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	<title>Polit-Thriller - lauterfilme.de</title>
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		<title>Filmkritik: Beckett</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Aug 2021 16:26:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>John David Washington tritt mit großen Schritten aus dem Schatten seines Vaters Denzel heraus. Erst landete er mit Christopher Nolans &#8222;Tenet&#8220; einen Hit, danach spielte er die männliche Hauptrolle in &#8222;Malcolm and Marie&#8220; an der Seite von Zendaya. Und nun ist er bei Netflix in &#8222;Beckett&#8220; zu sehen und tritt damit in die Fußstapfen eines Cary Grant oder James Stewart &#8211; größer geht es kaum. Warum das so ist, worum es in dem Film überhaupt geht und was das mit [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>John David Washington tritt mit großen Schritten aus dem Schatten seines Vaters Denzel heraus. Erst landete er mit Christopher Nolans &#8222;Tenet&#8220; einen Hit, danach spielte er die männliche Hauptrolle in &#8222;Malcolm and Marie&#8220; an der Seite von Zendaya. Und nun ist er bei Netflix in &#8222;Beckett&#8220; zu sehen und tritt damit in die Fußstapfen eines Cary Grant oder James Stewart &#8211; größer geht es kaum. Warum das so ist, worum es in dem Film überhaupt geht und was das mit einem der größten Regisseure aller Zeiten zu tun hat, verrät die Kritik.</p>
<figure id="attachment_10571" aria-describedby="caption-attachment-10571" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-10571 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/beckett-1.jpg" alt="Beckett" width="1024" height="625" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/beckett-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/beckett-1-300x183.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/beckett-1-768x469.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10571" class="wp-caption-text">Da ist die Welt noch in Ordnung: Beckett und April genießen ihren Urlaub in Griechenland.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Beckett (John David Washington) und seine Freundin April (Alicia Vikander) machen Urlaub in Griechenland. Schwer verliebt schmieden sie Pläne für die Zukunft und genießen ihre gemeinsame Zeit zusammen. Doch der Tag war offenbar anstrengender, als beiden bewusst war: nach einem langen Ausflug schläft April im Auto ein und auch Beckett hat Mühe, sich in der pechschwarzen Nacht der griechischen Provinz wachzuhalten. Schließlich verfällt er einem Sekundenschlaf &#8211; mit tragischen Folgen. Der Wagen kommt von der Straße ab, überschlägt sich auf einem hang und kracht schließlich in ein Bauernhaus am Fuß der Straße. Dort sieht Beckett nicht nur April reglos am Boden liegen, nachdem sie aus dem Auto geschleudert wurde, sondern auch einen Jungen und eine blonde Frau. Dann wird er bewusstlos.</p>
<p>Als er im Krankenhaus wieder zu sich kommt, wartet bereits die Polizei auf ihn. Offenbar hat er Glück gehabt und außer einem gebrochenen Arm und Prellungen keine schwerwiegenden Verletzungen davongetragen. April, so erzählt man ihm, hatte weniger Glück &#8211; seine Freundin hat den Unfall nicht überlebt. Völlig aufgelöst vor Trauer und Schuldgefühlen unternimmt er eine Wanderung zur Unfallstelle, um sich dort von April zu verabschieden und zu trauern. Doch da taucht plötzlich die blonde Frau erneut auf und beginnt auf ihn zu schießen. Nur mit Mühe kann Becket entkommen. Hat April geheimnisse gehabt und der Unfall war vorbereitet, um sie zu töten? Oder haben die beiden etwas gesehen, was sie nicht hätten sehen sollen? Beckett versucht, sich zur US-Botschaft nach Athen durchzuschlagen. Doch die Killer warten schon &#8230;</p>
<p><iframe title="Beckett | Offizieller Trailer | Netflix" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/D5rttZV_Wog?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>In bester Hitchcock-Tradition</h2>
<p>Ein paar seiner größten Erfolge feierte der britische &#8222;König des Suspense&#8220; Alfred Hitchcock mit dem gleichen Plot. Ein Jedermann gerät durch einen Zufall in eine Verschwörung, kann plötzlich niemandem mehr trauen und muss um sein Leben fürchten. In &#8222;Der Mann, der zu viel wusste&#8220; gerät James Stewart als unbescholtener Bürger und Vater in ein solches Komplott. Und in Hitchcocks vielleicht bestem Thriller &#8222;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Der_unsichtbare_Dritte" target="_blank" rel="noopener">Der unsichtbare Dritte</a>&#8220; sieht sich Cary Grant als Werbefachmann auf einmal in der Situation, zu einem der meistgejagten Männer der USA zu werden &#8211; ohne dass er auch nur die leiseste Ahnung hat, warum das so ist. In diese Rolle schlüpft nun auch John David Washington &#8211; und schlägt sich gut.</p>
<p>Denn als One-Man-Show trägt Washington den ganzen Film, ihm muss der Zuschauer glauben, was er erlebt, mit ihm soll das Publikum um sein Leben zittern. Und Washington spielt seinen Beckett genau so, dass der Zuschauer schnell einen Zugang zu ihm findet. Erst völlig erschlagen von Schuldgefühlen, dann doch um sein Leben kämpfend und schließlich im Finale noch in ganz anderer Mission unterwegs, all das glaubt man ihm und steht genauso ratlos an seiner Seite. Denn der italienische Regisseur Ferdinando Cito Filomarino, der auch die Story liefert, erzählt das Geschehen konsequent aus Becketts Sicht. Das bedeutet, der Zuschauer weiß nie mehr als der Protagonist &#8211; was beide zu Komplizen macht.</p>
<figure id="attachment_10572" aria-describedby="caption-attachment-10572" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10572 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/beckett-2.jpg" alt="Beckett" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/beckett-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/beckett-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/beckett-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/beckett-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/beckett-2-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10572" class="wp-caption-text">Dann geschieht ein schrecklicher Autounfall, bei dem April angeblich stirbt. Und Beckett ist bald danach auf der Flucht vor Killern.</figcaption></figure>
<h2>Allein gegen alle?</h2>
<p>Dabei baut er in seinem Langfilm-Debüt zwar verschiedene Spuren auf, legt sich dann aber doch recht zügig auf eine Richtung fest, in die sich die Handlung entwickelt und bleibt dabei. Das genügt auch völlig, um die Spannung die gesamte Laufzeit von knapp 110 Minuten hoch zu halten. Denn die Situation könnte für <strong>Beckett</strong> kaum schwieriger sein. Er ist auf der Flucht in einem Land, dessen Sprache er nicht spricht. Er kann der Polizei nicht trauen. Und er muss herausfinden, worum es hier überhaupt geht, will er eine Chance haben, das zu überleben. Mehr als genug Probleme, um seine immer wieder aufsteigende Panik und sein zunehmend paranoides Verhalten zu verstehen.</p>
<p>In bester Hitchcock-Manier lernt <strong>Beckett</strong> dabei auf die harte Tour, dass er wirklich niemanden trauen darf, wenn er überleben will. Diese Isolation inmitten einer Großstadt inszeniert Filomarino gekonnt und lässt seinen Protagonisten mehr und mehr über sich hinauswachsen. Das wird manchem Zuschauer vielleicht zu weit gehen, gerade im adrenalinpumpenden Finale. Aber dass die Bilder einen gebannt am Bildschirm halten, wird kaum jemand bestreiten können. Die Wirkung verstärkt Filomarino noch dadurch, dass er die Verschwörer zwar nicht gesichtslos, aber doch weitgehend motivlos lässt. Warum sie tun, was sie tun, kann Beckett nur erahnen &#8211; und umso unheimlicher und gemeiner wirken die Schurken hier.</p>
<figure id="attachment_10573" aria-describedby="caption-attachment-10573" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10573 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/beckett-3.jpg" alt="Vicky Krieps" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/beckett-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/beckett-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/beckett-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/beckett-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/beckett-3-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10573" class="wp-caption-text">Beckett bittet die politische Aktivistin <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-old/">Lena</a> um Hilfe. Er will die US-Botschaft in Athen erreichen.</figcaption></figure>
<p>Wenn man <strong>Beckett</strong> etwas vorwerfen will, dann die Tatsache, dass der Plot eben nichts Neues bietet, so gut wie jede Szene haben Thrillerfans so oder ähnlich schon einmal gesehen. Aber gerade jüngeres Publikum, dass die Hitchcock-Klassiker vielleicht noch nicht kennt, wird <strong>Beckett</strong> garantiert abholen. Denn auch ohne viel Blut gelingt Filomarino ein mehr als anständiger Film und eine schöne Hommage an den vielleicht größten Thriller-Regissseur aller Zeiten.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p><strong>Beckett</strong> beweist zwei Dinge. John David Washington hat das Talent seines Vaters geerbt und ist ein verdammt guter Schauspieler. Und der beliebte Plot von Thriller-Altmeister Alfred Hitchcock funktioniert immer noch tadellos, wenn er, wie hier, ordentlich geschrieben und inszeniert ist. Regisseur Ferdinando Cito Filomarino gelingt es in seinem ersten Langspielfilm, eine spannende Story zu erzählen und dabei konsequent die Sichtweise seines Protagonisten einzunehmen. Dass der Zuschauer nie mehr weiß als er, macht <strong>Beckett</strong> so spannend. Denn die Gegner kommen so förmlich aus dem Nichts und sorgen für permanente Todesangst. Spannung, die sich auf den Zuschauer überträgt.</p>
<p><strong>Beckett startet am 13. August 2021 bei Netflix.</strong></p>
<p><a href="https://lauterfilme.de/netflix-filmkritik-im-ueberblick/">Mehr Kritiken zu Netflix-Filmen gibt es hier.</a></p>
<figure id="attachment_10574" aria-describedby="caption-attachment-10574" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10574 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/beckett-4.jpg" alt="Boyd Holbrook" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/beckett-4.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/beckett-4-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/beckett-4-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/beckett-4-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/beckett-4-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10574" class="wp-caption-text">Ist der US-Diplomat Tynan wirklich auf Beckets Seite? Oder gehört auch er zu &#8222;denen&#8220;?</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: The Trial of the Chicago 7</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Oct 2020 16:27:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Eddie Redmayne]]></category>
		<category><![CDATA[Gerichtsdrama]]></category>
		<category><![CDATA[Netflix]]></category>
		<category><![CDATA[Polit-Thriller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was für ein Prozess? Das werden sich in Deutschland sicher viele Zuschauer fragen, denn der &#8222;Trial of the Chicago 7&#8220;, in den USA damals ein Riesenthema, ist hier kaum bekannt. Dennoch wird der Film von Aaron Sorkin bereits als Oscar-Material gehandelt. Weil er sich mit einer Thematik beschäftigt, die heute wieder genauso aktuell ist wie damals: Was darf ein Bürger angesichts einer großen Ungerechtigkeit von Seiten des Staates tun? Welche Antwort der Film darauf gibt und wie gut er ist, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was für ein Prozess? Das werden sich in Deutschland sicher viele Zuschauer fragen, denn der &#8222;Trial of the Chicago 7&#8220;, in den USA damals ein Riesenthema, ist hier kaum bekannt. Dennoch wird der Film von Aaron Sorkin bereits als Oscar-Material gehandelt. Weil er sich mit einer Thematik beschäftigt, die heute wieder genauso aktuell ist wie damals: Was darf ein Bürger angesichts einer großen Ungerechtigkeit von Seiten des Staates tun? Welche Antwort der Film darauf gibt und wie gut er ist, erfahren Sie hier.</strong></p>
<p>Der Prozess beschäftige die USA in den Jahren 1969 bis 1972. Er hatte weitreichende Folgen für viele Teilnehmer und gilt heute als Inbegriff eines politischen Schauprozesses in moderner Zeit: der <em>Trial of the Chicago 7</em>. Das damals sehr populäre Quartett Crosby, Stills, Nash and Young schrieb mit &#8222;Chicago&#8220; sogar einen Song über eine besonders furchterregende Episode in diesem Prozess. Angesichts der momentan Demonstrationen in den USA gegen die Behandlung von schwarzen Bürgern durch die Polizei ist der Film plötzlich brandaktuell. Aber ist er auch gut?</p>
<figure id="attachment_9570" aria-describedby="caption-attachment-9570" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9570 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/10/trial-1.jpg" alt="Trial of the chicago 7" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/10/trial-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/10/trial-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/10/trial-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/10/trial-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/10/trial-1-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9570" class="wp-caption-text">Die Kämpfe zwischen Demonstranten und Polizei führen zu vielen Verletzten und beträchtlichen Sachschäden.</figcaption></figure>
<h3>The Trial of the Chicago 7: Die Handlung</h3>
<p>Es sind verschiedene Gruppierungen, die sich im August 1968 auf den Weg nach Chicago machen, wo die Demokraten auf ihrem Parteitag den Präsidentschaftskandidaten wählen wollen. Tom Hayden (Eddie Redmayne) und&nbsp; Rennie Davis (Alex Sharp) gehören zu Anführern der Studentenbewegung gegen den Vietnam-Krieg. Der Pazifist David Dellinger (John Carroll Lynch) plant dort ebenfalls gegen den Krieg demonstrieren. Die beiden Aktivisten und Comedians Abby Hoffman (Sascha Baron-Cohen)&nbsp; und Jerry Rubin (Jeremy Strong) wollen neben der Demo auch ihren Spaß haben. Der schwarze Black Panther-Chef Bobby Seale (Yahya Abdul-Mateen II) hingegen muss nur für ein Statement vor Ort sein. Während der Demonstration kommt es zu schweren und gewalttätigen Unruhen.</p>
<p>Ein Jahr später ist die republikanische Nixon-Regierung im Amt und der neue Justizminister will für die gewalttätigen Ausschreitungen jemanden bestraft sehen. Er beauftragt Staatsanwalt Richard Schultz (Joseph Gordon-Levitt) gegen dessen Abraten mit der Eröffnung eines Prozesses wegen organisierter Verschwörung zur Gewalt über Landesgrenzen &#8211; eine 200 Jahre altes Gesetz, das noch nie angewandt wurde. Der Prozess gegen Hayden, Seal und andere bleibt skandalträchtig. Seale bekommt keinen Anwalt, der Richter scheint senil und rassistisch und die Comedians machen sich einen Spaß aus allem &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/02ecSUe8VMA" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Wahre Geschichte, dramaturgisch bearbeitet</h3>
<p>Die meisten Filmfans kennen Regisseur Aaron Sorkin hauptsächlich als Drehbuchautor. Er schrieb Scripts zu Filmen wie &#8222;Eine Frage der Ehre&#8220;, &#8222;The Social Network&#8220; (oscarprämiert) oder <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-mollys-game/">&#8222;Molly&#8217;s Game&#8220;</a>, bei dem er auch erstmals Regie führte. In seiner zweiten Inszenierung eines eigenen Drehbuches nimmt er sich den vielleicht größten Justizskandal der späten 60er und frühen 70er Jahre vor, den <em>Trial of the Chicago 7</em>. Bei dem zu Beginn sogar acht Aktivisten angeklagt waren, ehe Bobby Seale nach schweren Misshandlungen auf Anordnung des Richters im Saal schließlich vom Verfahren getrennt wurde.</p>
<p>Sorkin arbeitet in seinem Film auf zwei Ebenen. Er erzählt die besonders wichtigen Details aus dem 180 Tage dauernden Prozess gegen Kriegsgegner. Der in der Schlüsselszene gipfelt, wenn Bobby Seal geknebelt und an den Stuhl gekettet wird wie ein Sklave. Dazu deckt er in Rückblenden die Geschehnisse auf, die zu den Ausschreitungen und Straßenschlachten mit der Chicagoer Polizei führten. Dabei stilisiert Sorkin seine Protagonisten nicht zu Helden. Die beiden Hippies Hoffman und Rubin zeigt er als nervige und vorlaute, aber auch sehr witzige Kindsköpfe, die wenig ernst nehmen. Hayden als fast verbissenen Kämpfer mit klarer politischer Agenda. Und den Pazifisten Dellinger als zu Gewalt fähig &#8211; und furchtbar erschrocken darüber. Auch, dass die Angeklagten sich untereinander teilweise nicht mochten, lässt Sorkin nicht aus.</p>
<figure id="attachment_9571" aria-describedby="caption-attachment-9571" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9571 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/10/trial-2.jpg" alt="The Trial of the Chicago 7" width="1024" height="641" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/10/trial-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/10/trial-2-300x188.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/10/trial-2-768x481.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/10/trial-2-400x250.jpg 400w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9571" class="wp-caption-text">Noch kann er sich rühren: Bobby Seal wurde später an den Stuhl gekettet und geknebelt. Was im Film nur Minuten sind, dauerte in Wahrheit mehrere Tage.</figcaption></figure>
<h3>The Trial of the Chicago 7: Stark gespielt und hochemotional</h3>
<p>Obwohl Sorkin als Regisseur noch nicht über große Erfahrung verfügt, führt er sein Rudel von Stars jederzeit sicher &#8211; und gibt jedem mindestens eine große Szene in seinem Script. Die wohl undankbarste Rolle hat dabei Frank Langella als Richter Hoffman, dem wohl jeder Zuschauer nach einer Stunde gehörig die Meinung geigen möchte. Als &#8222;alter weißer Mann&#8220;, beinhart, unbelehrbar und an den Rechten der Angeklagten sichtbar wenig interessiert, ist er der stärkste Antagonist des Films, aber nicht der einzige. Der republikanische Apparat, der hinter dem Schauprozess steckt, bekommt ebenfalls sein Fett weg.</p>
<p>Überraschend stark ist Sascha Baron-Cohen, der hier zeigt, dass er mehr kann als Fremdschäm-Filme zu drehen. Sein Abby Hoffman ist ebenso witzig wie intelligent, mal zynisch und verbittert, mal klar und leise. Eine spannende, großartig geschriebene Figur, die Baron-Cohen eindrucksvoll meistert. Und Joseph Gordon-Levitt ist als Mann, der immer stärker mit seiner Integrität zu kämpfen hat, ebenfalls wundervoll. Aber eigentlich lässt sich keine der schauspielerischen Leistungen deutlich hervorheben, dazu ist das Ensemble durchgehend einfach zu stark.</p>
<p>Aktuell ist der Film vor allem dadurch, dass die Leute, die damals vor Gericht standen, von Männern wie Trump heute sicher der Antifa zugerechnet würden. Und damit bei Wiederwahl des Präsidenten demnächst als Terroristen gebrandmarkt würden. Sorkin zeigt auf, wie wenig sich in einem republikanischen Amerika seit den 70er Jahren tatsächlich verändert hat. So ist <em>The Trial of the Chicago 7</em> aus vielen Gründen sehenswert. Er zeigt tolle Schauspieler, legt den Finger in eine noch immer blutende Wunde Amerikas und ist darüber hinaus hochemotional. Obwohl nur wenig passiert, dürfte dieses Werk wohl nur die wenigsten Zuschauer kalt lassen. Großes Kino bei Netflix!</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p><em>The Trial of the Chicago 7</em> ist zwar aufgrund seiner stark auf die USA bezogenen Themen für ein deutsches Publikum nicht so emotional wie vermutlich für einen US-Bürger. Die Wut auf ein solches System wird aber auch bei nicht-US-Zuschauern aufkommen. Dafür sorgen die groß aufspielenden Stars, das starke Drehbuch und die stringente, selbst mit 130 Minuten keine Sekunde zu lange Inszenierung. Wer politische Filme mag und auch Gefallen an Gerichtsdramen findet, bekommt mit diesem Film einen echten Gewinner.</p>
<p><strong>The Trial of the Chicago 7 startet am 16. Oktober 2020 bei Netflix.</strong></p>
<p><a href="https://lauterfilme.de/netflix-filmkritik-im-ueberblick/">Mehr Kritiken zu Netflix-Filmen gibt es hier</a>.</p>
<figure id="attachment_9572" aria-describedby="caption-attachment-9572" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9572 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/10/trial-3.jpg" alt="The Trial of the Chicago 7" width="1024" height="691" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/10/trial-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/10/trial-3-300x202.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/10/trial-3-768x518.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9572" class="wp-caption-text">Rubin und Hoffman bemerken den Ernst der Lage, als sie vor bis an die Zähne bewaffneten Polizisten stehen.</figcaption></figure>
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		<title>Serienkritik: Stateless</title>
		<link>https://lauterfilme.de/serienkritik-stateless/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2020 23:05:25 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Wahre Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Cate Blanchett hat in zahlreichen Blockbustern mitgespielt, darunter die Rolle der unsterblichen Elbin Galadriel in den &#8222;Herr der Ringe&#8220;-Filmen. Daneben spielte die 51-jährige aber auch immer wieder Theater und geht seit kurzer Zeit auch unter die Produzentinnen. Mit &#8222;Stateless&#8220; arbeitete sie vor und hinter der Kamera an einem brisanten Flüchtlings-Drama mit. Wie gut ist es? Europa ist nicht der einzige Kontinent, der sich mit einer Flut an Flüchtlingen auseinandersetzen muss. Auch in Australien kommen viele Menschen an, die aus Asien [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Cate Blanchett hat in <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-thor-tag-der-entscheidung/">zahlreichen Blockbustern</a> mitgespielt, darunter die Rolle der unsterblichen Elbin Galadriel in den &#8222;Herr der Ringe&#8220;-Filmen. Daneben spielte die 51-jährige aber auch immer wieder Theater und geht seit kurzer Zeit auch unter die Produzentinnen. Mit &#8222;Stateless&#8220; arbeitete sie vor und hinter der Kamera an einem brisanten Flüchtlings-Drama mit. Wie gut ist es?</strong></p>
<p>Europa ist nicht der einzige Kontinent, der sich mit einer Flut an Flüchtlingen auseinandersetzen muss. Auch in Australien kommen viele Menschen an, die aus Asien stammen und vor Krieg, Verfolgung und Armut ins reiche Australien fliehen wollen. Allerdings ist das Land mittlerweile für eine rigorose Politik gegen die Bootsflüchtlinge bekannt, die von einem nicht unbeträchtlichen Teil der Bevölkerung allerdings getragen wird. Dieses alles andere als einfache Thema nutzt Blanchett für ihren Sechsteiler, der auch noch auf wahren Begebenheiten beruht. Geht er auch an die Nieren?</p>
<figure id="attachment_8995" aria-describedby="caption-attachment-8995" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-8995 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/07/state-1.jpg" alt="Stateless" width="1024" height="721" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/07/state-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/07/state-1-300x211.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/07/state-1-768x541.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-8995" class="wp-caption-text">Ameer und seine Familie werden auf der Flucht nach Australien getrennt.</figcaption></figure>
<h3>Stateless: Die Handlung</h3>
<p>Sophie (Yvonne Strahovski) ist psychisch labil, leidet seit Jahren unter ihrer übermächtigen Mutter und der erfolgreichen Schwester. Schließlich fällt sie auf der Suche nach Halt in die Fänge einer Sekte, angeführt von Gordon (Dominic West) und Pat (Cate Blanchett). Schließlich ist sie so verzweifelt, dass sie sich mit einem gestohlenen Pass in ein Flüchtlingscamp der Regierung begibt und als deutsche Staatsbürgerin ausgewiesen werden möchte. Doch der Schwindel fliegt auf &#8230;</p>
<p>Ameer (Fayssal Bazzi) floh mit Frau und zwei Töchtern aus Afghanistan und strandet in Malaysia, wo er auf Plätze für alle auf einem Schlepperboot wartet. Doch er wird von seiner Familie getrennt und kommt erst Monate später im australischen Lager an. Dort erwartet ihn die Hölle &#8230;</p>
<p>Cam (Jai Courtney) hat seinen Job auf dem Bau satt und nimmt die Stelle als Wärter im Flüchtlingslager an, weil sie viel besser bezahlt ist. Zu Beginn gefällt ihm das bessere Gehalt und der damit verbundene bescheidene Luxus für die Familie. Doch bald meldet sich Cams Gewissen &#8230;</p>
<p>Claire (Asher Keddie) arbeitet für die Regierung und wird zum Flüchtlingslager abkommandiert, um die Probleme dort zu lösen. Doch die ehrgeizige Beamtin stößt mit ihrem kalten Pragmatismus bald an Grenzen, die sie eigentlich nicht überschreiten wollte. Ihre Reaktion darauf hat schlimme Folgen &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/C-Xep8pU_J0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Stateless: Fair, aber unbarmherzig</h3>
<p><em>Stateless</em> geht nicht den leichten Weg und drückt mit den Schicksalen der Flüchtlinge auf die Tränendrüse. Stattdessen bemüht sich das Drehbuch um eine differenzierte Sichtweise, das auch die Perspektiven der Wachen, der Regierung und der Einwohner Australiens nicht unter den Tisch kehrt. Sonderlich freundlich geht das Script allerdings mit keiner dieser Gruppen um. Dafür zeichnet es ein düsteres Bild einer Politik, die Asylsuchende faktisch zu Gefangenen macht, weil ihre Anträge jahrelang nicht bearbeitet werden. Obwohl das Gesetz es eigentlich so vorsieht.</p>
<p>So gibt es mehrere Gruppen. Die Flüchtlinge, die nicht alle Engel sind und durchaus schlimme Dinge tun, um ihre Not zu lindern. Die Mitarbeiter des Systems, die aus Karrieregründen oder finanzieller Not wegschauen. Und die Menschen, die helfen wollen, dazu aber ebenfalls gegen Regeln verstoßen müssen. Denn die Stimmung im Land wird gegenüber den Flüchtlingen zusehends feindlich. Und inmitten dieses Pulverfasses spielt sich Yvonne Strahovski, selbst Tochter polnischer Einwanderer in Australien, als psychisch kranke Sophie die Seele aus dem Leib.</p>
<figure id="attachment_8996" aria-describedby="caption-attachment-8996" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-8996 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/07/state-2.jpg" alt="Stateless" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/07/state-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/07/state-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/07/state-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/07/state-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/07/state-2-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-8996" class="wp-caption-text">Claire soll das Problem in den Lagern für die Regierung lösen &#8211; und stößt bald an ihre Grenzen.</figcaption></figure>
<h3>Stateless: Großes Schauspiel</h3>
<p>Nachdem ihre US-Karriere in der in Deutschand weitgehend unbekannten Spionage-Comedy-Serie &#8222;Chuck&#8220; begonnen hatte, war sie in einigen Kino-Produktionen wie &#8222;I, Frankenstein&#8220; zu sehen, bevor sie mit <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-the-handmaids-tale/">&#8222;The Handmaids Tale&#8220;</a> ihren zweiten Serienhit landen konnte. Schon da zeigt sie, was sie kann. Aber in <em>Stateless</em> legt die Australierin nochmals eine Schippe drauf. Die erste Folge, die weitgehend ihr gehört, ist ein wilder Ritt einer hübschen jungen Stewardess in den langsamen Wahnsinn, der ungemein fesselt und schmerzt.</p>
<p>Zum Ende der Folge spielt sie gemeinsam mit Blanchett eine Szene, die eine unglaublich Intensität entwickelt und haften bleibt. Und am Ende dieser Episode versteht der Zuschauer deshalb auch, warum eine weiße Australierin plötzlich in einem Camp für illegale Flüchtlinge landet &#8211; und sie dort gar nicht so falsch ist, wie man denkt. Allerdings ist Strahovski nicht die einzige, die in <em>Stateless</em> eine tolle Leistung zeigt. Jai Courtney, den viele nur aus Actionrollen wie &#8222;Suicide Squad&#8220; kennen, ist hier ebenfalls sehr sehenswert als Mann mit Gewissen &#8211; und Kindern.</p>
<p>Und auch die weiteren Darsteller sind allesamt sehenswert und verliehen ihren Rollen die Authentizität, die <em>Stateless</em> gleichzeitig zu einer faszinierenden und unangenehmen Seh-Erfahrung machen. Denn die Serie macht es dem Zuschauer schwer, einen Schuldigen für die Situation auszumachen. Jeder trägt seinen Teil dazu bei, aber jede der Figuren ist dabei nachvollziehbar und nicht so einfach als Held oder Schurke auszumachen. Zudem ergeht sich das Script nicht in einfachen Lösungen, sondern beschränkt sich darauf, beobachtend die Realität zu zeigen, wie sie ist. Und das reicht völlig.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p><em>Stateless</em> ist eine Serie, die in mehr als einer Hinsicht besonders ist. Denn sie ergeht sich nicht in simpler Schwarz-Weiß-Malerei, sondern bietet stattdessen einen differenzierten Blick auf die Flüchtlings-Problematik. Und der ist mitunter deshalb so schmerzhaft, weil er sich so real anfühlt. Und wenig Hoffnung hinterlässt, dass sich diese Tragödien nicht mehr wiederholen. Dabei gibt die Serie nie vor, einfache Antworten auf die komplexen Fragen zu haben, die sich hier stellen. Und ist auch noch toll geschrieben und großartig gespielt. Keine leichte Kost &#8211; aber gute.</p>
<p><strong>Stateless startet am 8. Juli 220 bei Netflix.</strong></p>
<p><em>Gesehen: Vier von sechs Folgen</em></p>
<figure id="attachment_8997" aria-describedby="caption-attachment-8997" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-8997 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/07/state-3.jpg" alt="Stateless" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/07/state-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/07/state-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/07/state-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/07/state-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/07/state-3-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-8997" class="wp-caption-text">Cam wollte nur einen Job, der ein wenig mehr Geld einbringt &#8211; und zahlt einen hohen Preis dafür.</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: Das Letzte was er wollte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Feb 2020 15:28:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Polit-Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für &#8222;Mudbound&#8220; war Regisseurin Dee Rees 2018 für den Oscar nominiert, nun kommt drei Jahre später ihr nächstes Werk &#8211; erneut auf den Streamingdienst Netflix. In &#8222;Das Letzte was er wollte&#8220; wirft Rees einen kritischen Blick auf die Contra-Affäre in Mittelamerika und die unrühmliche Rolle der USA darin. Als Hauptfigur dient dabei eine Journalistin, die in die ganze Sache verwickelt wird &#8211; mit gefährlichen Folgen. Kann der Polit-Thriller überzeugen? Oder übernimmt sich die Regisseurin mit diesem Thema? Die so genannte [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Für &#8222;Mudbound&#8220; war Regisseurin Dee Rees 2018 für den Oscar nominiert, nun kommt drei Jahre später ihr nächstes Werk &#8211; erneut auf den Streamingdienst Netflix. In &#8222;Das Letzte was er wollte&#8220; wirft Rees einen kritischen Blick auf die Contra-Affäre in Mittelamerika und die unrühmliche Rolle der USA darin. Als Hauptfigur dient dabei eine Journalistin, die in die ganze Sache verwickelt wird &#8211; mit gefährlichen Folgen. Kann der Polit-Thriller überzeugen? Oder übernimmt sich die Regisseurin mit diesem Thema?</strong></p>
<p>Die so genannte Iran-Contra-Affäre ist nicht zum ersten Mal Thema eines Films. Bereits <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-barry-seal-only-in-america/">&#8222;Barry Seal &#8211; Only in America&#8220;</a> hat sich als bitterböse Satire mit dem Skandal der US-Außenpolitik in den frühen und mittleren 80er Jahren beschäftigt. Während der mit Tom Cruise besetzte Film allerdings auf lustig-lakonische Art den Zusammenhang zwischen Drogen- und Waffenhandel sowie der illegalen Einmischung in die Politik anderer Länder erklärt, setzt <em>Das Letzte was er wollte</em> eine Menge Wissen voraus. Ist der Film trotzdem spannend?</p>
<figure id="attachment_8068" aria-describedby="caption-attachment-8068" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-8068 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/letzte-1.jpg" alt="Das Letzte was er wollte" width="1024" height="682" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/letzte-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/letzte-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/letzte-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/letzte-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/letzte-1-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-8068" class="wp-caption-text">Dein Einsatz als Journalistin in Krisengebieten ist Elena gewohnt.</figcaption></figure>
<h3>Das Letzte was er wollte: Die Handlung</h3>
<p>1982 entkommt die Journalistin Elena McMahon (Anne Hathaway) gemeinsam mit Kollegin Alma (Rosie Perez) der Armee von El Salvador, in deren Land sie Beweise für die Beteiligung der USA am aufkeimenden Bürgerkrieg gesammelt hatte. Zwei Jahre später mischt sich die US-Regierung inoffiziell in den Krieg in Nicaragua ein und beliefert die Contras im Land mit Waffen, um die linke Regierung zu stürzen. Doch Elena darf nicht darüber berichten, stattdessen soll sie nach dem Willen ihrer Vorgesetzten den Wahlkampf von Ronald Reagan begleiten.</p>
<p>Als sich Elenas Vater Richard (Willem Dafoe) bei ihr meldet, weil er schwer krank ist, springt die junge Frau widerwillig für ihn bei einem windigen Waffengeschäft als Lieferantin ein. Doch der Deal irgendwo in Nicaragua geht schief, statt der versprochenen Bezahlung liefern die Rebellen Kokain. Für Elena beginnt eine Flucht durch Mittelamerika, auf der sie immer wieder zwielichtigen Gestalten begegnet, die sich nicht in die Karten sehen lassen wollen. Dazu gehört auch CIA-Mann Treat Morrison (Ben Affleck). Doch der will helfen &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/JZTSqDEfPnk" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Das Letzte was er wollte: Zu viel gewollt</h3>
<p>Eine junge Frau, fast zerrissen zwischen ihren Anspruch an sich selbst, einer gerade überstandenen Krebs-OP und einer Scheidung. Eine komplexe und schwierig zu durchschauende Interessenlage in Mittelamerika. Undurchsichtige Geheimdienstler mit einer ganz eigenen Agenda. Und ein Vater, der eigentlich als williger Handlanger der Regierung tätig ist, durch seine fortschreitende Demenz aber kaum noch klar denken kann. Das alles brachte die Autorin Joan&nbsp; Didion in ihrem Roman auf nur 227 Seiten unter. Der Film schafft das in zwei Stunden nicht.</p>
<p>Was nicht schlimm wäre, wenn Dee Rees nicht genau das versuchen würde. In ihrem Bemühen, möglichst alle Aspekte ihrer Geschichte anzureißen, verzettelt sie sich hoffnungslos in wirrem Geschehen, bei dem der Zuschauer selbst nach der Hälfte der Zeit noch immer nicht weiß, was für einen Film er sich hier eigentlich gerade ansieht. Viele Elemente des Polit-Thrillers sind ebenso Teil des Ganzen wie Momente des persönlichen Dramas. Nichts davon scheint in <em>Das Letzte was er wollte</em> auf sinnvoll Art zusammen zu passen.</p>
<figure id="attachment_8069" aria-describedby="caption-attachment-8069" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-8069 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/letzte-2.jpg" alt="Das Letzte was er wollte" width="1024" height="614" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/letzte-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/letzte-2-300x180.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/letzte-2-768x461.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-8069" class="wp-caption-text">Doch als ihr Vater sie um Hilfe bei einem Geschäft bittet, gerät Elena in ernste Schwierigkeiten.</figcaption></figure>
<h3>Das Letzte was er wollte: Spannungsarmer Thriller</h3>
<p>So ist fast die gesamte erste Stunde des Films Stückwerk. Elena, die sich mit ihrem Redakteur streitet. Elena, die mit ihrer Tochter telefoniert. Und Elena, die nachts in Hotelbars sitzt. Und dazwischen immer wieder kurze Gespräche von Morrison und anderen Drahtziehern der Affäre, aus denen das Publikum aber nie so recht schlau wird. Erst nach etwa 90 Minuten kommt das erste Mal so etwas wie Spannung auf, wenn die junge Journalistin sich plötzlich im Kugelhagel wiederfindet. Doch auch hier ist es lediglich ein Strohfeuer.</p>
<p>Grundsätzlich ist nichts dagegen einzuwenden, die Heldin lange im Unklaren darüber zu lassen, worum es eigentlich geht. Alfred Hitchcock hat das in vielen seiner Filme zur Genüge bewiesen. Aber irgendwann sollte dann der große Moment der Erkenntnis kommen, der dem Publikum gemeinsam mit der Heldin die Augen öffnet. Der kommt zwar durchaus auf einer emotionalen Ebene, viele Fragen die Story betreffend bleiben dennoch unbefriedigend offen. Und ein Film ohne Spannung und Antworten fällt beim Publikum normalerweise durch.</p>
<p>Das ist auch deshalb schade, weil die hochkarätige Besetzung sich durchgehend Mühe gibt. Anne Hathaway nimmt man die tapfere, aber auch etwas verhuschte Journalistin jederzeit ab. Ebenso wie Ben Affleck den eiskalten Geheimdienstler. Und Willem Dafoe, Rosie Perez und Toby Jones können ebenfalls überzeugen. Aber das nutzt wenig bei einem Drehbuch, das so viele Themen abhandeln möchte. Und letztlich keines davon wirklich überzeugend abschließt. Schwer zu sagen, wer sich daher außer beinharten Fans der Darsteller diesen Film ansehen sollte.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Regisseurin Dee Rees legt nach ihrem fulminanten <em>Mudbound</em> mit <em>Das Letzte was er wollte</em> eine ebenso fulminante Bauchlandung hin. Trotz guter Darsteller funktioniert bei diesem Film so gut wie gar nichts. Die eigentlich Story bleibt bis zum Schluss im Dunkeln, viele Dialoge ergehen sich in seltsamen Andeutungen, für die man wohl sehr viel tiefer in die Materie einsteigen muss, als der Film es zulässt. Die Mischung aus Polit-Thriller, Drama und Action-Film ist trotz geballter Star-Power leider ein ziemlicher Langweiler.</p>
<p><strong>Das Letzte was er wollte startet am 21. Februar bei Netflix.</strong></p>
<p>Dann lieber einen anderen Film sehen? <a href="https://lauterfilme.de/netflix-filmkritik-im-ueberblick/">Den Überblick über alle Netflix-Filmkritiken finden Sie hier.</a></p>
<figure id="attachment_8070" aria-describedby="caption-attachment-8070" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-8070 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/letzte-3.jpg" alt="Das Letzte was er wollte" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/letzte-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/letzte-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/letzte-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/letzte-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/letzte-3-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-8070" class="wp-caption-text">Der undurchsichtige Geheimdienstler Morrison bietet Elena seine Hilfe an. Aber kann sie dem Mann wirklich trauen?</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: Die Agentin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Aug 2019 14:45:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Action]]></category>
		<category><![CDATA[Polit-Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Spannung]]></category>
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		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zu Beginn ihrer Karriere war das ehemalige Model Diane Kruger das klassische Love Interest, ob an der Seite von Orlando Bloom in &#8222;Troja&#8220; oder in französischen Liebesfilmen. Seit sie aber mit &#8222;Aus dem Nichts&#8220; international in einer ganz anderen Rolle auf sich aufmerksam machte, kommen offenkundig auch andere Angebote ins Haus. &#8222;Die Agentin&#8220; könnte eine dieser neuen Rollen gewesen sein &#8211; und Frau Kruger hat sie angenommen. Wie gut ist der Spionage-Thriller des israelischen Regisseurs und Drehbuchautoren Yuval Adler? Diane [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zu Beginn ihrer Karriere war das ehemalige Model Diane Kruger das klassische Love Interest, ob an der Seite von Orlando Bloom in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Troja_(Film)" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;Troja&#8220;</a> oder in französischen Liebesfilmen. Seit sie aber mit <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-aus-dem-nichts/">&#8222;Aus dem Nichts&#8220;</a> international in einer ganz anderen Rolle auf sich aufmerksam machte, kommen offenkundig auch andere Angebote ins Haus. &#8222;Die Agentin&#8220; könnte eine dieser neuen Rollen gewesen sein &#8211; und Frau Kruger hat sie angenommen. Wie gut ist der Spionage-Thriller des israelischen Regisseurs und Drehbuchautoren Yuval Adler?</strong></p>
<p>Diane Krugers Karriere hat die mittlerweile 43-jährige perfekt auf die Rolle der Rachel in Die Agentin vorbereitet. Denn durch ihre Modelkarriere in Paris und ihre Jobs als Schauspielerin spricht Kruger neben Deutsch auf Englisch und Französisch fließend. Was sie in diesem Film auch braucht. Ist die Schauspielerin der Rolle auch ansonsten gewachsen? Eine knallharte Spionin spielte Kruger in ihrer Karriere bisher nicht, wie schlägt sie sich?</p>
<figure id="attachment_6665" aria-describedby="caption-attachment-6665" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6665 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/08/agentin-1-1024x576.jpg" alt="Die agentin" width="750" height="422" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/08/agentin-1-1024x576.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/08/agentin-1-300x169.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/08/agentin-1-768x432.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/08/agentin-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6665" class="wp-caption-text">Für den Mossad übernimmt Rachel gefährliche Aufträge.</figcaption></figure>
<h3>Die Agentin: Die Handlung</h3>
<p>Geheimdienstmann Thomas (Martin Freeman), der als britischer Jude für den israelischen Mossad arbeitet, erhält einen Anruf. Es ist Rachel (Diane Kruger), mit der er seit Jahren zusammenarbeitet. Nach nur einem kurzen Satz legt sie wieder auf &#8211; und Sekunden später ist der Mossad in der Leitung. Die Vorgesetzten verlangen Antworten: Ist Rachel übergelaufen? Wo steckt die Agentin? Und welche Pläne hat sie? Thomas reist zu einem Versteck des Mossad in Köln und erzählt dort die Geschichte der Agentin, soweit er sie kennt.</p>
<p>Thomas wirbt Rachel als Agentin für den Mossad an, obwohl sie weder Jüdin noch Israelin ist. Als Sprachlehrerin geht sie nach Teheran und baut sich diese Tarnidentität dort sorgfältig auf. Eines Tages erhält sie den Befehl, sie mich dem iranischen Geschäftsmann Farhad (Cas Anvar) anzufreunden. Doch Rachel verliert bald ihre professionelle Distanz und entwickelt Gefühle für den pro-westlichen Freigeist. Weil ihre Befehle aber anders lauten, muss sie den Mann, den sie möglicherweise liebt, ausspionieren &#8211; welche Folgen hat das für sie?<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/2C14Mt-2ApI" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Die Agentin: Spröde, aber spannend</h3>
<p>Mit Hollywood-Hochglanz-Thrillern hat diese Produktion nicht viel zu tun. Die Geschichte, die auf einem Roman basiert, wurde von Adler deutlich zurückgenommener geschrieben und inszeniert, als das wohl ein US-Regisseur getan hätte. Daher wirkt der Film optisch auch eher wie ein europäischer Autorenfilm. Eine meist ruhige Kamera, grobkörniges Bild und gedeckte Farben unterstreichen den Eindruck, dass hier statt einer &#8222;Larger than Life&#8220;-Story eine sehr viel realistischere und glaubwürdigere Geschichte erzählt werden soll.</p>
<p>Denn Kruger spielt ihre Agentin nicht als eiskalte und kopfgesteuerte Spionin, die über Leichen geht. Stattdessen erlaubt sie sich Gefühle &#8211; und die sind in diesem Geschäft bekanntlich nicht ungefährlich. Die Agentin bezieht seine Spannung daher auch nicht aus minutiös geplanten Einsätzen mit Supertechnik, sondern aus Situationen, in denen Rachel durchaus in Gefahr schwebt, weil sie sich in einem fremden Land befindet, in dem ihr nicht alle wohlgesonnen sind. Dieses Gefühl der ständigen Bedrohung fängt Adler sehr gut ein.</p>
<figure id="attachment_6666" aria-describedby="caption-attachment-6666" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6666 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/08/agentin-2-1024x576.jpg" alt="die agentin" width="750" height="422" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/08/agentin-2-1024x576.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/08/agentin-2-300x169.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/08/agentin-2-768x432.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/08/agentin-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6666" class="wp-caption-text">Auch im Iran riskiert Rachel viel, um ihre Auftraggeber zufriedenzustellen.</figcaption></figure>
<h3>Die Agentin: Kein Schwarz-Weiß</h3>
<p>Dennoch ist der israelische Regisseur weit davon entfernt, den Erzfeind seines Landes als blutrünstigen, fundamentalen Mob zu zeigen. Stattdessen begegnet Rachel in Teheran meistens sehr freundlichen und hilfsbereiten Menschen und legt &#8211; im Gegensatz zum Zuschauer &#8211; ihre Angst in der Fremde bald ab. Dass Adler diese Entwicklung ebenso nachvollziehbar wie subtil erzählt, gehört zu den größten Stärken seines Films. Mit seinen Landsleuten geht Adler dagegen härter ins Gericht. Seine Mossad-Agenten sind alle kalt bis ins Mark und nur ihrem Job verpflichtet.</p>
<p>Und so bleibt die Rolle des gefühlvollen Agenten an Martin Freeman hängen, der sie gewohnt souverän verkörpert und Thomas als klugen, aber auch mitfühlenden Vorgesetzten Rachels anlegt, bei dem man durch sein gutes Spiel aber auch nie genau weiß, ob er im Ernstfall auf ihrer Seite stehen oder sie zugunsten seiner Karriere fallen lassen würde. Schwächen zeigt der Film daher auch am meisten in der Charakterisierung der Hauptfigur Rachel.</p>
<p>Diane Kruger spielt die ambivalente Figur zwar gut, aber das Script lässt einige wichtige Fragen offen. So wird die Motivation Rachels, überhaupt für den israelischen Geheimdienst zu arbeiten, nie wirklich klar. Daran krankt im Verlauf des Films die Anteilnahme des Zuschauers an ihrem Schicksal. Das Geheimnisvolle, dass Adler seiner Figur zuschreibt, sorgt zwar für manchen spannenden Moment, richtiges Mitfiebern mit einer sympathischen Heldin wird dadurch aber ein wenig schwerer. Wer so etwas mag, ist bei Die Agentin genau richtig.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Die Agentin ist ein über weite Strecken spannender Spionage-Thriller mit einer starken, aber recht kühlen Hauptfigur. Dennoch gelingt Regisseur und Autor Yuval Adler ein Film, der sehr viel glaubhafter und realistischer wirkt als viele andere Agenten-Abenteuer. Leider lässt er aber das Publikum gerade beim Charakter seiner Hauptfigur etwas zu sehr im Dunkeln, um echte Emotionen bei den Zuschauern zu entfachen. Ein paar Momente zum Nägelkauen hat der Film aber trotzdem zu bieten. Ein sehenswerter Thriller abseits des Hollywood-Hochglanzes.</p>
<p><strong>Die Agentin startet am 29. August 2019 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_6667" aria-describedby="caption-attachment-6667" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6667 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/08/agentin-3-1024x576.jpg" alt="die agentin" width="750" height="422" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/08/agentin-3-1024x576.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/08/agentin-3-300x169.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/08/agentin-3-768x432.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/08/agentin-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6667" class="wp-caption-text">Doch als sie Gefühle für ihr Auftragsziel Farhad entwickelt, gerät Rachel in Schwierigkeiten.</figcaption></figure>
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		<title>Serienkritik: Bodyguard</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Oct 2018 14:55:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Serien Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[BBC]]></category>
		<category><![CDATA[Crime]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Netflix]]></category>
		<category><![CDATA[Polit-Thriller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Serienproduktionen der britischen BBC haben oft einen ganz besonderen Stellenwert beim Publikum, nicht erst seit &#8222;Sherlock&#8220;. Die sechsteilige Serie &#8222;Bodyguard&#8220;, die jetzt bei Netflix gezeigt wird, erzielte in Großbritannien bei der Erstausstrahlung im August 2018 Traumquoten von mehr als zehn Millionen Zuschauern. Ist der Polit-Thriller mit &#8222;Games of Thrones&#8220;-Star Richard Madden in der Hauptrolle tatsächlich so gut? Für knackige Polit-Thriller hatten die Briten schon immer ein Händchen, ob das die Romane von John le Carré sind oder diverse TV-Serien, in [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Serienproduktionen der britischen BBC haben oft einen ganz besonderen Stellenwert beim Publikum, nicht erst seit &#8222;Sherlock&#8220;. Die sechsteilige Serie &#8222;Bodyguard&#8220;, die jetzt bei Netflix gezeigt wird, erzielte in Großbritannien bei der Erstausstrahlung im August 2018 Traumquoten von mehr als zehn Millionen Zuschauern. Ist der Polit-Thriller mit &#8222;Games of Thrones&#8220;-Star Richard Madden in der Hauptrolle tatsächlich so gut?</strong></p>
<p>Für knackige Polit-Thriller hatten die Briten schon immer ein Händchen, ob das die Romane von John le Carré sind oder diverse TV-Serien, in denen Verbrechen und Politik eine unselige Verbindung eingingen wie beispielsweise die Original &#8222;House of Cards&#8220;-Serie aus den 90ern. Aber auch in Standard-Krimis spielen politische oder wirtschaftliche Verwicklungen gern zumindest eine Nebenrolle. Mit <em>Bodyguard</em> geht es aber gleich in die Hochpolitik. Denn nicht weniger als der Premierminister und die Innenministerin spielen eine Rolle.</p>
<figure id="attachment_4912" aria-describedby="caption-attachment-4912" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4912 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-1-1024x683.jpg" alt="Bodyguard" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-1-1024x683.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-1-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4912" class="wp-caption-text">Obwohl der Bodyguard und die Innenministerin politisch und dienstlich ein schwieriges Verhältnis haben, kommen sie sich bald näher.</figcaption></figure>
<h3>Bodyguard: Die Handlung</h3>
<p>Der Kriegsveteran und Personenschützer David Budd (Richard Madden) kann in einem Zug, in dem er mit seinen Kindern sitzt, einen Bombenanschlag verhindern. Als Anerkennung für diese Leistung versetzt ihn seine Chefin Craddock (Pippa Haywood) als persönlichen Bodyguard zu Innenministerin Julia Montague (Keeley Hawes). Obwohl die beiden politisch unterschiedliche Ansichten haben, entwickelt sich bald gegenseitiger Respekt. Das gibt auch David etwas Halt, der durch seine Kriegstraumata schon seine Ehe mit Vicky (Sophie Rundle) in den Sand setzte.</p>
<p>Dass Julia tatsächlich seinen Schutz braucht, muss David dann am eigenen Leibe erfahren. Nur mit Glück überleben beide ein Attentat durch einen Scharfschützen. Dieses Erlebnis bringt David und Julia schließlich so nahe zusammen, dass sie eine heimliche Affäre beginnen. Umso schwerer ist es für den Bodyguard, als hohe Beamte bei Polizei und Geheimdienst ihn dazu anhalten, die Innenministerin auszuspionieren, nachdem sie ein umstrittenes Gesetz zur Überwachung der Bevölkerung auf den Weg bringt &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/tLfLU6-9lxY" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Bodyguard: Der Blick von außen</h3>
<p>Die Verstrickung einer eigentlich eher kleinen Schraube in der Maschinerie ins Spiel der Mächtigen, ist ein häufig genutztes Thema von Polit-Thrillern. Denn mit dem Helden oder Heldin aus dem Volk können die Autoren sich dem Machtapparat wie einem Fremdkörper von außen nähern und die für den Plot meist nötige Undurchschaubarkeit besonders gut zeigen. Das macht auch Bodyguard nicht anders und verlässt nur selten den Blickwinkel des Helden David. David ist zwar ein Interner, aber als Personenschützer so weit unten in der Befehlskette, dass er viele Abläufe nicht kennt.</p>
<p>Anders als bei den meisten Produktionen ist David hier aber kein strahlender Held. Seine Ehe ist kaputt, seinen Job nimmt er nur in Teilen ernst und sein Kriegs-Trauma verheimlicht er aus Angst vor Suspendierung. Dazu kommt, dass er politisch nicht mit den Zielen der Ministerin einverstanden ist, die er schützen soll. Und so stellt Jed Mercario, der Bodyguard entwickelte und komplett schrieb, David immer wieder als möglichen Verdächtigen dar, der durchaus ein Motiv für die Vorkommnisse in der Serie hätte.</p>
<figure id="attachment_4913" aria-describedby="caption-attachment-4913" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4913 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-2-1024x682.jpg" alt="Bodyguard" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-2-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-2-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4913" class="wp-caption-text">Weil David auch in vielen eigentlich vertraulichen Momenten dabei ist, bekommt er bald mehr mit, als ihm lieb ist.</figcaption></figure>
<h3>Bodyguard: Fast perfektes Verwirrspiel</h3>
<p>Mercario gelingt es dadurch vor allem, das Gesehen immer wieder in Zweifel zu ziehen. War das tatsächlich so, wie X oder Y das erzählen? Habe ich als Zuschauer das auch so gesehen? Auf welcher Seite steht dieser Charakter wirklich? Bald beginnt man, die Sicherheiten, die man zu Beginn der Serie noch aufbaut, wieder zu verlieren. Und sich ganz ernsthaft mit Fragen zu beschäftigen, die zum Start noch völlig verrückt schienen. Das ist das große Plus von <em>Bodyguard</em>, das die Serie von vielen anderen Thrillern unterscheidet.</p>
<p>Schon die ersten 20 Minuten, in denen David einen Bombenanschlag verhindert (aber tut er das wirklich?), sind megaspannend. Und mit kleinen Pausen, die sich der Sechsteiler immer wieder nimmt, um auch ruhigere Teile der Handlung zu erzählen, bleibt die Spannung auf gutem Niveau bis zum spektakulären Ende. Lediglich ein paar der wichtigen Figuren führt die Story zum Teil etwas spät ein, um den Zuschauer möglichst lange auf falsche Fährten zu locken. Das ist ein kleiner Kritikpunkt, den erfahrene Thrillerfans zurecht anmerken könnten.</p>
<p>Richard Madden spielt trotz Babyface die Rolle des kühlen Kriegsveteranen glaubhaft. Und auch der Rest des Casts ist sehr gut besetzt (unter anderem mit Paul Ready aus <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-the-terror/">&#8222;The Terror&#8220;</a>). Auch wenn die Inszenierung immer auf TV-Niveau bleibt und gar nicht erst versucht, Kino-Atmosphäre zu erschaffen, ist <em>Bodyguard</em> ein überdurchschnittlich guter Polit-Thriller mit exzellent geschriebenen Figuren, einer plausiblen Handlung und einem Ende, das nochmals mit einem unerwarteten Twist aufwartet, von dem man gern noch mehr gesehen hätte.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Die Briten können gutes Fernsehen, das haben sie oft bewiesen. Und da bildet auch <em>Bodyguard</em> keine Ausnahme. Als gediegener Polit-Thriller mit einigen gut gefilmten Action-Momenten und sehr viel Gespür für Spannungsaufbau, dürfte er bei Netflix vor allem die deutschen Krimifans ansprechen. Statt diese BBC-Produktion in zwei Jahren seltsam auf passendes Format geschnitten am Sonntagabend im ZDF zu sehen, gibt es den Sechsteiler nun schon zwei Monate nach Erstveröffentlichung komplett beim Video-Streaminganbieter.</p>
<p><strong>Bodyguard läuft ab dem 24. Oktober 2018 bei Netflix.</strong></p>
<figure id="attachment_4914" aria-describedby="caption-attachment-4914" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4914 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-3-1024x682.jpg" alt="Bodyguard" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-3-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-3-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4914" class="wp-caption-text">Dass Davids Chefin ihn bittet, Gespräche der Innenministerin aufzuzeichnen, bringt den Bodyguard dann aus mehreren Gründen in ein moralisches Dilemma.</figcaption></figure>
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