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	<title>Indisch - lauterfilme.de</title>
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		<title>Serienkritik: Vetala</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 May 2020 16:56:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Serien Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Blumhouse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bisher galt Indien nicht gerade als Geburtsstätte interessanter Horror-Stoffe. Doch Netflix brachte auch hier frischen Wind hinein und präsentiert mit &#8222;Vetala&#8220; (in anderen Ländern unter &#8222;Betaal&#8220; zu sehen), schon wieder einen Horror-Mehrteiler vom Sub-Kontinent. Allerdings hat auch diesmal wieder US-Horror-Produktionsstudio Blumhouse die Finger drin. Nach dem sehr sehenswerten &#8222;Ghul&#8220; kommt der neue Vierteiler etwas traditioneller daher und beschäftigt sich auch mit Indiens Historie. Kann sich das sehen lassen? Indiens Kampf um Unabhängigkeit war schon Thema einiger Filme. Im Westen ist [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bisher galt Indien nicht gerade als Geburtsstätte interessanter Horror-Stoffe. Doch Netflix brachte auch hier frischen Wind hinein und präsentiert mit &#8222;Vetala&#8220; (in anderen Ländern unter &#8222;Betaal&#8220; zu sehen), schon wieder einen Horror-Mehrteiler vom Sub-Kontinent. Allerdings hat auch diesmal wieder US-Horror-Produktionsstudio Blumhouse die Finger drin. Nach dem sehr sehenswerten <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-ghul/">&#8222;Ghul&#8220;</a> kommt der neue Vierteiler etwas traditioneller daher und beschäftigt sich auch mit Indiens Historie. Kann sich das sehen lassen?</strong></p>
<p>Indiens Kampf um Unabhängigkeit war schon Thema einiger Filme. Im Westen ist wohl &#8222;Ghandi&#8220; der berühmteste davon, auch weil er etliche Oscars einheimsen konnte. <em>Vetala</em> hingegen beschäftigt sich eher mit der Zeit, als das Empire sich den Subkontinent einverleibte, zum Teil auch mit Waffengewalt. Diese Fakten vermischen die Drehbuchautoren Patrick Graham, der auch schon <em>Ghul</em> schrieb, und Nikhil Mahajan mit einer traditionellen Geistergeschichte von Schuld und bösen Geistern im heutigen Indien. Funktioniert dieser Mix auch?</p>
<figure id="attachment_8707" aria-describedby="caption-attachment-8707" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-8707 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/vetala-1.jpg" alt="Vetala" width="1024" height="569" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/vetala-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/vetala-1-300x167.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/vetala-1-768x427.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-8707" class="wp-caption-text">Sirohi soll mit seinem Team ein Dorf von angeblichen Terroristen säubern. Doch er merkt schnell, dass hier etwas faul ist.</figcaption></figure>
<h3>Vetala: Die Handlung</h3>
<p>Ein indisches Dorf am Fuße eines Berges wird zum Spielball wirtschaftlicher Interessen. Der Industrielle Ajay Mudhalvan (Jitendra Joshi) will einen alten Tunnel durch den Berg nutzen, um dass Dorf mit dem Highway zu verbinden &#8211; und eine Menge Geld zu verdienen. Auf die Warnung der Einwohner, in dem Tunnel läge seit mehr als 150 Jahren ein böser Fluch begraben, den man besser nicht wecke, gibt der gierige Geschäftsmann nichts. Und kauft sich heimlich die Dienste einer indischen Spezialeinheit unter dem Kommando von Tyagi (Suchitra Pillai).</p>
<p>Deren bester Mann Vikram Sirohi (Viineet Kumar) soll den Trupp anführen, der die Einwohner, von Mudhalvan als Terroristen dargestellt, aus dem Dorf vertreibt. Doch schon bald kommen den Soldaten Zweifel, ob sie hier wirklich bis an die Zähne bewaffnete Killer vor sich haben, als alte Männer mit Schaufeln und Mistgabeln sie an ihrem Vorhaben hindern wollen. Eine letzte Bastion aus den Dorfältesten erwartet die Soldaten dann am Tunneleingang und warnt eindringlich davor, das Böse in die Welt zu entlassen. Doch es kommt, wie es kommen muss &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/YSEVaVc-nOo" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Vetala: Dead Snow ohne Humor</h3>
<p>Die Grundausrichtung der Story, die dem Zuschauer sehr schnell klar gemacht wird, erinnert stark an Tommy Wirkolas grandiose Splatter-Comedy &#8222;Dead Snow&#8220;. Mit dem Humor dieser beiden Filme wollen die Macher von <em>Vetala</em> aber nichts zu tun haben. Die Geschichte über das Böse aus dem Tunnel wird bierernst erzählt. Und das ist gleich aus mehreren gründen keine gute Idee. Zum einen strotzt das mäßige Drehbuch vor Horror-Klischees. Den gierigen und schleimigen Business-Mann, der für Geld seine eigene Familie verkaufen würde, gab es schon viel zu oft.</p>
<p>Zum anderen mögen die Produzenten von Blumhouse zwar für den Film verantwortlich gewesen sein, ihre Profi-Maskenbildner für Monsterschminke haben sie aber definitiv nicht mitgebracht. Ob aus Budgetgründen oder nicht, sei einmal dahingestellt. Fakt ist aber, dass die Monster aus dem Tunnel nicht viel besser aussehen als John Carpenters Wasserleichen aus &#8222;The Fog&#8220; von 1980. Carpenter war das klar, weshalb er sie selten zeigte. Graham, der auch Regie führte, hat diese Weitsicht leider nicht bewiesen. Und so stolpern lächerliche Untote durch das Set und machen es fast unmöglich, das Gesehene ernst zu nehmen.</p>
<figure id="attachment_8708" aria-describedby="caption-attachment-8708" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-8708 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/vetala-2.jpg" alt="Vetala" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/vetala-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/vetala-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/vetala-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/vetala-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/vetala-2-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-8708" class="wp-caption-text">Nach einem Massaker bleibt den Überlebenden kaum eine Wahl als zusammenzuarbeiten.</figcaption></figure>
<h3>Vetala: Gute Details, maues Gesamtbild</h3>
<p>Dabei gelingen Graham in Details immer wieder durchaus gelungene Szenen, die für sich genommen gut funktionieren, mitunter sogar ein wenig Gore beinhalten und durchaus auch Fans des Genres zufriedenstellen können. Das kleine Horror-Einmaleins aus gut gesetzten Schnitten und dem Auskosten der Spannung hat Patrick Graham schon zur Verfügung. Und auch die Grundidee der Story von den bösen Briten, die für Macht jedes Mittel nutzen, passt recht gut in eine klassische Schauergeschichte, in der sich alles um Moral und Schuld dreht.</p>
<p>Zudem sind einige der Figuren durchaus interessant. Und werden mit wenig Dialogen und Rückblenden mit ausreichend Backstory versorgt, um beim Publikum Interesse zu wecken. Doch Graham gelingt es im Verglich zum deutlich besseren <em>Ghul</em> diesmal nicht, ein stimmiges Gesamtbild aus Story, Darstellern, Atmosphäre und Effekten zu zeichnen. Während er <em>Ghul</em> in einer nahen, dystopischen Zukunft ansiedelte und den Zuschauer so ins Unbekannte stieß, sind die Versatzstücke von <em>Vetala</em> nur allzu bekannt und furchtbar ausgelutscht.</p>
<p>Die Schauspieler versuchen noch, das Beste aus dieser Mischung zu machen und spielen ihre Rollen zum Teil recht ordentlich. Wer allerdings den Fehler macht, die englische Tonspur zu wählen (eine deutsche gibt es bislang nicht), bekommt durch die von den Schauspielern eher hölzern eingesprochene Synchronisation noch eine unfreiwillig komische Note dazu. Wer also ohnehin mit Untertiteln schaut, sollte lieber das Hindi-Original wählen. Eine überzeugende Horror-Miniserie wird es dadurch aber auch nicht, nur eine weniger schlechte. Wer sehen will, wie viel besser so etwas geht, sieht sich lieber <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-kingdom-staffel-2/">&#8222;Kingdom&#8220;</a> an.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Wer den Dreiteiler <em>Ghul</em> aus dem Jahr 2018 mochte, mag sich auf <em>Vetala</em> von den gleichen Machern gefreut haben. Und dürfte entsprechend enttäuscht sein. Denn diesmal ist das Drehbuch alles andere als überzeugend und wird von den fast amateurhaft aussehenden Effekten endgültig zu Grabe getragen. Wenn die Untoten mit leuchtenden roten Augen erstmals zu sehen sind, weiß der Horrorfan bereits: Das wird nix! Und so kommt es dann leider auch. Der unfreiwillig komische Vierteiler wäre besser im Inneren des Tunnels geblieben.&nbsp;&nbsp;</p>
<p><strong>Vetala startet am 24. Mai 2020 bei Netflix.</strong></p>
<p><em>Gesehen: Vier von vier Episoden (Stand 24. Mai 2020: nur deutsche Untertitel verfügbar)</em></p>
<figure id="attachment_8709" aria-describedby="caption-attachment-8709" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-8709 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/vetala-3.jpg" alt="Vetala" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/vetala-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/vetala-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/vetala-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/vetala-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/05/vetala-3-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-8709" class="wp-caption-text">Denn das Böse unter dem Berg ist auf Blut aus &#8211; und versucht, sich das zu holen.</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Serienkritik: Ghul</title>
		<link>https://lauterfilme.de/serienkritik-ghul/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Aug 2018 20:22:54 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Serien Reviews]]></category>
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		<category><![CDATA[Indisch]]></category>
		<category><![CDATA[Mini-Serie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich verbinden die meisten Filmfreunde indisches Kino mit bunten Liebesfilmen voller Tanzeinlagen und garantiert nicht mit blutigem Horror. Doch nun präsentiert Netflix eine Miniserie namens &#8222;Ghul&#8220;, die in Sachen Härte und Spannung durchaus mit dem besten US-Serien mithalten kann. Dahinter steht neben einem in Indien lebenden britischen Regisseur auch US-Erfolgsproduzent Jason Blum. Die US-indische Produktion Ghul als Serie zu verkaufen, wäre eigentlich etwas für die BBC. Denn nur die bringen es fertig, einen Dreiteiler als&#160; ganze Serie anzukündigen. Was in [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eigentlich verbinden die meisten Filmfreunde indisches Kino mit bunten Liebesfilmen voller Tanzeinlagen und garantiert nicht mit blutigem Horror. Doch nun präsentiert Netflix eine Miniserie namens &#8222;Ghul&#8220;, die in Sachen Härte und Spannung durchaus mit dem besten US-Serien mithalten kann. Dahinter steht neben einem in Indien lebenden britischen Regisseur auch US-Erfolgsproduzent Jason Blum.</strong></p>
<p>Die US-indische Produktion Ghul als Serie zu verkaufen, wäre eigentlich etwas für die BBC. Denn nur die bringen es fertig, einen Dreiteiler als&nbsp; ganze Serie anzukündigen. Was in diesem Fall besonders seltsam ist, da es eigentlich einmal ein Spielfilm war und erst nachträglich zur Netflix-Serie umgeschnitten wurde. Die gerade einmal 130 Minuten lange Serie hätte aber auch als Film funktioniert. Und der sollte es nach einem Deal zwischen Blumhouse (<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-get-out/">&#8222;Get Out&#8220;</a>) und dem indischen Studio auch werden.</p>
<figure id="attachment_4599" aria-describedby="caption-attachment-4599" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4599 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/08/Ghul-aufmacher-1024x721.jpg" alt="Ghul" width="750" height="528" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/08/Ghul-aufmacher-1024x721.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/08/Ghul-aufmacher-300x211.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/08/Ghul-aufmacher-768x541.jpg 768w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4599" class="wp-caption-text">Ist der neue Gefangene Ali wirklich der Anführer der Rebellen? Oder ist da etwas gänzlich Anderes ins Foltergefängnis geraten.</figcaption></figure>
<h3>Ghul: Die Handlung</h3>
<p>Indien in naher Zukunft. Aus dem Land ist durch religiöse Fanatiker ein totalitärer Überwachungsstaat geworden. Auch die junge Nida (Radhika Apte) glaubt fest an den neuen Staat und geht dabei sogar so weit, ihren eigenen Vater, einen liberalen Universitäts-Professor, an ihre Leute zu verraten. Aber weil er statt mit einer Standpauke entlassen zu werden, spurlos verschwunden ist, fühlt Nida sich schuldig. Auch ihre Abkommandierung in ein geheimes Gefangenenlager sieht die junge Frau mit gemischten Gefühlen.</p>
<p>Auch die Anführer vor Ort, der Kriegsheld Dacunha (Manav Kaul) und seine rechte Hand Laxmi (Ratnabali Bhattacharjee), begegnen Nida mit Misstrauen. Dennoch wird sie zur Befragung eines wichtigen Gefangenen abkommandiert &#8211; Ali Saeed (Mahesh Balraj), dem Anführer der Rebellen. Doch als das Verhör mit begleitender Folter an dem Mann beginnt, kommen Nida Zweifel, ob der Gefangene tatsächlich der ist, der er zu sein scheint. Bald gibt es im Gefängnis die ersten Leichen. Und das Töten hat gerade erst begonnen &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/wgaAhNPdeZU" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Ghul: Hart und düster</h3>
<p>Eine indische Horrorserie dürfte für die meisten Zuschauer eine Wundertüte sein, da es kaum Filme oder Serien dieses Genre aus dem Land gibt. Der britische Regisseur und Drehbuchautor Patrick Graham lebt und arbeitet in Indien und schafft eine durchgehend packende Verschmelzung aus westlichen Genre-Versatzstücken und indischer Mythologie. Die vor und hinter der Kamera fast ausschließlich mit indischen Filmschaffenden umgesetzt wird. Dabei schreckt Graham auch vor recht rabiaten Bildern nicht zurück.</p>
<p>Sowohl die Hintergrundgeschichte um die Diktatur, die ihre Gegner in Foltergefängnissen verschwinden lässt, als auch die Hauptstory um einen sehr unmenschlichen Gefangenen, sind extrem düster inszeniert und erzählt. Das ist eine ganze Spur härter als die üblichen Teenie-Horrorstoffe aus den USA und zeigt, dass das Genre noch immer Geschichten erzählen kann, die man nicht schon hundert Mal gesehen hat. Zwar ist auch <em>Ghul</em> nicht <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-the-ritual/">frei von Anleihen</a>, Graham holt sich aber Inspiration von ganz großen Vorbildern.</p>
<figure id="attachment_4625" aria-describedby="caption-attachment-4625" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4625 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/08/ghul-1-1024x620.jpg" alt="Ghul" width="750" height="454" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/08/ghul-1-1024x620.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/08/ghul-1-300x182.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/08/ghul-1-768x465.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/08/ghul-1.jpg 1189w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4625" class="wp-caption-text">Schon bald muss Nida um ihr Leben kämpfen.</figcaption></figure>
<h3>Ghul: Das Ding lässt grüßen</h3>
<p>Den Body-Horror von John Carpenters Meisterwerk zeigt Grahams Film zwar nicht, den Paranoia-Aspekt von &#8222;Das Ding&#8220; fängt <em>Ghul</em> aber sehr gut ein. Denn langsam wächst das Misstrauen unter den Gefängniswärtern und bald traut niemand mehr irgendjemanden. Ohne große Effekte, nur durch die guten Schauspieler, entsteht so ein Spannungsfeld, dass sich bis zum Schluss nicht mehr abbaut. Graham nimmt den Klassiker auch beim Soundtrack als Inspiration. Minimale Elektroklänge verstärken das Grauen in den düsteren Gängen nochmals und führen virtuos akustisch auf den nächsten Höhenpunkt zu.&nbsp;</p>
<p>Obwohl Graham seine Dystopie lediglich als Aufhänger für seinen Horror nimmt, nimm er sich auch Zeit für ein paar Aussagen über Diktaturen und Terror gegen das eigene Volk, die auch für viele Menschen heute noch immer Alltag sind. Diese zweite Ebene des Horrors packt auch dann, wenn von übernatürlichen Kräften auf dem Bildschirm gar nichts zu sehen ist. Dazu sorgt die Kamera dafür, dass der Zuschauer genauso vorsichtig und zitternd um die Ecken des Gefängnisses spähen wie die Heldin Nida. Keine Frage, Graham versteht sein Horror-Handwerk.</p>
<p>Dass ihm zwar eine sehr gute, aber keine herausragende Serie gelingt, liegt denn auch hauptsächlich am Drehbuch. Denn das ist trotz einiger guter Ideen ein wenig vorhersehbar und wird Kenner des Genres nicht lange im Dunkeln lassen. Das ist aber angesichts der guten Umsetzung und des originellen Kulturen-Mixes durchaus zu verschmerzen.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Mit <em>Ghul</em> weht aus mehreren Gründen ein frischer Wind durch Netflix&#8216; Horror-Ecke. Zum einen ist der eigentlich gut zweistündige Film hier zur Mini-Serie mutiert, was gut funktioniert. Außerdem überzeugt die Mischung aus derbem Polit-Thriller und recht hartem Horror fast komplett. Mit ein wenig mehr Schliff am Drehbuch hätte <em>Ghul</em> sogar das Zeug zum Klassiker gehabt, aber auch so bleibt er ansehnlicher Horrorstoff. So darf gern mehr Gruseliges aus Indien kommen.</p>
<p><strong>Ghul ist ab dem 24. August 2018 bei Netflix zu sehen.</strong></p>
<figure id="attachment_4626" aria-describedby="caption-attachment-4626" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4626 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/08/ghul-2-1024x536.jpg" alt="Ghul" width="750" height="393" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/08/ghul-2-1024x536.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/08/ghul-2-300x157.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/08/ghul-2-768x402.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/08/ghul-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4626" class="wp-caption-text">Ist Nidas Gegner wirklich ein Mensch?</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-ghul/">Serienkritik: Ghul</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
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