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		<title>Filmkritik: The Tomorrow War</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jul 2021 20:41:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Auch wenn es inzwischen Silberstreifen am Horizont gibt, so hat Corona doch noch immer Auswirkungen auf den Alltag. Denn eigentlich hätten die Zuschauer sich den Sci-Fi-Kracher &#8222;The Tomorrow War&#8220; mit Chris Pratt und Yvonne Strahovski im Kino ansehen sollen. Doch Paramount, das den Film produzierte, war letztlich doch mehr am sicheren und schnellen Geld interessiert und verkaufte die Rechte an Amazon Prime. Oft haftet solchen Filmen die Vermutung an, dass die Qualität nicht gut genug für die große Leinwand schien [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn es inzwischen Silberstreifen am Horizont gibt, so hat Corona doch noch immer Auswirkungen auf den Alltag. Denn eigentlich hätten die Zuschauer sich den Sci-Fi-Kracher &#8222;The Tomorrow War&#8220; mit Chris Pratt und Yvonne Strahovski im Kino ansehen sollen. Doch Paramount, das den Film produzierte, war letztlich doch mehr am sicheren und schnellen Geld interessiert und verkaufte die Rechte an Amazon Prime. Oft haftet solchen Filmen die Vermutung an, dass die Qualität nicht gut genug für die große Leinwand schien und die Studios deshalb froh waren, solche potenziellen Rohrkrepierer an einen Streaming-Dienst zu verkaufen. Sind diese Befürchtungen bei <strong>The Tomorrow War</strong> berechtigt? Das und mehr klärt die Kritik.</p>
<figure id="attachment_10181" aria-describedby="caption-attachment-10181" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-10181 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/war-1.jpg" alt="Chris Pratt" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/war-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/war-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/war-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/war-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/war-1-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10181" class="wp-caption-text">Eben noch Lehrer, nun muss Dan Forester in einen Krieg ziehen, der erst in 26 Jahren beginnt.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>2022. Im TV läuft gerade das Endspiel der Fußball-WM, als die Geburtstagsfeier von Dans (Chris Pratt) Tochter jäh unterbrochen wird. In einem großen Auftritt erscheinen plötzlich Soldaten in der Fußball-Arena &#8211; und die erstaunte Familie samt Gästen verfolgt das Spektakel auf dem Fernseher live mit. Die Botschaft der Neuankömmlinge ist einfach und klar. Aliens werden in 26 Jahren die Erde angreifen und schon 2051, dem Jahr, aus dem sie Soldaten kommen, steht die Menschheit kurz vor der totalen Vernichtung durch die Kreaturen. Die Zukunft braucht Krieger aus der Vergangenheit, um noch eine Chance aufs Überleben zu haben.</p>
<p>Bald erfährt Dan, dass auch er als Rekrut eine Woche Militärdienst in der Zukunft ableisten muss. Längst ist bekannt, dass nur jeder Dritte diese sieben Tage überlebt und zurückkehrt. Und auch beim Transport dorthin kann etwas schief gehen, wie Dan leidvoll erfahren muss. Dennoch gelingt es ihm in seinem ersten Einsatz, wertvolle Daten und Proben der Aliens aus einem Labor zu retten, bevor Miami dem Erdboden gleich gemacht wird. Durch diese Leistung lernt er auch die Chef-Wissenschaftlerin der noch verbliebenen Menschheit kennen. Und das ist ein Schock. Denn hinter Colonel Forester verbirgt sich seine erwachsene Tochter Muri (Yvonne Strahovski) &#8230;</p>
<figure id="attachment_10182" aria-describedby="caption-attachment-10182" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10182 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/war-2.jpg" alt="Tomorrow War" width="1024" height="577" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/war-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/war-2-300x169.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/war-2-768x433.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10182" class="wp-caption-text">Schon die Ankunft in der Zukunft verläuft für Dan und seine Kameraden ganz anders als geplant.</figcaption></figure>
<h2>Edge of Tomorrow 2.0?</h2>
<p>Die Story klingt verdächtig nach dem Sci-Fi-Hit &#8222;Edge of Tomorrow&#8220;, in dem Tom Cruise und Emily Blunt in einem sich stets wiederholenden Tag gegen Aliens kämpften. Und so ganz von der Hand zu weisen ist dieser Vergleich auch nicht. Hier wie dort geht es um Zeitreisen und um wichtige Informationen, die sich die Menschheit erst mit großen Opfern erkaufen muss. Beide Filme verfügen über ein kluges Drehbuch, das im Fall von <strong>Tomorrow War</strong> von Zach Dean, einem der zurzeit angesagten neuen Hollywood-Autoren, verfasst wurde. Doch es gibt auch deutliche Unterschiede.</p>
<p>Die liegen vor allem in der Tonalität. Während Cruises Charakter in <strong>Edge of Tomorrow</strong> eigentlich ein selbstgerechter Drückeberger ist, der erst mühsam in die Heldenrolle hineinwachsen muss, verkörpert Chris Pratt als Lehrer mit Militärvergangenheit den perfekten Helden bereits zu Beginn. Und der deutlich spürbare Humor in <strong>Edge of Tomorrow</strong> weicht in <strong>Tomorrow War</strong> dem Pathos. Es ist nicht so, dass nicht auch Cruises Sci-Fi-Kracher seine heroischen Momente zelebriert, doch Tomorrow War nutzt dieses Mittel der Erzählung weitaus häufiger. Und nimmt sich dabei auch deutlich ernster.</p>
<figure id="attachment_10183" aria-describedby="caption-attachment-10183" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10183 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/war-3.jpg" alt="Chris Pratt" width="1024" height="638" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/war-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/war-3-300x187.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/war-3-768x479.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/war-3-400x250.jpg 400w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10183" class="wp-caption-text">Der Anblick der Aliens schockt sogar den Ex-Soldaten Dan bis ins Mark.</figcaption></figure>
<h2>Fiese Aliens, gut getrickst</h2>
<p>Nahe beieinander sind die beiden Filme dann wieder bei der Tricktechnik. Da kann <strong>Tomorrow War</strong> mit dem sieben Jahre älteren <strong>Edge of Tomorrow</strong> gut mithalten und zeigt, dass die Produktion ursprünglich fürs Kino gedacht war. Denn Regisseur Chris McKay, der erstaunlicherweise von Comedy-Produktionen wie &#8222;The Lego-Movie&#8220; kommt, kleckert nicht, sondern klotzt richtig los. Ein Miami in Trümmern ist nur der Beginn eines üppigen Effektgewitters, das McKay auf die Bildschirme der Zuschauer zaubert.&nbsp; Dazu gehört auch ein schön-ekliges Kreaturen-Design der Aliens. Sci-Fi-Fans können allein deswegen schon einschalten.</p>
<p>Chris Pratt beweist in seiner Rolle einmal mehr, dass er seinen reinen Comedy-Anfängen mittlerweile entwachsen ist und auch den Actionstar nicht nur witzig wie in &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-guardians-of-the-galaxy-vol-2/">Guardians of the Galaxy</a>&#8222;, sondern auch relativ ernst spielen kann. Zwar übertreibt es das Drehbuch zum Finale hin ein wenig mit dem Heldenmut und den Fähigkeiten seiner Figur, aber Pratt bleibt immer sympathisch und gibt dem eigentlich flachen Charakter zumindest so viel Tiefgang, dass das eine oder andere moralische Dilemma recht ordentlich funktioniert.</p>
<figure id="attachment_10184" aria-describedby="caption-attachment-10184" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10184 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/war-4.jpg" alt="Tomorrow War" width="1024" height="639" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/war-4.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/war-4-300x187.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/war-4-768x479.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/war-4-400x250.jpg 400w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10184" class="wp-caption-text">Trotz aufopfernder Kämpfe merkt Dan bald: Die Menschheit steht kurz vor der Vernichtung.</figcaption></figure>
<p>Davon gibt es allerdings nicht allzu viele. Das Drehbuch beschränkt sich auf die klassische Story von der Invasion, die zurückgeschlagen werden muss, platziert aber immerhin ein paar Seitenhiebe auf das aktuelle weltweite Ignorieren der Klimaerwärmung. McKay inszeniert seinen Star als aufrechten Helden ohne Allüren und mit dem Herz auf dem rechten Fleck. Allerdings auch ohne besondere Ecken und Kanten. Spaß macht das Ganze trotzdem.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Mit <strong>The Tomorrow War</strong> hat sich Amazon Prime von Paramount einen Kinofilm geholt, der den Namen verdient. Die Action und die Spezialeffekte haben Top-Niveau und verdecken mit ihrer optischen Wucht auch die eine oder andere mäßig glaubhafte Stelle im Script. Auch wenn das Pathos des heldenhaften Soldaten hier und da überstrapaziert wird, so kann das Ensemble um Chris Pratt, Yvonne Strahovski, Betty Gilpin und J.K. Simmons doch jederzeit überzeugen. Zwar kann der Film nicht ganz mit dem brillanten <strong>Edge of Tomorrow</strong> mithalten, weit davon entfernt ist er aber auch nicht. Für Sci-Fi-Action-Fans ist <strong>The Tomorrow War</strong> jedenfalls ein Muss.</p>
<p><strong>The Tomorrow War startet am 2. Juli 2021 bei Amazon Prime (mit deutscher Tonspur).</strong></p>
<figure id="attachment_10185" aria-describedby="caption-attachment-10185" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-10185 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/war-5.jpg" alt="Yvonne Strahovski" width="1024" height="684" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/war-5.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/war-5-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/war-5-768x513.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/war-5-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/07/war-5-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-10185" class="wp-caption-text">Deshalb versucht Dans mittlerweile erwachsene Tochter Muri, eine Waffe gegen die Aliens zu entwickeln.</figcaption></figure>
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		<title>Serienkritik: Loki</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Jun 2021 10:24:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Für &#8222;Loki&#8220; wäre es natürlich keine Frage, dass er mindestens einen eigenen Film verdient hätte. Disney hat dem heimtückischen Gott aus Asgard nun aber wenigstens eine Serie gegeben, in der er sich so richtig austoben kann. Für Kevin Feige und Disney dürfte das eine einfache Entscheidung gewesen sein. Gehört die Figur doch seit ihrem ersten Auftritt zu den beliebtesten Schurken im MCU &#8211; und nach Meinung mancher Fans damit zu den wenigen, wirklich überzeugenden Gegnern der Helden. Der Loki, dem [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Für &#8222;Loki&#8220; wäre es natürlich keine Frage, dass er mindestens einen eigenen Film verdient hätte. Disney hat dem heimtückischen Gott aus Asgard nun aber wenigstens eine Serie gegeben, in der er sich so richtig austoben kann. Für Kevin Feige und Disney dürfte das eine einfache Entscheidung gewesen sein. Gehört die Figur doch seit ihrem ersten Auftritt zu den beliebtesten Schurken im MCU &#8211; und nach Meinung mancher Fans damit zu den wenigen, wirklich überzeugenden Gegnern der Helden. Der <strong>Loki</strong>, dem wir in seiner eigenen Serie begegnen, ist allerdings eine ganz besondere Version. Denn er weiß nicht alles, was Fans des MCU wissen. Entsteht daraus eine besonders reizvolle Story?</p>
<figure id="attachment_9886" aria-describedby="caption-attachment-9886" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9886 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/loki-1.jpg" alt="Loki" width="1024" height="683" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/loki-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/loki-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/loki-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/loki-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/loki-1-600x400.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9886" class="wp-caption-text">So schnell kann es gehen. Gerade war Loki noch ein Gott aus Asgard, nun ist er ein machtloser Gefangener der TVA.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Wir schreiben das Jahr 2012. Die Endgame-Avengers sammeln die Infinity-Steine aus der Vergangenheit ein, um den Snap von Thanos rückgängig zu machen. Dabei kann der frisch eingefangene Loki (Tom Hiddleston) mithilfe des Tesserakts entkommen. Und landet nicht im Gefängnis von Asgard, wie es eigentlich hätte geschehen sollen. Das ruft die Spezialisten einer Organisation auf den Plan, die sich um die Beibehaltung der &#8222;heiligen Zeitlinie&#8220; kümmert &#8211; denn die hat Loki gerade beschädigt. Und so steht er kurze Zeit später vor Gericht der &#8222;Time Variance Authority&#8220; und muss sich vor Richterin Ravonna (Gugu Mbatha-Raw) für seine Taten verantworten.</p>
<p>Wie so oft hat Loki Glück im Unglück. Denn statt für sein Zeitverbrechen desintegriert zu werden, nimmt sich Agent Mobius (Owen Wilson) seiner an. Der Zeitschützer möchte von Loki Details über dessen Werdegang wissen. Und zeigt ihm seinerseits, was in seiner Zeitlinie hätte passieren sollen. Und sogar ein machthungriger Gott wie Loki muss feststellen, dass es auch noch andere Dinge im Leben gibt als das Streben nach Herrschaft. Mobius versucht, Loki als Mitarbeiter zu gewinnen und der kluge Asgardier vermutet bald zu Recht, dass es sich um einen mächtigen Gegner handeln muss, wenn die TVA gewillt ist, ihn für seine Verbrechen zu verschonen, um dafür in diesem Kampf zu helfen. Wird sich Loki tatsächlich dafür entscheiden, etwas Gutes zu tun?</p>
<p><iframe title="Marvel Studios&#039; Loki | Official Trailer | Disney+" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/nW948Va-l10?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Cooler Retro-Look</h2>
<p>Dass Marvel nach mehr als 20 Filmen mit viel Superhelden-Action langsam neue Wege gehen muss, um sein Publikum zu unterhalten, hat Studiochef Kevin Feige klar realisiert. So zeigte schon &#8222;Wandavision&#8220; deutlich auf, dass Marvel sich nun auch Experimente zutraut, die in den Anfangsjahren wohl noch nicht funktioniert hätten. Nachdem &#8222;Falcon and the Winter Soldier&#8220; wieder eher für das traditionelle MCU stand, kommt nun Loki als dritte Marvel-Serie bei Disney+ zum Zug &#8211; und pendelt sich in der Mitte ein. Denn ganz so schräg wie <strong>Wandavision</strong> fällt <strong>Lokis</strong> Zeitreise in Folge eins noch nicht aus. Dass es hier aber bedeutend schräger zugeht als bei Sams und Buckys Kampf, wird ebenso schnell klar.</p>
<p>Am deutlichsten zeigt sich das bei der Optik der neuen Serie. Obwohl die Technik extrem futuristisch ist, sieht alles aus, als stamme es aus den späten 70er Jahren. Der Style, den Regisseurin Kate Herron ihrer Serie verpasst hat, ist deshalb regelrecht auffällig aus der Zeit gefallen. Und passt damit zum ständig vorherrschenden, leicht ironischen Ton, in dem <strong>Lokis</strong> neue Abenteuer erzählt werden. Das beginnt damit, dass die TVA <strong>Lokis</strong> nicht gerade geringen Kräfte problemlos ausschalten kann. Und endet mit einer ganzen Schublade voller Infinity-Steine, die innerhalb der Zeitagentur offenbar nicht die geringste Macht besitzen. Drehbuchautor Michael Waldron, der auch den neuen &#8222;Doctor Strange&#8220;-Film schrieb, traut sich hier einiges, um den Fans ein möglichst frisches und anderes Abenteuer zu präsentieren.</p>
<figure id="attachment_9887" aria-describedby="caption-attachment-9887" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9887 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/loki-2.jpg" alt="Loki" width="1024" height="691" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/loki-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/loki-2-300x202.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/loki-2-768x518.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9887" class="wp-caption-text">Und Lokis Richterin Ravonna kennt bei Zeitverbrechen kein Pardon.</figcaption></figure>
<h2>Ruhiger, aber witziger Start</h2>
<p>Dabei ist die erste Folge lediglich ein Aufstellen der Figuren auf dem Schachbrett der eigentlichen Handlung. So richtig viel passiert in den ersten, gut 45 Minuten noch nicht. Auch hier ist der Unterschied zur <strong>Falcon</strong>-Serie deutlich, deren erste Episode bereits einige spektakuläre Action-Sequenzen enthielt. <strong>Loki</strong> teasert hier lediglich an, dass man von der Serie durchaus noch einige epochale Kämpfe erwarten darf &#8211; zwischen sehr unerwarteten Gegnern. Denn die Enthüllung, welchen Schurken <strong>Loki</strong> hier eigentlich zur Strecke bringen soll, passt nicht nur perfekt zum Serienkonzept. Sondern verspricht auch eine ganze Menge Spaß. Allerdings führt die Serie auch neue, mächtige Charakter ein. Deren Wirken in den kommenden Filmen und Serien des MCU wohl noch eine bedeutende Rolle spielen dürften, angefangen bei <strong>Doctor Strange</strong>.</p>
<p>Schauspielerisch ist Hiddleston wie immer eine Bank. Seine Interpretation von <strong>Loki</strong>, die sich deutlich von der eher traditionellen Figur in der Netflix-Serie &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/ragnarok-staffel-2-kritik-serie-netflix/">Ragnarok</a>&#8220; unterscheidet, macht wieder einmal viel Spaß und ist für mehr als einen Lacher gut. Dennoch verliert <strong>Loki</strong> nie seine latente Gefährlichkeit. Und schafft es erneut, mit seinem nicht vorhersehbaren Verhalten deutlich zu machen, dass er nie der klassische Marvel-Held werden wird, den sein Bruder darstellt. Seine Szenen mit Owen Wilson sind auch deshalb zum Niederknien gut, weil die beiden Schauspieler sich die Bälle extrem gekonnt zuspielen und sich gegenseitig Raum lassen. Dabei ist vor allen der Kontrast zwischen dem stets aggressiven <strong>Loki</strong> und dem stoischen Mobius eine echte Schau.</p>
<figure id="attachment_9888" aria-describedby="caption-attachment-9888" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9888 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/loki-3.jpg" alt="Loki" width="1024" height="672" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/loki-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/loki-3-300x197.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/loki-3-768x504.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9888" class="wp-caption-text">Loki hat Glück, dass Zeitagent Mobius einen besseren Verwendungszweck für ihn sieht als den Tod.</figcaption></figure>
<p>Bei allen Unterschieden, die <strong>Loki</strong> gegenüber den meisten Filmen und Serien aufweist, sind aber die typischen Marvel-Zutaten vorhanden. Auch wenn die Serie keine reine Komödie ist und sich in den kommenden Folgen wohl auch noch ernsthafter präsentieren dürfte als in der Startepisode, so ist der bekannte und beliebte Marvel-Humor in kurzen Szenen oder Dialogen fast ständig vorhanden. Auch so ein wichtiges Thema wie die Zeitlinie kommt hier nicht ganz ohne Lacher aus. Und das ist auch gut so. Schließlich ist das neben den tricktechnisch grandiosen Storys auch ein Teil des Erfolges. Und <strong>Loki</strong> ist nun einmal unbestritten immer dann am besten, wenn er seinen galligen Humor ausleben darf. Das scheint in seiner eigenen Serie der Fall zu sein.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Mit <strong>Loki</strong> beweist Marvel, dass sie die Zeichen der Zeit erkannt haben. Anders als die bisherigen Disney+-Serien Wandavision und Falcon and the Winter Soldier, aber auch anders als die letzten Kinofilme, bereichert <strong>Loki</strong> das MCU um eine weitere Facette. Dass der als <strong>Loki</strong> grandios aufspielende Tom Hiddleston eine Serie würde tragen können, darüber dürften bei den Fans des MCU kaum Zweifel bestanden haben. Wie schräg und doch fürs MCU relevant Drehbuchautor Michael Waldron die Story der Serie anlegt, ist aber eine kleine Überraschung. Denn hier wird schon in der ersten Episode die Tür zu Phase 4 und möglichen weiteren weit aufgestoßen. So überrascht die Serie durch ihren Inhalt, aber auch durch ihren einzigartigen Look. Wer nach <strong>Endgame</strong> den Schwanengesang fürs MCU befürchtete, kann aufatmen: Das Haus der Ideen hat noch genug.</p>
<p><strong>Loki startet am 9. Juni 2021 bei Disney+ mit einer Folge pro Woche.</strong></p>
<figure id="attachment_9889" aria-describedby="caption-attachment-9889" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-9889 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/loki-4.jpg" alt="Tom Hiddleston" width="1024" height="559" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/loki-4.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/loki-4-300x164.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/06/loki-4-768x419.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-9889" class="wp-caption-text">Aber kann Mobius dem bekanntermaßen unzuverlässigen Gott wirklich trauen?</figcaption></figure>
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