war.</p>
<p>Aber bei der Rettungsaktion geht einiges gehörig schief. Denn Ryans Killer entpuppt sich als extrem ungewöhnlich &#8211; und wirft gänzlich neue Fragen auf. Und dann landet Tree auch noch erneut in ihrer eigenen Zeitschleife, in der sie bereits elf Mal gestorben ist. Aber stimmt das auch? Bald muss Tree feststellen, dass der Tag ganz und gar nicht so abläuft, wie sie ihn in Erinnerung hat. Aber woher kommt diese neue Realität, in der sie jetzt feststeckt? Und trachtet ihr auch hier jemand nach dem Leben?<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/MT9MBytHuOI" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Happy Deathday 2U: Comedy statt Spannung</h3>
<p>Im ersten Film übernahm der erfahrene Comic-Autor Scott Lobdell (&#8222;X-Men&#8220;) das Schreiben des Drehbuchs, diesmal hämmerte Landon sein eigenes Script in die Tasten. Und das stellt sich schnell schon als erster Fehler heraus. Denn Landon verzettelt sich nicht nur rettungslos in den eigenen Ideen, sondern streicht auch den Slasher-Teil extrem zusammen. <em>Happy Deathday 2U</em> hat mit den Horror-Elementen des ersten Teils nichts mehr zu tun und eifert eher der <em>Zurück in die Zukunft</em>-Reihe nach. Denn hier dreht sich fast alles um die Tücken der Zeitschleife.</p>
<p>Landon entscheidet sich dafür, statt Spannung zu erzeugen, lieber den Humor auszubauen. So legt Tree in den besten Momenten einige besonders skurrile Selbstmorde hin, um den Tag wieder zurückzusetzen. Aber der Regisseur schreibt auch eine Menge Herz-Schmerz-Szenen in den Film, die ihn nicht nur heftig ausbremsen, sondern auch Fans des ersten Films vor den Kopf stoßen dürften. Denn die Grundidee, Tree in eine ähnliche Situation zu bringen, aber doch wichtige Details zu ändern, hätte eigentlich sehr interessant und spannend sein können.</p>
<figure id="attachment_5587" aria-describedby="caption-attachment-5587" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-5587 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/02/happy-2-1024x576.jpg" alt="Happy Deathday 2U" width="750" height="422" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/02/happy-2-1024x576.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/02/happy-2-300x169.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/02/happy-2-768x432.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/02/happy-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-5587" class="wp-caption-text">Bald landet Tree deshalb wieder in ihrer eigenen Zeitschleife &#8211; doch diesmal gibt es gravierende Unterschiede.</figcaption></figure>
<h3>Happy Deathday 2U: Drehbuch mit zuviel Lücken</h3>
<p>Aber genau aus diesen Möglichkeiten macht Landon viel zu wenig. Und verheddert sich mehr in seinem Plot, als ihn zu beherrschen. Denn die Logik, die im ersten Teil zumindest in sich stimmig war, geht in der Fortsetzung komplett flöten. Hier sammeln sich derart viele Ungereimtheiten und unbeantwortete Fragen, dass der Film mit jeder Minute Laufzeit schwächer wird. Und wo der Erstling wunderbar auch mit einigen fiesen Momenten spielt, zeigt sich Landons Drehbuch immer moralinsaurer, je länger es dauert.</p>
<p>Was schade ist, weil Christopher Landon durchaus ein paar schöne Ideen hatte. So unterlegt er eine heftige Explosion beispielsweise mit einer der bekanntesten Arien der Oper &#8211; dem &#8222;Flower-Duet&#8220;, während die Protagonisten in Super-Zeitlupe durch die Gegend fliegen. Und weist ziemlich selbstsicher &#8211; wie schon im ersten Teil &#8211; auf die Filme hin, von denen sich die Story inspirieren ließ. Dazu sitzen einige der Gags ebenfalls sehr gut und sorgen immer wieder für Lacher. Aber den Charme des ersten Teils verliert die Fortsetzung leider komplett.</p>
<p>Den Schauspielern kann man das nicht anlasten, denn die, allen voran Jessica Rothe, setzen ihre Rollen, die man im ersten Teil liebgewinnt, nahtlos fort. Und ziehen Kenner des ersten Teils daher auch sofort in die Geschichte. Die nicht nur eine Post-Credit-Scene besitzt, sondern die Christopher Landon in Interviews als &#8222;noch längst nicht auserzählt&#8220; beschreibt. Hier darf man als Zuschauer definitiv anderer Meinung sein. Ein derart wirres Script, das die selbst aufgestellten Regeln nicht akzeptiert, macht nur leidlich Spaß.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Der erste Teil war Ende 2017 eine unerwartete Perle im Bereich der Horror-Comedy. Leider trennte sich Regisseur und Autor Christopher Landon vom Horror-Aspekt der Story &#8211; und nimmt damit auch einen Großteil der Spannung aus dem Plot. Die versucht er mit emotionalen Momenten zu ersetzen, was angesichts des noch immer eher locker-leichten Comedy-Tons auch nicht wirklich passt. Und so ist <em>Happy Deathday 2U</em> leider nur eine weitere enttäuschende Fortsetzung, die deutlich mehr Zeit für Überarbeitungen gebraucht hätte.</p>
<p><strong>Happy Deathday 2U startet am 14. Februar in den deutschen Kinos.</strong></p>
<p>Doch lieber Horror? Die Übersicht über das Horror-Jahr 2019 <a href="https://lauterfilme.de/horror-2019-das-kommt-ins-kino/">gibt es hier</a>.</p>
<figure id="attachment_5588" aria-describedby="caption-attachment-5588" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-5588 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/02/happy-3-1024x682.jpg" alt="Happy Deathday 2U" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/02/happy-3-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/02/happy-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/02/happy-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/02/happy-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/02/happy-3-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/02/happy-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-5588" class="wp-caption-text">Kann ein Experiment Tree wieder aus der Schleife kicken? Und will sie das überhaupt?</figcaption></figure>
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