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	<title>historienfilm - lauterfilme.de</title>
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	<title>historienfilm - lauterfilme.de</title>
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		<title>Filmkritik: The Last Duel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Oct 2021 10:49:25 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der bald 84-jährige Ridley Scott ist eine Legende unter den Regisseuren. Bereits mit seinem zweiten (&#8222;Alien&#8220;) und dritten Film (&#8222;Blade Runner&#8220;) schrieb er Geschichte, um seitdem alle zehn bis 15 Jahre einen weiteren Meilenstein zu schaffen. Ob &#8222;Thelma und Louise&#8220;, &#8222;Black Rain&#8220;, &#8222;Gladiator&#8220; oder &#8222;Der Marsianer&#8220;: Nach mäßigen Filmen wie seinen Alien-Prequels kehrt der Brite immer wieder mit Glanzlichtern zurück, die im Oscar-Rennen ein gewichtiges Wort mitsprechen. Das dürfte auch für &#8222;The Last Duel&#8220; gelten, seinem ersten Film seit vier [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-the-last-duel/">Filmkritik: The Last Duel</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der bald 84-jährige Ridley Scott ist eine Legende unter den Regisseuren. Bereits mit seinem zweiten (&#8222;Alien&#8220;) und dritten Film (&#8222;Blade Runner&#8220;) schrieb er Geschichte, um seitdem alle zehn bis 15 Jahre einen weiteren Meilenstein zu schaffen. Ob &#8222;Thelma und Louise&#8220;, &#8222;Black Rain&#8220;, &#8222;Gladiator&#8220; oder &#8222;Der Marsianer&#8220;: Nach mäßigen Filmen wie <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-alien-covenant/">seinen Alien-Prequels</a> kehrt der Brite immer wieder mit Glanzlichtern zurück, die im Oscar-Rennen ein gewichtiges Wort mitsprechen. Das dürfte auch für &#8222;The Last Duel&#8220; gelten, seinem ersten Film seit vier Jahren. Warum der trotz seines Settings im Mittelalter hochaktuell ist und was er mit Japans Regie-Legende Akira Kurosawa zu tun hat, verrät die Kritik.</p>
<figure id="attachment_11117" aria-describedby="caption-attachment-11117" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-11117 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/duel-1.jpg" alt="The Last Duel" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/duel-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/duel-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/duel-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/duel-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/duel-1-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11117" class="wp-caption-text">Einst waren Jean und Jacques Freunde, doch die Zeit trieb ihren Keil zwischen sie.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Frankreich im späten 14. Jahrhundert. Ritter Jean de Carrouges (Matt Damon) ist einer der besten Kämpfer des Landes, gewinnt für seinen König so manche Schlacht. Weil Carrouges aber wenig von den höfischen Gebräuchen hält und daher bei Graf Pierre (Ben Affleck), seinem Lehnsherren, wenig beliebt ist, kann sein Freund Jacques Le Gris (Adam Driver) häufig Vorteile für sich herausschlagen, die meist auf Carrouges&#8216; Kosten gehen. So werden die beiden ehemaligen Kampfgefährten über die Jahre zu Feinden. Carrouges&#8216; Beschwerden über ungerechte Behandlungen verhallen bei Pierre ungehört und der wenig beachtete Ritter wird immer stärker von Wut beherrscht.</p>
<p>Als er schließlich mit Marguerite (Jodie Comer) die Tochter eines ehemaligen Verräters zur Frau nimmt, erweckt deren Schönheit erneut das Interesse von Le Gris. Während Carrouges in Paris weilt, um sich seinen verdienten Lohn für einen Feldzug der Krone abzuholen, dringt Le Gris mit einem Trick in Carrouges Burg ein und vergewaltigt Marguerite. Doch die junge Frau schweigt nicht und erzählt ihrem Gatten, was ihr in seiner Abwesenheit widerfahren ist. Außer sich vor Zorn klagt Carrouges Le Gris an und verlangt ein Gottesurteil: einen Kampf zwischen ihm und Le Gris auf Leben und Tod. Dabei nimmt der Ritter auch den Feuertod seiner Frau in Kauf, sollte er verlieren &#8230;</p>
<p><iframe title="The Last Duel | Official Trailer | 20th Century Studios" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/mgygUwPJvYk?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Aktuelle Themen in alter Zeit</h2>
<p>1950 brachte Japans großer Regisseur Akira Kurosawa mit &#8222;Rashomon&#8220; einen Film in die Kinos, der sich explizit mit verschiedenen Sichtweisen und unzuverlässigen Erzählern beschäftigte. Anhand eines Verbrechens und dessen Verhandlung vor Gericht ließ zeigte Kurosawa die gleiche Tat aus unterschiedlichen Perspektiven. Und setzte so langsam ein Bild zusammen, auf das sich der Zuschauer seinen Reim machen sollte. Kurosawas Diskurs darüber, was Wahrheit tatsächlich ist und wie schwer es ist, sie zu finden, hat offenbar auch Ridley Scott und sein Drehbuch-Team aus Matt Damon, Ben Affleck und Nicole Holofcener inspiriert, denn auch <strong>The Last Duel</strong> erzählt die gleiche Geschichte aus drei verschiedenen Perspektiven. Im Gegensatz zu Kurosawa positioniert sich Scott allerdings deutlich, wessen Version die richtige ist.</p>
<p>Und so entwickelt der Brite aus der historischen Tatsache, dass sich die beiden Ritter 1396 im letzten Gottesurteil Frankreichs gegenüberstanden, einen deutlichen Kommentar zu aktuellen Diskussionen über das Verhalten von Männern gegenüber Frauen. Auch wenn so manche geschichtliche Tatsache dem Zuschauer sauer aufstoßen dürfte, so war die Vergewaltigung kein Verbrechen gegen die Frau, sondern eine Art Sachbeschädigung gegenüber ihrem Ehemann, zeigt der Film doch auch klar in unsere Gegenwart mit den Harvey Weinsteins und Jeffrey Epsteins dieser Welt. Dazu spielt Scott virtuos mit dem Begriff Wahrheit. Und zeigt mit den Unterschieden und Gemeinsamkeiten der drei Blickwinkel das ganze Ausmaß einer zutiefst frauenfeindlichen Welt des 14. Jahrhunderts.</p>
<figure id="attachment_11118" aria-describedby="caption-attachment-11118" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-11118 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/duel-2.jpg" alt="Ben Affleck" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/duel-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/duel-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/duel-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/duel-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/duel-2-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11118" class="wp-caption-text">Auch Graf Pierre ist nicht ganz unschuldig am Zerwürfnis zwischen den Rittern.</figcaption></figure>
<h2>Welche Erzählung ist die Wahrheit?</h2>
<p>So unterscheidet sich die Schlüsselszene des Films, die in Le Gris&#8216; und in Marguerites Geschichte vorkommt, in den beiden Versionen überhaupt nicht. Und das Publikum sieht zweimal eine Vergewaltigung. Obwohl nur eine Figur das auch so wahrnimmt &#8211; Le Gris ist sich keiner Schuld bewusst. Das Bild, das der Zuschauer von Jean de Carrouges erhält, wenn der Film aus seiner Sicht beginnt, erhält bereits in der zweiten Story leichte Risse, die sich mit der Erzählung aus der Perspektive seiner Frau noch vertiefen. Wenn Jacques Le Gris&#8216; Geschichte beginnt, ist das Publikum bereits durch die Erzählung seines Vorgängers voreingenommen und zieht das Gesehene daher stärker in Zweifel als in Story eins. Ridley Scott wollte hier offenbar kein Risiko eingehen und bezeichnet Marguerites Version der Ereignisse daher auch simpel als &#8222;die Wahrheit&#8220;.</p>
<p>Das ist vielleicht eine der wenigen Schwächen des Films. Denn hätte sich Scott getraut, auch die letzte der drei Version unter Vorbehalt zu zeigen und sie dementsprechend ambivalent einzuschätzen, die Verunsicherung des Publikums, was nun stimmt und was nicht, wäre sicherlich noch stärker gewesen. Dieses Aspekt verschenkt Scott zugunsten der klaren #metoo-Statements von <strong>The Last Duel</strong>. Und das ist nun wirklich keine schlechte Sache.</p>
<h2>Auch optisch eine Wucht</h2>
<figure id="attachment_11119" aria-describedby="caption-attachment-11119" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-11119 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/duel-3.jpg" alt="Jodie Comer" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/duel-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/duel-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/duel-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/duel-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/duel-3-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11119" class="wp-caption-text">Als Jacques Jeans Frau begehrt und sich schließlich mit Gewalt nimmt, ist für Jean das Maß voll.</figcaption></figure>
<p>Es wäre aber unfair, den Film nur auf seine starke Aussage zu beschränken. Wie fast immer in Scotts Filmen sind auch die handwerklichen Aspekte wichtig. So kann Scott als Meister des Lichts einmal mehr die Tageszeit einer Szene nur durch die Beleuchtung zeigen. Dazu findet Kameramann Dariusz Wolski starke Bilder für das düstere Mittelalter. Und dass Scott Schlachten und Kämpfe brillant inszenieren kann, weiß jeder, der Gladiator oder &#8222;Königreich der Himmel&#8220; gesehen hat. Das nur wenige Minuten dauernde Duell tut schon beim Zusehen weh. Zudem hat Scott mit Matt Damon, Adam Driver, Ben Affleck und vor allem Jodie Comer eine exzellente Besetzung, die den Rollen Leben verleihen und den Zuschauer gerade dann besonders faszinieren, wenn sie ihre dunklen Seiten offenbaren.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p><strong>The Last Duel</strong> ist starkes, erzählendes Kino, dass auf jeder Ebene überzeugt. Die Schauspieler sind erstklassig, die Bilder des Films beeindruckend und die Story, aufgeteilt in drei Perspektiven, packend und emotional erzählt. Das Drehbuch, das aktuelle Themen in ein historisches Gewand kleidet, die zweite Zusammenarbeit von Damon und Affleck als Autoren, überzeugt ebenfalls. Lediglich über die Laufzeit von 150 Minuten lässt sich diskutieren. Mit 15 Minuten weniger wäre der Film sicher nicht schlechter gewesen. Zudem lässt <strong>The Last Duel</strong> in seinen Perspektiv-Wechseln die Ambivalenz des großen Vorbilds <strong>Rashomon</strong> etwas vermissen, weil die nicht zur gewünschten Aussage passt. Das lässt sich angesichts der großen Qualität von Scotts neuestem Werk aber gut verschmerzen.</p>
<figure id="attachment_11120" aria-describedby="caption-attachment-11120" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-11120 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/duel-4.jpg" alt="The Last Duel" width="1024" height="618" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/duel-4.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/duel-4-300x181.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/duel-4-768x464.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11120" class="wp-caption-text">Die beiden Ritter tragen ein Gottesurteil aus &#8211; und nur einer von beiden wird überleben.</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: Narziss und Goldmund</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2020 14:53:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hermann Hesse dürfte wohl allen ein Begriff sein, die in der Schule einen Deutsch-Leistungskurs hinter sich gebracht haben. Der 1962 verstorbene Autor und Gewinner des Nobelpreises für Literatur gehört zu den großen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Von seinen&#160; Werken wurden die meisten bisher allerdings kaum oder gar nicht für eine Kino-Adaption in Erwägung gezogen. Regisseur Stefan Ruzowitzki (&#8222;Anatomie&#8220;) hat nun den vielleicht bekanntesten Roman &#8222;Narziss und Goldmund&#8220; als Kinofilm umgesetzt. Wie ist das Ergebnis ausgefallen? Hermann Hesse war kein Freund [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hermann Hesse dürfte wohl allen ein Begriff sein, die in der Schule einen Deutsch-Leistungskurs hinter sich gebracht haben. Der 1962 verstorbene Autor und Gewinner des Nobelpreises für Literatur gehört zu den großen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Von seinen&nbsp; Werken wurden die meisten bisher allerdings kaum oder gar nicht für eine Kino-Adaption in Erwägung gezogen. Regisseur Stefan Ruzowitzki (&#8222;Anatomie&#8220;) hat nun den vielleicht bekanntesten Roman &#8222;Narziss und Goldmund&#8220; als Kinofilm umgesetzt. Wie ist das Ergebnis ausgefallen?</strong></p>
<p>Hermann Hesse war kein Freund von Verfilmungen seiner Werke, hielt das Kino für nicht in der Lage, die Magie der Worte adäquat zu adaptieren. Zwar existiert von seinem wohl wichtigsten Werk &#8222;Der Steppenwolf&#8220; ein Film, der nach Hesses Tod entstand. Allerdings war dem Werk kein großer Erfolg beschieden. Dennoch traute sich Ruzowitzki an den Klassiker <em>Narziss und Goldmund</em> heran, schrieb das Drehbuch mit und setzte den Stoff dann auch als Regisseur um. Konnte er ein wenig von der Magie Hesses auf die Leinwand bringen?</p>
<figure id="attachment_8240" aria-describedby="caption-attachment-8240" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-8240 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/narz-1.jpg" alt="Narziss und Goldmund" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/narz-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/narz-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/narz-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/narz-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/narz-1-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-8240" class="wp-caption-text">Schon als Kinder sind Narziss und Goldmund im Kloster die besten Freunde.</figcaption></figure>
<h3>Narziss und Goldmund: Die Handlung</h3>
<p>Mittelalter irgendwo in Deutschland. Der junge Narziss wächst im Kloster auf und freundet sich dort mit dem Kaufmanns-Sohn Goldmund an, den sein Vater loswerden will. Doch so eng ihre Freundschaft auch ist, Narziss ist klar, dass Goldmund hinaus in die Welt gehört und nicht eingesperrt hinter Mauern leben kann. Und so ermöglicht er seinem Freund, sein Glück außerhalb der Kirche zu suchen. Lange Jahre später, Narziss (Sabin Tambrea) ist mittlerweile Abt, sieht der Goldmund (Jannis Niewöhner) durch einen Zufall wieder und rettet ihm das Leben.</p>
<p>Während der Freund im Kloster langsam wieder gesund wird, erzählt er Narziss, wie es ihm seit ihrer Trennung ergangen ist. Er berichtet von seiner Liebe zu einem schönen Burgfräulein (Emilia Schüle), beschreibt die Liebe zu seiner Frau und seinem Kind, die ihm genommen wurden und vieles mehr. Um Goldmund bei sich zu behalten, der eine Lehre als Bildhauer abschloss, beauftragt er den alten Freund, dem Kloster einen neuen Altar zu schaffen. Doch nicht alle frommen Glaubensbrüder sind mit dem Auftritt des vermeintlichen Ungläubigen einverstanden &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/3HwScPRL338" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Narziss und Goldmund: Die großen Themen von Hermann Hesse</h3>
<p>Um die wichtigste Frage gleich vorab zu beantworten: Ob Ruzowitzki die Wortmagie Hesses nun eingefangen hat oder nicht, wird jeder, der das Buch kennt, für sich selbst beantworten müssen. Zumindest hält sich der Autor und Regisseur halbwegs eng an die Handlung des Romans. Und er greift auch die Themen auf, die Hesse gleich in mehreren seiner Werke behandelte. Glaube und Religion, Angepasstheit und Individualismus, das Finden seines eigenen Lebensweges und die Weisheit des Alters. All das findet sich auch in Ruzowitzkis Film wieder, wenn auch in unterschiedlicher Gewichtung.</p>
<p>Goldmund steht hier für die ewige Suche des Menschen nach seiner Bestimmung und seiner Herkunft. Weil er stets vom verschwommenen Bild seiner Mutter getrieben wird, kann Goldmund nirgendwo länger bleiben, muss immer weiter suchen. Narziss hingegen sucht seine Antworten im Glauben &#8211; und die beiden Freunde werden sich Verlauf der Geschichte gegenseitig verstehen und ergänzen. Diese ganz zentrale Thematik des Romans fängt Ruzowitzki, auch dank seiner beiden Hauptdarsteller, sehr gut ein.</p>
<figure id="attachment_8241" aria-describedby="caption-attachment-8241" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-8241 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/narz-2.jpg" alt="Narziss und Goldmund" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/narz-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/narz-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/narz-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/narz-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/narz-2-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-8241" class="wp-caption-text">Die Schwärmerei von Edelfräulein Lydia für Goldmund erweist sich als fatal für den jungen Mann.</figcaption></figure>
<h3>Narziss und Goldmund: Starke Schauspieler</h3>
<p>Sabin Tambrea ist als zurückhaltender und vergeistigter Abt ebenso sehenswert wie Jannis Niewöhner als mittelalterlicher Rockstar, dessen Kerze an beiden Enden brennt. Ruzowitzki gelingt dabei das Kunststück, beide gleichermaßen nachvollziehbar und sympathisch zu inszenieren, obwohl sie einander doch so wenig ähneln. Und Tambreas Zurückhaltung verträgt sich exzellent mit Niewöhners körperlicher Präsenz und dessen emotional ungebremster Spiellaune. Für Freunde guten Schauspiels ist <em>Narziss und Goldmund</em> daher sehr empfehlenswert.</p>
<p>Wenn der Film Schwächen hat, dann liegen sie in der episodenhaft erzählten Haupt-Story, bei denen sich der Regisseur nicht so recht auf einen Stil einlassen kann. Mal wirken die Erlebnisse Goldmunds wie pures Märchen mit allen optischen Begleiterscheinungen. Mal sind die Bilder von Pest und Tod erschreckend realistisch und reißen den Zuschauer schnell aus allen märchenhaften Anwandlungen heraus. Ein stimmiges Gesamtbild geben diese Stationen Goldmunds auf seinem Weg zum Licht leider nicht.</p>
<p>Für Niewöhner ist es bereits der zweite Literatur-Klassiker nach <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-jugend-ohne-gott/">&#8222;Jugend ohne Gott&#8220;</a> von Ödon von Horvath, und ähnlich wie dieser Film dürfte auch <em>Narziss und Goldmund</em> bald als Kinobesuch auf dem Lehrplan von Deutsch-Leistungskurs-Schülern stehen. Da haben sie Glück, denn auch, wenn Ruzowitzkis Ausflug in die Gedankenwelt Hermann Hesses sicher nicht perfekt ist, so kann er doch über seine gesamte Laufzeit von knapp zwei Stunden unterhalten, die Gedanken anregen und genug Momente bieten, über die sich später zu diskutieren lohnt.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Auch wenn <em>Narziss und Goldmund</em> letztlich den Staub von Bildungsbürger-Kino nie ganz abschütteln kann, so ist Stefan Ruzowitzkys Inszenierung mit einem von der Suche nach dem Glück getriebenen Jannis Niewöhner und einem Sabin Tambrea, der an das Konzept Glück gar nicht glaubt, doch stark besetzt und gespielt. Da ist es schade, dass sich der Regisseur nie so richtig für eine Tonlage seines Films entscheiden kann und so die eigentlich emotionale Story hin und wieder leicht verwässert. Ein ansehnlicher Film bleibt es dennoch.</p>
<p><strong>Narziss und Goldmund startet am 13. März 2020 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_8242" aria-describedby="caption-attachment-8242" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-8242 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/narz-3.jpg" alt="Narziss und Goldmund" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/narz-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/narz-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/narz-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/narz-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/narz-3-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-8242" class="wp-caption-text">Als Narziss seinen Jugendfreund viele Jahre später im Kloster aufnimmt, sind nicht alle Mönche damit einverstanden.</figcaption></figure>
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</iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-narziss-und-goldmund/">Filmkritik: Narziss und Goldmund</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
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		<item>
		<title>Filmkritik: The Aeronauts</title>
		<link>https://lauterfilme.de/filmkritik-the-aeronauts/</link>
					<comments>https://lauterfilme.de/filmkritik-the-aeronauts/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Dec 2019 17:03:38 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Amazon Prime]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Masse ist Amazon Prime als eigenständiger Produzent deutlich hinter Konkurrent Netflix. In der durchschnittlichen Qualität hingegen hat Amazon die Nase vorn. Bei den wenigen Filmen, die der Online-Gigant in jedem Jahr produziert, finden sich keine richtig schwachen Filme. Mit &#8222;The Aeronauts&#8220; ist nun ein weitere Spielfilm mit prominenter Besetzung bei Amazon Prime zu sehen. Hält die Serie der ordentlichen bis guten Filme auch bei der Entdeckungsreise per Ballon? Das verrät die Kritik. &#160;Einer echt, einer nicht! In The [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In der Masse ist Amazon Prime als eigenständiger Produzent deutlich hinter Konkurrent Netflix. In der durchschnittlichen Qualität hingegen hat Amazon die Nase vorn. Bei den wenigen Filmen, die der Online-Gigant in jedem Jahr produziert, finden sich keine richtig schwachen Filme. Mit &#8222;The Aeronauts&#8220; ist nun ein weitere Spielfilm mit prominenter Besetzung bei Amazon Prime zu sehen. Hält die Serie der ordentlichen bis guten Filme auch bei der Entdeckungsreise per Ballon? Das verrät die Kritik.</strong></p>
<p>&nbsp;Einer echt, einer nicht! In The Aeronauts erzählt Regisseur, Produzent und Autor Tom Harper die packende Ballon-Expedition von Jeremy Glaisher, den es wirklich gegeben hat. Und der Pilotin Amelia Wren, die nicht real ist, sondern von einigen anderen berühmten Frauen wie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sophie_Blanchard" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sophie Blanchard</a> inspiriert wurde. Glaisher gilt als einer der ersten Meteorologen und die Ballonfahrt im Film hat wirklich stattgefunden, allerdings mit anderer, männlicher Begleitung. Ist der Film trotz der kreativen Freiheit bei historischen Ereignissen sehenswert?</p>
<figure id="attachment_7503" aria-describedby="caption-attachment-7503" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7503 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/12/Aero-1.jpg" alt="The Aeronauts" width="1024" height="576" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/12/Aero-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/12/Aero-1-300x169.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/12/Aero-1-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-7503" class="wp-caption-text">Die wagemutige Ameila schüchtert Wissenchaftler Glaisher nicht nur durch ihre provokante Art ein.</figcaption></figure>
<h3>The Aeronauts: Die Handlung</h3>
<p>London, 1862. Die abenteuerlustige und wohlhabende Witwe Amelia Wren (Felicity Jones, <a href="https://lauterfilme.de/rogue-one-directors-cut-ungewiss/">&#8222;Rogue One&#8220;</a>) und der Wissenschaftler Jeremy Glaisher (Eddie Redmayne) wollen mit einer Ballonfahrt nicht nur den bestehenden Höhenrekord brechen. Sondern dabei auch noch möglichst viele wissenschaftliche Erkenntnisse sammeln. Obwohl Glaisher die auf Entertainment und Show bedachte Amelia nicht sonderlich schätzt, hat er keine Wahl. Denn niemand sonst wollte mit ihm diese Reise riskieren, von der sich Glaisher Beweise erhofft, dass Wetter sich vorhersagen lässt.</p>
<p>Als die beiden Ballonfahrer nur Minuten nach dem Start in einen schweren Sturm geraten, wird Glaisher zum ersten Mal klar, wie gefährlich dieser Trip nach oben werden kann. Doch er ist bereit, das Risiko für Leib und Leben in Kauf zu nehmen, um endlich als Wissenschaftler ernst genommen zu werden. Amelia Wren hingegen hat gänzlich andere Motive, wieder in den Ballon zu steigen. Sie verlor bei der letzten Reise im Ballon ihren Ehemann Pierre (Vincent Perez). Hat die junge Frau etwa Todessehnsucht?<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/Rm4VnwCtQO8" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>The Aeronauts: Spannung durch Blick zurück</h3>
<p>Ein Ballon, der immer höher steigt &#8211; das klingt erst einmal wenig aufregend. Tatsächlich erzeugt Tom Harper die Spannung auf andere Weise &#8211; durch Rückblenden. Denn erst durch die Hintergründe der beiden Figuren erfährt der Zuschauer von den wirklichen Beweggründen, in diesen Korb zu steigen und mehrere tausend Meter in die Luft zu gehen. Und wie viel Schmerz und Trauer sie mit nach oben nehmen. Dabei gelingt Harper eine schöne und sich stetig steigernde Öffnung seiner Figuren, die so ganz anders sind als der Anfang vermuten lässt.</p>
<p>Eddie Redmayne spielt dabei die für ihn fast schon <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-phantastische-tierwesen-2-grindelwalds-verbrechen/">typische Rolle</a> des stets leicht linkisch wirkenden, schüchternen Träumers, dem die Weltfremdheit aus allen Poren quillt. Trotz dieser wenig einladenden Charaktereigenschaften schafft er es aber immer, die Figur sympathisch und interessant wirken zu lassen. Das gilt auch für The Aeronauts. Felicity Jones spielt die tief verletzte und trotzdem scheinbar lebenslustige Witwe ohne Sinn für die eingestaubten Sitten des mittleren 19. Jahrhunderts ebenfalls sehr sehenswert.</p>
<figure id="attachment_7504" aria-describedby="caption-attachment-7504" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7504 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/12/aero-2.jpg" alt="The Aeronauts" width="1024" height="554" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/12/aero-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/12/aero-2-300x162.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/12/aero-2-768x416.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-7504" class="wp-caption-text">Amelia muss außen am vereisten Ballon hochklettern, wenn sie die Expedition noch retten will.</figcaption></figure>
<h3>The Aeronauts: Grandiose Bilder</h3>
<p>Doch der heimliche Star des Films ist Kameramann George Steel. Seine Arbeit dürfte nicht nur Zuschauern mit Höhenangst regelmäßig zu Adrenalinschüben verhelfen, sondern das Publikum auch immer wieder ein Lächeln entlocken, die Bilder aus und um den Ballon herum sind einfach zu schön. Ob der Blick in die Tiefe oder der winzige Ballon, der vor riesigen Wolken völlig lautlos ins Blau des Himmels schwebt, Steels Aufnahmen bleiben hängen und wirken nach. Sie sind das absolute Highlight des Films.</p>
<p>Ebenfalls großen Anteil hat Steel am zweiten Star von <em>The Aeronauts</em> &#8211; dem Licht. Die Art und Weise, wie Harper hier mit Beleuchtung arbeitet, erinnert an &#8222;The Favorite&#8220;, der komplett auf künstliche Lichtquellen verzichtete. So taucht Harper seine Protagonisten auf der Reise oft in gleißendes, klares Licht, durch das sie selbst zu leuchten scheinen. Und in Rückblenden wirken die Gesichter der beiden Stars durch das flackernde Kerzenlicht noch emotionaler als sonst. Das dürfte nicht nur Cineasten begeistern.</p>
<p>Daher lässt sich auch besser darüber hinwegsehen, dass Harpers Story zwar immer wieder gute Spannungsmomente setzt, im Kern aber sehr vorhersehbar bleibt. So richtig Angst um die Helden hat der Zuschauer hier zu keinem Zeitpunkt. Und das ist schade, denn mit ein wenig mehr Dramatik wäre<em> The Aeronauts</em> nicht nur ein wunderschöner, sondern auch ein sehr spannender Film geworden. So hat er nur eines dieser Ziele erreicht. Was ihn aber zu einem sehr ansehnlichen Film macht.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Amazon Primes neueste Produktion <em>The Aeronauts</em> kann zwar optisch mehr überzeugen als inhaltlich, wickelt seine Story aber in derart schöne Bilder, dass der Zuschauer mitunter fehlenden Spannung gut verschmerzen kann. Zudem achtet das Drehbuch auch darauf, dass der Film über eine Ballon-Expedition trotz gelegentlicher Seitenhiebe auf die damalige Gesellschaft nie seinen Leichtigkeit verliert und deshalb in seinen besten Momenten tatsächlich ins Fliegen kommt. Ein schöner, leiser Film mit wahrem Kern.</p>
<p><strong>The Aeronauts startet am 20. Dezember 2019 bei Amazon Prime.</strong></p>
<figure id="attachment_7505" aria-describedby="caption-attachment-7505" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7505 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/12/aero-3.jpg" alt="The Aeronauts" width="1024" height="721" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/12/aero-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/12/aero-3-300x211.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/12/aero-3-768x541.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-7505" class="wp-caption-text">Der Sturm trifft den Ballon hart und Glaisher muss alles riskieren, um seine Pilotin wieder in den Korb zu holen.</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Filmkritik: The King</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Oct 2019 12:39:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[historienfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Königsdrama]]></category>
		<category><![CDATA[Netflix]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit &#8222;Call Me By Your Name&#8220; ist Jungstar Timothée Chalamet in aller Munde. Im kommenden Jahr spielt er die ikonische Rolle von Paul Atreides im &#8222;Dune&#8220;-Zweiteiler von Denis Villeneuve. Vorher ist er noch in Greta Gerwigs &#8222;Little Women&#8220; zu sehen. Aktuellste Rolle des jungen Amerikaners ist jedoch die eines berühmten Briten. Als Heinrich V. verkörpert er die Hauptfigur des Königsdramas &#8222;The King&#8220; auf Netflix &#8211; nach Motiven von William Shakespeare. Wie gut ist das? Shakespeare schrieb viele Königsdramen, von denen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit &#8222;Call Me By Your Name&#8220; ist Jungstar Timothée Chalamet in aller Munde. Im kommenden Jahr spielt er die ikonische Rolle von Paul Atreides im &#8222;Dune&#8220;-Zweiteiler von Denis Villeneuve. Vorher ist er noch in Greta Gerwigs &#8222;Little Women&#8220; zu sehen. Aktuellste Rolle des jungen Amerikaners ist jedoch die eines berühmten Briten. Als Heinrich V. verkörpert er die Hauptfigur des Königsdramas &#8222;The King&#8220; auf Netflix &#8211; nach Motiven von William Shakespeare. Wie gut ist das?</strong></p>
<p>Shakespeare schrieb viele Königsdramen, von denen einige in zwei Tetralogien zusammengefasst werden &#8211; und ausschließlich von Königen berichten, die entweder Richard oder Heinrich hießen. Die erste Tetralogie &#8211; von Richard II. bis Heinrich V. &#8211; bieten den historischen Hintergrund für <em>The King</em>. Der Film des australischen Filmemachers David Michôd legt allerdings den Schwerpunkt auf den letzten Teil. Und stellt Heinrich &#8211; oder auch Henry &#8211; den Fünften ins Zentrum der Erzählung. Das hat im Jahr 1989 bereits Kenneth Branagh mit seinem &#8222;Henry V.&#8220; großartig getan. Kann<em> The King</em> da mithalten?</p>
<figure id="attachment_7055" aria-describedby="caption-attachment-7055" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7055 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/king-1-1024x662.jpg" alt="The King" width="750" height="485" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/king-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/king-1-300x194.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/king-1-768x497.jpg 768w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-7055" class="wp-caption-text">William Gascoigne (rechts) berät den jungen Heinrich bei seinen neuen Pflichten als König.</figcaption></figure>
<h3>The King: Die Handlung</h3>
<p>England im Jahr 1413. Der extrem unbeliebte König Heinrich IV. (Ben Mendelsohn) führt Kriege im eigenen Land gegen angebliche Verräter. Sein ältester Sohn Heinrich, genannt Hal (Timothée Chalamet), hat sich längst von Vater und Thronfolge abgewandt und vergnügt sich lieber mit seinem Freund auf Saufkumpan John Falstaff (Joel Edgerton) in den Wirtshäusern der Stadt. Intrigen und Paranoia des Vaters trieben ihn schon vor langer Zeit vom Königshof fort. Als sein Vater ihn einbestellt, um ihm mitzuteilen, dass sein jüngrer Bruder Thomas (Dean-Charles Chapman, &#8222;Game of Thrones&#8220;) König werden soll, ist Heinrich wenig überrascht &#8211; und einverstanden.</p>
<p>Doch als Thomas für den Vater in den Krieg ziehen soll, wird Hal aktiv und versucht, den kleinen Bruder zu retten &#8211; und wen es ihn das eigene Leben kostet. Doch das Schicksal will es anders und Hal landet als Heinrich der Fünfte auf dem Thron von England. Beraten wird er vom verschlagenen William Gascoigne (Sean Harris), der den jungen König vor vielen Gefahren warnt. Als Nachbarland Frankreich, auf dessen Thron Heinrich einen legitimen Anspruch hat, zum Krieg rüstet, muss Heinrich reagieren &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/svVykTznk9Q" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>The King: Shakespeare light</h3>
<p>Zuschauer, die sich vor der Sprache des unsterblichen Barden fürchten, können beruhigt sein. Michôd nutzt in seinem Film die Texte Shakespeares nicht, sondern lässt seine Figuren ganz normal sprechen. So wie das Drehbuch, das Michôd gemeinsam mit Darsteller Joel Edgerton schrieb, auch in anderen Bereichen eher modern anmutet. Aus dem Drama für die Bühne wird hier eine Abenteuergeschichte um das Erwachsenwerden eines Königs, der diese Bürde nie wollte. Diese Entwicklung stellt Michôd ins Zentrum seines Films.</p>
<p>Und Timothée Chalamet zeigt sich der Herausforderung gewachsen. In den 140 Minuten des Films spielt er überzeugend die Wandlung des Charakters von Hal zu Heinrich V. mit einer Attitüde, die eher den aktuellen Fans des Schauspielers gefallen wird als Shakespeare-Puristen. Nach dem Drehbuch idealisiert der Film den jungen König als ruhigen, aber selbstsicheren Mann mit einem untrüglichen Instinkt für Gerechtigkeit, den er als moralischen Kompass für sein gesamtes Handeln einsetzt &#8211; und der ihm eher ein James Dean-Image verleiht als ein historisch korrektes Bild zu zeichnen.</p>
<figure id="attachment_7056" aria-describedby="caption-attachment-7056" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7056 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/king-2-1024x640.jpg" alt="The King" width="750" height="469" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/king-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/king-2-300x188.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/king-2-768x480.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/king-2-400x250.jpg 400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-7056" class="wp-caption-text">John Falstaff war einst Heinrichs bester Freund. Kann er ihm beim Krieg gegen Frankreich zur Seite stehen?</figcaption></figure>
<h3>The King: Bester Mann</h3>
<p>Noch mehr als Chalamet als moderne Version des Königs überzeugt allerdings Joel Edgerton in der Rolle des John Falstaff, die er sich selbst auf den Leib schrieb. Der Australier, der schon in vielen sehr unterschiedlichen Rollen überzeugte (unter anderem als Regisseur, Autor und Darsteller in <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-der-verlorene-sohn/">&#8222;Der verlorene Sohn&#8220;</a>), spielt Falstaff zwar auch als tragische Figur, allerdings mit völlig anderem Hintergrund. Während der ehemalige Kriegsheld bei Shakespeare von Heinrich verstoßen wird, um sich von seiner Vergangenheit zu distanzieren, spielt er hier eine wichtige Rolle als Freund und Berater.</p>
<p>Und bringt Heinrich auch ohne viele Worte mehr bei, als alle anderen Berater des Königs zusammen. Dabei legt er den Charakter als sehenswerte Mischung aus desillusioniertem Säufer und wahrem Freund an. Und ist so der heimliche Held des Films. Der kurze Auftritt von Robert Pattinson als französischer Kronprinz gerät hingegen fast zur Farce. Der eigentlich starke Schauspieler agiert hier so hemmungslos albern, dass seine Rolle der Schwachpunkt des Films ist. Die einzige nennenswerte Frauenrolle &#8211; Rose Lily Depp als Prinzessin &#8211; ist ebenfalls nur Staffage.</p>
<p>Stattdessen bietet <em>The King</em> neben dem grüblerischen Rebellen auf dem Thron vor allem sehenswerte Kampf- und Schlachtsequenzen und geht daher trotz Mädchenschwarms Chalamet als echter Männerfilm, an den Start. Im Gegensatz zum grandiosen Film von Kenneth Branagh bleibt <em>The King</em> aber dazwischen ein wenig blass. Während Branagh in der Titelrolle mit glühender Inbrunst Shakespeares Worte herausschmetterte, wirkt die neue Version ein wenig zu unterkühlt, um durchgehend mitzureißen.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p><em>The King</em> ist zwar eine zeitgemäße Umsetzung von Shakespeares Königsdramen (hauptsächlich Heinrich V. mit ein wenig Heinrich IV.), aber mit dem großartigen Henry V. von Kenneth Branagh kann er nicht ganz mithalten. Trotz guter Schauspieler-Leistungen, allen voran Joel Edgerton, leidet die Netflix-Adaption unter der Länge des Films und der über den Film gelegten Coolness, die dem eigentlich hoch emotionalen Stoff nicht gut tut. Fans von Timothée Chalamet schalten aber ebenso ein wie Freunde von Historiendramen. Denn <em>The King</em> ist trotz mancher Kritik ein ansehnlicher Film geworden.</p>
<p><strong>The King startet am 1. November 2019 bei Netflix.</strong></p>
<p>Weitere Kritiken zu Netflix-Filmen <a href="https://lauterfilme.de/netflix-filmkritik-im-ueberblick/">finden Sie hier</a>.</p>
<figure id="attachment_7057" aria-describedby="caption-attachment-7057" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7057 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/king-3-1024x634.jpg" alt="The King" width="750" height="464" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/king-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/king-3-300x186.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/king-3-768x476.jpg 768w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-7057" class="wp-caption-text">Denn der Dauphin von Frankreich stellt sich Heinrich mit einer Übermacht an Soldaten entgegen.</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: Tolkien</title>
		<link>https://lauterfilme.de/filmkritik-tolkien/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jun 2019 20:17:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Biopic]]></category>
		<category><![CDATA[historienfilm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sein Werk wird sehr konsequent von vorne nach hinten verfilmt, und nun dient auch sein eigenes Leben als Vorlage für einen Film &#8211; John Ronald Reuel &#8222;Tolkien&#8220;. Der Autor von &#8222;Der Herr der Ringe&#8220; war mehr als nur ein Schriftsteller und der Film des finnischen Regisseurs Dome Karukoski versucht, vor allem die jungen Jahre des Mitbegründers der modernen Fantasy-Literatur in Szene zu setzen. Lohnt sich der Film für Mittelerde-Fans oder bleibt Tolkiens Werk hier eher im Hintergrund? Das verrät die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sein Werk wird sehr konsequent von vorne nach hinten verfilmt, und nun dient auch sein eigenes Leben als Vorlage für einen Film &#8211; John Ronald Reuel &#8222;Tolkien&#8220;. Der Autor von &#8222;Der Herr der Ringe&#8220; war mehr als nur ein Schriftsteller und der Film des finnischen Regisseurs Dome Karukoski versucht, vor allem die jungen Jahre des Mitbegründers der modernen Fantasy-Literatur in Szene zu setzen. Lohnt sich der Film für Mittelerde-Fans oder bleibt Tolkiens Werk hier eher im Hintergrund? Das verrät die Kritik.</strong></p>
<p>Er selbst war kein Freund von moderner Technik oder Kinofilmen, wanderte lieber durch die Natur und beschäftigte sich mit seiner Familie. Zumindest gilt das für seine Zeit als berühmter Autor. Aber wie wurde <em>Tolkien</em> zu dem Schriftsteller, der eines der erfolgreichsten Bücher aller Zeiten geschrieben hat? Und wer war die Frau, die er heiratete und die ihn zur Geschichte von Beren und Luthien inspirierte? Diesen Fragen geht die filmische Biographie nach. Ist das auch Zuschauer interessant, die keine ausgewiesenen Fans der Bücher sind?</p>
<figure id="attachment_6319" aria-describedby="caption-attachment-6319" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6319 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-1-1024x576.jpg" alt="Tolkien" width="750" height="422" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-1-1024x576.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-1-300x169.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-1-768x432.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6319" class="wp-caption-text">Tolkiens tiefe Freundschaft zu seinen Mitschülern wird später die Gemeinschaft des Rings inspirieren.</figcaption></figure>
<h3>Tolkien: Die Handlung</h3>
<p>Der junge John Tolkien verbringt eine idyllische Kindheit in Südafrika, bis der Tod des Vaters die Familie zurück nach England zwingt. Als auch die Mutter stirbt, werden John und sein jüngerer Bruder mithilfe des Pfarrers Francis Morgan (Colm Meaney) bei einer reichen Witwe untergebracht, die etwas für Waisen übrig hat. Dort trifft John auch auch Edith, die ebenfalls als Weise bei der alten Dame lebt. Und die Gönnerin ermöglicht ihm den Besuch einer guten Schule, auf der der vermeintliche Außenseiter bald gute Freunde findet.</p>
<p>Als junger Mann scheint John (Nicholas Hoult, &#8222;X-Men: Dark Phoenix&#8220;) eine glänzende Zukunft vor sich zu haben. Seine Schulfreunde sind so eng miteinander verbunden, dass sie sich selbst als verschworenen Bund begreifen und einander helfen. Edith (Lily Collins, <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-to-the-bone/">&#8222;To The Bone&#8220;</a>) ist inzwischen eine junge Frau geworden, in die John sehr verliebt ist und seine Professoren (unter anderen Derek Jacobi) beeindruckt er mit selbstentwickelten Sprachen. Doch dann bricht der Erste Weltkrieg los und Tolkien muss wie alle anderen jungen Männer an die Front in Frankreich &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/wZ1vn85iQRE" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Tolkien: Für beide zu wenig</h3>
<p>Weder Regisseur Dome Karukoski noch seine Drehbuch-Autoren Stephen Beresford und David Gleeson konnten sich offenbar so richtig für eine Zielgruppe entscheiden. Denn eigentlich schienen die drei sich auf ein klassisches Bio-Pic im Stil von &#8222;Die Entdeckung der Unendlichkeit&#8220; (über Stephen Hawking) verständigt zu haben. In ruhigem Tempo und auch sonst eher unaufgeregt beleuchten sie die prägenden Momente in <em>Tolkiens</em> Jugend und frühen Erwachsenen-Jahren. Der Film fängt den Charme der Zeit, aber auch den Standesdünkel, sehr gut ein.</p>
<p>Doch kann sich Karukoski es sich nicht verkneifen, in den Kriegsszenen von den Schlachtfeldern des furchtbaren Stellungskrieges zwischen dem Nebel Silhouetten schwarzer Krieger und riesiger Drachen auftauchen zu lassen. Und die zerbombten Ebenen Frankreichs wie Saurons Heimat Mordor aussehen zu lassen. Das wird die Feingeister stören, die sich auf eine biografischen Film gefreut haben. Und den Fans nicht reichen, die aufgrund dieser Bilder im Trailer im Kino auf ein weiteres Herr der Ringe-Epos gehofft hatten &#8211; das es hier nicht gibt.</p>
<figure id="attachment_6320" aria-describedby="caption-attachment-6320" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6320 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-2-1024x576.jpg" alt="Tolkien" width="750" height="422" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-2-1024x576.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-2-300x169.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-2-768x432.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6320" class="wp-caption-text">Die elfenhafte Lily Collins verkörpert Tolkiens große Liebe Edith, die ihm zu Figuren wie Luthien und Arwen verhalf.</figcaption></figure>
<h3>Tolkien: Gute Love-Story</h3>
<p>Besser als die letztlich misslungenen Versuche, Tolkiens große Werke in Bilder seines Lebens zu integrieren, macht es Karukoski, wenn es um die Liebe in seinem Leben geht. Er zeichnet die Probleme, die diese Liebe von Beginn an hatte, gut nach. Und zeigt in wundervollen, witzigen Momenten, wie die Gefühle zwischen John und Edith entstehen. Und sie schließlich seine Luthien wird &#8211; die unsterbliche Liebe. Diese Leidenschaft, die sie über viele Jahre zügeln müssen, weil Tolkiens Ziehvater, der Pfarrer, sie untersagt, bringen Hoult und Collins überaus glaubhaft auf die Leinwand.</p>
<p>Ebenso gut inszeniert der finnische Regisseur die Männerfreundschaft zwischen dem eigentlich aus ärmlichen Verhältnissen kommenden John. Und seinen drei Upper-Class-Mitschülern, die bald alle gesellschaftlichen Vorgaben über Bord werfen und als Gleichgestellte ihre Kameradschaft pflegen. Und die Bilder der Soldaten, die aus leeren Augen aus den Gräben auf den unsichtbaren Feind starren, gelingen ebenso gut. So lange keine Ringgeister durch die Gegend reiten. Denn auch ohne die Fantasy-Gestalten verbreiten sie genug Grauen, um dem jungen Tolkien glaubhaft als eine lebenslange Quelle der Inspiration für düstere Stoffe zu dienen.</p>
<p>Dass <em>Tolkien</em> trotz vieler Pluspunkte nie gänzlich überzeugt, liegt sicher auch an der Fülle von Geschichten, die Karukoski in den Film packt. So bekommt vieles schlicht nicht genug Raum, um die volle Wirkung entfalten zu können. So hetzt der Regisseur von Punkt zu Punkt, um möglichst viele Hinweise auf das spätere Werk Tolkiens unterzubringen. Und vergisst dabei manchmal, dass er ja eigentlich das Leben und Lieben des Schriftstellers und berühmten Professors zeigen wollte. Das kommt deshalb oft ein wenig zu kurz.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>In seinem Bemühen, sowohl die Freunde anspruchsvoller Biographie-Filme als auch die Fans von Tolkiens Fantasy-Meilensteinen abzuholen, verzettelt sich Regisseur Dome Karukoski zu sehr, um eine der beiden Fraktionen wirklich zufrieden zu stellen. Als Bio-Pic ist er durch die vielen Herr der Ringe-Andeutungen unnötig flach. Als in der realen Historie aufgehängter halber Fantasy-Film funktioniert er noch weniger. Und so verschenkt Karukoski in Tolkien vor allem die eigentlich schöne und zerbrechliche Love-Story zwischen Nicholas Hoult und Lily Collins.</p>
<p><strong>Tolkien startet am 20. Juni 2019 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_6321" aria-describedby="caption-attachment-6321" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6321 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-3-1024x540.jpg" alt="Tolkien" width="750" height="396" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-3-1024x540.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-3-300x158.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-3-768x405.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6321" class="wp-caption-text">Das Grauen des Krieges bebildert der Regisseur mit Kreaturen aus Tolkiens späteren Werken.</figcaption></figure>
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		<title>Serienkritik: Der Name der Rose</title>
		<link>https://lauterfilme.de/serienkritik-der-name-der-rose/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 May 2019 19:36:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Serien Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Crime]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[historienfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Sky]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Knapp 40 Jahre ist es her, dass Umberto Ecos Roman &#8222;Der Name der Rose&#8220; dem Schriftsteller Weltruhm einbrachte. Seine Mischung aus packender Krimihandlung, historischem Bezug und moralischen und philosophischen Essays wurde 1986 von Bernd Eichingers Constantin Film mit Jean-Jacques Annaud als Regisseur verfilmt. Nun läuft eine aufwendig gemachte, achtteilige Miniserie als Romanadaption bei Sky. Sollten Fans des Romans da einschalten? Oder reicht die Spielfilm-Fassung als Umsetzung völlig aus? Große Fußstapfen sind es schon, in die die neuen Darsteller in der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Knapp 40 Jahre ist es her, dass <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Umberto_Eco" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Umberto Eco</a>s Roman &#8222;Der Name der Rose&#8220; dem Schriftsteller Weltruhm einbrachte. Seine Mischung aus packender Krimihandlung, historischem Bezug und moralischen und philosophischen Essays wurde 1986 von Bernd Eichingers Constantin Film mit Jean-Jacques Annaud als Regisseur verfilmt. Nun läuft eine aufwendig gemachte, achtteilige Miniserie als Romanadaption bei Sky. Sollten Fans des Romans da einschalten? Oder reicht die Spielfilm-Fassung als Umsetzung völlig aus?</strong></p>
<p>Große Fußstapfen sind es schon, in die die neuen Darsteller in der Serie treten. Schließlich hat kein geringerer als Sean Connery im Kinofilm die Hauptrolle des klugen Franziskanermönchs William von Baskerville gespielt. In der neuen Fassung muss John Turturro, Darsteller in zahlreichen Filmen der Coen-Brüder, beweisen, dass er die Rolle stemmen kann. Und während damals der junge Christian Slater Baskervilles Schützling Adson von Melk spielte, darf in der Serie der deutsche Damian Hardung ran. Für wen ist die neue Serie gedacht?</p>
<figure id="attachment_6165" aria-describedby="caption-attachment-6165" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6165 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/rose-2-1024x576.jpg" alt="Der Name der Rose" width="750" height="422" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/rose-2-1024x576.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/rose-2-300x169.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/rose-2-768x432.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/rose-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6165" class="wp-caption-text">Adson von Melk hat die Schrecken des Krieges satt und entschließt sich, ein Mönch zu werden.</figcaption></figure>
<h3>Der Name der Rose: Die Handlung</h3>
<p>Wir schreiben das Jahr 1327. Adson (Damian Hardung), Sohn des großen Generals von Melk (Sebastian Koch), soll eigentlich ein großer Feldherr werden. Doch das Töten und Blutvergießen ist dem sensiblen jungen Mann ein Gräuel. Und so entschließt er sich, den Weg eines Mönchs einzuschlagen und Gott zu dienen. Der weit gereiste und erfahrene Franziskanermönch William von Baskerville (John Turturro) liest Adson auf seinem Weg zu einem Kloster in Norditalien auf und nimmt ihn als Novize an. Doch auf Adson warten dunkle Tage.</p>
<p>Denn kaum angekommen, muss sich William auch schon um einen Todesfall im Kloster kümmern. Durch eine Sherlock Holmes-ähnliche Vorführung hat sich der Mönch als Ermittler empfohlen und soll nach dem Willen des Abts (Michael Emerson) den Tod des jungen Mönchs aufklären. Denn der Mord überschattet das hier geplante Treffen zwischen Vertretern des Papstes (Tcheky Karyo) in Person des Inquisitors Bernard Gui (Rupert Everett) und den angeblichen Feinden der katholischen Kirche, dem Franziskaner Bettelorden, zu dem auch William gehört &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/ZLzOhcEXujM" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Der Name der Rose: Wenig mehr als Krimi</h3>
<p>Obwohl die Kinofassung des Stoffes 1986 bei den Kritikern nicht durchgehend gut ankam, war er doch ein Erfolg. Bei etwa 18 Millionen Dollar Kosten spielte er knapp 80 Millionen an der Kinokasse ein, Heimkino-Versionen und TV-Rechte brachten den Film deutlich in die Gewinnzone. Und manches, was die Kritiker bemängelten, ist der Treue zum Roman geschuldet. So hat Eco seinen Helden, der vielen zu modern und klug war, sicher nicht umsonst nach dem bekanntesten Abenteuer von Conan Doyles unsterblichem Detektiv &#8222;Baskerville&#8220; genannt.</p>
<p>Und die Krimihandlung hat der Film auch gut umgesetzt. Bei den vielen historischen Einordnung Ecos hingegen schnitt die Verfilmung schwächer ab. Hier hatten Fans des Romans nun die Hoffnung, die Serie könnte dieses Manko ausmerzen und sich auch den anderen Themen widmen, die Eco in seinem 800-Seiten-Mammutwerk behandelt hatte. In den ersten Folgen ist davon aber nicht viel zu sehen. Zwar gibt es immer wieder Rückblenden einzelner Charaktere, ein stimmiges oder gar interessantes Gesamtbild ergeben die bislang aber nicht.</p>
<figure id="attachment_6166" aria-describedby="caption-attachment-6166" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6166 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/rose-1-1024x576.jpg" alt="Der Name der Rose" width="750" height="422" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/rose-1-1024x576.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/rose-1-300x169.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/rose-1-768x432.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/rose-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6166" class="wp-caption-text">Das Kloster in den norditalienischen Bergen beherbergt ein Geheimnis, das bereits Tote gefordert hat.</figcaption></figure>
<h3>Der Name der Rose: Ein neuer, alter Baskerville</h3>
<p>Stattdessen gibt auch hier der Krimiplot um die toten Mönche des Klosters den Ton an. Und schickt einen noch deutlicher an Sherlock Holmes erinnernden John Turturro auf die Mörderjagd inmitten von strengen Tagesabläufen und Verboten, mit denen Eco die Zeit vor der Aufklärung so treffend charakterisierte. Ähnlich wie Connery legt auch Turturro seinen William als hellen Geist an, der nicht nur über ein gewaltiges Allgemeinwissen verfügt, sondern sich auch bereits von den geistigen Ketten verklärter Religionsfanatiker freigemacht hat.</p>
<p>Neben dem Hollywood-Star hält sich aber auch der junge deutsche Schauspieler Damian Hardung wacker, der nicht nur aus &#8222;Club der roten Bänder&#8220; einem größeren Publikum bekannt ist, sondern in <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-das-schoenste-maedchen-der-welt/">&#8222;Das schönste Mädchen der Welt&#8220;</a> ganz grandios einen wunderbaren Einfaltspinsel spielte. Als Adson von Melk verkörpert der Schauspieler den Geist einer neuen Zeit, der sich oft mit Abscheu von den althergebrachten, grausamen Ritualen des Mittelalters abwendet. Sein Gesicht dient als Gradmesser des Terrors in der Geschichte.</p>
<h3>Der Name der Rose: Guter Bösewicht</h3>
<p>Deutlich stärker im Aufbau als beim Kinofilm ist das Nahen des großen Bösen der Story, dem fiesen Inquisitor Gui. Den spielt Rupert Everett nicht nur sehr stark, das Drehbuch lässt ihn auch wie eine Naturgewalt langsam, aber unaufhaltsam in Richtung Kloster reisen. Seine Ankunft dürfte den finalen Akt des Dramas einleiten. Die Auseinandersetzung zwischen der reichen katholischen Kirche mit all ihrem Prunk und den Armut predigenden Franziskaner nimmt aber bereits in den ersten Folgen Raum ein und wird als Höhepunkt späterer Ereignisse aufgebaut.</p>
<p>Insgesamt überzeugen die ersten Folgen in Sachen Schauspieler und Sets, denn das tödliche Kloster ist ansprechend düster in Szene gesetzt. Was der Serienumsetzung bislang fehlt, ist Tempo. Denn die Erzählungen außerhalb der Krimistory kommen kaum vom Fleck, der Hintergrund einiger Figuren bleiben zäh und uninteressant, obwohl sie im Lauf der Geschichte noch eine wichtige Rolle spielen werden. Hier muss Der Name der Rose noch nachlegen, um wirklich durchgehend zu fesseln.</p>
<figure id="attachment_6167" aria-describedby="caption-attachment-6167" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6167 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/rose-3-1024x682.jpg" alt="Der Name der Rose" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/rose-3-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/rose-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/rose-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/rose-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/rose-3-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/rose-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6167" class="wp-caption-text">Kaum sind William von Baskerville und Adson von Melk im Kloster angekommen, muss William auch schon die Ermittlungen wegen eines Mordes aufnehmen.</figcaption></figure>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Die neue Sky-Serie <em>Der Name der Rose</em> startet gut, hat aber vor allem abseits des Krimiplots noch Luft nach oben. Starke Darsteller wie John Turturro, Damian Hardung oder Rupert Everett halten das Interesse hoch. Und auch die Sets überzeugen durch eine düstere Atmosphäre und beeindruckendem Detailreichtum. Dass die achtteilige Serie durch längere Laufzeit aber tatsächlich besser ist als der Kinofilm von 1986, den Beweis bleibt sie nach ein paar Episoden noch schuldig.</p>
<p><strong>Der Name der Rose startet am 24. Mai auf Sky 1.</strong></p>
<p><em>Gesehen: Drei von acht Folgen</em></p>
<figure id="attachment_6168" aria-describedby="caption-attachment-6168" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6168 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/rose-4-1024x576.jpg" alt=" " width="750" height="422" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/rose-4-1024x576.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/rose-4-300x169.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/rose-4-768x432.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/rose-4.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6168" class="wp-caption-text">Bald wird William klar, dass ein geheimnisvoller Drahtzieher hinter den Geschehnissen im Kloster stecken muss. Aber wer ist es?</figcaption></figure>
<p><iframe style="width: 120px; height: 240px;" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;OneJS=1&amp;Operation=GetAdHtml&amp;MarketPlace=DE&amp;source=ac&amp;ref=qf_sp_asin_til&amp;ad_type=product_link&amp;tracking_id=lauterfilme05-21&amp;marketplace=amazon&amp;region=DE&amp;placement=3423210796&amp;asins=3423210796&amp;linkId=5d0f6c5b4cf071e5c1b33b30c1f9ac51&amp;show_border=false&amp;link_opens_in_new_window=false&amp;price_color=333333&amp;title_color=0066c0&amp;bg_color=ffffff" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"><br />
</iframe></p>
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		<title>Filmkritik: The Favourite &#8211; Intrigen und Irrsinn</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Jan 2019 22:59:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[historienfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Wahre Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bislang war der griechische Filmemacher Yorgos Lanthimos hauptsächlich für sperrige und sehr kühle Indie-Filme bekannt, die allerdings stets edel besetzt waren. Mit seinem bislang zugänglichsten Werk &#8222;The Favourite &#8211; Intrigen und Irrsinn&#8220; verfilmte er erstmals ein Drehbuch, das er nicht selbst geschrieben hat. Und heimste prompt zehn Oscar-Nominierungen ein. Zu Recht? Oder ist der Historienfilm nicht so gut wie sein Ruf? Über beide englische Königinnen mit dem Namen Elizabeth wurden bereits Filme und Serien gedreht, ob der Doppelpack mit Cate [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bislang war der griechische Filmemacher Yorgos Lanthimos hauptsächlich für sperrige und sehr kühle Indie-Filme bekannt, die allerdings stets edel besetzt waren. Mit seinem bislang zugänglichsten Werk &#8222;The Favourite &#8211; Intrigen und Irrsinn&#8220; verfilmte er erstmals ein Drehbuch, das er nicht selbst geschrieben hat. Und heimste prompt zehn Oscar-Nominierungen ein. Zu Recht? Oder ist der Historienfilm nicht so gut wie sein Ruf?</strong></p>
<p>Über beide englische Königinnen mit dem Namen Elizabeth wurden bereits Filme und Serien gedreht, ob der Doppelpack mit Cate Blanchett als Elizabeth oder &#8222;The Crown&#8220; mit wechselnden Darstellerinnen. Und auch Königin Victoria, nach der eine ganze Epoche benannt wurde, ist in Filmen schon gewürdigt worden. Königin Anne hingegen ist nicht nur den meisten Nicht-Engländern eher unbekannt. Auch Kinogänger haben sie noch nicht oft zu Gesicht bekommen. Das ändert sich nun mit<em> The Favourite</em>.</p>
<figure id="attachment_5431" aria-describedby="caption-attachment-5431" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-5431 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/favour-1-1024x682.jpg" alt="The Favourite" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/favour-1-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/favour-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/favour-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/favour-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/favour-1-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/favour-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-5431" class="wp-caption-text">Noch ist alles in Ordnung zwischen Königin Anne und Hofdame Sarah, die heimlich die Macht über das Land besitzt.</figcaption></figure>
<h3>The Favourite: Die Handlung</h3>
<p>England im frühen 18. Jahrhundert. Offiziell herrscht Königin Anne (Olivia Colman) über das Königreich, doch sie ist schwer von Gicht geplant und an manchen Tagen offenbar auch geistig nicht auf der Höhe. Tatsächlich flüstert ihr die kluge und gerissene Sarah Churchill (Rachel Weisz) die Politik ein, die für das Land am besten ist &#8211; sehr zum Missfallen vieler männlicher Politiker bei Hofe. Sarahs entfernte Cousine Abigail (Emma Stone), die ebenfalls am Hofe der Königin ankommt, erfährt durch die Verwandte auch keine sonderlich herzliche Begrüßung.</p>
<p>Stattdessen landet die durch den Vater in die Armut geratene Adlige erst einmal in der Küche, wo sie den ganzen Tag zum Putzen abgestellt wird. Doch die junge Frau ist ebenso skrupellos wie ihre Cousine und schafft es bald, in der Gunst der Königin aufzusteigen. Und macht Sarah schließlich sogar den Platz in Königin Annes Bett streitig. Auch in der Politik wirft Abigail bald ihre Netze aus, um einen reichen Ehemann zu finden. Und ihre Position bei Hofe weiter zu festigen. Es kommt zum offenen Kampf mit ihrer Cousine Sarah &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/SYb-wkehT1g" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>The Favourite: Messerscharfe Dialoge</h3>
<p>Drehbuchautorin Deborah Davis schrieb angeblich lange Jahre am Script von <em>The Favourite</em>, mit dem sie schon 1998 begonnen hatte. Und das merkt man dem fertigen Drehbuch deutlich an. Hier hat jeder Satz noch mindestens eine andere Bedeutung und ist so messerscharf formuliert, dass man kein einziges Wort ändern dürfte, um die Wirkung nicht zu verwässern. Schon das macht den Film zu einem großen Spaß für Zuschauer, die sich an gelungener Sprache und doppeldeutigen Aussagen erfreuen können. Viel besser als hier gezeigt kann man es nicht machen.</p>
<p>Aber das ist längst nicht alles, was <em>The Favourite</em> zu so einem großartigen Film macht. Auch Regisseur Lanthimos trägt einen großen Anteil dazu bei. So sorgt er mit Kameramann Robbie Ryan immer wieder für derart seltsame Optiken im Film, dass auch das Zusehen stets aufregend bleibt. Wie einst Stanley Kubrick bei seinem Historienfilm &#8222;Barry Lyndon&#8220; entschied sich Lanthimos beispielsweise, kein künstliches Licht zu benutzen, sondern die riesigen Räume des Schlosses mit unzähligen Kerzen zu erleuchten, was für einen ganz eigenen Look sorgt.</p>
<figure id="attachment_5432" aria-describedby="caption-attachment-5432" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-5432 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/favour-2-1024x618.jpg" alt="The Favourite" width="750" height="453" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/favour-2-1024x618.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/favour-2-300x181.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/favour-2-768x464.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/favour-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-5432" class="wp-caption-text">Das ändert sich, als die hübsche und sehr zielstrebige Cousine von Sarah auftaucht. Abigail hat große Pläne.</figcaption></figure>
<h3>The Favourite: Schräge Figuren, stark gespielt</h3>
<p>Und auch mit den unterschiedlichen Perspektiven und Effekten, mit denen <em>The Favourite</em> ausgestattet ist, erzeugt der Regisseur Spannungsbögen, obwohl gar nichts Besonderes passiert. Gemeinsam mit der üppigen und detailverliebten Austattung gibt Lanthimos seinem Publikum so viel zu sehen und zu entdecken. Dennoch setzt er am beeindruckdendsten das in Szene, was den Film so außergewöhnlich macht: sein starkes Frauen-Trio. Das gleich alle drei für den Oscar nominiert sind, kommt hier nicht von ungefähr.</p>
<p>Olivia Colman, die hier als Hauptrolle geführt wird, obwohl eigentlich alle drei die Hauptrolle spielen, ist hinreißend als launische und relativ beschränkte Königin. Die dennoch genau weiß, was sie will &#8211; und was nicht. Und Rachel Weisz und <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-la-la-land/">Emma Stone</a>, die sich hier als Verwandte zumindest verbal an die Gurgel gehen, verschießen wahlweise Blitze oder versteckte Giftpfeile, dass es nur so kracht. Dabei entwickeln beide eine Spielfreude, dass man die Charaktere förmlich leuchten sieht. Kein Wunder, dass die männlichen Schauspieler nur schmückendes Beiwerk sind.</p>
<p>So wie Lanthimos seinen künstlerischen Kurs durchgehend beibehält und sich optisch keinerlei Aussetzer leistet, bleibt auch das Drehbuch auf Kurs und spielt geschickt mit dem Begriff Sieger und Verlierer, die sich im Finale beim besten Willen nicht einfach benennen lassen. Auch hier zeigt sich die wunderbare Doppelbödigkeit der Geschichte. Die zwar historisch nicht belegt ist, aber zumindest in Grundzügen auf tatsächlichen Ereignissen beruht. Auch wenn der echte Kampf zwischen Sarah und Abigail wohl kaum so brillant formuliert abgelaufen sein dürfte.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Optisch großartig und mit präzisen Dialogen ausgestattet, ist <em>The Favourite</em> von Yorgos Lanthimos zu Recht auch ein Oscar-Favorit. Das wunderbare Drehbuch erfüllen Olvia Colman, Rachel Weisz und Emma Stone mit soviel Leben, dass die zwei Stunden Laufzeit kaum spürbar sind. Kluges, opulentes und satirisches Kino, dass fast spielerisch treffende Aussagen über Macht und die Mächtigen liefert und sich dabei trotzdem nie über seine Figuren erhebt. Absolut empfehlenswert!</p>
<p><strong>The Favourite &#8211; Intrigen und Irrsinn startet am 24. Januar 2019 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_5433" aria-describedby="caption-attachment-5433" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-5433 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/favour-3-1024x682.jpg" alt="The Favourite" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/favour-3-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/favour-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/favour-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/favour-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/favour-3-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/favour-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-5433" class="wp-caption-text">Schon bald entbrennt der Kampf zwischen den Cousinen mit voller Wucht &#8211; welche beherrscht die Kunst der Intrige besser?</figcaption></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-the-favourite-intrigen-und-irrsinn/">Filmkritik: The Favourite &#8211; Intrigen und Irrsinn</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
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		<title>Filmkritik: Maria Stuart, Königin von Schottland</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Jan 2019 14:57:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[historienfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Wahre Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer sich zur Schulzeit bereits mit Schillers gleichnamigem Drama auseinander gesetzt hat, der kennt die Geschichte von &#8222;Maria Stuart&#8220; &#8211; und auch das Ende. Überraschende Twists dürfen die Zuschauer also bei der neuen Verfilmung nicht erwarten. Ist die Adaption mit Saoirse Ronan und Margot Robbie als Maria und Elizabeth dennoch sehenswert? Während sich Englands &#8222;unsterblicher Barde&#8220; William Shakespeare ausgiebig mit den ehemaligen Königen seines Landes beschäftigte, er schrieb insgesamt elf Dramen über sie, kamen die englischen Königinnen erst in den [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer sich zur Schulzeit bereits mit Schillers gleichnamigem Drama auseinander gesetzt hat, der kennt die Geschichte von &#8222;Maria Stuart&#8220; &#8211; und auch das Ende. Überraschende Twists dürfen die Zuschauer also bei der neuen Verfilmung nicht erwarten. Ist die Adaption mit Saoirse Ronan und Margot Robbie als Maria und Elizabeth dennoch sehenswert?</strong></p>
<p>Während sich Englands &#8222;unsterblicher Barde&#8220; <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/William_Shakespeare#Historiendramen" target="_blank" rel="noopener">William Shakespeare</a> ausgiebig mit den ehemaligen Königen seines Landes beschäftigte, er schrieb insgesamt elf Dramen über sie, kamen die englischen Königinnen erst in den vergangenen Jahren im Kino zu größerem Ruhm. So wurden die beiden Filme mit Cate Blanchett als Elizabeth zu Erfolgen bei Publikum und Kritik. Und die spielt auch in der Verfilmung des Lebens ihrer schottischen Monarchen-Kollegin eine wichtige Nebenrolle. Was erwartet die Zuschauer bei <em>Maria Stuart, Königin von Schottland</em>?</p>
<figure id="attachment_5362" aria-describedby="caption-attachment-5362" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-5362 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/maria-1-1024x684.jpg" alt="Maria Stuart" width="750" height="501" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/maria-1-1024x684.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/maria-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/maria-1-768x513.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/maria-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/maria-1-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/maria-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-5362" class="wp-caption-text">Schön, gebildet und klug: Die junge Königin Maria Stuart macht vielen Angst.</figcaption></figure>
<h3>Maria Stuart: Die Handlung</h3>
<p>1561 kehrt die gerade 18-jährige, aber bereits verwitwete Maria (Saoirse, gesprochen Sörscha, Ronan) aus Frankreich zurück nach Schottland. Dort sitzt ihr Halbbruder James (James McArdle) an ihrer statt auf dem Thron, räumt ihn aber bereitwillig für die wahre Erbin. Von da an strebt Maria eine freundschaftliche Verbindung zu ihrer Cousine Elizabeth I., an, die in England Königin ist. Doch ein von Maria gewünschtes Treffen der beiden Frauen kommt nicht zustande. Stattdessen treffen immer wieder Botschaften aus dem Süden ein, mit teils unerfreulichem Inhalt.</p>
<p>Elizabeths Berater William Cecil (Guy Pearce) macht der jungen englischen Königin immer wieder bewusst, dass Maria ebenfalls ein Anrecht auf den britischen Thron hätte und schmiedet Pläne, diese Gefahr auszuschalten. So schlägt er eine arrangierte Heirat mit einem englischen Adligen vor und macht weitere Versuche, Maria in ihrem eigenen Land zu diskreditieren. Dazu kommen fanatische Prediger wie John Knox (David Tennant), die Maria als Katholikin als Gefahr für die schottischen Protestanten sehen und Lügen verbreiten &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/wnqjSgMU36U" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Maria Stuart: Nicht nur ein Historienfilm</h3>
<p>An der Oberfläche ist <em>Maria Stuart</em> ein Historienfilm. Prächtige Kostüme des 16. Jahrhunderts fehlen ebenso wenig wie dunkle Burgen und prächtige Paläste. Viel mehr als durch seine Optik ist der Film jedoch durch seine Figuren geprägt. Und durch sie bemüht sich Regisseurin Josie Rourke, bislang hauptsächlich durch Inszenierungen am Theater bekannt, um einen anderen Kontext. Für Rourke ist es spannender, der Frage nachzugehen, wie die von Männern dominierte Welt mit den zwei klugen und mächtigen Frauen umgeht. Mit einem Wort: übel.</p>
<p>Sowohl in Marias als auch in Elizabeths engstem Gefolge finden sich Männer, denen eine Frau als Herrscher ein Dorn im Auge ist. Und die deshalb sogar mit einem Feind gemeinsame Sache machen würden, um die verhasste Königin loszuwerden und einen König zu etablieren. So zeigt Rourke das diplomatische Pflaster für Maria und Elizabeth als Gebiet voller Tretminen, in dem ein falscher Schritt genügt, um Position und vielleicht sogar Leben zu verlieren. Und als Tummelbecken für ambitionierte junge Adlige, die um die Herzen ihrer Königinnen buhlen.</p>
<figure id="attachment_5363" aria-describedby="caption-attachment-5363" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-5363 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/maria-2-1024x684.jpg" alt="Maria Stuart" width="750" height="501" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/maria-2-1024x684.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/maria-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/maria-2-768x513.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/maria-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/maria-2-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/maria-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-5363" class="wp-caption-text">Auch William Cecil fürchtet Machtansprüche aus Schottland gegen seine Königin Elizabeth.</figcaption></figure>
<h3>Maria Stuart: Starke Frauen</h3>
<p>Wie unterschiedlich die beiden Frauen mit den gleichen Problemen umgehen, ist ein Kernthema des Films. Denn während Elizabeth als eiserne Jungfrau in die Geschichte eingehen wird, die sich keinen Ehemann nimmt, hat Maria gleiche mehrere Gatten und einem davon verdankt sie den Sohn und Thronfolger James. Dass Drehbuchautor Beau Willimon vorher einige Jahre Showrunner von &#8222;House of Cards&#8220; war, merkt man dem Film durchgehend ebenso an wie die Theaterherkunft der Regisseurin.</p>
<p>Denn die Story rankt sich fast ausschließlich um die verschiedenen Interessensgruppen, die sich um beide Throne bemühen. Und dabei nicht vor rabiaten Methoden zurückschrecken, allerdings auch die feine Klinge der Intrige beherrschen. Rorke inszeniert das weitgehend kammerspielartig und präsentiert ihre stärksten Bilder immer dann, wenn sie wenig Platz hat. Wenn sie beispielsweise beide Königinnen letztlich doch noch gegenübertreten, gehört das zu den auch optisch eindrucksvollsten Momenten.</p>
<p>Dabei schlägt sich vor allem Ronan als junge <em>Maria Stuart</em> großartig und ist absolut sehenswert. Die junge Frau, deren Lebenswillen sie letztlich selbiges kostet, verkörpert sie perfekt. Ähnlich stark ist aber auch Margot Robbie, die nach <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-i-tonya/">&#8222;I, Tonya&#8220;</a> nochmals eindrucksvoll zeigt, wie hässlich ein guter Maskenbildner eine eigentlich außergewöhnlich schöne Frau schminken kann. Und die die bittere Aussage des Films deutlich transportiert: Um als Frau eine Machtposition zu behalten, darfst du eigentlich keine sein.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Halb opulentes Historienkino, halb Theaterstück: <em>Maria Stuart, Königin von Schottland</em> zeigt zwei Gesichter. Die sind aber beide gelungen, auch wenn die intimen Momente zwischen Figuren deutlich stärker sind als die Schlachtszenen. Dass sich der Kinobesuch für Cineasten lohnt, liegt aber auch an zwei herausragenden Schauspielerinnen, die das Publikum emotional erreichen und das ganze Drama so auf mehreren Ebenen nachvollziehbar machen.</p>
<p><strong>Maria Stuart, Königin von Schottland startet am 17. Januar 2019 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_5364" aria-describedby="caption-attachment-5364" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-5364 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/maria-3-1024x684.jpg" alt="Maria Stuart" width="750" height="501" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/maria-3-1024x684.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/maria-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/maria-3-768x513.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/maria-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/maria-3-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/maria-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-5364" class="wp-caption-text">Maria wird von zahlreichen jungen Adligen umschwärmt. Hat Lord Darnley bei ihr Erfolg?</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: Papillon</title>
		<link>https://lauterfilme.de/filmkritik-papillon/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jul 2018 16:39:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[historienfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Remakes haben schon seit einigen Jahren in Hollywood Hochkonjunktur. Ein filminteressiertes Publikum, das vielleicht schon einmal vom Original gehört, es aber noch nie gesehen hat, ist die ideale Zielgruppe für eine Neuauflage eines Stoffes, der seine Kinotauglichkeit bereits mehr oder weniger bewiesen hat. So ein Fall ist auch &#8222;Papillon&#8220; des dänischen Regisseurs Michael Noer. Ist die neue Version einen Kinobesuch wert? Auch wenn es vielleicht den Anschein hat, eine Dokumentation über ein Gefangenenlager in Französisch-Guyana in den 30er Jahren ist [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Remakes haben schon seit einigen Jahren in Hollywood Hochkonjunktur. Ein filminteressiertes Publikum, das vielleicht schon einmal vom Original gehört, es aber noch nie gesehen hat, ist die ideale Zielgruppe für eine Neuauflage eines Stoffes, der seine Kinotauglichkeit bereits mehr oder weniger bewiesen hat. So ein Fall ist auch &#8222;Papillon&#8220; des dänischen Regisseurs Michael Noer. Ist die neue Version einen Kinobesuch wert?</strong></p>
<p>Auch wenn es vielleicht den Anschein hat, eine Dokumentation über ein Gefangenenlager in Französisch-Guyana in den 30er Jahren ist der Film keineswegs. Bereits der Autor Henri Charrière, der tatsächlich dort war und seinen Roman Papillon deshalb autobiographisch schrieb, hat nie behauptet, dass alles exakt so gewesen ist. Sondern eben einen Roman verfasst, der zugunsten der Spannung etwas verändert hat &#8211; ganz ähnlich, wie es die erste Verfilmung von 1973 auch tat. Aber braucht man 45 Jahre später wirklich einen Film, der das gleiche Drehbuch nutzt?</p>
<figure id="attachment_4482" aria-describedby="caption-attachment-4482" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4482 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/papi-1-1024x682.jpg" alt="Papillon" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/papi-1-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/papi-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/papi-1-768x511.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/papi-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/papi-1-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/papi-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4482" class="wp-caption-text">Glückliche Zeiten: Die Liebe zu Nennette wird Papillon aber zum Verhängnis.</figcaption></figure>
<h3>Papillon: Die Handlung</h3>
<p>Henri (Charlie Hunnam), genannt Papillon, weil er ein Schmetterlings-Tattoo auf der Brust trägt, ist im Paris der 30er Jahre ein erfolgreicher Dieb und Einbrecher. Doch als er für seine Freundin Nennette (Eve Hewson) ein Schmuckstück behält, statt es beim Bandenboss abzuliefern, schiebt der ihm einen Mord in die Schuhe &#8211; und Papillon wird zu lebenslanger Haft in der Gefangenenkolonie auf Französisch-Guyana verurteilt. Doch schon auf der Fahrt dorthin plant er seine Flucht.</p>
<p>Ein wichtiger Teil davon: eine Partnerschaft mit Louis Dega (Rami Malek), einem reichen Fälscher, der über genug finanzielle Mittel verfügt, eine Flucht möglich zu machen. Und der aufgrund seiner schwächlichen Erscheinung genau den Schutz braucht, den der kräftige Papillon bieten kann. Über die kommenden Monate wird aus den beiden Partnern wider Willen ein durch Freundschaft verbundenes Duo, die alles versuchen, um der Hölle auf Erden mit sadistischen Wärtern und&nbsp; brütender Hitze zu entkommen &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/2Q6BZfmOCIM" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Papillon: Nicht übel, aber unnötig</h3>
<p><em>Papillon</em> ist weit davon entfernt, ein schlechter Film zu sein. Charlie Hunnam und Rami Malek spielen ihre Rollen sehr gut, auch Røland Möller, unlängst als Schurke in Skyscraper&#8220; zu sehen, spielt seinen wenig sympathischen Part sehr ordentlich. Regisseur Noer macht ebenfalls wenig falsch, die Location stimmt, die Bilder sind beeindruckend. Dennoch wird man im Kino das Gefühl nicht los, dass es diesen Film nicht gebraucht hätte. Einfach, weil er dem Original so ähnlich ist &#8211; und ihm in keiner einzigen Szene wirklich das Wasser reichen kann.</p>
<p>Denn Franklin J. Schaffner hat neben dem Sci-Fi-Klassiker &#8222;Planet der Affen&#8220; eben auch noch einen der besten Gefängnisfilme aller Zeiten gedreht &#8211; die <em>Papillon</em>-Version von 1973. Weder können Malek und Hunnam je an der superben Darstellung von Dustin Hoffman und Steve McQueen kratzen, noch liefert die neue Version die stickige Schwüle ab, die dem Original aus jedem Bild entstieg und das Zusehen zu einem fast körperlichen Erlebnis machte.</p>
<figure id="attachment_4483" aria-describedby="caption-attachment-4483" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4483 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/papi-2-1024x683.jpg" alt="Papillon" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/papi-2-1024x683.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/papi-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/papi-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/papi-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/papi-2-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/papi-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4483" class="wp-caption-text">Der bullige Cellier will bei der nächsten Flucht mitmachen &#8211; eine gute Idee?</figcaption></figure>
<h3>Papillon: Zu glatt für ganz große Gefühle</h3>
<p>McQueen und Hoffman gelang es 1973, dass das Publikum mit ihnen mitlitt und -fieberte. Wenn <em>Papillon</em> in seiner Einzelzelle bei halber Ration derart hungert, dass er Kakerlaken fängt und verspeist, dann vergisst man eine solche Szene nicht. Solche Momente erschafft Boer nicht. Und bleibt daher ein wenig glatter und kühler in seiner Umsetzung des Drehbuchs von Hollywood-Legende Dalton Trumbo als Schaffner. Und wenn man sich denn eine solche Messlattte aussucht, muss man sich auch an ihr messen lassen. Boer verpasst es leider, dem neuen Film etwas wirklich Eigenes zu geben.</p>
<p>Dennoch hat der Däne einen ordentlichen Abenteuerfilm abgeliefert und erzählt durchaus auch düstere Augenblicke mit der nötigen Dramatik. Allerdings gräbt ihm auch da das Original mit einer Freigabe ab 16 Jahren das Wasser ab, die neue Fassung ab 12 hat oft nicht die Härte, die in manchen Szenen einfach nötig gewesen wäre, um nachhaltig Eindruck zu hinterlassen. So bleibt ein Film, der sein Ziel immer nur fast erreicht. Denn auch die Botschaften der Stoffes &#8211; der unbedingte Wille zur Freiheit angesichts unmenschlicher Strafen &#8211; vermittelt Schaffner sehr viel besser.</p>
<p>Und so ist die neue Version eigentlich nur empfindsamen Seelen zu empfehlen, denen die alte Variante vielleicht zu hart oder ekelig ist. Wer kann, sollte sich Papillon von 1973 ansehen &#8211; es ist der bessere Film, auch weil er sich fast 30 Minuten mehr Zeit nimmt, um die epische Story zu erzählen.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Kein schlechtes, aber ein völlig unnötiges Remake des Klassikers von 1973, das wenig anders und nichts besser macht als das Original. Steve McQueen bleibt <em>Papillon</em>, auch wenn Charlie Hunnam sein Bestes gibt. Und Malek ist (noch) kein Dustin Hoffman. Harmloser und kürzer als die erste Fassung, schafft es Regisseur Boer nie, so packend zu sein wie der erste Versuch.</p>
<p><strong>Papillon startet am 26. Juli 2018 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_4484" aria-describedby="caption-attachment-4484" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4484 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/papi-3-1024x682.jpg" alt="Papillon" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/papi-3-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/papi-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/papi-3-768x511.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/papi-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/papi-3-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/papi-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4484" class="wp-caption-text">Endlich ist Papillon frei &#8211; aber kann er seinen Häschern endgültig entkommen?</figcaption></figure>
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		<title>Sherlock Holmes 3: Film kommt 2020</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 May 2018 12:15:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film News]]></category>
		<category><![CDATA[historienfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Sherlock]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele Fans hatten die Hoffnung auf einen dritten Teil der Kinoserie mit Robert Downey Jr. als Detektiv-Genie und Jude Law als hilfreichen Freund Dr. Watson schon aufgegeben. Doch nun haben die Produzenten &#8222;Sherlock Holmes 3&#8220; doch noch angekündigt und auch gleich einen Termin genannt. Weihnachten 2020 soll der dritte und wahrscheinlich letzte Film ins Kino kommen. Nachdem &#8222;Sherlock Holmes: Spiel im Schatten&#8220; Ende 2011 in die Kinos kam, wurde es ruhig um die Serie, in der Robert Downey Jr. eine [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Viele Fans hatten die Hoffnung auf einen dritten Teil der Kinoserie mit Robert Downey Jr. als Detektiv-Genie und Jude Law als hilfreichen Freund Dr. Watson schon aufgegeben. Doch nun haben die Produzenten &#8222;Sherlock Holmes 3&#8220; doch noch angekündigt und auch gleich einen Termin genannt. Weihnachten 2020 soll der dritte und wahrscheinlich letzte Film ins Kino kommen.</strong></p>
<p>Nachdem &#8222;Sherlock Holmes: Spiel im Schatten&#8220; Ende 2011 in die Kinos kam, wurde es ruhig um die Serie, in der <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-avengers-infinity-war/">Robert Downey Jr</a>. eine sehr eigenwillige und für Holmes-Puristen auch wenig passende Version des unsterblichen Detektivs spielte. Guy Ritchie hatte den Film und den Vorgänger inszeniert. Er wird für den dritten Teil aber möglicherweise nicht als Regisseur zur Verfügung stehen.</p>
<h3>Sherlock Holmes 3: Downey und Law dabei</h3>
<p>Die beiden Hauptdarsteller Robert Downey Jr. und Jude Law sind hingegen nach Angeben von Warner Bros. auf jeden Fall wieder mit an Bord. Das Drehbuch soll diesmal Chris Brancato schreiben, der bisher hauptsächlich für TV-Produktion aktiv war, darunter aber für so Hochkaräter wie &#8222;Narcos&#8220; und &#8222;Hannibal&#8220;. Rachel McAdams dürfte nach ihrem Tod im zweiten Teil wohl nicht zurückkehren. Sicher ist das aber nicht, vielleicht hat sie den Anschlag von Moriarty ja doch überlebt.</p>
<p>Ob sich die Story erneut nicht oder kaum auf eine tatsächliche Geschichte von Arthur Conan Doyle stützt, wie in den beiden Vorgängern, ist ebenfalls noch nicht bekannt, gilt aber als wahrscheinlich. Die Dreharbeiten werden wohl erst 2019 beginnen, auch einen Namen hat das Projekt bisher nicht.</p>
<figure id="attachment_4011" aria-describedby="caption-attachment-4011" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4011 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/05/holmes3-1-1024x576.jpg" alt="Sherlock Holmes 3" width="750" height="422" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/05/holmes3-1-1024x576.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/05/holmes3-1-300x169.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/05/holmes3-1-768x432.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/05/holmes3-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4011" class="wp-caption-text">Sehen wir Sherlock Holmes erneut im gewagten Kostüm?</figcaption></figure>
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