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		<title>Filmkritik: Luther The Fallen Sun</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Mar 2023 14:51:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[BBC]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Detective John Luther kann bereits auf eine lange Karriere zurückblicken. Bereits seit 2010 schiebt der brillante Ermittler Dienst, fünf Staffeln hat die BBC insgesamt produzieren lassen. Nach dem Ende der Serie gaben aber weder Fans noch Macher der Reihe wirklich Ruhe. Schon bald gab es Gerüchte um einen möglichen Spielfilm, der die Story von Luther weitererzählen würde. Und der ist nun da! Mit &#8222;Luther The Fallen Sun&#8220; präsentiert Streamingdienst Netflix, der auch die komplette Serie im Programm hat, ein neues [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Detective John Luther kann bereits auf eine lange Karriere zurückblicken. Bereits seit 2010 schiebt der brillante Ermittler Dienst, fünf Staffeln hat die BBC insgesamt produzieren lassen. Nach dem Ende der Serie gaben aber weder Fans noch Macher der Reihe wirklich Ruhe. Schon bald gab es Gerüchte um einen möglichen Spielfilm, der die Story von Luther weitererzählen würde. Und der ist nun da! Mit &#8222;Luther The Fallen Sun&#8220; präsentiert Streamingdienst Netflix, der auch die komplette Serie im Programm hat, ein neues Abenteuer des coolen Ermittlers mit dem untrüglichen Blick für Zusammenhänge. Kann Idris Elba in seiner Paraderolle auch im Filmformat überzeugen? Ist der Film wie die Serie? Antworten gibt es hier.</p>
<figure id="attachment_13895" aria-describedby="caption-attachment-13895" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-13895 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/03/luther-1.webp" alt="Andy Serkis in Luther Fallen Sun" width="1024" height="676" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/03/luther-1.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/03/luther-1-300x198.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/03/luther-1-768x507.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/03/luther-1-750x495.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13895" class="wp-caption-text">Ein sadistischer Killer und Erpresser fordert John Luther heraus.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>John Luther (<a href="https://lauterfilme.de/beast-jaeger-ohne-gnade-kritik-film/">Idris Elba</a>) sitzt im Gefängnis. Wegen diverser Gesetzesbrüche beim Aufhalten von gefährlichen Killern wurde er vor Gericht gestellt und verurteilt. Doch noch immer ist Luther ein Ermittler. Als ihm der sadistische Serienkiller David Robey (Andy Serkis) eine Nachricht ins Gefängnis sendet, in der er den Detective verspottet und weitere Gräueltaten ankündigt, weiß Luther, was er zu tun hat. Mit einem klugen Plan gelingt es ihm, aus dem Gefängnis zu entkommen und unterzutauchen. Eigentlich will er seiner Nachfolgerin Odette Rain (Cynthia Erivo) helfen. Doch die resolute Polizistin denkt nicht daran, Luthers Unterstützung anzunehmen, kündigt ihm stattdessen an, ihn erbarmungslos zu jagen.</p>
<p>Dennoch verliert der erfahrene Ermittler keine Zeit. Und setzt sich auf die Spur Robeys, der bei seiner Nachricht Spuren hinterlassen hat. Um die Polizei auf Stand zu halten, kontaktiert Luther vorher seinen alten Chef Martin (Dermot Crowley), der zwar seinen Freund nicht schützen kann, ihm aber trotzdem bei den Ermittlungen hilft. Obwohl Luther seinem Ziel immer näher kommt, erweist sich Robey als ernstzunehmender Gegner, der vor keiner Grausamkeit zurückschreckt, um sich und seine Pläne zu retten. Doch Luther gibt nicht auf. Längst hat er die Jagd auf das Monster in Menschengestalt zu einer sehr persönlichen Sache gemacht &#8230;</p>
<p><iframe title="Luther: The Fallen Sun | Official Trailer | Netflix" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/EGK5qtXuc1Q?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Auch für Einsteiger geeignet</h2>
<p>Die erste Frage, die sich viele stellen, lautet: Kann ich den Film auch sehen, wenn ich die Serie nicht kenne? Die Antwort lautet: ja. Zwar gehen dann einige Anspielungen und komplexe Freundschaften zwischen die Figuren verloren, aber für die eigentliche Geschichte sind Vorkenntnisse nicht notwendig. Fans der Serie könnten von <strong>Luther The Fallen Sun</strong> sogar ein wenig enttäuscht sein. Denn obwohl der bisherige Serienschreiber Neil Cross auch diesmal am Werk war, fühlt sich der Film anders an als die Serie. Das liegt sicher auch an dem ordentlichen Budget, das Regisseur Jamie Payne in starke Bilder umsetzt. Und die mit dem Etat der BBC so vielleicht nicht umsetzbar gewesen wären. Aber auch die Story ist actionlastiger als zuvor und steckt dafür in Sachen Charakterzeichnung und Psycho-Analyse deutlich zurück.</p>
<p>So legt Cross in seinem Drehbuch keinen großen Wert auf die Motive des Killers und lässt ihn im Finale eine eher halbgare Erklärung abgeben. Das hat der Autor in früheren Serienfolgen schon deutlich besser gemacht. Offenbar stand es bei <strong>Luther The Fallen Sun</strong> mehr im Vordergrund, dem Publikum ein ordentliches Spektakel zu bieten. Das allerdings gelingt dem Film auch auf ganzer Linie. Ob der Ausbruch aus dem Gefängnis während eines Aufstands, die erste Begegnung zwischen Robey und Luther, oder der letzte Akt in eisiger Kälte: Optisch fährt der neueste Fall von John Luther für seine Verhältnisse große Geschütze auf. Der ganz besondere Reiz der Figur, die sich in den Serienepisoden in aller Regel aus den Dialogen mit Zeugen, Opfern und Tätern entwickelt, bleibt dagegen ein wenig auf der Strecke.</p>
<figure id="attachment_13896" aria-describedby="caption-attachment-13896" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-13896 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/03/luther-2.webp" alt="Idris Elba in Luther The Fallen Sun" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/03/luther-2.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/03/luther-2-300x200.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/03/luther-2-768x512.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/03/luther-2-360x240.webp 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/03/luther-2-480x320.webp 480w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/03/luther-2-720x480.webp 720w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/03/luther-2-750x500.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13896" class="wp-caption-text">Um das Monster in Menschengestalt aufzuhalten, muss Luther zuerst aus dem Gefängnis ausbrechen.</figcaption></figure>
<h2>Der alte Luther als Light-Version</h2>
<p>Allerdings entfernt sich das Drehbuch von Cross nicht so weit von der bekannten Figur, dass Serienfans nun komplett vor den Kopf gestoßen wären. Die Essenz des klugen und melancholischen Cops bleibt auch in <strong>Luther The Fallen Sun</strong> erhalten. Sie kommt nur etwas weniger zum Tragen als früher. Und schauspielerisch gibt es ohnehin nichts zu mäkeln. Idris Elba kennt diese Rolle so gut wie keine andere in seiner Karriere &#8211; und das merkt man. Hier sitzt jeder Blick, jede Geste, jedes Stirnrunzeln. Elba ist Luther, daran kann es auch nach dem Film keinen Zweifel geben. Allerdings ist er mit seiner Leistung keineswegs allein. So bekommt er mit Andy Serkis einen gleichwertigen Kollegen zur Seite gestellt, der beim Publikum innerhalb weniger Sekunden eine heftige Abneigung gegen seine Figur erzeugt, die bis zum Ende bestehen bleibt.</p>
<p>Auch hier sind es oft die kleinen Dinge, die den Charakter besonders abstoßend machen und einen Schurken erschaffen, der auch gut in Serien wie &#8222;Sherlock&#8220; gepasst hätte. Zumal er eine gewisse Ähnlichkeit mit Charles Augustus Magnussen aufweist, einem Schurken aus der dritten Sherlock-Staffel. Abgerundet wird der starke Eindruck der Schauspieler durch Cynthia Erivo. Die vom knallharten Cop zur verletzlichen Frau und wieder zurück agieren darf und das problemlos umsetzt. Und mit leisem Humor darf Luthers langjähriger Vorgesetzter Martin Schenk eine Version des Colonel Trautmann-Charakters aus dem ersten &#8222;Rambo&#8220;-Film geben, der als einziger einschätzen kann, zu was Luther in der Lage ist, wenn er sich erst einmal an einem Gegner festgebissen hat. Und das mit kurzen, treffenden Sätzen auch kundtut.</p>
<figure id="attachment_13897" aria-describedby="caption-attachment-13897" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-13897 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/03/luther-3.webp" alt="Cynthia Erivo in Luther The Fallen Sun" width="1024" height="639" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/03/luther-3.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/03/luther-3-300x187.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/03/luther-3-768x479.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/03/luther-3-750x468.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13897" class="wp-caption-text">Seine Nachfolgerin Odette Rain will Luthers Hilfe nicht. Sie will ihn sofort wieder einfangen.</figcaption></figure>
<p>So ist <strong>Luther The Fallen Sun</strong> vor allem für Freunde von harten Krimis mit genial-kranken Serienkillern eine absolute Empfehlung, während sich Freunde der eher leiseren Töne diesmal von Luther nicht so recht unterhalten fühlen dürften. Payne inszeniert seinen kaputten Helden deutlich öfter als überlebensgroße Ikonen als die Serie das getan hat. Luther vor der Kulisse des nächtlichen London, Luther, der langsam im Gegenlicht auf seine Gegner zurollt: So wenig realistisch die Story des Films ist, so wenig wirkt Luther in einigen Momenten noch wie ein normaler Mensch. Was seine Nehmerqualitäten einschließt. Wer auf harte, spannende Krimis steht, ist hier aber immer noch an der richtigen Adresse.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Mit<strong> Luther The Fallen Sun</strong> gehen die Macher der Serie neue Wege. Die liegen allerdings nicht allzu weit entfernt von den bekannten Pfaden, die die Serie so beliebt und erfolgreich machte. Idris Elba spielt seine wohl bekannteste Rolle gewohnt souverän, darf aber im Gegensatz zu vielen Episoden der BBC-Reihe diesmal auch körperlich sehr präsent sein. Autor Neil Cross packt diesmal bedeutend mehr Action in den Plot, was etwas zu Lasten der komplexen Psyche einiger Figuren geht, die Fans sonst von Luther kennen. Dafür dürfte der Film aber auch Neuzugänge unterhalten, die mit der Serie bislang noch wenig oder keinen Kontakt hatten. Und mit Andy Serkis und Cynthia Erivo sind neben Elba gleich zwei weitere Hochkaräter ihres Fachs zu sehen, die das Einschalten lohnen.</p>
<p><strong>Luther The Fallen Sun startet am 10. März 2023 bei Netflix.</strong></p>
<figure id="attachment_13898" aria-describedby="caption-attachment-13898" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-13898 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/03/luther-4.webp" alt="Idris Elba" width="1024" height="714" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/03/luther-4.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/03/luther-4-300x209.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/03/luther-4-768x536.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/03/luther-4-750x523.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13898" class="wp-caption-text">Kann John Luther den Killer auch ohne die Hilfe der Polizei schnappen?</figcaption></figure>
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		<title>Serienkritik: Dracula</title>
		<link>https://lauterfilme.de/serienkritik-dracula/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jan 2020 23:18:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Serien Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[BBC]]></category>
		<category><![CDATA[Blutig]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturverfilmung]]></category>
		<category><![CDATA[Netflix]]></category>
		<category><![CDATA[schwarze Komödie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lange haben die Fans warten müssen! Nach dem vorläufigen Ende von &#8222;Sherlock&#8220; ließen sich die beiden Masterminds dahinter viel Zeit, bis sie mit einem neuen Projekt an die Öffentlichkeit gingen. Nun haben Steven Moffat und Mark Gatiss ihre Version des unsterblichen Vampires &#8222;Dracula&#8220; im Kasten. Und Netflix strahlt die dreiteilige, erste Staffel nur einen Tag nach der BBC aus. Können die beiden Autoren auch im Horror-Sektor an ihre Erfolge anknüpfen? Oder ist der Graf aus Transsylvanien blutleerer als sonst? Er [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Lange haben die Fans warten müssen! Nach dem vorläufigen Ende von &#8222;Sherlock&#8220; ließen sich die beiden Masterminds dahinter viel Zeit, bis sie mit einem neuen Projekt an die Öffentlichkeit gingen. Nun haben Steven Moffat und Mark Gatiss ihre Version des unsterblichen Vampires &#8222;Dracula&#8220; im Kasten. Und Netflix strahlt die dreiteilige, erste Staffel nur einen Tag nach der BBC aus. Können die beiden Autoren auch im Horror-Sektor an ihre Erfolge anknüpfen? Oder ist der Graf aus Transsylvanien blutleerer als sonst?</strong></p>
<p>Er ist nicht der erste Vampir der Literatur, aber er ist mit Abstand der bekannteste. Als der irische Schriftsteller <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bram_Stoker" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bram Stoker</a> seine Version der alten Volkslegenden vom bluttrinkenden Wiedergänger veröffentlichte, wurde der Briefroman zuerst wenig geschätzt &#8211; und Stoker starb 1912 völlig verarmt. Aber mit den ersten Filmen über den untoten Grafen stieg seine Popularität extrem. Und heute gilt Dracula als Inbegriff des Blutsaugers, der zwar menschlich aussieht, aber ein mordendes Monster ist. Was haben die Sherlock-Macher mit dieser Vorgabe angestellt?</p>
<figure id="attachment_7570" aria-describedby="caption-attachment-7570" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7570 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/drac-1.jpg" alt="Dracula" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/drac-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/drac-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/drac-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/drac-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/drac-1-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-7570" class="wp-caption-text">Jonathan Harker spürt bereits bei seiner Ankunft auf Schloss Dracula, dass hier Gefahr lauert.</figcaption></figure>
<h3>Dracula: Die Handlung</h3>
<p>Ende des 19. Jahrhunderts. Der Londoner Anwalt Jonathan Harker (John Heffernan) reist in einen entlegenen Winkel Transsylvaniens, wo er einen Grafen namens Dracula (Claes Bang) treffen soll, der in England mehrere Güter erworben hat. Eigentlich will Harker nur eine Nacht bleiben, doch der sehr alte Graf will davon nichts wissen. Mindestens einen Monat soll Harker auf der Burg verweilen und dem Grafen alles über die englische Kultur beibringen. Dieser Transfer läuft allerdings anders, als Harker das erwartet hätte, denn Dracula scheint täglich jünger zu werden &#8230;</p>
<p>Dann findet sich Harker in einem Kloster in Budapest wieder, ohne Erinnerung, wie er dorthin gelangt ist. Und wird von einer Nonne namens Agatha (Dolly Wells) akribisch über seinen Aufenthalt in Draculas Schloss befragt. Im Verlauf dieses Gesprächs fallen Harker immer mehr Details ein, die er bislang aus gutem Grund verdrängt hatte. Offenbar ist Dracula kein Mensch mehr, sondern eine Kreatur der Nacht, die sich vom Blut der Lebenden ernährt. Aber darüber weiß die seltsame Nonne offenbar bereits sehr gut Bescheid &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/nEs01opiPXI" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Dracula: Horror &#8211; Sherlock-Style</h3>
<p>Als Steven Moffat und Mark Gatiss nach dem Ende der vierten Sherlock-Staffel eine lange Serien-Pause verkündeten (dazu gibt es auch <a href="https://lauterfilme.de/sherlock-macher-uneinig-ueber-zukunft/">bis heute nichts Neues</a>), fragten sich die Fans gespannt, was die beiden wohl als nächstes planen würden. Mitte 2017 verrieten sie dann, dass sie sich nach Sherlock Holmes einer weiteren großen Figur der britischen Literatur widmen würden &#8211; Dracula. Nun war die Frage, ob das Duo dem blutrünstigen Grafen eine ähnliche Frischzellenkur verpasst haben wie dem unsterblichen Detektiv. Die Antwort: Sie haben!</p>
<p>Zwar folgen sie grob der Romanvorlage, die ebenfalls mit der Ankunft Harkers im Schloss Dracula beginnt. Doch wie auch bei <em>Sherlock</em> haben sie hier viele Aspekte der Figur bearbeitet, um ihren ganz eigenen Blutsauger aus den Vorgaben von Bram Stoker zu erschaffen. Und obwohl die Moffat/Gatiss-Version des Stoffes der Story weit weniger genau folgt als der bisher als authentischste Verfilmung geltende Film von Francis Ford Coppola von 1992, so ist der neue Graf Dracula doch so dicht am Kern der Figur als kultiviertes Monster wie niemand vorher.</p>
<figure id="attachment_7571" aria-describedby="caption-attachment-7571" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7571 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/drac-2.jpg" alt="Harker" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/drac-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/drac-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/drac-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/drac-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/drac-2-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-7571" class="wp-caption-text">Eine Einheimische beschwört den jungen englischen Anwalt, ihren Rosenkranz als Schutz anzunehmen.</figcaption></figure>
<h3>Dracula: Der neue Hannibal</h3>
<p>Moffat und Gatiss machen aus <em>Dracula</em> eine Art Hannibal Lecter. Einen intelligenten Massenmörder, der gern mit seinem Essen spielt und keinerlei moralische Bedenken hat, jemanden umzubringen. Der Däne Claes Bang spielt diesen Dracula als Monster, dass sich seiner Natur bewusst ist und sie mit allen Sinnen umarmt, absolut grandios. In geschliffenen Dialogen macht er sich mal sanft über seine zukünftigen Opfer lustig. Mal fungiert er als Killer und Trostspender in Personalunion. Eines ist er aber immer: gnadenlos tödlich.</p>
<p>Die beiden Autoren führen Dracula so zurück zu seinen Ursprüngen als sinnliche und mit starker erotischer Ausstrahlung bedachte Kreatur, die weder aus Liebe zum Vampir wurde, noch Seelenqualen deswegen leidet. Auch wenn die Entstehung Draculas in der Serie noch im Dunkeln bleibt, so ist doch klar: Dracula steht hier für einen harten Hedonismus, gepaart mit kluger Taktik und absoluter Grausamkeit, wenn sie denn zweckdienlich ist. Dieser Vampir glänzt nicht in der Sonne und hat kein Gewissen. Moffat und Gatiss waren an der Faszination des Bösen interessiert, nicht an Fantasy-Sensibelchen.</p>
<figure id="attachment_7572" aria-describedby="caption-attachment-7572" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7572 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/drac-3.jpg" alt="Dracula" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/drac-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/drac-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/drac-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/drac-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/drac-3-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-7572" class="wp-caption-text">Bald nach seiner Ankunft wird Harker schwächer, während der Graf immer jünger scheint und vor Kraft strotzt.</figcaption></figure>
<h3>So clever wie immer</h3>
<p>Steven Moffat nahm sich bereits 2007 einen britischen Horror-Klassiker vor und überführte Robert Louis Stevensons &#8222;Jekyll&#8220; mit großartigen neuen Ideen als Mini-Serie in die Moderne. Dabei stellte er clevere Fragen und fand traumhaft sicher die spannendsten Ungereimtheiten der Vorlage, um daraus eine extrem packende Story zu stricken. Auch in <em>Dracula</em> gelingt das wieder. Warum hat der Vampir Angst vor Kreuzen, obwohl der Vampirismus gar nichts mit der christlichen Religion zu tun hat? Wieso funktionieren bestimmte Abwehrmöglichkeiten, obwohl sie komplett unlogisch sind?</p>
<p>Das fragt sich nicht nur Schwester Agatha, sondern auch bald der Zuschauer. Denn die neue Serie jongliert clever mit diesen Ideen. Und beantwortet sie auf ebenso originelle wie zweifelhafte Weise. Denn darf man den Aussagen eines Vampirs wirklich trauen? Wie schon in <em>Sherlock</em> spielen Gatiss und Moffat auch in ihrer neuen Serie wieder sehr gekonnt mit den Unterschieden zwischen objektiver und subjektiver Sichtweise. Was hat der Zuschauer wirklich gesehen? Und was glaubt er nur zu wissen, irrt sich aber gewaltig?</p>
<figure id="attachment_7574" aria-describedby="caption-attachment-7574" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7574 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/drac-4.jpg" alt="van Helsing" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/drac-4.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/drac-4-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/drac-4-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/drac-4-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/drac-4-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-7574" class="wp-caption-text">Bei seiner Jagd nach frischem Blut macht Dracula auch vor einem Kloster nicht halt.</figcaption></figure>
<h3>So blutig wie nie</h3>
<p>Horror muss in den Augen von Mark Gatiss und Steven Moffat offenkundig blutig sein, zumindest wenn ein Vampir die Hauptrolle spielt. Denn für eine BBC-Serie, die dort um 21:00 Ortszeit gezeigt wird, sind die Episoden der ersten Staffel recht brutal. Wer kein Horrorfan ist und die Serie nur sehen will, weil sie von den <em>Sherlock</em>-Machern ist, muss sich auf ungewohnt harte Kost einstellen. Für Horrorfans bietet <em>Dracula</em> optisch dafür umso mehr von dem, was diese Zielgruppe sehen möchte. Die dürfte dafür mit der eigenwilligen Interpretation der Story ihre Probleme haben.</p>
<p>Denn die beiden britischen Star-Autoren beginnen zwar halbwegs konform zum Roman, lassen aber innerhalb ihrer drei 90-minütigen Folgen kaum einen Stein der Geschichte auf dem anderen. Sondern interpretieren die Story vom Untoten radikal neu. Das ist intellektuell erwartungsgemäß durchaus anspruchsvoll und interessant, wird aber unter Garantie nicht jedem gefallen. Schon gar nicht denjenigen, die den Roman von Stoker lieben. Und bisher noch immer auf eine wirklich stimmige Verfilmung dieser Story warten. Auch die neue Version von Dracula ist das nicht.</p>
<p>Zwar kommen so gut wie alle wichtigen Figuren Stokers auch in der Serie vor, außer Dracula selbst ist aber kaum eine auf Anhieb zu erkennen. Und auch die Grundstory des Buches ist zwar mit ein wenig guten Willen noch zu erkennen, von einer halbwegs getreuen Umsetzung des Stoffes kann aber keine Rede sein. So dürfte Dracula den Erfolg von Sherlock nicht wiederholen können. Schon gar nicht in Deutschland, wo bereits Sherlock für den durchschnittlichen Tatort-Zuschauer zu schräg war. Mutig, phantasievoll und großartige geschrieben ist es dennoch.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Die <em>Dracula</em>-Version der <em>Sherlock</em>-Macher Mark Gatiss und Steven Moffat platzt vor neuen Ideen und spielt virtuos mit den Vorgaben aus dem Roman. Allerdings nehmen sich die Autoren viele Freiheiten und ändern die Original-Story in fast allen Belangen gründlich. Literatur-Puristen sind hier daher ebenso falsch, wie sie es bei <em>Sherlock</em> waren. Wer sich aber auf das virtuos geschriebene und tolle gespielte, wenn auch radikal andere Serien-Experiment einlassen kann, wird viel Freude an dieser Variation des unsterblichen Grafen haben.</p>
<p><strong>Dracula startet am 4. Januar 2020 bei Netflix.</strong></p>
<p><em>Gesehen: Drei von drei Episoden</em></p>
<figure id="attachment_7575" aria-describedby="caption-attachment-7575" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7575 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/drac-5.jpg" alt="Dracula" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/drac-5.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/drac-5-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/drac-5-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/drac-5-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/drac-5-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-7575" class="wp-caption-text">Kann die clevere und belesene Schwester Agatha den Blutsauger aufhalten?</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Serienkritik: Bodyguard</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Oct 2018 14:55:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Serien Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[BBC]]></category>
		<category><![CDATA[Crime]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Netflix]]></category>
		<category><![CDATA[Polit-Thriller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Serienproduktionen der britischen BBC haben oft einen ganz besonderen Stellenwert beim Publikum, nicht erst seit &#8222;Sherlock&#8220;. Die sechsteilige Serie &#8222;Bodyguard&#8220;, die jetzt bei Netflix gezeigt wird, erzielte in Großbritannien bei der Erstausstrahlung im August 2018 Traumquoten von mehr als zehn Millionen Zuschauern. Ist der Polit-Thriller mit &#8222;Games of Thrones&#8220;-Star Richard Madden in der Hauptrolle tatsächlich so gut? Für knackige Polit-Thriller hatten die Briten schon immer ein Händchen, ob das die Romane von John le Carré sind oder diverse TV-Serien, in [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Serienproduktionen der britischen BBC haben oft einen ganz besonderen Stellenwert beim Publikum, nicht erst seit &#8222;Sherlock&#8220;. Die sechsteilige Serie &#8222;Bodyguard&#8220;, die jetzt bei Netflix gezeigt wird, erzielte in Großbritannien bei der Erstausstrahlung im August 2018 Traumquoten von mehr als zehn Millionen Zuschauern. Ist der Polit-Thriller mit &#8222;Games of Thrones&#8220;-Star Richard Madden in der Hauptrolle tatsächlich so gut?</strong></p>
<p>Für knackige Polit-Thriller hatten die Briten schon immer ein Händchen, ob das die Romane von John le Carré sind oder diverse TV-Serien, in denen Verbrechen und Politik eine unselige Verbindung eingingen wie beispielsweise die Original &#8222;House of Cards&#8220;-Serie aus den 90ern. Aber auch in Standard-Krimis spielen politische oder wirtschaftliche Verwicklungen gern zumindest eine Nebenrolle. Mit <em>Bodyguard</em> geht es aber gleich in die Hochpolitik. Denn nicht weniger als der Premierminister und die Innenministerin spielen eine Rolle.</p>
<figure id="attachment_4912" aria-describedby="caption-attachment-4912" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4912 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-1-1024x683.jpg" alt="Bodyguard" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-1-1024x683.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-1-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4912" class="wp-caption-text">Obwohl der Bodyguard und die Innenministerin politisch und dienstlich ein schwieriges Verhältnis haben, kommen sie sich bald näher.</figcaption></figure>
<h3>Bodyguard: Die Handlung</h3>
<p>Der Kriegsveteran und Personenschützer David Budd (Richard Madden) kann in einem Zug, in dem er mit seinen Kindern sitzt, einen Bombenanschlag verhindern. Als Anerkennung für diese Leistung versetzt ihn seine Chefin Craddock (Pippa Haywood) als persönlichen Bodyguard zu Innenministerin Julia Montague (Keeley Hawes). Obwohl die beiden politisch unterschiedliche Ansichten haben, entwickelt sich bald gegenseitiger Respekt. Das gibt auch David etwas Halt, der durch seine Kriegstraumata schon seine Ehe mit Vicky (Sophie Rundle) in den Sand setzte.</p>
<p>Dass Julia tatsächlich seinen Schutz braucht, muss David dann am eigenen Leibe erfahren. Nur mit Glück überleben beide ein Attentat durch einen Scharfschützen. Dieses Erlebnis bringt David und Julia schließlich so nahe zusammen, dass sie eine heimliche Affäre beginnen. Umso schwerer ist es für den Bodyguard, als hohe Beamte bei Polizei und Geheimdienst ihn dazu anhalten, die Innenministerin auszuspionieren, nachdem sie ein umstrittenes Gesetz zur Überwachung der Bevölkerung auf den Weg bringt &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/tLfLU6-9lxY" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Bodyguard: Der Blick von außen</h3>
<p>Die Verstrickung einer eigentlich eher kleinen Schraube in der Maschinerie ins Spiel der Mächtigen, ist ein häufig genutztes Thema von Polit-Thrillern. Denn mit dem Helden oder Heldin aus dem Volk können die Autoren sich dem Machtapparat wie einem Fremdkörper von außen nähern und die für den Plot meist nötige Undurchschaubarkeit besonders gut zeigen. Das macht auch Bodyguard nicht anders und verlässt nur selten den Blickwinkel des Helden David. David ist zwar ein Interner, aber als Personenschützer so weit unten in der Befehlskette, dass er viele Abläufe nicht kennt.</p>
<p>Anders als bei den meisten Produktionen ist David hier aber kein strahlender Held. Seine Ehe ist kaputt, seinen Job nimmt er nur in Teilen ernst und sein Kriegs-Trauma verheimlicht er aus Angst vor Suspendierung. Dazu kommt, dass er politisch nicht mit den Zielen der Ministerin einverstanden ist, die er schützen soll. Und so stellt Jed Mercario, der Bodyguard entwickelte und komplett schrieb, David immer wieder als möglichen Verdächtigen dar, der durchaus ein Motiv für die Vorkommnisse in der Serie hätte.</p>
<figure id="attachment_4913" aria-describedby="caption-attachment-4913" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4913 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-2-1024x682.jpg" alt="Bodyguard" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-2-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-2-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4913" class="wp-caption-text">Weil David auch in vielen eigentlich vertraulichen Momenten dabei ist, bekommt er bald mehr mit, als ihm lieb ist.</figcaption></figure>
<h3>Bodyguard: Fast perfektes Verwirrspiel</h3>
<p>Mercario gelingt es dadurch vor allem, das Gesehen immer wieder in Zweifel zu ziehen. War das tatsächlich so, wie X oder Y das erzählen? Habe ich als Zuschauer das auch so gesehen? Auf welcher Seite steht dieser Charakter wirklich? Bald beginnt man, die Sicherheiten, die man zu Beginn der Serie noch aufbaut, wieder zu verlieren. Und sich ganz ernsthaft mit Fragen zu beschäftigen, die zum Start noch völlig verrückt schienen. Das ist das große Plus von <em>Bodyguard</em>, das die Serie von vielen anderen Thrillern unterscheidet.</p>
<p>Schon die ersten 20 Minuten, in denen David einen Bombenanschlag verhindert (aber tut er das wirklich?), sind megaspannend. Und mit kleinen Pausen, die sich der Sechsteiler immer wieder nimmt, um auch ruhigere Teile der Handlung zu erzählen, bleibt die Spannung auf gutem Niveau bis zum spektakulären Ende. Lediglich ein paar der wichtigen Figuren führt die Story zum Teil etwas spät ein, um den Zuschauer möglichst lange auf falsche Fährten zu locken. Das ist ein kleiner Kritikpunkt, den erfahrene Thrillerfans zurecht anmerken könnten.</p>
<p>Richard Madden spielt trotz Babyface die Rolle des kühlen Kriegsveteranen glaubhaft. Und auch der Rest des Casts ist sehr gut besetzt (unter anderem mit Paul Ready aus <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-the-terror/">&#8222;The Terror&#8220;</a>). Auch wenn die Inszenierung immer auf TV-Niveau bleibt und gar nicht erst versucht, Kino-Atmosphäre zu erschaffen, ist <em>Bodyguard</em> ein überdurchschnittlich guter Polit-Thriller mit exzellent geschriebenen Figuren, einer plausiblen Handlung und einem Ende, das nochmals mit einem unerwarteten Twist aufwartet, von dem man gern noch mehr gesehen hätte.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Die Briten können gutes Fernsehen, das haben sie oft bewiesen. Und da bildet auch <em>Bodyguard</em> keine Ausnahme. Als gediegener Polit-Thriller mit einigen gut gefilmten Action-Momenten und sehr viel Gespür für Spannungsaufbau, dürfte er bei Netflix vor allem die deutschen Krimifans ansprechen. Statt diese BBC-Produktion in zwei Jahren seltsam auf passendes Format geschnitten am Sonntagabend im ZDF zu sehen, gibt es den Sechsteiler nun schon zwei Monate nach Erstveröffentlichung komplett beim Video-Streaminganbieter.</p>
<p><strong>Bodyguard läuft ab dem 24. Oktober 2018 bei Netflix.</strong></p>
<figure id="attachment_4914" aria-describedby="caption-attachment-4914" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4914 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-3-1024x682.jpg" alt="Bodyguard" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-3-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-3-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/body-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4914" class="wp-caption-text">Dass Davids Chefin ihn bittet, Gespräche der Innenministerin aufzuzeichnen, bringt den Bodyguard dann aus mehreren Gründen in ein moralisches Dilemma.</figcaption></figure>
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		<title>Serienkritik: Strike</title>
		<link>https://lauterfilme.de/serienkritik-strike/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 May 2018 17:12:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Serien Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[BBC]]></category>
		<category><![CDATA[britisch]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sky präsentiert ab dem 17. Mai 2018 die ersten drei Fälle des ungewöhnlichen Privatdetektivs Cormoran &#8222;Strike&#8220; in sieben Episoden. Tom Burke (&#8222;The Musketeers&#8220;) spielt den bärbeißgen Militär-Veteranen, der sich mit Aufträgen als privater Ermittler über Wasser hält. Ob sich das für Krimifans lohnt und warum dieser Fall auch für Harry Potter-Fans interessant ist, erfahren Sie hier. Robert Galbraith hat bislang drei Cormoran Strike-Romane geschrieben, ein vierter ist in Arbeit, mindestens weitere zehn angekündigt. Die Besonderheit von Galbraith: Er existiert gar [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sky präsentiert ab dem 17. Mai 2018 die ersten drei Fälle des ungewöhnlichen Privatdetektivs Cormoran &#8222;Strike&#8220; in sieben Episoden. Tom Burke (&#8222;The Musketeers&#8220;) spielt den bärbeißgen Militär-Veteranen, der sich mit Aufträgen als privater Ermittler über Wasser hält. Ob sich das für Krimifans lohnt und warum dieser Fall auch für Harry Potter-Fans interessant ist, erfahren Sie hier.</strong></p>
<p>Robert Galbraith hat bislang drei Cormoran Strike-Romane geschrieben, ein vierter ist in Arbeit, mindestens weitere zehn angekündigt. Die Besonderheit von Galbraith: Er existiert gar nicht. Hinter diesem Namen verbirgt sich <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Joanne_K._Rowling" target="_blank" rel="noopener">J.K. Rowling</a>, die Erfinderin von Harry Potter. Sie begann ihre Krimiserie unter dem Pseudonym Robert Galbraith, das jedoch bereits kurz nach Erscheinen des vermeintlichen Debütromans aufflog. Die Fans lieben auch ihre Krimis, ist die Verfilmung ebenfalls gelungen?</p>
<figure id="attachment_4064" aria-describedby="caption-attachment-4064" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4064 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/05/strike-1-1024x683.jpg" alt="Strike" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/05/strike-1-1024x683.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/05/strike-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/05/strike-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/05/strike-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/05/strike-1-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/05/strike-1.jpg 1200w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4064" class="wp-caption-text">Ermittler-Duo in London: Cormoran Strike und seine Assistentin Robin Ellacott.</figcaption></figure>
<h3>Strike: Die Handlung</h3>
<p>So hatte sich Zeitarbeits-Sekretärin Robin Ellacott (Holliday Grainger) ihren ersten Arbeitstag nicht vorgestellt! Als sie bei ihrem neuen Kurzzeitboss Cormoran Strike (Tom Burke) ankommt, schubst der sie nach einem Streit mit einer schönen Unbekannten aus Versehen fast die Treppe herunter. Das Büro ist ein Saustall, in dem Strike offenbar auch wohnt und schläft. Und doch kommt mit Robin auch ein wenig Glück ins Haus, denn der Bruder eines ehemaligen Kriegskameraden taucht auf, um Strike einen Job anzubieten. Er soll die genaueren Umstände des angeblichen Selbstmordes von Supermodel Lula Landry untersuchen, der Schwester des Auftraggebers.</p>
<p>Während sich der grummelige Strike in den Fall versenkt, beweist Robin, dass sie eine echte Hilfe bei den Ermittlungen sein kann. Und so wächst das Duo langsam zu einer effektiven Einheit zusammen. Und das ist auch nötig, denn der Tod Landrys bleibt nicht der einzige, auf den Strike bei seinen Ermittlungen trifft. Bald ist ein weiteres Mädchen tot und Strike muss sich selbst einige Drohungen anhören, dass sein Schnüffeln üble Folgen für ihn haben könnte. Damit kann man den harten Hund, der im Krieg ein Bein verlor, allerdings nicht abschrecken, wie sich herausstellt &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/IVrOvY-APH8" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Strike: Klassische Rowling-Qualität</h3>
<p>Dass J.K. Rowling eine gute Erzählerin ist, hat sie mit den sieben Potter-Romanen deutlich bewiesen. Und auch der erste Fall von Cormoran Strike, den Sky vorab zeigte, trägt die Handschrift eines erfahrenen Geschichtenerzählers. Sie legt ihn als klassischen Krimiplot mit verschiedenen Verdächtigen und Möglichkeiten an, führt glaubhafte Nebenfiguren ein und hält die Frage, wer das Supermodel auf dem Gewissen hat, lange spannend. Etwas weniger Gespür zeigte sie bei der Erschaffung ihres Helden.</p>
<p>Denn Cormoran Strike hat nicht nur eine arg bunte Lebensgeschichte als Sohn eines Rockstars und eines Topmodels, der im Krieg ein Bein verlor. Er sammelt auch sehr viele Klischees bekannter und berühmter Vorbilder ein. So ist das schäbige Büro ebenso Standard wie sein Hang zu Alkohol, ein unsteter Lebenswandel und ein Schlag bei Frauen. Das alles sorgt dafür, dass Strike letztlich als Figur ein wenig unrealistisch wirkt und sich nicht wirklich von anderen Detektiven abgrenzt.</p>
<figure id="attachment_4065" aria-describedby="caption-attachment-4065" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4065 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/05/strike-2-1024x683.jpg" alt="Strike" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/05/strike-2-1024x683.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/05/strike-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/05/strike-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/05/strike-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/05/strike-2-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/05/strike-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4065" class="wp-caption-text">Seine Zeit beim Militär kostete Cormoran Strike ein Bein &#8211; ein Bombenanschlag riss es ihm ab.</figcaption></figure>
<h3>Strike: Gute Chemie</h3>
<p>Dass sich die Serie trotzdem lohnt, liegt größtenteils an den Schauspielern. Tom Burke, den manche noch als Athos aus der BBC-Reihe <em>The Musketeers</em> kennen, spielt Cormoran <em>Strike</em> gleichzeitig ein wenig ruppig und dennoch sensibel genug, um die Feinheiten des Falles glaubwürdig wahrzunehmen. Und Holliday Grainger ist als Robin genauso gut. Das wenig verstecke Interesse an Cormoran bei gleichzeitiger Treue zu ihrem Verlobten spielt sie so gekonnt, dass jede Szene mit ihr Spaß macht.</p>
<p>Am besten sind Burke und Grainger allerdings, wenn sie gemeinsam vor der Kamera stehen. Denn die Chemie zwischen den beiden funktioniert bestens. Dass da beidseitig Anziehung vorhanden ist, obwohl sie der vielleicht niemals nachgeben &#8211; und auch gar kein großes Problem damit haben, das ist schlicht toll gespielt. Und hebt diese Momente der Serie auf ein ganz eigenes Level. Dass da der erste Fall des Duos auch durchgehend ordentlich, wenn auch sehr klassisch, erzählt wird, ist noch ein netter Bonus.</p>
<p>So ist <em>Strike</em> eine angenehm altmodisch und ruhig erzählt Crimestory mit zwei hinreißenden Hauptdarstellern, von denen man sicher nicht zum letzten Mal gehört hat. Weitere Folgen wird es aber erst geben, wenn J.K. Rowling ein neues Buch veröffentlicht hat &#8211; und das kann noch eine Weile dauern.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Für ein absolutes Highlight sind Story und Held ein wenig zu klischeebeladen, aber wer auf ruhige, coole Brit-Krimis steht, wird hier in jedem Fall fündig. Eigentlich lohnt schon die Chemie zwischen Tom Burke und Holliday Grainger das Einschalten, aber auch die drei Fälle können sich sehen lassen. Klassischer Stoff in <a href="https://lauterfilme.de/luther-bbc-bestellt-fuenfte-staffel/">BBC-Qualität</a>.</p>
<p><strong>Strike läuft ab dem 17. Mai immer donnerstags um 21:20 auf Sky.</strong></p>
<figure id="attachment_4066" aria-describedby="caption-attachment-4066" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4066 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/05/strike-3-1024x683.jpg" alt="Strike" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/05/strike-3-1024x683.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/05/strike-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/05/strike-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/05/strike-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/05/strike-3-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/05/strike-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4066" class="wp-caption-text">Einst ein Profi: Martin Shaw spielt den Onkel des Opfers, der ganz offenbar mehr weiß als er zugibt.</figcaption></figure>
<p><iframe style="width: 120px; height: 240px;" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;OneJS=1&amp;Operation=GetAdHtml&amp;MarketPlace=DE&amp;source=ac&amp;ref=qf_sp_asin_til&amp;ad_type=product_link&amp;tracking_id=lauterfilme05-21&amp;marketplace=amazon&amp;region=DE&amp;placement=3442383218&amp;asins=3442383218&amp;linkId=5b442a3c9ab5f9289d472999929a4029&amp;show_border=false&amp;link_opens_in_new_window=false&amp;price_color=333333&amp;title_color=0066c0&amp;bg_color=ffffff" width="300" height="150" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"><br />
</iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Sherlock: Macher uneinig über Zukunft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Jul 2017 14:24:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Serien News]]></category>
		<category><![CDATA[BBC]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Serie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>So langsam scheint niemand mehr zu wissen, wie es mit der preisgekrönten BBC-Serie &#8222;Sherlock&#8220; weitergehen soll. Die beiden Showrunner Steven Moffat und Mark Gatiss denken jedenfalls sehr unterschiedlich über weitere Folgen. Vor wenigen Tagen nahm Steven Moffat in einem Interview aus Anlass seines Ausscheidens bei Doctor Who auch Stellung zur Zukunft von Sherlock: Ich habe irgendwie den Eindruck, dass wir wiederkommen. Sherlock: Moffat ja, Gatiss nein Zwar machte Moffat keinerlei Angaben über das wann oder wie, gab sich aber zuversichtlich, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>So langsam scheint niemand mehr zu wissen, wie es mit der preisgekrönten BBC-Serie &#8222;Sherlock&#8220; weitergehen soll. Die beiden Showrunner Steven Moffat und Mark Gatiss denken jedenfalls sehr unterschiedlich über weitere Folgen.</strong></p>
<p>Vor wenigen Tagen nahm Steven Moffat in einem Interview aus Anlass seines Ausscheidens bei Doctor Who auch Stellung zur Zukunft von Sherlock:</p>
<blockquote><p>Ich habe irgendwie den Eindruck, dass wir wiederkommen.</p></blockquote>
<h3>Sherlock: Moffat ja, Gatiss nein</h3>
<p>Zwar machte Moffat keinerlei Angaben über das wann oder wie, gab sich aber zuversichtlich, dass die Fans noch nicht das Letzte von Sherlock gesehen haben. Da klingt Co-Autor Mark Gatiss jetzt doch ganz anders:</p>
<blockquote><p>Es war extrem schwierig, Staffel 4 zu planen wegen der engen Terminkalender von Benedict Cumberbatch und Martin Freeman. Daher bleibt immer die Möglichkeit des Fawlty Tower-Prinzips: Lasst uns einfach aufhören. Wir hatten die Schlüssel zur Baker Street für eine Weile. Es wäre kein Problem zu sagen, Ok, das war unsere Version der Geschichte, nun erzählt jemand anders seine.</p></blockquote>
<p>Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es offenbar keinerlei Pläne für eine Rückkehr der Serie. Ob am Ende Gatiss oder Moffat Recht behält, werden wir wohl erst in einigen Jahren abschließend beurteilen können. Gründe für eine Fortführung und ein Ende der Serie<a href="https://lauterfilme.de/ist-sherlock-staffel-4-die-letzte/"> gibt es hier</a>.</p>
<p>Fawlty Towers war seine britische Serie, die 1975 und 1979 in zwei Staffeln ausgestrahlt wurde und vom &#8222;Monty Python&#8220;-Mitglied John Cleese stammt. Der hatte trotz großen Erfolgs nach zwei Staffeln das Ende der Show bekannt gegeben.</p>
<figure id="attachment_2301" aria-describedby="caption-attachment-2301" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-2301 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/07/sher-1-1024x674.jpg" alt="Sherlock" width="750" height="494" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/07/sher-1-1024x674.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/07/sher-1-300x197.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/07/sher-1-768x505.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/07/sher-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-2301" class="wp-caption-text">Mark Gatiss, der auch Mycroft Holmes spielt, sieht offenbar keine realistische Chance mehr für weitere Folgen.</figcaption></figure>
<p><iframe style="width: 120px; height: 240px;" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;OneJS=1&amp;Operation=GetAdHtml&amp;MarketPlace=DE&amp;source=ac&amp;ref=qf_sp_asin_til&amp;ad_type=product_link&amp;tracking_id=lauterfilme05-21&amp;marketplace=amazon&amp;region=DE&amp;placement=B0713RS2H5&amp;asins=B0713RS2H5&amp;linkId=c94ec96b1d4ed2a644eb9767426cbd66&amp;show_border=false&amp;link_opens_in_new_window=false&amp;price_color=333333&amp;title_color=0066c0&amp;bg_color=ffffff" width="300" height="150" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no">&lt;br /&gt;<br />
    </iframe></p>
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		<title>Sherlock-Macher planen Dracula-Remake</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jun 2017 15:53:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Serien News]]></category>
		<category><![CDATA[BBC]]></category>
		<category><![CDATA[Horrorfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Sherlock]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Noch immer trauern viele Sherlock-Fans einer baldigen Fortsetzung der Serie nach, die in den Sternen steht. Immerhin bleiben die Showrunner Steven Moffat und Mark Gatiss nicht untätig: Englischen Medien zufolge stehen sie in Verhandlungen mit der BBC, ihre Version des bekanntesten Vampirs der Welt zu schaffen &#8211; Dracula. Geplant sind danach mehrere 90-Minüter, allerdings nicht als Serie wie Sherlock, sondern als einzelne Specials. Diese Specials haben im britischen TV eine lange Tradition, so hat beispielsweise &#8222;Doctor Who&#8220;, den Moffat &#160;nach [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Noch immer trauern viele Sherlock-Fans einer baldigen Fortsetzung der Serie nach, die in den Sternen steht. Immerhin bleiben die Showrunner Steven Moffat und Mark Gatiss nicht untätig: Englischen Medien zufolge stehen sie in Verhandlungen mit der BBC, ihre Version des bekanntesten Vampirs der Welt zu schaffen &#8211; Dracula.</strong></p>
<p>Geplant sind danach mehrere 90-Minüter, allerdings nicht als Serie wie <em>Sherlock</em>, sondern als einzelne Specials. Diese Specials haben im britischen TV eine lange Tradition, so hat beispielsweise &#8222;Doctor Who&#8220;, den Moffat &nbsp;nach der aktuellen Staffel als Showrunner verlässt, regelmäßig Weihnachts-Specials bekommen. Moffats Ehefrau Sue Vertue soll &#8211; wie bei <em>Sherlock</em> &#8211; als Produzentin für <em>Dracula</em> fungieren. Fans des Buches wird es freuen, denn bis auf den heutigen Tag gibt es keine Filmversion, die den Inhalt des Buches tatsächlich umgesetzt hätte. Auch Coppolas Version mit Gary Oldman hat das nicht getan, obwohl Coppola das im Vorfeld angekündigt hatte. Können Moffat und Gatiss dem Grafen endlich dieses verdiente Denkmal setzen?</p>
<h3>Dracula: Keine konkreten Ideen</h3>
<p>Bislang scheint das Projekt aber eher eine Absichtserklärung zu sein als bereits handfester Stoff, so gibt es bisher offenbar keinerlei Drehbücher. Laut einer Quelle aus dem Umfeld des Produktionsteams steht noch nicht fest, ob Dracula im späten 19. Jahrhundert oder ebenfalls heute spielt. Auch über mögliche US-Firmen als Mitproduzenten ist noch nicht entscheiden, die BBC soll aber &#8222;sehr interessiert&#8220; sein und das Projekt werde daher in jedem Fall kommen.</p>
<p>Die schlechte Nachricht: Sowohl Moffat als auch Gatiss arbeiten zurzeit an noch nicht verkündeten Solo-Projekten, die Vorrang haben sollen. Demnach wird frühestens in einem Jahr die Produktion des ersten Dracula-Specials beginnen, zu sehen bekommen die Zuschauer den dann nicht vor 2019.</p>
<p>Für Moffat ist es bereits die zweite Horror-Ikone des viktorianischen Zeitalters, derer er sich annimmt: 2007 holte er Dr. Henry &#8222;Jekyll&#8220; und Mr. Hyde als Miniserie aus der Versenkung, die Fans guter Horrorstoffe hier ausdrücklich empfohlen wird. Sie spielt wie Sherlock in der heutigen Zeit und verfügt mit James Nesbitt (&#8222;The Missing&#8220;) über einen großartigen Hauptdarsteller. Einen Eindruck gibt der Trailer.</p>
<p>Mehr zu einer möglichen fünften Sherlock-Staffel &nbsp;finden Sie <a href="https://lauterfilme.de/ist-sherlock-staffel-4-die-letzte/">hier</a>.</p>
<p>Mehr über die Horrorfilme, die 2017 noch in die Kinos kommen, gibt es <a href="https://lauterfilme.de/horrorfilme-2017-das-kommt-noch-ins-kino/">hier</a>.<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/OAbprwIhWQQ?ecver=1" width="1280" height="720" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><br />
<iframe style="width: 120px; height: 240px;" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;OneJS=1&amp;Operation=GetAdHtml&amp;MarketPlace=DE&amp;source=ac&amp;ref=qf_sp_asin_til&amp;ad_type=product_link&amp;tracking_id=lauterfilme05-21&amp;marketplace=amazon&amp;region=DE&amp;placement=B000MR9A02&amp;asins=B000MR9A02&amp;linkId=dfff43e64aa9273b8c16d4dab36ac86d&amp;show_border=false&amp;link_opens_in_new_window=false&amp;price_color=333333&amp;title_color=0066c0&amp;bg_color=ffffff" width="300" height="150" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no">&lt;br /&gt;<br />
    </iframe></p>
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		<title>Luther: BBC bestellt fünfte Staffel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Jun 2017 18:31:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Serien News]]></category>
		<category><![CDATA[BBC]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine der beliebtesten Crime-Serien der britischen Insel ist noch nicht vorbei: John &#8222;Luther&#8220;, eine der Paraderollen von Idris Elba, kehrt für eine vierteilige fünfte Staffel auf den Bildschirm zurück. Das teilte Serienschöpfer Neil Cross in einem Interview mit. Grauer Mantel, dunkle Stimme und stets von einem Hauch Traurigkeit umweht: Der von Cross brillant geschriebenE und von Irdis Elba großartig verkörperte DCI John Luther gehört sich zu den spannendsten und besten Crimeserien der vergangenen Jahre. Vier Staffel mit zusammen 16 Folgen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine der beliebtesten Crime-Serien der britischen Insel ist noch nicht vorbei: John &#8222;Luther&#8220;, eine der Paraderollen von Idris Elba, kehrt für eine vierteilige fünfte Staffel auf den Bildschirm zurück. Das teilte Serienschöpfer Neil Cross in einem Interview mit.</strong></p>
<p>Grauer Mantel, dunkle Stimme und stets von einem Hauch Traurigkeit umweht: Der von Cross brillant geschriebenE und von Irdis Elba großartig verkörperte DCI John Luther gehört sich zu den spannendsten und besten Crimeserien der vergangenen Jahre. Vier Staffel mit zusammen 16 Folgen lang jagte Luther einige der kaputtesten und gefährlichsten Killer Londons &#8211; und freudnete sich mit einer besonders cleveren Mörderin (Ruth Wilson, &#8222;The Affair&#8220;) sogar an. Nach der vierten Staffel, die nur noch aus zwei Folgen bestand, schien das Ende der Serie klar. Doch der kreative Kopf Neil Cross entschied anders, nachdem er mit Idris Elba darüber gesprochen hatte:</p>
<blockquote><p>Weil wir John lieben und uns überlegt haben, was er wohl macht, haben wir ein paar alte Freunde angerufen und sie gefragt, ob sie wohl gern wissen würden, was mit ihm geschehen ist. Es stellte sich heraus, sie wollten. Also machen wir das jetzt: Herausfinden, was mit ihm passiert ist.</p></blockquote>
<h4>Luther: Neue Staffel mit vier Folgen</h4>
<p>Da die Serie stets einen Fall in zwei Folgen erzählte, stehen den Fans also mit vier neuen Folgen zwei weitere Killer ins Haus, die Luther schnappen soll. Drehbeginn der Staffel soll Anfang 2018 sein. Der bereits 2011 erstmals geplante Kinofilm zur Serie scheint hingegen momentan vom Tisch zu sein. Den meisten Zuschauern dürften weitere Staffeln ohnehin lieber sein als ein einzelner Film. Ob Ruth Wilson als Alice Morgan ebenfalls wieder dabei ist, ließen die Macher bislang offen. Die BBC dürfte die neuen Folgen im Herbst oder Winter 2018 zeigen, möglicherweise rutschen sie auf die Feiertage zu Jahresbeginn 2019, auf denen &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-sherlock-das-letzte-problem/">Sherlock</a>&#8220; Anfang 2017 gute Quoten holen konnte.</p>
<figure id="attachment_2103" aria-describedby="caption-attachment-2103" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-2103 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/06/luther-1-1024x576.jpg" alt="Luther" width="750" height="422" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/06/luther-1-1024x576.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/06/luther-1-300x169.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/06/luther-1-768x432.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/06/luther-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-2103" class="wp-caption-text">Nicht zuletzt durch seine Rolle als DCI John Luther wurde Idris Elba über die Grenzen Englands hinaus zum gefragten Star.</figcaption></figure>
<p><iframe style="width: 120px; height: 240px;" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;OneJS=1&amp;Operation=GetAdHtml&amp;MarketPlace=DE&amp;source=ac&amp;ref=qf_sp_asin_til&amp;ad_type=product_link&amp;tracking_id=lauterfilme05-21&amp;marketplace=amazon&amp;region=DE&amp;placement=B01DOOPPJY&amp;asins=B01DOOPPJY&amp;linkId=6000882016db20faf7fb32dab242b58a&amp;show_border=false&amp;link_opens_in_new_window=false&amp;price_color=333333&amp;title_color=0066c0&amp;bg_color=ffffff" width="300" height="150" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no">&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;<br />
    </iframe></p>
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		<title>Serienkritik: Sherlock &#8211; das letzte Problem</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Jun 2017 17:08:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Serien Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[BBC]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Ende ist nah! Mit &#8222;Das letzte Problem&#8220; verabschiedet sich Sherlock von den Bildschirmen der Welt &#8211; vielleicht für immer. Höchste Zeit also, einen Blick auf die mögliche Abschiedsvorstellung zu werfen: Wie gut ist der Schwanengesang der brillanten Serie geraten? Wer die ersten Folgen der vierten Staffel bereits gesehen hat, der weiß es schon: Diesmal wird es persönlich. Tatsächlich dreht sich in der möglicherweise letzten Folge der Serie alles um Familie. John Watson hadert noch immer mit dem Tod seiner [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-sherlock-das-letzte-problem/">Serienkritik: Sherlock &#8211; das letzte Problem</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Ende ist nah! Mit &#8222;Das letzte Problem&#8220; verabschiedet sich Sherlock von den Bildschirmen der Welt &#8211; vielleicht für immer. Höchste Zeit also, einen Blick auf die mögliche Abschiedsvorstellung zu werfen: Wie gut ist der Schwanengesang der brillanten Serie geraten?</strong></p>
<p>Wer die ersten Folgen der vierten Staffel bereits gesehen hat, der weiß es schon: Diesmal wird es persönlich. Tatsächlich dreht sich in der möglicherweise letzten Folge der Serie alles um Familie. John Watson hadert noch immer mit dem Tod seiner Frau und Sherlock muss erfahren, dass er nicht nur einen Bruder hat, sondern auch eine Schwester: Euros, die sich bereits in beiden vorangegangenen Folgen gezeigt hat. Nun steht das Endspiel zwischen zwei genialen Geistern an.</p>
<h4>Sherlock &#8211; das letzte Problem: Die Handlung</h4>
<p>Die Bedrohung ist greifbar: Ein kleines Mädchen findet sich in einem Flugzeug wieder. Alle um sie herum scheinen bewusstlos zu sein, die Maschine rast führerlos durch die Nacht. Als sie an ein klingelndes Telefon geht, stellt sich ihr jemand als Moriarty vor. Was hat das zu bedeuten?</p>
<p>Mycroft Holmes wird derweil von Sherlock und Watson zu Euros befragt, der Schwester, an die Sherlock sich nicht erinnern kann. Mycroft klärt ihn darüber auf, dass Euros klüger ist als er selbst, aber auch ungemein gefährlich. Daher hatte die Familie sie in ein Hochsicherheitsgefängnis bringen lassen, wo sie seitdem unglaublich genaue Analysen über mögliche Gefahren für das Land &nbsp;aufgrund nur weniger Indizien liefert. Während Mycroft spricht, fällt Sherlock ein merkwürdiger Gesang auf, dann dringt eine Drohne mit einer Bombe durchs Fenster ein. Sekunden später explodiert sie &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/VVcjBlKka74?ecver=1" width="1280" height="720" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h4>Mehr als nur Krimi</h4>
<p>Mir der dritten und letzten Folge lassen die Macher der Serie, Steven Moffat und Mark Gatiss, nicht nur die vierte Staffel enden, sondern sie schließen alle losen Fäden ab, die es innerhalb des Sherlock-Universums noch gab. Damit ist die Aussage, man könne die Serie hier gut enden lassen, definitiv richtig, auch wenn Millionen Fans in aller Welt das sicher nicht wollen. Vorher ziehen Moffat und Gatiss aber noch einmal alle Register, die aus Sherlock ein derart großes Phänomen gemacht haben: eine kunstvoll verschachtelte Handlung, das Spiel mit Schein und Sein und Hinweise, so unspektakulär eingestreut, dass sie manch einem Zuschauer sicher entgehen werden.&nbsp;</p>
<p>Dazu kommen die gewohnt guten Schauspielerleistungen von Benedict Cumberbatch, Martin Freeman und ihren Kollegen, die den Zuschauer diesmal in einen emotionalen Strudel reißen. Denn die Erkenntnisse, die Sherlock in dieser Folge über sich und sein Leben entdeckt, lassen im Nachhinein viele Momente der Serie in einem gänzlich anderen Licht erscheinen. Und sie treffen den Meisterdetektiv bis ins Mark. Dazu kommt eine sehr greifbare Bedrohung für ihn und alle, die ihm etwas bedeuten. Denn Euros Holmes stellt sich tatsächlich als ein kriminelles Genie heraus, hinter dem sich James Moriarty hätte verstecken können. Da viele Fans bereits vor Erstausstrahlung der Folge Anfang Januar in der BBC wussten, dass die Serie enden könnte, war auch klar: Niemand ist sicher &#8211; es könnte sehr wohl noch jemand in dieser Staffel sterben, der den Zuschauern ans Herz gewachsen war. Ob das so ist, wird hier natürlich nicht verraten.</p>
<figure id="attachment_2080" aria-describedby="caption-attachment-2080" style="width: 750px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-2080 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/06/sher-1-1024x674.jpg" alt="das letzte Problem" width="750" height="494" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/06/sher-1-1024x674.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/06/sher-1-300x197.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/06/sher-1-768x505.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/06/sher-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-2080" class="wp-caption-text">Autor und Schauspieler in Personalunion: Mark Gatiss als Mycroft Holmes.</figcaption></figure>
<h4>Komplex und verschroben</h4>
<p>Unter der Last all dessen, was die letzte Folge dem Zuschauer erzählen will, bricht die Inszenierung fast zusammen, selten wurde eine Episode derart rasant erzählt, um nur ja alles unterzubringen. Das dürfte reine Krimifans und Sherlock-Puristen, die auf Einhaltung des Conan-Doyle-Canons pochen, mitunter verschrecken, sein bester Fall ist diese Folge sicher nicht. Dafür aber sein persönlichster. Und tatsächlich ein würdiger Abschluss, sollte die vierte Staffel und das letzte Problem den endgültigen Abschied von Sherlock bedeuten.</p>
<p>Trotz der Düsternis der ganze Staffel und der letzten Folge im Besonderen blitzt hin und wieder der trockene Humor auf, den viele Fans an Sherlock so lieben. So stellt sich beispielsweise heraus, dass Sherlock möglicherweise wirklich das dümmste Kinde der Familie ist.&nbsp;</p>
<p>Ein wenig verwirrend ist der Titel der Folge. Denn <em>Das letzte Problem</em> erzählt als Kurzgeschichte die Handlung aus der Folge &#8222;Der Reichenbach-Fall&#8220; &#8211; also die (vielleicht) letzte Auseinandersetzung zwischen Sherlock und Moriarty. Die Handlung der neuen Episode greift hingegen auf Motive der Kurzgeschichte &#8222;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Memoiren_des_Sherlock_Holmes#Das_Musgrave-Ritual">Das Musgrave-Ritual</a>&#8220; zurück, hat aber sonst keine Parallelen zu einer Story von Conan Doyle.</p>
<p><strong>Fazit:</strong></p>
<p>Für Fans der Serie ein Must-See, für Einsteiger (Sie sind aber sehr spät dran!) kaum zu verstehen. Mit einem typischen Krimi hat diese Folge wenig zu tun. Hier wird einfach sehr viel Wissen vorausgesetzt, um verstehen zu können, was man gerade sieht. Vielleicht nicht die beste Folge der gesamten Serie, aber ein emotionaler Abschied auf mindestens ein paar Jahre.</p>
<p>Ob und wie es mit der Serie weitergehen könnte, <a href="https://lauterfilme.de/ist-sherlock-staffel-4-die-letzte/">lesen Sie hier</a>.</p>
<p>Eine Kritik zu Folge eins der vierten Staffel, &#8222;Die sechs Thatchers&#8220;, <a href="https://lauterfilme.de/kritik-sherlock-the-six-thatchers/">gibt es hier</a>.</p>
<figure id="attachment_2081" aria-describedby="caption-attachment-2081" style="width: 750px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-2081 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/06/sher-2-1024x671.jpg" alt="das letzte Problem" width="750" height="491" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/06/sher-2-1024x671.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/06/sher-2-300x197.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/06/sher-2-768x504.jpg 768w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-2081" class="wp-caption-text">Lebt Moriarty oder nicht? Auch diese Frage wird in &#8222;Das letzte Problem&#8220; beantwortet.</figcaption></figure>
<p><iframe style="width: 120px; height: 240px;" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;OneJS=1&amp;Operation=GetAdHtml&amp;MarketPlace=DE&amp;source=ac&amp;ref=tf_til&amp;ad_type=product_link&amp;tracking_id=lauterfilme05-21&amp;marketplace=amazon&amp;region=DE&amp;placement=B0713RS2H5&amp;asins=B0713RS2H5&amp;linkId=b64d416228388b83541533af988a711c&amp;show_border=false&amp;link_opens_in_new_window=false&amp;price_color=333333&amp;title_color=0066c0&amp;bg_color=ffffff" width="300" height="150" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no">&lt;br /&gt;<br />
    </iframe></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-sherlock-das-letzte-problem/">Serienkritik: Sherlock &#8211; das letzte Problem</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
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		<item>
		<title>The Missing: Eine öffentlich-rechtliche Frechheit</title>
		<link>https://lauterfilme.de/the-missing-eine-oeffentlich-rechtliche-frechheit/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 May 2017 14:27:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele TV-Zuschauer schimpfen &#8211; in der Regel zu Recht &#8211; auf das Sendergebaren der Privaten. Doch auch die Öffentlich-rechtlichen, in diesem Fall das ZDF, verstehen sich darauf, ihr Publikum nachdrücklich zu verärgern, diesmal mit &#8222;The Missing&#8220;. Vor vier Wochen begann das ZDF, auf dem Sonntagabend-Krimiplatz gegen 22 Uhr mit der Ausstrahlung der ersten Staffel von The Missing. Die von Kritikern hoch gelobte britische Serie der BBC beschäftigt sich mit einem verschwundenen Kind, sowohl mit der Tat selbst als auch mit [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Viele TV-Zuschauer schimpfen &#8211; in der Regel zu Recht &#8211; auf das Sendergebaren der Privaten. Doch auch die Öffentlich-rechtlichen, in diesem Fall das ZDF, verstehen sich darauf, ihr Publikum nachdrücklich zu verärgern, diesmal mit &#8222;The Missing&#8220;.</strong></p>
<p>Vor vier Wochen begann das ZDF, auf dem Sonntagabend-Krimiplatz gegen 22 Uhr mit der Ausstrahlung der ersten Staffel von <em>The Missing</em>. Die von Kritikern hoch gelobte britische Serie der BBC beschäftigt sich mit einem verschwundenen Kind, sowohl mit der Tat selbst als auch mit den Folgen für die Familie und Ermittler. Sie bekam 2015 zwei Golden Globe-Nominierungen dafür. In Deutschland lief sie bereits mit einem Jahr Verspätung ab Oktober 2015 beim Bezahlsender Sky. Und nun sollte sie endlich auch im Free-TV zu sehen sein. Dazu packte das ZDF immer zwei Originalfolgen des Achtteilers zu vier deutschen Happen zusammen.&nbsp;</p>
<h4>The Missing: Schwache Quoten = Nachtprogramm</h4>
<p>Am Donnerstag vor der Ausstrahlung der beiden letzten Teile &#8211; also dem vierten deutschen Teil &#8211; teilte das ZDF in den Social-Media-Kanälen mit, dass das Finale der Serie auf 1:15 in der Nacht verschoben wurde. Unbestritten ist, dass die Serie bei den ZDF-Zuschauern keinen großen Zuspruch fand. Aber warum man eine Serie direkt vor dem Ende in die Nacht verbannen muss, ist dennoch unklar. Zumal es nicht nur auf dem angestammten Sendeplatz einen &#8222;Inspector Barnaby&#8220;-Krimi gab &#8211; offenbar mehr nach dem Geschmack der ZDF-Zuschauer. Sondern danach auch noch ZDF-History und Peter Hahne lief, bevor das Finale, in dem man endlich erfährt, was aus dem vor acht Jahren verschwundenen Oliver wurde, um 1:15 (!) endlich begann.</p>
<p>Hätten nun noch zehn oder mehr Folgen ausgestanden, sicher hätte so gut wie jeder Verständnis dafür gehabt, dass wegen schwacher Quoten ein neuer Platz her muss. Auch wenn ARD und ZDF eigentlich nicht derart auf Quoten schielen sollten. Aber ausgerechnet das Ende wird verbannt? Viel unsensibler kann man als Sender mit den sicher dennoch einigen hunderttausend Zuschauern, die die großartige Serie verfolgten, wohl kaum umgehen. Zumal in diesem Fall auch die Mediathek nicht weiterhelfen konnte &#8211; das ZDF hatte die Onlinerechte für <em>The Missing</em> gar nicht erst erworben.</p>
<figure id="attachment_1894" aria-describedby="caption-attachment-1894" style="width: 750px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-1894 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/05/missing-lf-1-1024x682.jpg" alt="The Missing" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/05/missing-lf-1-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/05/missing-lf-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/05/missing-lf-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/05/missing-lf-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/05/missing-lf-1-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/05/missing-lf-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-1894" class="wp-caption-text">The Missing war hochkarätig besetzt: Tchéky Karyo (&#8222;Der Patriot&#8220;), Emily Duquenne (&#8222;Pakt der Wölfe&#8220;), Jason Flemyng (&#8222;From Hell&#8220;), Frances O&#8217;Connor (&#8222;The Conjuring 2&#8220;) und James Nesbitt (&#8222;Der Hobbit 1-3&#8220;) spielten Hauptrollen.</figcaption></figure>
<h4>Wiederholungstäter</h4>
<p>Bereits die ebenfalls herausragende Krimiserie &#8222;The Fall&#8220; von BBC Irland hatte das ZDF vor einiger Zeit klassisch zersendet. Hier machte der Sender aus den insgesamt elf Folgen der beiden ersten Staffeln eine Serie in fünf Teilen, schnitt also insgesamt etwa 50 Minuten aus dem Plot heraus. Und das mehr als zwei Jahre, nachdem die Serie in England gelaufen war &#8211; mitproduziert von deutschen Fernsehgebühren. Hier braucht der Fans auf eine baldige Ausstrahlung der dritten Staffel wohl gar nicht erst zu hoffen. Außer der Sender ist so freundlich, die Serie ungeschnitten ins Spätprogramm von ZDFneo zu setzen. Denn dort macht der Sender für anspruchsvolle Serienfans seit Jahren einen guten Job.</p>
<p>Was sich aber die Programmmacher mit Serienfans im Hauptsender ZDF erlauben, darf gern einmal kritisch hinterfragt werden. Klar, bei den Privatsender gibt es noch immer kaum jemanden, der bei modernen Filmen den Fakt erkannt hat, dass oft nach dem Abspann noch wichtige Szenen folgen. Aber was das ZDF seinen Zuschauern mit <em>The Missing</em> zugemutet hat, war da noch&nbsp;deutlich schlimmer. Wer das Schicksal von Oliver und seinem völlig verzweifelten Vater Tony erfahren wollte, musste bis 3:10 ausharren.</p>
<p>Liebes ZDF, wenn sich derart gute Serien wie <em>The Missing</em>&nbsp;oder <em>The Fall</em> nicht mit dem ZDF-Zuschauer des späten Sonntags vertragen, nutzt euren schönen Seriensender neo dafür und zeigt die Serien spät, aber nicht zu spät &#8211; und vor allem so, wie sie gedacht sind. Dass wir die ebenfalls achtteilige, ebenfalls hochgelobte zweite Staffel mit einem ganz neuen Fall bald zu sehen bekommen, darf aber wohl getrost ausgeschlossen werden. Obwohl mit David Morrisey (&#8222;The Walking Dead&#8220;) hier ebenfalls ein bekanntes Gesicht die Hauptrolle schmückt.&nbsp;</p>
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