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	<title>Biographie - lauterfilme.de</title>
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		<title>Filmkritik: Tolkien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jun 2019 20:17:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Sein Werk wird sehr konsequent von vorne nach hinten verfilmt, und nun dient auch sein eigenes Leben als Vorlage für einen Film &#8211; John Ronald Reuel &#8222;Tolkien&#8220;. Der Autor von &#8222;Der Herr der Ringe&#8220; war mehr als nur ein Schriftsteller und der Film des finnischen Regisseurs Dome Karukoski versucht, vor allem die jungen Jahre des Mitbegründers der modernen Fantasy-Literatur in Szene zu setzen. Lohnt sich der Film für Mittelerde-Fans oder bleibt Tolkiens Werk hier eher im Hintergrund? Das verrät die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sein Werk wird sehr konsequent von vorne nach hinten verfilmt, und nun dient auch sein eigenes Leben als Vorlage für einen Film &#8211; John Ronald Reuel &#8222;Tolkien&#8220;. Der Autor von &#8222;Der Herr der Ringe&#8220; war mehr als nur ein Schriftsteller und der Film des finnischen Regisseurs Dome Karukoski versucht, vor allem die jungen Jahre des Mitbegründers der modernen Fantasy-Literatur in Szene zu setzen. Lohnt sich der Film für Mittelerde-Fans oder bleibt Tolkiens Werk hier eher im Hintergrund? Das verrät die Kritik.</strong></p>
<p>Er selbst war kein Freund von moderner Technik oder Kinofilmen, wanderte lieber durch die Natur und beschäftigte sich mit seiner Familie. Zumindest gilt das für seine Zeit als berühmter Autor. Aber wie wurde <em>Tolkien</em> zu dem Schriftsteller, der eines der erfolgreichsten Bücher aller Zeiten geschrieben hat? Und wer war die Frau, die er heiratete und die ihn zur Geschichte von Beren und Luthien inspirierte? Diesen Fragen geht die filmische Biographie nach. Ist das auch Zuschauer interessant, die keine ausgewiesenen Fans der Bücher sind?</p>
<figure id="attachment_6319" aria-describedby="caption-attachment-6319" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-6319 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-1-1024x576.jpg" alt="Tolkien" width="750" height="422" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-1-1024x576.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-1-300x169.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-1-768x432.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6319" class="wp-caption-text">Tolkiens tiefe Freundschaft zu seinen Mitschülern wird später die Gemeinschaft des Rings inspirieren.</figcaption></figure>
<h3>Tolkien: Die Handlung</h3>
<p>Der junge John Tolkien verbringt eine idyllische Kindheit in Südafrika, bis der Tod des Vaters die Familie zurück nach England zwingt. Als auch die Mutter stirbt, werden John und sein jüngerer Bruder mithilfe des Pfarrers Francis Morgan (Colm Meaney) bei einer reichen Witwe untergebracht, die etwas für Waisen übrig hat. Dort trifft John auch auch Edith, die ebenfalls als Weise bei der alten Dame lebt. Und die Gönnerin ermöglicht ihm den Besuch einer guten Schule, auf der der vermeintliche Außenseiter bald gute Freunde findet.</p>
<p>Als junger Mann scheint John (Nicholas Hoult, &#8222;X-Men: Dark Phoenix&#8220;) eine glänzende Zukunft vor sich zu haben. Seine Schulfreunde sind so eng miteinander verbunden, dass sie sich selbst als verschworenen Bund begreifen und einander helfen. Edith (Lily Collins, <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-to-the-bone/">&#8222;To The Bone&#8220;</a>) ist inzwischen eine junge Frau geworden, in die John sehr verliebt ist und seine Professoren (unter anderen Derek Jacobi) beeindruckt er mit selbstentwickelten Sprachen. Doch dann bricht der Erste Weltkrieg los und Tolkien muss wie alle anderen jungen Männer an die Front in Frankreich &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/wZ1vn85iQRE" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Tolkien: Für beide zu wenig</h3>
<p>Weder Regisseur Dome Karukoski noch seine Drehbuch-Autoren Stephen Beresford und David Gleeson konnten sich offenbar so richtig für eine Zielgruppe entscheiden. Denn eigentlich schienen die drei sich auf ein klassisches Bio-Pic im Stil von &#8222;Die Entdeckung der Unendlichkeit&#8220; (über Stephen Hawking) verständigt zu haben. In ruhigem Tempo und auch sonst eher unaufgeregt beleuchten sie die prägenden Momente in <em>Tolkiens</em> Jugend und frühen Erwachsenen-Jahren. Der Film fängt den Charme der Zeit, aber auch den Standesdünkel, sehr gut ein.</p>
<p>Doch kann sich Karukoski es sich nicht verkneifen, in den Kriegsszenen von den Schlachtfeldern des furchtbaren Stellungskrieges zwischen dem Nebel Silhouetten schwarzer Krieger und riesiger Drachen auftauchen zu lassen. Und die zerbombten Ebenen Frankreichs wie Saurons Heimat Mordor aussehen zu lassen. Das wird die Feingeister stören, die sich auf eine biografischen Film gefreut haben. Und den Fans nicht reichen, die aufgrund dieser Bilder im Trailer im Kino auf ein weiteres Herr der Ringe-Epos gehofft hatten &#8211; das es hier nicht gibt.</p>
<figure id="attachment_6320" aria-describedby="caption-attachment-6320" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6320 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-2-1024x576.jpg" alt="Tolkien" width="750" height="422" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-2-1024x576.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-2-300x169.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-2-768x432.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6320" class="wp-caption-text">Die elfenhafte Lily Collins verkörpert Tolkiens große Liebe Edith, die ihm zu Figuren wie Luthien und Arwen verhalf.</figcaption></figure>
<h3>Tolkien: Gute Love-Story</h3>
<p>Besser als die letztlich misslungenen Versuche, Tolkiens große Werke in Bilder seines Lebens zu integrieren, macht es Karukoski, wenn es um die Liebe in seinem Leben geht. Er zeichnet die Probleme, die diese Liebe von Beginn an hatte, gut nach. Und zeigt in wundervollen, witzigen Momenten, wie die Gefühle zwischen John und Edith entstehen. Und sie schließlich seine Luthien wird &#8211; die unsterbliche Liebe. Diese Leidenschaft, die sie über viele Jahre zügeln müssen, weil Tolkiens Ziehvater, der Pfarrer, sie untersagt, bringen Hoult und Collins überaus glaubhaft auf die Leinwand.</p>
<p>Ebenso gut inszeniert der finnische Regisseur die Männerfreundschaft zwischen dem eigentlich aus ärmlichen Verhältnissen kommenden John. Und seinen drei Upper-Class-Mitschülern, die bald alle gesellschaftlichen Vorgaben über Bord werfen und als Gleichgestellte ihre Kameradschaft pflegen. Und die Bilder der Soldaten, die aus leeren Augen aus den Gräben auf den unsichtbaren Feind starren, gelingen ebenso gut. So lange keine Ringgeister durch die Gegend reiten. Denn auch ohne die Fantasy-Gestalten verbreiten sie genug Grauen, um dem jungen Tolkien glaubhaft als eine lebenslange Quelle der Inspiration für düstere Stoffe zu dienen.</p>
<p>Dass <em>Tolkien</em> trotz vieler Pluspunkte nie gänzlich überzeugt, liegt sicher auch an der Fülle von Geschichten, die Karukoski in den Film packt. So bekommt vieles schlicht nicht genug Raum, um die volle Wirkung entfalten zu können. So hetzt der Regisseur von Punkt zu Punkt, um möglichst viele Hinweise auf das spätere Werk Tolkiens unterzubringen. Und vergisst dabei manchmal, dass er ja eigentlich das Leben und Lieben des Schriftstellers und berühmten Professors zeigen wollte. Das kommt deshalb oft ein wenig zu kurz.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>In seinem Bemühen, sowohl die Freunde anspruchsvoller Biographie-Filme als auch die Fans von Tolkiens Fantasy-Meilensteinen abzuholen, verzettelt sich Regisseur Dome Karukoski zu sehr, um eine der beiden Fraktionen wirklich zufrieden zu stellen. Als Bio-Pic ist er durch die vielen Herr der Ringe-Andeutungen unnötig flach. Als in der realen Historie aufgehängter halber Fantasy-Film funktioniert er noch weniger. Und so verschenkt Karukoski in Tolkien vor allem die eigentlich schöne und zerbrechliche Love-Story zwischen Nicholas Hoult und Lily Collins.</p>
<p><strong>Tolkien startet am 20. Juni 2019 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_6321" aria-describedby="caption-attachment-6321" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6321 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-3-1024x540.jpg" alt="Tolkien" width="750" height="396" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-3-1024x540.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-3-300x158.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-3-768x405.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/JRRT-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6321" class="wp-caption-text">Das Grauen des Krieges bebildert der Regisseur mit Kreaturen aus Tolkiens späteren Werken.</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: Stan und Ollie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 May 2019 19:20:06 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Bis heute gelten Stan Laurel und Oliver Hardy als das größte Komiker-Duo, das je auf der Leinwand zu sehen war. Als &#8222;Dick und Doof&#8220; wurden die beiden in Deutschland im TV ausgestrahlt. Und wer bereits ein wenig älter ist, der wuchs mit ihren Sketchen und Filmen auf. Wie tragisch ihre Karriere zu Ende ging, ist hierzulande aber kaum bekannt. Das will Regisseur Jon S. Baird mit seinem Film &#8222;Stan und Ollie&#8220; nun ändern. Lohnt sich der Film für alle Fans [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bis heute gelten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stan_Laurel" target="_blank" rel="noopener">Stan Laurel</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Oliver_Hardy" target="_blank" rel="noopener">Oliver Hardy</a> als das größte Komiker-Duo, das je auf der Leinwand zu sehen war. Als &#8222;Dick und Doof&#8220; wurden die beiden in Deutschland im TV ausgestrahlt. Und wer bereits ein wenig älter ist, der wuchs mit ihren Sketchen und Filmen auf. Wie tragisch ihre Karriere zu Ende ging, ist hierzulande aber kaum bekannt. Das will Regisseur Jon S. Baird mit seinem Film &#8222;Stan und Ollie&#8220; nun ändern. Lohnt sich der Film für alle Fans des Duos?</strong></p>
<p>Die Herrschaften haben sich mit ihrem Auftritt Zeit gelassen! Während <em>Stan und Ollie</em> in Großbritannien bereits vergangenen Oktober startete und in den USA noch im Dezember in die Kinos kam, dauert es hierzulande bis zum 9. Mai, bevor das Publikum einen Blick auf das Karriere-Ende der beiden begnadeten Komödianten werfen darf. Warum das so ist, weiß wohl nur der Verleih. Denn an der Qualität des Films kann es nicht liegen &#8211; oder doch? Das erfahren Sie hier.</p>
<figure id="attachment_6077" aria-describedby="caption-attachment-6077" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6077 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-1-1024x684.jpg" alt="Stan und Ollie" width="750" height="501" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-1-1024x684.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-1-768x513.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-1-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6077" class="wp-caption-text">1937 sind Oliver Hardy und Stan Laurel Topstars, doch der Streit mit Produzent Hal Raoch um mehr Gage führt zur Spaltung des Duos.</figcaption></figure>
<h3>Stan und Ollie: Die Handlung</h3>
<p>Hollywood 1937. Stan Laurel (Steve Coogan) und Oliver Hardy (John C. Reilly) befinden sich auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Das Publikum liebt sie und doch sind die beiden nicht zufrieden. Denn Produzenten-Legende Hal Roach (Danny Huston) streicht den Löwenanteil der Gewinn ein und zahlt seinen Stars im Vergleich eher ein bescheidenes Gehalt. Und dass, obwohl Stan die Gags entwickelt und schreibt, durch die das Publikum weltweit Tränen lacht. Stan beschwört Ollie, Roach zu verlassen, doch der notorische Spieler traut sich nicht. So geht Stan allein.</p>
<p>16 Jahre später ist die Karriere der beiden faktisch tot. Aber Stan hat Ollie überredet, einer Tour durch England zuzustimmen, da ein dort ansässiger Filmproduzent Interesse bekundet hat, einen neuen Film mit den beiden Komikern zu drehen. Doch Ollies Gesundheit ist angeschlagen und das Publikum kommt selbst in die kleinen Theater, in denen Stan und Ollie auftreten, nur sehr sparsam. Dazu liegt der Streit der beiden über die damaligen Ereignisse noch immer unausgesprochen über ihren Köpfen. Keine perfekte Ausgangsposition für einen Erfolg &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/D2zdFwgUYBg" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Stan und Ollie: Traurige Clowns</h3>
<p>Manche Filme überzeugen durch die Handlung, andere durch Spannung, dieser punktet fast komplett durch seine grandiosen Darsteller und deren Optik. Steve Coogans Laurel überzeugt optisch, wirkt aber vor allem durch die typischen Gesten und Bewegungen, die alle Welt von Stan kennt. John C. Reillys Ähnlichkeit mit Oliver Hardy ist hingegen <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-die-dunkelste-stunde/">geradezu unheimlich</a>. Dazu beherrscht auch er die weltberühmten kleinen Gesten des übergewichtigen Mimen perfekt. Damit sind Coogan und Reilly der beste Grund, sich <em>Stan und Ollie</em> anzusehen.</p>
<p>Denn die Männer, die in der Öffentlichkeit sofort in ihre Rollen schlüpfen können und das auch geradezu reflexartig tun, sobald sich ein potenzielles Publikum zeigt, sind auch von einer Melancholie durchzogen, die sie zu traurigen Clowns macht. Das absehbare Ende des wohl größten Komiker-Duos zeigt der Film zwar ohne drastische Bilder oder Dialoge, aber dennoch weitgehend ungeschönt. Hardy war gesundheitlich stark angeschlagen und Laurel wurde klar, dass es zu keinen weiteren Projekten mit seinem langjährigen Partner kommen würde.&nbsp;</p>
<figure id="attachment_6078" aria-describedby="caption-attachment-6078" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6078 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-2-1024x682.jpg" alt="Stan und Ollie" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-2-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-2-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6078" class="wp-caption-text">16 Jahre später raufen sich die beiden für eine Tour durch England wieder zusammen, um ihre Karriere noch einmal in Schwung zu bringen.</figcaption></figure>
<h3>Stan und Ollie: Nicht mehr zeitgemäß</h3>
<p>In diesem Moment lässt das Drehbuch des erfahrenen Produzenten und Autoren Jeff Pope die Grenzen zwischen Freundschaft, Partnerschaft und Ehe verschwimmen und zeigt Laurel und Hardy als altes Paar, das sich besser kennt als die jeweiligen Ehefrauen. Und das trotz schmerzender Wunden, die es sich in der Vergangenheit zugefügt hat, doch von tiefem Respekt und Zuneigung füreinander geprägt ist. Diese fast aus der Mode gekommenen Werte verkauft Regisseur Baird mit einem Film, den er passend altmodisch und manchmal auch etwas altbacken inszeniert.</p>
<p>Denn so arg viel passiert in den gut 90 Minuten an Handlung gar nicht. Meist beobachtet die Kamera die Verwandlung von Laurel und Hardy zu Stan und Ollie in einem Augenblick und zeigt, wie gekonnt und professionell die beiden Schauspielern ihre komischen Rollen beherrschten. Bis die immer stärker wachsende Spannung zwischen beiden sich schließlich im finalen Akt entlädt. Doch selbst dieser Streit ist nach heutigen Maßstäben ruhig und beherrscht und weit weg von Gebrüll oder hässlichen Beleidigungen.</p>
<p>Hin- und her gerissen zwischen den Ansprüchen und Wünschen an sich selbst, die Rücksichtnahme auf ihre Frauen und die stetig schrumpfenden gesundheitlichen Möglichkeiten Hardys kommt es schließlich zum finalen Auftritt zweier Legenden, bei dem mancher Zuschauer sicher nicht nur eine Träne verdrückt. Neben den beiden Hauptdarstellern ist die Balance zwischen grandioser Komik, die dem Publikum zumindest ein sentimentales Lächeln ins Gesicht zaubert, und stillen, schmerzhaften Momenten, die bittersüß nachklingen, denn auch <em>Stan und Ollie</em>s größte Leistung.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Wie ihr Humor, der sich stets nur gegen sie selbst richtete und dabei nie die Grenzen des guten Geschmacks verließ, präsentiert sich auch der Film <em>Stan und Ollie</em> über die letzten gemeinsamen Monate von Stan Laurel und Oliver Hardy leise und unaufdringlich. Das macht den Film in der heutigen Zeit mit seiner ruhigen Erzählweise fast zum Anachronismus, gewährt dadurch aber auch einen wehmütigen Einblick in eine vergangene Zeit der Traumfabrik und ihrer Stars. Nicht ohne Längen, ist der Film aber durch seine beiden großartigen Hauptdarsteller für Cineasten und Fans des alten Hollywood dennoch ein Muss.</p>
<p><strong>Stan und Ollie startet am 9. Mai 2019 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_6079" aria-describedby="caption-attachment-6079" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6079 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-3-1024x684.jpg" alt="Stan und Ollie" width="750" height="501" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-3-1024x684.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-3-768x513.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-3-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/05/stan-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6079" class="wp-caption-text">Die Tour wird zum großen Erfolg &#8211; und doch gleichzeitig auch zum Schwanengesang für die beiden Schauspieler.</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: The Dirt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Mar 2019 15:26:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Als sich die Band &#8222;Mötley Crüe&#8220; 1981 gründete, wollte sie die Musikwelt im Sturm erobern &#8211; und erfand nebenbei das Sub-Genre des &#8222;Hair Metal&#8220;. Bekannter wurden die vier Bandmitglieder aber für ihren exzessiven Lebensstil &#8211; der auch die Grundlage für &#8222;The Dirt&#8220; liefert. Der Film entstand nach der gleichnamigen Autobiographie der Band, die der Journalist Neil Strauss zu Papier brachte. Bietet der Film auch für Nicht-Metal-Fans spannende oder interessante Inhalte? Sie galten als Rabauken der Szene. Wo sich Nikky Sixx, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Als sich die Band &#8222;Mötley Crüe&#8220; 1981 gründete, wollte sie die Musikwelt im Sturm erobern &#8211; und erfand nebenbei das Sub-Genre des &#8222;Hair Metal&#8220;. Bekannter wurden die vier Bandmitglieder aber für ihren exzessiven Lebensstil &#8211; der auch die Grundlage für &#8222;The Dirt&#8220; liefert. Der Film entstand nach der gleichnamigen Autobiographie der Band, die der Journalist Neil Strauss zu Papier brachte. Bietet der Film auch für Nicht-Metal-Fans spannende oder interessante Inhalte?</strong></p>
<p>Sie galten als Rabauken der Szene. Wo sich Nikky Sixx, Tommy Lee, Vince Neil und Mick Mars in den 80ern auch sehen ließen, es endete häufig mit Unmengen an Drogen, Alkohol und Frauen. Der deutsche Untertitel von The Dirt &#8211; sie wollten Sex, Drugs and Rock&#8217;n&#8217;Roll unterstreicht das noch einmal wenig subtil. Als Regisseur verpflichtete Netflix mit Jeff Tremaine den Mann, der auch für die &#8222;Jackass&#8220;-Film verantwortlich ist &#8211; eine gute Idee?</p>
<figure id="attachment_5831" aria-describedby="caption-attachment-5831" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-5831 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-1-1024x682.jpg" alt="The Dirt" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-1-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-1-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-5831" class="wp-caption-text">Tommy Lee, Vince Neil, Nikky Sixx und Mick Mars wurden zu Legenden des Glam-Metal &#8211; und zum Schrecken aller Hotelbesitzer.</figcaption></figure>
<h3>The Dirt: Die Handlung</h3>
<p>Im Los Angeles der frühen 80er laufen sich der Ausreißer Nikki Sixx (Douglas Booth) und der überdrehte Tommy Lee (Machine Gun Kelly), ein Junge aus gutem Haus, über den Weg. Beide spielen schon seit einer Weile Hard-Rock und beschließen, gemeinsam eine Band zu gründen. Zuerst stößt der deutlich ältere Mick Mars (Iwan Rheon) dazu, dann holt Lee seinen Highschool-Kumpel Vince Neil (Daniel Webber) als Lead-Sänger dazu. Mötley Crüe ist geboren. Gleich beim ersten Auftritt beginnen die Jungs zu Beginn eine Prügelei &#8211; und gewinnen so ihr Publikum.</p>
<p>Schon kurze Zeit später wird eine Plattenfirma auf die Rocker mit dem grellen Outfit und dem moralisch eher lockeren Auftreten aufmerksam. Und damit beginnt ein rasanter Aufstieg an die Spitzer der US-Rock-Szene. Die Band tourt mit Legende Ozzy Osborne, macht aber vor allem durch zahlreiche Skandale auf sich aufmerksam. Komplett zerstörte Hotelzimmer, jede Menge Alkohol und schließlich auch harte Drogen bestimmen bald das leben der vier Musiker. nicht alle kommen gleich gut damit zurecht &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/-NOp5ROn1HE" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>The Dirt: Parodie oder Ernst?</h3>
<p>Gleich die erste Szene legt den Ton fest, den The Dirt über weite Teile des Films behalten soll. Denn Regisseur Jeff Tremaine zeigt eine komplett überdrehte Party, bei der die vier Mitglieder der Band alle irgendwo zu sehen sind und ihnen sehr schräger Sachen passieren. Oder sie der Auslöser dieser Dinge sind. Das hat viel Flair von Jackass. Und so kann sich der Zuschauer zu Beginn kaum ein Bild davon machen, ob Tremaine und die Drehbuchautor Tom Kapinos (<a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-lucifer-staffel-3/">&#8222;Lucifer&#8220;</a>, &#8222;Californication&#8220;) und Amanda Adelson das wirklich ernst meinen.</p>
<p>Denn immer wieder zeigt<em> The Dirt</em> Szenen, die an die Ekelgrenze gehen und ist auch in Sachen nackte Haut recht zeigefreudig. So muss der Zuschauer mitansehen, wie Ozzy Osborne anderer Leute Urin aufleckt und Sänger Vince Neil hat in jeder dritten Szene Sex mit einem Groupie &#8211; oder der Freundin eines Bandmitglides oder des Managements. Oft wirkt das aber wie die Karikatur eines Films über Musiker und nicht wie eine wahre Geschichte. Angesichts des Zustands der Erzähler sind Zweifel über den Wahrheitsgehalt auch durchaus angebracht.</p>
<figure id="attachment_5832" aria-describedby="caption-attachment-5832" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-5832 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-2-1024x682.jpg" alt="The Dirt" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-2-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-2-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-5832" class="wp-caption-text">Gleich lernt Mötley Crüe Ozzy Osborne kennen &#8211; in einer denkwürdig ekelhaften Szene.</figcaption></figure>
<h3>The Dirt: Wenig Musik, viel Exzess</h3>
<p>Ganz ohne Musik und Bandauftritte geht es zwar auch in <em>The Dirt</em> nicht ab, vergleichen mit Filmen wie <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-bohemian-rhapsody/">&#8222;Bohemian Rhapsody&#8220;</a> gibt es hier deutlich weniger Songs der Band zu sehen, meist dient sie nur als Hintergrundmusik. Den Fokus legen Tremaine, Kapinos und Adelsen klar auf die wüsten Exzesse der Band. Und die hinterlassen einen recht ambivalenten Eindruck. Denn in der Biographie verschweigen die Musiker auch die dunklen Seite der Karriere nicht. Eine richtige Distanz zu ihrer schlimmsten Zeit scheinen sie aber nicht entwickelt zu haben.</p>
<p>Das mag dem Metal-Fan gefallen, der durchschnittliche Zuschauer dürfte aber zurecht ein wenig überrascht darüber sein, mit welcher Selbstverständlichkeit hier Drogenexzesse aller Art abgefeiert und dabei fast durchgehend lustig inszeniert werden. Was optisch auch durchaus funktioniert, bleibt textlich oft mau. Dass hier tatsächlich der brillante Tom Kapinos an den Dialogen beteiligt gewesen sein soll, mag man kaum glauben. Von einem schlüpfrig-schlauen <em>Californication</em> ist <em>The Dirt</em> weit entfernt, selbst <em>Lucifer</em> hat deutlich stärkere, wenn auch harmlosere Pointen zu bieten.</p>
<p>Der permanente Spaß ist schließlich auch daran schuld, dass die wirklich traurigen Momente des Films, wie der Beinahe-Tod von Sixx durch eine Heroin-Überdosis oder eine persönliche Tragödie im Leben von Neil, kaum emotionale Tiefe entwickeln können und seltsam kalt lassen. Was nicht an den Schauspielern liegt. Allen voran Douglas Booth und Iwan Rheon spielen ihre Rollen stark und glaubhaft. An der für den Inhalt deutlich zu lustig gehaltenen Band-Biographie ändert das aber nichts.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p><em>The Dirt</em> ist eine Musiker-Biographie, die vor allem in ihren Schauwerten zu überzeugen weiß. Denn das viel zitierte Credo Sex, Drugs and Rock&#8217;n&#8217;Roll hat das Quartett Mötley Crüe definitiv ernst genommen &#8211; und dabei eine Menge Spaß gehabt. Die dunkleren Seiten der Musiker, die zu vielen Momenten der Geschichte erst geführt haben, bleiben hingegen auf dem Level der Küchenpsychologie hängen und bieten nur wenig echten Einblick in die Seelen der Musiker. So ist der Film zwar durchaus unterhaltsam, entwickelt aber nur sehr selten echte Tiefe. Fans der Band dürften dennoch ihren Spaß haben.</p>
<p><strong>The Dirt läuft ab dem 22. März 2019 bei Netflix.</strong></p>
<p>Eine Übersicht über alle Kritiken zu Netflix-Filmen <a href="https://lauterfilme.de/netflix-filmkritik-im-ueberblick/">finden Sie hier.</a></p>
<p><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-5833" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-3-1024x609.jpg" alt="The Dirt" width="750" height="446" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-3-1024x609.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-3-300x178.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-3-768x456.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/03/The-Dirt-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><br />
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		<title>Filmkritik: Bohemian Rhapsody</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Oct 2018 22:14:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Musikfilm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Freddie Mercury war als Frontmann von &#8222;Queen&#8220; wohl eine der schillerndsten Figuren im Rock-Business der 70er und 80er Jahre. Nun hat Regisseur Bryan Singer (&#8222;X-Men&#8220;) Sänger und Band ein filmisches Denkmal gesetzt und wichtige Teile der Geschichte in &#8222;Bohemian Rhapsody&#8220; erzählt. Für Singer ging das nicht gut aus, etwa sechs Wochen vor Ende der Dreharbeiten wurde er vom Studio gefeuert. Ist der Film trotzdem so gut geworden, wie erste Bilder und der Trailer vermuten lassen? Ob man die Musik nun [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Freddie Mercury war als Frontmann von &#8222;Queen&#8220; wohl eine der schillerndsten Figuren im Rock-Business der 70er und 80er Jahre. Nun hat Regisseur Bryan Singer (&#8222;X-Men&#8220;) Sänger und Band ein filmisches Denkmal gesetzt und wichtige Teile der Geschichte in &#8222;Bohemian Rhapsody&#8220; erzählt. Für Singer ging das nicht gut aus, etwa sechs Wochen vor Ende der Dreharbeiten wurde er vom Studio gefeuert. Ist der Film trotzdem so gut geworden, wie erste Bilder und der Trailer vermuten lassen?</strong></p>
<p>Ob man die Musik nun mochte oder nicht: Dass Freddie Mercury einer der besten und interessantesten Sänger seiner Zeit war, wird niemand ernsthaft bestreiten. Daher ist es auch keine so große Überraschung, dass ein Filmemacher auf die Idee kam, seine Geschichte &#8211; und die der Band &#8211; ins Kino zu bringen. Doch es dauerte fast acht Jahre von der ersten Idee bis zum fertigen Film. Hat dieser steinige Weg dem Projekt geschadet oder geholfen?</p>
<figure id="attachment_4919" aria-describedby="caption-attachment-4919" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4919 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/bohe-2-1024x682.jpg" alt="Bohemian Rhapsody" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/bohe-2-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/bohe-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/bohe-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/bohe-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/bohe-2-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/bohe-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4919" class="wp-caption-text">Eine Begegnung, die Mercurys Leben entscheidend prägte: Er trifft eine große Liebe Mary.</figcaption></figure>
<h3>Bohemian Rhapsody: Die Handlung</h3>
<p>Der junge Farrokh Bulsara (Rami Malek) arbeitet als einfacher Arbeiter auf dem Flughafen Heathrow in London, träumt aber von einer großen Karriere als Sänger. Eines Abends lernt er nicht nur die interessante Mary (Lucy Boynton, <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-gypsy/">&#8222;Gypsy&#8220;</a>) kennen, sondern traut sich auch, sich der aufstrebenden Band &#8222;Smile&#8220; als Songwriter vorzustellen. Als er von Gitarrist Brian May (Gwylim Lee) und Drummer Roger Taylor (Ben Hardy) erfährt, dass die Band sich auflösen will, weil der Leadsänger und Bassist gerade ausgestiegen ist, nutzt Farrokh seine Chance.</p>
<p>Ein paar Jahre später ist aus Farrokh Bulsara offiziell Freddie Mercury geworden, er lebt mit Mary zusammen und die Band hat mit dem neuen Bassisten John Deacon (Joseph Mazzello) unter dem Namen &#8222;Queen&#8220; ihren ersten Hit &#8211; &#8222;Killer Queen&#8220;. Doch Freddie hat eine neue Idee: Er will ein Album aufnehmen, dass Opern-Einflüsse aufweist. In einigen Wochen entsteht &#8222;A Night At The Opera&#8220; mit der Nummer-Eins-Single &#8222;Bohemian Rhapsody&#8220;. Queen ist ganz oben, doch Freddie bekommt zunehmend Probleme mit seiner eigenen Identität und Sexualität &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/mP0VHJYFOAU" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Bohemian Rhapsody: Furiose Ein-Mann-Show</h3>
<p>Obwohl auch die anderen Bandmitglieder ihren Platz im Film bekommen, so liegt der Fokus doch sehr eindeutig auf Freddie Mercury. Und somit trägt Rami Malek den Film fast allein auf seinen schmalen Schultern. Und das macht er derart großartig, dass die optische Ähnlichkeit, die nicht wirklich da ist, kaum eine Rolle spielt. Denn Malek, der nach eigenen Angaben monatelang mit einem Bewegungscoach die typischen Gesten und Schritte Mercurys trainierte, wird vor allem in den nachgestellten Konzertszenen derart verblüffend gut zu Freddie, dass man seinen Augen kaum traut.</p>
<p>Während der Gesang vom Original stammt und im Film verwendet wurde, erweckt Malek alles andere wieder zum Leben. Und zeigt Mercury als brillanten Musiker und Sänger, aber auch als zutiefst verletzlich und oft schüchternen Menschen, der viele Lebensniederlagen zu verkraften hatte. Die erzählt Bryan Singer ohne Pathos und Übertreibung mit passenden Bildern. Und Drehbuchautor Anthony McCarten (<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-die-dunkelste-stunde/">&#8222;Die Dunkelste Stunde&#8220;</a>) findet treffende, oft ganz kurze Sätze und Dialoge dafür. So wirkt <em>Bohemian Rhapsody</em> trotz seiner vielen Themen nie überfrachtet.</p>
<figure id="attachment_4920" aria-describedby="caption-attachment-4920" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4920 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/bohe-1-1024x786.jpg" alt="Bohemian Rhapsody" width="750" height="576" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/bohe-1-1024x786.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/bohe-1-300x230.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/bohe-1-768x589.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/bohe-1-80x60.jpg 80w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/bohe-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4920" class="wp-caption-text">Weil dem Plattenboss das Album nicht gefällt, verlassen Queen seine Firma. Wochen später ist Bohemian Rhapsody die Nummer eins in den Charts.</figcaption></figure>
<h3>Bohemian Rhapsody: Ein Musikfilm, wie er sein soll</h3>
<p>Denn Singer und McCarten bringen auch die dunklen Seiten Mercurys im Film unter, wenn auch nicht in expliziten Szenen. Seine Homosexualität, unter der er anfangs wegen seiner Liebe zu Mary sehr leidet, sein ausschweifendes leben mit falschen Freunden und sein Wunsch, statt mit Queen auf eigenen Pfaden zu wandeln &#8211; all das verschweigt der Film nicht. Dennoch darf man <em>Bohemian Rhapsody</em> nicht als dokumentarischen und historisch korrekten Film missverstehen &#8211; das ist er nicht.</p>
<p>Denn aus dramaturgischen Gründen erlaubt sich der Film Freiheiten, die offenbar mit Zustimmung von May und Taylor passierten, Puristen aber dennoch verärgern dürften. So verfrachtet Singer den Hit &#8222;We Will Rock You&#8220; kurzerhand aus dem Jahr 1977 in die 80er. Oder er behauptet, dass die Band vor dem Live-Aid-Konzert Jahre nicht zusammen gespielt habe, was ebenfalls nicht stimmt. Das alles schadet dem glänzenden Gesamteindruck aber überhaupt nicht. Denn <em>Bohemian Rhapsody</em> nimmt den Zuschauer trotzdem auf eine wilde Reise mit.</p>
<p>Und die ist vor allem ein Bad in Gefühlen. Mal lustig, mal traurig, mal rührend: Singer gelingt es großartig, sein Publikum emotional zu erreichen und die Zeit, die Band und ihren einmaligen Sänger so perfekt einzufangen, dass Fans von Queen sicher die eine oder andere Träne verdrücken werden. Highlight ist dabei der legendäre Live-Aid-Auftritt, der den Film beschließt und hier in fast voller Länge nachgedreht wurde. Der Zuckerguss auf einem Meilenstein der Musiker-Biographie, der die Latte für künftige Projekte (im kommenden Jahr kommt mit &#8222;Rocketman&#8220; eine Elton-John-Bio in die Kinos) mächtig hoch hängt.&nbsp;</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p><em>Bohemian Rhapsody</em> ist ohne Frage einer der besten Filme des fast beendeten Kinojahres 2018. Mitreißend, emotional, großartig gespielt, mit Witz und Tragik, großen und kleinen Gesten und einem bittersüßen Ende. Rami Malek ist als Freddie Mercury überragend und erweckt den Sänger auf der Leinwand tatsächlich zum Leben. Und dürfte im kommenden Oscar-Rennen eine gewichtige Rolle spielen. Wie der ganze Film. Also: Unbedingt ansehen!</p>
<p><strong>Bohemian Rhapsody startet am 31. Oktober in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_4921" aria-describedby="caption-attachment-4921" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4921 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/bohe-3-1024x682.jpg" alt="Bohemian Rhapsody" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/bohe-3-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/bohe-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/bohe-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/bohe-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/bohe-3-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/10/bohe-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4921" class="wp-caption-text">Neben seiner Stimme machten auch Freddies Theatralik und große Gesten ein Queen-Konzert aus.</figcaption></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-bohemian-rhapsody/">Filmkritik: Bohemian Rhapsody</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
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