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	<title>Biopic - lauterfilme.de</title>
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		<title>Filmkritik: Blond</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Sep 2022 16:10:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Immer wieder gibt es Filme, die es dem Zuschauer schwer machen. Denn sie machen den Eindruck, als würden sie eine wahre Geschichte erzählen, weichen aber oft von der Wahrheit ab oder dichten Ereignisse dazu, die es in der Realität nie gegeben hat. Mal sind das eher kleine Eingriffe, wie etwa bei &#8222;Bohemian Rhapsody&#8222;, bei dem die Autoren mit Jahreszahlen und Ereignissen jonglierten. Mal sind es größere Änderungen wie etwa bei &#8222;JFK &#8211; Tatort Dallas&#8220;, in dem Regisseur Oliver Stone Fakten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Immer wieder gibt es Filme, die es dem Zuschauer schwer machen. Denn sie machen den Eindruck, als würden sie eine wahre Geschichte erzählen, weichen aber oft von der Wahrheit ab oder dichten Ereignisse dazu, die es in der Realität nie gegeben hat. Mal sind das eher kleine Eingriffe, wie etwa bei &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-bohemian-rhapsody/">Bohemian Rhapsody</a>&#8222;, bei dem die Autoren mit Jahreszahlen und Ereignissen jonglierten. Mal sind es größere Änderungen wie etwa bei &#8222;JFK &#8211; Tatort Dallas&#8220;, in dem Regisseur Oliver Stone Fakten und Fiktion bis zur Unkenntlichkeit vermengte. Und nun kommt &#8222;Blond&#8220;, der die Lebensgeschichte von Marilyn Monroe ach einem Roman erzählt. Und bei dem Regisseur und Drehbuchautor Andrew Dominik selbst noch Dinge hinzudichtete. Wie gut ist das knapp dreistündige, angebliche Skandalwerk? Das klärt die Kritik.</p>
<figure id="attachment_13040" aria-describedby="caption-attachment-13040" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-13040 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/09/blond-1.webp" alt="Julianne Nicholson" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/09/blond-1.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/09/blond-1-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/09/blond-1-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/09/blond-1-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/09/blond-1-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/09/blond-1-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/09/blond-1-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13040" class="wp-caption-text">Norma Jeans Mutter Gladys ist mental instabil und wird zur Bedrohung für ihre Tochter.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Die 30er Jahre in Hollywood. Norma Jean ist noch ein kleines Mädchen, muss ich aber bereits mit sehr erwachsenen Problemen herumschlagen. Ihre alleinerziehende Mutter Gladys (Julianne Nicholson) ist emotional sehr instabil und eigentlich nicht in der Lage, ein Kind großzuziehen. Mehrfach kommt die kleine Norma nur knapp mit dem Leben davon, weil ihre Mutter sie töten will, um ihr Leid zu ersparen, bis sie in einem Heim landet. Jahre später ist aus Norma Jean Baker Marilyn Monroe (Ana De Armas) geworden, eine außerordentlich hübsche junge Frau, die viele Männeraugen auf sich zieht, aber oft an ihrer eigenen Unsicherheit scheitert. Gegen sexuelle Übergriffe innerhalb der Traumfabrik kann sie sich ebenfalls nicht zur Wehr setzen, bekommt aber schließlich ihre erste größere Rolle.</p>
<p>Schließlich kann sie durch die Hauptrolle in &#8222;Niagara&#8220; endlich erste Lorbeeren sammeln und auch in der Liebe läuft es gut. Mit den Söhnen von Charlie Chaplin (Xavier Samuel) und Edward G. Robinson (Evan Williams) unterhält sie eine Dreierbeziehung, in der sie sehr glücklich ist und sogar schwanger wird. Doch die Studiobosse verbieten ihr bald den öffentlichen Umgang mit den beiden, auch das Kind opfert Norma der Karriere. Und immer mehr verabschiedete sie sich innerlich von ihrem Alter Ego Marilyn Monroe, mit der sie weniger und weniger verbindet. Weil ihr zweiter Gatte, der Baseball-Star Joe DiMaggio (Bobby Cannavale) aber nur Marilyn heiraten wollte, steht die Ehe unter keinem guten Stern &#8230;</p>
<p><iframe title="BLONDE | From Writer and Director Andrew Dominik | Official Trailer | Netflix" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/aIsFywuZPoQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Ein Film wie eine Collage</h2>
<p>Blond ist ein in vielen Aspekten anstrengender Film. Denn er erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die bereits in ihrer Kindheit traumatisiert wurde und in einer Art und Weise vom männlichen System Hollywood ausgenutzt und missbraucht wurde, dass es fast erstaunt, dass Marilyn Monroe 36 Jahre wurde &#8211; und nicht sch0n früher starb. Andrew Dominiks Drama lässt dabei nur wenig Raum für heitere oder schöne Szenen, sondern reiht ein emotionales Fiasko ans andere. Und das verpackt er in so viele verschiedene Ideen wie irgend möglich. So wechselt der Film dauernd zwischen Schwarz-Weiß und Farbe, ändert die Bildgröße oder nutzt scheinbar unterschiedliches Filmmaterial für verschiedene Optiken.</p>
<p>Dazu arbeitet Dominik auch mit der Kamera wie ein Besessener. Unschärfen, schräge Perspektiven, verfremdete Bilder, ja selbst eine Abtreibung aus dem Blickwinkel von Normas Vagina nutzt er, um ihre fiktive Lebensgeschichte zu erzählen. Ob ihm letzteres in den USA die Einstufung NC-17 bescherte, die sonst nur Pornofilme bekommen oder ob es doch die Sex-Szene mit John F. Kennedy war, darüber lässt sich nur spekulieren. Fakt ist, dass Dominik mit dieser Vielfalt an unterschiedlichen Bildern einerseits fasziniert, anderseits das Publikum aber auch sehr anstrengt. Denn die ständige Unruhe, die Dominik damit erzeugt, ist über 150 Minuten etwas ermüdend.</p>
<figure id="attachment_13041" aria-describedby="caption-attachment-13041" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-13041 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/09/blond-2.webp" alt="Blond" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/09/blond-2.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/09/blond-2-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/09/blond-2-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/09/blond-2-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/09/blond-2-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/09/blond-2-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/09/blond-2-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13041" class="wp-caption-text">Mit den Söhnen von Charlie Chaplin und Edward G. Robinson erlebt Norma Jean eine glückliche Zeit.</figcaption></figure>
<h2>Männer als Untergang</h2>
<p>Diese optische Vielfalt kann auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass <strong>Blond</strong> inhaltlich nur wenig Abwechslung bietet. Denn Dominiks Film zeigt lediglich das Ausnutzen der unschuldigen und naiven, wenn auch keinesfalls dummen Norma Jean durch Männer auf unterschiedliche Arten, während die nur nach der Vaterfigur sucht, die sie nie hatte. Da ist DiMaggio, der nur das Sexsymbol will und krankhaft eifersüchtig ist. Da ist der Intellektuelle Arthur Miller, der die belesene Norma Jean schätzt, mit Marilyn aber nur wenig anfangen kann. Und die zahlreichen Vertreter der Studios, für die Norma als Marilyn funktionieren soll. Wie etwa der mitfühlende Maskenbildner, der Norma Jean an die Drogen und Tabletten gewöhnt.</p>
<p>Und so darf die umwerfende Ana De Armas kaum mehr tun, als mehr mehr, mal weniger zu leiden, zu weinen und zu schreien, bis sie schließlich im Finale anscheinend gnädiger Wahnsinn umfängt und ihrer Existenz ein Ende macht. In manchen Szenen sieht die kubanische Schauspielerin ihrem historischen Vorbild zwar verblüffend ähnlich, aber nahe kommt sie der Figur nicht. Dafür ist Dominiks Drehbuch nach dem Roman von Joyce Carol Oates zu unklar in seinen Bezügen zur Realität. Und so sieht das Publikum einer Norma Jean beim Verzweifeln an ihrer Existenz zu, die womöglich nur wenig mit Marilyns tatsächlichem Leben zu tun hat. Wer also eine Biographie der unsterblichen Schauspielerin erwartet, ist mit <strong>Blond</strong> an der falschen Adresse.</p>
<figure id="attachment_13042" aria-describedby="caption-attachment-13042" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-13042 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/09/blond-3.webp" alt="Marilyn Monroe" width="1024" height="764" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/09/blond-3.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/09/blond-3-300x224.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/09/blond-3-768x573.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/09/blond-3-750x560.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13042" class="wp-caption-text">Bald wird Marilyn Monroe zur überlebensgroßen Ikone in Hollywood.</figcaption></figure>
<p>Statt Fakten packt Dominik lieber Horror in seinen Film. Szenen über verlorene Babys sind ebenso abschreckend wie die Inszenierung von Filmpremieren als Ansammlung sabbernder Männer mit grotesk verzerrten Mündern. An subtilen Kommentaren ist der Regisseur hier nicht interessiert, dafür gibt es eine Breitseite nach der anderen. Das sollte man mögen, wenn man sich <strong>Blond</strong> ansehen möchte. Unstrittig ist dabei nur die großartige Leistung von Ana De Armas, der ganze Rest ist diskutabel.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Eine furios aufspielende Ana De Armas ist die einzige ungetrübte Attraktion des fiktiven Biopics <strong>Blond</strong> über das Leben von Marilyn Monroe. Regisseur Andrew Dominik, von dem auch das Drehbuch nach einem Roman von Joyce Carol Oates stammt, tobt sich zwar in Sachen Regie-Einfälle extrem aus, so richtig nachvollziehbar wirken viele seiner Entscheidungen aber nicht. Und so ist der Film in erster Linie die Chronik einer leidenden jungen Frau, die an ihrer Vergangenheit, toxischer Männlichkeit und ihrer Umwelt zerbricht. Dabei richtet sich Dominik nur grob nach den historischen Fakten und erzählt eher von einer dramaturgisch aufbereiteten Marilyn als von der echten Norma Jean Baker. Das wird sicher nicht bei jedem Filmfan gut ankommen.</p>
<p><strong>Blond startet am 28. September 2022 bei Netflix.</strong></p>
<p><a href="https://lauterfilme.de/netflix-filmkritik-im-ueberblick/">Weitere Kritiken zu Filmen bei Netflix gibt es hier.</a></p>
<figure id="attachment_13043" aria-describedby="caption-attachment-13043" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-13043 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/09/blond-4.webp" alt="blond" width="1024" height="765" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/09/blond-4.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/09/blond-4-300x224.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/09/blond-4-768x574.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/09/blond-4-750x560.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13043" class="wp-caption-text">Doch Norma Jean leidet zunehmend unter dem Druck des Ruhms und er Erwartungen an sie.</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: Tolkien</title>
		<link>https://lauterfilme.de/filmkritik-tolkien/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jun 2019 20:17:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Biographie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sein Werk wird sehr konsequent von vorne nach hinten verfilmt, und nun dient auch sein eigenes Leben als Vorlage für einen Film &#8211; John Ronald Reuel &#8222;Tolkien&#8220;. Der Autor von &#8222;Der Herr der Ringe&#8220; war mehr als nur ein Schriftsteller und der Film des finnischen Regisseurs Dome Karukoski versucht, vor allem die jungen Jahre des Mitbegründers der modernen Fantasy-Literatur in Szene zu setzen. Lohnt sich der Film für Mittelerde-Fans oder bleibt Tolkiens Werk hier eher im Hintergrund? Das verrät die [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sein Werk wird sehr konsequent von vorne nach hinten verfilmt, und nun dient auch sein eigenes Leben als Vorlage für einen Film &#8211; John Ronald Reuel &#8222;Tolkien&#8220;. Der Autor von &#8222;Der Herr der Ringe&#8220; war mehr als nur ein Schriftsteller und der Film des finnischen Regisseurs Dome Karukoski versucht, vor allem die jungen Jahre des Mitbegründers der modernen Fantasy-Literatur in Szene zu setzen. Lohnt sich der Film für Mittelerde-Fans oder bleibt Tolkiens Werk hier eher im Hintergrund? Das verrät die Kritik.</strong></p>
<p>Er selbst war kein Freund von moderner Technik oder Kinofilmen, wanderte lieber durch die Natur und beschäftigte sich mit seiner Familie. Zumindest gilt das für seine Zeit als berühmter Autor. Aber wie wurde <em>Tolkien</em> zu dem Schriftsteller, der eines der erfolgreichsten Bücher aller Zeiten geschrieben hat? Und wer war die Frau, die er heiratete und die ihn zur Geschichte von Beren und Luthien inspirierte? Diesen Fragen geht die filmische Biographie nach. Ist das auch Zuschauer interessant, die keine ausgewiesenen Fans der Bücher sind?</p>
<figure id="attachment_6319" aria-describedby="caption-attachment-6319" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6319 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-1-1024x576.jpg" alt="Tolkien" width="750" height="422" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-1-1024x576.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-1-300x169.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-1-768x432.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6319" class="wp-caption-text">Tolkiens tiefe Freundschaft zu seinen Mitschülern wird später die Gemeinschaft des Rings inspirieren.</figcaption></figure>
<h3>Tolkien: Die Handlung</h3>
<p>Der junge John Tolkien verbringt eine idyllische Kindheit in Südafrika, bis der Tod des Vaters die Familie zurück nach England zwingt. Als auch die Mutter stirbt, werden John und sein jüngerer Bruder mithilfe des Pfarrers Francis Morgan (Colm Meaney) bei einer reichen Witwe untergebracht, die etwas für Waisen übrig hat. Dort trifft John auch auch Edith, die ebenfalls als Weise bei der alten Dame lebt. Und die Gönnerin ermöglicht ihm den Besuch einer guten Schule, auf der der vermeintliche Außenseiter bald gute Freunde findet.</p>
<p>Als junger Mann scheint John (Nicholas Hoult, &#8222;X-Men: Dark Phoenix&#8220;) eine glänzende Zukunft vor sich zu haben. Seine Schulfreunde sind so eng miteinander verbunden, dass sie sich selbst als verschworenen Bund begreifen und einander helfen. Edith (Lily Collins, <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-to-the-bone/">&#8222;To The Bone&#8220;</a>) ist inzwischen eine junge Frau geworden, in die John sehr verliebt ist und seine Professoren (unter anderen Derek Jacobi) beeindruckt er mit selbstentwickelten Sprachen. Doch dann bricht der Erste Weltkrieg los und Tolkien muss wie alle anderen jungen Männer an die Front in Frankreich &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/wZ1vn85iQRE" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Tolkien: Für beide zu wenig</h3>
<p>Weder Regisseur Dome Karukoski noch seine Drehbuch-Autoren Stephen Beresford und David Gleeson konnten sich offenbar so richtig für eine Zielgruppe entscheiden. Denn eigentlich schienen die drei sich auf ein klassisches Bio-Pic im Stil von &#8222;Die Entdeckung der Unendlichkeit&#8220; (über Stephen Hawking) verständigt zu haben. In ruhigem Tempo und auch sonst eher unaufgeregt beleuchten sie die prägenden Momente in <em>Tolkiens</em> Jugend und frühen Erwachsenen-Jahren. Der Film fängt den Charme der Zeit, aber auch den Standesdünkel, sehr gut ein.</p>
<p>Doch kann sich Karukoski es sich nicht verkneifen, in den Kriegsszenen von den Schlachtfeldern des furchtbaren Stellungskrieges zwischen dem Nebel Silhouetten schwarzer Krieger und riesiger Drachen auftauchen zu lassen. Und die zerbombten Ebenen Frankreichs wie Saurons Heimat Mordor aussehen zu lassen. Das wird die Feingeister stören, die sich auf eine biografischen Film gefreut haben. Und den Fans nicht reichen, die aufgrund dieser Bilder im Trailer im Kino auf ein weiteres Herr der Ringe-Epos gehofft hatten &#8211; das es hier nicht gibt.</p>
<figure id="attachment_6320" aria-describedby="caption-attachment-6320" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6320 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-2-1024x576.jpg" alt="Tolkien" width="750" height="422" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-2-1024x576.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-2-300x169.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-2-768x432.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6320" class="wp-caption-text">Die elfenhafte Lily Collins verkörpert Tolkiens große Liebe Edith, die ihm zu Figuren wie Luthien und Arwen verhalf.</figcaption></figure>
<h3>Tolkien: Gute Love-Story</h3>
<p>Besser als die letztlich misslungenen Versuche, Tolkiens große Werke in Bilder seines Lebens zu integrieren, macht es Karukoski, wenn es um die Liebe in seinem Leben geht. Er zeichnet die Probleme, die diese Liebe von Beginn an hatte, gut nach. Und zeigt in wundervollen, witzigen Momenten, wie die Gefühle zwischen John und Edith entstehen. Und sie schließlich seine Luthien wird &#8211; die unsterbliche Liebe. Diese Leidenschaft, die sie über viele Jahre zügeln müssen, weil Tolkiens Ziehvater, der Pfarrer, sie untersagt, bringen Hoult und Collins überaus glaubhaft auf die Leinwand.</p>
<p>Ebenso gut inszeniert der finnische Regisseur die Männerfreundschaft zwischen dem eigentlich aus ärmlichen Verhältnissen kommenden John. Und seinen drei Upper-Class-Mitschülern, die bald alle gesellschaftlichen Vorgaben über Bord werfen und als Gleichgestellte ihre Kameradschaft pflegen. Und die Bilder der Soldaten, die aus leeren Augen aus den Gräben auf den unsichtbaren Feind starren, gelingen ebenso gut. So lange keine Ringgeister durch die Gegend reiten. Denn auch ohne die Fantasy-Gestalten verbreiten sie genug Grauen, um dem jungen Tolkien glaubhaft als eine lebenslange Quelle der Inspiration für düstere Stoffe zu dienen.</p>
<p>Dass <em>Tolkien</em> trotz vieler Pluspunkte nie gänzlich überzeugt, liegt sicher auch an der Fülle von Geschichten, die Karukoski in den Film packt. So bekommt vieles schlicht nicht genug Raum, um die volle Wirkung entfalten zu können. So hetzt der Regisseur von Punkt zu Punkt, um möglichst viele Hinweise auf das spätere Werk Tolkiens unterzubringen. Und vergisst dabei manchmal, dass er ja eigentlich das Leben und Lieben des Schriftstellers und berühmten Professors zeigen wollte. Das kommt deshalb oft ein wenig zu kurz.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>In seinem Bemühen, sowohl die Freunde anspruchsvoller Biographie-Filme als auch die Fans von Tolkiens Fantasy-Meilensteinen abzuholen, verzettelt sich Regisseur Dome Karukoski zu sehr, um eine der beiden Fraktionen wirklich zufrieden zu stellen. Als Bio-Pic ist er durch die vielen Herr der Ringe-Andeutungen unnötig flach. Als in der realen Historie aufgehängter halber Fantasy-Film funktioniert er noch weniger. Und so verschenkt Karukoski in Tolkien vor allem die eigentlich schöne und zerbrechliche Love-Story zwischen Nicholas Hoult und Lily Collins.</p>
<p><strong>Tolkien startet am 20. Juni 2019 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_6321" aria-describedby="caption-attachment-6321" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6321 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-3-1024x540.jpg" alt="Tolkien" width="750" height="396" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-3-1024x540.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-3-300x158.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-3-768x405.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6321" class="wp-caption-text">Das Grauen des Krieges bebildert der Regisseur mit Kreaturen aus Tolkiens späteren Werken.</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: Stan und Ollie</title>
		<link>https://lauterfilme.de/filmkritik-stan-und-ollie/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 May 2019 19:20:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Biopic]]></category>
		<category><![CDATA[Komödie]]></category>
		<category><![CDATA[Tragikomödie]]></category>
		<category><![CDATA[Wahre Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bis heute gelten Stan Laurel und Oliver Hardy als das größte Komiker-Duo, das je auf der Leinwand zu sehen war. Als &#8222;Dick und Doof&#8220; wurden die beiden in Deutschland im TV ausgestrahlt. Und wer bereits ein wenig älter ist, der wuchs mit ihren Sketchen und Filmen auf. Wie tragisch ihre Karriere zu Ende ging, ist hierzulande aber kaum bekannt. Das will Regisseur Jon S. Baird mit seinem Film &#8222;Stan und Ollie&#8220; nun ändern. Lohnt sich der Film für alle Fans [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bis heute gelten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stan_Laurel" target="_blank" rel="noopener">Stan Laurel</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Oliver_Hardy" target="_blank" rel="noopener">Oliver Hardy</a> als das größte Komiker-Duo, das je auf der Leinwand zu sehen war. Als &#8222;Dick und Doof&#8220; wurden die beiden in Deutschland im TV ausgestrahlt. Und wer bereits ein wenig älter ist, der wuchs mit ihren Sketchen und Filmen auf. Wie tragisch ihre Karriere zu Ende ging, ist hierzulande aber kaum bekannt. Das will Regisseur Jon S. Baird mit seinem Film &#8222;Stan und Ollie&#8220; nun ändern. Lohnt sich der Film für alle Fans des Duos?</strong></p>
<p>Die Herrschaften haben sich mit ihrem Auftritt Zeit gelassen! Während <em>Stan und Ollie</em> in Großbritannien bereits vergangenen Oktober startete und in den USA noch im Dezember in die Kinos kam, dauert es hierzulande bis zum 9. Mai, bevor das Publikum einen Blick auf das Karriere-Ende der beiden begnadeten Komödianten werfen darf. Warum das so ist, weiß wohl nur der Verleih. Denn an der Qualität des Films kann es nicht liegen &#8211; oder doch? Das erfahren Sie hier.</p>
<figure id="attachment_6077" aria-describedby="caption-attachment-6077" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6077 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-1-1024x684.jpg" alt="Stan und Ollie" width="750" height="501" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-1-1024x684.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-1-768x513.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-1-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6077" class="wp-caption-text">1937 sind Oliver Hardy und Stan Laurel Topstars, doch der Streit mit Produzent Hal Raoch um mehr Gage führt zur Spaltung des Duos.</figcaption></figure>
<h3>Stan und Ollie: Die Handlung</h3>
<p>Hollywood 1937. Stan Laurel (Steve Coogan) und Oliver Hardy (John C. Reilly) befinden sich auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Das Publikum liebt sie und doch sind die beiden nicht zufrieden. Denn Produzenten-Legende Hal Roach (Danny Huston) streicht den Löwenanteil der Gewinn ein und zahlt seinen Stars im Vergleich eher ein bescheidenes Gehalt. Und dass, obwohl Stan die Gags entwickelt und schreibt, durch die das Publikum weltweit Tränen lacht. Stan beschwört Ollie, Roach zu verlassen, doch der notorische Spieler traut sich nicht. So geht Stan allein.</p>
<p>16 Jahre später ist die Karriere der beiden faktisch tot. Aber Stan hat Ollie überredet, einer Tour durch England zuzustimmen, da ein dort ansässiger Filmproduzent Interesse bekundet hat, einen neuen Film mit den beiden Komikern zu drehen. Doch Ollies Gesundheit ist angeschlagen und das Publikum kommt selbst in die kleinen Theater, in denen Stan und Ollie auftreten, nur sehr sparsam. Dazu liegt der Streit der beiden über die damaligen Ereignisse noch immer unausgesprochen über ihren Köpfen. Keine perfekte Ausgangsposition für einen Erfolg &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/D2zdFwgUYBg" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Stan und Ollie: Traurige Clowns</h3>
<p>Manche Filme überzeugen durch die Handlung, andere durch Spannung, dieser punktet fast komplett durch seine grandiosen Darsteller und deren Optik. Steve Coogans Laurel überzeugt optisch, wirkt aber vor allem durch die typischen Gesten und Bewegungen, die alle Welt von Stan kennt. John C. Reillys Ähnlichkeit mit Oliver Hardy ist hingegen <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-die-dunkelste-stunde/">geradezu unheimlich</a>. Dazu beherrscht auch er die weltberühmten kleinen Gesten des übergewichtigen Mimen perfekt. Damit sind Coogan und Reilly der beste Grund, sich <em>Stan und Ollie</em> anzusehen.</p>
<p>Denn die Männer, die in der Öffentlichkeit sofort in ihre Rollen schlüpfen können und das auch geradezu reflexartig tun, sobald sich ein potenzielles Publikum zeigt, sind auch von einer Melancholie durchzogen, die sie zu traurigen Clowns macht. Das absehbare Ende des wohl größten Komiker-Duos zeigt der Film zwar ohne drastische Bilder oder Dialoge, aber dennoch weitgehend ungeschönt. Hardy war gesundheitlich stark angeschlagen und Laurel wurde klar, dass es zu keinen weiteren Projekten mit seinem langjährigen Partner kommen würde.&nbsp;</p>
<figure id="attachment_6078" aria-describedby="caption-attachment-6078" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6078 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-2-1024x682.jpg" alt="Stan und Ollie" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-2-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-2-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6078" class="wp-caption-text">16 Jahre später raufen sich die beiden für eine Tour durch England wieder zusammen, um ihre Karriere noch einmal in Schwung zu bringen.</figcaption></figure>
<h3>Stan und Ollie: Nicht mehr zeitgemäß</h3>
<p>In diesem Moment lässt das Drehbuch des erfahrenen Produzenten und Autoren Jeff Pope die Grenzen zwischen Freundschaft, Partnerschaft und Ehe verschwimmen und zeigt Laurel und Hardy als altes Paar, das sich besser kennt als die jeweiligen Ehefrauen. Und das trotz schmerzender Wunden, die es sich in der Vergangenheit zugefügt hat, doch von tiefem Respekt und Zuneigung füreinander geprägt ist. Diese fast aus der Mode gekommenen Werte verkauft Regisseur Baird mit einem Film, den er passend altmodisch und manchmal auch etwas altbacken inszeniert.</p>
<p>Denn so arg viel passiert in den gut 90 Minuten an Handlung gar nicht. Meist beobachtet die Kamera die Verwandlung von Laurel und Hardy zu Stan und Ollie in einem Augenblick und zeigt, wie gekonnt und professionell die beiden Schauspielern ihre komischen Rollen beherrschten. Bis die immer stärker wachsende Spannung zwischen beiden sich schließlich im finalen Akt entlädt. Doch selbst dieser Streit ist nach heutigen Maßstäben ruhig und beherrscht und weit weg von Gebrüll oder hässlichen Beleidigungen.</p>
<p>Hin- und her gerissen zwischen den Ansprüchen und Wünschen an sich selbst, die Rücksichtnahme auf ihre Frauen und die stetig schrumpfenden gesundheitlichen Möglichkeiten Hardys kommt es schließlich zum finalen Auftritt zweier Legenden, bei dem mancher Zuschauer sicher nicht nur eine Träne verdrückt. Neben den beiden Hauptdarstellern ist die Balance zwischen grandioser Komik, die dem Publikum zumindest ein sentimentales Lächeln ins Gesicht zaubert, und stillen, schmerzhaften Momenten, die bittersüß nachklingen, denn auch <em>Stan und Ollie</em>s größte Leistung.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Wie ihr Humor, der sich stets nur gegen sie selbst richtete und dabei nie die Grenzen des guten Geschmacks verließ, präsentiert sich auch der Film <em>Stan und Ollie</em> über die letzten gemeinsamen Monate von Stan Laurel und Oliver Hardy leise und unaufdringlich. Das macht den Film in der heutigen Zeit mit seiner ruhigen Erzählweise fast zum Anachronismus, gewährt dadurch aber auch einen wehmütigen Einblick in eine vergangene Zeit der Traumfabrik und ihrer Stars. Nicht ohne Längen, ist der Film aber durch seine beiden großartigen Hauptdarsteller für Cineasten und Fans des alten Hollywood dennoch ein Muss.</p>
<p><strong>Stan und Ollie startet am 9. Mai 2019 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_6079" aria-describedby="caption-attachment-6079" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6079 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-3-1024x684.jpg" alt="Stan und Ollie" width="750" height="501" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-3-1024x684.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-3-768x513.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-3-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6079" class="wp-caption-text">Die Tour wird zum großen Erfolg &#8211; und doch gleichzeitig auch zum Schwanengesang für die beiden Schauspieler.</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: The Dirt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Mar 2019 15:26:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Biopic]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Komödie]]></category>
		<category><![CDATA[Netflix]]></category>
		<category><![CDATA[Wahre Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als sich die Band &#8222;Mötley Crüe&#8220; 1981 gründete, wollte sie die Musikwelt im Sturm erobern &#8211; und erfand nebenbei das Sub-Genre des &#8222;Hair Metal&#8220;. Bekannter wurden die vier Bandmitglieder aber für ihren exzessiven Lebensstil &#8211; der auch die Grundlage für &#8222;The Dirt&#8220; liefert. Der Film entstand nach der gleichnamigen Autobiographie der Band, die der Journalist Neil Strauss zu Papier brachte. Bietet der Film auch für Nicht-Metal-Fans spannende oder interessante Inhalte? Sie galten als Rabauken der Szene. Wo sich Nikky Sixx, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Als sich die Band &#8222;Mötley Crüe&#8220; 1981 gründete, wollte sie die Musikwelt im Sturm erobern &#8211; und erfand nebenbei das Sub-Genre des &#8222;Hair Metal&#8220;. Bekannter wurden die vier Bandmitglieder aber für ihren exzessiven Lebensstil &#8211; der auch die Grundlage für &#8222;The Dirt&#8220; liefert. Der Film entstand nach der gleichnamigen Autobiographie der Band, die der Journalist Neil Strauss zu Papier brachte. Bietet der Film auch für Nicht-Metal-Fans spannende oder interessante Inhalte?</strong></p>
<p>Sie galten als Rabauken der Szene. Wo sich Nikky Sixx, Tommy Lee, Vince Neil und Mick Mars in den 80ern auch sehen ließen, es endete häufig mit Unmengen an Drogen, Alkohol und Frauen. Der deutsche Untertitel von The Dirt &#8211; sie wollten Sex, Drugs and Rock&#8217;n&#8217;Roll unterstreicht das noch einmal wenig subtil. Als Regisseur verpflichtete Netflix mit Jeff Tremaine den Mann, der auch für die &#8222;Jackass&#8220;-Film verantwortlich ist &#8211; eine gute Idee?</p>
<figure id="attachment_5831" aria-describedby="caption-attachment-5831" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-5831 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-1-1024x682.jpg" alt="The Dirt" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-1-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-1-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-5831" class="wp-caption-text">Tommy Lee, Vince Neil, Nikky Sixx und Mick Mars wurden zu Legenden des Glam-Metal &#8211; und zum Schrecken aller Hotelbesitzer.</figcaption></figure>
<h3>The Dirt: Die Handlung</h3>
<p>Im Los Angeles der frühen 80er laufen sich der Ausreißer Nikki Sixx (Douglas Booth) und der überdrehte Tommy Lee (Machine Gun Kelly), ein Junge aus gutem Haus, über den Weg. Beide spielen schon seit einer Weile Hard-Rock und beschließen, gemeinsam eine Band zu gründen. Zuerst stößt der deutlich ältere Mick Mars (Iwan Rheon) dazu, dann holt Lee seinen Highschool-Kumpel Vince Neil (Daniel Webber) als Lead-Sänger dazu. Mötley Crüe ist geboren. Gleich beim ersten Auftritt beginnen die Jungs zu Beginn eine Prügelei &#8211; und gewinnen so ihr Publikum.</p>
<p>Schon kurze Zeit später wird eine Plattenfirma auf die Rocker mit dem grellen Outfit und dem moralisch eher lockeren Auftreten aufmerksam. Und damit beginnt ein rasanter Aufstieg an die Spitzer der US-Rock-Szene. Die Band tourt mit Legende Ozzy Osborne, macht aber vor allem durch zahlreiche Skandale auf sich aufmerksam. Komplett zerstörte Hotelzimmer, jede Menge Alkohol und schließlich auch harte Drogen bestimmen bald das leben der vier Musiker. nicht alle kommen gleich gut damit zurecht &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/-NOp5ROn1HE" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>The Dirt: Parodie oder Ernst?</h3>
<p>Gleich die erste Szene legt den Ton fest, den The Dirt über weite Teile des Films behalten soll. Denn Regisseur Jeff Tremaine zeigt eine komplett überdrehte Party, bei der die vier Mitglieder der Band alle irgendwo zu sehen sind und ihnen sehr schräger Sachen passieren. Oder sie der Auslöser dieser Dinge sind. Das hat viel Flair von Jackass. Und so kann sich der Zuschauer zu Beginn kaum ein Bild davon machen, ob Tremaine und die Drehbuchautor Tom Kapinos (<a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-lucifer-staffel-3/">&#8222;Lucifer&#8220;</a>, &#8222;Californication&#8220;) und Amanda Adelson das wirklich ernst meinen.</p>
<p>Denn immer wieder zeigt<em> The Dirt</em> Szenen, die an die Ekelgrenze gehen und ist auch in Sachen nackte Haut recht zeigefreudig. So muss der Zuschauer mitansehen, wie Ozzy Osborne anderer Leute Urin aufleckt und Sänger Vince Neil hat in jeder dritten Szene Sex mit einem Groupie &#8211; oder der Freundin eines Bandmitglides oder des Managements. Oft wirkt das aber wie die Karikatur eines Films über Musiker und nicht wie eine wahre Geschichte. Angesichts des Zustands der Erzähler sind Zweifel über den Wahrheitsgehalt auch durchaus angebracht.</p>
<figure id="attachment_5832" aria-describedby="caption-attachment-5832" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-5832 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-2-1024x682.jpg" alt="The Dirt" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-2-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-2-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-5832" class="wp-caption-text">Gleich lernt Mötley Crüe Ozzy Osborne kennen &#8211; in einer denkwürdig ekelhaften Szene.</figcaption></figure>
<h3>The Dirt: Wenig Musik, viel Exzess</h3>
<p>Ganz ohne Musik und Bandauftritte geht es zwar auch in <em>The Dirt</em> nicht ab, vergleichen mit Filmen wie <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-bohemian-rhapsody/">&#8222;Bohemian Rhapsody&#8220;</a> gibt es hier deutlich weniger Songs der Band zu sehen, meist dient sie nur als Hintergrundmusik. Den Fokus legen Tremaine, Kapinos und Adelsen klar auf die wüsten Exzesse der Band. Und die hinterlassen einen recht ambivalenten Eindruck. Denn in der Biographie verschweigen die Musiker auch die dunklen Seite der Karriere nicht. Eine richtige Distanz zu ihrer schlimmsten Zeit scheinen sie aber nicht entwickelt zu haben.</p>
<p>Das mag dem Metal-Fan gefallen, der durchschnittliche Zuschauer dürfte aber zurecht ein wenig überrascht darüber sein, mit welcher Selbstverständlichkeit hier Drogenexzesse aller Art abgefeiert und dabei fast durchgehend lustig inszeniert werden. Was optisch auch durchaus funktioniert, bleibt textlich oft mau. Dass hier tatsächlich der brillante Tom Kapinos an den Dialogen beteiligt gewesen sein soll, mag man kaum glauben. Von einem schlüpfrig-schlauen <em>Californication</em> ist <em>The Dirt</em> weit entfernt, selbst <em>Lucifer</em> hat deutlich stärkere, wenn auch harmlosere Pointen zu bieten.</p>
<p>Der permanente Spaß ist schließlich auch daran schuld, dass die wirklich traurigen Momente des Films, wie der Beinahe-Tod von Sixx durch eine Heroin-Überdosis oder eine persönliche Tragödie im Leben von Neil, kaum emotionale Tiefe entwickeln können und seltsam kalt lassen. Was nicht an den Schauspielern liegt. Allen voran Douglas Booth und Iwan Rheon spielen ihre Rollen stark und glaubhaft. An der für den Inhalt deutlich zu lustig gehaltenen Band-Biographie ändert das aber nichts.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p><em>The Dirt</em> ist eine Musiker-Biographie, die vor allem in ihren Schauwerten zu überzeugen weiß. Denn das viel zitierte Credo Sex, Drugs and Rock&#8217;n&#8217;Roll hat das Quartett Mötley Crüe definitiv ernst genommen &#8211; und dabei eine Menge Spaß gehabt. Die dunkleren Seiten der Musiker, die zu vielen Momenten der Geschichte erst geführt haben, bleiben hingegen auf dem Level der Küchenpsychologie hängen und bieten nur wenig echten Einblick in die Seelen der Musiker. So ist der Film zwar durchaus unterhaltsam, entwickelt aber nur sehr selten echte Tiefe. Fans der Band dürften dennoch ihren Spaß haben.</p>
<p><strong>The Dirt läuft ab dem 22. März 2019 bei Netflix.</strong></p>
<p>Eine Übersicht über alle Kritiken zu Netflix-Filmen <a href="https://lauterfilme.de/netflix-filmkritik-im-ueberblick/">finden Sie hier.</a></p>
<p><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-5833" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-3-1024x609.jpg" alt="The Dirt" width="750" height="446" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-3-1024x609.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-3-300x178.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-3-768x456.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><br />
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</iframe></p>
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		<title>J.R.R. Tolkien: Nicholas Hoult soll &#8222;Herr der Ringe&#8220;-Autoren spielen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jul 2017 15:52:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film News]]></category>
		<category><![CDATA[Biopic]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Herr der Ringe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer war der Mann, der mit &#8222;Der Herr der Ringe&#8220; eines der erfolgreichsten Bücher aller Zeiten geschrieben hat? Und wie kam er auf seine Ideen? Diesen Fragen soll ein Biopic über den berühmten Autoren nachgehen, das vor allem die jungen Jahre des berühmten Fantasy-Autoren J.R.R. Tolkien beleuchtet. Noch gibt es keinen Drehtermin oder gar ein Startdatum für die Kinos, aber ein Favorit für die Titelrolle ist bereits gefunden. Der britischen Schauspieler Nicholas Hoult (&#8222;X-Men: Erste Entscheidung&#8220;, &#8222;Warm Bodies&#8220;) soll angeblich [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer war der Mann, der mit &#8222;Der Herr der Ringe&#8220; eines der erfolgreichsten Bücher aller Zeiten geschrieben hat? Und wie kam er auf seine Ideen? Diesen Fragen soll ein Biopic über den berühmten Autoren nachgehen, das vor allem die jungen Jahre des berühmten Fantasy-Autoren J.R.R. Tolkien beleuchtet.</strong></p>
<p>Noch gibt es keinen Drehtermin oder gar ein Startdatum für die Kinos, aber ein Favorit für die Titelrolle ist bereits gefunden. Der britischen Schauspieler Nicholas Hoult (&#8222;<a href="https://lauterfilme.de/fox-kuendigt-sechs-neue-x-men-filme-an-aber-welche/">X-Men</a>: Erste Entscheidung&#8220;, &#8222;Warm Bodies&#8220;) soll angeblich der Wunschkandidat der Produzenten sein. Der Film wird während der Schulzeit Tolkiens beginnen und die enge Bindung des Waisenjungen an einen eingeschworenen Freundeskreis zum Thema haben. Als zu Beginn des Ersten Weltkrieges diese Gruppe zerbrach, soll das eines der Schlüsselerlebnisse für J.R.R. Tolkines späteres Werk gewesen sein. Tolkiens spätere Freundschaft zu C.S. Lewis, dem Schöpfer der &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/narnia-naechster-film-der-reihe-bestaetigt/">Narnia</a>&#8222;-Romane, wird im Film voraussichtlich nicht vorkommen. Regie wird nach jetzigem Stand der Finne Dome Karukoski führen, der wohl nur einem sehr kleinen Kreis von Filmfans bislang bekannt sein dürfte.</p>
<h3>J.R.R. Tolkien zweite Schriftsteller-Rolle</h3>
<p>Für Hoult wäre die Rolle des britischen Autoren bereits die zweite, in der er einen Giganten der Literatur spielt. Bereits abgedreht hat der 27-jährige das Biopic &#8222;Rebel in the Rye&#8220;, in dem er J.D. Salinger, den Autoren von &#8222;Der Fänger im Roggen&#8220; verkörpert. Der extrem zurückgezogen lebende Salinger starb 2010 und hinterließ nur einen sehr kleinen literarischen Nachlass, aus dem <em>Der Fänger im Roggen</em> deutlich heraus sticht. Die Geschichte des jungen Holden Caulfield haben wohl schon Millionen Jugendliche als Schullektüre gelesen. Im Film sind neben Hoult unter anderem <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-baby-driver/">Kevin Spacey</a> und Sarah Paulson zu sehen.<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/VWRhXMMb7CY?ecver=1" width="1280" height="720" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
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