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	<title>Kriegsfilm - lauterfilme.de</title>
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		<title>Filmkritik: Im Westen nichts Neues</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Oct 2022 08:57:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Anti-Kriegsfilm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Jahr 1928 erschien der Roman &#8222;Im Westen nichts Neues&#8220;, in dem der Autor Erich Maria Remarque seine Erlebnisse während des Ersten Weltkriegs als Soldat an der Westfront festhielt. Er schuf damit nicht nur einen Klassiker der modernen Weltliteratur, sondern auch einen der ergreifendsten Antikriegs-Roman aller Zeiten. Bereits 1930 verfilmte der US-Regisseur Lewis Milestone das Buch und wurde damit seinem Nachnamen gerecht. Das Werk wurde nicht nur als bester Film mit dem Oscar gewürdigt, sondern gilt bis heute als einer [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Jahr 1928 erschien der Roman &#8222;Im Westen nichts Neues&#8220;, in dem der Autor Erich Maria Remarque seine Erlebnisse während des Ersten Weltkriegs als Soldat an der Westfront festhielt. Er schuf damit nicht nur einen Klassiker der modernen Weltliteratur, sondern auch einen der ergreifendsten Antikriegs-Roman aller Zeiten. Bereits 1930 verfilmte der US-Regisseur <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Im_Westen_nichts_Neues_(1930)" target="_blank" rel="noopener">Lewis Milestone</a> das Buch und wurde damit seinem Nachnamen gerecht. Das Werk wurde nicht nur als bester Film mit dem Oscar gewürdigt, sondern gilt bis heute als einer der besten Filme aller Zeiten. Ein schweres Erbe, dem sich Regisseur Edward Berger mit seiner Neuverfilmung für Netflix da stellt. Wird er der Aufgabe gerecht? Das klärt die Kritik.</p>
<figure id="attachment_13240" aria-describedby="caption-attachment-13240" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-13240 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/10/westen-1.webp" alt="Im Westen nichts Neues" width="1024" height="681" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/10/westen-1.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/10/westen-1-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/10/westen-1-768x511.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/10/westen-1-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/10/westen-1-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/10/westen-1-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/10/westen-1-750x499.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13240" class="wp-caption-text">Von Lehrern und Medien heiß gemacht, freuen sich Paul und seine Mitschüler auf das Soldatenleben.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Der Erste Weltkrieg tobt. Der Stellungskrieg zwischen Frankreich und Deutschland zermürbt beide Seiten. Dennoch werden die deutschen Lehrer nicht müde, ihre Schüler mit dumpfen Parolen von Ehre und Vaterland zum Militär zu treiben. Auch der erst 17-jährige Paul Bäumer (Felix Kammerer) will, wie alle seine Freunde, unbedingt an die Front. Und er meldet sich ohne Einverständnis seiner Eltern zur Armee. Dass er eine Uniform erhält, in der das Namensetikett eines anderen Mannes eingenäht ist, macht ihn zwar stutzig, als der Offizier es einfach herausreißt und es einen Fehler nennt, ist Paul aber beruhigt.</p>
<p>Nur Tage später verschlägt es Paul und seine Klassenkameraden dann auch schon an die Front, wo sie ohne große Einweisung sofort mit dem schrecklichen Alltag der Grabenkämpfe konfrontiert werden. Granateneinschläge, Scharfschützen und eine alles durchdringende Kälte machen den Soldaten das Leben schwer und die kleine Gruppe muss schon früh erste Verluste hinnehmen. Die kampferfahrenen Soldaten Kat (Albrecht Schuch) und Tjaden (Edin Hasanovic) werden für die jungen Rekruten schon bald zu wichtigen Ratgebern, wie man überlebt. Währenddessen will der Politiker Matthias Erzberger (Daniel Brühl) mit den Franzosen über ein Ende des Krieges verhandeln. Doch die stellen harte Bedingungen &#8230;</p>
<p><iframe title="Im Westen nichts Neues | Offizieller Trailer | Netflix" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/Ug1bqv3ch1s?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Grandioser Start</h2>
<p>Noch bevor das Publikum <strong>Im Westen nichts Neues</strong> auf der Leinwand sehen konnte &#8211; Ende September bekam der Film einen limitierten Kinoeinsatz &#8211; wurde Bergers Version des Romans als offizieller deutscher Beitrag ins Oscar-Rennen für den besten fremdsprachigen Film ausgewählt. Und so manches spricht auch dafür, dass dort etwas geht. Bereits der Anfang ist stark. Nachdem Berger gleich zu Beginn eine Fähe mit ihren Jungen in einer Höhle sieht &#8211; und damit funktionierende, intakte Natur &#8211; fliegt die Kamera nach draußen. Bis sie das Kriegsgebiet erreicht, wo nur noch verbrannte Baumstümpfe stehen und sich Männer gegenseitig umbringen &#8211; als Perversion der natürlichen Ordnung der Dinge.</p>
<p>Was dann folgt, ist die vielleicht beste Veranschaulichung des Unwortes Menschenmaterial. Und setzt eine Duftmarke, die der Film danach allerdings nur noch selten erreicht. Aber die ersten 15 Minuten sind sensationell gut. Berger, der auch am Drehbuch mitarbeitete, entschied sich gegen eine allzu genaue Umsetzung von Remarques Buch, in dem er wichtige Teile wie den Heimaturlaub Pauls einfach weglässt. Hier geht es nur im den unmittelbaren Krieg und das lange Sterben der Soldaten in ihm, für mehr fand der Regisseur in 150 Minuten Laufzeit keinen Platz. Dafür verpackt er genau dieses Sterben in zum Teil drastische Bilder von Menschen überrollenden Panzern und zerrissenen Körpern auf dem Schlachtfeld. Diese Bilder verfehlen ihre Wirkung nicht.</p>
<figure id="attachment_13241" aria-describedby="caption-attachment-13241" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-13241 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/10/westen-2.webp" alt="Im Westen nichts Neues" width="1024" height="681" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/10/westen-2.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/10/westen-2-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/10/westen-2-768x511.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/10/westen-2-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/10/westen-2-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/10/westen-2-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/10/westen-2-750x499.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13241" class="wp-caption-text">Doch schon am ersten Tag an der Front werden die Rekruten von der Realität eingeholt &#8211; und das Sterben beginnt.</figcaption></figure>
<h2>Schwaches Finale</h2>
<p>Zudem erzählt Berger eine Episode, die gar nicht im Buch steht: die Verhandlungen der deutschen Regierung mit den Franzosen über ein Kriegsende. Hier inszeniert der Regisseur ein Wettrennen Erzbergers um das Leben der deutschen Soldaten, auch das von Paul und seinen Freunden. Gelingt es dem Politiker, einen Frieden zu verhandeln, bevor auch noch der letzte Mann an der Front draufgeht? Aus dieser Prämisse zieht <strong>Im Westen nichts Neues</strong> ebenfalls viel Spannung. Dass der Film emotional so hart trifft, liegt allerdings hauptsächlich am großartigen Cast. Der junge Felix Kämmerer lässt in seinem Blick das ganze Grauen des Krieges sehen, der meist brillante Albrecht Schuch ist auch hier als gute Seele Kat großartig. Und Edin Hasanovic als Tagträumer Tjaden die vielleicht tragischste Gestalt des Films.</p>
<p>Da ist es umso schlimmer, dass Berger sich für seinen finalen Akt zu einer komplett falschen Entscheidung hinreißen lässt. Nicht nur, dass er mit Devid Striesow die fast schon alberne Karikatur eines deutschen Offiziers zeigt. Sein Schluss, der mit <strong>Im Westen nichts Neues</strong> so gar nicht zusammenpasst, nimmt dem Film die letzte Härte. Für eine letzte Actionsequenz und eine Holzhammerbotschaft verzichtet Berger auf genau die Szene, die zahllosen Zuschauern des 1930er-Films das Herz gebrochen hat und viel nachdrücklicher gezeigt hätte, worum es Remarque beim Schreiben seines Romans eigentlich ging. Bergers Finale ist in seiner Vorhersehbarkeit banal, der erneute Wettlauf mit der Zeit wirkt aufgesetzt, die Wiederholung bereits eindrücklich erzählter Botschaften unnötig.</p>
<figure id="attachment_13242" aria-describedby="caption-attachment-13242" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-13242 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/10/westen-3.webp" alt="Edin Hasanovic" width="1024" height="681" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/10/westen-3.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/10/westen-3-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/10/westen-3-768x511.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/10/westen-3-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/10/westen-3-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/10/westen-3-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/10/westen-3-750x499.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13242" class="wp-caption-text">Tjaden hat große Pläne nach dem Krieg, obwohl er auf einem Auge blind ist.</figcaption></figure>
<p>Und so verdirbt sich Edward Bergers Version des großen deutschen Romans den Gesamteindruck. Der zwar immer noch gut ist, mit einem besseren Finale aber weitaus stärker hätte ausfallen können. Das Buch hat keinen actionreichen, kampfbetonten Schluss, weil es den nicht braucht. Diese Sicherheit hatte Berger offensichtlich nicht. Und so ist sein Ende viel schwächer als sein Anfang. Ob es damit für die letzten fünf Nominierungen beim Oscar reicht, darf zumindest bezweifelt werden.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Selten hat ein Film einen derart starken Beginn und präsentiert dann ein so schwaches Finale wie die neue Adaption von Erich Maria Remarques Klassiker <strong>Im Westen nichts Neues</strong>. Leider hat Regisseur und Co-Autor Edward Berger nicht auf den niederschmetternden Schluss des Romans gesetzt, sondern sich einen eigenen ausgedacht. Und der fällt im Vergleich viel schwächer aus, so blutig und optisch aufwühlend er auch sein mag. Dass er dennoch einen starken Film abliefert, liegt zu einem guten Teil an den tollen Schauspielern, den blutigen Bildern und der auch hier transportierten, eindringlichen Botschaft von der Entmenschlichung im Krieg und des Verheizens von Menschenmaterial. An Lewis Milestones erste Verfilmung reicht die Netflix-Version aber aufgrund des Schlusses nicht heran.</p>
<p><strong>Im Westen nichts Neues startet am 28. Oktober 2022 bei Netflix.</strong></p>
<p><a href="https://lauterfilme.de/netflix-filmkritik-im-ueberblick/">Weitere Kritiken zu Netflix-Filmen gibt es hier.</a></p>
<figure id="attachment_13243" aria-describedby="caption-attachment-13243" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-13243 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/10/westen-4.webp" alt="Albrecht Schuch" width="1024" height="681" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/10/westen-4.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/10/westen-4-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/10/westen-4-768x511.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/10/westen-4-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/10/westen-4-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/10/westen-4-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/10/westen-4-750x499.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13243" class="wp-caption-text">Paul und Kat sehnen das Kriegsende herbei und versuchen, so lange am Leben zu bleiben.</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: Top Gun Maverick</title>
		<link>https://lauterfilme.de/top-gun-maverick-kritik-film/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 May 2022 10:52:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Action]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ganze 36 Jahre hat es gedauert, bis einer der angesagtesten Actionfilme der 80er eine Fortsetzung bekam. In &#8222;Top Gun Maverick&#8220; setzt sich der optisch sicher nicht um 36 Jahre gealterte Tom Cruise noch einmal ins Cockpit der schnellsten Kampfjets der Welt. Da mit Tony Scott der Regisseur des ersten Teils nicht mehr zur Verfügung stand, holte Produzent Jerry Bruckheimer diesmal John Kosinski für die Inszenierung. Der hatte Cruise bereits 2013 in &#8222;Oblivion&#8220; gut aussehen lassen. Warum der Film eine sowohl [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ganze 36 Jahre hat es gedauert, bis einer der angesagtesten Actionfilme der 80er eine Fortsetzung bekam. In &#8222;Top Gun Maverick&#8220; setzt sich der optisch sicher nicht um 36 Jahre gealterte Tom Cruise noch einmal ins Cockpit der schnellsten Kampfjets der Welt. Da mit Tony Scott der Regisseur des ersten Teils nicht mehr zur Verfügung stand, holte Produzent Jerry Bruckheimer diesmal John Kosinski für die Inszenierung. Der hatte Cruise bereits 2013 in &#8222;Oblivion&#8220; gut aussehen lassen. Warum der Film eine sowohl positive wie negative Zeitreise darstellt, klärt die Kritik.</p>
<figure id="attachment_12422" aria-describedby="caption-attachment-12422" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-12422 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/top-aufmacher.jpg" alt="Top Gun maverick" width="1024" height="737" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/top-aufmacher.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/top-aufmacher-300x216.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/top-aufmacher-768x553.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/top-aufmacher-750x540.jpg 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12422" class="wp-caption-text">Pete Maverick Mitchell soll die neuen Elite-Piloten der Navy für einen gefährlichen Einsatz trainieren.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Pete &#8222;Maverick&#8220; Mitchell hat schon bessere Tage gesehen. Obwohl er bereits mehr als 30 Jahre zu den Elitepiloten der Navy gehört, ist er lediglich Captain, da ihm sein regelmäßiger Ungehorsam und seine Alleingänge höhere Ämter verwehrten. Auch in einem Testflug-Zentrum gelingt es ihm, den zuständigen Admiral (Ed Harris) gründlich zu verärgern. Doch für Streit bleibt keine Zeit, denn Maverick wird in seine alte Wirkungsstätte zurückbeordert &#8211; das Top Gun-Programm. Sein alter Freund Tom &#8222;Iceman&#8220; Kazansky (Val Kilmer), mittlerweile Admiral, hat ihn persönlich angefordert. Maverick soll einen Haufen junger Piloten auf eine extrem schwierige Mission vorbereiten. Und ihnen seine Tricks zeigen, damit sie möglichst lebend zurückkehren.</p>
<p>Seine neuen Befehle bringen ihn aber auch in anderer Hinsicht zurück in ein altes Leben. Denn er sieht seine einstige Liebe Penny (Jennifer Connolly) wieder, die in der Nähe des Stützpunktes eine Strandbar betreibt. Und schnell muss er feststellen, dass seine Gefühle für sie noch quicklebendig sind. Allerdings sind nicht alle so begeistert von Mavericks Rückkehr wie Penny. Sein neuer Vorgesetzter Simpson (Jon Hamm) kann den waghalsigen Piloten nicht leiden. Und auch der junge Pilot Bradley &#8222;Rooster&#8220; Bradshaw (Miles Teller), der Sohn von Mavericks tödlich verunglücktem Wingman &#8222;Goose&#8220;, ist alles andere erfreut, den seiner Meinung nach Schuldigern am Tod seines Vaters als neuen Ausbilder zu bekommen &#8230;</p>
<p><iframe title="Top Gun: Maverick | NEW Official Trailer (2022 Movie) - Tom Cruise" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/giXco2jaZ_4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Top-Action</h2>
<p>Man kann über Tom Cruise ja denken was man will. Genug Angriffsfläche für Attacken auf den Scientologen gibt es sicher genug. Aber man muss auch neidlos anerkennen, dass Cruise ein harter Arbeiter und Perfektionist ist. Denn was er in der &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-mission-impossible-fallout/">Mission Impossible</a>&#8222;-Reihe an körperlichem Einsatz und Risiko an den Tag legt, gilt auch für <strong>Top Gun Maverick</strong>: Den Großteil der waghalsigen Stunts hat der inzwischen 59-jährige selbst gemacht. Cruise ist seit dem ersten Film begeisterter Hobbypilot und darf mittlerweile so gut wie alles fliegen, was für Zivilisten zugelassen ist. Und er kommt offensichtlich auch in Kampfjets gut zurecht, denn viele der atemberaubenden Aufnahmen des Films zeigen ihn deutlich erkennbar selbst im Cockpit.</p>
<p>Und das ist auch das große, wenn nicht einzige Plus des Films: die Action. Bereits Tony Scott drehte 1986 mit tatkräftiger Unterstützung des US-Militärs seine von Patriotismus triefende Heldensaga in beeindruckender Optik, Kosinski übertrifft durch moderne Technik diese Bilder aber bei weitem. Wenn Cruise mit seinem Jet dicht über dem Boden fliegt oder waghalsige Manöver zwischen anderen Maschinen zeigt, dürfte das auch Cruise-Gegnern zumindest Respekt abnötigen. Selten gab es so dynamische und mitreißende Flugszenen zu sehen wie in der Fortsetzung des Erfolges von 1986. Und im Gegensatz zum ersten Film, der in einem kalten Krieg gegen die Sowjetunion spielt, dreht sich bei <strong>Top Gun Maverick</strong> die Story um einen echten Kampfeinsatz, der tödlich enden kann. Doch das bleibt erschreckend vage.</p>
<figure id="attachment_12423" aria-describedby="caption-attachment-12423" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-12423 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/top-1.webp" alt="Jon Hamm" width="1024" height="615" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/top-1.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/top-1-300x180.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/top-1-768x461.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/top-1-750x450.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12423" class="wp-caption-text">Mavericks Vorgesetzter Simpson ist kein Fan des draufgängerischen Piloten.</figcaption></figure>
<h2>Aus der Zeit gefallen</h2>
<p>Denn der Film erklärt zwar den Einsatz gegen eine Uran-Anreicherungsanlage penibel genau. Er verschweigt aber, gegen wen hier überhaupt gekämpft werden soll. Der Feind bleibt hier unklar und damit austauschbar, spielt aber auch keine Rolle. Denn wer hier siegt, ist ohnehin klar. 1986 bediente <strong>Top Gun</strong> einen plumpen Hurra-Patriotismus, der die USA an der Spitze der militärischen Nahrungskette präsentiert &#8211; und daran hat sich 2022 nichts geändert. Was 1986 noch funktionierte, sollte aber 36 Jahre später zumindest infrage gestellt werden. Kosinski und Bruckheimer schert das nicht. Sie präsentieren eine Story, die keinerlei Reflektionen über die Zeit nach 1986 beinhaltet. Sondern die gleichen Testosteron-Maschinen in die Flieger setzt wie damals.</p>
<p>Und das wirkt in manchen Szenen fast wie eine Parodie auf <strong>Top Gun</strong> und nicht wie eine Fortsetzung. Schon in der ersten Szene, wenn die Besatzung eines Flugzeugträgers jeden Jet-Start feiert, als hätte man gerade einen Krieg gewonnen, setzt Kosinski die plumpe Maschinerie in Gang. Und ändert dieses Konzept im ganzen Film nicht. Konflikte? Räumt man aus,  in dem man zusammen fliegt, dann muss man nicht mehr reden. Frauen? Warten Jahrzehnte auf den Traumprinzen. Gegner? Haben netterweise alte US-Jets in der Nähe stationiert, falls ein Angreifer beim Einsatz abstürzt und eine ihm bekannte Maschine für den Flug nach Haus benötigt. Was Kosinski hier an dummen und platten Klischees auftischt, gab es so vielleicht seit 1986 im Blockbuster-Kino nicht mehr zu sehen. Ernst nehmen sollte man dieses Fantasy-Kriegsspiel also nicht.</p>
<figure id="attachment_12424" aria-describedby="caption-attachment-12424" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-12424 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/top-2.webp" alt="Top Gun Maverick" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/top-2.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/top-2-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/top-2-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/top-2-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/top-2-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/top-2-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/top-2-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12424" class="wp-caption-text">Mavericks einstige Freundin Penny ist hingegen erfreut über das unerwartete Widersehen.</figcaption></figure>
<h2>Ein anrührendes Wiedersehen</h2>
<p>Immerhin gelingen Kosinski neben den Actionsequenzen, für die er zu Recht gefeiert wird, auch einige wenige, emotionale Höhepunkte. Wenn Cruise auf Val Kilmer trifft, der tatsächlich schwer krank ist, dann rührt diese Begegnung deutlich mehr an, als der lustlos geschriebene und streckenweise fast albern wirkende Konflikt zwischen Maverick und dem Sohn seines toten Freundes. Tolle Bilder erzeugen, das kann John Kosinski zweifelsfrei. Die sollten aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass <strong>Top Gun Maverick</strong> ansonsten wie aus der Zeit gefallen wirkt. Flache Charaktere, wenig glaubhafte Story und ein Superheld, der wohl selbst mit Leonardo Da Vincis Fluggerät noch gegnerische Jets austricksen könnte. Action genießen ja, aber dann doch besser auch Hirn ausschalten.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Actionfans, die nichts anderes sehen wollen als möglichst spektakuläre Flugmanöver und Kämpfe zwischen Hochleistungsmaschinen in Hochleistungsmaschinen, sind in <strong>Top Gun Maverick</strong> gut aufgehoben. Genau wie jene, die mit der Fortsetzung nach 36 Jahren noch einmal ihre eigene Jugend zurückholen möchten und den coolen Cruise dafür feiern, dass er ihnen das ermöglicht. Filmfans, die auch auf eine vernünftige Handlung und glaubhafte Figuren Wert legen, könnten vom neuen Cruise-Vehikel aber enttäuscht sein. Denn die nostalgische Zeitreise ist leider auch in Sachen Weltbild in den 80ern geblieben. Aber klar, der Film soll ja auch nur unterhalten. Was er fast parodistisch irgendwie auch tut.</p>
<p><strong>Top Gun Maverick startet am 26. Mai 2022 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_12425" aria-describedby="caption-attachment-12425" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-12425 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/top-4.webp" alt="Tom Cruise im Cockpit" width="1024" height="540" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/top-4.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/top-4-300x158.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/top-4-768x405.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/05/top-4-750x396.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12425" class="wp-caption-text">In der Luft ist Maverick immer noch das Maß aller Dinge. Kann er das auch lehren?</figcaption></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/top-gun-maverick-kritik-film/">Filmkritik: Top Gun Maverick</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
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		<title>Filmkritik: Da 5 Bloods</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jun 2020 16:11:22 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Drama]]></category>
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		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Netflix]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach dem Tod des Afro-Amerikaners George Floyd durch Polizeigewalt sind die USA in Aufruhr. Spike Lees neuer Film &#8222;Da 5 Bloods&#8220; könnte kaum passender zu Netflix kommen als in dieser Zeit. Denn der schwarze Regisseur, der zuletzt für &#8222;BlaKkKlansman&#8220; einen Oscar gewann, ist noch genauso wütend über die Ungleichheit zwischen Schwarz und Weiß in den USA wie zu Beginn seiner Karriere. Und hält mit seiner Meinung auch in seinem Post-Vietnam-Drama nicht hinter dem Berg. Wie gut ist das? Der Vietnam-Krieg [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nach dem Tod des Afro-Amerikaners George Floyd durch Polizeigewalt sind die USA in Aufruhr. Spike Lees neuer Film &#8222;Da 5 Bloods&#8220; könnte kaum passender zu Netflix kommen als in dieser Zeit. Denn der schwarze Regisseur, der zuletzt für &#8222;BlaKkKlansman&#8220; einen Oscar gewann, ist noch genauso wütend über die Ungleichheit zwischen Schwarz und Weiß in den USA wie zu Beginn seiner Karriere. Und hält mit seiner Meinung auch in seinem Post-Vietnam-Drama nicht hinter dem Berg. Wie gut ist das?</strong></p>
<p>Der Vietnam-Krieg (1955-1975) ist für die USA bis heute aus vielen Gründen ein nationales Trauma. Es war die erste militärische Niederlage der Supermacht, im eigenen Land wurde heftig gegen den Krieg demonstriert und die heimkehrenden Soldaten wurden deshalb auch nicht als Helden gefeiert, sondern als Babymörder beschimpft. Mehr als 1,5 Millionen Vietnamesen und knapp 60000 US-Soldaten ließen ihr Leben und jeder dritte US-GI dort war ein Afro-Amerikaner. Viele Themen also, die sich Spike Lee da aufhalst. Kann er sie stemmen?</p>
<figure id="attachment_8885" aria-describedby="caption-attachment-8885" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-8885 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/bloods-1.jpg" alt="Da 5 Bloods" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/bloods-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/bloods-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/bloods-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/bloods-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/bloods-1-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-8885" class="wp-caption-text">Von wegen alt! Die vier überlebenden Bloods wissen noch immer, wie man eine gute Zeit hat.</figcaption></figure>
<h3>Da 5 Bloods: Die Handlung</h3>
<p>Vier Soldaten und Freunde aus dem Vietnam-Krieg treffen sich nach 40 Jahren erneut in Saigon. Paul (Delroy Lindo, <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-the-good-fight/">&#8222;The Good Fight&#8220;</a>), Melvin (Isiah Whitlock Jr.), Otis (Clark Peters) und Eddie (Norm Lewis) müssen nach den langen Jahren ein Versprechen einlösen, das sie sich einst gaben. Denn gemeinsam mit ihrem Anführer Storming Norman (Chadwick Bozeman) hatten die Vier einst im Einsatz eine große Menge Gold geborgen und heimlich versteckt. Nun wollen sie den Schwur einlösen, das Gold bergen und es einem guten Zweck zuführen.</p>
<p>Otis knüpft deshalb über seine alte Liebe Tien (Y Lan Le) Kontakt zum französischen Geschäftsmann Desroche (Jeno Reno), der fütr einen Anteil das Gold in Bargeld umwandeln und dem Quartett Zugriff auf ein Nummernkonto einrichten soll. Bevor die Männer aufbrechen können, stößt auch noch Pauls Sohn David (Jonathan Majors) dazu, der aus Erzählungen seines Vaters von dem Plan weiß und ebenfalls seinen Anteil fordert. Bald wird aus der gut gelaunten Expedition in den Dschungel allerdings blutiger Ernst &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/Pheq59sirqU" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Da 5 Bloods: Viel Zeit für viele Themen</h3>
<p>Mehr als zweieinhalb Stunden Zeit nimmt sich Spike Lee um seine Story zu erzählen, die er gemeinsam mit drei anderen Autoren auch geschrieben hat. Das ist nicht gerade kurz. Und doch braucht Lee diese Zeit für die Vielzahl an Themen, die er in diesen Film packt. Ein Vater-Sohn-Drama. Ein Mann, der geistig nie aus dem Krieg heimgekehrt ist. Eine Liebe, die nicht sein durfte und doch Folgen hatte. Große Ziele, die nicht jeder einhalten kann. Und vieles mehr, das Lee teilweise in nur wenigen Szenen oder Sätzen unterbringt. Und das so gekonnt, dass <em>Da 5 Bloods</em> nie überladen wirkt.</p>
<p>Immer wieder beleuchtet Lee das Thema der schwarzen GIs, die zwar nur gut 10 Prozent der US-Bevölkerung ausmachten, aber fast ein Drittel der Soldaten in Vietnam stellten. Die die Ermordung von Martin Luther Kings aus dem Feind-Radio erfahren müssen. Und auch nach diesem Krieg nicht die Rechte erhalten haben, die ihnen vorher zugesichert worden waren &#8211; von den gleichen alten, weißen Männern, die ihre Söhne als untauglich einstufen ließen und zuhause behielten, wie einen gewissen Herrn Trump. Lee ist wütend &#8211; und hat einen wütenden Film gemacht.</p>
<figure id="attachment_8886" aria-describedby="caption-attachment-8886" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-8886 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/bloods-2.jpg" alt="Da 5 Bloods" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/bloods-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/bloods-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/bloods-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/bloods-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/bloods-2-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-8886" class="wp-caption-text">Doch auf der Suche nach dem Gold und dem fünften Mann, der Vietnam nicht verlassen hat, brechen alte Wunden wieder auf.</figcaption></figure>
<h3>Da 5 Bloods: Starker Stoff mit vielen Anleihen</h3>
<p>Allerdings ist der inzwischen 63-jährige Regisseur so erfahren, dass er seine Wut in einer packenden Handlung unterbringt, die vor Reminiszenzen an bekannte Klassiker der Filmgeschichte nur so wimmelt. &#8222;Apocalypse Now&#8220; lässt Lee mit dem &#8222;Walkürenritt&#8220; von Wagner neu aufleben. Und was als Beinah-Komödie mit vielen Sympathien für die alten Haudegen beginnt, entwickelt sich im Lauf der Zeit nicht nur zu einer klugen Beobachtung über Schuld und Sühne, sondern verbeugt sich auch vor Filmen wie &#8222;Deliverance&#8220; und &#8222;Das Gold der Sierra Madre&#8220;.</p>
<p>Dazu glänzt <em>Da 5 Bloods</em> mit hervorragenden Schauspieler-Leistungen. Allen voran der von Delroy Lindo, der den mit PTSD und tiefer Schuld beladenen Paul mit einer Intensität spielt, die an Humphrey Bogarts Rolle in &#8222;Die Caine war ihr Schicksal&#8220; oder Gregory Pecks Darbietung des Captain Ahab in John Hustons &#8222;Moby Dick&#8220; erinnert. Schicht um Schicht dringt Lindo weiter in die kranke Seele seiner Figur vor, die im Verlauf des Films nicht nur seinen eigenen Kameraden immer mehr Angst macht, sondern auch dem Zuschauer.</p>
<p>Dazu kommen viele kleine und große Regie-Ideen, mit denen Lee seinen Film veredelt. Ob der Bildformat-Wechsel auf 4:3 bei Rückblenden samt körnigem Bild oder die Einblendungen wichtiger Ereignisse der Geschichte afro-amerikanischer Menschen in den USA &#8211; Lee packt seinen Film voller kleiner und großer Momente, die im Gedächtnis bleiben. Meist einmal pro Jahr sorgt Netflix bei sonst häufigem, filmischen Durchschnitt für ein großes Werk wie <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-roma/">&#8222;Roma&#8220;</a> oder <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-marriage-story/">&#8222;Marriage Story&#8220;</a>. Mit <em>Da 5 Bloods</em> haben sie für 2020 schon ihr Soll erfüllt.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Ein gutes Drehbuch, eine noch bessere Regie und ein Delroy Lindo in der wohl besten Rolle seines bisherigen Lebens: Da 5 Bloods bietet großes Kino bei Netflix, wie man es dort nur selten findet. Spike Lee hat hier viel von seiner Wut, aber auch viel von seinem Können in einen Film gepackt, der trotz seiner Länge von mehr als 150 Minuten nie langweilt. Und seine zahlreichen Themen und Erzählstränge virtuos zusammenhält. Für Filmfans eine tolles Erlebnis, für Cineasten ein absolutes Fest. Lee dürfte damit erneut bei den Oscars eine bedeutende Rolle spielen.</p>
<p><strong>Da 5 Bloods startet am 12. Juni 2020 bei Netflix.</strong></p>
<p><a href="https://lauterfilme.de/netflix-filmkritik-im-ueberblick/"><em>Weitere Kritiken zu Netflix-Filmen finden Sie hier.</em></a></p>
<figure id="attachment_8887" aria-describedby="caption-attachment-8887" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-8887 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/bloods-3.jpg" alt="Da 5 Bloods" width="1024" height="554" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/bloods-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/bloods-3-300x162.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/bloods-3-768x416.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-8887" class="wp-caption-text">Haben die Bloods ihr lange vermisstes Mitglied Norman wieder gefunden?</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: Tyler Rake Extraction</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2020 11:55:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Seit die Russo-Brüder mit &#8222;Avengers Endgame&#8220; den erfolgreichsten Film aller Zeiten (momentan) gedreht haben, gilt ihr Name als Gütesiegel. Selbst wenn sie, wie im Fall von &#8222;Tyler Rake Extraction&#8220; nur als Produzenten dabei sind. Allerdings hat Joe Russo auch das Drehbuch beigesteuert. Als Regisseur debütiert Stunt-Spezialist Sam Hargrave, der mit den Russos in Endgame zusammenarbeitete. Kann die Mischung aus den Russo-Brüdern und Chris Hemsworth erneut überzeugen? Beinharte Söldner-Filme fanden sich nach ihrem Auftakt in den 70er-Jahren mit Produktionen wie &#8222;Die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit die Russo-Brüder mit &#8222;Avengers Endgame&#8220; den erfolgreichsten Film aller Zeiten (momentan) gedreht haben, gilt ihr Name als Gütesiegel. Selbst wenn sie, wie im Fall von &#8222;Tyler Rake Extraction&#8220; nur als Produzenten dabei sind. Allerdings hat Joe Russo auch das Drehbuch beigesteuert. Als Regisseur debütiert Stunt-Spezialist Sam Hargrave, der mit den Russos in <em>Endgame</em> zusammenarbeitete. Kann die Mischung aus den Russo-Brüdern und Chris Hemsworth erneut überzeugen?</strong></p>
<p>Beinharte Söldner-Filme fanden sich nach ihrem Auftakt in den 70er-Jahren mit Produktionen wie &#8222;Die Wildgänse kommen&#8220; später meist statt im Kino eher in den hinteren Regalen der Videotheken wieder. Die hartgesottenen Kämpfer, die in aller Regel für ein Himmelfahrtskommando angeheuert wurden, bekamen meist Charakterisierungen von der Tiefe einer Pfütze und mussten hauptsächlich Gegner töten &#8211; je mehr, je besser. Hat Joe Russo mit seinem Drehbuch also alte Jugenderinnerungen verarbeitet? Oder holt er aus einem ausgelutschten Genre neue Impulse heraus? Das klärt die Kritik.</p>
<figure id="attachment_8503" aria-describedby="caption-attachment-8503" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-8503 size-full" src="http://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/04/tyler-1.jpg" alt="Tyler Rake Extraction" width="1024" height="681" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/04/tyler-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/04/tyler-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/04/tyler-1-768x511.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/04/tyler-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/04/tyler-1-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-8503" class="wp-caption-text">Elitesöldner Tyler Rake hält seinen neuen Auftrag für gefährlich, aber durchaus machbar.</figcaption></figure>
<h3>Tyler Rake Extraction: Die Handlung</h3>
<p>Tyler Rake (Chris Hemsworth) ist ein Elitesöldner mit Todessehnsucht. Seit sein kleiner Junge an einer Krankheit starb und auch seine Ehe darüber zerbrach, nimmt der Hüne jeden gefährlichen Auftrag an &#8211; ohne Rücksicht auf sein eigenes Leben. Da kommt ihm der neue Job gerade recht. Der Sohn eines indischen Drogenbarons wurde von einem Konkurrenten entführt. Weil der Vater im Gefängnis sitzt, muss Rake nun ran. Doch schon bei den ersten Schritten des Plans hat der erfahrene Söldner ein ungutes Gefühl. Jemand scheint falsch zu spielen.</p>
<p>nach diversen Pannen erhält Rake den Befehl, den Jungen zurückzulassen und schleunigst zu verschwinden. Doch da hat er Ovi (Rudhraksh Jaiswal) bereits bei sich und denkt nicht daran, das Kind wieder in die Hände seiner Entführer zu geben. Doch Dhaka, die Hauptstadt von Bangladesh, in der sich Rake und Ovi befinden, ist fest in der Hand von Drogenboss und Entführer Avid (Priyanshu Painyulli). Und der hetzt alles, was er hat, auf die Spur der beiden Flüchtigen. Für Rake und Ovi so gut wie ein Todesurteil &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/L6P3nI6VnlY" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Tyler Rake Extraction: Action aus der Oberliga</h3>
<p>Regisseur Sam Hargave macht in seinem Regie-Debüt keinen Hehl daraus, aus welcher Ecke des Filmemachens er es auf den Regiestuhl geschafft hat. Immer wenn es um brachiale Action geht, überzeugt der Film komplett. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um wilder Schießereien handelt. Oder um Nahkampf Mann gegen Mann. Mit Chris Hemsworth, der die körperliche Präsenz für so eine Rolle mitbringt, fanden Hargrave und die Russos denn auch die ideale Besetzung. Viel überzeugender als der 1,90 Meter-Schrank kann man nicht agieren.</p>
<p>Und so zeigt der Film Stunts von einer Qualität, die höchstens noch die &#8222;John Wick&#8220;-Reihe bislang so gezeigt hat. Weil Joe Russo auch ein ordentliches Drehbuch abgeliefert hat, in dem nicht alle fünf Minuten geschossen wird, sind die Action-Momente auch so gut gesetzt, dass jede lange Sequenz für sich im Gedächtnis bleibt und beeindrucken kann. Allerdings kann <em>Tyler Rake Extraction</em> mehr, als nur Blut zu verspritzen und einen hohen Bodycount zu liefern. Denn bei aller Schlichtheit der Story funktioniert sie trotzdem sehr ordentlich.</p>
<figure id="attachment_8504" aria-describedby="caption-attachment-8504" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-8504 size-full" src="http://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/04/tyler-2.jpg" alt="Tyler Rake Extraction" width="1024" height="681" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/04/tyler-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/04/tyler-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/04/tyler-2-768x511.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/04/tyler-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/04/tyler-2-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-8504" class="wp-caption-text">Doch bald läuft der Plan aus dem Ruder und Rake findet sich mit seinem Zielobjekt im Kugelhagel wieder.</figcaption></figure>
<h3>Tyler Rake Extraction: Nicht originell, aber intensiv</h3>
<p>So richtig originell ist die Geschichte vom lebensmüden Soldaten, der bei seiner Rettungsmission auf ein Kind trifft und dieses unbedingt retten will, natürlich nicht. Das haben Genre-Fans sicherlich schon häufiger zu sehen bekommen. Neu ist hier die Qualität der Produktion, die sich auf dem Top-Niveau eines internationalen Kinofilms befindet. Und auch die Qualität der Schauspieler, die sich allesamt sehen lassen können. Von den bei uns eher unbekannten indischen Darstellern ist vor allem der junge Rudhraksh Jaiswal als Ovi absolut sehenswert.</p>
<p>Aber auch Hemsworth selbst, der hier bedeutend intensiver und nuancierter spielt als im ähnlich angelegten &#8222;12 Strong&#8220;, ist nicht nur wegen der Action sehenswert. Und David Harbour (<a href="http://lauterfilme.de/serienkritik-stranger-things-2/">&#8222;Stranger Things&#8220;</a>) ist als alter Kumpel des Helden ebenfalls gewohnt stark. Russos Script lotet in den ruhigen Momenten seine Charaktere aus und gibt ihnen dadurch mehr Profil als nur Retter oder Opfer. Zudem erzeugt die Story mit den Bildern des <a href="http://lauterfilme.de/filmkritik-bohemian-rhapsody/">&#8222;Bohemian Rhapsody&#8220;</a>-Kameramannes Newton Thomas Sigel eine niederschmetternd tödliche Atmosphäre.</p>
<p>So glaubt das Publikum den Figuren, dass sie tatsächlich jederzeit in Todesgefahr schweben und auch Ovi trotz seiner Jugend keineswegs sicher ist. Und daraus bezieht <em>Tyler Rake Extraction</em> einen Teil seiner Spannung. Der andere Teil beruht darauf, dass der Zuschauer keinem einzigen anderen Charakter in dieser Story voll vertrauen kann &#8211; jeder könnte Rake und seinen Schützling verraten. So sorgt der trotz seiner zwei Stunden nie langweilige Film für permanente Unsicherheit beim Publikum &#8211; bis zum spektakulären Showdown.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Auch wenn die Actionsequenzen das Filetstück von <em>Tyler Rake Extraction</em> sind, so ist doch auch der Rest des Films sehr sehenswert. Das solide Drehbuch von Joe Russo setzte Regiedebütant Sam Hargrave als fiebrigen, dreckigen Alptraum einer Rettungsmission so brutal und derb um, wie es nötig ist, um Fans harter Filme auf ihre Kosten kommen zu lassen. Der Überlebenskampf des Helden im komplett rechtsfreien Raum, wo nur der Starke überlebt, gehört zu den besseren Eigenproduktionen von Netflix und ist für Genre-Liebhaber absolut empfehlenswert.</p>
<p><strong>Tyler Rake Extraction startet am 24. April 2020 bei Netflix.</strong></p>
<p><a href="http://lauterfilme.de/netflix-filmkritik-im-ueberblick/">Weitere Kritiken zu Netflix-Filmen finden Sie hier.</a></p>
<figure id="attachment_8505" aria-describedby="caption-attachment-8505" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-8505 size-full" src="http://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/04/tyler-3.jpg" alt="Tyler Rake Extraction" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/04/tyler-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/04/tyler-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/04/tyler-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/04/tyler-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/04/tyler-3-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-8505" class="wp-caption-text">Jetzt lauert tödliche Gefahr hinter jeder Ecke und Rake muss ständig um sein Leben und das den Jungen kämpfen.</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: 1917</title>
		<link>https://lauterfilme.de/filmkritik-1917/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jan 2020 17:08:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Kriegsfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Über den Zweiten Weltkrieg hat das Kino-Publikum so gut wie alles gesehen. Der Erste Weltkrieg hingegen fristete als Hintergrund für Kinofilme bislang eher ein Schattendasein. Das ändert nun der britische Oscar-Regisseur Sam Mendes mit seinem Film &#8222;1917&#8220;. Der in Echtzeit erzählte Einsatz zweier britischer Soldaten und Freunde hat bereits zehn Oscar-Nominierungen eingesammelt und gilt für die nächsten Academy Awards Ende Februar als großer Favorit in mehr als einer Kategorie. Ist der Film wirklich so gut? Sam Mendes ist für Kinokenner [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Über den Zweiten Weltkrieg hat das Kino-Publikum so gut wie alles gesehen. Der Erste Weltkrieg hingegen fristete als Hintergrund für Kinofilme bislang eher ein Schattendasein. Das ändert nun der britische Oscar-Regisseur Sam Mendes mit seinem Film &#8222;1917&#8220;. Der in Echtzeit erzählte Einsatz zweier britischer Soldaten und Freunde hat bereits zehn Oscar-Nominierungen eingesammelt und gilt für die nächsten Academy Awards Ende Februar als großer Favorit in mehr als einer Kategorie. Ist der Film wirklich so gut?</strong></p>
<p>Sam Mendes ist für Kinokenner wahrlich kein Unbekannter. Der 54-jährige Brite gewann bereits 1999 den Regie-Oscar für den Film &#8222;American Beauty&#8220;. Für sein neues Werk schrieb er sogar erstmalig das Drehbuch selbst. Die fiktive Story in einem historischen Kontext ist aber nicht das Besondere an 1917. Vielmehr erweist sich Mendes als Virtuose im Führen seines Stabes. Denn was er aus Kameramann Roger Deakins (Oscar für &#8222;Balde Runner 2049&#8220;) und anderen Kreativen, wie den Set-Bauern, hinter der Kamera herausholt, ist die wahre Sensation.</p>
<h3>1917: Die Handlung</h3>
<p>April 1917 in Frankreich. Der junge Soldat Tom Blake (Dean-Charles Chapman, &#8222;Game of Thrones&#8220;) und sein Freund Will Schofield (George MacKay) werden zu General Erinmore (Colin Firth) gerufen. Eine englische Einheit, die am morgigen Tag eine große Offensive gegen die Deutschen führen soll, ist laut Spionageabwehr in eine Falle gelockt worden. Sollten die Männer nicht rechtzeitig gewarnt werden und ihren Angriff abbrechen, droht die Auslöschung von 1600 britischen Soldaten. Einer davon ist Tom Blakes Bruder.</p>
<p>Weil der General meint, dass ein kleiner Trupp bessere Chancen hat, sich durch ein Gebiet zu schlagen, das von keiner Kriegspartei wirklich kontrolliert wird, fragt er Tom, ob er bereit ist, den Auftrag anzunehmen. Gemeinsam mit Will macht sich der junge Mann auf den Weg. Doch schon beim ersten Zwischenstopp an der vermeintlichen Front treffen die beiden auf Lieutenant Leslie (Andrew Scott, <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-sherlock-das-letzte-problem/">&#8222;Sherlock&#8220;</a>), der ein ganz anderes Bild von der Situation zeichnet, als das der General getan hat. Laufen die beiden jungen Soldaten ebenfalls in eine Falle?<br />
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<h3>1917: Technisches Meisterwerk</h3>
<p>Regisseur und Autor Sam Mendes hatte für seinen Film zwei Ziele. Er wollte die Geschichte in Echtzeit erzählen. Und es sollte kein sichtbarer Schnitt im Film zu sehen sein. Beides ist dem Briten virtuos gelungen. Wer in diesem Jahr den Kamera-Oscar gewinnen will, muss diesen Roger Deakins schlagen, der mal hinter den jungen Soldaten her rennt, sie mal seitlich überholt und dann wieder vor ihnen ist &#8211; ohne dass dabei jemals eine Unterbrechung zu erkennen wäre. Eine derart dynamische und hochemotionale Kamera-Arbeit gab es lange nicht zu sehen.</p>
<p>Mendes lässt die Kamera dabei konsequent als Begleiter erscheinen, selten weiß der Zuschauer daher mehr als die beiden Protagonisten, die immer wieder ihr Leben riskieren, um ihrerseits 1600 Männer zu retten. Diese höchst subjektive Art des Erzählens, stets dicht an den Figuren, verleiht <em>1917</em> einen besonderen Reiz und eine Intensität, die das Publikum so nur selten im Kino erleben kann. Tatsächlich ist die formale Brillanz des Films so groß, dass der Zuschauer problemlos leichter Stolperer im Drehbuch verzeiht. Denn das kann mit der Regie nicht ganz mithalten.</p>
<p>[ngg src=&#8220;galleries&#8220; ids=&#8220;7&#8243; display=&#8220;basic_imagebrowser&#8220;]</p>
<h3>1917: Ein Hauch zu viel Apocalypse Now</h3>
<p>Zwar ist Mendes&#8216; Intention, den langsamen Abstieg in den Wahnsinn des Krieges auf die Leinwand zu beringen, durchaus erkennbar. Aber er nutzt dabei ähnliche Mittel wie Francis Ford Coppolas Meisterwerk &#8222;Apocalypse Now&#8220;. Und diesen Vergleich gewinnt 1917 nicht. In einigen Momenten geht Mendes&#8216; Film der Gaul durch und wechselt von der fast dokumentarischen Erzählweise in eine Storyline, die so unglaubwürdig ist, dass sie wie ein surrealer Traum wirkt. Leider wird klar, dass dem nicht so ist.</p>
<p>Zwar ist die Szene, die nachts in den Ruinen einer Stadt spielt, optisch ebenso großartig wie weite Teil des Films, aber inhaltlich passt sie nicht zum Rest. Und reißt das Publikum damit auch ein wenig aus dem Trip heraus, den die Soldaten da erleben müssen. Hier wie auch im Finale des Films scheint Mendes ein wenig der Glaube an die Stärke seiner Bilder und Geschehnisse verlassen zu haben. Denn die unnötige Übertreibung raubt dem Film ein wenig von seiner immensen Wucht. Das ist aber auch schon alles, was man <em>1917</em> vorwerfen kann.</p>
<p>Dass Mendes solche Hochkaräter wie Benedict Cumberbatch, Colin Firth, Mark Strong oder Richard Madden für zum Teil winzige Rollen bekommen hat, sagt viel über den Stellenwert aus, den Mendes &#8211; und sein Projekt &#8211; in England offenbar schon im Vorfeld genossen. Und jeder dieser Auftritte ist ein Erlebnis. Allerdings gilt für <em>1917</em> wie für kaum einen zweiten Film in letzter Zeit: Dieses Werk sollte jeder auf der großen Leinwand sehen, wo es hingehört. Hier sind die Bilder mehr als nur die halbe Miete.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Hart, meist glaubwürdig und technisch brillant. So präsentiert sich Sam Mendes&#8216; erster Film nach seinen Ausflügen zu 007. Mit <em>1917</em> hat der Regisseur, der auch das Drehbuch schrieb, nicht nur den grausamen Kämpfen des Ersten Weltkrieges ein würdiges, düsteres Denkmal gesetzt, sondern auch die Möglichkeiten einer dynamischen Kamera fulminant erweitert. Ein Film wie ein Sog, dem man deshalb seine kleinen Holperer in der Handlung auch problemlos verzeihen kann. Regie- und Kamera-Oscar könnten wohl hier landen.</p>
<p><strong>1917 startet am 16. Januar 2020 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_7660" aria-describedby="caption-attachment-7660" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7660 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/1917-2.jpg" alt="1917" width="1024" height="587" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/1917-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/1917-2-300x172.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/1917-2-768x440.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-7660" class="wp-caption-text">Wenn die Mission wichtiger wird als das eigenen Leben: Will rennt quer über das Schlachtfeld.</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: Midway &#8211; Für die Freiheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Nov 2019 09:18:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Kriegsfilm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Midway &#8211; Für die Freiheit&#8220; ist der neue Film von Roland Emmerich und bei ihm erwartet man automatisch gewaltige Bilder und eine Menge Action und Zerstörung auf der Leinwand. Sei es durch ein Monster wie in Godzilla (1998), durch Naturkatastrophen oder eben Aliens – um nur ein paar Beispiele zu nennen. Die Story scheint dabei immer etwas in die hinteren Reihen zu rücken. Dadurch wird sie nicht zwingend schlecht, aber der Hauptgrund für einen Kinobesuch bilden definitiv die Bilder seiner [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8222;Midway &#8211; Für die Freiheit&#8220; ist der neue Film von Roland Emmerich und bei ihm erwartet man automatisch gewaltige Bilder und eine Menge Action und Zerstörung auf der Leinwand. Sei es durch ein Monster wie in Godzilla (1998), durch Naturkatastrophen oder eben Aliens – um nur ein paar Beispiele zu nennen. Die Story scheint dabei immer etwas in die hinteren Reihen zu rücken. Dadurch wird sie nicht zwingend schlecht, aber der Hauptgrund für einen Kinobesuch bilden definitiv die Bilder seiner Filme. Lohnen die sich auch diesmal?</strong></p>
<p style="text-align: center;"><em>von Felix Brüggemann</em></p>
<p><em>Midway – Für die Freiheit</em> verspricht typische Bombast-Action von Roland Emmerich und das Versprechen wird auch erfüllt. In 140 Minuten präsentiert der Film große Seeschlachten, imposante Flugzeugträger und gelungene Luftaction. Die eigentliche Stärke von <em>Midway &#8211; Für die Freiheit</em> liegt aber woanders.</p>
<figure id="attachment_7130" aria-describedby="caption-attachment-7130" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7130 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/mid-1-1024x683.jpg" alt="Midway" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/mid-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/mid-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/mid-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/mid-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/mid-1-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-7130" class="wp-caption-text">Kampfpilot Dick Best muss sich von seiner Frau Ann verabschieden.</figcaption></figure>
<h3>Midway – Für die Freiheit: Die Handlung</h3>
<p>Amerika wird am 7. Dezember 1941 von einem Luftangriff der Japaner überrascht. Es gelingt dem Kaiserreich, den Flottenstützpunkt Pearl Harbor erheblich zu schwächen und zwingt die Vereinigten Staaten gleichzeitig zum Handeln und in den Einzug des 2. Weltkrieges, die bis dahin formal als neutral galten. Die Konsequenz ist ein Luftangriff auf Tokio und vor allem die Frage, wie die USA den entscheidenden Vorteil in diesem Krieg erlangen kann, der im Gefecht um die Midway-Inseln gipfelt.</p>
<p>Im Fokus von <em>Midway – Für die Freiheit</em> sind dabei unter anderem der Kampfpilot Dick Best (Ed Skrein), der nach den Ereignissen von Pearl Harbor auf Vergeltung aus ist. Außerdem stehen Edwin Layton (Patrick Wilson) vom militärischen Geheimdienst und Admiral Cehster W. Nimitz (Woody Harrelson, <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-zombieland-doppelt-haelt-besser/">&#8222;Zombieland&#8220;</a>) immer wieder im Mittelpunkt der Handlung.<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/l9laReRAYFk" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Midway – Für die Freiheit: Vergleiche zu Pearl Harbor passen nicht</h3>
<p>Der Titel des Films verrät es schon, der Film endet im Gefecht um die Midway-Inseln und geschichtskundige Menschen wissen, wer gewonnen hat. Mit &#8222;Pearl Harbor&#8220; gibt es bereits einen Streifen, der gezeigt hat, wie die Konsequenz der Amerikaner auf den Luftangriff der Japaner aussah. Warum braucht es also Midway? Weil die wahre Schlacht in dem Film hinter den Kulissen existiert, aber dazu gleich mehr.</p>
<p>Zuerst muss der Vergleich mit <em>Pearl Harbor</em> wieder gestrichen werden, der hier der Vollständigkeit halber erwähnt wird und vermutlich der erste Film ist, der dem Zuschauer in den Kopf kommt, wenn man von Midway hört. Die beiden Streifen haben nämlich einen Fokus, der unterschiedlicher nicht sein könnte. Bei <em>Pearl Harbor</em> stand die Liebesgeschichte von Ben Affleck, Josh Hartnett und Kate Beckinsale im Vordergrund und der Krieg drum herum war mehr das Gerüst der Dramaturgie.</p>
<figure id="attachment_7131" aria-describedby="caption-attachment-7131" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7131 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/mid-2-1024x683.jpg" alt="Midway" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/mid-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/mid-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/mid-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/mid-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/mid-2-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-7131" class="wp-caption-text">Geheimdienstmann Edwin Layton sorgt für entscheidende Informationen über den Gegner.</figcaption></figure>
<h3>Midway – Für die Freiheit: Hinter den Kulissen existiert die wahre Spannung</h3>
<p>Bei <em>Midway – Für die Freiheit</em> gibt es keine Liebesgeschichte, stattdessen stehen die Ereignisse nach <em>Pearl Harbor</em> im Vordergrund. Und die große Frage, wie die Amerikaner den Japanern einen Schritt voraus sein können. Die wahre Schlacht geschieht also hinter den Kulissen! Hier existiert die Spannung in dem Film, denn wenn die Ereignisse bereits bekannt sind und auch der Sieger schon feststeht, wie kann <em>Midway</em> dann sehenswert sein?</p>
<p>Indem Roland Emmerich aufzeigt, wie es zu dem Gefecht gekommen ist, welche große und vor allem entscheidende Rolle der Geheimdienst der Vereinigten Staaten gespielt hat und was parallel auf der japanischen Seite geschehen ist. Der Film zeigt nämlich sowohl die Pläne der Japaner als auch der Amerikaner. Warum wurde Tokio als Gegenmaßnahme der Amerikaner gewählt? Woher wussten sie, dass <em>Midway</em> das nächste große Ziel der Japaner sein würde? Hätte Japan von den amerikanischen Plänen wissen können? Das mag zwar auf den ersten Blick etwas sehr theoretisch klingen, aber das Wissen um den nächsten Schritt des Gegners hat über den Sieg entschieden. Die Frage nach dem Warum, wertet den Film daher erheblich auf.</p>
<figure id="attachment_7132" aria-describedby="caption-attachment-7132" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7132 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/mid-3-1024x683.jpg" alt="Midway" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/mid-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/mid-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/mid-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/mid-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/mid-3-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-7132" class="wp-caption-text">Admiral Niemitz leitet auf US-Seite die Schlacht um Midway.</figcaption></figure>
<h3>Blasse Figuren und Lücken in der Geschichte.</h3>
<p>Am Ende spielt der Großteil von <em>Midway</em> natürlich trotzdem in Flugzeugträgern oder in der Luft. Denn wie eingangs erwähnt, steht Roland Emmerich eben für gewaltige Bilder und große Schlachten und das soll der Zuschauer natürlich auch bekommen. Dabei bleiben die einzelnen Figuren dann leider etwas auf der Strecke, da jeder im Prinzip nur das eine Ziel hat: den Krieg gewinnen! Dabei spielt es auch eine Rolle, ob Emmerich auf die amerikanische oder japanische Seite schaut.</p>
<p>Der Film konzentriert sich auf die Ereignisse um Midway, und bemüht sich dabei auch, die Geschehnisse davor zu beleuchten. Hierbei bekommt der Zuschauer einen guten Einblick in die Strategie der Amerikaner. Und auch wenn die Seite der Japaner ebenfalls etwas beleuchtet wird, wird leider nie wirklich ersichtlich, warum das Kaiserreich überhaupt den Überraschungsangriff auf Pearl Harbor geflogen hat. Hier hätte Emmerichs Film gern informativer sein dürfen.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p><em>Midway</em> bietet mehr als sein Versprechen nach großen Bildern und viel Action. Gerade der Fokus auf die taktischen Hintergründe des Geschehens macht die Handlung überaus interessant. Roland Emmerich liefert gewohnt, was man von ihm erwartet, hätte durch etwas weniger Epos und mehr Zeit für die japanische Seite, aber auch ein kompletteren Bild des Geschehens zeichnen können. Die einzelnen Charaktere bleiben leider an der Oberfläche, unterstützen dabei aber den Kern der Geschichte.</p>
<p><strong>Midway – Für die Freiheit startet am 7. November 2019 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_7133" aria-describedby="caption-attachment-7133" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7133 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/mid-4-1024x683.jpg" alt="Midway" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/mid-4.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/mid-4-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/mid-4-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/mid-4-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/mid-4-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-7133" class="wp-caption-text">Kriegsheld Jimmy Dolittle kommt dem Feind etwas näher als geplant.</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: Operation Overlord</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Nov 2018 12:57:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Kriegsfilm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich wird so gut wie alles zu Gold, was Erfolgsregisseur und hier Produzent J.J. Abrams anfasst. Gilt das auch für &#8222;Operation Overlord&#8220;, den Kriegsfilm, der nach einer Stunde eine scharfe Kurve in Richtung Horror hinlegt und sich ausgiebig bei H.P. Lovecraft bedient? Die Antwort finden Sie hier. Das Vermischen von Genres wurde in den vergangenen Jahren immer wieder einmal versucht. So packt der Netflix-Film &#8222;Apostle&#8220; Thriller und Horror zusammen, &#8222;Deadpool&#8220; glänzte durch Superhelden-Action mit zotigem Comedy-Humor. Die Mischung von Kriegsfilm [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eigentlich wird so gut wie alles zu Gold, was Erfolgsregisseur und hier Produzent J.J. Abrams anfasst. Gilt das auch für &#8222;Operation Overlord&#8220;, den Kriegsfilm, der nach einer Stunde eine scharfe Kurve in Richtung Horror hinlegt und sich ausgiebig bei H.P. Lovecraft bedient? Die Antwort finden Sie hier.</strong></p>
<p>Das Vermischen von Genres wurde in den vergangenen Jahren immer wieder einmal versucht. So packt der Netflix-Film <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-apostle/">&#8222;Apostle&#8220;</a> Thriller und Horror zusammen, <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-deadpool-2/">&#8222;Deadpool&#8220;</a> glänzte durch Superhelden-Action mit zotigem Comedy-Humor. Die Mischung von Kriegsfilm und Horror wurde auch schon einige Male probiert, meist waren die Ergebnisse aber durchwachsen oder absichtlich lustig wie in &#8222;Dead Snow&#8220;. Was macht Regisseur Julius Avery aus Zweiter Weltkrieg mit Nazi-Zombies in <em>Operation Overlord</em>?</p>
<figure id="attachment_4983" aria-describedby="caption-attachment-4983" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4983 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/over-1-1024x682.jpg" alt="Overlord" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/over-1-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/over-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/over-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/over-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/over-1-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/over-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4983" class="wp-caption-text">Mithilfe der jungen Französin Chloe wollen Boyce, Ford und ihre Kameraden ihren Job zu Ende bringen.</figcaption></figure>
<h3>Operation Overlord: Die Handlung</h3>
<p>1944 &#8211; es ist der Tag vor D-Day. Eine Spezialeinheit mit dem jungen Boyce (Jovan Adepo) und dem hartgesottenen Ford (Wyatt Russell, Sohn von Kurt Russell) springt über Frankreich mit dem Fallschirm ab. Ihr Auftrag: Einige Ziele auszuschalten, das das Eintreffen der alliierten Truppen frühzeitig erkennen und den Feind warnen könnten. Boyces Einheit soll einen Kirchturm sprengen, von dem aus die Nazis gute Sicht auf den Normandiestrand hätten. Doch schon beim Anflug wird die Maschine getroffen, zahlreiche Männer getötet.</p>
<p>Boyce und Ford finden schließlich nur noch eine Handvoll Männer im Wald. Dort begegnen sie auch der jungen Französin Chloe (Mathilde Ollivier), die nicht nur englisch spricht, sondern den Amerikanern auch helfen will. Denn wie sich zeigt, stellt der deutsche Kommandant Wafner (Pilou Asbaek) der hübschen Frau schon lange nach und sie will die Chance nutzen, den Kerl loszuwerden. Als Boyce aber durch einen dummen Zufall allein in den Bunker unter der Kirche gelangt, macht er eine schreckliche Entdeckung, die den Auftrag völlig verändert &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/USPd0vX2sdc" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Operation Overlord: Opulenter Kriegsfilm</h3>
<p>Obwohl Regisseur Julius Avery noch kein großes Kino-Portfolio vorweisen kann, beweist er schon in den ersten Minuten, dass er ein großes Talent für packende Bilder besitzt. Flug, Absturz und Überlebenskampf von Boyce, der die ersten 20 Minuten des Films ausfüllt, sind optisch herausragend umgesetzt. Und reißen das Publikum sofort tief in die düstere Handlung um ein Kommando-Unternehmen, das nicht nur weitgehend schief läuft, sondern sich auch in ganz unvorhersehbare Richtungen entwickelt. Im Kern ist <em>Operation Overlord</em> aber ein Kriegs- und kein Horrorfilm.</p>
<p>Denn die harte erste Stunde kann als eigenständiger Teil über den Schrecken des Krieges durchaus überzeugen. Und hätte bei anderem Drehbuch auch als reiner Kriegsfilm sicher gut funktioniert. Doch die beiden Drehbuchautoren Mark L. Smith (&#8222;Revenant&#8220;) und Billy Ray (&#8222;Die Tribute von Panem&#8220;) hatten anderes im Sinn, als sie die Story schrieben. Und so finden sich Boyce, Ford und Chloe nach einer guten Stunden recht plötzlich in einer Geschichte wieder, die deutliche Parallelen zu Stuart Gordons <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Re-Animator" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Re-Animator&#8220;</a> nach Motiven von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/H._P._Lovecraft" target="_blank" rel="noopener">H.P. Lovecraft</a> aufweist.</p>
<figure id="attachment_4984" aria-describedby="caption-attachment-4984" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4984 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/over-2-1024x562.jpg" alt="Overlord" width="750" height="412" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/over-2-1024x562.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/over-2-300x165.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/over-2-768x422.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/over-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4984" class="wp-caption-text">In den Katakomben der Kirche stößt Boyce auf schreckliche Experimente an Menschen &#8211; und eine Spritze.</figcaption></figure>
<h3>Operation Overlord: B-Movie, der keiner sein will</h3>
<p>War schon der Kriegsfilm-Anteil aufgrund weitgehend fehlender Charakterzeichung und zu wenig Tiefe eher ein B-Movie als ein echtes Drama, so drückt der Horror-Plot das Projekt noch weiter in diese Ecke. Den Geldgebern, sowie den Ausstattern und den Effekte-Spezialisten war das entweder nicht bewusst oder egal. Denn <em>Operation Overlord</em> sieht weiterhin extrem gut aus und zeigt, wie edel eine solche Story werden kann, wenn ein Budget von knapp 40 Millionen Dollar dahintersteckt. In diesen wenigen Punkten hat der Film das Prädikat B-Movie dann auch nicht verdient.</p>
<p>In der wichtigsten Kategorie, der Story, hingegen schon. Eindimensionale Charaktere, originelle Kreaturen und fehlende frische Ideen machen die Geschichte arg vorhersehbar. Wirkliche Schocks oder Überraschungen finden sich in <em>Operation Overlord</em> nicht. Zudem startet die Horror-Handlung auch viel zu spät, um den Film noch richtig gruselig zu machen. So bekommt der düstere Plot um geheime Experimente auch nicht mehr genug Hintergrund, um den Zuschauer tatsächlich zu interessieren. Die Monster im Keller sehen cool aus, bleiben aber letztlich blass.</p>
<p>So muss man Avery und Produzent Abrams am Ende bescheinigen, dass ihre Mischung nicht wirklich passt. Ihr Hybrid beginnt zwar in der Luft, kommt aber nie so richtig ins Fliegen. Was sicher auch daran liegt, dass fast der gesamte zweite Akt im Haus von Chloe spielt und nur wenig Handlung bietet, die das auch rechtfertigt. Und die Horror-Elemente doch harmloser bleiben, als es der Trailer suggeriert. Dass Smith und Ray gute Drehbücher schreiben können, haben sie schon bewiesen. Dieser Versuch ist keines geworden.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Frisch aus dem Kino kommend, wird jeder Zuschauer sofort einräumen, wie gut <em>Operation Overlord</em> aussieht und wie detailliert und treffend das unheimliche Labor und weitere Sets gestaltet wurden. Und auch die Spezial-Effekte können sich absolut sehen lassen. Je länger man aber über die Handlung nachdenkt, desto mehr verliert der Film, denn das Drehbuch, das Krieg und Horror mischt, funktioniert aufgrund fehlender Originalität und nicht immer flottem Tempo nur mäßig. Für Genrefans dennoch ein netter Happen, ein Muss ist der Film aber nicht.</p>
<p><strong>Operation Overlord startet am 8. November 2018 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_4985" aria-describedby="caption-attachment-4985" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4985 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/over-3-1024x682.jpg" alt="Overlord" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/over-3-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/over-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/over-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/over-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/over-3-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/over-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4985" class="wp-caption-text">Was weiß der Nazi-Offizier Wafner über den Wirkstoff in der Spritze?</figcaption></figure>
<p><iframe style="width: 120px; height: 240px;" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;OneJS=1&amp;Operation=GetAdHtml&amp;MarketPlace=DE&amp;source=ac&amp;ref=qf_sp_asin_til&amp;ad_type=product_link&amp;tracking_id=lauterfilme05-21&amp;marketplace=amazon&amp;region=DE&amp;placement=B00GH10BBO&amp;asins=B00GH10BBO&amp;linkId=816649e0824a1d31392c54fa9820aeb9&amp;show_border=false&amp;link_opens_in_new_window=false&amp;price_color=333333&amp;title_color=0066c0&amp;bg_color=ffffff" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"><br />
</iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Filmkritik: Outlaw King</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Nov 2018 16:55:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Kriegsfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Netflix]]></category>
		<category><![CDATA[Wahre Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als Mel Gibson 1995 seinen &#8222;Braveheart&#8220; William Wallace in die Kinos brachte, gab es dort auch einen Nebencharakter: Robert the Bruce, späterer König von Schottland. Ihn hat sich nun &#8222;Hell or High Water&#8220;-Regisseur David Mackenzie als Helden seines neuen Films &#8222;Outlaw King&#8220; ausgesucht, den der gebürtige Schotte für Netflix drehte. Kann der neue Freiheitskampf der Highlander mit Gibsons Oscar-Meisterwerk konkurrieren? In manchen Dingen ging David Mackenzie kein Risiko. Um die kreative Kontrolle über seinen Film zu haben, schrieb er das [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Als Mel Gibson 1995 seinen &#8222;Braveheart&#8220; William Wallace in die Kinos brachte, gab es dort auch einen Nebencharakter: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_I._(Schottland)" target="_blank" rel="noopener">Robert the Bruce</a>, späterer König von Schottland. Ihn hat sich nun <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-hell-or-high-water/">&#8222;Hell or High Water&#8220;</a>-Regisseur David Mackenzie als Helden seines neuen Films &#8222;Outlaw King&#8220; ausgesucht, den der gebürtige Schotte für Netflix drehte. Kann der neue Freiheitskampf der Highlander mit Gibsons Oscar-Meisterwerk konkurrieren?</strong></p>
<p>In manchen Dingen ging David Mackenzie kein Risiko. Um die kreative Kontrolle über seinen Film zu haben, schrieb er das Drehbuch gleich selbst. Dazu holte er sich mit Chris Pine den Star aus <em>Hell or High Water</em>&nbsp;ins Projekt. Genug Star-Appeal, um den laut Wikipedia 130 Millionen Dollar teuren Film auch für ein breiteres Publikum interessant zu machen. Konnte Mackenzie mit so viel guten Vorzeichen auch einen ordentlichen Film abliefern?</p>
<figure id="attachment_4966" aria-describedby="caption-attachment-4966" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4966 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/outlaw-1-1024x682.jpg" alt="Outlaw King" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/outlaw-1-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/outlaw-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/outlaw-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/outlaw-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/outlaw-1-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/outlaw-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4966" class="wp-caption-text">Der englische König Edward hält Schottland fest im Griff und denkt nicht daran, das Land wieder freizugeben.</figcaption></figure>
<h3>Outlaw King: Die Handlung</h3>
<p>Das frühe 14. Jahrhundert in Schottland. Obwohl er eigentlich dagegen ist, unterwirft sich Robert the Bruce (Chris Pine) mit den meisten anderen schottischen Adligen dem englischen König Edward (Stephan Dillane, &#8222;Game of Thrones&#8220;), um einen lange währenden Krieg zu beenden und dem Volk endlich Frieden zu geben. Zudem hat sein Vater (James Cosmo) für ihn eine Ehe mit einer englischen Adelstochter arrangiert, der Robert notgedrungen zustimmen muss. Doch Elizabeth (Florence Pugh, &#8222;Lady Macbeth&#8220;) erweist sich als Liebe seines Lebens.</p>
<p>Als Edward etwas später den rebellischen Kriegshelden William Wallace fängt, foltern und hinrichten und Teile des Körpers in ganz Schottland als Warnung aufhängen lässt, kocht die schottische Volksseele erneut über. Und Robert weiß, dass der Krieg unvermeidlich ist. So lässt er sich zum König von Schottland krönen, um das Land und die Adligen hinter sich zu versammeln. Und die Engländer endgültig zu vertreiben. Doch Edward ist ein harter Gegner und so sind die Folgen von Roberts Tat nicht nur für ihn selbst extrem grausam &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/wHpO9AG_dkE" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Outlaw King: Grandiose Bilder</h3>
<p>Trotz Chris Pine &#8211; der eigentlich Star des Films ist Kameramann Barry Ackroyd. Denn was der für &#8222;The Hurt Locker&#8220; oscarnominierte Brite hier auf den Bildschirm zaubert, hat in jedem Moment Kinoformat. Schon zu Beginn, wenn der Film die Unterwerfung der Schotten in einer langen Plansequenz ohne Schnitte zeigt, beweist Ackroyd sein Können. Und auch später, wenn sich Robert einer nächtlichen Attacke erwehren oder mit Booten über einen See fliehen muss, sorgt Ackroyd für Bilder, die aufgrund ihrer teilweise morbiden Schönheit im Gedächtnis bleiben.</p>
<p>Mackenzie wandelte hier deutlich sichtbar auf <em>Bravehearts</em> Spuren, der Landschaft und Menschen im schottischem Mittelalter großartig in Szene setzte und dafür auch den Oscar für die beste Kamera (John Toll) einheimste. Allerdings sind hier nicht nur die schönen Momente ähnlich, sondern auch die derben. Denn wie <em>Braveheart</em> zeigt auch <em>Outlaw King</em> das Töten von Menschen rabiat und äußerst blutig. Das setzt Ackroyd zwar in spektakulären Schlachtenszenen um, dennoch dürfte die bluttriefende Gewalt garantiert nicht jedermanns Sache sein.</p>
<figure id="attachment_4967" aria-describedby="caption-attachment-4967" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4967 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/outlaw-2-1024x682.jpg" alt="Outlaw King" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/outlaw-2-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/outlaw-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/outlaw-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/outlaw-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/outlaw-2-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/outlaw-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4967" class="wp-caption-text">Weil Krieg unvermeidlich ist, lässt sich Robert zum schottischen König krönen, um das Land zu einen.</figcaption></figure>
<h3>Outlaw King: Historisch korrekter, aber &#8230;</h3>
<p>Der vielleicht größte Unterschied zwischen den beiden Filmen, deren Held im jeweils anderen Film eine Nebenrolle spielt, ist die geschichtliche Genauigkeit. Während sich Gibson in typischer Hollywood-Manier alle Freiheiten nahm, die ihm angemessen schienen, um einen spannenden und emotional packenden Film zu machen, ist Mackenzie weitaus dichter am tatsächlichen, historisch überlieferten Geschehen des schottischen Freiheitskampfes. Doch die Realität ist dramaturgisch leider nicht immer perfekt.</p>
<p>Und so hat <em>Outlaw King</em> auch seine Längen, obwohl er mit 120 Minuten eine ganze Stunde kürzer ist als Mel Gibsons Epos. Wie schon in <em>Hell or High Water</em> inszeniert Mackenzie seine Geschichte auch spröder und leiser als typische Hollywood-Heldensagas und macht aus Robert the Bruce keine Überfigur, sondern einen Kämpfer wider Willen. Und der wirkt stets beherrschter, aber daher auch kühler als Gibsons Version des William Wallace. Das können auch die durchgehend guten schauspielerischen Leistungen nicht ändern.</p>
<p>Denn je länger der Film dauert, desto mehr deutlicher wird, dass manche Handlungsstränge schlicht versanden. Und zum Teil erst am Ende per Texteinblendung abgeschlossen werden. Hier wird deutlich, warum sich Gibson drei Stunden Zeit nahm, um seine Story zu erzählen. Bei Mackenzie wirkt manches ein wenig unvollendet und ist daher nicht so packend, wie es hätte sein können. Einen ansehnlichen Film hat der Schotte dennoch abgeliefert. Dass er im Vergleich mit <em>Braveheart</em> ein wenig verliert, wird wohl niemanden überraschen.</p>
<h3>&nbsp;Fazit:</h3>
<p>David Mackenzie liefert mit Outlaw King einen ordentlichen, manchmal richtig guten Film ab, der vor allem optisch mit dem Mel Gibsons Epos des schottischen Freiheitskampfes mithalten kann. Die historische Korrektheit und einige unglückliche Entscheidungen in Drehbuch und Schnitt sorgen aber dafür, dass der Film nur selten den Sog und die Tragik entwickelt, die Gibson mit seinem <em>Braveheart</em> erzeugte.&nbsp;</p>
<p><strong>Outlaw King läuft ab dem 9. November 2018 bei Netflix.</strong></p>
<p>Weitere Kritiken zu Netflix-Filmen <a href="https://lauterfilme.de/netflix-filmkritik-im-ueberblick/">finden Sie hier</a>.</p>
<figure id="attachment_4968" aria-describedby="caption-attachment-4968" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4968 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/outlaw-3-1024x682.jpg" alt="Outlaw King" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/outlaw-3-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/outlaw-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/outlaw-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/outlaw-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/outlaw-3-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/outlaw-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4968" class="wp-caption-text">Nach jahrelanger Guerilla-Taktik stellt sich Robert schließlich in hoffnungsloser Unterzahl den Briten in der Schlacht.</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: The Promise</title>
		<link>https://lauterfilme.de/filmkritik-the-promise/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Aug 2017 13:28:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[historienfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Kriegsfilm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor dem Hintergrund des Völkermords durch die türkische Armee an den Armeniern im Land zu Beginn des Ersten Weltkriegs erzählt Regisseur Terry George (&#8222;Hotel Ruanda&#8220;) in &#8222;The Promise&#8220; eine Liebesgeschichte zwischen zwei Männern und einer Frau. Wie gut ist der Film? Fast spannender als der Film selbst ist seine Entstehungsgeschichte. Der armenisch-stämmige US-Milliardär Kirk Kerkorian finanzierte des Projekt komplett aus eigener Tasche, um auf die historischen Ereignisse aufmerksam zu machen. Daher spielt es nur eine kleine Rolle, dass The Promise [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vor dem Hintergrund des Völkermords durch die türkische Armee an den Armeniern im Land zu Beginn des Ersten Weltkriegs erzählt Regisseur Terry George (&#8222;Hotel Ruanda&#8220;) in &#8222;The Promise&#8220; eine Liebesgeschichte zwischen zwei Männern und einer Frau. Wie gut ist der Film?</strong></p>
<p>Fast spannender als der Film selbst ist seine Entstehungsgeschichte. Der armenisch-stämmige US-Milliardär Kirk Kerkorian finanzierte des Projekt komplett aus eigener Tasche, um auf die historischen Ereignisse aufmerksam zu machen. Daher spielt es nur eine kleine Rolle, dass <em>The Promise</em> in den USA komplett floppte und nur etwa ein Zehntel seiner Kosten einspielte. Bereits im Vorfeld fand eine eine regelrechte Schlacht auf der Website der Kinodatenbank IMDB statt. Nur Stunden nach der Erstaufführung des Films in Toronto gab es tausende schlechter Wertungen dort, die mutmaßlich allesamt von türkisch-stämmigen Lesern stammten. Sie hatten den Film zwar nicht gesehen, aber da sich bisher jede türkische Regierung seit 1915 weigert, den Völkermord an den Armeniern als Teil der türkischen Geschichte anzuerkennen, empfinden viele Türken bereits die Behauptung, es habe ihn gegeben, als Beleidigung.</p>
<p>Gegen diese Abstimmung wehrten sich daraufhin viele armenisch-stämmige Leser der Seite, die <em>The Promise</em> &#8211; ebenfalls ohne ihn gesehen zu haben &#8211; die Bestnote gaben. So wurde der Film das, was er auch werden wollte &#8211; ein Politikum, über das in den Medien zumindest ein wenig gesprochen wurde.</p>
<p><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-2539" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/08/01_ThePromise-1024x683.jpg" alt="The Promise" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/08/01_ThePromise-1024x683.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/08/01_ThePromise-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/08/01_ThePromise-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/08/01_ThePromise-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/08/01_ThePromise-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></p>
<h3>The Promise: Die Handlung</h3>
<p>&nbsp;Im Jahr 1914 ist Mikael (Oscar Isaac) Apotheker in einem kleinen armenischen Dorf in der Südtürkei. Weil er aber lieber Arzt werden möchte, gibt er das Versprechen ab (daher der Titel), eine junge Frau aus dem Dorf zu heiraten. Mit ihrer Mitgift kann er sich die Reise und das Studium in Konstantinopel leisten. Dort lernt er nicht nur den Türken Emre (Marwan Kenzari, gerade als böser Jaffar in der Realverfilmung von Disneys &#8222;Aladdin&#8220; gercastet) kennen, sondern auch die junge Ana (Charlotte Le Bon), ebenfalls Armenierin. Sie geht im Haus von Mikaels Onkel ein und aus, kümmert sich um die Kinder und ist mit dem amerikanischen Fotojournalisten Chris Myers (Christian Bale) liiert.</p>
<p>Als die Türkei in den Ersten Weltkrieg eintritt und die Aktion gegen die Armenier im ganzen Land beginnt, kommen sich Mikael und Ana näher. Doch ihre Liebe hat keine Chance, denn Mikael wird kurze Zeit später verhaftet und in ein Arbeitslager gebracht. Für ihn, Ana und Chris beginnt ein fast unerträglicher Leidensweg &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/gnwgMYeaqr4?ecver=1" width="1280" height="720" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>The Promise: Intensives Drama</h3>
<p>Regisseur Terry George hat mit Filmen über Völkermord durch seinen oscar-nominierten <em>Hotel Ruanda</em> bereits eine gewisse Erfahrung &#8211; und das merkt man <em>The Promise</em> auch an. Denn es gelingt ihm, auch ohne explizit blutige Bilder das Grauen der Verfolgten angesichts blinder Wut und Gewalt gegen sie deutlich zu machen. Das er dabei gelegentlich mit besonders bösartigen türkischen Wachmännern übers Ziel hinausschießt, sei ihm angesichts des sehr emotionalen Stoffes verziehen. Denn er schafft gemeinsam mit seinem spanischen Kameramann Javier Aguirresarobe (gerade für &#8222;Thor: Ragnarok&#8220; im Einsatz) Bilder, die man nicht so leicht wieder loswird.</p>
<p>Leichenberge von abgeschlachteten Armeniern, marodierende Türken, die jedes armenische Geschäft in Konstantinopel zerstören und deren Besitzer verprügeln &#8211; solche Aufnahmen gehen unter die Haut und verfehlen ihre Wirkung nicht. Über die Freigabe des Films ab 12 Jahren lässt sich angesichts dieser Thematik auch sicher diskutieren. Oscar Issacs Gesicht gibt dem Grauen eine stumme Antwort, in seinen Augen lässt sich der Schmerz und das Unverständnis über die Taten der türkischen Armee leicht ablesen.&nbsp;</p>
<figure id="attachment_2540" aria-describedby="caption-attachment-2540" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-2540 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/08/prom-2-1024x682.jpg" alt="The Promise" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/08/prom-2-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/08/prom-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/08/prom-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/08/prom-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/08/prom-2-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/08/prom-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-2540" class="wp-caption-text">Ana und Chris sind ein Traumpaar, bis Mikael in Anas Leben tritt.</figcaption></figure>
<h3>Kleine Lovestory</h3>
<p>Eine der Schwächen des Films ist es denn auch, dass der eigentlichen Story, dem Liebesdreieck zwischen Mikael, Ana und Chris, trotz der Laufzeit von deutlich über zwei Stunden nicht der Platz zukommt, den sie gebraucht hätte. An den sehr gut agierenden Schauspielern liegt es nicht, dass diese Geschichte angesichts des allgegenwärtigen Völkermords ein wenig untergeht. Die machen einen guten Job. Aber die Intention des Films siegt hier über das erzählerische Moment.</p>
<p>Dazu kommt es gegen Ende des Films auch eine Spur zu furchtbar. Angesichts der Tragödien und Verluste im Minutentakt verliert der Film etwas von seiner Intensität, die er sich vorher aufgebaut hat. Hier wäre etwas mehr Zurückhaltung und Vertrauen in das bis dato Gezeigte sicher besser gewesen. Und auch das komplette Verschweigen der vorgeschobenen oder tatsächlichen Gründe der Türken für den Völkermord wirkt unrund. Ein begreifbares Monster wie Amon Göth in &#8222;Schindlers Liste&#8220; fehlt <em>The Promise</em>. Trotz dieser kleinen Schwächen bleibt der Film aber eine sehenswerte Erinnerung an eine Gräueltat des Ersten Weltkriegs, die die Aufmerksamkeit durch den Film sicher verdient hat. Dieser wiederum hätte mehr Publikum verdient, als er bis jetzt bekommen hat.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Ein Meisterwerk ist Regisseur Terry George mit <em>The Promise</em> nicht gelungen, ein sehr ansehnlicher Film schon. Seine Stars machen das Beste aus ihren Rollen und die Inszenierung zeigt das Leiden der Armenier mehr als deutlich. Auch wenn am Ende weniger vielleicht mehr gewesen wäre, bleiben <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-dunkirk/">intensive Momente</a> im Gedächtnis. Kein Film, den man sich freiwillig zwei Mal ansieht. Aber einer, den man sich einmal ansehen kann &#8211; und sollte.</p>
<p><strong>The Promise startet am 17. August in den deutschen Kinos.</strong></p>
<h3>In eigener Sache</h3>
<p>Ich freue mich immer über Kommentare zur Kritik. Angesichts des Themas werde ich aber Postings, die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkermord_an_den_Armeniern">den Völkermord an den Armeniern</a> infrage stellen, nicht zulassen. Die Anerkennung dieses historische Ereignis als Völkermord ist allgemeiner europäischer Konsens, wer das anders sieht, möge sich dafür bitte eine andere Plattform suchen. Entsprechende Kommentare werde ich löschen bzw. nicht freigeben. Über die Qualität des Films hingegen kann gern diskutiert werden.</p>
<figure id="attachment_2541" aria-describedby="caption-attachment-2541" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-2541 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/08/prom-3-1024x682.jpg" alt="The Promise" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/08/prom-3-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/08/prom-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/08/prom-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/08/prom-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/08/prom-3-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/08/prom-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-2541" class="wp-caption-text">Nur durch die Hilfe seines Volkes gelingt es Mikael, am Leben zu bleiben.</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: Dunkirk</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Jul 2017 14:44:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[historienfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Kriegsfilm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bisher hat sich Regisseur Christopher Nolan in seinem Werk nicht durch eine besondere Vorliebe für realistische oder gar historische Themen hervorgetan. Das ändert sich nun mit &#8222;Dunkirk&#8220;: 400000 Soldaten warten im Frühjahr 1940 am Strand von Dünkirchen auf die Evakuierung nach England. Wie gelungen ist Nolans Drama? Eigentlich sind ja große Visionen Christopher Nolans Ding: Ob die Traumwelt von &#8222;Inception&#8220;, das schwarze Loch in &#8222;Interstellar&#8220; oder die sehenswerte &#8222;Batman&#8220;-Trilogie &#8211; Nolans Filme waren stets eher von Eskapismus und Phantasie geprägt [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bisher hat sich Regisseur Christopher Nolan in seinem Werk nicht durch eine besondere Vorliebe für realistische oder gar historische Themen hervorgetan. Das ändert sich nun mit &#8222;Dunkirk&#8220;: 400000 Soldaten warten im Frühjahr 1940 am Strand von Dünkirchen auf die Evakuierung nach England. Wie gelungen ist Nolans Drama?</strong></p>
<p>Eigentlich sind ja große Visionen Christopher Nolans Ding: Ob die Traumwelt von &#8222;Inception&#8220;, das schwarze Loch in &#8222;Interstellar&#8220; oder die sehenswerte &#8222;Batman&#8220;-Trilogie &#8211; Nolans Filme waren stets eher von Eskapismus und Phantasie geprägt als von beinhartem Realismus. Mit <em>Dunkirk</em> verfilmt er nun erstmals <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Dynamo" target="_blank" rel="noopener">tatsächliche Geschichte</a> &#8211; und bringt doch fast surreale Bilder auf die Leinwand.</p>
<figure id="attachment_2399" aria-describedby="caption-attachment-2399" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-2399 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/07/dunkirk-1-1024x747.jpg" alt="Dunkirk" width="750" height="547" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/07/dunkirk-1-1024x747.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/07/dunkirk-1-300x219.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/07/dunkirk-1-768x560.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/07/dunkirk-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-2399" class="wp-caption-text">Was kommt zuerst? Ein eigenes Schiff oder ein feindlicher Bomber? Die Soldaten in Dunkirk zittern um ihr Überleben.</figcaption></figure>
<h3>Dunkirk: Die Handlung</h3>
<p>Nolan erzählt seinen gut 100 Minuten kurzen Film aus drei Perspektiven. Am Strand versuchen die Soldaten Tommy (Fionn Whitehead), Alex (Harry Styles) und Gibson (Aneurin Barnard) mit allen Tricks, auf ein rettendes Schiff in die Heimat zu gelangen, während die Offiziere Bolton (Kenneth Branagh) und Winnant (James D&#8217;Arcy) die Evakuierung koordinieren.</p>
<p>Der Bootsbesitzer Dawson (Mark Rylance) nimmt mit vielen anderen kleinen, zivilen Schiffen Kurs in Richtung Dünkirchen, um bei der Rückholung der britischen Soldaten zu helfen. Gemeinsam mit seinem Sohn Peter (Tom Glynn-Carney) fischt er den einzigen Überlebenden (Cillian Murphy) eines Schiffsuntergangs aus dem Ärmelkanal &#8211; und der gerät in Panik, als er das Ziel der Reise erfährt &#8230;</p>
<p>Pilot Farrier (Tom Hardy) fliegt mit zwei anderen Piloten Luftaufklärung über dem Ärmelkanal und muss sich irgendwann entscheiden, ob er nach einem Treffer ins Armaturenbrett nach Hause fliegt oder so lange wie möglich die britischen Schiffe vor deutschen Jagdfliegern und Bombern beschützt &#8230;<br />
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<h3>Dunkirk: Krieg für die Ohren</h3>
<p>Schon in den ersten Sekunden lässt Nolan in seinem Film nach eigenem Drehbuch keinen Zweifel daran, wo wir uns befinden. Bei einem Überfall auf ein paar britische Soldaten im Dorf <em>Dunkirk</em> überlebt lediglich der junge Tommy mit viel Glück. Und schon dabei macht der Film einen Lärm, dass man unwillkürlich auf den Sitz neben sich blickt, ob dort gerade eine Kugel eingeschlagen ist. Die Bilder, die Kameramann Hoyte van Hoytema für Nolan einfängt, sind durchgehend stark, aber die Tonspur von <em>Dunkirk</em> setzt schlicht neue Maßstäbe. Wenn die deutschen Flugzeuge sich auf ihrem Weg vom Horizont an den Strand von <em>Dunkirk</em> von wütenden Hornissen zu schrill kreischenden Furien verwandeln, drückt nicht nur das Bild, sondern vor allem das Geräusch das Publikum in die Sitze.</p>
<p>Das soll aber die Optik des Films nicht schmälern: Nolan findet starke Bilder für das alltägliche Sterben am Strand und im Wasser von <em>Dunkirk</em>. Ob der übervolle Bootssteg, auf dem tausende Soldaten auf Schiffe warten und der von Granaten und Fliegerbomben zerfetzt wird. Oder das Maschinengewehr, das tödlich über den Strand bellt. Erschütternd ist dabei vor allem die Routine der Soldaten. Deckung suchen, dann aufstehen und wieder anstellen, als sei nichts geschehen. Und die ertrinkenden Männer im Stahlbauch eines von deutschen U-Booten per Torpedo versenkten Schiffes sind auch ohne große Mengen Blut oder aufgeplatzte Körper schlimm genug anzusehen. Die Altersfreigabe ab 12 Jahren ist da sicherlich überdenkenswert.</p>
<figure id="attachment_2400" aria-describedby="caption-attachment-2400" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-2400 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/07/dunkirk-2-1024x574.jpg" alt="Dunkirk" width="750" height="420" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/07/dunkirk-2-1024x574.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/07/dunkirk-2-300x168.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/07/dunkirk-2-768x431.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/07/dunkirk-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-2400" class="wp-caption-text">Noch am ehesten der Held des Films: Tom Hardy als tollkühner Spitfire-Pilot.</figcaption></figure>
<h3>Dunkirk: Krieg ohne Gegner</h3>
<p>Dabei bleibt Nolan konsequent bei den britischen Soldaten, die den Feind samt und sonders nicht zu sehen kriegen. Flugzeuge am Himmel sind alles, was optisch auf den Gegner hinweist. Die Bomben und Torpedos sieht man erst, wenn sie explodieren. Am ehesten klassisches Kriegsgeschehen erleben die Zuschauer im Cockpit von Tom Hardy, aber auch hier beschränkt sich der Luftkampf auf wenige Szenen. Letztlich zeigt Nolan fast nur Flucht vor einer unsichtbaren, aber sehr realen Bedrohung. Und die Flüchtigen, die Nolan sich als Protagonisten sucht, haben weder Vergangenheit noch Zukunft. Sie existieren lediglich im Hier und jetzt und kämpfen mit allen Mitteln ums Überleben.&nbsp;</p>
<p>Und das ist der einzige Vorwurf, den man Nolan bei <em>Dunkirk</em> machen kann: Er hält Abstand zu seinen Figuren und reduziert sie auf wenige Charaktereigenschaften &#8211; nicht viel Gelegenheit, mit ihnen richtig warm zu werden. Zumal Dialoge im gesamten Film kaum Platz finden &#8211; hier wird mehr gestorben als gesprochen. Dadurch hat Nolans Film trotz der einseitigen Sichtweise fast dokumentarischen Charakter, verweigert sich aber auch großen Emotionen. Das unterscheidet ihn von Meisterwerken wie Steven Spielbergs &#8222;Der Soldat James Ryan&#8220; oder Stanley Kubricks &#8222;Full Metal Jacket&#8220;: Eine klare Botschaft oder Aussage zum Krieg hat Nolan nicht. Dennoch ist Christoper Nolans erster Ausflug in die Geschichte zweifelsfrei großes Kino, dass nicht nur wegen der Tonspur noch nachhallt. Aber: Eine Oscarnominierung für den besten Ton ist hier Pflicht!</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>&nbsp;Großartige Bilder und ein unglaublich intensiver Ton &#8211; das sind die beiden Markenzeichen von <em>Dunkirk</em>. Die Kinomagie, die Nolan in seinen früheren Filmen entfesselte, verliert er auch bei diesem Ausflug in die jüngere Historie nicht. Er schafft Momente, die hängenbleiben, aufgrund seiner zerrissenen Erzählweise und den fremd bleibenden Charakteren ist der Film aber etwas kühler, als er hätte sein müssen. Trotzdem zeichnet Nolan ohne viel Blut und Gewalt ein beeindruckendes Gemälde vom Leben und Sterben im Krieg. Mit &#8222;Meisterwerk&#8220; und &#8222;Bester Film des Jahres&#8220; ist er aber vielleicht etwas zu hoch aufgehängt.</p>
<p><strong>Dunkirk startet am 27. Juli in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_2401" aria-describedby="caption-attachment-2401" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-2401 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/07/dunkirk-3-1024x747.jpg" alt="Dunkirk" width="750" height="547" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/07/dunkirk-3-1024x747.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/07/dunkirk-3-300x219.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/07/dunkirk-3-768x560.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/07/dunkirk-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-2401" class="wp-caption-text">Viele der Soldaten, die am Strand von Dunkirk auf Rettung hoffen, sind noch halbe Kinder.</p>
<dd></figcaption></figure>
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    </iframe></p>
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