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	<title>Krieg - lauterfilme.de</title>
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	<description>Filme, Serien und viel mehr</description>
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		<title>Serienkritik: Krieg der Welten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Nov 2019 13:32:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Serien Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Sci-Fi]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Roman &#8222;Krieg der Welten&#8220; von H.G. Wells gilt als einer der Klassiker der Science Fiction-Literatur schlechthin. Der Kampf der Menschheit gegen einen übermächtigen Gegner aus dem All hat zahllose Bücher, Filme und Serien inspiriert. Aber auch das Original wurde mehrfach für verschiedene Medien aufbereitet, 2005 sogar von Steven Spielberg. Nun gibt es eine neue Version aus amerikanisch-französischer Co-Produktion, die die Story in die heutige Zeit transportiert. Lohnt sich das Einschalten? Man tut dem Schriftsteller H.G. Wells unrecht, wenn man [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-krieg-der-welten/">Serienkritik: Krieg der Welten</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Roman &#8222;Krieg der Welten&#8220; von H.G. Wells gilt als einer der Klassiker der Science Fiction-Literatur schlechthin. Der Kampf der Menschheit gegen einen übermächtigen Gegner aus dem All hat zahllose Bücher, Filme und Serien inspiriert. Aber auch das Original wurde mehrfach für verschiedene Medien aufbereitet, 2005 sogar von Steven Spielberg. Nun gibt es eine neue Version aus amerikanisch-französischer Co-Produktion, die die Story in die heutige Zeit transportiert. Lohnt sich das Einschalten?</strong></p>
<p>Man tut dem Schriftsteller H.G. Wells unrecht, wenn man ihn als reinen Science-Fiction-Autor ansieht, obwohl er das Genre gemeinsam mit Jules Verne begründet hat. Aber der Brite hatte mit seinen Geschichten stets damals reale Probleme im Auge und war weit mehr als nur ein Phantast. Auch <em>Krieg der Welten</em> war eigentlich eine bissige Satire auf den Kolonialismus des britischen Empires. Geblieben ist davon heutzutage nur die bekannte Invasions-Story. Funktioniert die auch in der heutigen Zeit?</p>
<figure id="attachment_7122" aria-describedby="caption-attachment-7122" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-7122 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/worlds-1-1024x683.jpg" alt="Krieg der Welten" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/worlds-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/worlds-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/worlds-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/worlds-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/worlds-1-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-7122" class="wp-caption-text">Forscherin Catherine hat ein Signal entdeckt, das auf außerirdisches Leben hindeutet. Doch beim Signal bleibt es nicht.</figcaption></figure>
<h3>Krieg der Welten: Die Handlung</h3>
<p>Die französische Wissenschaftlerin Catherine (Leá Drucker) entdeckt ein Signal aus dem All, das ihrer Meinung unmöglich natürlichen Ursprungs sein kann. Als sie ihre Entdeckung öffentlich macht, ist die Menschheit in heller Aufregung. Endlich gibt es einen Beweis für außerirdisches Leben. Aus der akademischen Diskussion darüber, wie mit diesem Wissen umzugehen ist, wird aber bald eine sehr praktische. Denn tausende von kleinen Objekten nähern sich der Erdatmosphäre und schlagen wenig später in allen größeren Städten der Welt ein.</p>
<p>Während die Regierungen noch beraten, was zu tun ist, bemerkt die blinde Emily (Daisy Edgar Jones) ein Geräusch, dass offenbar nur sie wahrnimmt. Und das die junge Frau als bedrohlich empfindet. Wenig später entdeckt auch der Neurologe Bill Wird (<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-hereditary-das-vermaechtnis/">Gabriel Byrne</a>) das Signal und stellt fest, dass die Frequenz mit der von menschlichen Nervenzellen kompatibel ist. Doch bevor er seine Entdeckung weitergeben kann, werden die Objekte aus dem All aktiv &#8211; und wenig später sind Milliarden Menschen tot. Der Krieg der Welten hat begonnen &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/QYeqzI-EZe0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Krieg der Welten: Immer aktuell</h3>
<p>Wells ließ seine Story damals in seiner Gegenwart spielen, die meisten Adaptionen haben das &#8211; wie auch die neue &#8211; ebenfalls getan. Und das funktioniert auch immer wieder gut, denn ein technisch überlegener, unsichtbarer Feind ist heute noch genauso unheimlich wie vor 120 Jahren. Serienschöpfer Howard Overman (<a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-future-man/">&#8222;Future Man&#8220;</a>), ein erfahrener Autor, hat nicht nur die Serie konzipiert, sondern auch alle acht Folgen der ersten Staffel geschrieben. Und arbeitet geschickt mit der Ohnmacht angesichts der Geschehnisse überall auf dem Planeten.</p>
<p>Dadurch erzeugt Overman schnell eine so düstere Stimmung, dass sich der Überlebenskampf der Protagonisten nicht nur sehr authentisch anfühlt, sondern der Zuschauer auch um jeden einzelnen fürchten muss. Denn schnell wird deutlich: Diese Aliens machen keine Gefangenen &#8211; und das betrifft auch Kinder. Mit einer derartigen Kälte und Härte hat man in einer Sci-Fi-Serie lange keine Außerirdischen mehr gesehen. Wobei sehen hier fast fehlinterpretiert werden kann, denn vom Feind sieht die Menschheit fast gar nichts. Die Bedrohung bekommt (erst einmal) keine Optik.</p>
<figure id="attachment_7123" aria-describedby="caption-attachment-7123" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7123 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/worlds-2-1024x768.jpg" alt="Krieg der Welten" width="750" height="563" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/worlds-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/worlds-2-300x225.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/worlds-2-768x576.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/worlds-2-80x60.jpg 80w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-7123" class="wp-caption-text">Neurologe Bill und seine Ex-Frau Helen überleben die Attacke der Aliens im Aufzug aus dickem Metall.</figcaption></figure>
<h3>Krieg der Welten: Düster und glaubhaft</h3>
<p>Overman hat bereits am Ende der ersten Folge den neuen Status Quo etabliert und kümmert sich ab diesem Moment um die verschiedenen Gruppen und Einzelkämpfer, die der Massentötung entkommen sind, nur um durch eine neue Gefahr bedroht zu werden. Und das gelingt <em>Krieg der Welten</em> auch ohne aufwendige Raumschlachten. Stattdessen setzt die Serie auf sehr zurückgenommene Effekte, was die ganze Handlung nicht nur wesentlich realistischer anmuten lässt, sondern auch völlig ausreicht, um den Zuschauer zu packen.</p>
<p>Dazu erschafft Overman auch interessante Charaktere, die keine strahlenden Helden sind. Sondern die alle neben dem Überleben auch noch ihre eigene Agenda verfolgen. Und dabei kann durchaus ein Störenfried ins Gras beißen. Die Aussage der Serie, dass der Mensch trotz immenser Bedrohung von außen noch immer auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist, macht <em>Krieg der Welten</em>&nbsp;nicht nur viel spannender, sondern auch viel glaubwürdiger als Bilder von tapferen Soldaten, die mit wehenden Fahnen in den Tod laufen.</p>
<p>Overmans Variante des Stoffes ist daher auch definitiv keine Kinderserie, sondern orientiert sich eher an Vorbildern wie &#8222;Westworld&#8220; oder &#8222;The Man in the High Castle&#8220;. Nach dem Start als reine Sci-Fi-Serie wandelt sich <em>Krieg der Welten</em> in den weiteren Folgen schnell zum Katastrophen- und Survival-Szenario. Und mischt den großen Plot sehr clever mit Einzelschicksalen und kleinen Nebenstorys, die neugierig machen. Und <em>Krieg der Welten</em>&nbsp;für Sci-Fi- und Drama-Fans tatsächlich zum Must-See machen.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Der erfahrene Autor und TV-Macher Howard Overman hat mit der neuesten Version des H.G. Wells-Klassikers <em>Krieg der Welten</em> ins Schwarze getroffen. Tolle Schauspieler, gut geschriebene Figuren, ein immens bedrohlicher unsichtbarer Gegner und ständig steigende Spannung sorgen für ein echtes Highlight auf dem Serienmarkt. Wer sich mit dystopischen Szenarien schon immer anfreunden konnte, der dürfte hier voll auf seine Kosten kommen. Wer einfach spannende, unterhaltsame Serien mag, aber auch.</p>
<p><strong>Krieg der Welten startet am 7. November 2019 bei FOX Channel, immer mittwochs um 21:00 mit Doppelfolgen.</strong></p>
<p><em>Gesehen: drei von acht Episoden</em></p>
<figure id="attachment_7124" aria-describedby="caption-attachment-7124" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7124 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/worlds-3-1024x683.jpg" alt="Krieg der Welten" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/worlds-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/worlds-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/worlds-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/worlds-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/11/worlds-3-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-7124" class="wp-caption-text">Emilys Familie rettet sich vor den tödlichen Alien-Frequenzen in die Londoner U-Bahn.</figcaption></figure>
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		<title>Serienkritik: Das Boot</title>
		<link>https://lauterfilme.de/serienkritik-das-boot/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Nov 2018 11:20:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Serien Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Action]]></category>
		<category><![CDATA[Historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Spionage]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit &#8222;Das Boot&#8220; 1981 ein Welterfolg in den Kinos wurde, ist es aus dem kollektiven Kulturgedächtnis Deutschlands nie wieder ganz verschwunden. Mal gab es eine Langversion von mehreren Stunden im TV, mal stürmte Alex Christensen mit der Techno-Version des Soundtracks die Charts. Aber etwas komplett Neues schien illusorisch &#8211; bis jetzt. Denn nun hat Sky gemeinsam mit zwei Produktionsfirmen eine achtteilige Serie produziert, die als Fortsetzung der Geschehnisse um U-96 fungiert. Sollten die Zuschauer da an Bord gehen? Lothar-Günther Buchheims [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit &#8222;Das Boot&#8220; 1981 ein Welterfolg in den Kinos wurde, ist es aus dem kollektiven Kulturgedächtnis Deutschlands nie wieder ganz verschwunden. Mal gab es eine Langversion von mehreren Stunden im TV, mal stürmte Alex Christensen mit der Techno-Version des Soundtracks die Charts. Aber etwas komplett Neues schien illusorisch &#8211; bis jetzt. Denn nun hat Sky gemeinsam mit zwei Produktionsfirmen eine achtteilige Serie produziert, die als Fortsetzung der Geschehnisse um U-96 fungiert. Sollten die Zuschauer da an Bord gehen?</strong></p>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lothar-G%C3%BCnther_Buchheim" target="_blank" rel="noopener">Lothar-Günther Buchheims</a> Roman diente als Vorlage zum Kinofilm, die Serie basiert aber nicht direkt auf einem seiner Bücher. Dennoch war das Buch natürlich eine Inspiration für die Serie, zumal sie sich in Teilen deutlich am Originalfilm orientiert. Buchheims Geschmack hätte sie wohl trotzdem nicht getroffen, denn die Drehbuchautoren Tony Saint und Johannes W. Betz machen aus dem ehemals klaustrophobischen Alptraum eine Serie, die viele, unterschiedliche Geschichten erzählt &#8211; zu Wasser und zu Land. Geht das auf?</p>
<figure id="attachment_5082" aria-describedby="caption-attachment-5082" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-5082 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/boot-1-1024x684.jpg" alt="Das Boot" width="750" height="501" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/boot-1-1024x684.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/boot-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/boot-1-768x513.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/boot-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/boot-1-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/boot-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-5082" class="wp-caption-text">Frank Strasser muss auf Feindfahrt &#8211; und bittet seine Schwester Simone deshalb um einen großen Gefallen.</figcaption></figure>
<h3>Das Boot: Die Handlung</h3>
<p>Herbst 1942. Während ein deutsches U-Boot mit Mann und Maus versenkt wird, werden im französischen La Rochelle bereits neue Boote für den Einsatz gegen die Alliierten klar gemacht. Doch Deutschland verfügt kaum noch über erfahrene Matrosen und Offiziere. Und so wird die U-612 weitgehend mit Grünschnäbeln bestückt &#8211; wie dem jungen Kapitän Klaus Hoffmann (Rick Okon), dessen Vater im Ersten Weltkrieg ein großer Kommandant war. Sein erster Offizier Tennstedt (August Wittgenstein) fühlt sich dadurch übergangen und intrigiert, wo er kann.</p>
<p>Zeitgleich erreicht Simone Strasser (Vicky Krieps) die Stadt, um einen Job als Dolmetscherin anzutreten und ihren Bruder Frank (Leonard Scheicher) zu sehen, der als Funker Dienst tut. Doch der wird noch am selben Tag auf die U-612 abkommandiert und bittet Simone, in seinem Namen eine gefährliche Transaktion abzuwickeln. Offenbar ist ihr Bruder in einen Spionagefall verwickelt, anders lässt sich die Anwesenheit der Amerikanerin Carla (Lizzie Caplan) kaum erklären. Während Gestapo-Mann Forster (Tom Wlaschiha) an Land die Spione jagt, läuft die U-612 aus &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/6FlNemUn78U" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>&nbsp;Das Boot: Internationale Qualität</h3>
<p>Ganze 25 Millionen Euro flossen in die Produktion von acht Folgen, damit ist <em>Das Boot</em> pro Episode noch teurer als <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-babylon-berlin/">&#8222;Babylon Berlin&#8220;</a>, das für 16 Folgen 40 Millionen Budget hatte. Doch das Geld ist auch hier gut angelegt. So überzeugen die Kulissen von La Rochelle ebenso wie die Aufnahmen aus den engen, dunklen Booten, mit denen der Film 1981 so überzeugen konnte. Dazu haben die Produzenten mit Stars wie Lizzie Caplan (&#8222;Masters of Sex&#8220;) oder Vincent Kartheiser (&#8222;Mad Men&#8220; ) auch international bekannte Gesichter verpflichtet. All das tut der Serie gut.</p>
<p>Und sie ist im Gegensatz zu der Fünf-Stunden-Version des Kinofilms, die im TV als Serie lief, eine echte Serie mit vielen verschiedenen Handlungssträngen und jeder Menge Dramatik. So gerät Simone in la Rochelle immer mehr zwischen die Fronten von Geheimpolizei und Resistance. Während ihr Bruder auf dem Schiff stärker unter Druck gerät, weil er als geborener Franzose jede Menge Misstrauen erweckt. Und der interne Machtkampf auf U-612 die gesamte Mannschaft mit hineinzieht und so zur größten Gefahr zu werden droht.</p>
<figure id="attachment_5083" aria-describedby="caption-attachment-5083" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-5083 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/boot-2-1024x684.jpg" alt="Das Boot" width="750" height="501" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/boot-2-1024x684.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/boot-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/boot-2-768x513.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/boot-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/boot-2-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/boot-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-5083" class="wp-caption-text">Doch das geht fast schief. Nur knapp kann Simone bei dem Treffen entkommen. Ihre Kontaktperson hat weniger Glück und landet in den Fängen des Gestapo-Mannes Forster.</figcaption></figure>
<h3>Das Boot: Drama statt Horror</h3>
<p>Wer sich von der Serie aber regelmäßig Momente wie im Kinofilm erwartet, in denen die Männer sich fast nicht zu atmen trauen, damit über ihnen kreisende Zerstörer sie nicht entdecken und mit Wasserbomben eindecken, der wird enttäuscht. Was im Film breiten Raum einnimmt und auch die Intention Buchheims war &#8211; den Schrecken des Unterwasser-Kriegs zu zeigen -, das spielt zumindest in den ersten vier Folgen der Serie kaum eine Rolle. Von den ersten fünf Minuten einmal abgesehen.</p>
<p>Dafür kann <em>Das Boot</em> aber mit mehr Vielfalt punkten. So ist das Geschehen recht gleichmäßig auf das U-Boot und La Rochelle aufgeteilt. Und die Serie kann es sich daher auch erlauben, mit Simone und Carla starke Frauenfiguren in die Handlung zu schreiben. Das wäre in einer reinen U-Boot-Story historisch unmöglich gewesen. Der Serie hingegen tut diese Abwechslung sehr gut, da sie nicht nur die Zielgruppe erweitert, sondern auch mit Cliffhangern und mehr Spannungsbögen arbeiten kann.&nbsp;</p>
<p>Die Stars bleiben dennoch die Männer im Boot, deren fragilem Burgfrieden angesichts so vieler unterschiedlicher Einstellungen und Ansichten in den Drehbüchern besondere Aufmerksamkeit zukommt. Da gibt es die kriegsgeilen, ideologisch noch immer verblendeten Vorzeige-Nazis ebenso wie die desillusionierten Veteranen, die eigentlich nur noch nach Hause wollen &#8211; und alles dazwischen. Deshalb bleibt&nbsp;<em>Das Boot</em> da am stärksten, wo es hingehört &#8211; unter Wasser. Denn dass U-612 auch ohne Kampfeinsatz in den möglichen Tod fährt, daran gibt es wenig Zweifel.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Hohe Schauwerte, gute Schauspieler, spannende Handlungsstränge: <em>Das Boot</em> setzt den Trend qualitativ erstklassiger Serien aus Deutschland weiter fort. Wer einen Abklatsch des Kinofilms von 1981 erwartet, wird vielleicht enttäuscht. Den Rest erwartet ein immer spannender werdender, historischer Querschnitt, der sich dem Seekrieg ebenso widmet wie dem Kampf der Resistance gegen die verhassten deutschen Besatzer. Regisseur Andreas Prochaska (&#8222;Das finstere Tal&#8220;) liefert eine Serie mit Eckten und Kanten ab &#8211; die sich auch eine klare Aussage leistet. Gut so!</p>
<p><strong>Das Boot läuft ab dem 23. November 2018 bei Sky.</strong></p>
<p><em>Gesehen: 4 von 8 Folgen.</em></p>
<figure id="attachment_5084" aria-describedby="caption-attachment-5084" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-5084 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/boot-3-1024x684.jpg" alt="Das Boot" width="750" height="501" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/boot-3-1024x684.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/boot-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/boot-3-768x513.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/boot-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/boot-3-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/boot-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-5084" class="wp-caption-text">Währenddessen hat U-612 draußen auf See ersten Kontakt mit feindlichen Schiffen. Doch ein Geheimauftrag ändert alles.</figcaption></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-das-boot/">Serienkritik: Das Boot</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
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