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	<title>Märchen - lauterfilme.de</title>
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	<title>Märchen - lauterfilme.de</title>
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		<title>Serienkritik: Cursed &#8211; Die Auserwählte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jul 2020 07:12:38 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Serien Reviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das neue &#8222;Game of Thrones&#8220;! Nach dem Mega-Erfolg der Serie von HBO bekam so gut wie jede folgende Serie, die auch nur ein wenig mit Fantasy zu tun hatte, diesen Stempel aufgedrückt, gern mit einem Fragezeichen im Titel, Hauptsache GoT fand Erwähnung. Meist hatte das mit Fakten wenig zu tun, wie beispielsweise &#8222;The Witcher&#8220; eindrücklich bewies, dessen Ähnlichkeit mit George R.R.Martins Idee nun wirklich marginal ist. Hat ausgerechnet Netflix&#8216; neue Serie &#8222;Cursed &#8211; Die Auserwählte&#8220; jetzt dieses Prädikat verdient? Das [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-cursed-die-auserwaehlte/">Serienkritik: Cursed &#8211; Die Auserwählte</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das neue &#8222;Game of Thrones&#8220;! Nach dem Mega-Erfolg der Serie von HBO bekam so gut wie jede folgende Serie, die auch nur ein wenig mit Fantasy zu tun hatte, diesen Stempel aufgedrückt, gern mit einem Fragezeichen im Titel, Hauptsache GoT fand Erwähnung. Meist hatte das mit Fakten wenig zu tun, wie beispielsweise <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-the-witcher/">&#8222;The Witcher&#8220;</a> eindrücklich bewies, dessen Ähnlichkeit mit George R.R.Martins Idee nun wirklich marginal ist. Hat ausgerechnet Netflix&#8216; neue Serie &#8222;Cursed &#8211; Die Auserwählte&#8220; jetzt dieses Prädikat verdient? Das verrät die Kritik.</strong></p>
<p>Die Artussage gehört zu den ältesten Geschichten, die heute noch bekannt sind. Ihr Ursprung reicht vermutlich ins fünfte Jahrhundert n. Chr. zurück, die Vorlage des mythischen Königs war möglicherweise ein römischer Feldherr, der in Britannien erfolgreich zu Zeiten der großen Völkerwanderung mehrere eindringende Stämme besiegt hat. Genau lässt sich das heute nicht mehr sagen. Sicher ist, dass mehr als 500 Jahre später die ersten Geschichten um Artus aufgeschrieben wurden. Und diese im Mittelalter zum Kulturgut des Ritterstandes gehörten.</p>
<p>2018 tat sich Autor Tom Wheeler mit Comic-Legende Frank Miller (&#8222;Sin City&#8220;) zusammen, um diese 1500 Jahre alte Story neu zu erzählen &#8211; aus der Sicht einer jungen Frau. Schon bevor der Roman, den Wheeler schrieb und Miller illustrierte, in den Handel kam, sicherte sich Netflix die Rechte für eine Serie. Die war bereits abgedreht, als der Roman im Herbst 2019 in den USA erschien. Und nun startet <em>Cursed &#8211; Die Auserwählte</em> mit zehn Folgen der ersten Staffel. Wie gut ist diese Umsetzung geworden?</p>
<h4>Die wichtigsten Charaktere der Serie in der Gallerie:</h4>
<p>[ngg src=&#8220;galleries&#8220; ids=&#8220;10&#8243; display=&#8220;basic_slideshow&#8220;]</p>
<h3>Cursed: Die Handlung</h3>
<p>Vor vielen Jahrhunderten in England: Nimue (Katherine Langford) ist eine junge Frau, die zu einem der Stämme der magischen Völker gehört, welche von den Menschen &#8222;Fey&#8220; genannt werden. Seit sie als Kind von einem Dämonen angegriffen wurde und schwer verletzt überlebte, gilt sie selbst bei ihren Leuten als verflucht. Dennoch wird Nimue von den Göttern der Fey, den Hidden, als Trägerin ihrer Macht auserwählt. Viel Zeit, sich darüber aufzuregen haben die Fey aber nicht, denn ihr Dorf wird von den Roten Paladinen der katholischen Kirche unter Führung von Pater Carden (Peter Mullen) angegriffen und fast komplett ausgelöscht.</p>
<p>Nimue findet ihre sterbende Mutter, die ihr den größten Schatz des Dorfes anvertraut &#8211; das Schwert der ersten Könige! Sie soll die mächtige Klinge dem Magier Merlin (Gustav Skarsgard) bringen. Obwohl Nimue das Schwert unheimlich ist, will sie den letzten Wunsch ihrer Mutter erfüllen und macht sich auf den Weg. Dabei lernt sie nicht nur den Söldner und Vagabunden Arthur (Devon Terrell) kennen, sondern hört auch vom grausamen &#8222;Weinenden Mönch&#8220; (Daniel Sharman), der für die Roten Paladine ganze Dörfer der Fey niedergemäht hat. Und nicht nur der ist ihr auf den Fersen &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/zN0Szex13WY" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Cursed: Mäßiger Start, aber dann &#8230;</h3>
<p>In den US-Buchhandlungen wird <em>Cursed</em> als Young Adult-Novel geführt, gehört für die Händler also in den Bereich der &#8222;Tribute von Panem&#8220; oder &#8222;Twilight&#8220;.&nbsp; Und zu Beginn der Serie gibt es auch wenig Grund, an dieser Einschätzung zu zweifeln. Eine leicht zickige Hauptfigur mit Mädchenträumen, die ihrer scheinbar so langweiligen Dorfidylle entkommen will. Zwar fällt auch hier schon auf, dass die Bilder ein wenig blutiger und grausamer sind als bei anderen Serien, aber noch weist nichts darauf hin, dass <em>Cursed</em> mehr ist als eine weitere Fantasy-Teenie-Serie bei Netflix.</p>
<p>Das liegt auch daran, dass Katherine Langfords Charakter zu Beginn nicht sonderlich spannend ist und andere Figuren kaum auftauchen. Doch spätestens, wenn Gustav Skarsgard als Merlin erscheint und jede Szene mit seiner Präsenz an sich reißt, wenn er mit Tod und Teufel um Macht und Gefallen feilscht, wird aus <em>Cursed</em> eine Fantasy-Saga, wie sie so noch nicht oft zu sehen war. Und Peter Mullen, sonst eher Charakterkopf in Sozialdramen von Ken Loach, spielt den Schurken derart fies, dass hier die Erinnerungen an einen Ramsay Bolton schnell wach werden.</p>
<figure id="attachment_9086" aria-describedby="caption-attachment-9086" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-9086 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/07/cursed-t1.jpg" alt="Cursed" width="1024" height="674" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/07/cursed-t1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/07/cursed-t1-300x197.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/07/cursed-t1-768x506.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9086" class="wp-caption-text">Zwischen Nimue und Arthur bleibt es nicht bei Freundschaft.</figcaption></figure>
<h3>Rasant erzählte Reise in die Dunkelheit</h3>
<p>Dazu legt <em>Cursed</em> ein Tempo an den Tag, das man anderen Serien wünschen würde. Ohne langes Zögern werfen Wheeler, der die Hälfte aller Drehbücher schrieb, und sein Autorenteam neue Charaktere in die Story, dass es eine Freude ist. Keine lange Einführung, keine langes Gerede. Mit wenigen Dialogsätzen ist eine Figur umrissen und funktioniert glänzend im stetig wachsenden Gefüge der Story. Ob die tödliche &#8222;Witwe&#8220; oder der listig-fiese Gesandte des Papstes, ob magische Wesen der Fay oder Arthurs Schwester Igraine &#8211; der Cast spielt glänzend.</p>
<p>In der zweiten Hälfte, wenn der Überlebenskampf der Fey zum Politikum zwischen mehreren starken Machtblöcken wird, ist die Ähnlichkeit zu <em>GoT</em> nicht mehr wegzudiskutieren. Der verschlagene Uther Pendragon und seine grausame Mutter kochen ebenso ihr eigenes Süppchen wie der nordische Eiskönig Culver&nbsp; und seine blutgierigen Töchter. Und die Roten Paladine bleiben ebenso im Spiel, wenn es um das Töten der Fey geht. Zwischen diesen mächtigen Kräften droht Nimue unterzugehen und sie ist zu großen Opfern bereit, um ihr Volk vor der Auslöschung zu bewahren.</p>
<figure id="attachment_9090" aria-describedby="caption-attachment-9090" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9090 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/07/cursed-t2.jpg" alt="Cursed" width="1024" height="634" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/07/cursed-t2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/07/cursed-t2-300x186.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/07/cursed-t2-768x476.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9090" class="wp-caption-text">Die Fey leben seit Jahrhunderten versteckt in den Wäldern, doch nun sollen sie alle sterben.</figcaption></figure>
<h3>Cursed: Statt nackter Haut abgetrennte Köpfe</h3>
<p>Ebenso wie Langford sich in ihrer Rolle vom unwissenden Mädchen zur verantwortungsvollen Anführerin mausert, entwickelt sich <em>Cursed</em> zunehmend von einer locker-leichten Teenie-Serie wie <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-chilling-adventures-of-sabrina/">&#8222;Sabrina&#8220;</a> zu einem immer düster werdenden Drama mit blutigen Kämpfen und grausamen Momenten. Lediglich bei Sexszenen gibt es keine Ähnlichkeeit zu <em>GoT</em>, denn <em>Cursed</em> hält sich hier extrem zurück und zeigt die wenigen intimen Momente sehr züchtig. In Sachen Gewalt kann die Serie dem großen Vorgänger jedoch durchaus das Wasser reichen &#8211; wie auch in Sachen Gemeinheit.</p>
<p>Was die Serie an Verrat, Mord und irren Killern aufbieten kann, steht so garantiert in keiner Sagensammlung. <em>Cursed</em>, das aufgrund der blutigen Bilder noch am meisten Ähnlichkeiten mit John Boormans Artus-Version &#8222;Excalibur&#8220; von 1981 aufweist, geht hier neue Wege und setzt bekannte Figuren der Saga in ein völlig neues Licht. Hier liefert Tom Wheeler großartige Arbeit ab und erweitert die Story um viele interessante Aspekte. Natürlich darf man hier die Frage stellen, wer sich hier von wem hat inspirieren lassen. Fakt ist, dass alle großen Fantasywerke sich bei Artus bedient haben.</p>
<figure id="attachment_9091" aria-describedby="caption-attachment-9091" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9091 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/07/cursed-t3.jpg" alt="Cursed" width="1024" height="606" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/07/cursed-t3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/07/cursed-t3-300x178.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/07/cursed-t3-768x455.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9091" class="wp-caption-text">Mondschwinge Yeva kennt viele Geheimnisse &#8211; und befiehlt über die Vögel.</figcaption></figure>
<h3>Was zu GoT noch fehlt</h3>
<p>Dass der Vergleich mit <em>GoT</em> dennoch ein wenig hinkt, hat mehrere Gründe. So sieht <em>Cursed</em> zwar gut aus und ist liebevoll und detailliert ausgestattet, mit dem Mega-Budget von <em>GoT</em> kann die Serie aber nicht mithalten &#8211; und das sieht man. So kämpfen hier eben nicht 2000, sondern nur 200 Statisten gegeneinander. Das macht das Sterben nicht schöner, die Wucht eines &#8222;Battle of the Bastards&#8220; erreicht <em>Cursed</em> so aber nie. Und auch die Tiefe und die Anzahl der Charaktere kann die Serie nicht in zehn Folgen erschaffen. Dafür brauchte auch <em>GoT</em> mehrere Staffeln.</p>
<p>Dafür erzählt Wheelers Serie mehr Story in zehn Folgen als <em>GoT</em> in drei Staffeln und bringt viele der angerissenen Storylines bereits in der ersten Staffel zu einem befriedigenden Ende. Und wer sich in der Artussaga ein wenig auskennt, darf noch zusätzlich mitraten, hinter welcher scheinbar neuen Figur sich in Wirklichkeit ein bekannter Charakter der Sage verbirgt. Einige davon lüften ihr Geheimnis erst in der letzten Folge. Die hoffentlich nicht die letzte Folge bleiben wird. Denn <em>Cursed</em> hat das Zeug zum echten Hit für Netflix &#8211; und muss einfach verlängert werden.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>In den ersten Minuten von <em>Cursed</em> ahnt der Zuschauer noch nicht, dass er mit dieser Serie tatsächlich eine düstere Fantasy-Saga bekommt, die dem Überflieger <em>Game of Thrones</em> in vielen Aspekten erstaunlich nahe kommt. Immer gut, zum Teil herausragend gespielte Charaktere, ein sehr viel höheres Tempo als in <em>GoT</em> und eine Story, die viel düsterer, blutiger und grausamer wird, als man das im Vorfeld hätte ahnen können. Ein starker Auftakt zu hoffentlich weiteren Staffeln und definitiv eine der besten Netflix-Eigenproduktionen seit längerer Zeit. Unbedingt ansehen!</p>
<p><strong>Cursed &#8211; Die Auserwählte startet am 17. Juli 2020 bei Netflix.</strong></p>
<p><em>Gesehen: Zehn von zehn Folgen.</em></p>
<figure id="attachment_9092" aria-describedby="caption-attachment-9092" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9092 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/07/nimue-aufmacher.jpg" alt="Cursed" width="1024" height="666" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/07/nimue-aufmacher.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/07/nimue-aufmacher-300x195.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/07/nimue-aufmacher-768x500.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9092" class="wp-caption-text">Nimue muss als Trägerin des magischen Schwertes immer mit Angriffen rechnen.</figcaption></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-cursed-die-auserwaehlte/">Serienkritik: Cursed &#8211; Die Auserwählte</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
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		<title>Filmkritik: Baba Yaga</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jun 2020 09:54:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Dark Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Russland spielt im Westen als Filmproduktionsland kaum eine Rolle. Nur selten schafft es ein Film auf den deutschen Markt &#8211; und dann in aller Regel nur als Heimkino-Premiere. Dass ein russischer Film in die deutschen Kinos kommt &#8211; wie 2004 &#8222;Wächter der Nacht&#8220; von Timur Bekmambetov &#8211; ist eine Seltenheit. Auch &#8222;Baba Yaga&#8220; hat es hierzulande nur auf die silberne Scheibe geschafft. Aber ist das düstere Märchen nach der in Osteuropa bekannten Figur deshalb schlecht? Das klärt die Kritik. Dass [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Russland spielt im Westen als Filmproduktionsland kaum eine Rolle. Nur selten schafft es ein Film auf den deutschen Markt &#8211; und dann in aller Regel nur als Heimkino-Premiere. Dass ein russischer Film in die deutschen Kinos kommt &#8211; wie 2004 &#8222;Wächter der Nacht&#8220; von Timur Bekmambetov &#8211; ist eine Seltenheit. Auch &#8222;Baba Yaga&#8220; hat es hierzulande nur auf die silberne Scheibe geschafft. Aber ist das düstere Märchen nach der in Osteuropa bekannten Figur deshalb schlecht? Das klärt die Kritik.</strong></p>
<p>Dass Horrorfilme ihre Wurzeln oft in Folklore und alten Geschichten haben &#8211; ganz wie Märchen &#8211; dürfte den meisten Kinofans durchaus bekannt sein. Die unheimlichen Gestalten, die heute über die Kinoleinwände huschen, sind oft sehr viel älter, als manche wissen. Das gilt auch für das Monster in Baba Yaga, einer Figur, die zuletzt auch im unsäglich schlechten <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-hellboy-call-of-darkness/">&#8222;Hellboy&#8220;-Remake</a> auftauchte, und noch zu den erträglicheren Momenten des Films gehörte. Kann der russische Regisseur Svyatoslaw Podgaevsky das besser machen?</p>
<figure id="attachment_8869" aria-describedby="caption-attachment-8869" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-8869 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/hexe-1.jpg" alt="Baba Yaga" width="1024" height="614" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/hexe-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/hexe-1-300x180.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/hexe-1-768x461.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-8869" class="wp-caption-text">Egor hat seine Mutter verloren und ist in eine neue Umgebung gezogen &#8211; ganz schön hart für ein Kind.</figcaption></figure>
<h3>Baba Yaga: Die Handlung</h3>
<p>Der junge Egor (Oleg Chugunov) hat keine einfache Zeit. Seine Mutter ist vor einer Weile gestorben, sein Vater hat erneut geheiratet und mit seiner neuen Frau Yuliya eine kleine Tochter. Und seit dem Umzug in eine Trabantenstadt am Rande einer Metropole hat Egor auch keine Freunde mehr. Immerhin steht er seiner Mitschülerin Dascha (Glafira Golubeva) zur Seite und freundet sich mit ihr an, muss sich danach allerdings immer wieder der Attacken einer Kinderbande erwehren, die ihm die Einmischung übel nehmen.</p>
<p>Als eines Tages ein neues Kindermädchen in der Wohnung auftaucht, ist Egor bald misstrauisch, denn er hört und sieht seltsame Dinge. Schwarze Krallenhände, die nach seiner kleinen Schwester greifen und die Geräusche einer Frau mit Metallspitze als Bein, die nachts durch die Wohnung stapft. Schließlich muss Egor feststellen, dass seine Schwester verschwunden ist und sein Vater und seine Stiefmutter sich nicht an sie zu erinnern scheinen. Mit Dascha und Schläger Anton begibt sich Egor auf die verzweifelte Suche nach dem Baby &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/Q8c5ubHneuM" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Baba Yaga: Mehr Fantasy als Horror</h3>
<p>So richtig viel Mut hatten die Macher des Films nicht. Denn gleich zu Beginn tun sie etwas, das eigentlich mittlerweile vermieden wird: Sie erzählen dem Publikum, was sie erwartet, erklären die Legende von Baba Yaga. Das mag dem Publikum zwar bei der Orientierung dessen helfen, was es zu sehen bekommt, nimmt aber auch eine Menge Spannung aus der Story. Denn so ist der Gedankensprung zwischen dem neuen Kindermädchen und der bösen Hexe wahrlich nicht weit. Und der Film verschenkt hier einige Möglichkeiten für gruselige Szenen.</p>
<p>So richtiger Horror ist Baba Yaga denn auch nicht, will es aber wohl auch gar nicht sein. Denn der Film arbeitet ganz bewusst mit starken Märchen-Motiven und serviert dem Zuschauer eher eine düstere Fantasy-Geschichte als echten Horror. Denn die böse Hexe, die Kinder verschlingt, erinnert in ihrem Hexenhaus tatsächlich mehr an &#8222;Hänsel und Gretel&#8220; als an Gestalten wie Freddy Krueger. Aber auch eine Dark Fantasy-Story kann ja durchaus unterhaltsam sein. Und genau das kann man Baba Yaga auch nicht absprechen.</p>
<figure id="attachment_8870" aria-describedby="caption-attachment-8870" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-8870 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/hexe-2.jpg" alt="baba Yaga" width="1024" height="614" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/hexe-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/hexe-2-300x180.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/hexe-2-768x461.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-8870" class="wp-caption-text">Deswegen glaubt ihm auch niemand, als er herausfindet, dass seine kleine Schwester in tödlicher Gefahr schwebt.</figcaption></figure>
<h3>Baba Yaga: Flott erzählt, gut gespielt</h3>
<p>Denn Regisseur Podgaevsky legt ein ordentliches Tempo vor und erzählt seine gar nicht so simple Geschichte in gut 90 Minuten zu Ende. Und beweist dabei auch erstaunliches Geschick im Zeigen oder Nicht-Zeigen der Hexe. Lange bleibt sein Monster im Dunkeln und macht dort eine bessere Figur als im Finale, wo das fehlende Budget für eine leichte Enttäuschung sorgt. Doch der Regisseur macht aus dieser Not oft eine Tugend und erzeugt seine unheimliche Stimmung mit Licht und Farbe, die dem Film eine ganz eigene Note verleihen.</p>
<p>Außerdem hat Podgaevsky ausgezeichnete Kinderdarsteller gefunden, die ihre Rollen glaubhaft verkörpern, ohne dem Zuschauer auf die Nerven zu gehen. Vor allem Oleg Chugunov ist dabei eine Art Tom Sawyer im Monsterland und fängt das Publikum mit seinem Charme schnell ein, ähnlich wie die zarte Glafira Golubeva als Dascha, die an Becky Thatcher erinnert. Gemeinsam mit dem ruppigen Artyom Zhigulin als Huck Finn-Verschnitt Anton ist die Verbeugung vor Mark Twains Jugendbuch-Klassiker perfekt. Auch wenn der Indianer-Joe hier bedeutend unheimlicher ist.</p>
<p>Schwächen hat der Film hingegen bei Drehbuch, dessen Taktung nicht immer überzeugt und das manche scheinbare Nebenhandlung im Sande verlaufen lässt. Das stört den sonst guten Eindruck ein wenig und sorgt für Szenen, die weder so richtig in die Handlung passen, noch sonderlich unheimlich oder spannend ausfallen. Dennoch: Was der Regisseur hier für etwa eine Million Euro auf den Bildschirm bringt, kann sich in den meisten Bereichen mehr als sehen lassen. Die Freigabe ab 18 Jahren weckt allerdings möglicherweise Erwartungen an den Blutgehalt, den der Film nicht einlöst.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Baba Yaga ist ein stets solider, manchmal sogar richtig guter Märchen-Grusler, der mit starken Kinder-Darstellern, flotter Story und einem unheimlichen Monster aufwarten kann. Abzüge gibt es für ein mitunter schlampiges Drehbuch und das fehlende Budget, das besonders im Finale für Enttäuschung sorgt. Wer aber auf düstere Märchenwelten und sanften Horror steht, der dürfte mit diesem Film durchaus seinen Spaß haben. Bei Erfolg steht dann auch inhaltlich einer Fortsetzung nichts im Wege. Dark Fantasy mit frischer Farbe!</p>
<p><strong>Baba Yaga ist ab dem 12. Juni 2020 auf Blu-Ray und DVD im Handel.</strong></p>
<figure id="attachment_8871" aria-describedby="caption-attachment-8871" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-8871 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/hexe-3.jpg" alt="Baba Yaga" width="1024" height="614" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/hexe-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/hexe-3-300x180.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/06/hexe-3-768x461.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-8871" class="wp-caption-text">Mit seinen Freunden Anton und Dascha macht sich Egor auf den Weg ins Reich der Hexe, um seine Schwester zu holen.</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Serienkritik: Der Brief für den König</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Mar 2020 22:24:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>In den Niederlanden kennt &#8222;Der Brief für den König&#8220; jedes Kind. Denn die Autorin Tonke Dragt schrieb den Roman 1962 für die Kinder des Landes. Doch es sollte bis zum Jahr 2008 dauern, ehe das Abenteuer des jungen Knappen Tiuri auch die Leinwand erblickte. Doch die Verfilmung erwies sich als Flop. Dennoch hat sich nun Netflix die Rechte an Dragts Roman gesichert und die Geschichte als sechsteilige Serie verfilmt. Wie gut ist die Fantasy-Saga für die ganze Familie, gespickt mit [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In den Niederlanden kennt &#8222;Der Brief für den König&#8220; jedes Kind. Denn die Autorin Tonke Dragt schrieb den Roman 1962 für die Kinder des Landes. Doch es sollte bis zum Jahr 2008 dauern, ehe das Abenteuer des jungen Knappen Tiuri auch die Leinwand erblickte. Doch die Verfilmung erwies sich als Flop. Dennoch hat sich nun Netflix die Rechte an Dragts Roman gesichert und die Geschichte als sechsteilige Serie verfilmt. Wie gut ist die Fantasy-Saga für die ganze Familie, gespickt mit einigen Stars, nun ausgefallen?</strong></p>
<p>Viel näher kann ein Fantasy-Fan der &#8222;Herr der Ringe&#8220;-Saga kaum kommen. Denn <em>Der Brief für den König</em> wurde nicht nur in Teilen in Neuseeland gedreht, wie schon Peter Jacksons Trilogie. Mit David Wenham (Faramir) und Andy Serkis (Gollum) konnten die Macher auch zwei Stars aus den Filmen für kleine Auftritte verpflichten. Serkis&#8216; Tochter Ruby erhielt sogar eine der Hauptrollen. Hat das auf die Qualität der Serie abgefärbt? Können hier Eltern und Kinder gemeinsam eine spannende Fantasy-Story erleben?</p>
<figure id="attachment_8308" aria-describedby="caption-attachment-8308" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-8308 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/brief-1.jpg" alt="Der Brief für den König" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/brief-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/brief-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/brief-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/brief-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/brief-1-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-8308" class="wp-caption-text">So sehr sich Tiuri auch abmüht, ein Kämpfer-Gen kann er in sich nicht auftreiben.</figcaption></figure>
<h3>Der Brief für den König: Die Handlung</h3>
<p>Der junge Tiuri (Amir Wilson) wächst bei Lord Tiuri dem Tapferen (Davi Wenham) auf, nachdem der seien mutter und ihn vor vielen Jahren als neue Familie annahm. Tiuri soll ein Ritter werden wie sein Vater, doch der Junge aus dem Süden der Welt ist nicht wirklich begabt für den Schwertkampf. Weil seinem neuen Vater so viel daran liegt, probiert er es dennoch &#8211; und übersteht sogar die ersten Tage der Auslese. Als er mit vier anderen, angehenden Rittern als letzte Prüfung die Nacht im Grab seiner Vorgänger verbringen soll, geschieht es.</p>
<p>Eine Hilferuf dringt herein und Tiuri ist der einzige, der ihm folgt. Ein sterbender Ritter (Ben Chaplin), den er im Wald findet, nimmt Tiuri des Versprechen ab, einen Brief zu König Favian zu bringen, dem Herrscher des Nachbarlandes. Das treue Pferd des Ritters trägt Tiuri daraufhin in sein größtes Abenteuer, bei dem nicht nur die Roten Reiter des bösen Prinzen Viridian hinter ihm her sind, sondern auch seine ehemaligen Gefährten aus dem Grab. Doch mit seiner neuen Freundin Lavinia (Ruby Ashborune Serkis) findet er heraus, dass mehr in ihm steckt als gedacht &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/Oo7DUkvrei4" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Der Brief für den König: Fantasy ohne Blut</h3>
<p>Natürlich kann man eine Fantasy-Saga so erzählen, wie &#8222;Game of Thrones&#8220; das getan hat, mit finsteren Intrigen, einer Menge Sex und Unmengen von Blut. Dass es aber auch ohne geht, beweist <em>Der Brief für den König</em> in eindrucksvoller Weise. Natürlich ist das nur etwa vierstündige Abenteuer nicht mit GoT oder dem Herrn der Ringe vergleichbar. Aber es enthält viele der Zutaten, die Fantasy-Fans von einer guten Geschichte erwarten. Und ein Roman wird nicht Teil einer Kultur, wenn die darin erzählte Geschichte nicht gut ist.</p>
<p>Natürlich ist ein großer Teil davon inzwischen zum Standard für Fantasy geworden. Der Held wieder Willen, in dem mehr steckt, als er selber glaubt. Treue Freunde, die ihm zur Seite stehen. Und ein Schurke, dem es vor allem anderen um die eigene Macht geht. Aber Tonke Dragt schuf in ihrem Buch auch Charaktere mit Witz und der einen oder anderen Überraschung für Leser und damit jetzt auch Zuschauer. Und ließ sich für die Handlung, wenn auch die große Story bald klar ist, im Detail einige schöne Wendungen einfallen.</p>
<figure id="attachment_8309" aria-describedby="caption-attachment-8309" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-8309 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/brief-2.jpg" alt="Der Brief für den König" width="1024" height="684" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/brief-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/brief-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/brief-2-768x513.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/brief-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/brief-2-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-8309" class="wp-caption-text">Und doch muss er zum Helden werden, denn der finstere Prinz Viridian will die Welt zu einem besseren Ort machen &#8211; mit rabiaten Mitteln.</figcaption></figure>
<h3>Der Brief für den König: Mit Witz und Spannung erzählt</h3>
<p>Allerdings nimmt sich Autor Will Davies etliche Freiheiten in der Nacherzählung des Romans, führt neue Figuren ein und würzt die Story, die ursprünglich ohne klassische Fantasy-Elemente auskam, mit Magie nach. Das tut dem Spaß an dieser kurzen Serie, nicht nur, aber auch für Kinder, keinen Abbruch. Die Darsteller erledigen ihren Job sehr gut und lassen trotz der eigentlich ernsten Story immer wieder auch Humor aufblitzen. Und Amir Wilson und Ruby Serkis sind gemeinsam ein wundervolles Team, dem man ihre wachsende Zuneigung füreinander stets glaubt.</p>
<p>Aber auch der Schurke, der seinerseits glaubt, der Gute zu sein, ist mit Gijs Blom toll besetzt. Blom gelingt es, seine Rolle trotz der bösen Dinge, die sein Prinz Viridian tut, stets menschlich zu halten. Und so die Bedrohung für die jungen Helden noch wachsen zu lassen. Dazu finden sich auch hier wieder Anleihen beim Herrn der Ringe, den Davies ganz offensichtlich kennt. Denn statt Tiuri weitgehend allein seine Abenteuer bestehen zu lassen, wie im Roman, stellt der Autor ihm in der Serie einen Haufen Helfer zur Seite, die allesamt wunderbar geraten sind.</p>
<p>So entsteht die spannende Story, die deshalb so familientauglich ist, weil hier die Probleme meist ohne Waffen gelöst werden. Dennoch ist Der Brief für den König deshalb nicht langweilig oder weniger spannend. Gerade für jüngere Zuschauer, die noch nicht die Erfahrung haben, eine Storywendung vorauszusehen, dürfte die Serie richtig aufregend sein. Aber auch ältere Fantasy-Fans werden an diesem niederländischen Klassiker im frischen Outfit sicher ihre Freude haben. Wenn es denn ohne Blut und Sex abgehen darf.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Mit der Serie <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-ares/">&#8222;Ares&#8220;</a> haben sich unsere niederländischen Nachbarn nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Das machen sie mit der wundervollen Familien-Fantasy-Serie <em>Der Brief für den König</em> aber wieder wett. Denn hier stimmt so gut wie alles. In sechs Folgen knackig erzählt, mit gelungenen Wendungen in der Story und viel Spannung, auch ohne derbe Gewaltspitzen. Eine kleine High-Fantasy-Perle, die Netflix da nach dem niederländischen Jugendbuch-Klassiker produziert hat. Und Autor Will Davies war klug genug, Stoff für eine mögliche zweite Staffel anzuteasern. Die hoffentlich kommt.</p>
<p><strong>Der Brief für den König startet am 20. März 2020 bei Netflix.</strong></p>
<figure id="attachment_8310" aria-describedby="caption-attachment-8310" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-8310 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/brief-3.jpg" alt="Der Brief für den König" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/brief-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/brief-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/brief-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/brief-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/03/brief-3-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-8310" class="wp-caption-text">Deshalb muss Tiuri mit seinen Freunden einen Weg finden, den abgefangenen Brief von Viridian zu König Favian zu bringen.</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: Star Wars 9 &#8211; Der Aufstieg Skywalkers</title>
		<link>https://lauterfilme.de/filmkritik-star-wars-9-der-aufstieg-skywalkers/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Dec 2019 14:06:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Disney]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Märchen]]></category>
		<category><![CDATA[Sci-Fi]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist geschafft! Nach Angabe von Disney ist die große, neunteilige Skywalker-Saga mit &#8222;Star Wars 9: Der Aufstieg Skywalkers&#8220; beendet. Neue FIlme sollen sich mit anderen Themen beschäftigen, aber die Macht-Familie künftig in Ruhe lassen. Dafür wurde nach Teil sieben erneut J.J. Abrams verpflichtet. Kann der Regisseur, der bereits die &#8222;Star Trek&#8220;-Marke im Kino neue belebt hat, dem Krieg der Sterne-Kapitel einen würdigen Abgang verschaffen? Das verrät die Kritik. Der Auftakt der neuen Trilogie lief noch erwartungsgemäß. Abrams &#8222;Star Wars [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist geschafft! Nach Angabe von Disney ist die große, neunteilige Skywalker-Saga mit &#8222;Star Wars 9: Der Aufstieg Skywalkers&#8220; beendet. Neue FIlme sollen sich mit anderen Themen beschäftigen, aber die Macht-Familie künftig in Ruhe lassen. Dafür wurde nach Teil sieben erneut J.J. Abrams verpflichtet. Kann der Regisseur, der bereits die &#8222;Star Trek&#8220;-Marke im Kino neue belebt hat, dem Krieg der Sterne-Kapitel einen würdigen Abgang verschaffen? Das verrät die Kritik.</strong></p>
<p>Der Auftakt der neuen Trilogie lief noch erwartungsgemäß. Abrams &#8222;Star Wars 7: Das Erwachen der Macht&#8220; kam bei Fans und Kritikern gut an. Doch dann begannen die Probleme. Regisseur Rian Johnson lieferte mit <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-star-wars-die-letzten-jedi/">&#8222;Star Wars 8: Die letzten Jedi&#8220;</a> einen sehr kontrovers aufgenommenen Film ab. Und dann stellte Disney auch noch Colin Trevorrow, den designierten Regisseur von Teil neun, wegen kreativer Differenzen den Stuhl vor die Tür &#8211; und Abrams erklärte sich bereit einzuspringen. hat sich das gelohnt?&nbsp;</p>
<figure id="attachment_7476" aria-describedby="caption-attachment-7476" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7476 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/12/Star-1.jpg" alt="Star Wars 9" width="1024" height="579" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/12/Star-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/12/Star-1-300x170.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/12/Star-1-768x434.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-7476" class="wp-caption-text">Rey muss die Last, die ganze Galaxis retten zu müssen, allein auf ihren schmalen Schultern tragen.</figcaption></figure>
<h3>Star Wars 9: Die Handlung</h3>
<p>Nachdem sich Kylo Ren (<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-marriage-story/">Adam Driver</a>) gegen ein Horde Gegner den Schlüssel zu einem geheimen Sith-Planeten erkämpft hat, findet er dort tatsächlich den noch lebenden Imperator Palpatine (Ian McDiarmid) vor, der seine Herrschaft über die Galaxis endgültig in Stein meißeln will. Und dafür eine tödliche Flotte aus Planetenkillern bauen ließ, die in wenigen Stunden alle bewohnten Welten mit der Vernichtung bedrohen können. Kylo soll die letzte variable in dieser Gleichung eliminieren: die junge Jedischülerin Rey (Daisy Ridley).</p>
<p>Die ist gerade in ihrer Ausbildung bei General Leia Organa (Carrie Fisher), als sie die Nachrichten vom Imperator und dessen Plänen erreicht. Um das Ende des Widerstands zu verhindern, muss sie die geheime Welt finden, auf der sich Palpatine versteckt hält. Ein verschollenes Artefakt kann der Legende nach den Weg weisen, also macht sich Rey mit dem Millennium-Falken auf den Weg, es zu finden. Ihre Freund Poe (Oscar Isaac) und Finn (John Boyega) begleiten sie in ihr möglicherweise letztes Abenteuer &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/8Qn_spdM5Zg" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Star Wars 9: Vollgepackt bis unters Dach</h3>
<p>Ob Abrams wirklich wusste, worauf er sich da einlässt? Er musste ein neues Drehbuch verfassen, weil das alte nach dem Weggang Trevorrows nicht verwendet wurde. Dazu galt es, Leia in den Film zu integrieren, obwohl Darstellerin Carrie Fisher gestorben war. Und er musste die Fans beruhigen, die wegen Teil acht noch immer in heller Aufregung waren &#8211; und entsprechend viel Fan-Balsam in seinem Film unterbringen. All das hat J.J. Abrams versucht, und dabei einen extrem vollgepackten Film inszeniert, der vor lauter Inhalt kaum Luft bekommt.</p>
<p>In 142 Minuten Abschied kommt keine der Figuren auch nur eine Sekunde zur Ruhe. Nie hat ein Star Wars-Film derart viele unterschiedliche Handlungsorte gehabt, nie war die Bedrohung der freien Galaxis durch die Mächte des Bösen derart groß. Und eine derart große Menge Helden aus allen Teilen der Serie hat vorher auch noch kein einzelner Film zusammengebracht. <em>Star Wars 9</em> bietet hier etliche Superlative, die dem Abschluss einer derart großen und wichtigen Saga auch gebühren. Da heißt es fürs Publikum: Aufpassen, sonst verpasst man ein Detail oder eine Hommage.</p>
<figure id="attachment_7477" aria-describedby="caption-attachment-7477" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7477 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/12/star-2.jpg" alt="Star Wars 9" width="1024" height="534" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/12/star-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/12/star-2-300x156.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/12/star-2-768x401.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-7477" class="wp-caption-text">Finn und Poe unterstützen die junge Jedi im Kampf gegen die Erste Ordnung.</figcaption></figure>
<h3>Star Wars 9: Etwas zu vorhersehbar</h3>
<p>Leider hat Abrams etwas wiederholt, was er schon in Teil sieben tat und von einigen Kritikern dafür auch abgestraft wurde. Sein <em>Erwachen der Macht</em> verlief grob in den gleichen Bahnen wie Teil vier, der Auftakt der Saga. Und Teil neun erinnert nun deutlich an den sechsten Film &#8222;Die Rückkehr der Jedi-Ritter&#8220;. Besonders die finale Stunde ähnelt dem Abschluss der ersten Trilogie deutlich. Das ist deshalb schade, weil Fans der Reihe &#8211; und das sind einige Millionen &#8211; so schon kommen sehen, wie das Ganze wohl ausgehen wird.</p>
<p>Da war Abrams&#8216; Hang zur Wiederholung bewährter Rezepte doch etwas zu ausgeprägt, oder er hat schlicht das Risiko bei diesem Projekt minimieren wollen. Das ist nachvollziehbar, verhinderte aber einen noch besseren Film. Denn die eine oder andere Überraschung hätte <em>Star Wars 9</em> bei aller technischen Brillanz doch gut getan. Trotzdem gelingt Abrams ein sehenswerter Film, wofür er sich auch bei seinen Schauspielern bedanken darf. Denn die machen in vielen Szenen die zu durchsichtige Handlung mit gutem Spiel wieder wett.</p>
<p>Vor allem Daisy Ridley spielt die scheinbar fragile Rey erneut mit einer Intensität, der sich das Publikum nie entziehen kann. Ihre Szenen treten ins Herz und wenn sie endlich ihre wahre Herkunft erfährt, leidet der Zuschauer mit ihr. Oscar Isaac und John Boyega, die hier endlich wieder gemeinsam agieren dürfen, sind dagegen für den Spaßfaktor zuständig &#8211; und machen einen guten Job. So wird der vollgepackte, aber stets groß denkende Film zu einem würdigen Abschluss der Saga, wenn er von einem Meisterwerk auch ein gutes Stück entfernt ist.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Star Wars 9: Der Aufstieg Skywalkers biegt sich unter der Last der Vorgänger, loser Handlungsfäden und Fanservice als Wiedergutmachung für den ungeliebten Vorgänger &#8211; aber er bricht nicht. Mit ein wenig Rumoren bringt Regisseur J.J. Abrams den Film sicher ins Ziel, nicht überragend, aber immer unterhaltsam und in seinen stärksten Szenen auch sehr emotional. Dazu liefert er das eine oder andere Wiedersehen, mit dem selbst Fans nicht gerechnet hätten. Kein Meilenstein, aber ein guter Abschied von den Skywalkers und ihrer Freunde.</p>
<p><strong>Star Wars 9: Der Aufstieg Skywalkers startet am 18. Dezember 2019 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_7478" aria-describedby="caption-attachment-7478" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7478 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/12/Star-3.jpg" alt="Star Wars 9" width="1024" height="633" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/12/Star-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/12/Star-3-300x185.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/12/Star-3-768x475.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-7478" class="wp-caption-text">Leia bekommt im finalen Film der Reihe einen würdigen Abgang &#8211; und ist der emotionale Anker des Films.</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: Der Nussknacker und die vier Reiche</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Oct 2018 15:23:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Märchen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich ist &#8222;Der Nussknacker&#8220; eine Erzählung des deutschen Schriftstellers E.T.A. Hoffmann, doch die Welt kennt hauptsächlich das darauf basierende Ballett von Peter Tschaikowsky. Disney hat nun mit &#8222;Der Nussknacker und die vier Reiche&#8220; versucht, daraus einen Fantasyfilm zu machen, der sich hauptsächlich an ein sehr junges Publikum richtet und eindeutig für den vorweihnachtlichen Kinobesuch gedacht ist. Ist das geglückt oder kann man sich die Kinokarte sparen? Der russische Komponist Peter Tschaikowsky ist sicher einer der bekanntesten Komponisten klassischer Musik überhaupt. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eigentlich ist &#8222;Der Nussknacker&#8220; eine Erzählung des deutschen Schriftstellers E.T.A. Hoffmann, doch die Welt kennt hauptsächlich das darauf basierende Ballett von Peter Tschaikowsky. Disney hat nun mit &#8222;Der Nussknacker und die vier Reiche&#8220; versucht, daraus einen Fantasyfilm zu machen, der sich hauptsächlich an ein sehr junges Publikum richtet und eindeutig für den vorweihnachtlichen Kinobesuch gedacht ist. Ist das geglückt oder kann man sich die Kinokarte sparen?</strong></p>
<p>Der russische Komponist Peter Tschaikowsky ist sicher einer der bekanntesten Komponisten klassischer Musik überhaupt. Disney war daher auch klug genug, seine weltbekannten Melodien in den Soundtrack des Films einzubauen. Dafür haben die Macher sogar den berühmten Pianisten Lang Lang ins Boot geholt. James Newton Howard, der den neuen Score komponierte, kann einem angesichts dieser musikalischen Meilensteine, mit denen er mithalten muss, fast leid tun. Aber hat der Film außer Musik noch etwas zu bieten?</p>
<figure id="attachment_4948" aria-describedby="caption-attachment-4948" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4948 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/nuss-1-1024x682.jpg" alt="Der Nussknacker" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/nuss-1-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/nuss-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/nuss-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/nuss-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/nuss-1-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/nuss-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4948" class="wp-caption-text">Auf der Suche nach dem Weihnachtsgeschenk von ihrem Patenonkel gelangt Clara in eine fremde Welt.</figcaption></figure>
<h3>Der Nussknacker und die vier Reiche: Die Handlung</h3>
<p>Die junge Clara (Mackenzie Foy) bekommt am Heiligabend ein Geschenk von ihrer verstorbenen Mutter. Während der Vater (Matthew Macfadyen) ihrer großen Schwester Mutters Lieblingskleid überreicht und der kleine Bruder Fritz Spielzeugsoldaten erhält, bekommt Clara ein verschlossenes Schmuck-Ei, allerdings ohne Schlüssel. Hilfe erhofft sie sich von ihrem Patenonkel Drosselmeyer (Morgan Freeman), einem steinreichen Erfinder und langjährigen Freund ihrer Mutter. Und tatsächlich scheint der den Schlüssel zu besitzen.</p>
<p>Doch die Suche danach führt Clara durch einen seltsamen Tunnel direkt in einer andere Welt. Dort läuft sie nicht nur dem Nussknacker Phillip (Jayden Fowora-Knight) über den Weg, sondern auch vielen märchenhaften Gestalten wie der Zuckerfee (Keira Knightley), dem Mäusekönig und der geheimnisvollen Mutter Ingwer (Helen Mirren). Sie erfährt, dass ihre Mutter hier Königin war und Ingwer nach ihrem Verschwinden die Reiche mit Krieg überzogen hat. Clara will mithilfe des Nussknackers den Schlüssel zurückerobern und für Frieden sorgen &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/BPl5i22aeBw" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Der Nussknacker und die vier Reiche: Wilde Mischung</h3>
<p>Jeder, dem die Geschichte oder das Ballett bekannt ist, wird Bruchstücke daraus wiedererkennen. Denn viele Figuren aus der Vorlage finden sich auch im Film wieder. Allerdings hat kaum eine davon die Bedeutung, die ihr eigentlich zukommt. Disney ließ Drehbuchautorin Ashleigh Powell hier schalten und walten, wie sie wollte. Die hat sich offenkundig wenig für die Grundidee interessiert und lediglich die Figuren genutzt, um eine recht beliebige Fantasy-Story für ein junges Publikum zu entwerfen.</p>
<p>So gerät <em>Der Nussknacker und die vier Reiche</em> zu einem wilden Sammelsurium aus guten und schwachen Einfällen, hat aber mit Hoffmanns Vorlage nicht viel zu tun. Und auch die Musik Tschaikowskys erklingt oft nur wenige Sekunden, bevor sie wieder verschwindet &#8211; und so ihren Zauber nur andeuten kann. Wer sich also eine Verbeugung vor dem Schaffen der geistigen Väter erhofft, wird von diesem Film sicher enttäuscht sein.</p>
<figure id="attachment_4949" aria-describedby="caption-attachment-4949" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4949 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/nuss-2-1024x682.jpg" alt="Der Nussknacker" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/nuss-2-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/nuss-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/nuss-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/nuss-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/nuss-2-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/nuss-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4949" class="wp-caption-text">Bald begegnet Clara dem Nussknacker Phillip, der ihr bei der Suche nach einem Schlüssel helfen will.</figcaption></figure>
<h3>Der Nussknacker und die vier Reiche: Üppige Ausstattung</h3>
<p>Dass <em>Der Nussknacker und die vier Reiche</em> dennoch etwas zu bieten hat, liegt zu großen Teilen an Design und Umsetzung. Denn die Bilder, die die beiden Regisseure Lasse Hallström (&#8222;Gottes Werk und Teufels Beitrag&#8220;) und Joe Johnston (&#8222;Captain America: The First Avenger&#8220;) mit Kameramann Linus Sandgren hier einfangen, verbreiten nicht nur ein Maximum an Weihnachtsstimmung, wenn auch zuweilen ein wenig arg in Richtung Kitsch abgleitend. Sie sprühen auch vor Einfällen, die den Film immerhin optisch zu einem Erlebnis machen.</p>
<p>Ob das Clowns sind, die wie Matroschkas ineinander stecken, der Riss in Mutter Ingwers Gesicht, der klar macht, dass sie aus Porzellan ist oder die Kostüme der Herrscher des Schneeflocken- und Blumenreiches. Hier ist eine Menge kreative Energie geflossen, um die vier Reiche im weihnachtlichen Märchenland zu einem Augenschmaus zu machen. Umso erstaunlicher, dass die Effekte dann gerade bei heute eigentlich einfach zu machenden CGIs wie Wasser nicht überzeugen können, wo weit <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-peter-hase/">schwierige Bilder</a> wie die des Mäusekönigs absolut gelungen sind.</p>
<p>Bei so viel Optik haben es die Schauspieler naturgemäß schwer. Und tatsächlich können selbst künstlerische Schwergewichte wie Helen Mirren oder Keira Knightley gegen Disneys brachialen Zuckerguss kaum anspielen und erinnerungswürdige Darbietungen zeigen. Und auch in Sachen Spannung hält sich <em>Der Nussknacker und die vier Reiche</em> vornehm zurück. Dadurch ist er zwar auch für sehr junge Zuschauer gut zu verkraften, kann die begleitenden Eltern aber weder mit sonderlich viel Humor noch packender Handlung unterhalten.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p><em>Der Nussknacker und die vier Reiche</em> ist ein optisch mitunter fulminanter, aber inhaltlich arg beliebiger und glattgebügelter Fantasyfilm für eine sehr junge Zielgruppe, dem weder die Story noch die Stars ihren Stempel aufdrücken können. Lediglich die Sets, Kostüme und Locations strotzen oft vor derart vielen Ideen und Details, dass sich das Ansehen des Films im Kino lohnt. Tschaikowskys Musik bleibt leider ebenso Beiwerk wie die ursprüngliche Story. So ist es zwar keine Katastrophe, aber doch ein Film mit verschenkten Möglichkeiten.</p>
<p><strong>Der Nussknacker und die vier Reiche startet am 1. November 2018 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_4950" aria-describedby="caption-attachment-4950" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4950 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/nuss-3-1024x682.jpg" alt="Der Nussknacker" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/nuss-3-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/nuss-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/nuss-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/nuss-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/nuss-3-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/nuss-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4950" class="wp-caption-text">Was führt die geheimnisvolle Mutter Gidoen im Schilde?</figcaption></figure>
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