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	<title>Dark Comedy - lauterfilme.de</title>
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	<title>Dark Comedy - lauterfilme.de</title>
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		<title>Serienkritik: The Boys</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jul 2019 10:51:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Serien Reviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was passiert, wenn ein Comic-Autor bei einem der großen amerikanischen Comic-Verlage arbeitet, aber Superhelden auf den Tod nicht ausstehen kann? Er ignoriert sie, wie Garth Ennis es bei seiner preisgekrönten Serie &#8222;Preacher&#8220; tat. Oder er demontiert sie so sehr es nur geht, wie es der Ire bei &#8222;The Boys&#8220; machte. Die Comic-Serie ist ein explizites Blutbad mit sehr freizügigen Sex-Szenen und viel schwarzem Humor. Haben es diese Zutaten auch in die Serie geschafft, die jetzt bei Amazon Prime startet? Garth [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was passiert, wenn ein Comic-Autor bei einem der großen amerikanischen Comic-Verlage arbeitet, aber Superhelden auf den Tod nicht ausstehen kann? Er ignoriert sie, wie Garth Ennis es bei seiner preisgekrönten Serie <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-preacher-staffel-2/">&#8222;Preacher&#8220;</a> tat. Oder er demontiert sie so sehr es nur geht, wie es der Ire bei &#8222;The Boys&#8220; machte. Die Comic-Serie ist ein explizites Blutbad mit sehr freizügigen Sex-Szenen und viel schwarzem Humor. Haben es diese Zutaten auch in die Serie geschafft, die jetzt bei Amazon Prime startet?</strong></p>
<p>Garth Ennis war nie ein Freund subtiler Töne. Das zeigte er schon in <em>Preacher</em>, dessen TV-Umsetzung lediglich einen kleinen Teil der abgedrehten Story erzählte &#8211; und mit Staffel vier deutlich zu früh endet. Mit seiner zweiten abgeschlossenen Story <em>The Boys</em> schoss er sogar derart deutlich und respektlos gegen DCs Superheldengruppe <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-justice-league/">&#8222;Justice League&#8220;</a>, dass der Verlag die Serie nach sechs Ausgaben nicht weiter veröffentlichen wollte. Und Ennis zum kleinen Verlag Dynamite Comics wechselte. Sind diese Respektlosigkeiten auch in der TV-Adaption erhalten geblieben?</p>
<figure id="attachment_6472" aria-describedby="caption-attachment-6472" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-6472 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/07/boys-1-1024x647.jpg" alt="The Boys" width="750" height="474" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/07/boys-1-1024x647.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/07/boys-1-300x189.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/07/boys-1-768x485.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/07/boys-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6472" class="wp-caption-text">The Seven: Starlight, The Deep, Translucent, Queen Maeve, Black Noir, A-Train und der Homelander sind die beliebtesten Helden der Welt.</figcaption></figure>
<h3>The Boys: Die Handlung</h3>
<p>Eigentlich ist Hughie (Jack Quaid, Sohn von Dennis Quaid und Meg Ryan) ein großer Fan des Superhelden-Teams &#8222;The Seven&#8220; um den fast gottgleichen Anführer The Homelander (Antony Starr). Doch als er mit ansehen muss, wie Seven-Mitglied A-Train mit seinem Supertempo Hughies Freundin quasi pulverisiert, beginnt der junge Mann langsam, anders über die vom Vought-Konzern finanzierten Superhelden zu denken. Vought, geleitet von der undurchschaubaren Madelyn Stillwell (Elizabeth Shue), bietet ihm lediglich eine kleine Entschädigung.</p>
<p>Da begegnet Hughie dem geheimnisvollen Billy Butcher (Karl Urban), der keinen Hehl daraus macht, wie sehr er The Seven hasst. Und der mit ein paar Mitarbeiten &#8211; den Boys &#8211; heimlich versucht, den Ruf und wenn möglich das Leben von Superhelden zu ruinieren und zu beenden. Von Gedanken an Rache beseelt, erklärt sich Hughie bereit, dem Club beizutreten und beim Ausschalten der offenbar außer Kontrolle geratenen Superhelden zu helfen. Angesichts der Fähigkeiten ihrer Gegner ist das allerdings ein lebensgefährlicher Job &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/06rueu_fh30" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>The Boys: Mehr Tempo</h3>
<p>Wennn man die beiden Serien <em>Preacher</em> und <em>The Boys</em> vergleicht, was legitim ist, da beide vom selben Autor stammen und vom gleichen Team produziert werden, dann wird schnell deutlich, dass die Produzenten Seth Rogan und Evan Goldberg aus der Preacher-Erfahrung gelernt haben. Während die erste Staffel dort reichlich langsam begann und sich extrem viel Zeit für überschaubar viel Story ließ, treten die Macher bei <em>The Boys</em> das Gas deutlich stärker durch. In acht Folgen packt die neue Serie viel mehr Story als <em>Preacher</em> in zehn.</p>
<p>Und die hat es in sich. Denn so deutlich wie hier wurden Superhelden noch nie attackiert. Homelander und seine Seven sind, bis auf eine Ausnahme, alles neurotische, selbstverliebte Psychopathen, die ihr Leben ohne Sex und Drogen kaum aushalten. Und die den <em>Boys</em> daher ein sehr nachvollziehbares Motiv für ihre Taten liefern. Dass die alles andere als zimperlich vorgehen, wird niemanden wundern, der mit den Arbeiten von Garth Ennis vertraut ist oder zumindest <em>Preacher</em> mal gesehen hat.</p>
<figure id="attachment_6473" aria-describedby="caption-attachment-6473" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6473 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/07/boys-2-1024x709.jpg" alt="The Boys" width="750" height="519" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/07/boys-2-1024x709.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/07/boys-2-300x208.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/07/boys-2-768x532.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/07/boys-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6473" class="wp-caption-text">Nach dem Tod von Hughies Freundin wirbt Billy Butcher den zornigen jungen Mann für die Boys an.</figcaption></figure>
<h3>Nachvollziehbarer Ärger</h3>
<p>Ennis ist mit seiner Kritk im Comic auch derart deutlich, dass die Reaktion von DC verständllich ist, <em>The Boys</em> nicht weiter zu verlegen. Zwar ist der Homelander optisch eher Captain America als Superman, obwohl er hauptsächlich die Fähigkeiten des Kryptoniers besitzt. Aber Queen Maeve (Wonder Woman), A-Train (The Flash), The Deep (Aquaman) und Black Noir (Batman) sind derart deutlich an die DC-Helden angelehnt, dass die Verlagsentscheidung nicht wirklich verwundert. Mehr Demontage der beliebten Helden geht eigentlich nicht.</p>
<p>Die TV-Serie nimmt diesen Ansatz nahezu unverändert auf und zeigt das Heldenteam als Haufen degenerierter und oftmals auch richtig dummer &#8222;Supes&#8220;, wie sie in der Serie genannt werden, die zwar über Kräfte verfügen, damit oftmals aber überhaupt nicht umgehen können. Hier ist vor allem Antony Starr als Homelander hervorzuheben, der den Psychopathen, der unter der Helden-Oberfläche lauert, ganz großartig verkörpert und dem Zuschauer ständig das Gefühl vermittelt, er könnte jeden Moment etwas unglaublich Böses tun &#8211; einfach, weil er es kann.</p>
<h3>The Boys: Starker Cast</h3>
<p>Und auch Elizabeth Shue als Konzernchefin, die aus den höchst instabilen Supes das Maximum an Kapital herausschlägt, ist in ihrer freundlichen Bösartigkeit absolut sehenswert. Da haben die <em>Boys</em>-Darsteller harte Gegner in der Gunst des Publikums bekommen. Allerdings sind auch die beiden Hauptfiguren der <em>Boys</em> mit Jack Quaid und Karl Urban ausgezeichnet besetzt. Der Neuseeländer spielt den grimmigen und ewig fluchenden Butcher dem Comic-Original erstaunlich ähnlich. Und Quaid verleiht dem eigentlich netten jungen Mann mit Rachewunsch die nötige und glaubwürdige Tiefe.</p>
<p>Der Rest ist ebenfalls mindestens solide, wobei Erin Moriarty als einzige positiv besetzte Heldin Starlight noch ein Sonderlob gebührt. Sie spielt diese Schlüsselrolle der Story mit genau der richtigen Portion Naivität und Herz, dass ihre Erlebnisse den Zuschauer wirklich treffen und die Serie vom reinen Splatter-Spaß mit tiefschwarzem Humor abheben. Und Simon Pegg, im Comic optisches Vorbild von Hughie, hier als Hughies Vater zu besetzten, ist einfach schön. Aber auch die Schauspieler können ein paar der falschen Entscheidungen nicht korrigieren, die vom Produzententeam getroffen wurden.</p>
<figure id="attachment_6474" aria-describedby="caption-attachment-6474" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6474 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/07/boys-3-1024x682.jpg" alt="The Boys" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/07/boys-3-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/07/boys-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/07/boys-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/07/boys-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/07/boys-3-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/07/boys-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6474" class="wp-caption-text">Denn Homelander, mächtigster Superheld der Erde, ist ein eiskalter Psychopath und Killer, der über Leichen geht.</figcaption></figure>
<h3>The Boys: Nicht alle Preacher-Fehler ausgemerzt</h3>
<p>Wie bei <em>Preacher</em> haben die Macher auch hier einige wichtige Elemente der Story verändert. Einige funktionieren sehr gut. So sind die Seitenhiebe auf Marvels Superhelden-Filmerfolge und das Ausbeuten der erfolgreichen Franchises sehr gut gelungen. Aber dass sich Rogan und Goldberg erneut nicht an die vorgegebene Story halten und sie eher als Basis für eigene Ideen nutzen, wird nicht jedem Comic-Leser gefallen. Auch wenn ein paar Änderungen zugunsten des guten Geschmacks durchaus nachvollziehbar sind.</p>
<p>Wie zu erwarten war, hält sich <em>The Boys</em> bei Sexszenen deutlich mehr zurück als der Comic. Immerhin ist es noch eine US-Serie. Die Gewalt ist dagegen ebenso übertrieben und grotesk eingebaut wie bei <em>Preacher</em>. Dass aber ein paar wirklich wichtige Aspekte der Hauptstory (noch) fehlen, schlägt schon stärker ins Gewicht. Ob die dazu gedichteten Handlungsstränge wirklich passen, muss die mit einem satten Cliffhanger endende Serie in einer bereits georderten zweiten Staffel erst noch beweisen. Dennoch: <em>The Boys</em> Staffel 1 ist deutlich besser als <em>Preacher</em> Staffel 1.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Gart Ennis&#8216; bitterböse Abrechnung mit Superhelden und deren Vermarktung durch skrupellose Konzerne setzen Seth Rogan und Evan Goldberg als Produzenten von <em>The Boys</em> gut um. Und bleiben dem Original in Tonalität und expliziter Gewalt stets sehr nahe. Ob aber die neu hinzugefügten Handlungsstränge wirklich mit den Ideen von Ennis konkurrieren können, bleibt abzuwarten. Zumindest ist die erste Staffel bereits überzeugender als der TV-Start von Ennis&#8216; Meisterwerk <em>Preacher</em>, das vom selben Team stammt.</p>
<p><strong>The Boys startet am 26. Juli 2019 bei Amazon Prime.</strong></p>
<figure id="attachment_6475" aria-describedby="caption-attachment-6475" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6475 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/07/boys-4-1024x709.jpg" alt=" " width="750" height="519" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/07/boys-4-1024x709.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/07/boys-4-300x208.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/07/boys-4-768x532.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/07/boys-4.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6475" class="wp-caption-text">Wie töten man einen unsichtbaren, unverwundbaren Superhelden? Billy Butcher hat da eine Idee.</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: Brightburn</title>
		<link>https://lauterfilme.de/filmkritik-brightburn/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jun 2019 08:52:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Dark Comedy]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Sci-Fi]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Superhelden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist ein echtes Familienprojekt. Regisseur James Gunn (&#8222;Guardians of the Galaxy&#8220;), hat &#8222;Brightburn&#8220; produziert, Bruder Brian Gunn und Cousin Mark Gunn haben das Drehbuch beigesteuert. Ein Familienfilm ist dabei allerdings nicht herausgekommen, stattdessen ein streckenweiser ordentlich blutiger Sci-Fi-Horror. Die Grundidee dabei: Was wäre, wenn Superman nicht gut, sondern böse gewesen wäre? Die Antwort auf diese Frage inszenierte James Gunn-Kumpel David Yarovesky. Ist das für Gunn-Fans der richtige Film? Schon 2004 schrieb James Gunn das Drehbuch zum gelungenen &#8222;Dawn of [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist ein echtes Familienprojekt. Regisseur James Gunn (<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-guardians-of-the-galaxy-vol-2/">&#8222;Guardians of the Galaxy&#8220;</a>), hat &#8222;Brightburn&#8220; produziert, Bruder Brian Gunn und Cousin Mark Gunn haben das Drehbuch beigesteuert. Ein Familienfilm ist dabei allerdings nicht herausgekommen, stattdessen ein streckenweiser ordentlich blutiger Sci-Fi-Horror. Die Grundidee dabei: Was wäre, wenn Superman nicht gut, sondern böse gewesen wäre? Die Antwort auf diese Frage inszenierte James Gunn-Kumpel David Yarovesky. Ist das für Gunn-Fans der richtige Film?</strong></p>
<p>Schon 2004 schrieb James Gunn das Drehbuch zum gelungenen &#8222;Dawn of the Dead&#8220;-Remake, zwei Jahre später inszenierte er seinen ersten langen Spielfilm, den er auch gleich selber schrieb &#8211; den Funsplatter-Horror &#8222;Slither&#8220;. Schon da zeigte sich Gunns Vorliebe für einige Schauspieler, denn mit den Stars von damals &#8211; Elizabeth Banks, jetzt in <em>Brightburn,</em> und Henry Rooker, der in den meisten Gunn-Filmen mitwirkt &#8211; arbeitet er noch immer gern. Gunn ist also schon lange Fan von Horror, Comedy und Comics &#8211; ist das auch hier eine gute Mischung?</p>
<figure id="attachment_6311" aria-describedby="caption-attachment-6311" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6311 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/bright-1-1024x445.jpg" alt="Brightburn" width="750" height="326" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/bright-1-1024x445.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/bright-1-300x131.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/bright-1-768x334.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/bright-1-1200x520.jpg 1200w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/bright-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6311" class="wp-caption-text">Der Fund aus dem All ist für Tori und ihren Mann ein Geschenk Gottes. Ein Irrtum, wie sich herausstellt.</figcaption></figure>
<h3>Brightburn: Die Handlung</h3>
<p>Tori Breyer (Elizabeth Banks) und ihr Mann Kyle (David Denman) leben zufrieden auf einer Farm in einer Kleinstadt in Kansas. Zum ganz großen Glück fehlt nur noch ein Kind, doch das Paar ist unfruchtbar. Da mutet es wie ein Wunder an, dass eines Nachts ein Baby buchstäblich vom Himmel fällt. Die beiden behalten die genauen Umstände für sich, geben das Kind als adoptiert an und ziehen es als ihren eigenen Sohn auf. Doch mit zwölf Jahren beginnt Brandon ( Jackson A. Dunn) plötzlich, sich merkwürdig zu verhalten. Offenbar verfügt der Junge über besondere Fähigkeiten.</p>
<p>So entdeckt Brandon, dass er unverwundbar ist, superschnell rennen und sogar fliegen kann und über enorme Stärke verfügt. Und es zieht ihn plötzlich magisch in die alte Scheune seiner Eltern, in der unter einer fest verschlossenen Falltür ein Geheimnis wartet. Und weil Brandon, der Außenseiter in der Schule, sich plötzlich gegen die fiesen Mitschüler zur Wehr setzen kann, gibt es bald erste Probleme. Während Kyle bald misstrauisch wird, als einige seltsamen Dinge im Ort geschehen, hält Tori eisern zu ihrem Ziehsohn. Ob das eine gute Idee ist?<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/oD1vbhicJUY" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Brightburn: Das gelbe S ist gut zu sehen</h3>
<p>Raumschiff mit einem Säugling an Bord stürzt in ein Feld in Kansas, ein Ehepaar findet das Kind und nimmt es an. In der Pubertät entwickelt der Sohnemann plötzlich Kräfte. Dass diese Geschichte zu Superman gehört, weiß jedes Kind. Und James Gunn, dem die Story als großer Comicfan sicher ein Begriff ist, produzierte ein Drehbuch, dass genau die gleiche Story erzählt. Zwar kippt die Story dann in die genaue Gegenrichtung und präsentiert ein Kind, dass sich zum psychopathischen Killer entwickelt, dennoch sind die Parallelen mehr als deutlich.</p>
<p>Dass Warner <em>Brightburn</em> ohne Klage durchgewunken hat, mag am Einsatz James Gunns als neuer Regisseur für den nächsten &#8222;Suicide Squad&#8220; liegen, Comicfans wird <em>Brightburn</em> jedenfalls sehr bekannt vorkommen. Und viel mehr als die Variation der bekannten Heldensaga hat Yaroveskys Film auch nicht zu bieten. Nachdem die Entstehungsgeschichte erzählt ist, die über die Herkunft des Kindes nichts verrät, geht es ans Morden. Das ist blutig, böse und hat auch ein paar humoristische Elemente, wenn die auch sehr makaber ausfallen.</p>
<figure id="attachment_6312" aria-describedby="caption-attachment-6312" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6312 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/bright-2-1024x683.jpg" alt="Brightburn" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/bright-2-1024x683.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/bright-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/bright-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/bright-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/bright-2-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/bright-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6312" class="wp-caption-text">Das Blut anderer Leute findet Brandon ungemein interessant, sein eigenes scheint sicher hinter unverwundbarer Haut.</figcaption></figure>
<h3>Brightburn: Viel Blut, kein Horror</h3>
<p>Viel mehr als ein paar explizit brutale Momente hat der Film aber auch nicht zu bieten. Auf Finessen oder Twists in der Story wartet der Zuschauer ebenso vergeblich wie auf Antworten. Schon früh macht das Drehbuch klar, auf welches Finale <em>Brightburn</em> hinausläuft und den Kurs hält der Film eisern. Das ist zu keinem Moment unheimlich oder gruselig, obwohl Yarovesky alle bekannten Kameraeinstellungen und gängige Techniken nutzt. Aber es gelingt dem Regisseur nicht, die Zuschauer zu irgendeinem Moment des Films emotional zu erreichen.</p>
<p>Obwohl die Schauspieler sich durchaus Mühe geben, bleiben deren Schicksale dem Publikum gleichgültig, zu wenig kümmert sich das Drehbuch darum, aus einer Ansammlug von Klischees und Nebenfiguren, die ausschließlich zum Sterben vorgesehen sind, echte Charaktere zu machen, um die das Publikum zittern könnte. Und so bleibt nur der selten auftauchende, schräge Humor der Gunn-Familie, der <em>Brightburn</em> ein wenig von Horror-Durchschnittsware abhebt und das Kinoerlebnis zumindest für beinharte Fans lohnenswert macht.</p>
<p>Sony dürfte mit dem Film dennoch zufrieden sein, da James Gunn die Produktion tatsächlich für nur sechs bis zwölf Millionen Dollar auf die Beine stellte und Yarovesky daraus einen Film machte, der teurer aussieht. Und der bereits etwa 30 Millionen eingespielt hat. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, wie viele Möglichkeiten das Drehbuch hier verschenkt hat. Statt einen wirklich innovativen Beitrag gegen die Superhelden-Schwemme zu setzen, belassen es die Gunns bei blutigem, aber unoriginellen Genre-Kino.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Schade! Der Trailer schien allen Fans von Comics und Horrorstorys einen frischen Blick auf DCs großen Helden zu bescheren. Das mäßige Drehbuch schafft es aber nicht, das Projekt in wirklich interessante Sphären abheben zu lassen. Die Grundidee bleibt stark, die Ausführung krankt aber an extremer Vorhersehbarkeit und fast komplett fehlender Spannung. Ein paar gute Szenen reichen eben nicht für einen guten Film. So ist <em>Brightburn</em> nur Durchschnitt.</p>
<p><strong>Brightburn startet am 20. Juni 2019 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<p>Mehr Kritiken zu den aktuellen Horrorfilmen <a href="https://lauterfilme.de/horror-2019-das-kommt-ins-kino/">gibt es hier.</a></p>
<figure id="attachment_6313" aria-describedby="caption-attachment-6313" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6313 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/bright-3-1024x683.jpg" alt="Brightburn" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/bright-3-1024x683.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/bright-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/bright-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/bright-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/bright-3-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/06/bright-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6313" class="wp-caption-text">Mit Gruselmaske und Cape legt Brandon dann richtig los, was Mord und Totschlag angeht.</figcaption></figure>
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