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	<title>Politik - lauterfilme.de</title>
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	<description>Filme, Serien und viel mehr</description>
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		<title>Filmkritik: Long Shot</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Jun 2019 21:26:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Komödie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit &#8222;Hallo, Mr. President&#8220; verliebt sich der US-Präsident, gespielt von Michael Douglas, in eine Umwelt-Aktivistin, die von Annette Bening dargestellt wurde. Die Idee von 1995 griff nun Regisseur Jonathan Levine (&#8222;Warm Bodies&#8220;) wieder auf &#8211; allerdings mit umgekehrten Vorzeichen. Diesmal trifft die US-Außenministerin auf einen ehemaligen Nachbarsjungen, der nun Journalist ist. Und für die Politikerin die reden schreibt. Kann &#8222;Long Shot&#8220; mit dem charmanten Douglas/Bening-Film von Rob Reiner mithalten? Steh Rogan, der hier nicht nur die männliche Hauptrolle spielt, sondern [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit &#8222;Hallo, Mr. President&#8220; verliebt sich der US-Präsident, gespielt von Michael Douglas, in eine Umwelt-Aktivistin, die von Annette Bening dargestellt wurde. Die Idee von 1995 griff nun Regisseur Jonathan Levine (&#8222;Warm Bodies&#8220;) wieder auf &#8211; allerdings mit umgekehrten Vorzeichen. Diesmal trifft die US-Außenministerin auf einen ehemaligen Nachbarsjungen, der nun Journalist ist. Und für die Politikerin die reden schreibt. Kann &#8222;Long Shot&#8220; mit dem charmanten Douglas/Bening-Film von Rob Reiner mithalten?</strong></p>
<p>Steh Rogan, der hier nicht nur die männliche Hauptrolle spielt, sondern den Film auch mitproduzierte, ist nicht unbedingt für feinen Humor bekannt. So hat er als Serienproduzent für eher derberen Stoff wie <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-preacher-staffel-2/">&#8222;Preacher&#8220;</a>, <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-future-man/">&#8222;Future Man&#8220;</a> oder die bald startenden &#8222;The Boys&#8220; gesorgt und einige der letzten Filmproduktionen wie &#8222;Game over, Man!&#8220; waren eher unterirdisch. Kann der kanadische Comedian auch noch Pointen, die nicht mit Drogen oder Blut zu tun haben? Ja! In <em>Long Shot</em> beweist er, dass er immer noch anders kann &#8211; und das auch noch richtig gut ist.</p>
<figure id="attachment_6326" aria-describedby="caption-attachment-6326" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-6326 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/long-1-1024x682.jpg" alt="Long Shot" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/long-1-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/long-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/long-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/long-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/long-1-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/long-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6326" class="wp-caption-text">Präsident Chambers sieht Charlotte Field als seine Nachfolgerin.</figcaption></figure>
<h3>Long Shot: Die Handlung</h3>
<p>Fred Flarsky (Seth Rogan) ist weder schön noch athletisch, aber ein verdammt guter Journalist. Und weil er nicht nur eine flotte Feder besitzt, sondern auch starke Prinzipien hat, arbeitet er für eine unabhängige Zeitung, die sich nicht vor unangenehmen Wahrheiten drückt. Und deshalb prompt vom Medienmogul Parker Wembley (Andy Serkis) aufgekauft wird. Wutentbrannt kündigt Fred und wird bald danach von einem Freund zu einer Party geschleift, auf der auch die US-Außenministerin Charlotte Field (Charlize Theron) zu Gast ist.</p>
<p>Und die erkennt ihn tatsächlich wieder, weil die beiden eine gemeinsame Vergangenheit haben. Charlotte wohnte in der selben Straße und war hin und wieder Babysitterin für Fred. Weil der gerade arbeitslos ist und Charlotte dringend einen guten Redenschreiber braucht, stellt sie den nicht unbedingt vorzeigbaren Journalisten ein. Sehr zum Bedauern ihrer Stabs-Chefin Maggie (June Diane Raphael), die den dicken, schlecht angezogenen Kerl schnellstens wieder loswerden will. Doch bald werden Fred und Charlotte von ihrer Vergangenheit eingeholt &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/ZKsc2I4Tgsk" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Long Shot: Der lustigste Film 2019?</h3>
<p>Der Name des Films, <em>Long Shot,</em> hat im Englischen eine Menge Bedeutungen, am ehesten dürfte hier &#8222;ein hoffnungsloser Fall&#8220; passen. Obwohl der deutsche Verleih der Meinung war mit dem Zusatz &#8222;unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich&#8220; mehr Licht ins Dunkel der Bedeutung zu bringen. Der Titel ist aber auch eine der wenigen Dinge, die es hier zu kritisieren gibt. <em>Long Shot</em> ist eine der besten Komödien der vergangenen Jahre und bisher mit Abstand der witzigste Film 2019. Und das liegt zu einem guten Teil an den beiden grandiosen Hauptdarstellern.</p>
<p>Pass-sicher wie Fußballprofis spielen sich Theron und Rogen die Bälle zu und bringen auch die schwierigen Schüsse ins Ziel. Dabei ist nicht nur die Gagdichte hoch, auch der Humor ist erstaunlich unterschiedlich. Selbst Rogens bevorzugte Kifferwitze bringt er unter, ohne dass sie diesmal so nerven wie in früheren Filmen. Denn das hervorragende Drehbuch von Dan Sterling (&#8222;The Office&#8220;) und Liz Hannah (<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-die-verlegerin/">&#8222;Die Verlegerin&#8220;</a>) legt zwar ein flottes Tempo an den Tag und lässt den Stars trotzdem genug Platz zum Glänzen. Und die nutzen das auf verschiedene Arten.</p>
<figure id="attachment_6327" aria-describedby="caption-attachment-6327" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6327 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/long-2-1024x682.jpg" alt="Long Shot" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/long-2-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/long-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/long-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/long-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/long-2-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/long-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6327" class="wp-caption-text">Für den Wahlkampf engagiert Charlotte ihren Kinder-Kumpel Fred als Redenschreiber.</figcaption></figure>
<h3>Long Shot: Mehr als nur Trump-Bashing</h3>
<p>Das Script schafft es nicht nur, aktuelle Politik mit einem wunderbar doof-eitlen Präsidenten (Bob Odenkirk) auf den Arm zu nehmen, sondern auch auf Notwendigkeit der &#8222;#MeToo&#8220;-Debatte hinzuweisen, wenn sich Charlotte nicht nur gegen politische Attacken, sondern auch gegen Dauergeflirte zur Wehr setzen muss. Dass dabei dann auch noch die Love-Story zwischen Fred und Charlotte funktioniert ist da fast ein kleines Wunder. Und doch knistert die Leinwand, wenn die beiden sehr unterschiedlichen Typen in Wortgefechten aufeinander prallen.</p>
<p>In bester <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Screwball-Kom%C3%B6die" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;Screwball&#8220;-Manier</a> umschwirren sich Rogan und Theron, nähern sich gekonnt an und erobern das Herz des jeweils anderen so glaubhaft, dass neben vielen Lachern hier auch echte Rührung aufkommt. Und sich der Zuschauer auch deshalb so dringend ein Happy-End wünscht, weil es hier eben so verdammt unwahrscheinlich ist. Denn Charlotte muss für ihren politischen Erfolg ein Menge Kröten schlucken, mit denen Fred so gar nicht einverstanden ist. Doch die Chance, die erste Präsidentin der USA zu werden, will sich Charlotte nicht entgehen lassen.</p>
<p>Jonathan Levine setzt nicht nur die zahlreichen Pointen des Films gut in Szene, wobei er viel Hilfe durch das traumhafte Timing seiner Stars hat. Er schafft es auch, dass das Publikum beide Protagonisten versteht und die Sympathien daher recht gleich verteilt sind. Und so ist <em>Long Shot</em> eine ganz starke Rom-Com mit vielen politischen Seitenhieben, bei der sowohl der Rom- als auch der Com-Teil ausgezeichnet funktionieren. Ein so lustigen, packenden und anrührenden Film gab es im Kino schon länger nicht mehr.&nbsp;</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Lustig, aber nie albern. Scharf, aber nie zynisch. Und romantisch, aber nie kitschig. Filme mit einer Qualität von <em>Long Shot</em> gibt es heute nicht mehr oft. Mit Seth Rogen und Charlize Theron&nbsp; spielen zwei Stars, die nicht nur sehr uneitel einiges für eine gute Pointe hinnehmen, sondern auch eine starke Chemie aufweisen. Und denen man deshalb diese eigentlich unglaubliche Love-Story tatsächlich abkauft. Die große Bandbreite des Humors &#8211; von derben Drogen-Gags bis feingeistigem Dialog &#8211; sorgt zudem dafür, dass fast jeder Zuschauer hier garantiert ein paar Mal lachen muss. Unbedingt ansehen!</p>
<p><strong>Long Shot startet am 20. Juni in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_6328" aria-describedby="caption-attachment-6328" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6328 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/long-3-1024x682.jpg" alt="Long Shot" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/long-3-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/long-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/long-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/long-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/long-3-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/long-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6328" class="wp-caption-text">Doch bald ist das mehr als nur kollegiale Gefühle. Hat diese eigentlich unmögliche Liebe eine Chance?</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Filmkritik: Sicario 2</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jul 2018 09:27:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Action]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während Donald Trump noch immer eine Mauer an der Grenze zu Mexiko errichten will, beschäftigt sich &#8222;Sicario 2&#8220; wie sein Vorgänger mit den Realitäten im Grenzgebiet. Welche Story diesmal dahintersteckt, ob der einsame Rächer Gilick wieder auftaucht und ob Taylor Sheridans Drehbuch erneut der heimliche Star des Films ist, erfahren Sie hier. Taylor Sheridan gehört momentan zu den spannendsten kreativen Köpfen Hollywoods. Der 48-jährige Autor, Regisseur und Produzent schrieb bereits das Drehbuch für den ersten Teil und hat auch Sicario [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Während Donald Trump noch immer eine Mauer an der Grenze zu Mexiko errichten will, beschäftigt sich &#8222;Sicario 2&#8220; wie sein Vorgänger mit den Realitäten im Grenzgebiet. Welche Story diesmal dahintersteckt, ob der einsame Rächer Gilick wieder auftaucht und ob Taylor Sheridans Drehbuch erneut der heimliche Star des Films ist, erfahren Sie hier.</strong></p>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Taylor_Sheridan" target="_blank" rel="noopener">Taylor Sheridan</a> gehört momentan zu den spannendsten kreativen Köpfen Hollywoods. Der 48-jährige Autor, Regisseur und Produzent schrieb bereits das Drehbuch für den ersten Teil und hat auch <em>Sicario 2</em> zu Papier gebracht. Dazu schrieb er <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-hell-or-high-water/">&#8222;Hell or High Water&#8220;</a>, der ihm eine Oscar-Nominierung einbrachte, und überzeugte Anfang des Jahres mit <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-wind-river/">&#8222;Wind River&#8220;</a> auch als Regisseur seines eigenen Scripts. Hält er auch bei <em>Sicario 2</em> sein hohes Niveau?</p>
<figure id="attachment_4434" aria-describedby="caption-attachment-4434" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4434 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/sic2-1-1024x683.jpg" alt="Sicario 2" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/sic2-1-1024x683.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/sic2-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/sic2-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/sic2-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/sic2-1-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/sic2-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4434" class="wp-caption-text">Auf Anordnung der US-Regierung zetteln Gillick und Graver einen Krieg zwischen den Drogenkartellen an.</figcaption></figure>
<h3>Sicario 2: Die Handlung</h3>
<p>Es beginnt weit weg von der mexikanischen Grenze. Als mehrere Selbstmordattentäter in Kansas City 15 Menschen in einem Supermarkt mit in den Tod reißen und sich auch ein Flüchtling an der mexikanischen Grenze in die Luft sprengt, ist für die US-Behörden die Sache klar: Die Schleuser schmuggeln arabische Terroristen über die US-Südgrenze ins Land. Da inzwischen ohnehin mit Menschen als Schmuggelgut mehr Geld zu verdienen ist als mit Drogen, ruft Verteidigungsminister Riley (Matthew Modine, <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-stranger-things-2/">&#8222;Stranger Things&#8220;</a>) die CIA auf den Plan.</p>
<p>Agent Matt Graver (Josh Brolin) hat freie Hand, um die Drogenkartelle Mexikos in einen möglichst blutigen Vernichtungskrieg gegeneinander zu locken. Dazu entführt er mithilfe des einstigen Anwalts Gillick (Benicio del Toro), der mittlerweile als Ein-Mann-Armee gegen die Kartelle kämpft, die Tochter (Isabela Moner) eines Drogenbosses und schiebt es einer rivalisierenden Bande in die Schuhe. Das tritt eine Welle der Gewalt los, die auch Graver und Gillick nicht ausspart &#8230;</p>
<h3>Sicario 2: Blutig und böse</h3>
<p>Wie schon im ersten Teil der Story greift Sheridan auch diesmal auf den realen Konflikt zwischen den USA und den Drogenkartellen Mexikos zurück, um seine Geschichte zu erzählen. Und dabei macht er gemeinsam mit dem italienischen Regisseur Stefano Sollima (&#8222;Gomorrha&#8220;) keine Gefangenen. Mit hohem Bodycount zeigt er die unnachgiebige Härte, mit der sich beide Seiten bekriegen. Und legt mit klugen Szenen und Dialogen offen, was für ein empfindliches Pulverfass sich da an der Südgrenze der USA befindet.</p>
<p>Sicario bedeutet auf Spanisch Auftragskiller und von Morden aus politischen Motiven bekommt der Zuschauer in <em>Sicario 2</em> mehr als genug zu sehen. Bereits im ersten Teil etablierte sich del Toros Charakter als gnadenloser Rächer. Und auch diesmal zögert der Mann, der seine Familie an den Drogenterror in Mexiko verloren hat, keine Sekunde. Während sich der erste Teil der Saga mit dem Verteidigungskrieg der US-Behörden gegen die Drogenschwemme beschäftigte, sind Gillick und Graver diesmal aber in einen Angriff auf Mexikos Banden involviert und so lässt der CIA-Mann seinen Killer komplett von der Leine &#8211; das endet meist blutig.</p>
<figure id="attachment_4435" aria-describedby="caption-attachment-4435" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4435 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/sic2-2-1024x684.jpg" alt="Sicario 2" width="750" height="501" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/sic2-2-1024x684.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/sic2-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/sic2-2-768x513.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/sic2-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/sic2-2-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/sic2-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4435" class="wp-caption-text">Die junge Isabela wird dabei zum Spielball verschiedener Interessen.</figcaption></figure>
<h3>Sicario 2: Keine Erlösung</h3>
<p>Wie immer bei Drehbüchern von Taylor Sheridan gibt es weder einfache Antworten noch Lösungen der Probleme. Der Autor bleibt Beobachter der Fakten und passt sein fiktives Szenario derart gut an, dass jede Storywendung glaubhaft bleibt. Dazu behält er seinen oft dokumentarischen Stil bei, den Sollina in entsprechende Bilder umsetzt. Endlose Wüsten, wartende Flüchtlinge, die in uralten Bussen bis an die Grenze transportiert werden, hastig ausgeführte Erschießungen irgendwo im Niemandsland. Gute Laune macht <em>Sicario 2</em> nicht.</p>
<p>Das wäre dem düsteren Stoff aber auch nicht angemessen. Teil zwei erreicht zwar nicht mehr ganz die Schockmomente des Vorgängers, da das Publikum mittlerweile weiß, wie skrupellos beide Seiten vorgehen. Und ein Charakter wie die naive FBI-Agentin Kate diesmal fehlt, um dem Publikum die Augen zu öffnen. Dafür ist <em>Sicario 2</em> noch ein Stück dunkler als der schon dunkelgraue Beginn der Saga. Lichtblicke gibt es wenige, und die zeigt Benicio del Toro, der die entführte Isabela zu retten versucht, als sie zum Spielball der Interessen wird. Und so ausgerechnet als desillusionierter Killer eines der wenigen Zeichen von Menschlichkeit in <em>Sicario 2</em> setzt.</p>
<p>Und das Trio del Toro, Brolin und Moner ist es auch, das den Film trägt und das Publikum emotional mitnimmt. Sonst wäre der fast komplett hoffnungslose Plot von <em>Sicario 2</em> auch kaum auszuhalten.&nbsp;</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Sehr düsteres, knallhartes und realistisches Actionkino, das einen weitgehend trostlosen Blick auf den Grenzkonflikt zwischen den USA und Mexiko wirft. Und erfreulich klischeefrei eine weitere Episode aus einer Geschichte erzählt, die so bald wohl nicht endet. Sheridans Schlussfolgerungen sind dabei ebenso traurig wie glaubhaft. Alles andere als leicht verdaulich, aber ein guter Film für Zuschauer, die so etwas aushalten.</p>
<p><strong>Sicario 2 startet am 19. Juli 2018 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_4436" aria-describedby="caption-attachment-4436" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4436 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/sic2-3-1024x683.jpg" alt="Sicario 2" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/sic2-3-1024x683.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/sic2-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/sic2-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/sic2-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/sic2-3-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/sic2-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4436" class="wp-caption-text">Gravers Truppe hält sich dabei ebensowenig an geltendes Recht wie ihre Gegner.</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: The First Purge</title>
		<link>https://lauterfilme.de/filmkritik-the-first-purge/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Jul 2018 15:32:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Blumhouse Productions haben nicht nur Horror in den Kinos in den vergangenen Jahren wieder salonfähig gemacht, sondern auch ein anderes Kunststück geschafft. Sie drehten Fortsetzungen, die besser waren als die Erstlinge. So geschehen unter anderem bei der &#8222;Purge&#8220;-Serie, deren vierter Teil namens &#8222;The First Purge&#8220; jetzt in die Kinos kommt. Ein Prequel und gleichzeitig ein vierter Teil &#8211; kann das gut gehen? James DeMonaco, der starke Mann hinter der Purge-Reihe, inszenierte und schrieb die ersten drei Filme, für den vierten [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Blumhouse Productions haben nicht nur Horror in den Kinos in den vergangenen Jahren wieder salonfähig gemacht, sondern auch ein anderes Kunststück geschafft. Sie drehten Fortsetzungen, die besser waren als die Erstlinge. So geschehen unter anderem bei der &#8222;Purge&#8220;-Serie, deren vierter Teil namens &#8222;The First Purge&#8220; jetzt in die Kinos kommt. Ein Prequel und gleichzeitig ein vierter Teil &#8211; kann das gut gehen?</strong></p>
<p>James DeMonaco, der starke Mann hinter der Purge-Reihe, inszenierte und schrieb die ersten drei Filme, für den vierten steuerte er nur noch das Drehbuch bei. Hier übernahm Gerard McMurray die Regie, der vorher unter anderem als Produzent für das Rassismus-Drama &#8222;Nächster Halt: Fruitvale&#8220; als Produzent arbeitete. Ein logischer Schritt, denn <em>The First Purge</em> hat fast ausschließlich afro-amerikanische und Latino-Darsteller und das Thema Rassismus nimmt hier breiten Raum ein &#8211; aber ist der Film auch gut?</p>
<figure id="attachment_4353" aria-describedby="caption-attachment-4353" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4353 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/purge-1-1024x684.jpg" alt="The First Purge" width="750" height="501" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/purge-1-1024x684.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/purge-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/purge-1-768x513.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/purge-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/purge-1-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/purge-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4353" class="wp-caption-text">Eigentlich wollte Nya die Purge in der Kirche aussitzen, gemeinsam mit Nachbarin Dolores.</figcaption></figure>
<h3>The First Purge: Die Handlung</h3>
<p>Die USA in naher Zukunft. Eine neue Partei, die &#8222;New Founding Fathers of Amerika&#8220;, kurz NFFA, hat die Mehrheit errungen und regiert nun das Land. Weil Unruhen und Gewalt stetig steigen, will die Regierung ein Konzept der Verhaltensforscherin Dr. May Updale (Marisa Tomei) testen. In Staten Island soll es die erste Purge geben &#8211; zwölf Stunden lang sind alle Verbrechen einschließlich Mord legal. Damit viele der Armen, die dort leben, auch zuhause bleiben, lobt die Regierung 5000 Dollar Belohnung für jeden aus.</p>
<p>Und wer mitmacht und das Ganze per Kontaktlinsen-Kamera auch überträgt, dem winkt weiteres Geld. Für die Sozial-Aktivistin Nya (Lex Scott Davis), die selbst dort lebt, ist die Purge ein rotes Tuch. Ihr Ex-Freund Dmitri (Y&#8217;Lan Noel), den sie verlassen hat, als er sich zum Drogenkönig des Viertels aufschwang, hält auch nicht viel von der Purge. Er befürchtet, sie sei schlecht fürs Geschäft. Doch als die zwölf gesetzlosen Stunden beginnen, muss auch er bald einsehen, dass es nicht so einfach ist, sich aus der Purge herauszuhalten &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/UL29y0ah92w" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>The First Purge: Klarer Angriff auf US-Politik</h3>
<p>Begann die Reihe 2013 als Idee zu einem blutigen Home-Invasion-Thriller mit Ethan Hawke, so erkannte Autor James DeMonaco bald, dass hier mehr Potenzial ruhte. Und so waren die Nachfolger mit Frank Grillo als grimmigem (Anti)-Helden tatsächlich besser als Teil eins. Besonders im dritten Teil überspitzte er als Regisseur seine Version des Zivilisationsaussetzers deutlich satirisch, als er die Armen von dekadenten weißen Herrenmenschen und bigotten &#8222;Ehrenmännern&#8220; blutigst niedermetzeln ließ.</p>
<p>Damit hatte McMurray, der neue Mann im Regiestuhl, wenig am Hut. Er drehte den neuen Film, der chronologisch an den Anfang der Saga gehört, komplett ohne Humor oder Satire, sondern mit bitterem Ernst. Der dem Stoff deutlich besser steht &#8211; und von der FSK auch gleich mit einer &#8222;ab 18&#8220;-Freigabe versehen wurde. Wenn hier Armut mit Hautfarbe gleichgesetzt wird und die Regierung ausschließlich aus weißen, alten Männern besteht, dann sind die Seitenhiebe auf die Republikaner und Trump kaum zu übersehen.</p>
<figure id="attachment_4354" aria-describedby="caption-attachment-4354" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4354 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/purge-2-1024x684.jpg" alt="The First Purge" width="750" height="501" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/purge-2-1024x684.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/purge-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/purge-2-768x513.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/purge-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/purge-2-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/purge-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4354" class="wp-caption-text">Aber weil ihr kleiner Bruder Mist baut, gerät Nya bald mitten hinein in die Blutnacht von Staten Island.</figcaption></figure>
<h3>The First Purge: Wenig subtil und sehr vorhersehbar</h3>
<p>McMurray und DeMonaco leisten sich trotz des passenden Ansatzes aber auch einige Schnitzer. So ist die Story arg vorhersehbar. Erfahrene Thriller-Fans wissen nach zehn Minuten schon ziemlich genau, wie sich diese erste Purge-Nacht entwickeln wird. Und auch der Twist, den der Film dem Zuschauer verkaufen will, kommt nach dem dritten Teil nicht mehr so überraschend. All das erzählt McMurray zusätzlich wenig subtil und mit teilweise extrem nervtötenden und maßlos übertriebenen Figuren.</p>
<p>Dass <em>The First Purge</em> dennoch ein ordentlicher Genre-Film geworden ist, liegt auch diesmal wieder an der Härte, die er an den Tag legt. Er zeigt drastisch, wie ein ganzes Viertel fast systematisch niedergemetzelt wird. Und blendet auch dann nicht weg, wenn es wirklich unerfreulich wird. Und ohne DeMonacos Satire treffen diese Bilder deutlich härter als noch in den Vorgängern. Immer wieder schimmern hier Bilder der realen Tötungen von jungen Schwarzen oder Latinos durch US-Polizisten durch und machen aus <em>The First Purge</em> einen zwar mitunter platten, aber sehr effektiven Rassismus-Thriller.</p>
<p>So tritt <em>The First Purge</em> ein wenig in die Fußstapfen des eleganteren <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-get-out/">&#8222;Get Out&#8220;</a>, der ebenfalls von Blumhouse produziert wurde und ein ganz ähnliches Thema bearbeitet. Als dystopischer Thriller, der sich unangenehm dicht an der heutigen Realität bewegt, ist The First Purge daher auch durchaus gelungen. Wer auf subtilere Filme in der Tradition von <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-moonlight/">&#8222;Moonlight&#8220;</a> steht, für den ist <em>The First Purge</em> aber nichts. Leise Töne werden hier in Blut ersäuft.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Trotz der guten Entscheidung, statt satirischer Überhöhung diesmal blutigen und realistischen Ernst als Erzählform zu nutzen, krankt <em>The First Purge</em> an zu vielen Stereotypen und vorhersehbarer Handlung. Zum Ende hin glänzt er dafür mit blutiger, dicht inszenierter Action und hält der momentanen US-Regierung ziemlich unverhohlen den Spiegel vor. Für Fans der Reihe in jedem Fall empfehlenswert und wer auf harte Action steht, kommt auch auf seine Kosten.&nbsp;</p>
<p><strong>The First Purge läuft ab dem 5. Juli 2018 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_4355" aria-describedby="caption-attachment-4355" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4355 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/purge-3-1024x684.jpg" alt="The First Purge" width="750" height="501" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/purge-3-1024x684.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/purge-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/purge-3-768x513.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/purge-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/purge-3-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/07/purge-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4355" class="wp-caption-text">Auch Nyas Ex-Freund Dmitri (rechts), der größte Drogendealer des Viertels, gerät bald in die Kämpfe der Purge.</figcaption></figure>
<p><iframe style="width: 120px; height: 240px;" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;OneJS=1&amp;Operation=GetAdHtml&amp;MarketPlace=DE&amp;source=ac&amp;ref=qf_sp_asin_til&amp;ad_type=product_link&amp;tracking_id=lauterfilme05-21&amp;marketplace=amazon&amp;region=DE&amp;placement=B07DHTJZ99&amp;asins=B07DHTJZ99&amp;linkId=8e199905c4bc090b542b1c139b369feb&amp;show_border=false&amp;link_opens_in_new_window=false&amp;price_color=333333&amp;title_color=0066c0&amp;bg_color=ffffff" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"><br />
</iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Filmkritik: Die Verlegerin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Feb 2018 17:49:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Spielberg]]></category>
		<category><![CDATA[Wahre Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Einst war er das Hollywood-Wunderkind schlechthin und erfand mit &#8222;Der weiße Hai&#8220; den Sommer-Blockbuster. Daher gilt Steven Spielberg für viele als der Inbegriff des Unterhaltungsfilm-Regisseurs, obwohl der 71-jährige bereits seit Mitte der 80er Jahre immer wieder auch sehr ernsthafte Filme drehte. Mit &#8222;Die Verlegerin&#8220; liefert er nun eine weitere Arbeit ab, die weniger unterhalten als vielmehr aufklären soll. Meryl Streep spielt &#8222;Die Verlegerin&#8220; &#8211; der Film zu Trump. Wenn Steven Spielberg sich eines historischen Themas annimmt, kann man stets mit [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Einst war er das Hollywood-Wunderkind schlechthin und erfand mit &#8222;Der weiße Hai&#8220; den Sommer-Blockbuster. Daher gilt Steven Spielberg für viele als der Inbegriff des Unterhaltungsfilm-Regisseurs, obwohl der 71-jährige bereits seit Mitte der 80er Jahre immer wieder auch sehr ernsthafte Filme drehte. Mit &#8222;Die Verlegerin&#8220; liefert er nun eine weitere Arbeit ab, die weniger unterhalten als vielmehr aufklären soll. Meryl Streep spielt &#8222;Die Verlegerin&#8220; &#8211; der Film zu Trump.</strong></p>
<p>Wenn <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Steven_Spielberg" target="_blank" rel="noopener">Steven Spielberg</a> sich eines historischen Themas annimmt, kann man stets mit einem guten Film rechnen. Denn seit &#8222;Die Farbe Lila&#8220; hat der vielleicht erfolgreichste Regisseur der Welt immer wieder unvergessliche Momente der Kinohistorie geschaffen, die auf wahren Begebenheiten basieren. &#8222;Schindlers Liste&#8220;, &#8222;München&#8220; oder &#8222;Lincoln&#8220; sind nur einige Beispiele. Allerdings sind nicht alle seine Ausflüge in ernstere Gefilde echte Highlights in seinem Schaffen. Wo ordnet sich <em>Die Verlegerin</em> ein?</p>
<figure id="attachment_3538" aria-describedby="caption-attachment-3538" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-3538 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-2-1024x682.jpg" alt="Die Verlegerin" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-2-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-2-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-3538" class="wp-caption-text">Tom Hanks spielt den schlitzohrigen Chefredakteur Ben Bradlee.</figcaption></figure>
<h3>Die Verlegerin: Die Handlung</h3>
<p>1971: Durch einige Aktivisten gelangen geheime Regierungspapiere in die Redaktion der renommierten New York Times. Die so genannten Pentagon-Papers beinhalten brisante Aussagen, aus denen hervorgeht, dass die US-Regierung bereits seit Jahren wusste, dass der Vietnamkrieg nicht zu gewinnen war. Dennoch ging er noch lange weiter und kostete tausende von Soldaten auf beiden Seiten das Leben. Weil die Regierung Wind von der geplanten Veröffentlichung bekommt, verhindert sie per Gerichtsbeschluss, dass die New York Times erscheinen darf.&nbsp;</p>
<p>Die eher kleine Washington Post bekommt ebenfalls die Chance, die Papiere in die Hände zu kriegen und abzudrucken. Und Chefredakteur Ben Bradlee (Tom Hanks) ist mehr als gewillt, das trotz Androhung der Klage auch zu tun. Doch die Entscheidung liegt bei seiner Chefin, der Verlegerin Katharine Graham (Meryl Streep), die die Zeitung von ihrem Mann geerbt hat und eigentlich auf ihre Anwälte und Berater hört. Wird sie der Pressefreiheit zu ihrem Recht verhelfen und drucken? Oder wird sie in einer finanziell heiklen Phase für die Zeitung einknicken und dem Ärger aus dem Weg gehen?<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/XX5hvIX3Vk4" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Die Verlegerin: Klare Aussage zur aktuellen Lage</h3>
<p>Aus seiner politischen Haltung hat Steven Spielberg nie einen Hehl gemacht. Und auch Die Verlegerin zeigt deutlich, dass das liberale Hollywood mit den Machenschaften von Präsident Trump nicht glücklich sind. Denn obwohl sich der Film auf eine tatsächliche historische Story aus dem Jahr 1971 bezieht, zielt Spielberg mit dem Drehbuch von Josh Singer, der unter anderem &#8222;Spotlight&#8220; schrieb, klar auf Trumps Kampf gegen die Pressefreiheit ab. Und diese allzu deutliche Absicht tut dem Rest des Films leider nicht wirklich gut.</p>
<p>Was nicht heißt, dass <em>Die Verlegerin</em> nicht unterhaltsam wäre. Vor allem Tom Hanks tut in jeder seiner Szenen alles, um den eigentlich eher trockenen Stoff mit emotionalen Momenten zu versehen. Seine Version des bockbeinigen, aber furios für Pressefreiheit kämpfenden Chefredakteurs ist eines der Highlights des Films. Und auch die oscarnominierte Meryl Streep ist als titelgebende Verlegerin traditionell gut. Beide Leistungen täuschen aber nicht über die Tatsache hinweg, dass der Film für seine Laufzeit von fast zwei Stunden schlicht nicht genug Handlung hat.</p>
<figure id="attachment_3539" aria-describedby="caption-attachment-3539" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-3539 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-3-1024x682.jpg" alt="Die Verlegerin" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-3-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-3-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-3539" class="wp-caption-text">Die Anwälte des Verlags sind von Bradlees Plänen wenig begeistert.</figcaption></figure>
<h3>Die Verlegerin: Zu bemüht korrekt</h3>
<p>Denn im Kern der Handlung geht es nur um die Frage, ob Graham sich nun für finanzielle Sicherheit oder Pressefreiheit entscheidet. Und dieser Moment ist im Film eher unspektakulär inszeniert. Auf dem Weg dorthin gibt es immer wieder kleine humoristische Perlen zu sehen. Spielberg gibt seinem Film ohnehin durchgehend einen satirischen Anstrich, auch wenn das Grundthema ernst genug ist. Dadurch weiß aber der Nicht-Amerikaner im Kino auch nicht immer, wann eine Szene tatsächlich realistisch, und wann sie satirisch überspitzt ist. Das wird Spielberg kaum stören, da er den Film sicher hauptsächlich für den US-Markt drehte, wo der reale Fall bis heute zur Allgemeinbildung gehört. Für Europäer ist der Stoff so aber deutlich schwieriger zu verstehen.</p>
<p>Und so werden viele das Kino mit dem Gefühl verlassen, einen aufrechten und gut gemeinten Film gesehen zu haben, der auf der Unterhaltungsebene aber nicht durchgehend funktioniert und seine Längen hat. Die Oscarnominierung dürfte denn auch eher politische als künstlerische Gründe haben. <em>Die Verlegerin</em> ist kein schlechter Film, aber in einem derart guten Jahrgang wie diesem hat er eigentlich als &#8222;Bester Film&#8220; nichts verloren. <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-three-billboards-outside/">Da gibt es bessere.</a></p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Ein gute und routiniert erzählte Politik-Aufklärungsstunde, die sicher auch gut gemeint ist, aber über seine 117 Minuten nicht immer fesselt. Tom Hanks und Meryl Streep machen <em>Die Verlegerin</em>&nbsp;zumindest für Fans der beiden Schauspieler zum vergnüglichen Kinobesuch. Zu den großen Werken des Regiegiganten zählt der Film aber definitiv nicht, auch wenn er seine Aussage deutlich auf den Punkt bringt.</p>
<p><strong>Die Verlegerin startet am 22. Februar 2018 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_3540" aria-describedby="caption-attachment-3540" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-3540 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-4-1024x682.jpg" alt="Die Verlegerin" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-4-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-4-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-4-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-4-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-4-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-4.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-3540" class="wp-caption-text">Steven Spielberg trifft in seinem neuen Film klare politische Aussagen.</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: Barry Seal &#8211; Only in America</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Sep 2017 14:05:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Drogen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Tom Cruise]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine ganz schön absurde Geschichte, die Regisseur Doug Liman und sein Star Tom Cruise uns da auftischen wollen, oder? Nein, nicht ganz, denn die Sache ist tatsächlich so passiert! &#8222;Barry Seal &#8211; Only in America&#8220; ist ein Lehrstück über US-Außenpolitik in den frühen 80ern. Sollte man sich das ansehen? Manchmal schreibt das Leben Geschichten, die wir einem Autor niemals abnehmen würden, so unglaublich und unglaubwürdig sind sie. Regisseur Doug Liman (&#8222;Edge of Tomorrow&#8220;) hat eine solche jetzt verfilmt. Und nach [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-barry-seal-only-in-america/">Filmkritik: Barry Seal &#8211; Only in America</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine ganz schön absurde Geschichte, die Regisseur Doug Liman und sein Star Tom Cruise uns da auftischen wollen, oder? Nein, nicht ganz, denn die Sache ist tatsächlich so passiert! &#8222;Barry Seal &#8211; Only in America&#8220; ist ein Lehrstück über US-Außenpolitik in den frühen 80ern. Sollte man sich das ansehen?</strong></p>
<p>Manchmal schreibt das Leben Geschichten, die wir einem Autor niemals abnehmen würden, so unglaublich und unglaubwürdig sind sie. Regisseur Doug Liman (&#8222;Edge of Tomorrow&#8220;) hat eine solche jetzt verfilmt. Und nach der Zusammenarbeit beim Sci-Fi-Film erneut mit Tom Cruise als Hauptdarsteller gearbeitet. Ist der Film eine trockene Aufarbeitung der sogenannten &#8222;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Iran-Contra-Aff%C3%A4re" target="_blank" rel="noopener">Iran-Contra-Affäre</a>&#8220; oder hat die Sache auch Unterhaltungswert?</p>
<figure id="attachment_2735" aria-describedby="caption-attachment-2735" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-2735 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/09/barry-1-1024x686.jpg" alt="Barry Seal" width="750" height="502" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/09/barry-1-1024x686.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/09/barry-1-300x201.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/09/barry-1-768x515.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/09/barry-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/09/barry-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-2735" class="wp-caption-text">Mit Gattin Lucy hat Barry das große Los gezogen &#8211; sie hält fest zu ihm.</figcaption></figure>
<h3>Barry Seal: Die Handlung</h3>
<p>1978: Barry Seal (Tom Cruise, &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-die-mumie/">Die Mumie</a>&#8222;) ist Pilot bei der Fluglinie TWA, mit der hübschen Blondine Lucy (Sarah Wright) verheiratet &#8211; und mit seinem Leben nicht zufrieden. Daher schmuggelt er auf seinen Flügen Kleinigkeiten wie Zigarren über die Grenzen und verdient ein wenig nebenbei. Eines Tages wird so der CIA-Agent Schafer (Domnhall Gleeson) auf ihn aufmerksam und wirbt ihn an. Barry soll über Zentralamerika fliegen und Fotos von Rebellenlagern der Region schießen. Seal nimmt an und riskiert regelmäßig seinen Hals, verdient aber gutes Geld. Eines Tages wird er von einem Mann namens Ochoa angesprochen, der ihm anbietet, Drogen in die USA zu fliegen. Seal willigt ein und kassiert bald doppelt &#8211; von der CIA und dem Medellin-Kartell. Bald kommen weitere Aufträge des Geheimdienstes dazu und auch die Dealer erhöhen stetig die Menge, die es zu transportieren gilt. Schnell kann sich Barry Seal vor Aufträgen und Geld nicht mehr retten &#8230;<br />
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<h3>Barry Seal: Überraschend unterhaltsam</h3>
<p>Geheime Operationen der CIA in Nicaragua und Panama, Drogentransporte und der ständige Kampf gegen Zoll und Drogenfahndung &#8211; das klingt nach einem harten Krimi. Tatsächlich ist <em>Barry Seal</em> das Gegenteil &#8211; ein oftmals überraschend witziger und mit leichter Hand gedrehter Film nach Tatsachen, der das Absurde in der Situation genüsslich herausarbeitet. Dank des wunderbar aufspielenden Cruise als sympathischem Draufgänger <em>Barry Seal</em> macht der Zuschauer den Schwenk auf die dunkle Seite der Geschichte problemlos mit. Und wundert sich gemeinsam mit seinem Helden über die Machenschaften der Geheimdienste, die kaum zu glauben sind.&nbsp;</p>
<p>Wenn wir Barry dabei zusehen, wie er fast verzweifelt versucht, Millionen von Dollar Bargeld auf seinem Grundstück zu verstecken, weil er das Geld gar nicht so schnell waschen kann, wie er es verdient, ist das schon unterhaltsam. Wenn er aber feststellen muss, dass alle Verstecke bereits belegt sind, hat das eine wunderbare Komik. Und die hält Liman fast über den gesamten Film hoch. Während Barry uns lakonisch aus dem Off erzählt, was so passiert in seinem Leben, nimmt er auch aus gefährlichen Situationen die Bedrohung heraus und wiegt uns in Sicherheit. Die sich letztlich aber doch als trügerisch herausstellt.</p>
<figure id="attachment_2736" aria-describedby="caption-attachment-2736" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-2736 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/09/barry-2-1024x576.jpg" alt="Barry Seal" width="750" height="422" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/09/barry-2-1024x576.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/09/barry-2-300x169.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/09/barry-2-768x432.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/09/barry-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-2736" class="wp-caption-text">Die drei Köpfe des Medellin-Drogenkartells hingegen werden für Barry im Lauf der Zusammenarbeit immer gefährlicher.</figcaption></figure>
<h3>Barry Seal: Dunkle Momente</h3>
<p>Denn wenn etwas zu gut aussieht, um wahr zu sein, hat es vermutlich auch einen Haken &#8211; das muss auch Barry im Lauf der Jahre erfahren. Und so wird der Film in der zweiten Hälfte trotz einiger grandios witzigen Szenen &#8211; so entkommt der von oben bis unten mit Kokain bestäubte Barry nach einer Notlandung den Cops mit einem Kinderfahrrad &#8211; langsam düsterer. Der Zuschauer spürt, dass sich da etwas allmählich zuzieht und Barry möglicherweise Probleme macht. Es ist Liman hoch anzurechnen, dass er diese Momente nicht zugunsten des komödiantischen Tons opfert, sondern in seine Story integriert, ohne deshalb den optimistischen Grundtenor zu ändern.</p>
<p>Dabei hilft Tom Cruise in Hochform, der den Film mühelos ins Ziel trägt, aber auch die durchweg guten Nebendarsteller. So gibt Domnhall Gleeson einen derart skrupellosen CIA-Mann ab, dass er einige ungläubige Lacher erzeugt. Auch Sarah Wright als Ehefrau, die sich wie ein Überlebenskünstler mit allen Situationen abfindet, in die Barry sie hineinmanövriert, ist absolut sehenswert. Die &#8222;bösen Jungs&#8220; wie General Noriega oder Pablo Escobar sind hingegen eher blasse Karikaturen als glaubhafte Charaktere. Und dass Liman dazu neigt, hin und wieder genauso zu überdrehen wie Barry Seal seine Flugzeuge, ist eine der wenigen Schwächen des Films. Der ansonsten aber als bissige Satire die zutiefst verachtenswerte US-Politik bezüglich seiner südlichen Nachbarn gut funktioniert.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Eigentlich sind die Tatsachen derart bitter, dass man nicht darüber lachen sollte, aber Regisseur Doug Liman lässt einem keine Wahl. Er inszeniert die Lebensgeschichte des amoralischen Draufgängers Barry Seal derart charmant und unterhaltsam, dass <em>Barry Seal &#8211; Only in America</em> einfach großen Spaß macht. Mit ein wenig Wissen über die verfilmte Zeit ist der Film zwar noch etwas besser, aber auch Geschichts-Unkundige werden an diesem Windhund ihre Freude haben.</p>
<p><strong>Barry Seal &#8211; Only in America läuft ab dem 7. September in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_2737" aria-describedby="caption-attachment-2737" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-2737 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/09/barry-3-1024x554.jpg" alt="Barry Seal" width="750" height="406" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/09/barry-3-1024x554.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/09/barry-3-300x162.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/09/barry-3-768x415.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/09/barry-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-2737" class="wp-caption-text">Selbst die Verhaftung durch gleich mehrere Behörden der US-Justiz kann Barry nicht die Laune verderben.</figcaption></figure>
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