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	<title>Reboot - lauterfilme.de</title>
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		<title>Filmkritik: Hellraiser</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Apr 2023 19:05:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eine echte Odyssey von einem Film! Bereits 2007 gab es erste Versuche, den Originalfilm von Clive Barker nach dessen eigenem Kurzroman neu zu verfilmen. Doch immer wieder zerschlugen sich die Projekte mit teilweise bekannten und berühmten Horror-Regisseuren wie Pascal Laugier, Julien Maury und Alexandre Bustillo oder Patrick Lussier. Nun hat es Hulu im vergangenen Jahr endlich geschafft, das Reboot des Horror-Klassikers zu drehen und ins Programm zu nehmen &#8211; allerdings nicht in Deutschland. Hier kommt &#8222;Hellraiser&#8220; mit einem guten halben [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine echte Odyssey von einem Film! Bereits 2007 gab es erste Versuche, den Originalfilm von Clive Barker nach dessen eigenem Kurzroman neu zu verfilmen. Doch immer wieder zerschlugen sich die Projekte mit teilweise bekannten und berühmten Horror-Regisseuren wie Pascal Laugier, Julien Maury und Alexandre Bustillo oder Patrick Lussier. Nun hat es Hulu im vergangenen Jahr endlich geschafft, das Reboot des Horror-Klassikers zu drehen und ins Programm zu nehmen &#8211; allerdings nicht in Deutschland. Hier kommt &#8222;Hellraiser&#8220; mit einem guten halben Jahr Verspätung erst jetzt an, und zwar auf Paramount+. Ob sich das Warten auf den Film gelohnt hat, klärt die Kritik.</p>
<figure id="attachment_13994" aria-describedby="caption-attachment-13994" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-13994 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/hell-1.webp" alt="Hellraiser" width="1024" height="576" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/hell-1.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/hell-1-300x169.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/hell-1-768x432.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/hell-1-750x422.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13994" class="wp-caption-text">Der Würfel der Macht &#8211; er kann ein Tor in eine andere Dimension öffnen.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Ex-Junkie Trevor (Drew Starkey) überredet seine Freundin Riley (Odessa A&#8217;zion) dazu, in einer weitgehend leerstehenden und unbewachten Lagerhalle einzubrechen. Dort soll es etwas zu holen geben. Doch als die beiden einen Safe öffnen, findet sich darin nur eine Holzkiste, die einen seltsamen Würfel enthält. Während Trevor mehr als enttäuscht ist, findet Riley Gefallen an dem Würfel und nimmt ihn mit. Als sie aufgeputscht nach Hause kommt, wird Riley bereits von ihrem Bruder Matt (Brandon Flynn) erwartet, der ihr ansieht, dass sie getrunken hat und sie wütend aus der Wohnung wirft. Wütend auf sich selbst fährt Riley davon und sucht sich in der Nähe eines Parks einen ruhigen Platz, wo sie im Auto schlafen kann.</p>
<p>Da fallen ihr ein paar Pillen in die Hände, die sie noch im Auto versteckt hatte. Mit den Drogen im Körper geht sie auf den Spielplatz im Park und versucht, das Rätsel des Würfels zu lösen. Und tatsächlich gelingt es ihr, das seltsame Artefakt in eine neue Form zu bringen. Dabei schneidet sie sich fast an einer plötzlich ausfahrenden Klinge, kann einer Verletzung aber entgehen. Kurze Zeit später scheint Riley plötzlich Visionen zu bekommen, denn sie sieht schrecklich deformierte Gestalten, die mit ihr reden und sich ihr langsam nähern. Als dann auch noch Matt auftaucht, der seiner Schwester helfen will, kommt es zu einem verhängnisvollen Unfall &#8230;</p>
<p><iframe title="Hellraiser | Official Trailer | Hulu" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/oUlgwJNdu2I?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Echter Reboot</h2>
<p>Der neue Film von Regisseur David Bruckner erfüllt in jeglicher Hinsicht den Tatbestand eines Reboots. Denn <strong>Hellraiser</strong> ist nicht einfach nur ein Remake des Films von 1987, sondern erzählt die Saga das Würfels, der Dämonen herbeiruft, in einer neuen Interpretation. Ohne deshalb bestimmt Eckpunkte der Vorlage zu ignorieren. In mancherlei Hinsicht ist er sogar näher an Barkers Kurzroman als dessen eigener Film. So ist mit Jamie Clayton diesmal eine Frau als Pinhead, der im Film nur Priester heißt, besetzt worden, um das androgyne der literarischen Version hervorzuheben. Doug Bradley, Originaldarsteller der Rolle in vielen Filmen, äußerte sich sehr lobend über den neuen Look und die Kollegin, die den Charakter spielte. Und in der Tat ist Pinhead nicht das Problem von <strong>Hellraiser</strong>. Das Problem ist die Herkunft.</p>
<p>Denn <strong>Hellraiser</strong> wurde in den USA für ein heimisches Publikum gedreht. Und da hat Sexualität und Lust natürlich keinen Platz. Bruckner und die Drehbuchautoren Ben Collins und Luke Piotrowksi haben daher sämtliche von Barker erdachte Anspielungen auf Sado-Maso-Sex, Lust durch Schmerz und ähnliche Dinge radikal herausgestrichen. Der Originalplot, der sehr deutlich körperliches Verlangen als Motivation vieler seiner Protagonisten zeigte, findet sich hier dementsprechend überhaupt nicht wieder. Bruckner macht einen zwar durchaus blutigen, aber in Sachen Sex klinisch reinen Film. In dem selbst die vorkommenden Sex-Szenen eine Freigabe ab 12 Jahren locker geschafft hätten. Barkers Credo, Lust zu wollen und sich dafür schuldig zu fühlen, in der Neuauflage hat dieses Gedankengut keinen Platz.</p>
<figure id="attachment_13995" aria-describedby="caption-attachment-13995" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-13995 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/hell-2.webp" alt="Hellraiser" width="1024" height="576" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/hell-2.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/hell-2-300x169.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/hell-2-768x432.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/hell-2-750x422.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13995" class="wp-caption-text">Das Problem: In dieser Dimension leben tödliche Dämonen.</figcaption></figure>
<h2>Für Neulinge ein guter Film</h2>
<p>Das dürfte aber in erster Linie den Teil des Publikums stören, der mit der <strong>Hellraiser</strong>-Reihe bereits gut vertraut ist. Denn wer mit diesem Film seinen ersten Ausflug in die Welt der Cenobiten unternimmt und nichts über die Vorlage weiß, der bekommt einen blutigen und in weiten Teilen spannenden Horrorfilm. Das neue Design der Dämonen kann sich mehr als sehen lassen. Die Villa, in der die gesamte zweite Hälfte des Films spielt, ist als Kulisse ebenfalls ein Hingucker. Und erinnert ein wenig an &#8222;13 Ghosts&#8220;. Und blutige Effekte hat der neue Film auch zu bieten. Wer also nach einem durchaus derben und handwerklich gut gemachten Horrorfilm sucht, dürfte mit <strong>Hellraiser</strong> durchaus glücklich werden. Das ist aber eben nur die halbe Wahrheit.</p>
<p>Denn Clive Barker, der zumindest in den 80ern mit seinen &#8222;Büchern des Blutes&#8220; als Erneurer des Horror-Genres galt, packt in seinen Roman und Film viel mehr als typischen Teenie-Horror, wie Bruckner ihn hier in weiten Teilen  inszeniert. Ähnlich wie in Filmen we &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-wish-upon/">Wish Upon</a>&#8220; oder &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-countdown/">Countdown</a>&#8220; packt er hier eine Bedrohung, die eine Gruppe von Leuten nach und nach dezimiert. Das hat mit der Original-Idee gar nichts zu tun. Barker ließ in seiner Story das Böse als eine fast gleichgültige Macht auftauchen, die sehr wohl absichtlich von seinen Protagonisten beschworen und für deren Zwecke genutzt werden soll. Zumindest diesen Teil der Geschichte lässt Bruckner mit dem Charakter von Goran Visnic unangetastet, verändert aber seine Motivation.</p>
<figure id="attachment_13996" aria-describedby="caption-attachment-13996" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-13996 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/hell-3.webp" alt="Hellraiser" width="1024" height="576" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/hell-3.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/hell-3-300x169.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/hell-3-768x432.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/hell-3-750x422.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13996" class="wp-caption-text">Wer dem Würfel Blut schuldet, bezahlt dafür mit seinem Leben bei den Cenobiten.</figcaption></figure>
<p>In Barkers Welt konnte das Publikum manchmal nicht entscheiden, wer eigentlich das größere Monster ist, der Mensch oder der Cenobit. Auch das hat Bruckner in großen Teilen nicht geschafft. Fans der Reihe fehlt daher die Gravitas der Bösartigkeit, die Barker über dem Zuschauer ausgeschüttet hat. Bruckner hat keinen schlechten Film gedreht, aber die Elemente, die Barkers Vision über das Gros thematisch ähnlicher Filme heben, die konnte der neue Regisseur nur zu geringen Teilen in seine Version hinüberretten. Man kann sich <strong>Hellraiser</strong> als Horrorfan gut ansehen, sollte aber nicht zu viel erwarten. Besser als die meisten Fortsetzungen von Barkers Klassiker ist die neue Fassung aber allemal.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Wer bislang noch nie eine Berührung mit Clive Barkers <strong>Hellraiser</strong> hatte, dem wird das Reboot der Story möglicherweise ganz gut gefallen. Denn einige Bestandteil der Geschichte haben den Neustart gut überstanden. Die Cenobiten sehen großartig aus, der Gewaltgrad steht dem Original kaum nach &#8211; und spannend ist der neue Film auch. Was den Fans der Reihe aber fehlen wird, ist das typische Barker-Element, das Regisseur David Bruckner und seine Drehbuchautoren aus dem Stoff entfernt haben. Die fleischlichen Gelüste, bei Barker stärkste Triebfeder seiner Protagonisten, wurden in der neuen Version komplett gestrichen. Und das macht den neuen Film nur zu einem ordentlichen Teenie-Horror, aber nicht zu einem wirklich würdigen Reboot des Stoffes.</p>
<p><strong>Hellraiser startet am 15. April 2023 bei Paramount+.</strong></p>
<figure id="attachment_13997" aria-describedby="caption-attachment-13997" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-13997 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/hell-4.webp" alt="Jamie Clayton" width="1024" height="576" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/hell-4.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/hell-4-300x169.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/hell-4-768x432.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/04/hell-4-750x422.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-13997" class="wp-caption-text">Und der androgyne Priester der Hölle überwacht die Einhaltung der Regeln.</figcaption></figure>
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		<title>Hellboy erhält weiteren Reboot</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Feb 2023 12:44:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Er kann es nicht lassen! Nachdem Mike Mignola, Comiczeichner und Autor und Erfinder des Hellboy-Universums, sich nach zwei Filmen mit Guillermo del Toro verkrachte, kündigte er vor einigen Jahren ein Reboot an. Doch der Film &#8222;Hellboy &#8211; Call of Darkness&#8220; floppte hart. Und war im Vergleich zu del Toros Vision, die Mignola immer zu weit weg von seiner Vorlage war, auch nicht wirklich besser. Da soll es nun ein weiteres Reboot richten. Regisseur Brian Taylor, der in seiner Karriere so [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Er kann es nicht lassen! Nachdem Mike Mignola, Comiczeichner und Autor und Erfinder des Hellboy-Universums, sich nach zwei Filmen mit Guillermo del Toro verkrachte, kündigte er vor einigen Jahren ein Reboot an. Doch der Film &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-hellboy-call-of-darkness/">Hellboy &#8211; Call of Darkness</a>&#8220; floppte hart. Und war im Vergleich zu del Toros Vision, die Mignola immer zu weit weg von seiner Vorlage war, auch nicht wirklich besser. Da soll es nun ein weiteres Reboot richten. Regisseur Brian Taylor, der in seiner Karriere so qualitativ unterschiedlich Filme wie &#8222;Crank&#8220; und &#8222;Jonah Hex&#8220; drehte, soll &#8222;Hellboy: The Crooked Man&#8220; inszenieren. Die Dreharbeiten sollen bereits im März 2023 beginnen, auch wenn bislang noch kein Darsteller für die Titelfigur bekannt gegeben wurde.</p>
<h2>Kein dritter Teil</h2>
<figure id="attachment_13818" aria-describedby="caption-attachment-13818" style="width: 1200px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-13818 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/02/hell-aufmacher1.webp" alt="Ron Perlman als Hellboy" width="1200" height="831" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/02/hell-aufmacher1.webp 1200w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/02/hell-aufmacher1-300x208.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/02/hell-aufmacher1-1024x709.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/02/hell-aufmacher1-768x532.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/02/hell-aufmacher1-750x519.webp 750w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-13818" class="wp-caption-text">Wohl kein Wiedersehen: Ron Perlman hat noch immer Interesse, den dritten Teil der del Toro-Trilogie zu drehen. Mike Mignola offenkundig nicht.</figcaption></figure>
<p>Damit sinken die Chancen, je den dritten Teil von del Toros geplanter Trilogie zu bekommen, wohl weiter. Immerhin schrieb Mignola erstmals das Drehbuch, gemeinsam mit Christopher Golden, sodass die Chance besteht, dass der neue Film tatsächlich die eigentliche Figur aus den Comics wiedergibt. Die beiden Film von del Toro, so gut sie sind, haben sich da durchaus einige Freiheiten erlaubt. Golden ist ein vielbeschäftigter Autor für Comics und Romane und hat bereits an del Toros erstem Film mitgewirkt. Die Story basiert auf der gleichnamigen, dreiteiligen Comicsaga von Mignola. Darin verschlägt es Hellboy und einen jungen Agenten der BPRD (Bureau of Paranormal Research and Defense) in den 50er Jahren in ein Dorf in den Appalachen, in dem ein finsterer Dämon herrscht.</p>
<p>laut der Produktionsfirme Milennium soll Hellboy: The Crooked Man erstmals dicht an der Vorlage bleiben und die Comic-Version des Titelhelden unverfälscht auf die Leinwand bringen. Sollte der Film erfolgreich sein, plant die Firma weitere Filme mit dem dunklen Helden. Ob Regisseur Taylor seine Sache aber wirklich besser macht als Neil Marshall, der den Vorgänger zu verantworten hat, bleibt abzuwarten. Zudem war bislang kein Hellboy-Film ein wirklicher Kassenschlager, wobei das Reboot hier am schlechtesten abschnitt und bei Kosten von etwa 50 Millionen Dollar nur 55 Millionen einspielte.</p>
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		<title>Filmkritik: The Grudge</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jan 2020 09:31:06 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Geister gehören schon lange zu den beliebtesten Horror-Monstern. Die körperlosen Gestalten, die oft nicht ruhen können, weil sie auf schreckliche Weise aus dem Leben geschieden sind, haben einige beeindruckende Filme mit untotem Leben gefüllt. Das Kinojahr 2020 startet für Horrorfans auch mit Geistern &#8211; und zwar einigen. &#8222;The Grudge&#8220;, das Remake eines Remakes nach japanischem Vorbild erzählt von einem grausigen Fluch, der scheinbar nicht zu stoppen ist. Gruselt das im Kino? Was kommt 2020 an Horror ins Kino? Das erfahren [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Geister gehören schon lange zu den beliebtesten Horror-Monstern. Die körperlosen Gestalten, die oft nicht ruhen können, weil sie auf schreckliche Weise aus dem Leben geschieden sind, haben einige beeindruckende Filme mit untotem Leben gefüllt. Das Kinojahr 2020 startet für Horrorfans auch mit Geistern &#8211; und zwar einigen. &#8222;The Grudge&#8220;, das Remake eines Remakes nach japanischem Vorbild erzählt von einem grausigen Fluch, der scheinbar nicht zu stoppen ist. Gruselt das im Kino?</strong></p>
<p>Was kommt 2020 an Horror ins Kino? Das <a href="https://lauterfilme.de/horror-2020-das-kommt-ins-kino/">erfahren Sie hier</a>.</p>
<p>Die späten 90er und frühen 2000er Jahre waren die große Zeit des Asia-Horrors &#8211; auch im Rest der Welt. Mit &#8222;The Ring&#8220; begann 1998 der Hype um die fiesen und extrem unheimlichen Geisterfilme, &#8222;Ju-On: The Grudge&#8220; folgte 2002. Beide wurden schnell in Hollywood neu gedreht. Während Gore Vidals Ring-Remake als einer der besten Horrorfilme der Dekade durchgeht, war die US-Version von <em>The Grudge</em> trotz <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Takashi_Shimizu">des gleichen Regisseurs</a> wie beim Original weniger erfolgreich. Macht das neue Reboot seine Sache besser?</p>
<figure id="attachment_7599" aria-describedby="caption-attachment-7599" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7599 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/grudge-1.jpg" alt="The Grudge" width="1024" height="684" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/grudge-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/grudge-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/grudge-1-768x513.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/grudge-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/grudge-1-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-7599" class="wp-caption-text">Fiona Landers kehrt aus Japan nach Hause zurück &#8211; und tötet erst ihre Familie und dann sich selbst.</figcaption></figure>
<h3>The Grudge: Die Handlung</h3>
<p>2004. Eine amerikanische Geschäftsfrau reist aus Japan zurück nach Hause, nachdem sie in Tokyo ein Haus betreten hatte, in dem Menschen auf besonders grausame Art zu Tode gekommen waren. Kaum in den eigenen vier Wänden, bringt sie erst Mann und Tochter um, und tötet sich dann selbst. Das hat Folgen, die sich erst im Lauf der kommenden Jahre zeigen. Als 2006 die neue Polizistin Muldoon (Andrea Riseborough) mit ihrem Kollegen Goodman (Demian Bechir) eine Leiche in einem Waldstück findet, kocht der alte Fall wieder hoch.</p>
<p>Denn die Tote, eine professionelle Sterbebegleiterin, war kurz vor ihrem Tod in dem Haus zu Besuch, in dem die schrecklichen Morde geschahen. Als Muldoon sich dort umsehen will, stößt sie nicht nur auf einen weiteren Toten, sondern auch auf eine offenkundig geistig verwirrte Frau (Lin Shaye). Erst jetzt erfährt die Polizistin, dass ihr neue Partner bereits einen Kollegen an diesen Fall verloren hat. Dennoch folgt sie seinem Beispiel, verbeißt sich in das Geheimnis des Hauses &#8211; und liefert sich damit einem tödlichen Fluch aus &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/O2NKzO-fxwQ" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>The Grudge: Viel Erfahrung, wenig Qualität</h3>
<p>Auf dem Papier sah dieses Projekt wirklich gut aus. Regie und Drehbuch übernahm Nicolas Pesce, der Horrorfans durch sein Debüt &#8222;The Eyes of my Mother&#8220; überzeugt hatte. Als Produzent traten Sam Raimi und Rob Tapert in Erscheinung, die schon seit Raimis Kultfilm &#8222;Evil Dead&#8220; zusammenarbeiten. Da müsste es doch mit dem Teufel zugehen, wenn das kein ordentlicher Horrorfilm würde, zumal mit Andrea Riseborough auch noch eine gute Schauspielerin die Hauptrolle übernahm. Leider beweist <em>The Grudge</em>, dass viele gute Leute manchmal nicht reichen.</p>
<p>Denn dieser Film lässt so viele Zutaten vermissen, die bei einem Horrorfilm zwingend dazugehören, dass das Projekt dicht an einem Totalausfall vorbeischrammt. Atmosphäre fehlt dem Film beispielsweise völlig. Wenn Pesce nicht gerade versucht, sein Publikum durch einen von zahllosen Jump-Scares zu erschrecken, verbreitet seine Story keinerlei Unbehagen oder auch nur Interesse. Tatsächlich sind ganze Sequenzen des Films regelrecht langweilig, weil sie derart uninspiriert und vorhersehbar inszeniert sind.&nbsp;</p>
<figure id="attachment_7600" aria-describedby="caption-attachment-7600" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7600 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/grudge-2.jpg" alt="The Grudge" width="1024" height="682" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/grudge-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/grudge-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/grudge-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/grudge-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/grudge-2-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-7600" class="wp-caption-text">Detective Goodman verliert seinen Partner an den Fall &#8211; und hält sich danach vom Haus der Landers-Familie fern.</figcaption></figure>
<h3>The Grudge: Blutig, aber öde</h3>
<p>Was auch daran liegt, dass Pesces Drehbuch trotz komplizierter Erzählweise mit vielen Zeitsprüngen, keinerlei Spannung aufbaut. Was hier passiert, verrät der Film bereits im Vorspann. Und die wenigen Worte, die dort zu lesen sind, müssen als komplette Erklärung für sämtliche Vorgänge im Film auch reichen. Dazu baut Pesce keinerlei emotionale Bindung zwischen seinen Figuren und dem Publikum auf. Sein Versuch zu zeigen, wie gleich mehrere Familien durch den japanischen Fluch bedroht werden, scheitert dadurch kläglich.</p>
<p>Wenn dem Publikum die Charaktere auf der Leinwand fast egal sind, kann kein Horror aufkommen. Weil Pesce dazu auch noch viele seiner häufig gesetzten Jump-Scares vergeigt, taugt T<em>he Grudge</em> nicht einmal als ordentlicher Geisterbahn-Ersatz. Schon der japanische Film setzt nur wenig auf Erklärungen, kann aber wenigstens mit Atmosphäre überzeugen. Hier verheizt Pesce lediglich gute Schauspieler wie Riseborough, John Cho oder Betty Gilpin. Denn die können aus ihren Rollen einfach nicht viel herausholen, was dem Zuschauer im Gedächtnis bliebe.</p>
<p>Die einzige Steigerung, die der Horror-Kenner hier feststellen kann, ist die Zunahme von Gewalt und Blut. Pesce inszeniert seinen <em>Grudge</em> deutlich brutaler und derber als alle vorherigen Filme der Reihe. Das dürfte bei zartbesaitetem Publikum seine Wirkung auch nicht verfehlen und zumindest für ein paar Schockmomente sorgen. Besser wird der mäßig geschriebene und umgesetzte Film dadurch aber nicht. Das Horrorjahr 2020 beginnt leider mit einer Gurke.</p>
<h3>Fazit:&nbsp;</h3>
<p>Nicht jede aufgewärmte Mahlzeit schmeckt auch. Im Fall von <em>The Grudge</em> erweist sich der Fluch hier als wirksam für das Publikum, denn es bekommt ein weitgehend geschmacksarmes und zu keiner Zeit befriedigendes Horror-Menü serviert. Regisseur und Drehbuch-Autor Nicolas Pesce konnte der Grundidee von 2002 nichts hinzufügen, das der Rede wert wäre und versucht es deshalb mit mehr Blut und Gore-Effekten. Dabei hätte dem Gericht ein wenig Atmosphäre viel mehr geholfen. So ein Remake braucht niemand.</p>
<p><strong>The Grudge startet am 9. Januar 2020 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_7601" aria-describedby="caption-attachment-7601" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7601 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/grudge-3.jpg" alt="The Grudge" width="1024" height="647" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/grudge-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/grudge-3-300x190.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/grudge-3-768x485.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-7601" class="wp-caption-text">Das Ehepaar Matheson, das nach den Landers im Haus lebt, hat weniger Glück. Die geistig verwirrte Faith wird bald von Geistern verstümmelt.</figcaption></figure>
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