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	<title>Geister - lauterfilme.de</title>
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		<title>Filmkritik: Terrified</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Oct 2023 20:54:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Besonders bei Horrorfilmen gibt es immer wieder kuriose Fälle. So kam vor einigen Jahren &#8222;The Autopsy of Jane Doe&#8220; nicht einmal in die deutschen Kinos, weil sich kein Verleih fand. Und dass, obwohl Andre Ovredals Film zu den besten Horrorstreifen gehörte, die in dem Jahr überhaupt zu sehen waren. Auch dem argentinischen &#8222;Terrified&#8220; geht ein ähnlicher Ruf voraus, lief er doch mit durchgehend wohlwollenden Kritiken in Deutschland auf dem Fantasy-Filmfest. Doch wurde auch dieser Film danach nicht mehr im Kino [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Besonders bei Horrorfilmen gibt es immer wieder kuriose Fälle. So kam vor einigen Jahren &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-the-autopsy-of-jane-doe/">The Autopsy of Jane Doe</a>&#8220; nicht einmal in die deutschen Kinos, weil sich kein Verleih fand. Und dass, obwohl Andre Ovredals Film zu den besten Horrorstreifen gehörte, die in dem Jahr überhaupt zu sehen waren. Auch dem argentinischen &#8222;Terrified&#8220; geht ein ähnlicher Ruf voraus, lief er doch mit durchgehend wohlwollenden Kritiken in Deutschland auf dem Fantasy-Filmfest. Doch wurde auch dieser Film danach nicht mehr im Kino gezeigt. Schlimmer noch, er war offiziell überhaupt nicht zu sehen. Das ändert sich jetzt. Steht Horrorfans damit ein echter Leckerbissen ins Haus? Das klärt die Kritik.</p>
<figure id="attachment_14636" aria-describedby="caption-attachment-14636" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-14636 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/terri-1.webp" alt="Terrified" width="1024" height="640" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/terri-1.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/terri-1-300x188.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/terri-1-768x480.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/terri-1-750x469.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14636" class="wp-caption-text">Clara hörte Geräusche in der Spüle. Wenig später nimmt ihr Leben ein tragisches Ende.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Eine ruhige Wohngegend in Buenos Aires. Clara (Natalia Senorales) hört seltsame Geräusche aus dem Abfluss. Ihr Mann Juan (Augustin Rittano) schiebt das auf die alten Rohre, die überall im Viertel noch verbaut sind. Doch eines Nachts, nachdem Clara ins Bad verschwunden ist, hört auch er Geräusche. Klopfgeräusche, die sich anhören, als kämen sie von seinem Nachbarn Walter (Demian Salomon), der seit einigen Wochen sein Haus renoviert. Wütend geht Juan zum Nachbarhaus, doch Walter reagiert nicht auf sein Klopfen und Schimpfen. Wieder zuhause muss er feststellen, dass die Klopfgeräusche einen weitaus schlimmeren Grund aufweisen, als eine Renovierung.</p>
<p>Weil sich die merkwürdigen Vorfälle in der Straße häufen, schaltet Commissioner Funes (Maximilliano Ghione) seinen Freund Jano (Robert Gonzalo) ein, einen Experten für unerklärbare Phänomene. Und der sieht sich nicht nur mit der Leiche eine Jungen konfrontiert, die offenbar allein vom Friedhof wieder nach Hause gekommen ist, sondern auch mit weiteren Ereignissen, die er nicht zuordnen kann. Bald taucht mit Dr. Mora Albreck (Elvira Onetto) eine weitere Parapsychologin auf, weil sie einige verstörende Fotos von Walter erhalten hat. Gemeinsam mit einem dritten Fachmann durchsuchen die drei in Begleitung von Funes die betreffenden Häuser genauer. Mit furchterregenden Ergebnissen &#8230;</p>
<p><iframe title="TERRIFIED | Trailer Deutsch German HD | Horrorfilm" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/Y03CHX3Ev3M?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Starker Beginn</h2>
<p>Zu Beginn von <strong>Terrified</strong> wundert die Begeisterung nicht, die viele dem Film entgegenbringen, die ihn vor Jahren gesehen haben. Denn die ersten Minuten des Films sind absolut furios und zeigen Szenen, die eben nicht schon dutzende Male von anderen Storys genutzt wurden. Stattdessen wirkt das ganze Setting, wenngleich nicht komplett neu, doch relativ frisch und innovativ. Allerdings weist <strong>Terrified</strong> auch zu Beginn schon Schwingungen auf, die an die Original-&#8222;The Grudge&#8220;-Filme erinnern. Auch wenn hier, im Gegensatz zu den japanischen Filmen, nicht schon zu Beginn eine Erklärung für die Vorkommnisse geliefert wird. Das kommt erst relativ spät.</p>
<p>Und auch nach einer kleinen Auszeit in Sachen Spannung dreht <strong>Terrified</strong> in Sachen Atmosphäre und Nervenkitzel mit einem toten Kind noch einmal auf. Die Szenen, in denen sich zwei Männer über dem am Tisch sitzenden Leichnam über die Vorgänge unterhalten, sind handwerklich erlesen gut. Und strapazieren das Nervenkostüm. Lieder geht es aber ab diesem Moment auch schon langsam, aber stetig bergab. Wiederholungen schleichen sich ein und wirken beim zweiten Mal längst nicht mehr so stark wie zuvor. Dazu gesellen sich Charaktere, die einfach nicht sonderlich gut geschrieben sind. Denn das in vielen Filmen auftauchende Phänomen von völlig unwissenschaftlich arbeitenden Wissenschaftlern bekommt leider auch hier breiten Raum.</p>
<figure id="attachment_14637" aria-describedby="caption-attachment-14637" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14637 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/terri-2.webp" alt="Terrified" width="1024" height="640" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/terri-2.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/terri-2-300x188.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/terri-2-768x480.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/terri-2-750x469.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14637" class="wp-caption-text">Auch Nachbar Walter erhält Besuch, den er nicht hereingebeten hatte.</figcaption></figure>
<h2>In der Mitte ein Bruch</h2>
<p>So treffen die drei angeblichen Spezialisten dermaßen dumme Entscheidungen, dass hier eine Menge Horror schlicht liegenbleibt, weil man sich als Zuschauer so über diese lächerlich agierenden Figuren ärgert. Zudem verliert das Drehbuch in der zweiten Hälfte des Films ein wenig den roten Faden und tendiert dazu, Schock an Schock zu reihen, ohne den Ideen die notwendige Zeit zu geben, sich entwickeln zu können. Auch die Erklärung für all die Vorkommnisse ist, wenn sie denn endlich erfolgt, nur wenig überzeugend. Auch, weil sie eben nicht gezeigt, sondern nur gesagt wird. Hier mag auch das Budget dem Regisseur und Autor Grenzen gesetzt haben, was er zeigen kann &#8211; und was nicht.</p>
<p>Denn bei dem, was er zeigen kann, haben seine Spezialeffekte-Spezialisten einen ordentlichen Job abgeliefert. Die Kreaturen sind unheimlich, ohne jemals albern oder überzogen zu wirken. Und die Kamera setzt diese Momente auch sehr gut in Szene. Allerdings hat <strong>Terrified</strong> einen guten Teil seiner Schocks auch einer ausgezeichneten Tonspur zu verdanken. Die unheimlichen Geräusche tragen erheblich zur insgesamt bedrohlichen Atmosphäre der Häuser bei. Und auch die Musik, die immer wieder leichte John-Carpenter-Anleihen nimmt, kann im Gesamtkontext überzeugen. Die deutsche Tonspur ist hingegen weniger beeindruckend, die deutschen Texte klingen oft seltsam gestelzt und hin und wieder auch merkwürdig gelangweilt.</p>
<figure id="attachment_14638" aria-describedby="caption-attachment-14638" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14638 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/terri-3.webp" alt="Terrified" width="1024" height="640" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/terri-3.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/terri-3-300x188.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/terri-3-768x480.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/terri-3-750x469.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14638" class="wp-caption-text">Als ein toter Junge den Weg nach Hause findet, ist für die Polizei das Maß voll &#8211; es muss etwas passieren!</figcaption></figure>
<p>Auch schauspielerisch bietet <strong>Terrified</strong> eher Durchschnitt, was auch durch die deutschen Stimmen verstärkt wird. Zumindest wirken viele Szenen, in denen Charaktere selbst nicht zu wissen scheinen, warum sie gerade etwas tun, eher seltsam als gruselig. Allerdings setzt Regisseur Demian Rugna auch mehr auf seine Inszenierung als auf seinen Cast, um das Publikum zu erschrecken. Zwar ist keiner der Darsteller in irgendeiner Weise auffallend schwach, aber es bleibt auch keines der Gesichter wirklich im Gedächtnis.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Mit <strong>Terrified</strong> gelingt Regisseur und Autor Demian Rugna ein sehr ordentlicher Beitrag zum Haunted House-Sub-Genre des Horrorfilms. Die Effekte sitzen, die Inszenierung ist gut und vor allem in der ersten Hälfte macht der Film sehr viel richtig. Und dürfte auch erfahreneren Horrorfans eine hochgezogene Augenbraue entlocken. Leider schwächelt das Drehbuch ab der Hälfte merkbar und vieles wirkt ab diesem Zeitpunkt unlogisch und erzwungen, um die Story noch zu  einem vernünftigen Ende zu bringen. Immerhin ist die letzte Szene wieder so gut wie der Anfang &#8211; hier schließt sich der Kreis. Insgesamt vor allem für Fans von Spukfilmen eine Empfehlung. Vielleicht kein Meisterwerk, aber definitiv gut genug, um endlich in Deutschland sichtbar zu werden.</p>
<p><strong>Terrified ist seit dem 1. Oktober 2023 digital zu haben und erscheint am 20. Oktober auf Blu-Ray.</strong></p>
<figure id="attachment_14639" aria-describedby="caption-attachment-14639" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14639 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/terri-4.webp" alt="Dr. Albrack" width="1024" height="640" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/terri-4.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/terri-4-300x188.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/terri-4-768x480.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/10/terri-4-750x469.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14639" class="wp-caption-text">Kann die Wissenschaftlerin Dr. Albreck etwas Licht ins Dunkel bringen?</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: The House At Night</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Oct 2021 11:14:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>David Bruckner ist ein Horror-Regisseur, der sich eigentlich auf Anthologien spezialisiert hat. Bereits in seinem ersten Film &#8222;The Signal&#8220; drehte er eine von drei Episoden. Auch zu den Episodenfilmen &#8222;VHS&#8220; und &#8222;Southbound&#8220; trug er je einen Abschnitt bei. Aus der Episoden aus VHS, in der es um einen weiblichen Dämonen ging, wurde 2016 mit &#8222;Siren&#8220; sogar ein ganzer Film. Ein Jahr später lieferte er dann mit &#8222;The Ritual&#8220; die Verfilmung eines Horror-Romans ab, der zu Netflix kam und dort bei [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>David Bruckner ist ein Horror-Regisseur, der sich eigentlich auf Anthologien spezialisiert hat. Bereits in seinem ersten Film &#8222;The Signal&#8220; drehte er eine von drei Episoden. Auch zu den Episodenfilmen &#8222;VHS&#8220; und &#8222;Southbound&#8220; trug er je einen Abschnitt bei. Aus der Episoden aus VHS, in der es um einen weiblichen Dämonen ging, wurde 2016 mit &#8222;Siren&#8220; sogar ein ganzer Film. Ein Jahr später lieferte er dann mit &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-the-ritual/">The Ritual&#8220;</a> die Verfilmung eines Horror-Romans ab, der zu Netflix kam und dort bei vielen Fans gut ankam. Seine bislang letztes Werk &#8222;The House At Night&#8220;, oder wie er im Original hieß &#8222;The Night House&#8220;, stellte er Anfang 2020 vor. Nun ist der Film bei Disney+ gelandet. Kann Bruckner damit an alte Qualitäten anknüpfen? Das verrät die Kritik.</p>
<figure id="attachment_11249" aria-describedby="caption-attachment-11249" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-11249 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/house-0.jpg" alt="The House At Night" width="1024" height="597" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/house-0.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/house-0-300x175.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/house-0-768x448.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11249" class="wp-caption-text">Nach dem Tod ihres Mannes findet Beth merkwürdige Hinweise auf ein geheimes Leben, dass Owen geführt hat.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Beth (Rebecca Hall) hat gerade ihren Mann Owen (Evan Jonigkeit) beerdigt und kehrt nun in ihr gemeinsames Haus an einem kleinen See zurück. Owen war dort mit dem Boot hinausgerudert und hatte sich in den Kopf geschossen. Beth, die eher zu dunklen Gedanken neigt als ihr Mann, ist am Boden zerstört und gibt sich die Schuld an seinem Tod. Irgendwie, so glaubt sie, hat sich ihre dunkle Energie auf ihren Mann übertragen, und der konnte damit nicht länger leben. Entgegen dem Rat ihrer besten Freundin Claire (Sarah Goldberg) bleibt sie in dem Haus  und hat bald seltsame Träume, in denen sich eine unsichtbare Gestalt bei ihr aufhält und offenbar versucht, mit ihr in Kontakt zu treten.</p>
<p>Auf der Suche nach Möglichkeiten, mit dem Geist Owens zu interagieren, durchsucht Beth die Sachen ihres Ehemannes gründlicher &#8211; und stößt dabei auf beunruhigende Dinge. So findet sie Fotos von anderen Frauen auf seinem Smartphone und seinem Laptop. Hat ihr Mann ein Doppelleben geführt, von dem Beth all die Jahre nichts ahnte? Die Antworten, die sie findet, sind deutlich erschreckender, als die Witwe sich das in ihrem schlimmsten Träumen ausgemalt hätte &#8230;</p>
<p><iframe title="THE NIGHT HOUSE | Official Trailer | Searchlight Pictures" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/2Tshycci2ZA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Atmosphärischer Grusel</h2>
<p>Zu Beginn seiner Karriere griff David Bruckner gern auf blutige Spezialeffekte zurück, um sein Publikum ordentlich zu erschrecken. So ist seine VHS-Episode &#8222;Amateur Night&#8220; recht derbe geraten. Auch in The Ritual setzt Bruckner noch einige blutige Schockmomente. Mit <strong>The House At Night</strong> betritt er nun neue Pfade, denn um Blut oder harte Effekte geht es hier nicht. Stattdessen verfilmt er das Drehbuch von Ben Collins und Luke Piotrowski, beide Horror-Spezialisten, als Mystery-Plot, in dem die Frage nach Realität und Einbildung lange als Thema im Raum steht. Denn Bruckner erzählt Beths Story absichtlich uneindeutig. Und so bleibt es dem Zuschauer überlassen, sich eigene Gedanken zu machen, was genau er da eigentlich zu sehen bekommt.</p>
<p>Denn Beths Trauer und ihr Schmerz über die neu entdeckten, dunklen Seiten ihres toten Ehemannes könnten durchaus alle nur in ihrem Kopf stattfinden und ein Ventil für ihre Psyche sein, um die Situation besser zu ertragen. Doch auch die Anwesenheit eines Geistes schließt Bruckners Inszenierung nicht aus. Geschickt spielt der Regisseur dabei sowohl mit der Erwartungshaltung des Publikums als auch mit der Situation, in der solche Halluzinationen durchaus glaubwürdig wären. <strong>The House At Night</strong> bezieht seines Spannung lange Zeit aus dieser besonderen Konstellation, ehe er sich nach einer guten Stunden doch langsam offenbaren muss, in welche Richtung der Plot tatsächlich geht.</p>
<figure id="attachment_11250" aria-describedby="caption-attachment-11250" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-11250 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/house-1.jpg" alt="The House At Night" width="1024" height="601" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/house-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/house-1-300x176.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/house-1-768x451.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11250" class="wp-caption-text">Bald wirken sich diese neuen Erkenntnisse auf Beths Leben aus &#8211; Alpträume nehmen zu.</figcaption></figure>
<h2>Rebecca Hall trägt den Film</h2>
<p>Das erinnert ältere Zuschauer und Fans des Genres durchaus nicht ganz unberechtigt an &#8222;Schatten der Wahrheit&#8220; mit Michelle Pfeiffer und Harrison Ford aus dem Jahr 2000. Bruckners Film biegt bei einigen Parallelen dann aber doch noch in eine andere Richtung ab. Dass <strong>The House At Night</strong> so gut funktioniert und seine Schrecken nicht verliert, liegt zu einem guten Teil Rebecca Hall, die die ganze Gefühlspalette der jungen Witwe herausragend spielt. Denn Bruckners Möglichkeiten, ein Grauen zu zeigen, das man nicht sehen kann, beschränkt sich auf Halls Gesicht im Angesicht der Ereignisse. Und die Panik ihrer Figur transportiert Hall sehr direkt und packend an den Zuschauer.</p>
<h2>Brillante Bilder</h2>
<p>Aber auch Bruckners Kamerafrau Elisha Christian leistet in <strong>The House At Night</strong> exzellente Arbeit. Denn ihr gelingt es, gruselige Momente zu erzeugen, indem sie die Kamera &#8211; und damit das Auge des Betrachters &#8211; in genau die richtige Perspektive bringt, um Dinge zu zeigen, die es eigentlich nicht geben sollte. Natürlich helfen hier Spezialeffekte ein wenig nach. Doch im Kern sind es die Blickwinkel, die Beths Panik mehr als erklärlich machen. Und eine Atmosphäre erzeugen, von der der Film in weiten Teilen lebt. Denn die eigentlich Story, wie sie sich am Ende präsentiert, ist gar nicht so reich an Überraschungen und Twists, wie man zu Beginn des Films vielleicht denkt. Doch Bruckner verkauft diese Geschichte mit maximaler Spannung und nutzt dabei immer wieder Spiegel als Bild für den Zustand der Seele &#8211; oder etwas anderes.</p>
<figure id="attachment_11251" aria-describedby="caption-attachment-11251" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-11251 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/house-2.jpg" alt="The House At Night" width="1024" height="576" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/house-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/house-2-300x169.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/house-2-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11251" class="wp-caption-text">Claire versucht ihrer besten Freundin Beth zu helfen, doch sie hat keine Ahnung, wie.</figcaption></figure>
<p>Und so werden bei <strong>The House At Night</strong> vor allem Fans von Geistergeschichten und atmosphärischem Horror auf ihre Kosten kommen. Zwar erfindet Bruckner hier nur wenig neu, bringt aber dennoch frischen Wind in so manches ausgelutschte Klischee und erzählt eine sehr viel dunklere Story, als der Zuschauer das am Anfang erwarten würde.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Mit <strong>The House At Night</strong> legt Horrorspezialist David Bruckner einen atmosphärisch dichten Geister-Grusler, der mit wenigen gezielten Effekten und einer grandiosen Rebecca Hall eine ungewöhnliche und unheimliche Geschichte erzählt. Geschickt lässt er den Zuschauer lange im Dunkeln, legt falsche Spuren aus, um dann mit dem starken Finale Grundängste zu schüren, wie man es in einem Spuk-Horror lange nicht gesehen hat. Ein Film, der mit seiner erschreckenden Botschaft nachwirkt und sich nicht so einfach abschütteln lässt. Zuschauer, für die Horror vor allem aus blutigsten Bildern und Effekten besteht und die mit Atmosphäre wenig anfangen können, ist <strong>The House At Night</strong> aber definitiv nicht der richtige Film.</p>
<p><strong>The House At Night startet am 27. Oktober 2021 bei Disney+.</strong></p>
<figure id="attachment_11252" aria-describedby="caption-attachment-11252" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-11252 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/house-3.jpg" alt="The House At Night" width="1024" height="595" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/house-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/house-3-300x174.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/house-3-768x446.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11252" class="wp-caption-text">Je tiefer Beth gräbt, in desto größere Gefahr gerät sie. Kann sie das Haus in der Nacht überleben?</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: Malasana 32 &#8211; Haus des Bösen</title>
		<link>https://lauterfilme.de/malasana-kritik-film/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Jun 2021 11:56:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Spanien ist in Europa einer der Spitzenreiter in Sachen gehaltvoller Thriller und auch Horror. Ob &#8222;The Body&#8220; oder &#8222;Der unsichtbare Gast, ob &#8222;REC&#8220; oder &#8222;Das Waisenhaus&#8220; &#8211; spanische Autoren und Regisseure haben durchaus ein Händchen für unheimliche Stoffe. Der neueste Streich stammt von Albert Pinto, der nicht nur für Netflix zwei Episoden der Thriller-Serie &#8222;Sky Rojo&#8220; inszenierte, sondern auch einige Erfahrung mit Horrorthemen aufweist. Mit &#8222;Malasana 32 &#8211; Haus des Bösen&#8220; schielen er und nicht weniger als vier (!) Drehbuchautoren [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Spanien ist in Europa einer der Spitzenreiter in Sachen gehaltvoller Thriller und auch Horror. Ob &#8222;The Body&#8220; oder &#8222;Der unsichtbare Gast, ob &#8222;REC&#8220; oder &#8222;Das Waisenhaus&#8220; &#8211; spanische Autoren und Regisseure haben durchaus ein Händchen für unheimliche Stoffe. Der neueste Streich stammt von Albert Pinto, der nicht nur für Netflix zwei Episoden der Thriller-Serie &#8222;Sky Rojo&#8220; inszenierte, sondern auch einige Erfahrung mit Horrorthemen aufweist. Mit &#8222;Malasana 32 &#8211; Haus des Bösen&#8220; schielen er und nicht weniger als vier (!) Drehbuchautoren eindeutig in Richtung &#8222;The Conjuring&#8220; und erzählen die Story einer unheimlichen Wohnung in der Innenstadt von Madrid. Kann sich der spanische Horrorfilm mit James Wans modernem Klassiker messen?</p>
<figure id="attachment_9950" aria-describedby="caption-attachment-9950" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9950 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/mala-1.jpg" alt="Malasana" width="1024" height="640" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/mala-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/mala-1-300x188.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/mala-1-768x480.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/mala-1-400x250.jpg 400w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9950" class="wp-caption-text">Familie Olmedo freut sich über ihr neues Zuhause in der Innenstadt von Madrid.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>1976. Nach einem unschönen Vorfall verlässt das Paar Manolo (Ivan Marcos) und Candela (Bea Segura) mit den fast erwachsenen Kindern Pepe (Sergio Castellanos) und Amparo (Begona Vargas) sowie dem kleinen Rafael (Ivan Renedo) und dem dementen Großvater ihr Heimatdorf und wollen in Madrid neu anfangen. Deshalb hat die Familie alles zu Geld gemacht, um sich damit im Madrider Viertel Malasana eine seit Jahren leestehende Wohnung zu kaufen. Manolo hat einen Job in einer Fabrik gefunden, Candela kann in einem Kaufhaus als Verkäuferin anfangen. Alles sieht gut aus. Doch der junge Rafael bemerkt als erster, dass in der neuen Wohnung nicht alles mit rechten Dingen zugeht.&nbsp;</p>
<p>Auch Pepe und Amparo haben bald erste Begegnungen mit einem Wesen, das eine Art Gespenst zu sein scheint &#8211; und etwas von der Familie will. Leider findet Amparo das erste heraus, als ihr kleine Bruder bereits spurlos verschwunden ist. Doch bald hört sie ihn rufen &#8211; aus der Nachbarwohnung. Dort lässt sich allerdings nichts entdecken, bis Amparo auf der Suche auch dort auf den bösartigen Geist stößt. Schließlich wird die ganze Familie von dem Wesen terrorisiert, ohne dass sie mehr über den Geist herausfinden. Amparo macht sich schließlich auf die Suche nach einer Frau, die früher einmal in ihrem Haus gelebt hat. Sie hat die Hoffnung, dort etwas mehr über die Ereignisse in Malasana 32 zu erfahren &#8230;</p>
<p><iframe title="MALASAÑA 32 - HAUS DES BÖSEN Trailer Deutsch | Ab 17. Juni im Kino!" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/LBxXKBCAi_c?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Handwerklich solide</h2>
<p>Das Qualitätsempfinden von <strong>Malasana 32</strong> steht und fällt mit der Menge an Geisterhaus-Storys, die der Zuschauer bereits gesehen hat. Wer mit diesem spanischen Horrorfilm in <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-the-vigil-die-totenwache/">die Welt der Spuk-Gebäude</a> einsteigt, dem steht ein sehr ordentlicher Film bevor. Gekonnt spielt Regisseur Albert Pinto mit den Versatzstücken des Genres, lässt Dielen knarzen und Türen quietschen, die Kamera unendlich langsam um Ecken biegen, um dann dort im Zwielicht zwischen Dunkelheit und Helligkeit schemenhafte Gestalten zu zeigen, die sich den Protagonisten nähern, während zischendes Lachen ertönt. Pinto bringt handwerklich alles mit, was einen guten Horror-Regisseur ausmacht und weiß, wie er seinem Publikum Angst macht &#8211; oder es zumindest erschreckt.</p>
<p>Auch im Story-Bereich bietet Malasana gehobenen Durchschnitt. Zwar erfinden die Autoren das Rad nicht neu, aber zumindest bieten sie dem Zuschauer, ganz ähnlich wie in den Conjuring-Filmen, eine Erklärung für die Vorkommnisse in der Wohnung. Und hebt sich damit wohltuend von Filmen ab, die einfach gar keine Hinweise auf Hintergründe der Story liefern und sich auf Splatter-Effekte oder Jump Scares beschränken. Beides findet in <strong>Malasana</strong> kaum bis gar nicht statt. Die wenigen Jump-Scares sind gut gemacht, und auf blutiges Gemetzel verzichtet Pinto vollständig. Ohnehin zeigt der Regisseur nicht viel, selbst der gruselige Geist wird kaum einmal wirklich gut sichtbar in Szene gesetzt. Pinto setzt auf Atmosphäre statt Schocks &#8211; meistens qualitativ eine gute Entscheidung, wenn man Atmosphäre denn beherrscht.</p>
<figure id="attachment_9951" aria-describedby="caption-attachment-9951" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9951 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/mala-2.jpg" alt="Malasana" width="1024" height="640" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/mala-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/mala-2-300x188.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/mala-2-768x480.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/mala-2-400x250.jpg 400w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9951" class="wp-caption-text">Doch mit der neuen Wohnung stimmt etwas nicht. Der junge Rafael und der demente Opa spüren es zuerst.</figcaption></figure>
<h2>Aus dem Süden nichts Neues</h2>
<p>Und das kann man Alberto Pinto nicht absprechen. Der Spanier hat vielleicht keine beeindruckende Menge eigener Ideen. Aber er hat sich die Vorbilder von <strong>Malasana</strong> sehr genau angesehen und das dort gezeigte Handwerk tadellos übernommen. Das ist allerdings auch das Problem des Films. Je mehr Haunted House-Streifen der Zuschauer bereits gesehen hat, desto durchschnittlicher wird die spanische Variante. Denn angeblich frische Ansätze entpuppen sich schnell als Rohrkrepierer. So verspricht das Grauen in einer Wohnung statt in einem einsamen Haus zwar Abwechslung, tatsächlich gibt es aber nur in einer Szene einen Nachbarn, der in der weiteren Handlung dann aber keine Rolle mehr spielt. So ist diese angeblich neue Idee in Wahrheit keine, da sie inhaltlich nie relevant wird.</p>
<p>Von Bedeutung hingegen sind die schauspielerischen Leistungen, denn die können sich sehen lassen. Das gilt für Begona Vargas&#8216; Hauptrolle Amparo ebenso wie für den Rest der Familie. Selbst dem jungen Ivan Renedo gelingt es, seine Rolle nicht als nervtötendes Kind zu spielen, sondern als niedlichen kleinen Jungen, mit dem man als Zuschauer schnell mitfiebert. Dem Drehbuch gelingt es aber nicht, weitere Figuren so in Zentrum der Geschichte zu rücken, dass ihr Schicksal dem Zuschauer wirklich nahe gehen würde. Dennoch hat man eine solche Geschichte schon oft wesentlich schlechter erzählt bekommen &#8211; und gar nicht so oft deutlich besser als hier.</p>
<figure id="attachment_9952" aria-describedby="caption-attachment-9952" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9952 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/mala-4.jpg" alt="Malasana" width="1024" height="640" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/mala-4.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/mala-4-300x188.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/mala-4-768x480.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/mala-4-400x250.jpg 400w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9952" class="wp-caption-text">Doch bald wird die ganze Familie von einem bösen Spuk terrorisiert.</figcaption></figure>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Mit <strong>Malasana 32 &#8211; Haus des Bösen</strong> kommt ein Horrorfilm der alten Schule in die Kinos. Regisseur Albert Pinto setzt mehr auf Atmosphäre und Story als auf Splatter oder viele Jump-Scares. Allerdings schaut sich Pinto auch eine Menge von den Genre-Größen wie <strong>The Conjuring</strong> oder <strong>Der Exorzist</strong> ab und bringt nur wenige eigene Ideen mit. Das stört mehr oder weniger, je nachdem, wie horrorerfahren der Zuschauer bereits ist. Für relative Neulinge hält <strong>Malasana</strong> einige starke Szenen bereit, wer hingegen schon etliche Haunted-House-Horrorfilme gesehen hat, dürfte hier nur wenig entdecken, das ihm noch nicht untergekommen ist.</p>
<p><strong>Malasana 32 &#8211; Haus des Bösen startet am 17. Juni 2021 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_9953" aria-describedby="caption-attachment-9953" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9953 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/mala-3.jpg" alt="Lola" width="1024" height="640" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/mala-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/mala-3-300x188.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/mala-3-768x480.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/mala-3-400x250.jpg 400w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9953" class="wp-caption-text">Hilfe erhält die Familie schließlich von ganz unerwarteter Seite.</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: Body Cam &#8211; Unsichtbares Grauen</title>
		<link>https://lauterfilme.de/filmkritik-body-cam-unsichtbares-grauen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Aug 2020 21:41:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Geister]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Noch immer halten die großen Studios ihre Blockbuster zurück, auch wenn es Ende August zumindest in Europa damit losgehen soll. In der Zwischenzeit schicken der Verleiher kleinere oder wenig erfolgreiche US-Filme in die deutschen Kinos. Auch &#8222;Body Cam&#8220; gehört in diese Kategorie. Im Mai in den USA gestartet, waren Kritiker und Publikum wenig gnädig mit der Mischung aus Horrorfilm und Cop-Thriller. Ist der Film so schlecht wie sein Ruf oder urteilten die US-Kollegen hier zu hart? Horrorfilme nutzen seit Beginn [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Noch immer halten die großen Studios ihre Blockbuster zurück, auch wenn es Ende August zumindest in Europa damit losgehen soll. In der Zwischenzeit schicken der Verleiher kleinere oder wenig erfolgreiche US-Filme in die deutschen Kinos. Auch &#8222;Body Cam&#8220; gehört in diese Kategorie. Im Mai in den USA gestartet, waren Kritiker und Publikum wenig gnädig mit der Mischung aus Horrorfilm und Cop-Thriller. Ist der Film so schlecht wie sein Ruf oder urteilten die US-Kollegen hier zu hart?</strong></p>
<p>Horrorfilme nutzen seit Beginn der Film-Historie immer auch aktuelle Themen, um das Publikum zu verschrecken. Mal ist es die Angst vor Ansteckung mit einer tödlichen Krankheit wie in &#8222;It Follows&#8220;, mal werden angeblich wahre Ereignisse zu Filmen gemacht, wie in der <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-annabelle-2/">&#8222;The Conjuring&#8220;</a>-Reihe. Mit <em>Body Cam</em> versuchen die Macher, die in den USA immer wieder auftretende Polizeigewalt gegen Afro-Amerikaner zum Thema eines klassischen Horrorstoffes zu machen &#8211; hat das funktioniert?</p>
<figure id="attachment_9228" aria-describedby="caption-attachment-9228" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9228 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/08/body-1.jpg" alt="Body Cam" width="1024" height="682" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/08/body-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/08/body-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/08/body-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/08/body-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/08/body-1-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9228" class="wp-caption-text">Ein Cop kontrolliert routinemäßig einen Wagen &#8211; und ist Sekunden später tot. Was steckt dahinter?</figcaption></figure>
<h3>Body Cam: Die Handlung</h3>
<p>Die Streifenpolizistin Renee (Mary J, Blige) hat eine harte Zeit hinter sich. Sie und ihr Mann haben ihren kleinen Sohn verloren. Nachdem sie nach längerer Pause wieder ihren Dienst aufnimmt, wird sie mit dem jungen Kollegen Danny (Nat Wolff) in ein Team gesteckt. Als sie zu einem blutigen Vorfall gerufen werden, der offenbar bei einer normale Verkehrskontrolle geschehen ist, kommt Renee aber bald der Verdacht, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Denn ein Blick auf die Body Cam-Aufzeichnung des toten Kollegen zeigt offenbar eine unsichtbare Macht, die den Mann regelrecht durch die Luft wirft.</p>
<p>Während Danny von dem Fall möglichst schnell die Finger lassen möchte, bohrt Renee tiefer. Und stößt bald auf eine verzweifelte Mutter, deren Kind unter mysteriösen Umständen starb. Sie scheint entweder hinter dem Mord an Renees Kollegen zu stecken oder zumindest etwas darüber zu wissen. Doch bevor Renee der Sache auf den Grund gehen kann, überschlagen sich die Ereignisse. Immer mehr von Renees und Dannys Kollegen kommen unter seltsamen Umständen zu Tode? Welche böse Macht jagt da die Cops der Wache?<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/lt1hodBObHw" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Handwerklich gut</h3>
<p>Zuerst die Entwarnung: Eine völlige Katastrophe ist <em>Body Cam</em> nicht. So ist der Film handwerklich solide gemacht, auch wenn Regisseur Malik Vitthal etwas zu sehr mit Licht spart und manche Szenen derart düster gestaltet, dass der Zuschauer eher rät, was passiert, als das er es wirklich sieht. Dafür ist in solchen Momenten die Atmosphäre durchaus gelungen, so dass Vitthal auf Jump-Scares im Minutentakt gut verzichten kann. In einer Szene, die in einer Tankstelle spielt, zeigt Vitthal sein Talent und erzeugt durch Schnitte und Kameraperspektiven eine beeindruckende Bedrohung.</p>
<p>Auch schauspielerisch lässt sich wenig meckern, alle Darsteller spielen ihre Rollen ordentlich, wenn auch nicht jede gut geschrieben ist. Und daran leidet letztlich auch die Spannung. Zwar ist das Thema durch die Vorfälle in den USA hochaktuell, doch das Drehbuch nutzt die bereits hinlänglich bekannte Brutalität gegen Schwarze nicht für ein Statement, sondern lediglich als Mittel zum Zweck, um eine klassische Geistergeschichte ins Rollen zu bringen. Um wirklich zu berühren, fehlt hier der Unterbau wie etwa bei <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-the-hate-u-give/">&#8222;The Hate U Give&#8220;</a> oder <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-beale-street/">&#8222;Beale Street&#8220;</a>.</p>
<figure id="attachment_9229" aria-describedby="caption-attachment-9229" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9229 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/08/body-2.jpg" alt="Body Cam" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/08/body-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/08/body-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/08/body-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/08/body-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/08/body-2-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9229" class="wp-caption-text">Die erfahrene Renee wittert bald, dass der Tod des Kollegen von einem dunklen Geheimnis umgeben ist.</figcaption></figure>
<h3>Horror statt Drama</h3>
<p>Nun will <em>Body Cam</em> gar kein Rassen-Drama sein, sondern nur ein Horrorfilm. Aber gerade so ein Thema anzureißen und es dann weitgehend zu ignorieren, dürfte nicht nur Cineasten sauer aufstoßen. Hier verschenkt das Script viele Möglichkeiten, neben einigen Schrecksekunden auch noch Haltung zu zeigen. Und so ist der Film dann auch nicht mehr als ein nicht sonderlich origineller, nicht besonders blutiger und nicht dauerhaft spannender Horror-Thriller, der seine Idee bald preisgibt und danach keine großen Überraschungen mehr parat hat.</p>
<p>Kenner des Genres wissen nach einer halben Stunde, wie der Hase läuft. Und das wickelt der Film dann trotz einiger guter Ideen des Regisseurs inhaltlich nach Schema F ab. Wer lebt und wer stirbt, das werden die meisten erfahrenen Zuschauer mit hoher Trefferquote richtig vorhersagen. Um das Publikum bei der Stange zu halten, sollte ein Horrorfilm dann zumindest über eine wirklich furchterregende Atmosphäre verfügen. Das kann <em>Body Cam</em> aber ebenfalls nur rudimentär einmal bieten. Keine Katastrophe &#8211; aber zu wenig für einen richtig guten Horrorfilm.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Obwohl <em>Body Cam</em> einige gute Ansätze zeigt und eigentlich auch eine starke Grundidee mitbringt, kommt der Film nicht über Horror von der Stange hinaus. Zu wenig Spannung, zu viel vorhersehbare Ereignisse und eine Handlung mit wenig Überraschungen sorgen dafür, dass der Film in seinen Ansätzen stecken bleibt. Hier haben vor allem die Drehbuch-Autoren einiges an vorhandenem Potenzial verschenkt. Ein guter Horrorfilm bleibt beim Zuschauer, auch nachdem der den Kinosaal verlassen hat. Das wird <em>Body Cam</em> wohl kaum schaffen.</p>
<p><strong>Body Cam startet am 6. August 2020 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-body-cam-unsichtbares-grauen/">Filmkritik: Body Cam &#8211; Unsichtbares Grauen</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
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		<title>Filmkritik: The Grudge</title>
		<link>https://lauterfilme.de/filmkritik-the-grudge/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jan 2020 09:31:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Geister]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Reboot]]></category>
		<category><![CDATA[Remake]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Geister gehören schon lange zu den beliebtesten Horror-Monstern. Die körperlosen Gestalten, die oft nicht ruhen können, weil sie auf schreckliche Weise aus dem Leben geschieden sind, haben einige beeindruckende Filme mit untotem Leben gefüllt. Das Kinojahr 2020 startet für Horrorfans auch mit Geistern &#8211; und zwar einigen. &#8222;The Grudge&#8220;, das Remake eines Remakes nach japanischem Vorbild erzählt von einem grausigen Fluch, der scheinbar nicht zu stoppen ist. Gruselt das im Kino? Was kommt 2020 an Horror ins Kino? Das erfahren [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-the-grudge/">Filmkritik: The Grudge</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Geister gehören schon lange zu den beliebtesten Horror-Monstern. Die körperlosen Gestalten, die oft nicht ruhen können, weil sie auf schreckliche Weise aus dem Leben geschieden sind, haben einige beeindruckende Filme mit untotem Leben gefüllt. Das Kinojahr 2020 startet für Horrorfans auch mit Geistern &#8211; und zwar einigen. &#8222;The Grudge&#8220;, das Remake eines Remakes nach japanischem Vorbild erzählt von einem grausigen Fluch, der scheinbar nicht zu stoppen ist. Gruselt das im Kino?</strong></p>
<p>Was kommt 2020 an Horror ins Kino? Das <a href="https://lauterfilme.de/horror-2020-das-kommt-ins-kino/">erfahren Sie hier</a>.</p>
<p>Die späten 90er und frühen 2000er Jahre waren die große Zeit des Asia-Horrors &#8211; auch im Rest der Welt. Mit &#8222;The Ring&#8220; begann 1998 der Hype um die fiesen und extrem unheimlichen Geisterfilme, &#8222;Ju-On: The Grudge&#8220; folgte 2002. Beide wurden schnell in Hollywood neu gedreht. Während Gore Vidals Ring-Remake als einer der besten Horrorfilme der Dekade durchgeht, war die US-Version von <em>The Grudge</em> trotz <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Takashi_Shimizu">des gleichen Regisseurs</a> wie beim Original weniger erfolgreich. Macht das neue Reboot seine Sache besser?</p>
<figure id="attachment_7599" aria-describedby="caption-attachment-7599" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7599 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/grudge-1.jpg" alt="The Grudge" width="1024" height="684" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/grudge-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/grudge-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/grudge-1-768x513.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/grudge-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/grudge-1-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-7599" class="wp-caption-text">Fiona Landers kehrt aus Japan nach Hause zurück &#8211; und tötet erst ihre Familie und dann sich selbst.</figcaption></figure>
<h3>The Grudge: Die Handlung</h3>
<p>2004. Eine amerikanische Geschäftsfrau reist aus Japan zurück nach Hause, nachdem sie in Tokyo ein Haus betreten hatte, in dem Menschen auf besonders grausame Art zu Tode gekommen waren. Kaum in den eigenen vier Wänden, bringt sie erst Mann und Tochter um, und tötet sich dann selbst. Das hat Folgen, die sich erst im Lauf der kommenden Jahre zeigen. Als 2006 die neue Polizistin Muldoon (Andrea Riseborough) mit ihrem Kollegen Goodman (Demian Bechir) eine Leiche in einem Waldstück findet, kocht der alte Fall wieder hoch.</p>
<p>Denn die Tote, eine professionelle Sterbebegleiterin, war kurz vor ihrem Tod in dem Haus zu Besuch, in dem die schrecklichen Morde geschahen. Als Muldoon sich dort umsehen will, stößt sie nicht nur auf einen weiteren Toten, sondern auch auf eine offenkundig geistig verwirrte Frau (Lin Shaye). Erst jetzt erfährt die Polizistin, dass ihr neue Partner bereits einen Kollegen an diesen Fall verloren hat. Dennoch folgt sie seinem Beispiel, verbeißt sich in das Geheimnis des Hauses &#8211; und liefert sich damit einem tödlichen Fluch aus &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/O2NKzO-fxwQ" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>The Grudge: Viel Erfahrung, wenig Qualität</h3>
<p>Auf dem Papier sah dieses Projekt wirklich gut aus. Regie und Drehbuch übernahm Nicolas Pesce, der Horrorfans durch sein Debüt &#8222;The Eyes of my Mother&#8220; überzeugt hatte. Als Produzent traten Sam Raimi und Rob Tapert in Erscheinung, die schon seit Raimis Kultfilm &#8222;Evil Dead&#8220; zusammenarbeiten. Da müsste es doch mit dem Teufel zugehen, wenn das kein ordentlicher Horrorfilm würde, zumal mit Andrea Riseborough auch noch eine gute Schauspielerin die Hauptrolle übernahm. Leider beweist <em>The Grudge</em>, dass viele gute Leute manchmal nicht reichen.</p>
<p>Denn dieser Film lässt so viele Zutaten vermissen, die bei einem Horrorfilm zwingend dazugehören, dass das Projekt dicht an einem Totalausfall vorbeischrammt. Atmosphäre fehlt dem Film beispielsweise völlig. Wenn Pesce nicht gerade versucht, sein Publikum durch einen von zahllosen Jump-Scares zu erschrecken, verbreitet seine Story keinerlei Unbehagen oder auch nur Interesse. Tatsächlich sind ganze Sequenzen des Films regelrecht langweilig, weil sie derart uninspiriert und vorhersehbar inszeniert sind.&nbsp;</p>
<figure id="attachment_7600" aria-describedby="caption-attachment-7600" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7600 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/grudge-2.jpg" alt="The Grudge" width="1024" height="682" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/grudge-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/grudge-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/grudge-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/grudge-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/grudge-2-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-7600" class="wp-caption-text">Detective Goodman verliert seinen Partner an den Fall &#8211; und hält sich danach vom Haus der Landers-Familie fern.</figcaption></figure>
<h3>The Grudge: Blutig, aber öde</h3>
<p>Was auch daran liegt, dass Pesces Drehbuch trotz komplizierter Erzählweise mit vielen Zeitsprüngen, keinerlei Spannung aufbaut. Was hier passiert, verrät der Film bereits im Vorspann. Und die wenigen Worte, die dort zu lesen sind, müssen als komplette Erklärung für sämtliche Vorgänge im Film auch reichen. Dazu baut Pesce keinerlei emotionale Bindung zwischen seinen Figuren und dem Publikum auf. Sein Versuch zu zeigen, wie gleich mehrere Familien durch den japanischen Fluch bedroht werden, scheitert dadurch kläglich.</p>
<p>Wenn dem Publikum die Charaktere auf der Leinwand fast egal sind, kann kein Horror aufkommen. Weil Pesce dazu auch noch viele seiner häufig gesetzten Jump-Scares vergeigt, taugt T<em>he Grudge</em> nicht einmal als ordentlicher Geisterbahn-Ersatz. Schon der japanische Film setzt nur wenig auf Erklärungen, kann aber wenigstens mit Atmosphäre überzeugen. Hier verheizt Pesce lediglich gute Schauspieler wie Riseborough, John Cho oder Betty Gilpin. Denn die können aus ihren Rollen einfach nicht viel herausholen, was dem Zuschauer im Gedächtnis bliebe.</p>
<p>Die einzige Steigerung, die der Horror-Kenner hier feststellen kann, ist die Zunahme von Gewalt und Blut. Pesce inszeniert seinen <em>Grudge</em> deutlich brutaler und derber als alle vorherigen Filme der Reihe. Das dürfte bei zartbesaitetem Publikum seine Wirkung auch nicht verfehlen und zumindest für ein paar Schockmomente sorgen. Besser wird der mäßig geschriebene und umgesetzte Film dadurch aber nicht. Das Horrorjahr 2020 beginnt leider mit einer Gurke.</p>
<h3>Fazit:&nbsp;</h3>
<p>Nicht jede aufgewärmte Mahlzeit schmeckt auch. Im Fall von <em>The Grudge</em> erweist sich der Fluch hier als wirksam für das Publikum, denn es bekommt ein weitgehend geschmacksarmes und zu keiner Zeit befriedigendes Horror-Menü serviert. Regisseur und Drehbuch-Autor Nicolas Pesce konnte der Grundidee von 2002 nichts hinzufügen, das der Rede wert wäre und versucht es deshalb mit mehr Blut und Gore-Effekten. Dabei hätte dem Gericht ein wenig Atmosphäre viel mehr geholfen. So ein Remake braucht niemand.</p>
<p><strong>The Grudge startet am 9. Januar 2020 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_7601" aria-describedby="caption-attachment-7601" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7601 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/grudge-3.jpg" alt="The Grudge" width="1024" height="647" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/grudge-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/grudge-3-300x190.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/grudge-3-768x485.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-7601" class="wp-caption-text">Das Ehepaar Matheson, das nach den Landers im Haus lebt, hat weniger Glück. Die geistig verwirrte Faith wird bald von Geistern verstümmelt.</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: Eli</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Oct 2019 09:57:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Geister]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Sci-Fi]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Horror- und Thrillerbereich tischt Netflix zurzeit ordentlich auf. Nach Filmen wie &#8222;Fractured&#8220; und &#8222;Im hohen Gras&#8220; kommt mit &#8222;Eli&#8220; nun ein weiterer Vertreter des Genres ins Programm des Streaming-Anbieters. Und der wurde von ein paar echten Horror-Profis geschrieben und inszeniert. Und dabei ist in jedem Fall eine Story herausgekommen, die mit einem komplett anderen Ende aufwarten kann, als der Zuschauer zu Beginn vermutet. Lohnt sich also das Ansehen? Zwei der drei Autoren von Eli &#8211; Ian Goldberg und Richard [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Horror- und Thrillerbereich tischt Netflix zurzeit ordentlich auf. Nach Filmen wie <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-fractured/">&#8222;Fractured&#8220;</a> und <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-im-hohen-gras/">&#8222;Im hohen Gras&#8220;</a> kommt mit &#8222;Eli&#8220; nun ein weiterer Vertreter des Genres ins Programm des Streaming-Anbieters. Und der wurde von ein paar echten Horror-Profis geschrieben und inszeniert. Und dabei ist in jedem Fall eine Story herausgekommen, die mit einem komplett anderen Ende aufwarten kann, als der Zuschauer zu Beginn vermutet. Lohnt sich also das Ansehen?</strong></p>
<p>Zwei der drei Autoren von <em>Eli</em> &#8211; Ian Goldberg und Richard Naing &#8211; schrieben das Drehbuch zum ausgezeichneten <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-the-autopsy-of-jane-doe/">&#8222;The Autopsy of Jane Doe&#8220;</a>. Der dritte im Bunde, David Chirchirillo, dachte sich &#8222;Cheap Thrills&#8220; aus. Regisseur Ciarán Foy drehte vor <em>Eli</em> den Horrorfilm &#8222;Sinister 2&#8220;. Also durchaus eine Menge Fachwissen, das Netflix zu dieser Produktion versammelt hat. Merkt man das? Kann <em>Eli</em> Horrorfans überzeugen? Das verrät die Kritik.</p>
<figure id="attachment_6960" aria-describedby="caption-attachment-6960" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6960 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/eli-1-1024x682.jpg" alt="Eli" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/eli-1-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/eli-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/eli-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/eli-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/eli-1-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/eli-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6960" class="wp-caption-text">Im Schutzanzug erreicht Eli die Klinik, die ihn davon befreien soll.</figcaption></figure>
<h3>Eli: Die Handlung</h3>
<p>Der junge Eli (Charlie Shotwell) leidet unter einer schweren Auto-Immun-Erkrankung. Fast die gesamte Umwelt ist pures Gift für ihn und so ist er gezwungen, die meiste Zeit des Tages in einem Schutzanzug herumzulaufen. Seine Eltern Rose (Kelly Reilly) und Paul (Max Martini) haben nach langem Suchen endlich eine Ärztin gefunden, die der Meinung ist, dass sie Eli helfen kann. Dr. Horn (Lili Taylor) hat eine Therapie entwickelt, die Kindern wie Eli ein normales Leben ermöglichen soll. Uns so fährt die Familie zum abgelegenen Haus der Ärztin.</p>
<p>Doch Eli fühlt sich dort sofort unwohl. Bald weiß er auch, warum. Offenkundig gibt es in dem alten Gemäuer Geister, die es auf ihn abgesehen haben. Als er Haley (Sadie Sink, <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-stranger-things-3/">&#8222;Stranger Things&#8220;</a>) kennenlernt, die in der Nähe wohnt, erfährt er auch von ihr beunruhigende Geschichten über seine Vorgänger in der Klinik. Bald ist Eli davon überzeugt, dass die Ärztin keineswegs sein Wohl im Sinn hat, sondern eigentlich plant, ihn umzubringen. Doch seine Eltern versichern ihm, seine Ängste lägen allein an den Medikamenten. Ist das wirklich so?<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/qfSTiAw1rkM" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Eli: Routinierte Regie&nbsp;&nbsp;</h3>
<p>Ciarán Foy erledigt mit <em>Eli</em> seinen Job ordentlich &#8211; nicht mehr, aber auch nicht weniger. Mit gut gesetzten, aber durchaus bekannten Jump-Scares peitscht er das Adrenalin beim Zuschauer zügig in die Höhe. Und zeigt ähnliche Qualitäten wie schon bei <em>Sinister 2</em>. Zwar bleibt da für den Aufbau einer unheimlichen Atmosphäre nicht viel Zeit, aber das Produktionsdesign ist gut genug, um das alte Haus auch ohne langen Aufbau zu einem gruseligen Ort zu machen. Durch die großen Treppen und die altmodische Einrichtung entsteht schnell ein Gothic-Flair.</p>
<p>Dazu holte sich Foy mit Lili Taylor eine Horror-erfahrene Darstellerin (&#8222;The Conjuring&#8220;) für eine wichtige Rolle, und auch Kelly Reilly hat mit &#8222;Eden Lake&#8220; bereits einen sehr harten Neo-Klassiker des Genres vorzuweisen. Beides wirkt sich positiv auf den Film aus. Und auch die Kinderdarsteller Sadie Sink und Charlie Shotwell schlagen sich in ihren Rollen sehr gut. Lediglich Max Martini bleibt ein wenig blass, was seiner wenig spannenden Rolle geschuldet ist.</p>
<figure id="attachment_6962" aria-describedby="caption-attachment-6962" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6962 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/eli-2-1024x682.jpg" alt="Eli" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/eli-2-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/eli-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/eli-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/eli-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/eli-2-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/eli-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6962" class="wp-caption-text">Haley, ein Mädchen aus der Nachbarschaft, erzählt Eli beunruhigende Dinge über seine Vorgänger.</figcaption></figure>
<h3>Eli: Edles Drehbuch</h3>
<p>&nbsp;Der heimliche Star des Films ist hier aber das Drehbuch. Obwohl nicht immer etwas Gutes dabei herauskommt, wenn viele Köche im Brei rühren, hat das Trio aus Autoren hier einen sehr guten Job gemacht. Denn es gelingt ihnen, von Anfang an Spannung zu erzeugen. Und dennoch das Publikum lange im Dunkeln darüber zu lassen, was in diesem alten, unheimlichen Haus nun wirklich vor sich geht. Erst die Schluss-Viertelstunde offenbart den fiesen Plot, den wohl kaum jemand vorab erraten wird, obwohl die Autoren Spuren hinterlassen haben.</p>
<p>Sieht es zu Beginn nach einem Science-Fiction-Reißer aus, wechselt <em>Eli</em> bald ins Fach des Geister-Gruselfilms, den Fan des Genres in den vergangenen Jahren zur Genüge bekommen haben. Um dann doch noch in eine wieder andere Richtung abzubiegen. Das setzen die Autoren derart gut in Szene, dass ihnen das größte Lob für diesen nicht durchgehend fesselnden, aber zumindest sehr originellen Horrorfilm gebührt. Sie zeigen, dass <em>The Autopsy of Jane Doe</em> kein Einzelfall war, hier sind endlich ein paar frische Ideen am Werk.</p>
<p>Der Schlingerkurs, den <em>Eli</em> nimmt, wird aber garantiert nicht jedem Zuschauer gefallen. Wie immer bei phantastischen Stoffen muss man manchen Weg einfach mitgehen, damit der Film seine Wirkung entfalten kann. Wer sich früh auf eine Story einschießt, die er dann gar nicht bekommt, könnte enttäuscht sein. Verdient hat dieser sehr ordentliche Vertreter des Horror-Genres das aber nicht. Wer regelmäßig Horror schaut, dürfte mit <em>Eli</em> jedenfalls sehr zufrieden sein.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Mit <em>Eli</em> liefert Netflix einen sehr ordentlichen Horrorfilm ab, der vor allem mit seinen Twists überzeugen kann und sich bis kurz vor Ende kaum richtig in die Karten schauen lässt. Gut besetzt, routiniert inszeniert und richtig stark geschrieben, erfüllt der Film zumindest für Horrorfans die Erwartungen, endlich mal etwas Frisches zu sehen. Auch wenn Regisseur Foy auf dem Weg dorthin schon die eine oder andere gängige Jump-Scare-Szene aus dem Hut zieht. Hier hat sich die Zusammenarbeit mehrerer Horror-Experten absolut ausgezahlt.</p>
<p><strong>Eli startet am 18. Oktober 2019 bei Netflix.</strong></p>
<p>Mehr Netflix-Filmkritiken <a href="https://lauterfilme.de/netflix-filmkritik-im-ueberblick/">finden Sie hier</a>.</p>
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<figure id="attachment_6963" aria-describedby="caption-attachment-6963" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6963 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/eli-3-1024x662.jpg" alt="Eli" width="750" height="485" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/eli-3-1024x662.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/eli-3-300x194.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/eli-3-768x496.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/eli-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6963" class="wp-caption-text">Bald kommen Eli ernste Zweifel daran, dass Dr. Horn sein Bestes will.</figcaption></figure>
<p><iframe style="width: 120px; height: 240px;" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;OneJS=1&amp;Operation=GetAdHtml&amp;MarketPlace=DE&amp;source=ac&amp;ref=qf_sp_asin_til&amp;ad_type=product_link&amp;tracking_id=lauterfilme05-21&amp;marketplace=amazon&amp;region=DE&amp;placement=B07H63Q3SV&amp;asins=B07H63Q3SV&amp;linkId=61e9a2ca20a782a07d6a1b895cca6d04&amp;show_border=false&amp;link_opens_in_new_window=false&amp;price_color=333333&amp;title_color=0066c0&amp;bg_color=ffffff" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"><br />
</iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Filmkritik: Lloronas Fluch</title>
		<link>https://lauterfilme.de/filmkritik-lloronas-fluch/</link>
					<comments>https://lauterfilme.de/filmkritik-lloronas-fluch/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Apr 2019 18:14:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Geister]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Reihe]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lange hielten die Macher um Produzent James Wan geheim, dass &#8222;Lloronas Fluch&#8220; zum &#8222;Conjuring&#8220;-Universum gehört. Der bislang sechste Film der losen Horror-Reihe hat allerdings auch nur sehr wenig Berührungspunkte zu den bisherigen Filmen um das Exorzistenpaar Warren und einige der Dämonen, mit denen die sich bislang herumschlagen mussten. Kann der Film trotzdem die Horrorfans überzeugen oder fällt er, wie zuletzt &#8222;The Nun&#8220;, eher enttäuschend aus? Für Regisseur Michael Chavez dürfte Lloronas Fluch so etwas wie ein Sechser im Lotto sein. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Lange hielten die Macher um Produzent James Wan geheim, dass &#8222;Lloronas Fluch&#8220; zum &#8222;Conjuring&#8220;-Universum gehört. Der bislang sechste Film der losen Horror-Reihe hat allerdings auch nur sehr wenig Berührungspunkte zu den bisherigen Filmen um das Exorzistenpaar Warren und einige der Dämonen, mit denen die sich bislang herumschlagen mussten. Kann der Film trotzdem die Horrorfans überzeugen oder fällt er, wie zuletzt <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-the-nun/">&#8222;The Nun&#8220;</a>, eher enttäuschend aus?</strong></p>
<p>Für Regisseur Michael Chavez dürfte <em>Lloronas Fluch</em> so etwas wie ein Sechser im Lotto sein. Denn nach Ende der Dreharbeiten bestimmte James Wan (<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-aquaman/">&#8222;Aquaman&#8220;</a>), Regisseur der beiden Haupt-<em>Conjuring</em>-Filme (Teil 1 und 2), Chavez als seinen Nachfolger. Das dritte Abenteuer der Warrens, das für 2020 angekündigt ist, wird also der Neuling im <em>Conjuring</em>-Universum inszenieren. Und das, obwohl <em>Lloronas Fluch</em> sein Langfilm-Debüt als Regisseur ist. Macht die Qualität des Films über die &#8222;weinende Frau&#8220; die Entscheidung nachvollziehbar?</p>
<figure id="attachment_5998" aria-describedby="caption-attachment-5998" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-5998 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/04/llorona-1-1024x629.jpg" alt="Lloronas Fluch" width="750" height="461" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/04/llorona-1-1024x629.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/04/llorona-1-300x184.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/04/llorona-1-768x472.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/04/llorona-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-5998" class="wp-caption-text">Obwohl Anna nur helfen wollte, enden Patricias Kinder tot im Fluss &#8211; und die Mutter schwört Rache.</figcaption></figure>
<h3>Lloronas Fluch: Die Handlung</h3>
<p>Los Angeles in den 70er Jahren. Sozialarbeiterin Anna (Linda Cardellini) muss nach dem Tod ihres Mannes die beiden Kinder allein aufziehen. Keine leichte Aufgabe, dennoch geht Anna auch in ihrem Job auf und versucht, Menschen zu helfen, wo sie kann. Als sie erfährt, dass die ihr bekannte, zweifache Mutter Patricia (Patricia Velasquez) Probleme mit dem Jugendamt hat, versucht zu, der Frau und ihren beiden Jungs zu helfen. Doch als sie die Kinder eingesperrt im Schrank findet, kann auch sie nichts mehr tun, obwohl die Mutter sie anfleht, die Kinder dort zu lassen.</p>
<p>Am nächsten Tag sind die beiden kleinen Jungen tot &#8211; ertrunken. Immer wieder stammelt die Mutter etwas von La Llorona, der weinenden Frau. Anna findet heraus, dass es sich dabei um eine vor allem in Mexiko bekannte Geistergestalt handelt. Eine junge Frau hatte angeblich aus Eifersucht ihre Kinder ertränkt, um den Gatten zu verletzen und war über die Tat dann so verzweifelt, dass sie Selbstmord beging &#8211; und sich seitdem als Geist weitere Kinder holt, die sie ertränkt. Bald kommen Anna erste Zweifel dass La Llorona wirklich nur ein Mythos ist &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/FtqBoChrY_8" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Lloronas Fluch: Der Fluch der Serie</h3>
<p>Warum die Produzenten beschlossen, <em>Lloronas Fluch</em> in die <em>Conjuring</em>-Reihe aufzunehmen, ist nicht ganz klar. Vermutlich hat es damit zu tun, dem Film mehr Druck an den Kinokassen zu bescheren. Denn inhaltlich gibt es keinen Grund, die Geschichte von der weinenden Frau zwischen die Dämonen und bösen Puppen zu hängen, von denen das <em>Conjuring</em>-Universum beherrscht wird. Bis auf die gleiche Zeit, die hier allerdings weit weniger auffällig in Szene gesetzt ist als in anderen Filmen der Reihe, gibt es wenig Gemeinsamkeiten.</p>
<p>Und dementsprechend dünn ist auch der Faden, der zwischen <em>Lloronas Fluch</em> und den anderen Werken gesponnen wird. Verzichtbar ist er außerdem. Stattdessen blockiert die Verbindung eher inhaltliche Elemente, die zwar angedeutet werden, möglicherweise aus Rücksicht auf die <em>Conjuring</em>-Reihe aber nicht zu Ende gebracht werden. Dem Film aber möglicherweise eine Ebene verliehen hätten, die ihn in die Nähe solcher mehrdeutigen Horror-Perlen wie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Babadook" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Der Babadook&#8220;</a> hätten bringen können. Diese Chance verschenkt Chavez leider völlig.</p>
<figure id="attachment_5999" aria-describedby="caption-attachment-5999" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-5999 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/04/llorona-2-1024x640.jpg" alt="Lloronas Fluch" width="750" height="469" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/04/llorona-2-1024x640.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/04/llorona-2-300x188.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/04/llorona-2-768x480.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/04/llorona-2-400x250.jpg 400w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/04/llorona-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-5999" class="wp-caption-text">Und bald darauf ist die weinende Frau auch hinter Annas Kindern her.</figcaption></figure>
<h3>Lloronas Fluch: Standard-Grusler ohne doppelten Boden</h3>
<p>Denn eigentlich spielen die Autoren Mikki Daughtry und Tobias Iaconis&nbsp;gar nicht ungeschickt mit dem Verdacht der Kindesmisshandlung, die sich zu Beginn als möglicher Grund für die verschreckten und an den Armen verbrannten Kinder herauszukristallisieren scheint. Noch bis zur Mitte der Story schwebt dieses Thema auch im Raum, bevor es dann ohne weitere Erklärung plötzlich nicht mehr relevant scheint. Dazu kommt ein weiteres Problem, dass einige von den <em>Conjuring</em>-Filmen besser machen als <em>Lloronas Fluch</em> &#8211; die innere Logik.</p>
<p>Denn was die weinende Frau denn nun tatsächlich kann und tut, darüber trifft der Film ganz unterschiedliche Aussagen. Mal verbrennt der Geist seine Opfer durch bloße Berührung, mal nicht. Mal genügt es, eine Tür zuzuhalten, um den bösen Geist aufzuhalten, mal schwebt er offenkundig durch feste Wände. Obwohl die handwerklich allesamt sauber gemachten Szenen durchaus zuerst Wirkung zeigen, verlieren sie durch diese Unlogik im Nachhinein doch viel von der dunklen Magie, die einen guten Horrorfilm auszeichnet.</p>
<p>In einigen Szenen zeigt Chavez durchaus, warum Wan ihm die Regie zum nächsten <em>Conjuring</em>-Film gegeben hat. Gut geschnitten, mit starkem Gefühl für Timing und interessante Perspektiven kann der Regisseur im handwerklichen Bereich durchaus überzeugen. Wenn nur die dünne Story nicht wäre. Die auch noch die gruseligsten Momente wie etwa das Weinen des Geistes, das einem durch Mark und Bein geht, durch sehr sparsamen Einsatz fast verschenkt. Diesen leider nur durchschnittlichen Geister-Grusler retten daher auch die durchweg guten Darsteller nicht mehr.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Ob sich die Macher mit der (auch noch dünnen) Verbindung zum <em>Conjuring</em>-Universum wirklich einen Gefallen getan haben, muss angesichts der verschenkten Möglichkeiten bezweifelt werden. Die eigentlich interessante Grundidee von <em>Lloronas Fluch</em>, eine hier wenig bekannte Urban Legend zum Thema eines Films zu machen, bleibt ohne Verbindung zum realen Grauen wie Kindesmisshandlung oberflächlich. So bleiben recht ordentliche, handgemachte Effekte und die gute Darsteller-Riege die einzigen sehenswerten Teile des Films.</p>
<p><strong>Lloronas Fluch startet am 18. April 2019 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_6002" aria-describedby="caption-attachment-6002" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6002 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/04/llorona-3-1024x669.jpg" alt="Lloronas Fluch" width="750" height="490" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/04/llorona-3-1024x669.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/04/llorona-3-300x196.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/04/llorona-3-768x501.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/04/llorona-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6002" class="wp-caption-text">Kann der ehemalige Priester Rafael der Familie gegen den bösen Geist helfen?</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: Polaroid</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Jan 2019 22:26:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Geister]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Teenies]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie beginnt das Horrorjahr 2019? Mit einem Nachzügler. Denn &#8222;Polaroid&#8220; vom schwedischen Regisseur Lars Klevberg, nach seinem eigenen Kurzfilm von 2015 gedreht, sollte schon 2017 in die Kinos kommen. Der Film wurde aber erst von der Produktionsfirma verschoben, die dann auch noch Pleite ging. Eine neue Firma bringt den Teenie-Horror nun Anfang 2019 endlich in die Kinos. Hat sich das lange Warten gelohnt? Eine Erfolgsgeschichte sollte sich wiederholen. 2013 drehte der Schwede David F. Sandberg den gruseligen Kurzfilm &#8222;Lights Out&#8220; [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie beginnt das Horrorjahr 2019? Mit einem Nachzügler. Denn &#8222;Polaroid&#8220; vom schwedischen Regisseur Lars Klevberg, nach seinem eigenen Kurzfilm von 2015 gedreht, sollte schon 2017 in die Kinos kommen. Der Film wurde aber erst von der Produktionsfirma verschoben, die dann auch noch Pleite ging. Eine neue Firma bringt den Teenie-Horror nun Anfang 2019 endlich in die Kinos. Hat sich das lange Warten gelohnt?</strong></p>
<p>Eine Erfolgsgeschichte sollte sich wiederholen. 2013 drehte der Schwede <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/David_F._Sandberg" target="_blank" rel="noopener">David F. Sandberg</a> den gruseligen Kurzfilm &#8222;Lights Out&#8220; &#8211; und durfte ihn 2016 mit Theresa Palmer und Mario Bello als lange Version nochmal drehen. Der Film wurde ein Hit, Sandberg hat sich mit dem sehenswerten <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-annabelle-2/">&#8222;Annabelle 2&#8220;</a> bereits als Horror-Regisseur etabliert und wird 2019 mit &#8222;Shazam!&#8220; das DC-Kino-Universum erweitern. Ist Klevberg ein ähnlicher Erfolg vergönnt?</p>
<figure id="attachment_5289" aria-describedby="caption-attachment-5289" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-5289 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/pola-aufmacher-1024x682.jpg" alt="Polaroid" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/pola-aufmacher-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/pola-aufmacher-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/pola-aufmacher-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/pola-aufmacher-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/pola-aufmacher-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/pola-aufmacher.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-5289" class="wp-caption-text">Die junge Bird gelangt durch Zufall an eine alte Sofortbild-Kamera. Doch das Gerät ist gefährlicher, als es aussieht.</figcaption></figure>
<h3>Polaroid: Die Handlung</h3>
<p>Zwei Mädchen finden auf dem Dachboden eine alte Polaroid-Kamera. Eine der jungen Frauen fotografiert die andere &#8211; und die ist wenig später tot. Bald landet die Kamera in den Händen der jungen High-School-Schülerin Bird (Kathryn Prescott), die in einem Antiquitätenladen jobbt. Tyler (Davi Santos), der Neffe des Ladenbesitzers hat die Kamera gefunden. Bird macht ein Foto vom ihm und nimmt das seltene Stück mit. Während sie auf einer Kostüm-Party ihre Freunde damit fotografiert, kommt Tyler im Laden ums Leben.</p>
<p>Bald dämmert es Bird, dass die Kamera ein unheimliches Eigenleben führt und jeder, der mit ihr fotografiert wurde, in Lebensgefahr schwebt. Doch diese Erkenntnis kommt zu spät, denn das Morden hat bereits begonnen. Kann die junge Frau sich und ihre Freunde vor dem unheimlichen Wesen retten, das sich offenbar in der alten Technik der Polaroid-Kamera eingenistet hat und nun grausam alle Foto-Motive ermordet? Oder fällt auch Bird dem verfluchten Gegenstand zum Opfer?<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/U-3674EOEsI" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Polaroid: Kein neuer Star-Regisseur</h3>
<p>Lars Klevberg wird vermutlich nicht so durchstarten wie Kollege Sandberg, denn <em>Polaroid</em> hat qualitativ nur sehr wenig mit dem gelungenen <em>Lights Out!</em> zu tun. Deutlich stärker ist die Ähnlichkeit zu Filmen wie <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-wish-upon/">&#8222;Wish Upon&#8220;</a>, in dem ebenfalls eine Gruppe Teenies von einem bösen Fluch gejagt wird. Und leider ist <em>Polaroid</em> auch ähnlich schwach. Denn das in den USA mit einem &#8222;PG-13&#8220; ausgestattete Horror-Drama (hier eine Freigabe ab 12) ist deutlich zu harmlos, um mit Sandberg gut funktionierendem Horror-Thriller mitzuhalten.</p>
<p>So hätte jemand Klevberg unbedingt einmal klar machen müssen, dass der Zuschauer zumindest ein wenig von dem erkennen muss, was da auf der Leinwand zu sehen sein sollte. <em>Polaroid</em> ist aber derart dunkel abgemischt, dass die Vorabversion trotz etlicher Versuche, das Bild aufzuhellen, kaum einmal Grusel erzeugt &#8211; weil man schlicht nichts sehen kann. Wenn auch die Kinoversion so wenig zeigt, dürfte der Frust der zahlenden Zuschauer allein deshalb schon sehr groß werden.</p>
<figure id="attachment_5290" aria-describedby="caption-attachment-5290" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-5290 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/pola-2-1024x682.jpg" alt="Polaroid" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/pola-2-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/pola-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/pola-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/pola-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/pola-2-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/pola-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-5290" class="wp-caption-text">Denn schon bald sterben Birds Freunde unter mysteriösen Umständen.</figcaption></figure>
<h3>Polaroid: Leider nichts Neues</h3>
<p>Auch das Drehbuch passt sich der Optik an, denn hier sucht man vergeblich irgendeine neue Idee. Autorin Blair Butler hat zwar schon Erfahrung mit Horror (&#8222;Hell Fest&#8220;), aber für <em>Polaroid</em> ist ihr absolut nichts Frisches eingefallen. Und deshalb schaut sich das Ganze für Horror-Experten wie ein zusammengewürfelter Mischmasch aus bekannten Filmen &#8211; nur schwächer. Zu keinem Zeitpunkt baut der Film echte Spannung auf, lediglich ein paar vorhersehbare Jump-Scares jagen ab und zu den Puls hoch.</p>
<p>Dabei ist die Grundidee des Films zwar nicht neu und originell, aber doch solide genug, um einen leidlich spannenden Horrorfilm daraus zu machen. Was der bereits genannte <em>Lights Out!</em> mit einem wirklich einfallsreichen Monster ebenso beweist wie der höchst effektive <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-a-quiet-place/">&#8222;A Quiet Place&#8220;</a>. <em>Polaroid</em> fehlt es dabei auch an Raffinesse in der Inszenierung. Außer der fast völligen Dunkelheit gibt es keinen stilistischen roten Faden, der <em>Polaroid</em> auf ein zumindest ansehnliches Niveau bringen könnte.</p>
<p>Ein wenig schade für die jungen Darsteller, die sich sichtlich Mühe geben, ihren flachen Rollen ein wenig Profil zu geben. Genre-Veteran Mitch Pileggi (&#8222;Akte X&#8220;) hingegen hat wohl schnell gemerkt, in was für einem durchschnittlichen Horrorfilm er gelandet ist und agiert entsprechend lustlos. Und so ist <em>Polaroid</em> möglicherweise gruselig für 12-jährige, für die er in Deutschland freigegeben ist. Erfahrene Horrorfans dürften vom dürftigen Grusler aber enttäuscht sein.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Wenig Spannung, extrem dunkles Bild und ein uninspiriertes Drehbuch &#8211; <em>Polaroid</em> ist sicher nicht nur wegen der Pleite der Produktionsfirma so lange verschoben worden. Die wenig originelle Story um eine verfluchte Sofortbild-Kamera mag als Kurzfilm funktionieren, für 88 Minuten bietet der Plot aber nicht genug Inhalte, die einen Horror-Liebhaber erschrecken könnten. Trotz bemühter Darsteller ist <em>Polaroid</em>&nbsp;so nur Durchschnittsware.</p>
<p><strong>Polaroid startet am 10. Januar 2019 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_5291" aria-describedby="caption-attachment-5291" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-5291 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/pola-3-1024x682.jpg" alt="Polaroid" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/pola-3-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/pola-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/pola-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/pola-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/pola-3-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/01/pola-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-5291" class="wp-caption-text">Sheriff Pembroke scheint mehr über die Herkunft der tödlichen Kamera zu wissen als er zugibt.</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: Ghost Stories</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Apr 2018 14:04:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[britisch]]></category>
		<category><![CDATA[Geister]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Sherlock]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Von allen europäischen Ländern ist Großbritannien am häufigsten dabei, wenn es gilt, Filme auf internationalem Niveau und für ein großes Publikum zu drehen. Das liegt neben der Sprache mit daran, dass britische Filmemacher sich auch an Genres trauen, die im Rest Europas eher naserümpfend gesehen werden &#8211; beispielsweise Horrorfilme. In &#8222;Ghost Stories&#8220; zeigt unter anderem Martin Freeman (&#8222;Sherlock&#8220;, &#8222;Der Hobbit&#8220;), dass er auch gruselig kann. Die gemeinsame Regiearbeit von Andy Nyman, der auch die Hauptrolle spielt, und Jeremy Dyson, ist [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Von allen europäischen Ländern ist Großbritannien am häufigsten dabei, wenn es gilt, Filme auf internationalem Niveau und für ein großes Publikum zu drehen. Das liegt neben der Sprache mit daran, dass britische Filmemacher sich auch an Genres trauen, die im Rest Europas eher naserümpfend gesehen werden &#8211; beispielsweise Horrorfilme. In &#8222;Ghost Stories&#8220; zeigt unter anderem Martin Freeman (<a href="https://lauterfilme.de/sherlock-macher-uneinig-ueber-zukunft/">&#8222;Sherlock&#8220;</a>, &#8222;Der Hobbit&#8220;), dass er auch gruselig kann.</strong></p>
<p>Die gemeinsame Regiearbeit von Andy Nyman, der auch die Hauptrolle spielt, und Jeremy Dyson, ist ein ungewöhnlicher Horrorfilm. Weniger aufgrund seiner Handlung oder Optik, als vielmehr aufgrund der Tatsache, dass er auf einem Theaterstück basiert, das von den Regisseuren geschrieben und mit großem Erfolg seit 2010 in England aufgeführt wurde. Aber kann man ein Bühnenstück tatsächlich problemlos zu einem Horrorfilm machen?</p>
<figure id="attachment_3889" aria-describedby="caption-attachment-3889" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-3889 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/04/gs-1-1024x678.jpg" alt="Ghost Stories" width="750" height="497" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/04/gs-1-1024x678.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/04/gs-1-300x199.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/04/gs-1-768x509.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/04/gs-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/04/gs-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-3889" class="wp-caption-text">Dr. Goodman enttarnt mit Vorliebe Scharlatane, die vorgeben, übernatürliche Kräfte zu besitzen oder solche Dinge erlebt zu haben.</figcaption></figure>
<h3>Ghost Stories: Die Handlung</h3>
<p>Dr. Phillip Goodman (Andy Nyman) ist Spezialist bei der Entlarvung angeblich paranormalen Schwindels. Eines Tages erhält er Post seines angeblich verschollenen Vorbilds Charles Cameron. Dieser hatte früher selbst solche Phänomene untersucht. Der inzwischen alt und zynisch gewordene Cameron gibt Goodman bei dessen Besuch drei Akten von Fällen, bei denen er keinerlei Erklärungen für das Geschehene finden konnte. Goodman soll sich diese <em>Ghost Stories</em> selbst einmal ansehen und danach urteilen, ob es das Übernatürliche gibt oder nicht.</p>
<p>Und so spricht Goodman mit einem Wachmann, der in einem nur scheinbar leeren Lagerhaus Entsetzliches erlebt hat. Außerdem mit einem jungen Mann, dem auf einer Autofahrt in den Wald unglaubliche Dinge widerfahren sein sollen. Und schließlich mit dem wohlhabenden Mike Prittle (Martin Freeman), der durch unerklärliche Geschehnisse Frau und Kind verloren hat. Goodman dringt dabei immer tiefer in dunkle Geheimnisse vor, die dem eigentlich so rationalen Wissenschaftler mehr und mehr Angst einjagen &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/oOoZgb7mycg" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Ghost Stories: Licht und Schatten</h3>
<p>Ghost Stories gehört zu den modernen Horrorfilmen, die nicht auf harte Gewalt und viel Blut setzen, sondern ihre Wurzeln eher in den asiatischen Horrorfilmen der vergangenen Jahrzehnte hat. Wie in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ring_%E2%80%93_Das_Original" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Ring&#8220;</a>, &#8222;The Grudge&#8220; oder &#8222;The Eye&#8220; wird hier bewusst darauf verzichtet, blut- oder schleimtriefende Monster zu zeigen. Stattdessen bleibt das eigentliche Grauen oft unsichtbar oder zumindest fürs Auge nicht genau erkennbar. Und lässt die eigene Phantasie diese Lücken mit vielleicht schlimmeren Dingen ausfüllen, als ein Film sie je zeigen könnte.</p>
<p>Wer für diese Art Horror empfänglich ist, der dürfte in weiten Teil von Ghost Stories auf seine Kosten kommen. Gerde die ersten beiden Erlebnisse des Wachmanns und des jungen Mannes spielen ganz virtuos auf der Klaviatur des Unruhe und fangen die Geschichte mit genau den richtigen Geräuschen, passendem Licht und gelungenen Kameraperspektiven ein, um maximale Angst zu erzeugen. Weil aber die Stories nicht für sich stehen, sondern letztlich auch in einem übergeordneten Kontext funktionieren müssen, büßt der Film gegen Ende etwas von seiner Intensität ein.</p>
<figure id="attachment_3890" aria-describedby="caption-attachment-3890" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-3890 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/04/gs-2-1024x584.jpg" alt="Ghost Stories" width="750" height="428" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/04/gs-2-1024x584.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/04/gs-2-300x171.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/04/gs-2-768x438.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/04/gs-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-3890" class="wp-caption-text">Wachmann Tony erlebt bei einer Nachtschicht den blanken Horror.</figcaption></figure>
<h3>Ghost Stories: Spannung hält nicht</h3>
<p>So ist schon die dritte und letzte Geistergeschichte schwächer als die beiden Vorgänger. Und die Story, die dann alles miteinander verbindet, ist auch Geschmackssache. Sicher wird es Fans geben, die es sehr mögen, wie Nyman und Dyson den Film enden lassen. Andere werden sich möglicherweise weniger auf das Ende einlassen können. Dass die Macher ein Finale gefunden haben, das nicht jedermanns Sache ist, sollte gerade in einem Horrorfilm kein Vorwurf sein, denn da passen solche ambivalenten Schlussakkorde am besten hin. Dass der Film aber durch seine Auflösung, die findige Zuschauer vermutlich ohnehin früh kommen sehen, so an Spannung einbüßt, kann man ihm schon vorwerfen.</p>
<p>Dennoch ist Ghost Stories kein schlechter Film, ganz im Gegenteil. Er ist durchgehend gut gespielt, fängt häufig den Lokalkolorit des ländlichen Englands großartig ein und bietet ein paar erstklassige Jump-Scares sowie eine immer wieder reichlich unangenehme Atmosphäre. Für einen richtigen Ausreißer nach oben hat er aber zu viele Phasen, die nicht gut funktionieren oder sogar ein wenig langweilen. Ins obere Drittel der Geisterfilme gehört <em>Ghost Stories</em> trotzdem, da er ein paar wirkliche bemerkenswerte Spannungsbögen erzeugt.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Gut, aber nicht brillant, so lässt sich <em>Ghost Stories</em> passend zusammenfassen. Denn gerade da, wo es entscheidend wird, schwächelt der Film in Inszenierung und Inhalt und bringt den tollen Anfang nicht zu einem gleichwertig herausragenden Ende. Dennoch bietet <em>Ghost Stories</em> genug schaurig-schöne Momente, um Horrorfans zufrieden zu stellen. Und da sich der Film in Sachen Blut und Ekeleffekten sehr zurückhält, dürfen auch empfindlichere Mägen den Gang ins Kino wagen. Allzu schreckhaft sollten die allerdings nicht sein.</p>
<p><strong>Ghost Stories startet am 19. April 2018 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_3891" aria-describedby="caption-attachment-3891" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-3891 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/04/gs-3-1024x683.jpg" alt="Ghost Stories" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/04/gs-3-1024x683.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/04/gs-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/04/gs-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/04/gs-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/04/gs-3-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/04/gs-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-3891" class="wp-caption-text">Wer diese dunkle Gestalt ist, wird hier der Spannung wegen nicht verraten.</figcaption></figure>
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