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	<title>Psycho-Thriller - lauterfilme.de</title>
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		<title>Filmkritik: Fresh</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Apr 2022 17:09:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Blutig]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nur eines ist beständig &#8211; der Wandel. Was für große Teile des Lebens wohl niemand infrage stellen würde, war bisher ausgerechnet im Unterhaltungssektor kein Thema. Denn dass Disney ausschließlich für familienfreundliche, saubere Unterhaltung steht, das galt als so sicher wie der morgendliche Sonnenaufgang. Aber alles hat ein Ende &#8211; auch diese nur scheinbar unumstößliche Regel. Zwar bewahrt Disney sein Image in der Heimat weiterhin mit Disney+, weil dort der eigene  Dienst Hulu erwachseneres Material zeigt, das Disney gehört. Aber in [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nur eines ist beständig &#8211; der Wandel. Was für große Teile des Lebens wohl niemand infrage stellen würde, war bisher ausgerechnet im Unterhaltungssektor kein Thema. Denn dass Disney ausschließlich für familienfreundliche, saubere Unterhaltung steht, das galt als so sicher wie der morgendliche Sonnenaufgang. Aber alles hat ein Ende &#8211; auch diese nur scheinbar unumstößliche Regel. Zwar bewahrt Disney sein Image in der Heimat weiterhin mit Disney+, weil dort der eigene  Dienst Hulu erwachseneres Material zeigt, das Disney gehört. Aber in Deutschland startet nun in Ermangelung eines zweiten Streamingdienstes der bitterböse Psycho-Thriller &#8222;Fresh&#8220; bei Disney+ in der Star-Rubrik. Warum das fiese Langfilm-Debüt von Regisseurin Mimi Cave so gar nicht Disney-like ist, klärt die Kritik.</p>
<figure id="attachment_12235" aria-describedby="caption-attachment-12235" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-12235 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/fresh-1.webp" alt="Sebastian Stan in Fresh" width="1024" height="552" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/fresh-1.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/fresh-1-300x162.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/fresh-1-768x414.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/fresh-1-750x404.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12235" class="wp-caption-text">Als Noa den charismatischen Steve kennenlernt, hat sie nach langer Zeit wieder Hoffnung, einen netten Kerl gefunden zu haben.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Noa (Daisy Edgar-Jones) hat eigentlich die Nase voll von Dates. Denn seit längerer Zeit erweist sich jede Verabredung mit einem Kerl als Griff ins Klo. Da läuft ihr ausgerechnet beim Einkaufen Steve (Sebastian Stan) über den Weg, der sie zwar auch mit einem reichlich blöden Spruch anspricht, diesen aber auch gleich wieder einkassiert. Diese Ehrlichkeit macht auf Noa einen zumindest so guten  Eindruck, dass sie sich auf ein Date mit ihm einlässt. Und das läuft anders ab, als Noa befürchtet hat. Steve interessiert sich offenbar ehrlich für sie, fragt nach ihrer Vergangenheit, ihrer Familie und ihren Freunden. Ohne es so richtig geplant zu haben, landen Noa und Steve schließlich in ihrer Wohnung im Bett.</p>
<p>Auch die folgenden Wochen lassen Noa ihren Entschluss nicht bereuen. Steve ist freundlich und zuvorkommend, plant schließlich sogar ein gemeinsames Wochenende auf dem Land. Obwohl ihre Freundin Mollie (Jonica T. Gibbs) Bedenken hat, lässt Noa sich darauf ein, mit ihrer neuen Liebe ein Abenteuer zu erleben, bei dem sie die Kontrolle möglicherweise abgeben muss. Doch als sie am nächsten Morgen angekettet in einer Art Verlies erwacht und Steve ihr nicht unfreundlich erklärt, was sie zu erwarten hat, sieht sie ihre schlimmsten Alpträume noch übertroffen. Denn Steves körperliche Gelüste sind gänzlich anders gelagert, als Noa geglaubt hat &#8230;</p>
<p><iframe title="Fresh | Official Trailer | Hulu" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/wKk5VAK1GZQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Böse Story in frischem Gewand</h2>
<p>Mimi Cave, die Regisseurin von <strong>Fresh</strong>, hat vor ihrem ersten langen Spielfilm viele Kurzfilme und Musik-Videos gedreht. Und das sieht man ihrem Debüt auch an. Denn sie macht dem Namen ihres Films alle Ehre und erzählt viele Momente der Story mit frischen Ideen, die so nicht oft in Spielfilmen zu sehen sind. So inszeniert sie immer wieder wichtige Szenen nicht chronologisch, sondern springt in kurzen Schnitten einige Sekunden oder Minuten vor, um dann von dem Punkt, an dem sie die Handlung verlassen hat weiterzuerzählen. Das zwingt den Zuschauer geschickt dazu, sich auf die Handlung zu konzentrieren, um nichts zu verpassen. Zusätzlich lässt Cave hin und wieder einen Monolog einfach weiterlaufen, obwohl die Szene dazu optisch längst beendet ist.</p>
<p>Allerdings übertreibt es Cave ab und zu auch mit der Wahl der Mittel. So schießt sie in einer eigentlich extrem starken Szene von Sebastian Stan ein wenig übers Ziel hinaus, wenn sie dessen erstmalig gezeigte Profession in Musicvideo-Ästhetik hüllt. Das nimmt dem Film, wie auch einige kleine Drehbuch-Entscheidungen, ein wenig von seiner Härte, die <strong>Fresh</strong> zweifelsohne auf der psychologischen Ebene kiloweise mitbringt. Zwar zeigt <strong>Fresh</strong> auch wenige etwas blutigere Szenen, aber optisch hält sich der Film angesichts seines Themas doch sehr zurück. Was das Kopfkino betrifft, sieht die Sache allerdings ganz anders aus. Wer sich in Noa hineinversetzt, dem verpasst der Film nach gut 30 Minuten einen derben Schlag in die Magengrube. Und so viel kann man verraten: Es wird nicht der letzte sein &#8230;</p>
<figure id="attachment_12236" aria-describedby="caption-attachment-12236" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-12236 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/fresh-2.webp" alt="Sebastian Stan" width="1024" height="555" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/fresh-2.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/fresh-2-300x163.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/fresh-2-768x416.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/fresh-2-750x406.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12236" class="wp-caption-text">Doch noch ein paar Wochen Beziehung zeigt der freundliche Steve plötzlich eine ganz andere Seite von sich.</figcaption></figure>
<h2>Psychopath mit Charme</h2>
<p>Denn Drehbuchautorin Lauryn Kahn, die bislang eher im Komödienbereich aktiv war (&#8222;Stiefbrüder&#8220;, &#8222;Die etwas anderen Cops&#8220;) tischt dem Zuschauer mit <strong>Fresh</strong> zwar keine perfekte, aber eine doch sehr clevere und abgrundtief böse Geschichte auf, die mit etwas mehr Vertrauen in die eigene Idee noch besser hätte sein können. Offenbar hatte jemand hinter den Kulissen die fixe Idee, dass das Böse im Film noch einen Hintergrund bräuchte und zeigt eher halbherzig und nicht für jeden offensichtlich einen Erklärungsversuch für das, was man zu sehen bekommt. Das verwässert allerdings die Grundidee und lässt den Zuschauer eher mit einem Schulterzucken als mit wirklichem Grauen zurück. Und auch das im Vergleich zum Rest des Films eher konventionelle Finale enttäuscht nach furiosem Start ein wenig.</p>
<p>Dass <strong>Fresh</strong> aber dennoch als feiner Beitrag zum Horrormenü 2022 gelten darf, daran hat Sebastian Stan nicht unerheblichen Anteil. Der rumänisch-stämmige Schauspieler achtet seit Jahren bei seiner Rollenauswahl darauf, möglichst immer wieder <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-pam-and-tommy/">kontroverse Charaktere</a> zu verkörpern, um nicht auf Bucky Barnes aus dem MCU festgelegt zu werden. Und das gelingt ihm mit der Darstellung eines charmanten und doch unfassbar kalten Psychopathen eindeutig. Er spielt das Menschen-Monster mit einer Präsenz, dass selbst dem Zuschauer im sicheren Wohnzimmer bisweilen ein unangenehmes Gefühl packt. Und Mann froh ist, keine junge Frau und nicht in der Nähe dieses Charakters zu sein.</p>
<figure id="attachment_12237" aria-describedby="caption-attachment-12237" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-12237 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/fresh-3.webp" alt="Fresh" width="1024" height="552" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/fresh-3.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/fresh-3-300x162.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/fresh-3-768x414.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/fresh-3-750x404.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12237" class="wp-caption-text">Während Mollie sich langsam Sorgen um ihre Freundin macht &#8230;</figcaption></figure>
<p>Stan, die ebenfalls stark aufspielende Daisy Edgar-Jones und die böse Grundidee von <strong>Fresh</strong> würden schon zu einem tollen Film reichen. Aber Kahn hat noch einen Pfeil im Köcher, den sie treffsicher abschießt. Denn mit der selten agierenden, aber doch hochkomplexen Ann (Charlotte Le Bon) führt sie einen weiteren Charakter ein, deren Ambivalenz für ein Gefühlschaos aus Abscheu und Mitleid sorgt. Und die Lesart dieser unstrittig feministischen Story um einen interessanten Aspekt erweitert. Eine eigentlich harmlose Szene im Bad sorgt so für einen weiteren emotionalen Niederschlag. Dabei wirkt kein einziger der harten Twists im Film unglaubwürdig oder aufgesetzt. So makaber und bösartig sie sein mag, so stimmig und glaubhaft ist die Story. Großes Kino im TV &#8211; aber wohl zu abseitig für den Massengeschmack.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Mimi Cave ist mit <strong>Fresh</strong> nicht nur ein interessanter neuer Ansatz gelungen, Frauen als Objekte zu thematisieren. Sie hat mit ihren vor allem psychisch beinharten Thriller auch ein echtes Monster geschaffen, dem Sebastian Stan mit einer großartigen Leistung Leben einhaucht. Ebenso sehenswert gibt Daisy Edgar-Jones das wehrhafte Opfer, mit dem der Zuschauer mitfiebert und manchmal auch extrem mitleidet. Leider verwässert das Drehbuch den radikalen Ansatz der Grundidee mit halbgaren Erklärungsversuchen, die nicht nur einiges von der emotionalen Wucht herausnehmen, sondern auch komplett unnötig sind. Dennoch ist dieser weitgehend in der eigenen Phantasie ablaufende Horrortrip einer der bisher besten in diesem Jahr. Genre-Fans müssen Disney+ langsam wirklich auf dem Zettel haben.</p>
<p><strong>Fresh startet am 14. April 2022 bei Disney+.</strong></p>
<figure id="attachment_12238" aria-describedby="caption-attachment-12238" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-12238 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/fresh-4.webp" alt="Daisy Edgar Jones und Sebastian Stan tanzen" width="1024" height="551" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/fresh-4.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/fresh-4-300x161.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/fresh-4-768x413.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2022/04/fresh-4-750x404.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-12238" class="wp-caption-text">&#8230; kämpft Noa mit ungewöhnlichen Mitteln um ihr Leben.</figcaption></figure>
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		<title>Serienkritik: Liseys Story</title>
		<link>https://lauterfilme.de/serienkritik-liseys-story/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Jun 2021 15:14:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Serien Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Apple TV+]]></category>
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		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturverfilmung]]></category>
		<category><![CDATA[Psycho-Thriller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele Schriftsteller antworten auf die Frage, ob sie aus ihrem Werk ihr Lieblingsbuch nennen können mit einem klaren Nein. Nicht so Stephen King, der erfolgreichste Horror-Autor der Welt. Er bezeichnet sein 2006 erschienenes Werk &#8222;Liseys Story&#8220; (auf deutsch &#8222;Love&#8220;) als seinen Favoriten unter all den Büchern, die der inzwischen 73-jährige Autor bisher veröffentlicht hat. Apple kaufte die Filmrechte dafür und gab King die Gelegenheit, selbst die Drehbücher für eine Adaption als Mini-Serie zu schreiben &#8211; und der Schriftsteller nahm den [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Schriftsteller antworten auf die Frage, ob sie aus ihrem Werk ihr Lieblingsbuch nennen können mit einem klaren Nein. Nicht so Stephen King, der erfolgreichste Horror-Autor der Welt. Er bezeichnet sein 2006 erschienenes Werk &#8222;Liseys Story&#8220; (auf deutsch &#8222;Love&#8220;) als seinen Favoriten unter all den Büchern, die der inzwischen 73-jährige Autor bisher veröffentlicht hat. Apple kaufte die Filmrechte dafür und gab King die Gelegenheit, selbst die Drehbücher für eine Adaption als Mini-Serie zu schreiben &#8211; und der Schriftsteller nahm den Job an. Das Ergebnis hat der chilenische Regisseur Pablo Larrain (&#8222;Jackie) nun mit Staraufgebot für Apple TV+ umgesetzt, produziert wurde die Serie von J.J. Abrams&#8216; Firma Bad Robot. Wie gut ist sie gelungen?</p>
<figure id="attachment_9837" aria-describedby="caption-attachment-9837" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9837 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-2.jpg" alt="Liseys Story" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-2-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9837" class="wp-caption-text">Professor Dashmiel kündigt den berühmten Scott Langdon an &#8211; Minuten später ist der Schriftsteller tot.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Lisey (Julianne Moore) hat vor zwei Jahren ihren Mann Scott (Clive Owen) durch ein Attentat verloren. Der berühmte Schriftsteller war während einer Preisverleihung an einer Universität erschossen worden. Seitdem kämpft Lisey gleich an mehreren Fronten. Ihr ältere Schwester Amanda (Joan Allen) ist in eine Art Katatonie versunken und lebt in der Näher in einem Heim. Lisey wechselt sich mit ihrer Schwester Darla (Jennifer Jason Leigh) bei den Besuchen ab, eine Besserung scheint aber nicht mehr in Sicht. Dazu leidet die Witwe weiterhin unter ihrer nicht enden wollenden Trauer, in die sich in letzter Zeit auch immer wieder seltsame Flashbacks von Ereignissen mischen, an die sie sich nicht erinnern kann, aber real zu sein scheinen.</p>
<p>Und dann muss Lisey noch noch die zahlreichen Anrufer von Universitäten und Hochschulen des Landesabwehren, die nach unveröffentlichtem Material ihres Mannes fragen, um es auswerten zu können. Der hartnäckigste davon ist Professor Dashmiel (Ron Cephas Jones), der sogar so weit geht, einen glühenden Verehrer des Autors auf die Witwe anzusetzen, um sie zum Einlenken zu bewegen. Doch Jim Dooley (Dane DeHaan) ist nicht einfach nur ein Fan, er ist ein waschechter Psychopath. Und das bekommt Lisey bald sehr schmerzhaft zu spüren. In ihrer Not muss sich sich mit den Erinnerungen auseinandersetzen, die sie vielleicht retten können: die Reisen mit Scott an einen Ort namens Boo&#8217;ya Mond, der sich nicht auf der Erde befindet. Dort wartet möglicherweise Hilfe auf sie, vielleicht aber auch ein grauenvoller Tod &#8230;</p>
<p><iframe title="Lisey&#039;s Story — Official Trailer | Apple TV+" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/BqcI0kk-Cts?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Kings Liebling &#8211; kein Wunder!</h2>
<p>Dass Liseys Story Kings Liebling ist, verwundert nur auf den ersten Blick. Denn er bearbeitet in diesem Roman gleich ein paar <a href="https://lauterfilme.de/stephen-king-alle-film-und-serienprojekte-im-ueberblick/">seiner Lieblingsthemen</a>. Zwar ist die Hauptrolle diesmal kein Schriftsteller, aber dessen Witwe &#8211; und damit noch nah genug an Romanen wie &#8222;Stark &#8211; The Dark Half&#8220;, &#8222;Sara&#8220; oder &#8222;Das geheime Fenster&#8220;. Dazu kommt der Bereich Wahnsinn, den er bereits in Werken wie &#8222;Shining&#8220; oder &#8222;Duma Key&#8220; behandelte. Auch die schwierige Kindheit, wie in &#8222;ES&#8220;, &#8222;Carrie&#8220; oder &#8222;Feuerkind&#8220; spielt in dem Roman eine wichtige Rolle. Und schließlich fehlt noch der unheimliche Fan, den er mit &#8222;Misery&#8220; unsterblich machte. Nach <strong>Liseys Story</strong> beendete King auch für längere Zeit das Thema Schreiben. Erst in &#8222;Blutige Nachrichten&#8220; aus dem Jahr 2020 lässt er erneut einen Schriftsteller als Hauptfigur agieren.</p>
<p><strong>Liseys Story</strong> scheint für King also durchaus eine Art Essenz seiner Werke über Schriftsteller darzustellen und in der Tat ist der Roman für King-Verhältnisse überraschend mehrdeutig. Denn das Land Boo&#8217;ya Mond, das für die Phantasie und Kreativität eines Autors steht, aber eben auch für die Gefahren, sich darin zu verlieren, ist für den Horror-König, der seine Romane selbst einmal als &#8222;literarisches Pendant zu Burgern mit Pommes&#8220; bezeichnete,&nbsp; eine Spielwiese, die er bewusst wenig erklärt und dem Leser Platz für die eigenen Vorstellungen lässt. Dass die Mini-Serie Schwächen aufweist, muss sich Stephen King auch auf die eigenen Fahnen schreiben, denn sie sind King-typisch.</p>
<figure id="attachment_9838" aria-describedby="caption-attachment-9838" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9838 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-3.jpg" alt="Liseys Story" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-3-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9838" class="wp-caption-text">Liseys Schwester scheint ein Geheimnis von Scott zu kennen, doch sie ist seit Monaten katatonisch.</figcaption></figure>
<h2>Als Drehbuch-Autor kein Genie</h2>
<p>In den frühen 2000ern, in denen auch <strong>Liseys Story</strong> entstand, begann King häufiger damit, Storys auf eine unfassbare Länge aufzupusten, die gar nicht die Substanz dazu hatten. Als Negativbeispiel mag hier &#8222;Der Buick&#8220; gelten, der auf mehr als 500 Seiten so gut wie keine Handlung erzählt. Auch <strong>Liseys Story</strong> ist mit (auf deutsch) mehr als 700 Seiten schlicht zu lang geraten. Und King ist es nicht gelungen, das bei seinen acht Drehbüchern für die Episoden der Serie in den Griff zu bekommen. <strong>Liseys Story</strong> hätte sich in fünf oder sechs Folgen wunderbar ausführlich erzählen lassen &#8211; acht Episoden sind definitiv zu viele. King schrieb bislang 20 Drehbücher in seiner Karriere &#8211; aus keinem davon wurde ein Film oder eine Serie, die man mit dem Prädikat großartig versehen würde. Meist sind Kings Adaptionen für Leinwand oder TV bestenfalls solide.</p>
<p>So ist auch der neue Schluss der Mini-Serie &#8222;The Stand&#8220;, den er für das Projekt schrieb, keine Offenbarung. Der Meister kann vieles, Drehbücher sind allerdings nicht sein größtes Talent. Auch in <strong>Liseys Story</strong> füllt er die Überlänge immer wieder mit Dialogen und Monologen, die bereits offensichtliche Fakten nochmals erklären. In seinem Sachbuch &#8222;Das Leben und das Schreiben&#8220; erzählt King, wie er selbst mit einem Roman-Manuskript umgeht, es immer wieder kürzt, bis er es für verdichtet genug hält, um es zu veröffentlichen. Das hat er im Fall des Drehbuchs für die Mini-Serie augenscheinlich nicht getan. Doch die Fans haben Glück: Die anderen kreativen Köpfe, die an diesem Projekt beteiligt waren, holen mit ihrer Arbeit etliche Kohlen für King aus dem Feuer.</p>
<figure id="attachment_9839" aria-describedby="caption-attachment-9839" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9839 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-4.jpg" alt="Liseys Story" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-4.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-4-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-4-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-4-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-4-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9839" class="wp-caption-text">Jim Dooley sieht sich selbst als Scotts größten Fan &#8211; und geht für seine Pläne über Leichen.</figcaption></figure>
<h2>Düstere, aber auch schöne Bilder</h2>
<p>Das beginnt bei Kameramann Darius Khonji, der einst für David Fincher den Look von &#8222;Sieben&#8220; schuf. In kühlen, fahlen Bildern fängt er die Gesichter der Protagonisten ein, entlockt ihnen ihre Emotionen ohne Text. Und sorgt so für einen der stärksten Aspekte der Mini-Serie: <strong>Liseys Story</strong> sieht großartig aus. Ohne große Tricks weiß der Zuschauer beispielsweise allein aufgrund der Optik, ob er sich gerade in der Erinnerung einer der Figuren, dem Hier und Jetzt oder dem Reich von Boo&#8217;ya Mond befindet. Zudem erschafft er mit dem Haus aus Scotts Kindheit eine echte Horror-Kulisse aus Dreck, Regen und Angst. Wozu auch die stringente Regie des Chilenen Pablo Lorrain beiträgt, die in den acht Folgen für einen einheitlichen, düsteren Look sorgt, wenn er auch dem Stoff nicht mehr Tempo zu geben vermag.</p>
<p>Den größten Beitrag zur Qualität von <strong>Liseys Story</strong> steuern aber die Schauspieler bei. Julianne Moore spielt die verletzliche Lisey, die weiß, dass mit ihrer fehlenden Erinnerung auch ihre Stärke kommen wird, in jeder Szene intensiv, überträgt ihre Trauer auf den Zuschauer. Ihre beiden Schwestern werden von Jennifer Jason Leigh und Joan Allen ebenfalls toll verkörpert. Und Clive Owen ist als genialer, aber innerlich tief verletzter Autor eine Idealbesetzung. Richtig erstaunlich ist aber Dane DeHaan, der einen wirklich beeindruckenden Psychopathen zum Leben erweckt. Liseys Angst vor diesem kranken Geist lässt sich daher mehr als nachvollziehen.</p>
<figure id="attachment_9840" aria-describedby="caption-attachment-9840" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9840 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-5.jpg" alt="Julianne Moore" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-5.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-5-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-5-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-5-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-5-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9840" class="wp-caption-text">Schließlich muss Lisey den Weg in Scotts geheime Welt finden &#8211; Boo&#8217;Ya Mond.</figcaption></figure>
<h2>Fazit:</h2>
<p>An <strong>Liseys Story</strong> ist vieles beeindruckend. Die Darsteller liefern eine starke Performance ab, die Kameraarbeit ist grandios und auch die Regie sorgt für eine stetig spannender werdende Story und einige denkwürdige Momente. Leider ist ausgerechnet der Meister selbst die Schwachstelle, denn Stephen Kings Drehbuch nach seinem eigenen Roman, den er auch noch als seinen besten bezeichnet, ist deutlich zu langatmig. Statt fünf oder sechs knackigen Folgen beschert King dem Publikum acht Episoden &#8211; und die füllt er nicht adäquat. Dennoch ist die Mini-Serie sehenswert, eine neue Referenz ist die Mischung aus tragischer Love-Story, düsterer Fantasy und ein paar harten Horror-Momenten aber nicht. Dazu fehlt ihr schlicht der Drive.</p>
<p><strong>Liseys Story startet am 4. Juni 2021 mit einer Doppelfolge bei Apple TV+, weitere Folgen jeden Freitag.</strong></p>
<figure id="attachment_9841" aria-describedby="caption-attachment-9841" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9841 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-1.jpg" alt=" Plakat" width="1024" height="512" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-1-300x150.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-1-768x384.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/lisey-1-480x240.jpg 480w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9841" class="wp-caption-text">Aber diese Welt ist nicht nur wunderschön, sie birgt auch tödliche Gefahren.</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: Horse Girl</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Feb 2020 16:22:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Netflix]]></category>
		<category><![CDATA[Psycho-Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Von Zeit zu Zeit finanziert Netflix Produktionen, die am ehesten in den Bereich Independent-Film passen würden. Und ohne den Streaming-Dienst möglicherweise nie entstanden wären. Für die Macher ist es toll, ihr Budget zu bekommen, für Netflix ist das Risiko aufgrund geringer Kosten eher gering. Und manchmal, wie im Fall von &#8222;Horse Girl&#8220;, kauft man sich mit dem Projekt gleich noch einen Star dazu ein. Hier ist es Alison Brie, die neben der Hauptrolle auch den Co-Autoren-Job fürs Drehbuch übernahm. Was [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Von Zeit zu Zeit finanziert Netflix Produktionen, die am ehesten in den Bereich Independent-Film passen würden. Und ohne den Streaming-Dienst möglicherweise nie entstanden wären. Für die Macher ist es toll, ihr Budget zu bekommen, für Netflix ist das Risiko aufgrund geringer Kosten eher gering. Und manchmal, wie im Fall von &#8222;Horse Girl&#8220;, kauft man sich mit dem Projekt gleich noch einen Star dazu ein. Hier ist es Alison Brie, die neben der Hauptrolle auch den Co-Autoren-Job fürs Drehbuch übernahm. Was ist dabei herausgekommen?</strong></p>
<p>Mit &#8222;Mad Men&#8220; begann ihre Karriere, mittlerweile ist die 37-jährige Schauspielerin mit &#8222;Glow&#8220; bei Netflix Star ihrer eigenen Serie. Und in &#8222;Bojack Horseman&#8220; war sie lange Jahre als Sprecherin dabei. Also keine ganz große Überraschung, dass ihr Haus- und Hof-Streaming-Dienst ihr Projekt <em>Horse Girl</em> finanzierte. Denn der schräge Mix aus vielen verschiedenen Genres hätte es bei einem großen Hollywood-Studio wahrscheinlich sehr schwer gehabt. Hat sich die Investition für Netflix gelohnt? Ist <em>Horse Girl</em> eine kleine Perle? Oder ist die Muschelschale leer?</p>
<figure id="attachment_7937" aria-describedby="caption-attachment-7937" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7937 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/horse-1.png" alt="Horse Girl" width="1024" height="540" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/horse-1.png 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/horse-1-300x158.png 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/horse-1-768x405.png 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-7937" class="wp-caption-text">Kollegin Joan ist in Sarahs Leben das, was einer Freundin noch am nächsten kommt.</figcaption></figure>
<h3>Horse Girl: Die Handlung</h3>
<p>Sarah (Alison Brie) ist ein stilles Mädchen. Mit ihrer Kollegin Joan (Molly Shannon) aus dem Bastelladen verbindet sie eine zarte Freundschaft, die jedoch streng auf die Öffnungszeiten beschränkt bleibt. Und Mitbewohnerin Nikki (Debby Ryan) ist auch keine Stütze. So verbringt Sarah die meiste Freizeit entweder auf einer Farm in der Nähe, auf der sie Kinder beim Reiten zusieht. Oder sie sitzt vor dem Fernseher und bastelt etwas, während sie die Serie &#8222;Purgatory&#8220; schaut, eine Krimi-Serie mit übernatürlichen Inhalten.</p>
<p>Eines Tages stellt Sarah fest, dass sie offensichtlich schlafwandelt, denn sie findet sich an Orten wieder, die sie gar nicht kennt. Immer häufiger wird sie von Gedächtnislücken gequält oder kann sich auf ihre Wahrnehmung nicht mehr verlassen. Doch dann glaubt sie, den Grund für all diese unheimlichen Vorgänge entdeckt zu haben. In einer Nacht erwacht sie und liegt neben zwei wildfremden Menschen auf einer Art OP-Tisch &#8211; in einem Alien-Raumschiff! Wurde Sarah tatsächlich Opfer einer Entführung durch Außerirdische &#8211; oder ist sie schlicht verrückt?<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/ieqemSsMxek" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Horse Girl: Lynch lässt grüßen</h3>
<p>Alles fängt ganz harmlos an. Zu Beginn scheint Horse Girl ein Film zu sein, der eine schüchterne junge Frau dabei begleitet, wie sie aus ihrem Schneckenhaus langsam herauskommt &#8211; oder auch nicht. Wenn das auch nie wirklich spannend ist, so spielt Alison Brie ihre Rolle doch interessant genug um dranzubleiben. Doch dann beginnt die Handlung, zuerst in sehr kleinen Schritten, eine andere Richtung einzuschlagen. Langsam zieht Regisseur und Mitautor Jeff Baena dem Publikum damit den scheinbar sicheren Boden unter den Füßen weg.</p>
<p>&nbsp;Denn von möglicher Beziehung und Emanzipation wechselt die Story immer stärker zu wilden Theorien, mit denen Sarah ihre nächtlichen Ausfälle und Gedächtnislücken erklärt. Und immer, wenn der Zuschauer ihre Ideen als Quatsch abtut, liefert der Film einen Hinweis darauf, dass Sarah vielleicht doch nicht verrückt ist und sich diese Sachen gar nicht einbildet. Und je länger Horse Girl läuft, desto mehr erinnert er in seiner scheinbaren Sinnlosigkeit, aber auch seiner Kompromisslosigkeit, an Werke von Regisseur David Lynch.</p>
<figure id="attachment_7938" aria-describedby="caption-attachment-7938" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7938 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/horse-2.jpg" alt="Horse Girl" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/horse-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/horse-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/horse-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/horse-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/horse-2-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-7938" class="wp-caption-text">Mit Darren scheint endlich ein Mann in Sarahs Leben aufzutauchen. Doch der macht Sarahs Probleme nicht kleiner.</figcaption></figure>
<h3>Horse Girl: Was ist Realität?</h3>
<p>Netflix selbst vermerktet den Film als schwarzhumorigen Psycho-Thriller. Das kann man sicherlich so sehen, mit Filmen wie &#8222;Scream&#8220;, dem Inbegriff eines schwarzhumorigen Psycho-Thrillers, hat Horse Girl aber nicht das Geringste gemeinsam. Durch seine immer schräger werdenden Szenen und Handlungssträngen entzieht sich der Film mehr und mehr gängigen Einordungsmöglichkeiten. Den erfahrenen Köpfen Brie und Baena darf man wohl unterstellen, dass dahinter eine Absicht steckt. Und der Zuschauer selbst entscheiden soll, was er glaubt.</p>
<p>Dabei sind die Grenzen zwischen Realität irgendwann nicht mehr zu fassen. Hat Sarah wirklich Sex mit ihrem Lieblingsstar aus ihrer favorisierten Serie? Kann doch nicht real sein, oder? Aber warum zeigt die nächste Szene dann wieder etwas, was durchaus passiert sein kann? Baena spielt mit diesem Thema in der letzten halben Stunde des Films sehr gekonnt, dürfte Zuschauer, die nur einen netten Film für zwischendurch suchen, aber dennoch nachhaltig verprellen. Denn <em>Horse Girl</em> verlangt viel Aufmerksamkeit und gibt nur bedingt etwas zurück.</p>
<p>Dass Filme immer auch Geschmackssache sind, liegt auf der Hand. Aber hier haben Brie und Baena absichtlich vieles offen gelassen und Platz für Interpretationen geschaffen. Ein passendes Publikum wird das sehr zu schätzen wissen und viel Spaß an dem Film haben. Eine besonders große Gruppe Netflix-Nutzer wird das erfahrungsgemäß aber nicht sein. Kühles, intellektuelles Kino, dass sich kaum greifen lässt und deutlich macht, wie wenig der Zuschauer hier seinen Sinnen vertrauen kann. Ebenso wenig wie die Protagonistin des Films.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Mit <em>Horse Girl</em> legen Regisseur Jeff Baena und sein Star Alison Brie, mit der er auch das Drehbuch verfasste, einen sperrigen Trip hin, der sich an Werken von David Lynch orientiert und wenig bis gar nichts von dem erklärt, was er zeigt. In kühlen Bildern und fast dokumentarisch anmutender Kamera legt Baena eine Psyche frei, die entweder völlig verrückt ist oder tatsächlich eine außergewöhnliche Erfahrung gemacht hat. Wer Spaß an Spurensuche und versteckten Hinweisen hat, für den könnte <em>Horse Girl</em> der richtige Film sein. Eine gute Wahl für Zuschauer, die sich einfach ein wenig unterhalten lassen wollen, ist er definitiv nicht.</p>
<p><strong>Horse Girl startet am 7. Februar 2020 bei Netflix.</strong></p>
<p><em>Kritiken zu weiteren Netflix-Filmen <a href="https://lauterfilme.de/netflix-filmkritik-im-ueberblick/">finden Sie hier</a>.</em></p>
<figure id="attachment_7939" aria-describedby="caption-attachment-7939" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7939 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/horse-3.jpg" alt="Horse Girl" width="1024" height="539" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/horse-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/horse-3-300x158.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/horse-3-768x404.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-7939" class="wp-caption-text">Welche Erlebnisse sind echt und welche finden nur in Sarahs Kopf statt?</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: The Lodge</title>
		<link>https://lauterfilme.de/filmkritik-the-lodge/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Feb 2020 17:51:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Psycho-Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit &#8222;Ich seh ich seh&#8220; landeten die beiden österreichischen Regisseure Veronika Franz und Severin Fiala 2014 bei Horrorfans einen Überraschungshit. Das öffnete dem Duo die Tür nach Hollywood. Ihr neuer Film, eine amerikanisch-britische Produktion, ist deshalb auch auf englisch gedreht und kann mit Stars wie Richard Armitage (&#8222;Der Hobbit&#8220;) und Riley Keough (&#8222;Wolfsnächte&#8220;) aufwarten. Kann der neue Thriller &#8222;The Lodge&#8220; wieder überzeugen? Oder war ihr erster Erfolg doch eher eine Eintagsfliege? Mit ihrem Debüt lieferte das Regie-Paar aus Österreich einen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit &#8222;Ich seh ich seh&#8220; landeten die beiden österreichischen Regisseure Veronika Franz und Severin Fiala 2014 bei Horrorfans einen Überraschungshit. Das öffnete dem Duo die Tür nach Hollywood. Ihr neuer Film, eine amerikanisch-britische Produktion, ist deshalb auch auf englisch gedreht und kann mit Stars wie Richard Armitage (&#8222;Der Hobbit&#8220;) und Riley Keough (<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-wolfsnaechte/">&#8222;Wolfsnächte&#8220;</a>) aufwarten. Kann der neue Thriller &#8222;The Lodge&#8220; wieder überzeugen? Oder war ihr erster Erfolg doch eher eine Eintagsfliege?</strong></p>
<p>Mit ihrem Debüt lieferte das Regie-Paar aus Österreich einen eiskalten Psycho-Thriller ab, der nicht nur mit einem veritablen Twist überzeugen konnte, sondern schon mit seiner Atmosphäre Gänsehaut verbreitete. 2016 gewann <em>Ich seh ich seh</em> daher auch fast alle wichtigen einheimischen Filmpreise. Aber bekanntlich ist ja nichts so schwer wie der nächste Film nach einem großen Erfolg. Und bei <em>The Lodge</em> haben Franz und Fiala wenig verändert &#8211; Regie und Drehbuch stammt erneut von ihnen, auch wenn beim Script noch jemand half. Reicht das wieder zum Hit?</p>
<figure id="attachment_7876" aria-describedby="caption-attachment-7876" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7876 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/lodge-1.jpg" alt="The Lodge" width="1024" height="584" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/lodge-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/lodge-1-300x171.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/lodge-1-768x438.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-7876" class="wp-caption-text">Die Kälte, Dunkelheit und die abweisende Art der Kinder machen Grace in der Hütte bald schwer zu schaffen.</figcaption></figure>
<h3>The Lodge: Die Handlung</h3>
<p>Richard (Richard Armitage, &#8222;Ich schweige für dich &#8222;) hat seine Familie verlassen, um mit der jungen Grace (Riley Keough) zusammenzuleben. Ex-Frau Laura (Alicia Silverstone) leidet sehr darunter und die gemeinsamen Kinder Aiden (Jaden Martell, &#8222;ES&#8220;) und Mia (Lia McHugh) stehen Grace nicht zuletzt deswegen sehr distanziert gegenüber. Weil Richard Grace heiraten will und die Kinder sich deshalb an sie gewöhnen müssen, schlägt er vor, über Weihnachten zu viert in eine Hütte in den Bergen zu fahren.&nbsp;</p>
<p>Aber kaum angekommen, ruft ihn die Arbeit zurück in die Stadt und die Kinder bleiben allein mit Grace zurück. Aidan hat mittlerweile herausgefunden, dass Grace eine bewegte Vergangenheit hat. Sie ist die einzige Überlebende einer Sekte, deren Mitglieder kollektiven Selbstmord verübten. Und das abweisende Verhalten der Kinder scheint die junge Frau mehr und mehr zu verwirren. Bald häufen sich merkwürdige Ereignisse in der eingeschneiten Hütte und die Lage beginnt, langsam aber sicher immer mehr zu eskalieren. Ist Grace vielleicht wahnsinnig?<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/dCLOqdzAP9E" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>The Lodge: Innen und außen kalt</h3>
<p>Wie schon im Vorgänger schaffen Veronika Franz und Severin Fiala erneut einen Film, der über weite Strecken als Kammerspiel erzählt wird. Zwar ist die Natur rund um das Haus durchaus vorhanden, durch die Wetterbedingungen aber keine Ausweich-Option. Grace, Aidan und Mia sind miteinander gefangen. Der Zuschauer erlebt dabei mit, dass die Atmosphäre im Inneren der Hütte der Eiseskälte außerhalb in nichts nachsteht. Unnachgiebig und grausam, wie Kinder sein können, verweigern sie jeden Versuch von Grace, ihnen näherzukommen.</p>
<p>Und so läuft es auch diesmal auf eine ähnliche Situation hinaus wie bei <em>Ich seh ich seh</em>. Entweder ist Grace tatsächlich wahnsinnig, hat Richard darüber getäuscht und ist nun allein mit seinen Kindern, bereit sie zu töten. oder die beiden Kinder versuchen in ihrer Ablehnung der möglichen neuen Mutter gegenüber, sie aus ihrem Leben zu ekeln, mit allem, was ihnen zur Verfügung steht.&nbsp; Mit einer möglichen übernatürlichen Variante lassen sich Franz und Fiala aber eine weitere Tür offen. Was tatsächlich stimmt, wird hier natürlich nicht verraten.</p>
<figure id="attachment_7877" aria-describedby="caption-attachment-7877" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7877 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/lodge-2.jpg" alt="The Lodge" width="1024" height="554" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/lodge-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/lodge-2-300x162.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/lodge-2-768x416.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-7877" class="wp-caption-text">Aber sind Mia und ihr Bruder Aidan tatsächlich schuld an der Situation oder gibt es andere Gründe?</figcaption></figure>
<h3>The Lodge: Schauspieler-Poker</h3>
<p>Zeit genug für Überlegungen hat das Publikum in jedem Fall. Denn The Lodge ist mit knapp zwei Stunden Laufzeit bei wenig Handlung ein echter Slowburner, der langsam seine Atmosphäre aufbaut und das aufziehende Drama in kleinen Schritten erzählt. Das muss man ebenso mögen wie die weitgehend ausdruckslosen Gesichter der Protagonisten, die optisch eine Art Poker spielen. Keiner der drei will sich in die Karten schauen lassen und so reagieren alle betont kühl und beherrscht auf die teilweise durchaus angsterregenden Ereignisse in der Hütte.</p>
<p>Bereits <em>Ich seh ich seh</em> hat den Ruf, eher auf ein intellektuelles Publikum abzuzielen, so wie es auch Michael Haneke mit seinem &#8222;Funny Games&#8220; tat. Und auch The Lodge hat mit dem modernen Hollywood-Teenie-Grusler wie <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-countdown/">&#8222;Countdown&#8220;</a> oder <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-the-grudge/">&#8222;The Grudge&#8220;</a> nur wenig gemeinsam. Der Film richtet sich mit seinem kühlen Ambiente und beherrschten Figuren ohne große Gefühlsregungen daher sicher auch eher an ein Publikum, das sich auch ohne große Emotionen zu erleben, tief in eine Story einfühlen kann. Für die hat <em>The Lodge</em> denn auch einiges zu bieten.</p>
<p>Zum einen ist das Riley Keough, die mit minimalen Mitteln eine maximale Wirkung entfaltet, wenn der Zuschauer ihr Leiden miterlebt. Aber auch das kluge Drehbuch, dass ohne Finten und Tricks auskommt und dennoch eine stetig ansteigende Spannungskurve erzeugt, trägt entscheidend zur guten Qualität des Films bei. Wie immer bei einem Film, der seinen Vorgänger in Machart und Inhalt recht ähnlich ist, gilt aber auch hier:Beim zweiten Mal ist die Magie nicht mehr ganz so frisch. Ihre eigene Messlatte übertreffen können Franz und Fiala diesmal nicht.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p><em>The Lodge</em> ist nicht für jeden, aber das war der schaurige Erstling <em>Ich seh ich seh</em> von Veronika Franz und Severin Fiala auch nicht. Weit entfernt vom typischen Hollywood-Horror mit hübschenTeens, die nacheinander durch irgendeine böse Macht möglichst originell den Löffel abgeben, ist dieser Film ein anderes Kaliber. Lange hält das Regie-Duo die Spannung trotz engstem Raum und wenig Erklärungsmöglichkeiten hoch, bis sie ein für sie nun schon fast typisches Ende finden. Für Horrorfans abseits des Mainstream ganz sicher einen Blick wert.</p>
<p><strong>The Lodge startet am 6. Februar 2020 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_7878" aria-describedby="caption-attachment-7878" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7878 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/lodge-3-1024x673.jpg" alt="The Lodge" width="750" height="493" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/lodge-3-1024x673.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/lodge-3-300x197.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/lodge-3-768x505.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/lodge-3-1536x1009.jpg 1536w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/02/lodge-3.jpg 1572w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-7878" class="wp-caption-text">Der Aufenthalt in der Hütte wird für Grace zur Prüfung. Hat sie ihr altes Leben wieder eingeholt?</figcaption></figure>
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		<title>Alex Cross: Amazon entwickelt Serie</title>
		<link>https://lauterfilme.de/alex-cross-amazon-entwickelt-serie/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Jan 2020 15:13:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Serien News]]></category>
		<category><![CDATA[Amazon]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturverfilmung]]></category>
		<category><![CDATA[Psycho-Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Serie Amazon Prime]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In den USA ist James Patterson eine Autoren-Legende. Der 72-jährige, der mittlerweile diverse Roman-Serien schreiben lässt, hält seiner wohl bekanntesten Schöpfung noch immer die Treue. Sein Kriminalpsychologe Alex Cross hat mittlerweile fast 30 Abenteuer erlebt, die Patterson verfasste. Bisherige Kinoausflüge waren allerdings bisher nicht sonderlich erfolgreich. Nun hat Amazon Prime angekündigt, aus der erfolgreichen Buch-Reihe eine TV-Serie machen zu wollen. Er ist ein Literatur-Gigant, aber in anderen Medien haben seine Geschichten bisher nur bedingt funktioniert. Obwohl James Patterson mehr als [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In den USA ist James Patterson eine Autoren-Legende. Der 72-jährige, der mittlerweile diverse Roman-Serien schreiben lässt, hält seiner wohl bekanntesten Schöpfung noch immer die Treue. Sein Kriminalpsychologe Alex Cross hat mittlerweile fast 30 Abenteuer erlebt, die Patterson verfasste. Bisherige Kinoausflüge waren allerdings bisher nicht sonderlich erfolgreich. Nun hat Amazon Prime angekündigt, aus der erfolgreichen Buch-Reihe eine TV-Serie machen zu wollen.</strong></p>
<p>Er ist ein Literatur-Gigant, aber in anderen Medien haben seine Geschichten bisher nur bedingt funktioniert. Obwohl James Patterson mehr als 100 Millionen Bücher verkauft hat, sind Film- und Serien-Adaptionen keine Hits geworden. &#8222;Zoo&#8220; kam immerhin auf drei Staffeln, &#8222;Instinct&#8220; und &#8222;Woman&#8217;s Murder Club&#8220; mussten nach zwei Staffeln die Segeln streichen. Und die Kino-Fälle von Alex Cross, zwei Mal schlüpfte Morgan Freeman in die Rolle, einmal Tyler Perry, überzeugten nicht alle. Das will Amazon Prime nun ändern und den Psychologen zum Serienhelden aufbauen.</p>
<figure id="attachment_7803" aria-describedby="caption-attachment-7803" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7803 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/alex-1.jpg" alt="Alex Cross" width="1024" height="576" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/alex-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/alex-1-300x169.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/01/alex-1-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-7803" class="wp-caption-text">Passende Besetzung, aber kein guter Film: Tyler Perry als Alex Cross.</figcaption></figure>
<h3>Alex Cross: Könner am Werk</h3>
<p>Zurzeit steckt das Projekt noch in einer sehr frühen Phase. Allerdings ist es nach <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-jack-ryan/">&#8222;Jack Ryan&#8220;</a> die zweite Zusammenarbeit von Paramount, Produktionsstudio Skydance und Amazon. Dazu wird James Patterson selbst als Produzent agieren, um die qualitativ hochwertige Umsetzung seines Flaggschiffes sicher zu stellen. Unklar ist bislang noch, ob pro Staffel nur ein Roman der Reihe umgesetzt wird, oder ob Cross im Schnelldurchlauf mehrere Fälle pro Staffel lösen wird. Als hochklassiger Profiler des FBI muss sich Witwer Alex Cross immer wieder mit gerissenen Serienkillern auseinander setzen, die ihn mehrfach als persönlichen Feind ausmachen und ihn und seine Familie bedrohen.</p>
<p>Über die Besetzung kann bislang nur spekuliert werden. Morgan Freeman war für die Rolle eigentlich deutlich zu alt, Tyler Perry passte da schon etwas besser. Allerdings ist seine Version die bisher schwächste Umsetzung der Romane. Da die Arbeiten der Serie gerade erste begonnen haben, dürften Casting-Meldungen frühestens im Sommer die Runde machen. Ein Termin Ende 2021 dürfte für Alex Cross daher realistisch sein.</p>
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		<title>Filmkritik: Fractured</title>
		<link>https://lauterfilme.de/filmkritik-fractured/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Oct 2019 11:01:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Hitchcock]]></category>
		<category><![CDATA[Psycho-Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[spannend]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Horror ohne Monster, so ließe sich das Genre des Thrillers vielleicht umschreiben &#8211; einst ein hoch angesehener Zweig des Spannungskinos, der in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung verlor. Nun präsentiert Netflix mit &#8222;Fractured&#8220; einen klassischen Vertreter des Genres, das sich auch durch das Werk von Alfred Hitchcock zu voller Größe entwickelte. Und oft den Einzelnen im Kampf gegen das System zeigt. Kann der neueste Netflix-Thriller die Fans von spannenden Thrillern überzeugen? Ob &#8222;Der unsichtbare Dritte&#8220; oder &#8222;Der Mann, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Horror ohne Monster, so ließe sich das Genre des Thrillers vielleicht umschreiben &#8211; einst ein hoch angesehener Zweig des Spannungskinos, der in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung verlor. Nun präsentiert Netflix mit &#8222;Fractured&#8220; einen klassischen Vertreter des Genres, das sich auch durch das Werk von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Hitchcock">Alfred Hitchcock</a> zu voller Größe entwickelte. Und oft den Einzelnen im Kampf gegen das System zeigt. Kann der neueste Netflix-Thriller die Fans von spannenden Thrillern überzeugen?</strong></p>
<p>Ob &#8222;Der unsichtbare Dritte&#8220; oder &#8222;Der Mann, der zuviel wusste&#8220;: Alfred Hitchcock gelangen in seiner goldenen Ära einige der stärksten Thriller, die das Kino bis heute zu bieten hat. Wird der Protagonist wahnsinnig? Oder gibt es wirklich eine Verschwörung, deren Opfer er wurde? Bei Hitchcock stand diese Frage oft im Zentrum seiner Filme. Regisseur Brad Anderson (&#8222;The Machinist&#8220;) wandelt nun mit <em>Fractured</em> auf den Spuren des Meisters &#8211; und einiger gelungener Nachahmer wie &#8222;Flight Plan&#8220; oder &#8222;Breakdown&#8220;. Klappt das?</p>
<figure id="attachment_6898" aria-describedby="caption-attachment-6898" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6898 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/fract-1-1024x428.jpg" alt="Fractured" width="750" height="313" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/fract-1-1024x428.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/fract-1-300x125.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/fract-1-768x321.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/fract-1-600x250.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/fract-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6898" class="wp-caption-text">Der entscheidende Moment: Ein Hund macht Peri Angst und sie fällt, bevor Ray sich erreichen kann.</figcaption></figure>
<h3>Fractured: Die Handlung</h3>
<p>Familie Monroe ist auf dem Heimweg vom Thanksgiving-Essen bei den Verwandten, als Tochter Peri (Lucy Capri) auf die Toilette muss. Vater Ray (Sam Worthington), gerade im Streit mit seiner Frau Joanne (Lily Rabe), hält an einer einsamen Tankstelle an. Durch einen dummen Zufall stürzt das Kind bei diesem Aufenthalt in eine Baugrube, genau wie Ray, der noch versucht, sie festzuhalten. Weil Peri nach dem Fall über Schmerzen im Arm klagt, fährt Ray seine Familie zu einem nahe gelegenen Krankenhaus.</p>
<p>Dort behandelt ein freundlicher Arzt seine Tochter. Zur Sicherheit ordnet der ein CT an und Joanne begleitet Peri dorthin, während Ray wieder im Wartezimmer Platz nimmt. Und dort einnickt. Als er wach wird, hat er Stunden verschlafen &#8211; und seine Familie ist noch immer nicht zurück. Bald wird klar: Es gibt keine Spuren von Joanne oder Peri, das Krankenhaus behauptet, die beiden seien nie dort gewesen. Für Ray beginnt ein Alptraum, denn schnell steht die Behauptung im Raum, er habe sich aufgrund seiner Kopfverletzung das alles nur eingebildet &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/sCimThZW-Ew" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Fractured: Eisiger Thriller</h3>
<p>Die Kälte, die im verschneiten Minnesota herrscht, überträgt Anderson gekonnt auf den Film. Wo auch immer Ray um Hilfe bittet, seine Mitmenschen reagieren bestenfalls kühl, oft schroff. Und so hält das gute Drehbuch von Alan B. McElroy (&#8222;Wrong Turn&#8220;-Reihe) lange die Balance zwischen den beiden Möglichkeiten, die der Film bietet. Entweder ist Ray tatsächlich aufgrund seines Unfalls verwirrt und hat seine Frau und seine Tochter nie ins Krankenhaus gebracht. Oder es gibt eine fiese Verschwörung einiger Ärzte und Schwestern dort.</p>
<p>Während andere Vertreter dieser Idee, wie der bereits erwähnte Flight Plan, relativ schnell eine Antwort auf diese Frage geben und danach auf einen spannenden Showdown hinarbeiten, halten Anderson und McElroy dieses zentrale Thema des Films bis ganz zum Schluss offen. Und erzeugen so tatsächlich einen Film mit beträchtlichem Sog, der immer wieder glaubwürdige Haken schlägt und den Zuschauer mal ins eine und mal ins andere Lager kippen lässt.</p>
<figure id="attachment_6899" aria-describedby="caption-attachment-6899" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6899 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/fract-2-1024x682.jpg" alt="Fractured" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/fract-2-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/fract-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/fract-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/fract-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/fract-2-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/fract-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6899" class="wp-caption-text">Ein netter Arzt kümmert sich im Krankenhaus um Peri, doch plötzlich sind Joanne und Peri verschwunden, als seien sie nie dort gewesen.</figcaption></figure>
<h3>Fractured: Sehenswerter Worthington</h3>
<p>Nachdem der australische Schauspieler Sam Worthington mit &#8222;Avatar&#8220; seinen großen Durchbruch hatte, war seine Rollenwahl eher mittelmäßig gut. Er spielte im vielleicht schwächsten &#8222;Terminator&#8220; mit und war zuletzt oft in Produktionen zu sehen, die gar nicht erst ins Kino kamen, wie <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-titan-evolve-or-die/">&#8222;Titan &#8211; Evolve or Die&#8220;</a>. Dass er dennoch ein guter Schauspieler ist, darf er in <em>Fractured</em> wieder unter Bewies stellen. Denn seine Performance des verzweifelten Ehemanns, der die Zuschauer dennoch mit einem Rest Zweifel ausstattet, ist absolut sehenswert.</p>
<p>Sein Leid, seine Ohnmacht angesichts der fehlenden Beweise, aber auch seine eigenen, immer stärker wachsenden Zweifel an der Geschichte, die er erlebt hat, spiegelt sich sichtbar und ergreifend in seinem Gesicht wieder. Dass er den Zuschauer trotzdem nie ganz auf seine Seite zieht, ist neben dem guten Script auch Worthingtons nuanciertem Spiel zu verdanken. Für den Rest des Casts bleibt daher allerdings auch weit weniger Zeit sich auszuzeichnen. <em>Fractured</em> ist ganz klar eine One-Man-Show.</p>
<p>Angesichts von Debakeln wie &#8222;Der Schneemann&#8220; ist der klassische Thriller inzwischen fast zur aussterbenden Gattung im Kino geworden. Und weicht meist in TV-Produktionen aus. <em>Fractured</em> beweist aber eindrucksvoll, dass in diesem Genre noch immer eine Menge Leben steckt, selbst wenn der Film lediglich eine Variation des oft genutzten Themas bietet. Denn Anderson nutzt seine 100 Minuten Laufzeit für einen cleveren, seine Trümpfe perfekt ausspielenden und kalten Thriller, dessen Ende sicher nicht jeder vorhersehen kann.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Mit <em>Fractured</em> beweist Netflix, dass nicht alle Eigenproduktionen Rohrkrepierer sind. Der mit vergleichsweise überschaubarem Budget gedrehte Thriller erfindet die klassische Geschichte vom Helden, der gegen eine scheinbar übermächtige Verchwörung kämpft, zwar nicht neu, varriert sie aber zu einem klugen und vor allem durchgehend spannenden Thriller, der den Zuschauer zum Miträtseln animiert und die Ungewissheit bis zur letzten Minute halten kann. Überaus solides Spannungskino mit einem starken Sam Worthington.</p>
<p><strong>Fractured startet am 11. Oktober 2019 bei Netflix.</strong></p>
<p>Weitere Kritiken zu Netflix-Filmen <a href="https://lauterfilme.de/netflix-filmkritik-im-ueberblick/">finden Sie hier</a>.</p>
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<figure id="attachment_6900" aria-describedby="caption-attachment-6900" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6900 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/fract-3-1024x683.jpg" alt="Fractured" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/fract-3-1024x683.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/fract-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/fract-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/fract-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/fract-3-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/10/fract-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6900" class="wp-caption-text">Wurde seine Familie entführt oder ist Rays Verstand so gebrochen (&#8222;Fractured&#8220;) wie sein Spiegelbild?</figcaption></figure>
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