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	<title>Found Footage - lauterfilme.de</title>
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		<title>Filmkritik: Follow Me</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Aug 2020 10:04:26 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Found Footage]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn die Kamera überall dabei ist! Das Horror-Subgenre des &#8222;Found Footage&#8220;-Films hat in den vergangenen Jahren eine neue Gruppe entdeckt, die in solchen Geschichten für die Hauptrollen perfekt geeignet sind: Youtube-Influencer. Die meist nicht unbedingt sympathisch gezeichneten Protagonisten dieser Storys leben ihr Leben ohnehin oft fast komplett vor der Kamera. Da liegt es nahe, über solche Typen einen Horrorfilm zu machen. Aber ist &#8222;Follow Me&#8220; auch gut geworden? Ganz neu ist die Idee nicht. Schon der miese &#8222;Halloween: Resurrection&#8220; stellte [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wenn die Kamera überall dabei ist! Das Horror-Subgenre des &#8222;Found Footage&#8220;-Films hat in den vergangenen Jahren eine neue Gruppe entdeckt, die in solchen Geschichten für die Hauptrollen perfekt geeignet sind: Youtube-Influencer. Die meist nicht unbedingt sympathisch gezeichneten Protagonisten dieser Storys leben ihr Leben ohnehin oft fast komplett vor der Kamera. Da liegt es nahe, über solche Typen einen Horrorfilm zu machen. Aber ist &#8222;Follow Me&#8220; auch gut geworden?</strong></p>
<p>Ganz neu ist die Idee nicht. Schon der miese &#8222;Halloween: Resurrection&#8220; stellte ein TV-Team, dass in Michaels Geburtshaus drehte, in den Mittelpunkt des Films. Der deutsche &#8222;Heilstätten&#8220; besetzte seine Rollen nicht nur teilweise mit Youtube-Stars, sondern ließ sie auch welche spielen. In <em>Follow Me</em> geht es ebenfalls um einen Youtube-Star, der für seine Follower so gut wie alles tut. Regisseur und Produzent Will Wernick schickte bereits 2017 eine Gruppe in einen &#8222;Escape Room&#8220;, kann der zweite Versuch jetzt überzeugen?</p>
<figure id="attachment_9380" aria-describedby="caption-attachment-9380" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-9380 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/08/follow-1.jpg" alt="Follow Me" width="1024" height="569" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/08/follow-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/08/follow-1-300x167.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/08/follow-1-768x427.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9380" class="wp-caption-text">Angeblich ist Alexei ein großer Fan von Cole und hat ihn deshalb eingeladen. Aber stimmt das auch?</figcaption></figure>
<h3>Follow Me: Die Handlung</h3>
<p>Cole (Keegan Allen) ist ein Megastar auf Youtube. Mit waghalsigen Aktionen hat er sich in die Herzen seiner Follower gekämpft. Und nun, zum Zehn-Jahres-Jubiläum, soll etwas ganz Besonderes her. Kumpel Dash (George Janko) hat auch etwas gefunden: den angeblich härtesten und schlimmsten Escape Room der Welt &#8211; in Moskau. Vermittelt hat das ganze Alexei (Ronen Rubinstein), der Sohn eines einflussreichen russischen Politikers, der Cole und seine Freund euch gleich nach Moskau einlädt und ihnen eine First-Class-Flug schenkt.</p>
<p>Doch Moskau ist Cole und seinen Freunden sehr fremd. Ob ein Einkaufsbummel in der Stadt oder ein nächtlicher Club-Besuch einschließlich Stress mit der russischen Mafia &#8211; Cole merkt bald, dass die Dinge in Russland anders laufen als zuhause. Dennoch will er das Wganuis eingehen und startet mit seinen Freunden den Escape Room. Als er jedoch merkt, dass seine Freunde tatsächlich Schmerzen erleiden müssen, wenn er die Rätsel nicht schnell löst, verschwindet seine Begeisterung bald. Und der Escape Room ist nur der Anfang von Coles Horror-Trip &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/H-6Jrnw3Lsg" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Von Spannung zu Folter</h3>
<p>Mit seinem zweiten abendfüllenden Spielfilm nach Escape Room bleibt Autor und Regisseur Will Wernick seinem Genre treu &#8211; und sogar seinem Setting. Dabei unterscheidet sich sein Szenario deutlich vom namensgleichen, aber nicht von ihm gedrehten <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-escape-room/">&#8222;Escape Room&#8220;</a> von 2019. Während dort extrem aufwändig und detailliert bizarre Rätselräume kreiert wurden, hält sich Wernick in <em>Follow Me</em> mehr an realistische Escape Rooms mit kleinen Rätseln und bodenständiger Ausstattung. Allerdings dreht sich nach einer knappen Stunde der T0n des Films ohnehin.</p>
<p>Gab es vorher hauptsächlich spannende Momente, in denen der Zuschauer um das Leben von Coles Freunden fürchten muss, geht es im letzten Drittel erheblich blutiger zur Sache. Ab diesem Zeitpunkt erinnert <em>Follow Me</em> eher an Horrorstreifen wie &#8222;Hostel&#8220; oder &#8222;Saw&#8220;. Zudem steuert Wernick mit seinem Plot dann stark auf die große Auflösung zu, die hinter allem steckt. Und die der Film aufmerksamen Zuschauer leider schon sehr früh verrät. Hier hätte ein nochmaliges Überarbeiten des Drehbuchs möglicherweise geholfen. So ist es recht offensichtlich.</p>
<figure id="attachment_9381" aria-describedby="caption-attachment-9381" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9381 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/08/follow-2.jpg" alt="Follow Me" width="1024" height="569" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/08/follow-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/08/follow-2-300x167.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/08/follow-2-768x427.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9381" class="wp-caption-text">Mit Freundin Erin wartet Cole darauf, dass sich der geheimnisvolle Escape Room endlich öffnet.</figcaption></figure>
<h3>Follow Me: Ende mit Fragen</h3>
<p>Dazu bleibt Wernick in seiner Geschichte auch viele Motivationen der Charaktere schuldig. Während Cole als Sensationsjäger durchaus glaubhaft ist, wird das Verhalten seiner Freunde nie wirklich erklärt. Da die aber als Druckmittel für Coles Einsatz herhalten müssen, wäre gerade hier eine Erklärung wichtig gewesen. Und so fragt sich der Zuschauer zurecht, wie es zur dieser Situation überhaupt kommen konnte. Ob die Auflösung dann jedem gefällt, ist zumindest zweifelhaft. Denn die Botschaft ist vorsichtig formuliert nicht sehr freundlich.</p>
<p>Ohnehin ist <em>Follow Me</em> ein Film, der sich an seinem Twist am Ende messen lassen muss. Wer davon tatsächlich überrascht wird, für den dürfte der Film eine andere Wirkung entfalten als für Zuschauer, die den Plot bereits früher durchschaut haben. Fragen bleiben dennoch offen. Zumindest kann man<em> Follow Me</em> aber attestieren, dass er eine unheimliche und bedrohliche Atmosphäre aufbaut, die er bis zum Ende auch hält. Wer also Spaß an &#8222;Hostel&#8220; und ähnlichen Filmen hat, wird in dieser nicht ganz so brutalen Version auch auf seine Kosten kommen.</p>
<p>Schauspielerisch gibt es wenig zu meckern. Die meist noch unbekannten Darsteller machen ihren Job gut und sorgen so dafür, dass das Publikum schnell mit den Figuren mitleidet. Und Keegan Allen als Cole nimmt man die seelischen Qualen, die er erleiden muss, ebenfalls ab. Doch je mehr sich der Zuschauer mit ihm solidarisiert, desto weniger wird er die Auflösung der Story mögen. So lässt Wernick sein Publikum zwar geschockt zurück, aber nicht unbedingt zufrieden.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Mit <em>Follow Me</em> bringt Regisseur und Autor Will Wernick ein zweischneidiges Schwert in die Kinos. Auf der einen Seite gelingt ihm ein spannender Plot, den er auch atmosphärisch gut umsetzt. Auf der anderen Seite aber lebt der Film extrem von seinem finalen Twist, der bei aufmerksamem Zusehen durchaus schon früh durchschaut werden kann &#8211; und damit eine Menge Spannung flöten geht. Zudem transportiert das Ende auch noch eine unangenehme, zynische Botschaft. Wem Spannung und ein wenig Gore reicht, wird hier aber gut bedient.</p>
<p><strong>Follow Me startet am 20. August 2020 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_9382" aria-describedby="caption-attachment-9382" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9382 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/08/follow-3.jpg" alt="Follow Me" width="1024" height="569" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/08/follow-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/08/follow-3-300x167.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2020/08/follow-3-768x427.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9382" class="wp-caption-text">Doch das ehemalige russische Gefängnis hält für Cole deutlich blutigere Aufgaben bereit, als er erwartet hat,</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: Heilstätten</title>
		<link>https://lauterfilme.de/filmkritik-heilstaetten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Feb 2018 20:50:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Found Footage]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Found Footage, Youtube und ein amtlich unheimlicher Ort in der Nähe von Berlin. Kann so viel angesagte Hippness tatsächlich einen vernünftigen deutschen Horrorfilm ergeben? Michael David Pate versucht mit &#8222;Heilstätten&#8220; den Beweis anzutreten, dass das Genre auch in Deutschland eine Zukunft haben könnte &#8211; hat er damit Erfolg? Horrorfilme und Deutschland hatten einmal eine gewisse Tradition &#8211; aber die ist seit etwa 90 Jahren tot. Tatsächlich galten Filme wie &#8222;Nosferatu&#8220; und &#8222;Das Kabinett des Dr. Caligari&#8220; als Meilensteine des frühen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Found Footage, Youtube und ein amtlich unheimlicher Ort in der Nähe von Berlin. Kann so viel angesagte Hippness tatsächlich einen vernünftigen deutschen Horrorfilm ergeben? Michael David Pate versucht mit &#8222;Heilstätten&#8220; den Beweis anzutreten, dass das Genre auch in Deutschland eine Zukunft haben könnte &#8211; hat er damit Erfolg?</strong></p>
<p>Horrorfilme und Deutschland hatten einmal eine gewisse Tradition &#8211; aber die ist seit etwa 90 Jahren tot. Tatsächlich galten Filme wie &#8222;Nosferatu&#8220; und &#8222;Das Kabinett des Dr. Caligari&#8220; als Meilensteine des frühen Spannungskinos, aber seitdem hat sich Horror in deutschen Produktionen eher zu absoluten Randerscheinungen gewidmet und werden mittlerweile seltener in Kinos gesehen als das Ungeheuer von Loch Ness. Kann der deutsche Regisseur <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_David_Pate" target="_blank" rel="noopener">Michael David Pate</a> (&#8222;Kartoffelsalat&#8220;) dagegen etwas tun?</p>
<figure id="attachment_3546" aria-describedby="caption-attachment-3546" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-3546 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/heil-1-1024x576.jpg" alt="Heilstätten" width="750" height="422" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/heil-1-1024x576.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/heil-1-300x169.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/heil-1-768x432.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/heil-1.jpg 1200w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-3546" class="wp-caption-text">Nervige Youtuber? Daran herrscht in Heilstätten kein Mangel.</figcaption></figure>
<h3>Heilstätten: Die Handlung</h3>
<p>Angesagte Youtuber kennen keine Angst. Zumindest wollen die beiden Kumpel Finn (Timmy Trinks) und Charly (Emilio Sakraya) diesen Eindruck bei ihren Followern wecken und quartieren sich für 24 Stunden in die ehemaligen Heilstätten vor Berlin ein. Dieses Gelände war in der Nazizeit angeblich der Ort vieler Verbrechen von Medizinern an Gefangenen und dort soll es spuken. Ihnen zur Seite steht Youtuberin Betty (Nilam Farooq), die von den beiden überredet wurde, ebenfalls mitzumachen. Vierte im Bunde ist Marnie (Sonja Gerhardt), die auf Youtube einen Anti-Angst-Channel präsentiert.</p>
<p>Hinein gelangen die jungen Leute ohnehin nur, weil Marnies Exfreund Theo (Tom Oliver Schultz, &#8222;Club der roten Bänder&#8220;) als Touristenguide die Schlüssel besitzt und sich von Charly und Finn, ehemaligen Klassenkameraden, bequatschen ließ, sich auf ihren Wunsch einzulassen. Doch schon bald läuft für die Youtuber in den schaurigen Gemäuern einiges deutlich anders, als sie es geplant hatten &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/bgVAiFfLV6E" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Heilstätten: Handwerklich gut &#8230;</h3>
<p>Das Beste gleich zu Beginn: Optisch kann <em>Heilstätten</em> durchaus mit gängigen Found Footage-Produktionen des internationalen Marktes mithalten. Pate und sein Kameramann Pascal Schmit erzeugen gute Bilder mit glaubhaftem Look, die aber dennoch scharf genug sind, um zumindest zu erahnen, was man da gerade zu sehen bekommt. Zudem findet Pate mit der Youtuber-Idee auch einen deutlich plausibleren Grund für die ganzen Kameras vor Ort, als die meisten Found Footage-Produktionen der vergangenen Jahre.</p>
<p>Dazu kommen sympathisch-unsympathische Darsteller, die ihre Rollen als nervtötende Hyper-Kasper der Generation Youtube so gut verkörpern, dass man sich schon früh wünscht, Geister, Killer oder was auch immer mögen erscheinen und mit dem Gemetzel beginnen. Dass es Pate im Lauf der Handlung gelingt, den erst eindimensionalen Figuren doch noch etwas Tiefe &#8211; und damit auch das Mitgefühl der Zuschauer &#8211; zu geben, spricht ebenfalls für Pates Script.</p>
<figure id="attachment_3547" aria-describedby="caption-attachment-3547" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-3547 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/heil-2-1024x576.jpg" alt="Heilstätten" width="750" height="422" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/heil-2-1024x576.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/heil-2-300x169.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/heil-2-768x432.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/heil-2.jpg 1200w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-3547" class="wp-caption-text">Charlie und Finn lassen sich durch Theos Warnungen nicht von ihrem Vorhaben abbringen.</figcaption></figure>
<h3>Heilstätten:&nbsp; &#8230;aber nicht gruselig</h3>
<p>Dennoch fehlt Heilstätten ein entscheidendes Kriterium, das einen guten Horrorfilm ausmacht: Er ist nicht gruselig. Obwohl Pate zu Beginn recht gekonnt Spannung aufbaut und auch den Zuschauer schnell davon überzeugt, dass es an diesem Ort nicht alles mit rechten Dingen zugeht, kann er sich ab der Mitte nicht mehr steigern. Dazu nutzt Pate zum Ende hin die Wackelkamera auch deutlich zu viel. Und geht dem Publikum damit eher an den Magen als an die Nerven.&nbsp;</p>
<p>Und auch die etwas bemühten und gegen Ende einfach zu vielen Haken in der Story funktionieren nur mäßig. Dadurch verliert Heilstätten viel von seiner ursprünglichen guten Atmosphäre und wird wirrer, als die Story es eigentlich nötig gehabt hätte. Als möglicher Auftakt einer neuen Horrortradition in Deutschland ist Heilstätten sicher nicht der schlechteste Start. Zu den richtig guten Vertretern seiner Zunft fehlt es dem Film dann aber doch noch &#8211; vor allem an wirklich gruseligen Momenten. Im Vergleich zu seinem sehr mäßigen <em>Kartoffelsalat</em> legt Pate aber immerhin deutlich zu.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Als erster deutscher Horrorfilm seit Jahren ist <em>Heilstätten</em> tatsächlich keine Katastrophe geworden. Gute Bilder, ein bis zur Mitte gut funktionierender Spannungsbogen und ein cleveres Setting machen aus der ersten Hälfte einen flotten Teenie-Horror, der sich durchaus mit internationaler Konkurrenz messen kann. Wo ein <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-the-autopsy-of-jane-doe/">richtig guter Vertreter</a> des Genres dann aber die Spannung nochmals ordentlich anzieht und ein furioses Finale beschert, bleibt <em>Heilstätten</em> harmlos und blutleer. Ein ordentlicher Anfang einer möglichen Renaissance des deutschen Horrorfilms &#8211; mehr leider noch nicht.</p>
<p><strong>Heilstätten startet am 22. Februar 2018 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_3548" aria-describedby="caption-attachment-3548" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-3548 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/heil-3-1024x683.jpg" alt="Heilstätten" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/heil-3-1024x683.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/heil-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/heil-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/heil-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/heil-3-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/heil-3.jpg 1200w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-3548" class="wp-caption-text">Mädchen allein im Dunkeln &#8211; das bietet Heilstätten sehr regelmäßig.</figcaption></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-heilstaetten/">Filmkritik: Heilstätten</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
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