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	<title>Kunst - lauterfilme.de</title>
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	<description>Filme, Serien und viel mehr</description>
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		<title>Filmkritik: Werk ohne Autor</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Oct 2018 15:54:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[deutsch]]></category>
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		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Höhen und Tiefen der Filmindustrie lernte Florian Henckel von Donnersmarck nach nur zwei abendfüllenden Spielfilmen bereits kennen. Wurde sein &#8222;Das Leben der Anderen&#8220; 2005 mit dem Oscar prämiert, so bekam sein zweiter Film &#8222;The Tourist&#8220; 2010 die gesamte Häme und den Hass ab, zu denen Hollywood fähig ist. Nach acht Jahren meldet sich der Regisseur nun mit dem Mammut-Projekt &#8222;Werk ohne Autor&#8220; zurück. Wie gut ist Nummer drei? Schon bevor der Film in die deutschen Kinos kommt, steht Werk [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Höhen und Tiefen der Filmindustrie lernte Florian Henckel von Donnersmarck nach nur zwei abendfüllenden Spielfilmen bereits kennen. Wurde sein &#8222;Das Leben der Anderen&#8220; 2005 mit dem Oscar prämiert, so bekam sein zweiter Film &#8222;The Tourist&#8220; 2010 die gesamte Häme und den Hass ab, zu denen Hollywood fähig ist. Nach acht Jahren meldet sich der Regisseur nun mit dem Mammut-Projekt &#8222;Werk ohne Autor&#8220; zurück. Wie gut ist Nummer drei?</strong></p>
<p>Schon bevor der Film in die deutschen Kinos kommt, steht Werk ohne Autor bereits als deutscher Beitrag für den Bester fremdsprachiger Film-Oscar fest, von Donnersmarck könnte also sein Kunststück von 2005 noch einmal wiederholen &#8211; was allerdings einer Sensation gleichkäme. Dennoch: Bei den Film-Mächtigen Deutschlands kam das neue Werk&nbsp; des Regisseurs prächtig an. Elitäres Denken? oder ist Werk ohne Autor wirklich erneut ein Meisterstück des Regisseurs?</p>
<figure id="attachment_4797" aria-describedby="caption-attachment-4797" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-4797 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/werk-2-1024x659.jpg" alt="Werk ohne Autor" width="750" height="483" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/werk-2-1024x659.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/werk-2-300x193.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/werk-2-768x494.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/werk-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4797" class="wp-caption-text">Seine freigeistige Tante Elisabeth prägt den jungen Kurt während der Nazizeit &#8211; doch ihre Natur ist ihr Tod.</figcaption></figure>
<h3>Werk ohne Autor: Die Handlung</h3>
<p>1937 begleitet der kleine Kurt seine Tante Elisabeth (Saskia Rosendahl) zu einer Ausstellung über entartete Kunst, die ein Museumsführer (Lars Eidinger) mit deutlichen Worten beschimpft. Doch Kurt gefällt, was er sieht und so reift schon in jungen Jahren der Entschluss in ihm heran, Künstler zu werden. Doch als er zusehen muss, wie die Nazis seine Tante abholen, weil sie als geisteskrank und damit unwertes Leben gilt, versetzt das dem Jungen einen Schlag, von dem er sich auch als junger Mann (Tom Schilling) noch nicht vollständig erholt hat.</p>
<p>Als er später in der DDR auf die Kunsthochschule kommt, erkennt ein Professor sein Talent und fördert ihn nach Kräften, schließlich wird Barnert zum Star der &#8222;sozialistisch-realen&#8220; Kunst und malt Bilder in Museen und anderen öffentlichen Orten. Er lernt auch seine große Liebe Ellie (Paula Beer) kennen und heiratet sie schließlich. Ohne zu ahnen, dass ausgerechnet sein Schwiegervater, der berühmte Gynäkologe Dr. Carl Seeband (Sebastian Koch), damals für das Todesurteil gegen seine Tante verantwortlich war &#8230;&nbsp;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/v0Ft_IRUxFo" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Werk ohne Autor: Zeitgeschichte mit leichter Hand</h3>
<p>Wenn ein Film die stolze Länge von 188 Minuten aufweist und sich überhaupt nicht nach drei Stunden anfühlt, dann ist das schon einmal ein gutes Zeichen. Wenn in diesen 188 Minuten dann auch noch 30 Jahre deutsche Geschichte eine Rolle spielen. ohne dass man als Zuschauer davon erschlagen wird, dann darf man sicher von einem äußerst gelungenen Film reden. Genau den hat Florian Henckel von Donnersmarck auch gedreht. Denn die Story, die vom Leben und Schaffen des Malers Gerhard Richter inspiriert wurde, inszeniert der Regisseur mit überraschend leichter Hand.</p>
<p>Zwar verharmlost Henckel von Donnersmack keine der dunklen Kapitel, weder die Gräueltaten der Nazis, noch die Unterdrückung in der DDR. So begleiten wir als Zuschauer Tante Elisabeth bis in die Gaskammer. Und spüren die tägliche Gesinnungs-Überwachung der Stasi am eigenen Leib. Trotzdem bleibt der Film im Kern eine Geschichte über einen begnadeten Maler und die Ereignisse, die ihn dazu gemacht haben. Daran hat die Historie ihren Anteil, übernimmt den Film aber nie zur Gänze. Stattdessen bleibt die Perspektive fast immer bei Kurt. Und diese subjektive Sicht auf die Dinge trifft im Kino umso härter.</p>
<figure id="attachment_4798" aria-describedby="caption-attachment-4798" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4798 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/werk-1-1024x659.jpg" alt="Werk ohne Autor" width="750" height="483" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/werk-1-1024x659.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/werk-1-300x193.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/werk-1-768x494.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/werk-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4798" class="wp-caption-text">Kurts späterer Schwiegervater Dr. Carl Seeband glaubt an die Nazi-Ideologie der Herrenrasse &#8211; und schickt Elisabeth als unwertes Leben in die Gaskammer.</figcaption></figure>
<h3>Werk ohne Autor: Große Schauspielkunst</h3>
<p>Was auch den den großartigen Schauspielern liegt. Neben Tom Schilling, der glaubhaft den sensiblen und sinnlichen Künstler verkörpert, ist vor allem Sebastian Koch als skrupelloses Stehaufmännchen absolut sehenswert. Selten hat man im Kino einen Charakter so verachtet und doch auch verstanden. Im Finale dieser beiden Hauptfiguren tritt das so deutlich zutage, dass ein weniger guter Regisseur daraus vermutlich einen tränenreichen Showdown gemacht hätte. Henckel von Donnersmarck erliegt der Versuchung nicht. Und zeigt die Szenen dadurch nur umso eindrucksvoller.</p>
<p>Und&nbsp;<em>Werk ohne Autor</em> besitzt viele solcher Momente. Wenn Oliver Masucci als Kunstprofessor (mit deutlichen Anleihen bei Joseph Beuys) Kurt Barnert sein Geheimnis verrät, dann ist das ebenso großes Kino wie der Moment, wenn Seeband seiner Tochter Unvorstellbares antut. Immer wieder überrascht der Film mit Wendungen, die so unvorhersehbar sind, dass die Realität dahinter manchmal kaum zu glauben ist. Und doch stehen echte Ereignisse in Richters Leben hier Pate. Der scheue Maler hat den Film übrigens zwar gesehen, allerdings mit keinem Wort kommentiert.</p>
<p>Ob Henckel von Donnersmarck für diesen Film wirklich seinen zweiten Oscar erhält, das sei dahingestellt. Die eine oder andere Schwäche im Drehbuch lässt den Film manchmal ein wenig zu sehr zur Ruhe kommen. Was zwar nie langweilt, den Plot aber auch nicht über die Maßen voranbringt. Und womöglich wird dem Regisseur die Leichtigkeit, mit der er den eigentlich schweren Stoff erzählt und inszeniert, zum Verhängnis. Dass ein Film über 30 Jahre Leben eines Künstlers mit vielen Tiefen und schweren Momenten so gut unterhält, könnte manch ein Kritiker und Juror unverzeihlich finden.&nbsp;</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Florian Henckel von Donnersmarck wird es hoffentlich ins Oscar-Finale schaffen, verdient hätte er es allemal. Denn <em>Werk ohne Autor</em> ist bei allen schweren Themen und viel deutscher Geschichte angenehm leicht inszeniert und traut sich, seine Hauptfiguren in den Fokus zu stellen, statt den Zuschauer mit dem Dritten Reich oder der DDR-Thematik zu erschlagen. So vergehen drei Stunden wie im Flug und entwerfen das Portrait eines faszinierenden Künstlers in verschiedenen, <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-ballon/">spannenden Momenten der jüngsten Vergangenheit</a>. Wuchtiges, emotionales Kino!</p>
<p><strong>Werk ohne Autor startet am 3. Oktober 2018 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_4799" aria-describedby="caption-attachment-4799" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4799 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/werk-3-1024x659.jpg" alt="Werk ohne Autor" width="750" height="483" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/werk-3-1024x659.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/werk-3-300x193.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/werk-3-768x494.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/werk-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4799" class="wp-caption-text">Kurts Kunstprofessor in Düsseldorf bevorzugt ungewöhnliche Lehrmethoden.</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: Mother!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Sep 2017 21:20:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Arthouse]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Regisseur Darren Aronofsky gilt nicht gerade als Freund einfacher Botschaften &#8211; oder Filme. Viele seiner Werke sind düster, brutal und geheimnisvoll, manche auch extrem schräg. In welche Kategorie seines Schaffens reiht sich &#8222;Mother!&#8220; ein, den er mit Jennifer Lawrence und Javier Bardem inszenierte? Nicht wörtlich gemeint! Diesen Ausdruck kann man bei Sprache und Texten eigentlich ganz gut verstehen, das wird bei Inszenierungen von Bildern und Handlungen schon komplizierter. Manchmal gibt es Filme, bei denen klar ist, dass das Gezeigte für [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regisseur <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Darren_Aronofsky" target="_blank" rel="noopener">Darren Aronofsky</a> gilt nicht gerade als Freund einfacher Botschaften &#8211; oder Filme. Viele seiner Werke sind düster, brutal und geheimnisvoll, manche auch extrem schräg. In welche Kategorie seines Schaffens reiht sich &#8222;Mother!&#8220; ein, den er mit Jennifer Lawrence und Javier Bardem inszenierte?</strong></p>
<p>Nicht wörtlich gemeint! Diesen Ausdruck kann man bei Sprache und Texten eigentlich ganz gut verstehen, das wird bei Inszenierungen von Bildern und Handlungen schon komplizierter. Manchmal gibt es Filme, bei denen klar ist, dass das Gezeigte für etwas anderes stehen soll &#8211; aber für was? Was hat der Regisseur wohl mit dieser oder jener Szene gemeint? Wenn Sie auf diese Art Kino stehen, werden Sie Mother! lieben, soviel ist sicher.</p>
<figure id="attachment_2753" aria-describedby="caption-attachment-2753" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-2753 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/09/mother-1-1024x682.jpg" alt="Mother" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/09/mother-1-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/09/mother-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/09/mother-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/09/mother-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/09/mother-1-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/09/mother-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-2753" class="wp-caption-text">Die junge Frau entdeckt im Keller des Hauses ungewöhnliche Dinge.</figcaption></figure>
<h3>Mother!: Die Handlung</h3>
<p>Eine Ehepaar lebt abgeschieden in einem großen Haus irgendwo im Grünen. Er (Javier Bardem), ein Schriftsteller mit Schreibblockade, sie (Jennifer Lawrence), seine sehr viel jüngere Frau, die das einst abgebrannte Haus mit sehr viel Liebe wieder herrichtet. Doch die Idylle wird jäh gestört, als eines Abends ein Mann (Ed Harris) an die Tür klopft. Der offenbar schwerkranke Besucher bleibt auf Drängen des Dichters über Nacht &#8211; und am nächsten Morgen steht auch noch dessen Frau (Michelle Pfeiffer) vor der Tür. Anders als ihr Mann ist sie wenig zurückhaltend und fragt die junge Frau nach intimen Details ihrer Ehe mit dem Dichter. Als dann auch noch die beiden Söhne des älteren Paares auftauchen, eskaliert die Situation &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/XpICoc65uh0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Mother! Ein Film als Rätsel</h3>
<p>Wo soll man bei einem solchen Film anfangen? Wer die Handlung &#8222;wörtlich&#8220; nimmt, dürfte wenig verstehen, soviel lässt sich relativ sicher sagen. Aronofsky meint etwas Anderes als das, was er zeigt, wenn er Jennifer Lawrence durch eine immer wirrer werdende Hölle schickt. Immer mehr fremde Menschen, die ihr Wohnrecht in Zweifel ziehen und das Haus ruinieren, böse Blicke und ein mitunter komplett ignoranter Ehemann. Gegen Ende wird das Ganze dann äußerst rabiat und unappetitlich. Auf den ersten Blick ist nichts davon sinnvoll. Aber so darf man an <em>Mother!</em> sicher nicht herangehen.</p>
<p>Weiter kommt der Zuschauer eher, wenn er das Geschehen symbolisch versteht und selbst versucht, in den unterschiedlichen Hinweisen einen Sinn zu erkennen. Ein schlagendes Herz hinter einer Wand, eine Schwangerschaft, die eine Schreibblockade beendet, fremde Menschen, die den Dichter wie einen Gott verehren &#8211; wer hier seine Schlüsse zieht, kommt der gemeinten Sache vielleicht schon etwas näher. Mehr soll an dieser Stelle aber nicht verraten werden &#8211; je weniger man über den Film weiß, bevor man ihn sieht, desto unbefangener kann man sich ein eigenes Bild von dem machen, was Aronofsky hier auf die Leinwand bringt. Tatsächlich erinnert der Film an ein abstraktes Gemälde, in das jeder etwas Eigenes hineininterpretieren kann &#8211; und manche sicher auch gar nichts. (Der Verfasser dieser Zeilen schenkt sich daher jegliche eigene Interpretationen, das würde das Filmerlebnis nur verderben.)</p>
<h3>Mother!: Krasse Bilder für den Kopf</h3>
<p>Dass sich an <em>Mother!</em> die Geister scheiden werden, dürfte bereits jetzt feststehen, bei seiner Premiere in Venedig wurde er sowohl ausgebuht als auch bejubelt. Vermutlich waren sich beide Gruppen auch sicher, ihn verstanden zu haben. Damit wird der Film für alle interessant, für die es gar nicht genug Subtext und verstecke Symbolik in einem Film geben kann. Inszeniert ist das Ganze, wie eigentlich immer bei Aronofsky, mit starken Bildern und beweglicher Kamera, die mit Vorliebe, vor, hinter oder neben Jennifer Lawrence bleibt, während die junge Frau durch das Haus läuft. Indem dann auch gleich der gesamte Film spielt, was ziemlich sicher kein Zufall ist.</p>
<figure id="attachment_2754" aria-describedby="caption-attachment-2754" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-2754 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/09/mother-2-1024x588.jpg" alt="Mother" width="750" height="431" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/09/mother-2-1024x588.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/09/mother-2-300x172.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/09/mother-2-768x441.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2017/09/mother-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-2754" class="wp-caption-text">Je länger die Frau das Haus restauriert, desto mehr Eigenleben scheint das alte Gemäuer zu entwickeln.</figcaption></figure>
<p>Wen das jetzt an Arbeiten von <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-twin-peaks-staffel-3/">David Lynch</a> erinnert, liegt zwar nicht gänzlich falsch, so ganz passend ist der Vergleich aber auch nicht. Wo Lynch hauptsächlich bestimmte Gefühle erzeugt und sich um die Deutung einer Szene nicht weiter schert, macht Aronofsky schon deutlicher, dass er an Bauch und Kopf adressiert. Über <em>Mother!</em> soll man nachdenken, und das kann, wenn man durch das Gesehene nicht komplett abgestoßen ist, auch richtig Spaß machen. Zumal das Ensemble, allen voran Aronfoskys neue Muse Jennifer Lawrence, mit der er seit den Dreharbeiten liiert ist, großartige Leistungen abliefert.</p>
<h3>Fazit:&nbsp;</h3>
<p>Wieder ein Film, an dem sich die Geister scheiden werden! Für die einen große Kunst, für die anderen zumindest cleverer Mindfuck, für wieder andere nur Schwachsinn. Wer sich genug für künstlerisches Kino interessiert, sollte sich unbedingt selbst ein Bild davon machen, reine Fans von Horror und Psychothriller lassen <em>Mother!</em> besser aus, denn als echter Grusler funktioniert der Film nicht.</p>
<p><strong>Mother! startet am 14. September in den deutschen Kinos.</strong><br />
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    </iframe></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-mother/">Filmkritik: Mother!</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
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