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		<title>Filmkritik: Books of Blood</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Oct 2021 14:35:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Clive Barker galt in den 80er Jahren als die große neue Hoffnung des Horrors, gleich neben dem Herrscher Stephen King. Vor allem sein Talent, das Schema von Gut und Böse aufzubrechen und manche seiner Geschichten aus der Perspektive der vermeintlichen Monster zu erzählen, brachte ihm Ruhm und Anerkennung in der Horror-Szene. Auch als Regisseur machte er sich in dieser Zeit mit &#8222;Hellraiser&#8220; und &#8222;Nightbreed&#8220; einen Namen. Doch Barker widmete sich literarisch danach oft Dark Fantasy-Themen und verließ sein Kerngeschäft ein [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Clive Barker galt in den 80er Jahren als die große neue Hoffnung des Horrors, gleich neben dem Herrscher Stephen King. Vor allem sein Talent, das Schema von Gut und Böse aufzubrechen und manche seiner Geschichten aus der Perspektive der vermeintlichen Monster zu erzählen, brachte ihm Ruhm und Anerkennung in der Horror-Szene. Auch als Regisseur machte er sich in dieser Zeit mit &#8222;Hellraiser&#8220; und &#8222;Nightbreed&#8220; einen Namen. Doch Barker widmete sich literarisch danach oft Dark Fantasy-Themen und verließ sein Kerngeschäft ein wenig. Es wurde ruhiger um ihn, obwohl er noch immer eine Horror-Ikone ist. <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-the-house-at-night/">Bei Disney+</a> startet mit dem Anthologie-Film &#8222;Books of Blood&#8220; ein neuer Versuch, Barkers Frühwerk filmisch zu adaptieren. Wie gut hat das funktioniert?</p>
<figure id="attachment_11287" aria-describedby="caption-attachment-11287" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-11287 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/blood-1.jpg" alt="Books of Blood" width="1024" height="681" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/blood-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/blood-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/blood-1-768x511.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/blood-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/blood-1-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11287" class="wp-caption-text">Jenna ist mit den Nerven am Ende. Kann der Aufenthalt in Ellies kleiner Pension ihr helfen, zur Ruhe zu kommen?</figcaption></figure>
<h2> Die Handlung</h2>
<h3>Jenna</h3>
<p>Die junge Jenna (Britt Robertson) leidet seit langer Zeit unter Depressionen und Angstzuständen infolge eines schlimmen Vorfalls in der High School. Weil ihre Mutter sei deswegen einweisen lassen will, schnappt sich die junge Frau Geld und verschwindet aus dem Haus. Weil sie ständig einen Stalker sieht, der sie verfolgt, steigt sie zu früh aus dem Bus nach Los Angeles und findet sich in der Provinz wieder. Dort quartiert sie sich in der Pension eines netten alten Ehepaares ein. Doch dort gibt es eine merkwürdige Kakerlaken-Plage &#8230;</p>
<h3>Simon</h3>
<p>Die Wissenschaftlerin Mary (Anna Friel) ist am Boden zerstört, seit vor einigen Monaten ihr kleiner Sohn Miles an Krebs gestorben ist. Da taucht eines Tages ein junger Mann namens Simon (Rafi Gavron) in ihrem Büro auf und behauptet, ein Medium zu sein, das mit den Toten in Kontakt steht. Vor allem mit Marys Sohn Miles, der sich ganz in ihrer Nähe aufhält und unbedingt mit ihr sprechen will. Mary geht auf das Experiment ein &#8211; mit verblüffendem Ergebnis &#8230;</p>
<h3>Bennett</h3>
<p>Gangster Bennett (Yul Vazquez) ist nicht zimperlich, wenn es ums Geschäft geht. Weil ein Buchhändler seine Schulden nicht zahlen kann, verrät der Bennett das Versteck eine ungemein wertvollen Buches. Bennett tötet ihn dennoch, plant aber mit Kollege Steve (Andy McQueen), sich den Schatz zu holen, der in einer verlassen Kleinstadt auf ihn wartet. Doch Bennett findet dort viel mehr, als er erwartet hatte &#8230;</p>
<p><iframe title="Books of Blood - Trailer (Official) • A Hulu Original Film" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/vj3sRzcvCJc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Nur zwei von drei</h2>
<p>Gleich zu Beginn müssen Fans des Autors eine bedauerliche Nachricht zur Kenntnis nehmen. Obwohl Barkers Bücher des Blutes in sechs Bänden insgesamt 30 Kurzgeschichten beinhalten, haben die Filmemacher es nicht geschafft, drei zu finden, die sie für eine Verfilmung für gut genug hielten. Und so stammt die Story um Jenna nicht aus der Feder des britischen Schriftstellers, sondern von Brannon Braga und Adam Simon. Braga, der bislang hauptsächlich als Star Trek-Autor und Produzent in Erscheinung trat, hat bei <strong>Books of Blood</strong> auch Regie geführt. Horrorerfahrung sammelte Braga lediglich bei der von ihm mitentwickelten Serie &#8222;Salem&#8220;. Und ein wenig merkt man dem Film auch an, dass er von einem erfahrenen TV-Regisseur und Autor, nicht aber von einem Horrorspezialisten gedreht wurde.</p>
<p>Denn obwohl hier und da durchaus auch ein blutiger Effekt im Film auftaucht, fehlt ihm doch vor allem die Barker-typische Abgründigkeit. Die Produktion wirkt für die Umsetzung von Barker-Material schlicht ein wenig zu glatt und brav. Der Meister selbst hätte wohl deutlich rabiatere Bilder auf den Bildschirm gebracht. Wobei der Film für den in den USA wichtigen Disney-Streamingdienst Hulu produziert wurde und deshalb eine Einflussnahme auf den Gore-Gehalt des Films durchaus vorstellbar ist. Dennoch: Was Clive Barkers Horror von anderen unterscheidet, das haben Braga und Simon nicht unbedingt überrissen.</p>
<figure id="attachment_11288" aria-describedby="caption-attachment-11288" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-11288 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/blood-2.jpg" alt="Anna Friel" width="1024" height="681" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/blood-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/blood-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/blood-2-768x511.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/blood-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/blood-2-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11288" class="wp-caption-text">Medium Simon gibt Wissenschaftlerin Mary Hoffnung, mit ihrem toten Sohn sprechen zu können.</figcaption></figure>
<h2>Wenig Barker, viel Durchschnitt</h2>
<p>Immerhin adaptiert Braga die mittlere Geschichte relativ eng am Original, auch wenn in der Kürze der Zeit nicht jede Facette der Story den Weg in den Film findet. Aber schon Story Nummer 3, die in den Büchern als Fortsetzung von Book of Blood gilt, erzählt seinen Inhalt sehr frei und hat lediglich das Finale gemein mit der Kurzgeschichte. Zugute halten muss man Braga und Simon immerhin, dass ihre selbst geschriebene Story um die junge Jenna mit einem Schluss aufwarten kann, der den Geist von Barkers Werk ganz gut trifft. Den Fans wäre eine echte Barker-Story vermutlich trotzdem lieber gewesen.</p>
<p>Positiv zu erwähnen ist auch das Casting der Rollen. Mit ihren großen Kulleraugen erweckt Britt Robertson sofort den Beschützerinstinkt im Zuschauer und zieht ihn so schnell und direkt in die Geschichte hinein. Anna Friel nimmt man jederzeit die von Trauer überwältigte und dennoch kluge Wissenschaftlerin ab, die sich trotz vermeintlich besseren Wissens an einen Strohhalm der Hoffnung klammert. Und Yul Vazquez ist als über Leichen gehender Gangster ebenfalls gut besetzt. Da aber die zweite und dritte Story zusammen nicht so viel Zeit bekommen wie die erste, leiden die Darbietungen dort schlicht ein wenig unter Zeitmangel &#8211; die Charaktere erreichen nie die tiefe, um sie wirklich interessant zu machen.</p>
<h2>Typische TV-Produktion</h2>
<figure id="attachment_11289" aria-describedby="caption-attachment-11289" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-11289 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/blood-3.jpg" alt="Books of Blood" width="1024" height="681" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/blood-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/blood-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/blood-3-768x511.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/blood-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/blood-3-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11289" class="wp-caption-text">Killer Bennett hatte seinen Besuch in einer Geisterstadt vorher nicht so buchstäblich erwartet.</figcaption></figure>
<p>So ist <strong>Books of Blood</strong> vor allem für Barker-Fans eine kleine Enttäuschung, denn sonderlich viel Typisches oder Bekanntes ist hier nicht zu sehen. Es gibt ein paar derbe Momente, aber es kommt beim Ansehen viel zu oft ein TV-Seriengefühl auf. Dabei hätten sich alle drei Stories durchaus angeboten, etwas expliziter erzählt zu werden, als Braga das hier getan hat. Immerhin kann sich Darstellerin Britt Robertson nun damit brüsten, sowohl in einer Stephen King-Adaption (&#8222;Under the Dome&#8220;) als auch in einer Cliver Barker-Verfilmung dabei gewesen zu sein. Denn auch wenn die Schauspielerin oft nur mit Love-Storys in Verbindung gebracht wird, hat sie schon einige Horrorfilme in ihrer Vita.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Brannon Bragas <strong>Books of Blood</strong> ist zwar keine Katastrophe, wird in den meisten Momenten dem Werk Clive Barkers aber auch nicht wirklich gerecht. Zu harmlos, zu unspektakulär inszeniert und die längste Story der Anthologie nicht einmal von Barker &#8211; da sind die Fans des Autors zurecht nicht sonderlich beeindruckt. Die Schauspieler schlagen sich zwar wacker, können dem oft auf TV-Niveau agierenden Film aber auch keine entscheidenden Impulse verleihen. Für die ebenfalls für Hulu produzierte Neuauflage von Barkers <strong>Hellraiser</strong> verheißt das nicht unbedingt Gutes. Weitere Anthologien mit Barker-Material sind auch nicht angekündigt. <strong>Books of Blood</strong> ist kein komplett missglücktes Experiment, aber auch kein Film, zu dem man sich dringend eine Fortsetzung wünscht.</p>
<p><strong>Books of Blood startet am 29. Oktober 2021 bei Disney+ (Star).</strong></p>
<figure id="attachment_11290" aria-describedby="caption-attachment-11290" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-11290 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/blood-4.jpg" alt="Books of blood" width="1024" height="621" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/blood-4.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/blood-4-300x182.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/10/blood-4-768x466.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11290" class="wp-caption-text">Etwas Falsches gegessen? Oder doch nur ein Alptraum? Jenna erlebt Schreckliches im neuen Heim.</figcaption></figure>
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		<title>Serienkritik: Only Murders in the Building</title>
		<link>https://lauterfilme.de/only-murders-in-the-building-serie-kritik-disneyplus/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Aug 2021 09:11:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Serien Reviews]]></category>
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		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schon seit den 80er Jahren sind die beiden Schauspieler und Comedians Steve Martin und Martin Short eng befreundet. Sie standen erstmals gemeinsam für &#8222;Drei Amigos&#8220; vor der Kamera und seitdem in regelmäßigen Abständen immer wieder. Seit 2016 sind die beiden auch regelmäßig live mit einem Comedy-Programm auf Tour. Nun gibt es erneut ein gemeinsames Projekt der beiden Altstars: &#8222;Only Murders in the Building&#8220;. Die zehnteilige Serie, die nach einer Idee von Steve Martin entstand (er schrieb auch das Drehbuch zur [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Schon seit den 80er Jahren sind die beiden Schauspieler und Comedians Steve Martin und Martin Short eng befreundet. Sie standen erstmals gemeinsam für &#8222;Drei Amigos&#8220; vor der Kamera und seitdem in regelmäßigen Abständen immer wieder. Seit 2016 sind die beiden auch regelmäßig live mit einem Comedy-Programm auf Tour. Nun gibt es erneut ein gemeinsames Projekt der beiden Altstars: &#8222;Only Murders in the Building&#8220;. Die zehnteilige Serie, die nach einer Idee von Steve Martin entstand (er schrieb auch das Drehbuch zur Pilotfolge mit), ist einerseits eine waschechte Mörderjagd, andererseits aber auch eine Comedy-Serie. <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-spenser-confidential/">Geht das zusammen?</a> Diese und andere Fragen beantwortet die Kritik.</p>
<p><a href="https://lauterfilme.de/only-murders-in-the-building-staffel-2-kritik-serie-disneyplus/">Die Kritik zu Staffel 2 gibt es hier.</a></p>
<figure id="attachment_10763" aria-describedby="caption-attachment-10763" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10763 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/only-1.jpg" alt="Steve Martin" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/only-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/only-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/only-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/only-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/only-1-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10763" class="wp-caption-text">Der alternde Schauspieler Charles hat sich Jahre nach seinem letzten TV-Hit mit der Einsamkeit abgefunden.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Charles (Steve Martin) war vor vielen Jahren ein erfolgreicher Schauspieler in einer Krimireihe, zehrt aber seitdem nur noch vom verblassenden Ruhm. Oliver (Martin Short) war früher einmal ein erfolgreicher Broadway-Regisseur, aber seit einem katastrophalen Flop liegt seine Karriere auf Eis. Die junge Mabel (Selena Gomez) hat trotz ihres Alters bereits mit den Schatten der Vergangenheit zu kämpfen. Das Trio eint nur zwei Dinge: Alle wohnen im gleichen Haus in New York, einem riesigen Gebäude mit Dutzenden von Mietern. Und alle drei sind große Fans eines True Crime-Podcasts einer prominenten Moderatorin (Tiny Fey). Letzteres bringt sie zusammen, als sie wegen deines Polizeieinsatzes das Haus verlassen müssen und im Restaurant nebenan ihre gemeinsame Liebe entdecken.</p>
<p>Als die drei später im Haus bei Nachforschungen die Leiche eines Nachbarn sehen und von der leitenden Beamtin einen Vortrag darüber hören, warum das ein klarer Selbstmord war, sind die kleinen grauen Zellen des Trios geweckt. Sofort beginnen sie mit ihren eigenen Ermittlungen und träumen nach ersten Erfolgen bald vom eigenen Podcast mit dem Titel: <strong>Only Murders in the Building</strong>. Allerdings haben Charles, Oliver und Mabel durchaus unterschiedliche Motive, warum sie der Tod des Nachbarn so interessiert &#8230;</p>
<p><iframe title="Only Murders in the Building | Official Trailer" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/-V1rQdXXXyI?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Zäher Start</h2>
<p>Echte Kriminalisten brauchen Geduld, Serienfans manchmal auch. Denn bis <strong>Only Murders in the Building</strong> so richtig abhebt, vergehen ein paar Folgen. Das Halbstunden-Format mag sich für Comedy-Serien bewährt haben. Für einen Hybriden, der sowohl Gags als auch eine glaubhafte Krimi-Handlung etablieren möchte, sind 30 Minuten hingegen arg kurz. Und das merkt man den ersten beiden Folgen auch an. Erst im Verlauf der dritten Folge kommt die Serie langsam in Tritt, Folge vier zeigt dann schon, wie gut die Idee eigentlich ist. Denn nach dem zähen Auftakt beginnen sich Martin, Short und Gomez, die Bälle zuzuspielen, sitzen die One-Liner und passen die Gags zur Handlung.</p>
<p>Dass der Zuschauer dabei mehr über die drei Helden weiß als sie über die jeweils anderen, sorgt für Spannung. Denn so sind für das Publikum manche Aussagen klar, die für je zwei Drittel des Trios ohne Bedeutung bleiben. Manche sorgen für Lacher, andere bringen die Handlung weiter oder lassen sie in eine neue Richtung abbiegen. Neben der Haupthandlung gelingt es den Autoren zudem, für ihre Helden auch noch eigene Nebenhandlungen zu schaffen. Die der Serie gut tun, weil sie das Seelenleben der drei offenlegen. Wie beim Schälen einer Zwiebel tragen die Drehbuchschreiber Schicht um Schicht der Figuren ab, lüften ein kleines Geheimnis nach dem anderen. Und machen das Trio so von Folge zu Folge liebenswerter, weil realistischer und menschlicher.</p>
<figure id="attachment_10764" aria-describedby="caption-attachment-10764" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10764 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/only-2.jpg" alt="Martin Short" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/only-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/only-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/only-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/only-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/only-2-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10764" class="wp-caption-text">Der ehemalige Broadway-Regisseur Oliver träumt von einer triumphalen Rückkehr ins Showgeschäft, ist aber so gut wie pleite.</figcaption></figure>
<h2>Zwei, die wissen, wie es geht</h2>
<p>Das liegt auch sehr an den Darstellern, die ihre Rollen wundervoll spielen. Bei Steve Martin und Martin Short merkt man die jahrzehntelange Freundschaft in jeder Szene. Sie agieren so traumhaft sicher miteinander, da sitzt jede Nuance. Gerade das sich entwickelnde Verhältnis zwischen dem extrovertierten Oliver und dem zurückgezogenen, sich nur selten öffnenden Charles, ist ein Höhepunkt der Serie. Zwei alte Showhasen, von denen jeder stets besser weiß als der andere, was für ihren Podcast das beste ist, das sorgt für ein paar der lustigsten Szenen von <strong>Only Murders in the Building</strong>. Denn beide spielen Charaktere, die ihren persönlichen Stärken perfekt entsprechen.</p>
<p>Martin gibt den leicht melancholischen, aber im unpassenden Moment auch gern besserwisserischen Eigenbrötler mit traurigem Lächeln perfekt. Und Short ist als ständig leicht überdrehter Hektiker, der Leute an die Wand quasselt, ebenfalls eine Bank. Diese Rollen spielen beide seit viel Jahren und sie sind ihnen in Fleisch und Blut übergegangen. Wer also die Serie einschaltet, weil er Fan von einem der beiden ist, bekommt exakt das, was er erwartet. Selena Gomez schlägt sich gegen die beiden alten Comedy-Schlachtrösser aber wacker. Auch, weil ihre Rolle deutlich ernsthafter angelegt ist und sie hauptsächlich mit Sarkasmus punktet.</p>
<figure id="attachment_10765" aria-describedby="caption-attachment-10765" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10765 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/only-3.jpg" alt="Selena Gomez" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/only-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/only-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/only-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/only-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/only-3-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10765" class="wp-caption-text">Die coole Mabel arbeitet in ihrer neuen Bleibe hauptsächlich ihre Vergangenheit auf.</figcaption></figure>
<p>Besonders die Running-Gags funktionieren sehr gut. Wenn Oliver Charles ein ums andere Mal beweist, dass die Leute ihn aufgrund seiner seltsamen Ansichten eigentlich nicht mögen. Oder Charles Mabel mit einem Monolog aus seiner alten Serie so verunsichert, dass sie ihm danach kaum noch etwas als echt abnimmt. Hier haben die Autoren um Jonas Hoffman, der die Serie zusammen mit Steve Martin entwickelt hat, einen guten Job gemacht. Und so kommen Comedy-Fans auch häufiger zu ihrem Recht als Krimifreunde. Denn der Plot um den Tod eines jungen Mannes in der Nachbarschaft dient zwar als Antrieb für die Hauptfiguren, ist selbst aber nur wenig originell ausgefallen. Das lässt sich angesichts des feinen Humors und toller Gastauftritte (wie etwa von Sting) gut verschmerzen.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Krimifans könnten von <strong>Only Murders in the Building</strong> ein wenig enttäuscht sein, denn der Fokus der Serie liegt eindeutig auf der Comedy. Dementsprechend bietet die Mörderjagd wesentlich mehr Witz als Spannung. Da sind die beiden Altstars Steve Martin und Martin Short allerdings genau in ihrem Element. Je länger die Serie läuft und desto vertrauter die Figuren miteinander werden, desto besser werden die flapsigen Sprüche und bissigen Kommentare. Selena Gomez rundet das Trio mit ihrer schnoddrigen Art und dem ohnehin deutlich ernsteren Part gut ab. So ist die Serie vor allem eine Empfehlung für Zuschauer, die Humor nicht mit dem Holzhammer brauchen und an ausgefeilten Dialogen und schöner Situationskomik ihren Spaß haben.</p>
<p><strong>Only Murders in the Building startet am 31. August 2021 bei Disney+ mit einer Folge pro Woche.</strong></p>
<figure id="attachment_10766" aria-describedby="caption-attachment-10766" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10766 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/only-4.jpg" alt="Only murders in the building" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/only-4.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/only-4-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/only-4-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/only-4-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/08/only-4-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10766" class="wp-caption-text">Ein Todesfall im Haus schmiedet die drei True Crime-Fans schließlich zu einem Ermittlertrio zusammen.</figcaption></figure>
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