<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>düster - lauterfilme.de</title>
	<atom:link href="https://lauterfilme.de/tag/duester/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://lauterfilme.de/tag/duester/</link>
	<description>Filme, Serien und viel mehr</description>
	<lastBuildDate>Thu, 12 Oct 2023 16:22:41 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.7.1</generator>

<image>
	<url>https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2016/12/logo-flavicon.jpg</url>
	<title>düster - lauterfilme.de</title>
	<link>https://lauterfilme.de/tag/duester/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Serienkritik: Der Untergang des Hauses Usher</title>
		<link>https://lauterfilme.de/der-untergang-des-hauses-usher-kritik-serie-netflix/</link>
					<comments>https://lauterfilme.de/der-untergang-des-hauses-usher-kritik-serie-netflix/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Oct 2023 16:22:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Serien Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Blutig]]></category>
		<category><![CDATA[düster]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturverfilmung]]></category>
		<category><![CDATA[Netflix]]></category>
		<category><![CDATA[Serie]]></category>
		<category><![CDATA[spannend]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://lauterfilme.de/?p=14643</guid>

					<description><![CDATA[<p>Er gehört zu den großen Pionieren der phantastischen Literatur, ist aber mittlerweile gerade bei jüngeren Horrorfans nur noch wenig mehr als ein Name, den man schon einmal gehört hat: Edgar Allan Poe. Der Amerikaner, der 1849 unter mysteriösen Umständen starb, gilt als Meister der Kurzgeschichte. Neben Gedichten schrieb er fast ausschließlich Short Storys, weil die sich damals besser an Zeitungen und Magazine verkaufen ließen. Mike Flanagan, einer der neuen Meister des Horrors, setzt dem unsterblichen Dichter nun ein eigenwilliges Denkmal. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/der-untergang-des-hauses-usher-kritik-serie-netflix/">Serienkritik: Der Untergang des Hauses Usher</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Er gehört zu den großen Pionieren der phantastischen Literatur, ist aber mittlerweile gerade bei jüngeren Horrorfans nur noch wenig mehr als ein Name, den man schon einmal gehört hat: Edgar Allan Poe. Der Amerikaner, der 1849 unter mysteriösen Umständen starb, gilt als Meister der Kurzgeschichte. Neben Gedichten schrieb er fast ausschließlich Short Storys, weil die sich damals besser an Zeitungen und Magazine verkaufen ließen. Mike Flanagan, einer der neuen Meister des Horrors, setzt dem unsterblichen Dichter nun ein eigenwilliges Denkmal. Denn in &#8222;Der Untergang des Hauses Usher&#8220; kommen zwar viele berühmte Geschichten Poes vor, dennoch erzählt die Serie eine weitgehend neue Story. Wie gut die ist, klärt die Kritik.</p>
<figure id="attachment_14669" aria-describedby="caption-attachment-14669" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-14669 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-2.webp" alt="Der Untergang des Hauses Usher" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-2.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-2-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-2-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-2-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-2-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-2-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-2-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14669" class="wp-caption-text">Noch sind Rodericks Kinder am Leben, doch das ändert sich innerhalb weniger Tage komplett.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Das Familien-Imperium von Roderick Usher (Bruce Greenwood) und seiner Schwester Madeline (Mary McDonnell) liegt in Trümmern. Alle sechs Kinder Rodericks sind innerhalb weniger Tage gestorben. Und das mitten in einem Gerichtsprozess, den Rodericks Intimfeind Auguste Dupin (Carl Lumbly) nach jahrelanger Vorbereitung nun endlich auf den Weg gebracht hat. Der Familienanwalt Arthur Gordon Pym (Mark Hamill) versucht zwar alles, um die Verhandlung auszuhebeln. Doch Roderick scheint kein Interesse mehr daran zu haben, aus der Sache als Sieger hervorzugehen. Er bestellt Dupin für den Abend an eine bestimmte Adresse mit dem Versprechen, dem Gesetzesdiener alles zu erzählen, was er wissen will.</p>
<p>Als Dupin später am Abend zur angegebenen Adresse fährt, staunt er nicht schlecht. Es ist das seit Jahren leerstehende Geburtshaus von Roderick und Madeline. Der Gastgeber empfängt ihn mit teurem Cognac und einigen Geschichten, die Dupin kaum glauben kann. Denn obwohl die Todesursache bei allem Kindern Rodericks klar festgestellt wurde, besteht der darauf, dass er seinen Nachwuchs allesamt auf dem Gewissen hat. Die Dinge, die Roderick ihm erzählt, lassen dann schließlich sogar den erfahrenen Staatsanwalt erzittern. In allen spielt eine geheimnisvolle Frau namens Verna (Carla Gugino) eine wichtige Rolle. Und so erfährt Dupin die wahre Geschichte des Untergangs des Hauses Usher &#8230;</p>
<p><iframe title="The Fall of the House of Usher | Official Trailer | Netflix" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/yvuAWVzP6wI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Großartige Modernisierung von Poes Werk</h2>
<p>Mit &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-spuk-in-hill-house/">Spuk in Hill House</a>&#8220; lieferte Mike Flanagan sein erste Serie für Netflix ab. <strong>Der Untergang des Hauses Usher</strong> ist nun voraussichtlich seine letzte. Der 45-jährige hat einen langfristigen Vertrag mit Amazon Prime Video abgeschlossen. Ob es daran lag, dass Netflix seine Serie &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/gaensehaut-um-mitternacht-kritik-serie-netflix/">Midnight Club</a>&#8220; nach einer Staffel absetzte, was Flanagan angeblich sehr geärgert hat, oder ob es andere Gründe gab, bleibt Spekulation. Wichtiger ist auch ,dass er sich auf ebenso hohem Niveau von Netflix verabschiedet, wie er in Sachen Serien dort begann. Denn vor allem für Fans von Edgar Allan Poe ist Flanagans Adaption eine Offenbarung. Denn alles zeugt von Respekt und Liebe an den Autor sowie einer genauen Auseinandersetzung Flanagans mit dem Original-Material.</p>
<p>Jede der acht Folgen, bis auf die erste, trägt den Titel eines berühmten Werkes von Poe wie Morde in der Rue Morgue, die schwarze Katze oder Das Verräterische Herz. Und die Kernthemen dieser Kurzgeschichten spielen in den entsprechenden Episoden dann auch wichtige Rollen. So wird in Das verräterische Herz Schuld und Wahnsinn zum wichtigen Faktor. Auch wenn sie die Episoden letztlich nur wenige Minuten mit der titelgebenden Storyline beschäftigt und in weiten Teilen die Hauptgeschichte weitererzählt. Doch Flanagan nutzt die Vorgaben der Storys klug, um seine eigenen Interpretationen zu schaffen. Und Poes beeindruckendes Werk für eine neue Generation gründlich zu entstauben. Lovecraft ist mittlerweile wieder ein Liebling vieler junger Horrorfans &#8211; Poe hätte das Gleiche verdient.</p>
<figure id="attachment_14670" aria-describedby="caption-attachment-14670" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14670 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-3.webp" alt="Bruce Greenwood" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-3.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-3-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-3-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-3-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-3-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-3-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-3-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14670" class="wp-caption-text">Patriarch kann nur ohnmächtig zusehen und schließlich bei seinem Erzfeind eine Beichte ablegen.</figcaption></figure>
<h2>Optisch und schauspielerisch oberste Liga</h2>
<p>Es ist also sicher so, dass Poe-Kenner an dieser Serie noch mehr Spaß haben werden als Neulinge in der Welt des dunklen Poeten. Aber auch völlig ohne Vorkenntnisse ist <strong>Der Untergang des Hauses Usher</strong> ein Genuss. Und das liegt an vielen Faktoren. Da ist das Bild. Was die Serie optisch auf den Bildschirm bringt, ist von einer morbiden Schönheit, die ihresgleichen sucht. Wenn sich Dupin und Usher in den harten Schatten eines Kaminfeuers gegenübersitzen, dann ist das in scharfem 4k einfach grandios anzusehen. Auch die Sets wie die diversen Designer-Wohnungen der Usher-Kinder oder die Party in Episode 2 sind optische Leckerbissen. Doch den Schrecken mit Leben erfüllen, das erledigen die großartigen Schauspieler.</p>
<p>Hier greift Flanagan fast ausschließlich auf Darsteller zurück, mit denen er bereits gearbeitet. Die Hauptrolle geht dabei an Bruce Greenwood (&#8222;<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-das-spiel/">Das Spiel</a>&#8222;), der nach dem Rauswurf von Frank Langella die Rolle des Roderick Usher übernahm. Und eine grandiose Darbietung zeigt. Auch Carla Gugino, Stammgast in Flanagans Serien und Filmen, spielt die geheimnisvolle Verna, die mit dem Todesfällen zu tun zu haben schient, mit großer Präsenz und einer derart eiskalten Aura, dass einem beim Zusehen fröstelt. Letztlich lässt sich aber kaum jemand herausheben, so gut sind sie alle. Und doch wird kaum jemand mit einem davon mitfiebern. Denn Flanagan schreibt seine Protagonisten ganz in Poe-Tradition derart fies und abstoßend, dass man wenig Mitleid verspürt. Obwohl einige davon es verdient hätten.</p>
<figure id="attachment_14671" aria-describedby="caption-attachment-14671" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14671 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-4.webp" alt="Der Untergang des Hauses Usher" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-4.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-4-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-4-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-4-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-4-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-4-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-4-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14671" class="wp-caption-text">Eine schicksalhafte Nacht: Roderick und seine Schwester Madeline begegnen Silvester 1980 der geheimnisvollen Verna.</figcaption></figure>
<p>Die acht Folgen greifen nicht nur perfekt ineinander und lüften erst zum Schluss die ganzen Geheimnisse rund um den Tod von Rodericks Kindern. Sie sind auch immer wieder ziemlich unheimlich. Weitgehend ohne Jump-Scares, nur mit der stetig bedrohlicher werdenden Atmosphäre, erwächst so ein ebenso dunkles wie faszinierendes Bild einer Familie, die für Macht über Leichen geht und dafür den Preis zahlt. Mike Flanagan ist mit dieser Serie auf der bisherigen Höhe seines Könnens. Man kann sich wirklich nur auf seine nächsten Projekte, die Verfilmung der Stephen King-Novelle &#8222;Life of Chuck&#8220; und danach die Umsetzung von Kings Opus Magnum &#8222;The Dark Tower&#8220; freuen. Großes Kino für den Bildschirm!</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p><strong>Der Untergang des Hauses Usher</strong> ist nicht nur Flanagans letzte Netflix-Serie, sondern gemeinsam mit seiner ersten auch die beste. Eine großartige Grundidee, tolle Drehbücher, herausragende Schauspieler und eine permanent wachsende Spannung adelt die Serie zum Horror-Glanzlicht 2023 bei Netflix. Die Art, wie Flanagan Edgar Allan Poes berühmte Geschichten in einen neuen Kontext webt und dennoch die wichtigsten Grundzüge der Storys beibehält, ist brillant. Die Serie ist sicher für Poe-Fans noch besser als für andere, weil die die zahlreichen Anspielungen und Verweise erkennen (&#8222;Das Fass Amontillado&#8220;, &#8222;Annabelle Lee&#8220; und viele mehr). Aber auch Poe-unkundige Horrorfans sollten hier voll auf ihre Kosten kommen.</p>
<p><strong>Der Untergang des Hauses Usher startet am 12. Oktober 2023 bei Netflix.</strong></p>
<figure id="attachment_14672" aria-describedby="caption-attachment-14672" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14672 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-5.webp" alt="Mark Hamill" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-5.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-5-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-5-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-5-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-5-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-5-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/usher-5-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14672" class="wp-caption-text">Arthur Gordon Pym, der skrupellose Anwalt der Ushers, jagt ein Phantom.</figcaption></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/der-untergang-des-hauses-usher-kritik-serie-netflix/">Serienkritik: Der Untergang des Hauses Usher</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lauterfilme.de/der-untergang-des-hauses-usher-kritik-serie-netflix/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Serienkritik: Five Days at Memorial</title>
		<link>https://lauterfilme.de/five-days-at-memorial-kritik-serie-appletvplus/</link>
					<comments>https://lauterfilme.de/five-days-at-memorial-kritik-serie-appletvplus/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Aug 2022 22:10:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Serien Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Apple TV+]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[düster]]></category>
		<category><![CDATA[traurig]]></category>
		<category><![CDATA[Wahre Geschichte]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://lauterfilme.de/?p=12783</guid>

					<description><![CDATA[<p>Abonnenten von Apple TV+ wissen, dass die Menge an Serien und Filmen, die monatlich ins Programm kommen, eher überschaubar ausfällt. Dafür ist aber vieles, was der Streamingdienst dann anbietet, optisch und inhaltlich vom Feinsten. So hat Apple bereits einige Preise gewonnen, darunter etliche für &#8222;Ted Lasso&#8220; und sogar einen Oscar für &#8222;CODA&#8222;. Auch die neue Mini-Serie &#8222;Five Days at Memorial&#8220; ist nach Ansicht der US-Kritik ein heißer Anwärter auf einige Emmys. Worum es in der achtteiligen Mini-Serie mit &#8222;Conjuring&#8222;-Star Vera [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/five-days-at-memorial-kritik-serie-appletvplus/">Serienkritik: Five Days at Memorial</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Abonnenten von Apple TV+ wissen, dass die Menge an Serien und Filmen, die monatlich ins Programm kommen, eher überschaubar ausfällt. Dafür ist aber vieles, was der Streamingdienst dann anbietet, optisch und inhaltlich vom Feinsten. So hat Apple bereits einige Preise gewonnen, darunter etliche für &#8222;Ted Lasso&#8220; und sogar einen Oscar für &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-coda/">CODA</a>&#8222;. Auch die neue Mini-Serie &#8222;Five Days at Memorial&#8220; ist nach Ansicht der US-Kritik ein heißer Anwärter auf einige Emmys. Worum es in der achtteiligen Mini-Serie mit &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/the-conjuring-3-kritik-film/">Conjuring</a>&#8222;-Star Vera Farmiga geht und ob die Serie die hohen Erwartungen erfüllen kann, verrät die Kritik.</p>
<figure id="attachment_12808" aria-describedby="caption-attachment-12808" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-12808 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-1.webp" alt="Five days at memorial" width="1024" height="428" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-1.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-1-300x125.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-1-768x321.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-1-750x313.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12808" class="wp-caption-text">Der Sturm Katrina trifft New Orleans mit voller Wucht &#8211; auch das Memorial Hospital.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Der Orkan Katrina fegt im August 2005 mit voller Wucht über New Orleans. Auch die Ärzte und Schwestern des Memorial Hospitals sowie des im gleichen Gebäude gelegenen Life-Care-Krankenhauses rechnen mit dem Schlimmsten und haben deshalb hunderte von Anwohnern ins vermeintlich sichere Gebäude gelassen, wo sie den Sturm abwarten können. Tatsächlich entgeht das Krankenhaus nur knapp einer Überschwemmung &#8211; vorerst. Denn Susan Mulderick (Cherry Jones), die Katastrophen-Verantwortliche im Memorial, muss mit Schrecken feststellen, dass es für eine Evakuierung des Krankenhauses im Fall einer Flut keinerlei Pläne gibt. Und das in einer Stadt, deren Viertel zum Teil unterhalb des Meeresspiegels liegen!</p>
<p>Am nächsten Tag ist der Sturm vorüber und die Stadt atmet auf &#8211; allerdings nur kurz. Denn fast gänzlich unbemerkt von Helfern und Medien bricht in der Nähe von New Orleans ein für die Stadt lebenswichtiger Damm. Und so strömen Wassermassen völlig ungehindert in die Armenviertel und die Innenstadt. Viel zu spät hören die Ärzte und Schwestern im Memorial davon und wenige Stunden danach läuft der Keller voller Wasser und vernichtet nicht nur die Stromversorgung, sondern auch die Notgeneratoren. Doch ohne medizinisches Gerät geraten etliche Patienten schnell in Lebensgefahr. Und so müssen Ärztinnen wie Anna (Vera Farmiga) unmenschliche Entscheidungen treffen &#8230;</p>
<p><iframe title="Five Days at Memorial — Official Trailer | Apple TV+" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/Az81r01YwLw?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Chronik angekündigter Tode</h2>
<p><strong>Five Days at Memorial</strong> ist eine Serie, die wütend macht. Denn sie basiert auf Tatsachen und zeigt sehr eindrücklich die Folgen des Totalversagens der Behörden während der Katastrophe im Jahr 2005.  Dadurch starben allein in Louisiana mehr als 1500 Menschen. Und einigen davon sieht der Zuschauer dabei zu, denn sie sind Patienten des Memorial. Die Hauptfiguren der Serie sind aber die Ärzte und Ärztinnen sowie Pfleger, die in diesen fünf Tagen versuchen, Leben zu retten und die Patienten so gut wie möglich zu versorgen. Um diese wahre Geschichte so gut wie möglich zu erzählen, holte sich Apple zwei erfahrene Autoren an Bord. Carlton Cuse schrieb unter anderem die Netflix-Serie &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-locke-and-key/">Locke &amp; Key</a>&#8222;, John Ridley gewann den Drehbuch-Oscar für &#8222;12 Years a Slave&#8220;. Und die beiden liefern ab.</p>
<p>Denn sie verdammen den Zuschauer dazu, ohnmächtig einem Drama zuzusehen, das von Folge zu Folge schlimmer wird. Bis es sich in der fünften Episode zu einem absoluten Alptraum auswächst. Die drei Folgen danach beschäftigen sich dann mit den Reaktionen von Staat und Behörden auf die Vorfälle im Memorial und den juristischen Folgen der Tragödie. Hier ist die Intensität der Bilder nicht mehr so drastisch, die Wut über eine Regierung, die erst bei der Hilfe versagt und dann noch einzelne Leute dafür opfern will, lässt aber nicht nach. Dabei gelingt ihnen das Kunststück, aus vorher heldenhaften Figuren zutiefst zweifelhafte Charaktere zu machen, deren Motive und Aussagen plötzlich in einem gänzlich anderen Licht erscheinen.</p>
<figure id="attachment_12809" aria-describedby="caption-attachment-12809" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-12809 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-2.webp" alt="Cherry Jones" width="1024" height="428" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-2.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-2-300x125.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-2-768x321.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-2-750x313.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12809" class="wp-caption-text">Krisenstabsleiterin Susan merkt viel zu spät, welche Katastrophe nach der Katastrophe droht.</figcaption></figure>
<h2>Emotional belastend</h2>
<p>Damit so eine Wende glaubhaft gelingt, braucht es neben einem starken Drehbuch aus erstklassige Schauspieler. Und die haben Ridley und Cuse bekommen. Vera Farmiga gelingt es, ihre Figur der Dr. Anne Pou in den ersten fünf Episoden als echte Heldin zu präsentieren, umso sie danach ebenso glaubhaft in eine deutlich dunklere Ecke zu stellen. Cherry Jones ist als Krisenmanagerin Susan mehrfach am Ende jeglicher Kräfte und spielt diese Momente so intensiv, dass der Zuschauer kaum den Blick vom Bildschirm abwenden kann. Zu fesselnd ist das, was die Schauspielerin bietet. Obwohl die beiden ein wenig herausragen, ist es aber letztlich der gesamte Cast, bis in die kleinste Nebenrolle, der für die emotionale Achterbahnfahrt von <strong>Five Days in Memorial</strong> sorgt.</p>
<p>Dazu kommen immer wieder Original-Fernsehausschnitte der damaligen Ereignisse. Die sind in ihrer Härte fast noch schlimmer als das, was die Autoren geschrieben haben. Und halten die Serie stets so nah an der Realität, dass die Formal &#8222;ist ja nur ein Film&#8220; diesmal einfach nicht funktionieren will. Daher dürfte <strong>Five Days at Memorial</strong> vor allem für Fans von Serien wie &#8222;Chernobyl&#8220; eine Empfehlung sein. Zwar geht es um eine andere Katastrophe, aber hier wie dort sind das Zusammenspiel guter Schauspieler und Autoren sowie das Grauen der tatsächlich passierten Geschehnisse die Faktoren, die aus der Serie etwas ganz Besonderes gemacht haben. Zudem können sich auch die Spezial-Effekte der Serie absolut sehen lassen.</p>
<figure id="attachment_12810" aria-describedby="caption-attachment-12810" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-12810 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-3.webp" alt="Five Days at memorial" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-3.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-3-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-3-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-3-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-3-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-3-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-3-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12810" class="wp-caption-text">Es dauert Tage, bis endlich erste Patienten aus dem Krankenhaus evakuiert werden können.</figcaption></figure>
<p>Und so ist <strong>Five Days at Memorial</strong> hauptsächlich etwas für Zuschauer, die kein Problem damit haben, sich emotionalen Schlägen auszusetzen. Wer auch nur über ein wenig Empathie verfügt, wird in vielem Szenen der Serie zumindest schlucken müssen. Und wer lieber herzerwärmende Serien sieht, ist hier komplett falsch. <strong>Five Days at Memorial</strong> führt nicht nur drastisch vor Augen, wie abhängig die moderne Zivilisation davon ist, dass im Fall einer großen Katastrophe das Rettungssystem funktioniert. Sondern entlässt das Publikum auch mit niederschmetternden Nachrichten über einen möglichen zukünftigen Umgang mit solchen Horror-Szenarien.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Leichte Kost ist so ziemlich das letzte Prädikat, das auf die neue Apple TV+-Serie <strong>Five Days at Memorial</strong> zutrifft. Denn was die beiden Autoren John Ridley und Carlton Cuse hier an wahren Ereignissen zusammentragen, geht nicht nur sensiblen Zuschauern an die Nieren. Das sinnlose Sterben, der vergebliche Kampf des Krankenhauspersonals gegen Windmühlen und das völlige Fehlen von Koordination angesichts einer furchtbaren Katastrophe entlässt das Publikum weitgehend sprachlos. Dass Ridley und Cuse daraus in den abschließenden drei Folgen noch ein weiteres moralisches Dilemma aufzeigen, adelt die Serie zu einem der besten Dramen seit Jahren. Wer sich eine Serie zumuten will, die emotionale Schläge fast im Minutentakt austeilt, wird hier fündig. Und das Erlebnis so bald nicht vergessen. So sieht großes Fernsehen aus!</p>
<p><strong>Five Days at Memorial startet am 12. August 2022 mit drei Folgen bei Apple TV+, weitere fünf Episoden jeweils freitags.</strong></p>
<figure id="attachment_12811" aria-describedby="caption-attachment-12811" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-12811 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-4.webp" alt="Five Days at memorial" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-4.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-4-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-4-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-4-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-4-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-4-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/08/days-4-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12811" class="wp-caption-text">Besonders hart trifft es die LifeCare-Klinik im sechsten Stock. Denn die wird bei den Plänen komplett übersehen.</figcaption></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/five-days-at-memorial-kritik-serie-appletvplus/">Serienkritik: Five Days at Memorial</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lauterfilme.de/five-days-at-memorial-kritik-serie-appletvplus/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Filmkritik: The Batman</title>
		<link>https://lauterfilme.de/filmkritik-the-batman/</link>
					<comments>https://lauterfilme.de/filmkritik-the-batman/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Mar 2022 14:30:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Action]]></category>
		<category><![CDATA[DC]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[düster]]></category>
		<category><![CDATA[Superhelden]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://lauterfilme.de/?p=12040</guid>

					<description><![CDATA[<p>Lange hat es gedauert, bis Matt Reeves seine Version des dunklen Ritters endlich auf die Leinwand bringen konnte. Bereits 2017, kurz nach Erscheinen von &#8222;Justice League&#8220;, beauftragte Warner den Regisseur der beiden letzten &#8222;Planet der Affen&#8222;-Filme mit dem neuen Solo-Film &#8222;The Batman&#8220;. Bald war klar, dass Reeves den bisherigen Darsteller Ben Affleck nicht besetzen wollte, den er zuvor schon als Regisseur abgelöst hatte. Als Reeves dann endlich seine Pläne verriet, wurde auch klar warum. Der 56-jährige plante, einen jungen Batman [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-the-batman/">Filmkritik: The Batman</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Lange hat es gedauert, bis Matt Reeves seine Version des dunklen Ritters endlich auf die Leinwand bringen konnte. Bereits 2017, kurz nach Erscheinen von &#8222;Justice League&#8220;, beauftragte Warner den Regisseur der beiden letzten &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-planet-der-affen-survival/">Planet der Affen</a>&#8222;-Filme mit dem neuen Solo-Film &#8222;The Batman&#8220;. Bald war klar, dass Reeves den bisherigen Darsteller Ben Affleck nicht besetzen wollte, den er zuvor schon als Regisseur abgelöst hatte. Als Reeves dann endlich seine Pläne verriet, wurde auch klar warum. Der 56-jährige plante, einen jungen Batman am Anfang seiner Karriere als Verbrechensbekämpfer zu zeigen. Nicht den schon fast grau gewordenen Bruce Wayne, den Affleck verkörpert hatte. Eine gute Entscheidung? Das klärt die Kritik.</p>
<figure id="attachment_12052" aria-describedby="caption-attachment-12052" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-12052 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/03/bat-1.webp" alt="Robert Pattinson" width="1024" height="576" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/03/bat-1.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/03/bat-1-300x169.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/03/bat-1-768x432.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/03/bat-1-750x422.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12052" class="wp-caption-text">Als Bruce Wayne ist der Erbe der Familie seit zwei Jahren fast komplett aus der Öffentlichkeit verschwunden. Als Batman hingegen ist er sehr aktiv.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Zwei Jahre lang wird Gotham City nun schon von Batman (Robert Pattinson) beschützt und ein kleiner Teil der Polizei, vor allem in Form von James Gordon (Jeffrey Wright), hat Vertrauen zum dunklen Ritter gefasst. Deshalb zieht Gordon Batman auch hinzu, als die Leiche des Bürgermeisters gefunden wird. Der übel zugerichtete Körper wurde mit Rätseln drapiert, die sich an Batman direkt richten. Ein Mann, der sich &#8222;der Riddler&#8220; nennt, hat offenbar die Tat begangen &#8211; und plant weitere. Tatsächlich findet der selbsternannte Henker bald weitere Opfer in Gothams Justizapparat. Offenbar verfolgt der Riddler bestechliche Männer in hohen Positionen der Stadt, um sich für etwas zu rächen.</p>
<p>Batmans Ermittlungen führen bald zu einem Club in der Stadt, in dem sich offenbar neben bekannten Mafiagrößen auch die hohen Herren der Gothamer Justiz regelmäßig aufgehalten haben. Dort lernt er bei einem Gespräch mit dem Pinguin (Colin Farrell) zufällig auch die Kellnerin Selina Kyle (Zoe Kravitz) kennen, die mehr über das Geschehen im Club zu wissen scheint. Tatsächlich führt die Überwachung ihrer Wohnung zu neuen Erkenntnissen. Doch nicht alle davon gefallen Bruce Wayne: Es scheint, als habe seine eigene Familie mit Dingen zu tun, die der Stadt schaden. Aus der eigentlich kühlen Ermittlung von Batman wird daher bald eine sehr persönliche Jagd nach der Wahrheit. Doch nicht alle Antworten, die er findet, passen ins Bild &#8230;</p>
<p><iframe title="THE BATMAN – Main Trailer" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/mqqft2x_Aa4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Film Noir tritt Superheld</h2>
<p>Erst vor einigen Wochen lief in den deutschen Kinos Guillermo del Toros neuer Film &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/nightmare-alley-kritik-film/">Nightmare Alley</a>&#8220; an. Und wer nicht aufpasst, mag denken, er sei in diesen Film geraten, wenn er in einer Vorstellung von The Batman sitzt. Denn die Parallelen sind deutlich. Hier wie dort erzählt der Protagonist seine Sicht der Dinge über düsteren Bildern. Reeves hat tatsächlich seine Ankündigung wahr gemacht, sich für seine Sicht auf den dunklen Ritter mehr von den detektivischen Fähigkeiten der Figur leiten zu lassen. Und nicht nur auf Action zu setzen. Und so präsentiert er dem Publikum das bislang wohl düsterste Gotham City, indem das organisierte Verbrechen und Korruption weitaus größere Rollen spielen als die bekannten Superschurken aus den Comics.</p>
<p>Auch auf den Comic-Look verzichtet Reeves weitgehend. Zwar funktioniert Batman nicht ohne Kostüm, aber schon bei Selina Kyle alias Catwoman fehlt der typische Look. Und der Pinguin sieht seinem Comic-Pendant nur wenig ähnlich. Reeves setzt in seiner Version viel auf realistische Optik und erdet die Story in Richtung Crime-Plot, statt auf epische Kämpfe mit den Schurken zu setzen. Die Action ist dennoch solide, den Nolan-Filmen aber in Sachen Spektakel unterlegen. Reeves setzt hier deutlich andere Prioritäten. Dass er dabei den Kanon der Comic-Historie mitunter komplett ignoriert, dürfte nicht jedem Comic-Fan gefallen. Andererseits sind gerade die bei DC Kummer gewohnt. <strong>The Batman</strong> ist kompromisslos der Film, den Reeves wollte, störende Vorgaben aus der Vorlage ließ er nicht zu.</p>
<figure id="attachment_12053" aria-describedby="caption-attachment-12053" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-12053 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/03/bat-2.webp" alt="John Turturro" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/03/bat-2.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/03/bat-2-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/03/bat-2-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/03/bat-2-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/03/bat-2-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/03/bat-2-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/03/bat-2-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12053" class="wp-caption-text">Als ein Killer Jagd auf wichtige Männer des öffentlichen Lebens der Stadt macht, fragt sich nicht nur Batman, was Mafiaboss Carmine Falcone davon haben könnte.</figcaption></figure>
<h2>Pattinson ein würdiger Batman</h2>
<p>Der heftigsten Kritik vor Beginn der Dreharbeiten sah sich Robert Pattinson ausgesetzt. Den wollten die Fans als Batman auf keinen Fall sehen. Die Furcht. dass der Schauspieler die Rolle nicht ausfüllen würde, erweist sich erwartungsgemäß als unbegründet. Zwar ist Pattinson durchaus angreifbar, da er seinen Bruce Wayne als modernen Hamlet anlegt, der mit seinem Schicksal und mit den Sünden der Eltern hadert wie Shakespeares dänischer Prinz. Allerdings dürfte das so im Drehbuch gestanden haben. Den jungen Helden, den Reeves in seinem Script entstehen ließ, meistert Pattinson hingegen ohne Probleme. Er erzeugt die Angst in seinen Gegner subtiler als Christian Bale und verzichtet auf Stimmverzerrer und High-Tech. Als Batman ist er deutlich menschlicher als seine Vorgänger.</p>
<p>Und leidet daher umso mehr unter der Kälte und der Verkommenheit der Stadt, der er sich mit mitunter noch mit einer gewissen Naivität nähert. Für die er den Preis bezahlt. Reeves gab an, für seinen Film unter anderem von &#8222;Batman: Year One&#8220; inspiriert worden zu sein. Und auch diese Referenz findet sich in <strong>The Batman</strong> wieder. Deutlich stärker als Comics schimmern aber David Finchers Filme Sieben&#8220; und &#8222;Zodiac&#8220; durch. Ersterer steuert die grundsätzliche Atmosphäre des Films bei. In Gotham regnet es ebenfalls ständig und selbst die Tage sind grau und selten richtig hell. Und Finchers Killer-Film nach wahren Begebenheiten ist die Blaupause für Reeves&#8216; Version des Riddler &#8211; ein skrupelloser Mörder, der an seinen Tatorten Rätsel hinterlässt und mit der Obrigkeit Spielchen spielt.</p>
<figure id="attachment_12054" aria-describedby="caption-attachment-12054" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-12054 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/03/bat-3.webp" alt="Paul Dano" width="1024" height="576" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/03/bat-3.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/03/bat-3-300x169.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/03/bat-3-768x432.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/03/bat-3-750x422.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12054" class="wp-caption-text">Der Riddler, wie er sich selbst nennt, sieht sich als Säuberer Gothams und fühlt eine Verbundenheit zu Batman.</figcaption></figure>
<p>All diese Dinge werden garantiert nicht jedem gefallen. Besonders Comicfans erkennen ihren Liebling nicht unbedingt immer wieder. Unbestreitbar großartig sind allerdings die Bilder, die Reeves mit seinem Kameramann geschaffen hat. Wenn Batman im Finale mit einer roten Fackel in der Hand wie ein wahrer Held agiert, sind das grandiose Momente, die ganz allein durch ihre Optik funktionieren. Wer Batman-Filme schon immer auch deshalb gern gesehen hat, weil sie so spektakulär aussehen, der wird auch hier auf seine Kosten kommen. Ob ihm nun die Film Noir-Attitüde gefällt oder nicht. Zudem gelingt es Reeves wie in seinen Planet der Affen-Filmen erneut, deutliche Botschaften zum Zustand der Welt und moderner Gesellschaften einzubauen &#8211; ohne, dass es nervt.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Mit <strong>The Batman</strong> traut sich Matt Reeves als Autor und Regisseur nach zwei grandiosen Sci-Fi-Filmen erneut, sehr kompromisslos seine Vision eines bekannten Themas auf die Leinwand zu bringen. Die Mischung aus Film Noir-Klassikern, Serienkiller-Düsternis nach Art der David Fincher-Filme und klassischen Batman-Themen funktioniert ausgezeichnet. Zwar müssen Comicfans Abstriche machen, was den Kanon einiger Figuren betrifft. Dafür bekommen die allerdings Bilder zu sehen, die jedem Comic mehr als gut zu Gesicht stünden. Bruce Wayne als fast schwermütiger Anfänger im Kostüm ist jedenfalls ein Ansatz, der bei Warner im Vorfeld sicher nicht nur Fans hatte. Dieser Mut ist allerdings in ganz großen Teilen belohnt worden. Ein würdiger Nachfolger der Nolan-Ära ist <strong>The Batman</strong> auf jeden Fall.</p>
<p><strong>The Batman startet am 3. März 2022 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_12055" aria-describedby="caption-attachment-12055" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-12055 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/03/bat-4.webp" alt="Zoe Kravitz" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/03/bat-4.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/03/bat-4-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/03/bat-4-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/03/bat-4-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/03/bat-4-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/03/bat-4-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/03/bat-4-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12055" class="wp-caption-text">Der gerät aber nicht nur wegen des Riddlers in emotionale Nöte &#8211; auch Selina Kyle hat es ihm angetan.</figcaption></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-the-batman/">Filmkritik: The Batman</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lauterfilme.de/filmkritik-the-batman/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Filmkritik: The Sadness</title>
		<link>https://lauterfilme.de/the-sadness-kritik-film/</link>
					<comments>https://lauterfilme.de/the-sadness-kritik-film/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Feb 2022 17:05:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Blutig]]></category>
		<category><![CDATA[brutal]]></category>
		<category><![CDATA[düster]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://lauterfilme.de/?p=11881</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bislang war die Insel Taiwan, die offiziell noch immer zu China gehört, nicht unbedingt ein Land, aus dem beachtete Horrorfilme kommen. Und streng genommen war es auch der kanadische Regisseur Rob Jabbaz, der das Projekt in Taiwan umsetzte, seine Impulse aber sicherlich eher aus dem westlichen Kino holte. Dennoch hat &#8222;The Sadness&#8220; bereits im vergangenen Jahr beim Fantasy Film Fest Furore gemacht. Denn so hart und kompromisslos kam lange kein Zombiefilm mehr in die Kinos, wobei auch dieser Begriff eigentlich [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/the-sadness-kritik-film/">Filmkritik: The Sadness</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bislang war die Insel Taiwan, die offiziell noch immer zu China gehört, nicht unbedingt ein Land, aus dem beachtete Horrorfilme kommen. Und streng genommen war es auch der kanadische Regisseur Rob Jabbaz, der das Projekt in Taiwan umsetzte, seine Impulse aber sicherlich eher aus dem westlichen Kino holte. Dennoch hat &#8222;The Sadness&#8220; bereits im vergangenen Jahr beim Fantasy Film Fest Furore gemacht. Denn so hart und kompromisslos kam lange kein Zombiefilm mehr in die Kinos, wobei auch dieser Begriff eigentlich nicht korrekt ist. Denn um Zombies handelt es sich hier nicht &#8211; ganz im Gegenteil. Was vom Film zu erwarten ist und ob es um mehr geht als exzessive Gewalt, das verrät die Kritik.</p>
<figure id="attachment_11888" aria-describedby="caption-attachment-11888" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/sad-1.webp"><img decoding="async" class="wp-image-11888 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/sad-1.webp" alt="Regina Lei" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/sad-1.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/sad-1-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/sad-1-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/sad-1-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/sad-1-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/sad-1-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/sad-1-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption id="caption-attachment-11888" class="wp-caption-text">Was für ein Tag! Während Kat in der U-Bahn einen aufdringlichen Verehrer abzuwimmeln versucht &#8230;</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Jim (Berant Zhu) und Kat (Regina Lei) sind ein junges Paar, dass am Rande der Großstadt in einer kleinen Wohnung zusammenlebt und auf bessere Zeiten hofft. Während Kat einem Bürojob nachgeht, hält sich Jim mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser und sucht nach einer richtigen Anstellung. Der Morgen scheint wie jeder andere, eine Meldung im TV von einer drohenden Epidemie durch eine neuen Virus nehmen beide nicht sonderlich ernst. Doch das soll sich bald ändern. Denn Jim erlebt bald hautnah, dass die Bedrohung durch dieses Virus sehr real ist. Als eine alte Frau in einem Restaurant Amok läuft und einen Angestellten schwer verletzt, bricht bald um Jim herum die Hölle aus. Aus harmlosen Gästen werden blutrünstige Killerbestien, die mit einem verzerrten Lächeln im Gesicht auf jeden Nichtinfizierten losgeht.</p>
<p>Während Jim mit Mühe nach Hase entkommt, wo der nächste Horror wartet, ist Kat noch mit der U-Bahn unterwegs. Dort muss sich sich erst der Avancen eines älteren Mannes erwehren, dann steigt ein Infizierter ein und das Blutbad beginnt auch hier. Nur mit Mühe kann Kat sich und eine verletzte junge Frau retten, ist aber bald schon der nächsten Bedrohung ausgesetzt. Denn ihr Verehrer lässt nicht nun gar nicht mehr aufhalten. Rasend schnell verbreitet sich die Krankheit in der ganzen Stadt und bald gibt es keine sicheren Orte mehr. Als Jim und Kat sich endlich per Telefon erreichen, sind sie Kilometer voneinander entfernt. Dennoch macht sich Jim auf den Weg, um seine Freundin zu retten &#8230;</p>
<p><iframe title="THE SADNESS | Red Band Trailer deutsch german [HD]" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/hHgogj0MynQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Romero und Cronenberg als Vorbilder?</h2>
<p>Blutigen Horror mit gesellschaftlicher Kritik mischen, das ist keine neue Erfindung. Schon 1968 brachte George A. Romero mit &#8222;The Night of the Living Dead&#8220; einen beinharten Zombiefilm heraus, der heute als kultureller Beitrag geehrt und im Museum of Modern Art ausgestellt wird. Auch Romeros spätere Werke tragen immer ähnliche Botschaften in sich, Horror um des Horrors Willen war Romeros Sache nicht. Auch David Cronenberg drehte in den 70ern einige Filme, die ebenso gesellschaftskritisch wie blutig waren, ob &#8222;Parasitenmörder&#8220; oder &#8222;Rabid &#8211; der brüllende Tod&#8220;. In diesem Fahrwasser bewegt sich auch Rob Jabbaz mit seinem Debütfilm. Und nimmt dabei auf zwei Vorlagen besonders Bezug.</p>
<p>So sieht sich der Kandier von der Comicserie &#8222;The Crossed&#8220; inspiriert, die vom Schotten Garth Ennis (&#8222;<a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-the-boys/">The Boys</a>&#8222;) erfunden und von vielen anderen Autoren und Zeichnern weitergeführt wurde. Die Handlung seines Films zeigt aber ganz unverkennbar viele Ähnlichkeiten zu Romeros großer Zombie-Trilogie Night, Dawn und Day of the Dead. Zwar lässt sich aus Spoilergründen nicht ins Detail gehen. Aber Kenner dieser Filme werden manche Szene auch in <strong>The Sadness</strong> wiedererkennen &#8211; und manche Idee ebenfalls. Hier wie dort interessiert sich der Macher vor allem für die Auswirkungen auf die Lebenden/Nichtinfizierten und deren Reaktionen auf die lebensbedrohliche Situation. Jabbaz lässt aber keine apathischen und hungernden Untoten auf seine Helden los, sondern fühlende Wesen ohne jeden Moralkodex.</p>
<figure id="attachment_11889" aria-describedby="caption-attachment-11889" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/sad-2.webp"><img decoding="async" class="wp-image-11889 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/sad-2.webp" alt="The Sadness" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/sad-2.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/sad-2-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/sad-2-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/sad-2-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/sad-2-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/sad-2-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/sad-2-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption id="caption-attachment-11889" class="wp-caption-text">&#8230; muss sich Jim zuhause gegen den infizierten Nachbarn zur Wehr setzen, der ihn töten will.</figcaption></figure>
<h2>Blutig, aber nicht zum Selbstzweck</h2>
<p>Wie einst Romero muss sich Jabbaz natürlich die Frage stellen lassen, ob seine Botschaft mit etwas weniger Gewalt nicht auch zu vermitteln gewesen wäre. Ob <strong>The Sadness</strong> nun der blutigste Film seit Menschengedenken ist, wie manche Artikel behaupten, sei einmal dahingestellt. Drastische Bilder von blutigen Morden liefert der Film allemal. Auch wenn besonders derbe Momente nicht gezeigt und somit der Phantasie des Zuschauers überlassen werden. Sei es eine zweckentfremdete Augenhöhle oder Säuglinge, deren Verbleib Jabbaz nicht im Detail zeigt, sondern nur Andeutungen liefert. Und was will der Regisseur nun mit seinem Film sagen?</p>
<p>Auffällig ist, dass seine Infizierten sehr wohl noch sprechen und ihre Absichten damit artikulieren können. Das zeigt die Membran zwischen den Infizierten und den Gesunden als sehr dünn. Und hin und wieder findet Jabbaz auch Szenen, in denen die genaue Zugehörigkeit der handelnden Figuren zu einer der Gruppen verschwimmt. Nun ist die Botschaft der Bestie Mensch auch nicht neu, aber Jabbaz findet einen interessanten neuen Ansatz, um seine Interpretation zu erzählen. Und nimmt seinen Film damit in jedem Fall aus der Reihe von Horrorbeiträgen heraus, deren Inhalt ausschließlich aus möglichst unappetitlichen Szenen besteht. Ohne deshalb einen tieferen Sinn zu vermitteln.</p>
<figure id="attachment_11890" aria-describedby="caption-attachment-11890" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-11890 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/sad-3.jpg" alt="The Sadness" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/sad-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/sad-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/sad-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/sad-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/sad-3-480x320.jpg 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/sad-3-720x480.jpg 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/sad-3-750x500.jpg 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11890" class="wp-caption-text">Bald ist die ganze Stadt in Chaos und Blut getaucht.</figcaption></figure>
<p>Auch wenn nicht jeder Regie-Einfall sitzt, liefert Jabbaz als Erstling einen erstaunlich runden und einfallsreichen Film ab. So ist das verzerrte Lächeln der Infizierten fast gruseliger als deren Handlungen. Die Szenen, in denen die Pandemie im Vordergrund steht, und nicht das Gemetzel, gelingen dem Regisseur zum Teil sehr eindrucksvoll. Und er schafft einige intensive Momente ganz ohne Splatter-Effekte. Horror-Kenner werden möglicherweise bemängeln, dass viele Ideen der Handlung eben nicht wirklich neu sind. Und damit hätten sie auch Recht. Dennoch darf man Rob Jabbaz bescheinigen, dass er mit <strong>The Sadness</strong> einen sehr ordentlichen Beitrag zum Genre liefert. Und die Bezüge zur aktuellen Situation auf der Welt ihre Wirkung nicht verfehlen.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Mit <strong>The Sadness</strong> liefert Regie-Debütant Rob Jabbaz einen beachtlich blutigen und spannenden Pandemie-Thriller in der Tradition von Romero-Zombie-Filmen und &#8222;28 Days Later&#8220; ab, der sich hinter den Großen seines Genres nicht zu verstecken braucht. Kompromisslos hart, aber immer mit einem Gedanken dahinter. Extrem blutig, aber auch mit sehr spannenden Momenten ganz ohne Gewalt. Und mit einer niederschmetternden Botschaft, die leider nur zu gut in unsere heutige Zeit passt. Daher bleibt zu hoffen, dass Jabbaz&#8216; auch auf einer psychologischen Ebene gut funktionierender Horrorfilm nicht nur Gorehounds in die Kinos lockt. Momentan ist er nur dort ganz sicher ungeschnitten zu sehen. Eine FSK-Freigabe zum Heimkino-Release liegt bislang noch nicht vor.</p>
<p><strong>The Sadness startet am 3. Februar 2022 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_11891" aria-describedby="caption-attachment-11891" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-11891 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/sad-4.jpg" alt="Tzu-Chiang Wang" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/sad-4.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/sad-4-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/sad-4-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/sad-4-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/sad-4-480x320.jpg 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/sad-4-720x480.jpg 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/02/sad-4-750x500.jpg 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11891" class="wp-caption-text">Und Kats hartnäckiger Verehrer hat seinen Traum von Sex und Verstümmelung auch noch nicht aufgegeben.</figcaption></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/the-sadness-kritik-film/">Filmkritik: The Sadness</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lauterfilme.de/the-sadness-kritik-film/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Klapperschlange: Horror-Autor schreibt Remake</title>
		<link>https://lauterfilme.de/die-klapperschlange-horror-autor-schreibt-remake/</link>
					<comments>https://lauterfilme.de/die-klapperschlange-horror-autor-schreibt-remake/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Feb 2019 12:42:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film News]]></category>
		<category><![CDATA[düster]]></category>
		<category><![CDATA[Dystopie]]></category>
		<category><![CDATA[John Carpenter]]></category>
		<category><![CDATA[Remake]]></category>
		<category><![CDATA[Sci-Fi]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://lauterfilme.de/?p=5529</guid>

					<description><![CDATA[<p>Zwischen 1978 und 1983 hatte Regisseur John Carpenter seine goldenen Jahre und schuf einen Klassiker nach dem anderen. Einer davon, &#8222;Die Klapperschlange&#8220; (engl. &#8222;Escape from New York&#8220;), taucht schon seit Jahren immer wieder in Film-News-Seiten auf, weil regelmäßig Gerüchte über ein mögliches Remake des Stoffes die Runde machen. Nun hat sich Rechteinhaber Fox dafür die Mitarbeit eines Horror-Spezialisten gesichert: Leigh Wannell. Zuletzt war &#8222;Luther&#8220;-Autor Neil Cross mit dem Projekt als Autor in Verbindung gebracht worden. Zudem galt Robert Rodriguez als [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/die-klapperschlange-horror-autor-schreibt-remake/">Die Klapperschlange: Horror-Autor schreibt Remake</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zwischen 1978 und 1983 hatte Regisseur John Carpenter seine goldenen Jahre und schuf einen Klassiker nach dem anderen. Einer davon, &#8222;Die Klapperschlange&#8220; (engl. &#8222;Escape from New York&#8220;), taucht schon seit Jahren immer wieder in Film-News-Seiten auf, weil regelmäßig Gerüchte über ein mögliches Remake des Stoffes die Runde machen. Nun hat sich Rechteinhaber Fox dafür die Mitarbeit eines Horror-Spezialisten gesichert: Leigh Wannell.</strong></p>
<p>Zuletzt war <a href="https://lauterfilme.de/luther-bbc-bestellt-fuenfte-staffel/">&#8222;Luther&#8220;</a>-Autor Neil Cross mit dem Projekt als Autor in Verbindung gebracht worden. Zudem galt Robert Rodriguez als aussichtsreicher Kandidat für den Regiestuhl. Das wurde allerdings weder von Fox, noch von Rodriguez jemals bestätigt. Auch wenn der Amerikaner Carpenters Werk als den Film nennt, der ihn dazu brachte, Regisseur werden zu wollen. Aus dem Rennen scheint er aber nicht, denn Leigh Wannell wird offiziell nur als Autor genannt und soll nicht für die Regie vorgesehen sein.</p>
<h3>Die Klapperschlange: Wie gruselig wird es?</h3>
<p>Wannell schrieb, produzierte und inszenierte in seiner Karriere bislang fast ausschließlich Horrorfilme. So steuerte er das Drehbuch für die ersten drei &#8222;Saw&#8220;-Teile bei und schrieb auch alle &#8222;Insidious&#8220;-Filme &#8211; führte beim bisher letzten sogar Regie. Sein bisher letztes Werk &#8222;Upgrade&#8220;, ein brutaler Action-Film, schaffte es noch nicht nach Deutschland. Der dürfte aber als Empfehlung für <em>Die Klapperschlange</em> geholfen haben, denn darin kämpft sich ein Mann mithilfe eines Computerchips im Kopf durch Horden von Gegnern.</p>
<p>Nachdem eine Fortsetzung des Films unter dem Titel &#8222;Escape from L.A.&#8220; 1996 zurecht gnadenlos gefloppt war und ein möglicher Abschluss der Trilogie seitdem auf Eis liegt, ist das Original bis heute einer der einflussreichsten Actionfilme der 80er geblieben. Andere Remakes ikonischer Filme aus dieser Zeit wie &#8222;Total Recall&#8220; und &#8222;Robocop&#8220; konnten nicht überzeugen. Ob Wannell es besser macht? Die letzte Wiederbelebung eines Carpenter-Stoffes mit der <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-halloween/">&#8222;Halloween&#8220;-Fortsetzung</a> hat jedenfalls für einen gigantischen Erfolg an den Kinokassen gesorgt. Möglich, dass Fox auch deshalb auf das Remake eines anderen Klassikers drängt. Ob dabei Carpenters Soundtrack und Kurt Russell auch wieder eine Rolle spielen? Schön wäre es.</p>
<figure id="attachment_5532" aria-describedby="caption-attachment-5532" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-5532 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/02/Escape-1-1024x683.jpg" alt="Die Klapperschlange" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/02/Escape-1-1024x683.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/02/Escape-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/02/Escape-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/02/Escape-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/02/Escape-1-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/02/Escape-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-5532" class="wp-caption-text">Schreibt Wannell für &#8222;Snake&#8220; Kurt Russell einen Cameo ins Script? Die Fans würden es sicher begrüßen.</figcaption></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/die-klapperschlange-horror-autor-schreibt-remake/">Die Klapperschlange: Horror-Autor schreibt Remake</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lauterfilme.de/die-klapperschlange-horror-autor-schreibt-remake/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Serienkritik: Parfum</title>
		<link>https://lauterfilme.de/serienkritik-parfum/</link>
					<comments>https://lauterfilme.de/serienkritik-parfum/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Nov 2018 16:05:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Serien Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[düster]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturverfilmung]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://lauterfilme.de/?p=5030</guid>

					<description><![CDATA[<p>Deutschland ist Krimiland. Selbst bahnbrechende neue Serien wie &#8222;Babylon Berlin&#8220; müssen im Kern ein Krimi sein, damit sie im eigenen Land etwas gelten. Das wissen auch Produzent Oliver Berben und Regisseur Philipp Kadelbach, die für die neue ZDF-Serie &#8222;Parfum&#8220;, die zuerst bei ZDF Neo läuft, verantwortlich zeichnen. Was die Serie tatsächlich mit dem Roman von Patrick Süskind zu tun hat und wie gut der Sechsteiler geworden ist, erfahren Sie hier. 1985 schrieb Patrick Süskind Das Parfum, das sicher zu den [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-parfum/">Serienkritik: Parfum</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Deutschland ist Krimiland. Selbst bahnbrechende neue Serien wie <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-babylon-berlin/">&#8222;Babylon Berlin&#8220;</a> müssen im Kern ein Krimi sein, damit sie im eigenen Land etwas gelten. Das wissen auch Produzent Oliver Berben und Regisseur Philipp Kadelbach, die für die neue ZDF-Serie &#8222;Parfum&#8220;, die zuerst bei ZDF Neo läuft, verantwortlich zeichnen. Was die Serie tatsächlich mit dem Roman von Patrick Süskind zu tun hat und wie gut der Sechsteiler geworden ist, erfahren Sie hier.</strong></p>
<p>1985 schrieb <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Patrick_S%C3%BCskind" target="_blank" rel="noopener">Patrick Süskind</a> <em>Das Parfum</em>, das sicher zu den bedeutendsten und erfolgreichsten deutschsprachigen Büchern der vergangenen 50 Jahre gehört. 2006 nahm sich Bernd Eichinger mit Constantin Film des Stoffes an und setzte ihn mit Tom Tykwer als Regisseur um. Der Film wurde kommerziell zum Erfolg, die Kritiker waren allerdings weniger begeistert und fanden die Umsetzung meist zu bieder. Nun kommt <em>Parfum</em> als sechsteilige Serie ins TV, die mit dem Roman erst einmal nur den Namen und die Grundidee gemeinsam hat. Was kann sie?</p>
<figure id="attachment_5033" aria-describedby="caption-attachment-5033" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-5033 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/parfum-1-1024x512.jpg" alt="Parfum" width="750" height="375" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/parfum-1-1024x512.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/parfum-1-300x150.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/parfum-1-768x384.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/parfum-1-480x240.jpg 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/parfum-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-5033" class="wp-caption-text">Profilerin Simon und Staatsanwalt Grünberg haben eine komplizierte Affäre &#8211; was beiden auf die Laune schlägt.</figcaption></figure>
<h3>Parfum: Die Handlung</h3>
<p>Der Mörder nähert sich schon, als die nackte Katharina, von allen nur &#8222;K.&#8220; genannt, in ihren Swimming Pool springt. Am nächsten Morgen findet ihr Nachbar Roman (Ken Duken) den toten und zerschnittenen Körper. K. fehlen die Haare, zudem hat jemand ihr Drüsen aus achseln, Kopf und Unterleib geschnitten. Für Profilerin Nadja Simon (Friederike Becht) ein klarer Fall von Sexualmord mit anschließender Trophäensammlung. Doch so einfach scheinen die Dinge dann doch nicht zu liegen.</p>
<p>Denn bald stößt Simon, die mit Staatsanwalt Grünberg (Wotan Wilke Möhring) ein anstregend verlaufendes Verhältnis hat, auf eine Gruppe von alten Freunden um Roman, seine Frau Elena (Natalia Belitski), Zuhälter Butsche (Trystan Pütter) und Parfumeur Moritz (August Diehl). Sie alle hatten zur Toten ein mehr oder weniger inniges Verhältnis, das bis in die Schulzeit zurückreicht. Hat einer aus dieser Gruppe, die als Jugendliche von Süsskings Roman fast besessen waren, etwas mit dem Tod von K. zu tun? Oder ist der Mörder ein ganz anderer?<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/kWjwAFV5gR8" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Parfum: Düster bis zur Schwärze</h3>
<p>Die Deutschen lieben skandinavische Krimis, weil die meist so düster und verstörend ausfallen. Das wussten offenbar auch Berben, Kadelbach und Autorin Eva Kranenburg, als sie <em>Parfum</em> schufen. Denn auch dieser Sechsteiler ist derart dunkel, das manchmal sogar die Bilder nur noch aus schwarzen Figuren vor leicht hellerem Hintergrund bestehen. Am Niederrhein, so zeigt die Serie, ist es düster, regnerisch, kalt und tödlich. Selbst wenn einmal die Sonne scheint, wirken Menschen und Umgebung chromatisch und matt.</p>
<p>Das gilt neben der Optik auch für die Figuren der Geschichte. Ob die einst verschworene Schul-Clique oder die ermittelnden Beamten &#8211; hier finden sich nur sehr wenige Momente, in denen einer dieser Charaktere tatsächlich einmal sympathisch wirkt. Viel häufiger hat man den Eindruck, dass da entweder Roboter oder Choleriker gegen einen ganzen Haufen Psychopathen ermittelt. Auch wenn die eine oder andere Figur im Lauf der ersten drei Episoden zumindest Mitleid hervorruft &#8211; ans Herz wächst einem hier niemand.</p>
<figure id="attachment_5034" aria-describedby="caption-attachment-5034" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-5034 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/parfum-2-1024x512.jpg" alt="Parfum" width="750" height="375" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/parfum-2-1024x512.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/parfum-2-300x150.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/parfum-2-768x384.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/parfum-2-480x240.jpg 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/parfum-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-5034" class="wp-caption-text">Natürlich ist Moritz als Parfumeur der perfekte Verdächtige &#8211; aber kann es so einfach sein?</figcaption></figure>
<h3>Parfum: Zu künstlich, um zu packen</h3>
<p>Das größte Manko der Serie sind aber ihre Dialoge. Was hier den armen Schauspielern teilweise in den Mund gelegt wird, hat mit normaler Umgangssprache sehr wenig zu tun. Und reißt den Zuschauer auch immer wieder aus der Illusion, er könnte es hier mit echten, lebendigen Menschen zu tun haben. Stattdessen wirkt das alles derart gekünstelt und gewollt, dass echte Spannung ebenso wenig aufkommt wie wirkliche Anteilnahme am grauenhaften Geschehen. <em>Parfum</em> ist selbst wie ein Hauch, der sich allzu schnell verflüchtigt. Substanz hat das nicht.</p>
<p>Was man den Schauspielern noch am wenigsten anlasten kann, die immerhin versuchen, ihren Figuren ein wenig Leben einzuhauchen. Leider ist die Serie aber so voller Klischees, dass die meisten Charaktere nur Abziehbildern bekannter Genre-Schablonen bleiben. Und gibt es in der Handlung dann auch einmal echte Tabubrüche, schrecken die Macher davor zurück, diese selbst im Ansatz zu zeigen. Und so erfährt der Zuschauer manches Schlüsselelement der Handlung lediglich aus dem Off. Was ebenfalls keinen starken Eindruck hinterlässt.</p>
<p>So dürfte es vielen Zuschauern bereits nach drei Folgen herzlich egal sein, wer die schöne K. nun wirklich getötet hat. Und das ist für einen <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-the-alienist/">Thriller</a> wohl die Höchststrafe, die er kassieren kann. Sehr schade, da viele Elemente sich hier durchaus am richtigen Fleck befinden &#8211; nur eben einige wichtige Bausteine nicht. Dass der Bezug zu Süskinds Roman dann auch noch relativ dürftig ausfällt, wird Literaturfans, die sich auf eine eine adäquate, moderne Umsetzung der Story gefreut haben, ebenfalls nicht begeistern.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Was <em>Parfum</em> gern sein möchte, merkt der Zuschauer den düsteren Sets und wenig sympathischen Figuren schnell an &#8211; ein fieser, spannender Thriller. Dazu gehört aber eben auch eine spannende, emotional packende Handlung, die diese Serie schlicht nicht hinbekommt. Zu viele Klischees, wenig gelungene Dialoge und zu viele nur vermeintlich coole Momente trüben schnell den anfangs noch guten Eindruck einer modernen Adaption von Süskinds Roman-Welterfolg. Respekt für den mutigen Versuch, geglückt ist er leider nicht.</p>
<p><strong>Parfum startet am 14. November 2018 bei ZDF Neo.</strong></p>
<p><em>Gesehen: 3 von 6 Episoden</em></p>
<figure id="attachment_5035" aria-describedby="caption-attachment-5035" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-5035 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/parfum-3-1024x512.jpg" alt="Parfum" width="750" height="375" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/parfum-3-1024x512.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/parfum-3-300x150.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/parfum-3-768x384.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/parfum-3-480x240.jpg 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/parfum-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-5035" class="wp-caption-text">Die Spur führt zurück in die Schulzeit und zu der Clique, in der das Opfer K. zuhause war &#8211; stammt auch ihr Mörder von dort?</figcaption></figure>
<p><iframe style="width: 120px; height: 240px;" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;OneJS=1&amp;Operation=GetAdHtml&amp;MarketPlace=DE&amp;source=ac&amp;ref=qf_sp_asin_til&amp;ad_type=product_link&amp;tracking_id=lauterfilme05-21&amp;marketplace=amazon&amp;region=DE&amp;placement=3257228007&amp;asins=3257228007&amp;linkId=dee2b1f0a6fc05c793f59596bcb3e299&amp;show_border=false&amp;link_opens_in_new_window=false&amp;price_color=333333&amp;title_color=0066c0&amp;bg_color=ffffff" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"><br />
</iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-parfum/">Serienkritik: Parfum</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lauterfilme.de/serienkritik-parfum/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
