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	<title>Torture Porn - lauterfilme.de</title>
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		<title>Filmkritik: A Classic Horror Story</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Jul 2021 15:55:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Italien war einmal ein berühmtes oder berüchtigtes Horrorfilm-Land, je nachdem, ob man die Perlen unter unzähligen Rip-Offs bekannter US-Vorlagen mag oder die gesamte Horrorwelle der 60er bis 80er Jahre in Italien einfach nicht mag. Doch schon seit längerem ist Italien eher für leichte Komödien bekannt als für derben Horror. Offenbar kein haltbarer Zustand für das Regie-Duo Robert De Feo und Paolo Strippoli. Gemeinsam mit Lucio Besana schreiben sie das Drehbuch zu &#8222;A Classic Horror Story&#8220; und inszenierten das Ergebnis für [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Italien war einmal ein berühmtes oder berüchtigtes Horrorfilm-Land, je nachdem, ob man die Perlen unter unzähligen Rip-Offs bekannter US-Vorlagen mag oder die gesamte Horrorwelle der 60er bis 80er Jahre in Italien einfach nicht mag. Doch schon seit längerem ist Italien eher für leichte Komödien bekannt als für derben Horror. Offenbar kein haltbarer Zustand für das Regie-Duo Robert De Feo und Paolo Strippoli. Gemeinsam mit Lucio Besana schreiben sie das Drehbuch zu &#8222;A Classic Horror Story&#8220; und inszenierten das Ergebnis für Netflix. Kann der Film, der deutliche Anleihen bei vielen Klassikern des Genres nimmt, als eigenständiges Werk überzeugen? Oder ist er nur ein Horror-Häppchen für zwischendurch? Das verrät die Kritik.</p>
<figure id="attachment_10260" aria-describedby="caption-attachment-10260" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-10260 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/classic-1.jpg" alt="A classic horror story" width="1024" height="682" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/classic-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/classic-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/classic-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/classic-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/classic-1-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10260" class="wp-caption-text">Nach dem Unfall entdecken die vier unversehrten Reisenden unheimliche Dinge in einem alten Haus.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Elisa (Matilda Lutz) ist ungewollt schwanger und will zu ihren Eltern nach Süditalien fahren, wo ihre Mutter bereits alles für eine Abtreibung organisiert hat. Um Geld zu sparen, nutzt sie eine Mitfahrzentrale und landet mit einem Haufen Fremder in einem Wohnmobil. Fahrer Fabrizio hofft auf eine Youtube-Karriere und nimmt Reisende günstig mit, wenn sie ihm dafür etwas über sich erzählen. Und so gibt das Liebespaar Mark (Will Merrick) und Sofia (Juliia Sobol) bereitwillig Auskunft über künftige Pläne. Der Arzt Riccardo (Peppino Mazzotta) ist da deutlich schweigsamer. Und auch Elisa möchte ihr Geheimnis nicht unbedingt über den Social Media-Dienst ausposaunen. Dennoch kommt man sich während der Fahrt näher, bis es in der Nacht zu einem folgenschweren Unfall kommt.</p>
<p>Mark setzt den Camper gegen einen Baum, nur wenig Meter von der Straße entfernt. Doch als alle erwachen, steht der Wagen auf einer Lichtung im Wald und weit und breit ist keine Straße zu sehen. Mark hat es beim Unfall übel erwischt, ein Beinbruch setzt ihn außer Gefecht. Die übrigen Reisenden entdecken in der Nähe eine alte Holzhütte, die aber von niemanden bewohnt wird &#8211; wie es scheint. Bald jedoch stoßen Riccardo und Fabrizio im Wald auf Spuren eines satanischen Kults, die offenbar drei dämonische Ritter verehren. Fabrizio kennt die Legende, weil seine Oma sie ihm als Kind erzählte. Erst tut die Gruppe das als alten Aberglauben ab, aber als es dunkel wird, nehmen unheimliche Ereignisse ihren Lauf. Mit tödlichen Folgen &#8230;</p>
<p><iframe title="A Classic Horror Story | Official Trailer | Netflix" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/PHqyFhrb3uU?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Viele Vorbilder</h2>
<p>Zu viele der Titel zu nennen, von denen De Feo und Strippoli sich haben inspirieren lassen, wäre ein dicker Spoiler. Aber Klassiker wie &#8222;The Hills Have Eyes&#8220; oder modernere Horrorfilme wie &#8222;Midsommar&#8220; haben bei A Classic Horror Story definitiv ihre Spuren hinterlassen. Wer mit einem der Filme oder auch beiden etwas anfangen konnte, darf das schon als Sichtungsempfehlung werten. Denn die Atmosphäre beider Filme stand in einigen Szenen hier eindeutig Pate. Im Gegensatz zu diesen Filmen, die ihre Story bald deutlich&nbsp; machen und dann keine wirklichen Überraschungen zu bieten haben, ist <strong>A Classic Horror Story</strong> aber mit einigen Twists ausgestattet, die nicht unbedingt schon von Weitem zu erkennen sind. Hier machen die Autoren/Regisseure einen guten Job.</p>
<p>Wer wenig Erfahrung mit Horror hat, dürfte deshalb auch ordentlich abgeholt werden. Zumal auch die Gewalt zwar selten zu sehen ist, aber dann recht derb und entsprechend schockierend ausfällt (echten Gore-Hounds wird es aber wohl nicht genügen). Fans des Genres wird in der Story allerdings nichts begegnen, was sie nicht schon das eine oder andere Mal gesehen hätten. Der durchaus zweideutige Titel des Films hat also seinen Sinn. Klassisch ist vor allem das Setting des Backwood-Slashers wie in &#8222;Wrong Turn&#8220; oder &#8222;Cabin in the Woods&#8220;, aber wie in letzterem sollte der Zuschauer auch bei<strong> A Classic Horror Story</strong> nicht unbedingt alles für bare Münze nehmen, was er zu sehen bekommt. Wenn sich auch ein direkter Vergleich mit dem US-Klassiker aufgrund doch recht verschiedener Plots verbietet.</p>
<figure id="attachment_10261" aria-describedby="caption-attachment-10261" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10261 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/classic-2.jpg" alt="Haus im Nebel" width="1024" height="682" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/classic-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/classic-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/classic-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/classic-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/classic-2-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10261" class="wp-caption-text">Kein Wunder, wirkt das alte Gebäude doch schon von außen gruselig.</figcaption></figure>
<h2>&nbsp;Blutig und ernst</h2>
<p>Auch in den Gewaltszenen fühlt es sich für Genre-Kenner an, als würde ihnen ein Best-Of-vergangener Zeiten präsentiert. Eine ikonische Szene als &#8222;Misery&#8220; ist ebenso dabei wie eine leichte Verbeugung vor Lucio Fulcis &#8222;Woodoo &#8211; die Schreckensinsel der Zombies&#8220;. Und bei Kulten in Horrorfilmen kommen De Feo und Strippoli natürlich auch an &#8222;Wicker Man&#8220; nicht vorbei. Doch trotz der leicht unterschiedlichen Prämisse bleibt <strong>A Classic Horror Story</strong> atmosphärisch ein Slasher-Movie. Die haben in diesem Monat bei Netflix auch Hochsaison &#8211; mit gleich drei <a href="https://lauterfilme.de/fear-street-1978-kritik-film-netflix/">Fear Street-Filmen</a>. Während allerdings die US-Trilogie auch immer wieder auf schwarzen Humor setzt, bleibt die italienische Variante deutlich ernsthafter und dürfte Horrorfans daher auch mehr zusagen. In <strong>A Classic Horror Story</strong> versteckt sie keine Parodie des Genres. Einen humoristischen Punkt setzen die Macher erst ganz zum Schluss mit einer Art Publikumsbeschimpfung, der vor (Selbst-)Ironie trieft.</p>
<p>Star des Films ist eindeutig Matilda Lutz. Fans des Revenge-Subgenres werden die Schauspielerin bereits aus dem gleichnamigen &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-revenge/">Revenge</a>&#8220; kennen, auch hier beweist sie in ihrer Rolle als Elisa echte Nehmerqualitäten und kristallisiert sich bald als Final Girl der Story heraus. Lutz bringt genug Emotionen in den Film, um das Publikum mitzureißen und an ihrer Seite mitzuleiden, wenn sich all die schrecklichen Morde miterleben muss. Sie hält den Film auch jederzeit zusammen und wird schnell zum Kern der Story.&nbsp;</p>
<figure id="attachment_10262" aria-describedby="caption-attachment-10262" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10262 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/classic-3.jpg" alt="A classic horror story" width="1024" height="682" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/classic-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/classic-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/classic-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/classic-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/classic-3-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10262" class="wp-caption-text">Als die Überlebenden ein schwer misshandeltes Mädchen entdecken, bricht Panik aus.</figcaption></figure>
<p>A Classic Horror Story funktioniert bereits in der ersten Stunde gut, dann beginnen De Feo und Strippoli, eine Meta-Ebene einzubauen, die die Story aus einem anderen Licht zeigt. Und auch das verkaufen die beiden so gut, dass man ich als Zuschauer darauf einlassen kann. Ob es das allzu plakative Ende gebraucht hätte, muss jeder selbst entscheiden. Dringend notwendig für die Qualität des Films ist die Kritik am modernen Leben und der damit einhergehenden Gefühlskälte jedenfalls nicht.&nbsp;</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Die Autoren und Regisseure Robert De Feo und Paolo Strippoli liefern mit <strong>A Classic Horror Story</strong> nur scheinbar einen zum Titel passenden Film ab. Wenn ein Film mit einem großen Twist arbeitet, sollte der sitzen &#8211; und das ist hier der Fall. Zudem ist ihr Werk zwar keine permanente Verbeugung vor Genre-Klassikern, aber einzelne Szenen adressieren klar ihre Inspiration. Horror-Neulinge bekommen in jedem Fall einen spannenden, manchmal blutigen Slasher+ zu sehen, wer sich als Kenner im Horrorbereich sieht, erkennt vermutlich schon früher, wie der Hase läuft, sollte aufgrund der soliden Machart, einiger guter Ideen und der gut gemachten Atmosphäre ebenfalls ihren Spaß haben. Diese <strong>Classic Horror Story</strong> kann man sich gut ansehen!</p>
<p><strong>A Classic Horror Story startet am 14. Juli 2021 bei Netflix.</strong></p>
<figure id="attachment_10263" aria-describedby="caption-attachment-10263" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10263 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/classic-4.jpg" alt="A classic Horror Story" width="1024" height="682" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/classic-4.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/classic-4-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/classic-4-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/classic-4-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/classic-4-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10263" class="wp-caption-text">Bald stellt sich heraus, dass Elisa und die anderen nicht die ersten Opfer sind.</figcaption></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/a-classic-horror-story-kritik-film-netflix/">Filmkritik: A Classic Horror Story</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
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		<title>Filmkritik: Follow Me</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Aug 2020 10:04:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
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		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn die Kamera überall dabei ist! Das Horror-Subgenre des &#8222;Found Footage&#8220;-Films hat in den vergangenen Jahren eine neue Gruppe entdeckt, die in solchen Geschichten für die Hauptrollen perfekt geeignet sind: Youtube-Influencer. Die meist nicht unbedingt sympathisch gezeichneten Protagonisten dieser Storys leben ihr Leben ohnehin oft fast komplett vor der Kamera. Da liegt es nahe, über solche Typen einen Horrorfilm zu machen. Aber ist &#8222;Follow Me&#8220; auch gut geworden? Ganz neu ist die Idee nicht. Schon der miese &#8222;Halloween: Resurrection&#8220; stellte [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wenn die Kamera überall dabei ist! Das Horror-Subgenre des &#8222;Found Footage&#8220;-Films hat in den vergangenen Jahren eine neue Gruppe entdeckt, die in solchen Geschichten für die Hauptrollen perfekt geeignet sind: Youtube-Influencer. Die meist nicht unbedingt sympathisch gezeichneten Protagonisten dieser Storys leben ihr Leben ohnehin oft fast komplett vor der Kamera. Da liegt es nahe, über solche Typen einen Horrorfilm zu machen. Aber ist &#8222;Follow Me&#8220; auch gut geworden?</strong></p>
<p>Ganz neu ist die Idee nicht. Schon der miese &#8222;Halloween: Resurrection&#8220; stellte ein TV-Team, dass in Michaels Geburtshaus drehte, in den Mittelpunkt des Films. Der deutsche &#8222;Heilstätten&#8220; besetzte seine Rollen nicht nur teilweise mit Youtube-Stars, sondern ließ sie auch welche spielen. In <em>Follow Me</em> geht es ebenfalls um einen Youtube-Star, der für seine Follower so gut wie alles tut. Regisseur und Produzent Will Wernick schickte bereits 2017 eine Gruppe in einen &#8222;Escape Room&#8220;, kann der zweite Versuch jetzt überzeugen?</p>
<figure id="attachment_9380" aria-describedby="caption-attachment-9380" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9380 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/08/follow-1.jpg" alt="Follow Me" width="1024" height="569" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/08/follow-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/08/follow-1-300x167.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/08/follow-1-768x427.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9380" class="wp-caption-text">Angeblich ist Alexei ein großer Fan von Cole und hat ihn deshalb eingeladen. Aber stimmt das auch?</figcaption></figure>
<h3>Follow Me: Die Handlung</h3>
<p>Cole (Keegan Allen) ist ein Megastar auf Youtube. Mit waghalsigen Aktionen hat er sich in die Herzen seiner Follower gekämpft. Und nun, zum Zehn-Jahres-Jubiläum, soll etwas ganz Besonderes her. Kumpel Dash (George Janko) hat auch etwas gefunden: den angeblich härtesten und schlimmsten Escape Room der Welt &#8211; in Moskau. Vermittelt hat das ganze Alexei (Ronen Rubinstein), der Sohn eines einflussreichen russischen Politikers, der Cole und seine Freund euch gleich nach Moskau einlädt und ihnen eine First-Class-Flug schenkt.</p>
<p>Doch Moskau ist Cole und seinen Freunden sehr fremd. Ob ein Einkaufsbummel in der Stadt oder ein nächtlicher Club-Besuch einschließlich Stress mit der russischen Mafia &#8211; Cole merkt bald, dass die Dinge in Russland anders laufen als zuhause. Dennoch will er das Wganuis eingehen und startet mit seinen Freunden den Escape Room. Als er jedoch merkt, dass seine Freunde tatsächlich Schmerzen erleiden müssen, wenn er die Rätsel nicht schnell löst, verschwindet seine Begeisterung bald. Und der Escape Room ist nur der Anfang von Coles Horror-Trip &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/H-6Jrnw3Lsg" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Von Spannung zu Folter</h3>
<p>Mit seinem zweiten abendfüllenden Spielfilm nach Escape Room bleibt Autor und Regisseur Will Wernick seinem Genre treu &#8211; und sogar seinem Setting. Dabei unterscheidet sich sein Szenario deutlich vom namensgleichen, aber nicht von ihm gedrehten <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-escape-room/">&#8222;Escape Room&#8220;</a> von 2019. Während dort extrem aufwändig und detailliert bizarre Rätselräume kreiert wurden, hält sich Wernick in <em>Follow Me</em> mehr an realistische Escape Rooms mit kleinen Rätseln und bodenständiger Ausstattung. Allerdings dreht sich nach einer knappen Stunde der T0n des Films ohnehin.</p>
<p>Gab es vorher hauptsächlich spannende Momente, in denen der Zuschauer um das Leben von Coles Freunden fürchten muss, geht es im letzten Drittel erheblich blutiger zur Sache. Ab diesem Zeitpunkt erinnert <em>Follow Me</em> eher an Horrorstreifen wie &#8222;Hostel&#8220; oder &#8222;Saw&#8220;. Zudem steuert Wernick mit seinem Plot dann stark auf die große Auflösung zu, die hinter allem steckt. Und die der Film aufmerksamen Zuschauer leider schon sehr früh verrät. Hier hätte ein nochmaliges Überarbeiten des Drehbuchs möglicherweise geholfen. So ist es recht offensichtlich.</p>
<figure id="attachment_9381" aria-describedby="caption-attachment-9381" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9381 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/08/follow-2.jpg" alt="Follow Me" width="1024" height="569" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/08/follow-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/08/follow-2-300x167.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/08/follow-2-768x427.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9381" class="wp-caption-text">Mit Freundin Erin wartet Cole darauf, dass sich der geheimnisvolle Escape Room endlich öffnet.</figcaption></figure>
<h3>Follow Me: Ende mit Fragen</h3>
<p>Dazu bleibt Wernick in seiner Geschichte auch viele Motivationen der Charaktere schuldig. Während Cole als Sensationsjäger durchaus glaubhaft ist, wird das Verhalten seiner Freunde nie wirklich erklärt. Da die aber als Druckmittel für Coles Einsatz herhalten müssen, wäre gerade hier eine Erklärung wichtig gewesen. Und so fragt sich der Zuschauer zurecht, wie es zur dieser Situation überhaupt kommen konnte. Ob die Auflösung dann jedem gefällt, ist zumindest zweifelhaft. Denn die Botschaft ist vorsichtig formuliert nicht sehr freundlich.</p>
<p>Ohnehin ist <em>Follow Me</em> ein Film, der sich an seinem Twist am Ende messen lassen muss. Wer davon tatsächlich überrascht wird, für den dürfte der Film eine andere Wirkung entfalten als für Zuschauer, die den Plot bereits früher durchschaut haben. Fragen bleiben dennoch offen. Zumindest kann man<em> Follow Me</em> aber attestieren, dass er eine unheimliche und bedrohliche Atmosphäre aufbaut, die er bis zum Ende auch hält. Wer also Spaß an &#8222;Hostel&#8220; und ähnlichen Filmen hat, wird in dieser nicht ganz so brutalen Version auch auf seine Kosten kommen.</p>
<p>Schauspielerisch gibt es wenig zu meckern. Die meist noch unbekannten Darsteller machen ihren Job gut und sorgen so dafür, dass das Publikum schnell mit den Figuren mitleidet. Und Keegan Allen als Cole nimmt man die seelischen Qualen, die er erleiden muss, ebenfalls ab. Doch je mehr sich der Zuschauer mit ihm solidarisiert, desto weniger wird er die Auflösung der Story mögen. So lässt Wernick sein Publikum zwar geschockt zurück, aber nicht unbedingt zufrieden.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Mit <em>Follow Me</em> bringt Regisseur und Autor Will Wernick ein zweischneidiges Schwert in die Kinos. Auf der einen Seite gelingt ihm ein spannender Plot, den er auch atmosphärisch gut umsetzt. Auf der anderen Seite aber lebt der Film extrem von seinem finalen Twist, der bei aufmerksamem Zusehen durchaus schon früh durchschaut werden kann &#8211; und damit eine Menge Spannung flöten geht. Zudem transportiert das Ende auch noch eine unangenehme, zynische Botschaft. Wem Spannung und ein wenig Gore reicht, wird hier aber gut bedient.</p>
<p><strong>Follow Me startet am 20. August 2020 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_9382" aria-describedby="caption-attachment-9382" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9382 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/08/follow-3.jpg" alt="Follow Me" width="1024" height="569" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/08/follow-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/08/follow-3-300x167.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/08/follow-3-768x427.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9382" class="wp-caption-text">Doch das ehemalige russische Gefängnis hält für Cole deutlich blutigere Aufgaben bereit, als er erwartet hat,</figcaption></figure>
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