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	<title>Spielberg - lauterfilme.de</title>
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	<description>Filme, Serien und viel mehr</description>
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	<title>Spielberg - lauterfilme.de</title>
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		<title>Filmkritik: Ready Player One</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Mar 2018 18:40:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Action]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit &#8222;Ready Player One&#8220; kehrt Steven Spielberg im gesetzten Alter von 71 Jahren zu der Art Film zurück, die ihn groß gemacht hat: dem optisch herausragenden Popcorn-Kino. Der gleichnamige Roman von Ernest Kline aus dem Jahr 2011 gilt vor allem bei Gamern als Kultbuch. Kann die Verfilmung des Hollywood-Altmeisters diesem Anspruch gerecht werden? Obwohl Steven Spielberg bereits in den mittleren 80ern begann, auch anspruchsvollere Filme zu drehen (&#8222;Die Farbe Lila&#8220;), darf wohl 1994 als Wendepunkt seiner Karriere gelten. In diesem [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-ready-player-one/">Filmkritik: Ready Player One</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit &#8222;Ready Player One&#8220; kehrt Steven Spielberg im gesetzten Alter von 71 Jahren zu der Art Film zurück, die ihn groß gemacht hat: dem optisch herausragenden Popcorn-Kino. Der gleichnamige Roman von Ernest Kline aus dem Jahr 2011 gilt vor allem bei Gamern als Kultbuch. Kann die Verfilmung des Hollywood-Altmeisters diesem Anspruch gerecht werden?</strong></p>
<p>Obwohl <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Steven_Spielberg" target="_blank" rel="noopener">Steven Spielberg</a> bereits in den mittleren 80ern begann, auch anspruchsvollere Filme zu drehen (&#8222;Die Farbe Lila&#8220;), darf wohl 1994 als Wendepunkt seiner Karriere gelten. In diesem Jahr arbeitete der Regisseur gleichzeitig an &#8222;Jurassic Park&#8220; und &#8222;Schindlers Liste&#8220;. Und bewies damit, wie vielseitig begabt er wirklich war. Sein Dino-Film gilt bis heute als tricktechnisch bahnbrechend und extrem unterhaltsam. Spielbergs Blick auf den Holocaust trieb Millionen Zuschauern Tränen in die Augen und räumte bei den Oscars ab.</p>
<p>Seitdem war von den vor Ideen überschäumenden Popcorn-Meilensteinen des frühen Spielberg nur noch selten etwas zu sehen, der Meister begab sich meist auf ernsthaftere Pfade, zuletzt mit <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-die-verlegerin/">&#8222;Die Verlegerin&#8220;</a>. Und so stellen sich Fans bei <em>Ready Player One</em> die Frage: Kann Spielberg noch solche Filme drehen wie früher?</p>
<figure id="attachment_3759" aria-describedby="caption-attachment-3759" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-3759 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/03/ready-1-1024x447.jpg" alt="READY PLAYER ONE" width="750" height="327" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/03/ready-1-1024x447.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/03/ready-1-300x131.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/03/ready-1-768x335.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/03/ready-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-3759" class="wp-caption-text">Als Parzifal (Mitte) jagt Wade mit seinen Freunden die drei Schlüssel, die die Kontrolle über die OASIS ermöglichen sollen.</figcaption></figure>
<h3>Ready Player One: Die Handlung</h3>
<p>Wir schreiben das Jahr 2045. Der 18-jährige Wade Watts (Tye Sheridan, &#8222;X-Men: Apocalypse&#8220;) lebt in Columbus, Ohio, der am schnellsten wachsenden Stadt auf dem Erdball. Die Erde ist in einem erbärmlichen und unrettbaren Zustand. Und so vertreiben sich die Menschen die Zeit bis zum Untergang in der &#8222;OASIS&#8220;, einem Spiel, in dem jeder sein kann, wer er möchte. Und tun kann, was er will. Dort heißt Wade &#8222;Parzifal&#8220; und ist einer der besten &#8222;Gunter&#8220; (Egg-Hunter). So nennen sich die Spieler, die nach den Hinweisen (&#8222;Easter-Eggs&#8220;) des verstorbenen Spiele-Erfinders James Halliday (Mark Rylance) suchen, die der im Spiel versteckt hat.</p>
<p>Wer alle drei findet, soll nicht nur unermesslich reich werden, sondern dann auch die Geschicke der OASIS kontrollieren. Gemeinsam mit ein paar Freunden, darunter die kämpferische &#8222;Artemis&#8220; alias Samantha (Olivia Cooke, <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-the-limehouse-golem/">&#8222;The Limehouse Golem&#8220;</a>), sucht Wade im Inneren des Spiels und in der Historie von Halliday nach Spuren, die auch die Easter-Eggs hindeuten könnten. Das allerdings ist Nolan Sorrento (Ben Mendeslon) dem Chef des mächtigen Konzerns &#8222;IOI&#8220; ein Dorn im Auge, der mithilfe Tausender von angestellten Spielern selbst in den Besitz der OASIS kommen will. Ein Wettrennen zwischen dem Online-Riesen und dem Häufchen Gamer beginnt, bei dem IOI jedes Mittel recht ist, um zu siegen &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/vnDrbLLKDLk" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Ready Player One: Anspielungen im Minutentakt</h3>
<p>Der Spaßfaktor an <em>Ready Player One</em> ist einfach zu messen. Je mehr man sich in der Games-, Musik- und Filmwelt der 80er auskennt, desto mehr Laune macht der Film. Spielberg und sein Drehbuchautor Zak Penn (&#8222;Avengers&#8220;, &#8222;X-Men: Der letzte Widerstand&#8220;) feuern aus allen Rohren Figuren, Orte und Gegenstände aus dieser Zeit auf die Leinwand und sorgen bei Zuschauern entsprechenden Alters (oder Wissens) für Dauergrinsen. Von Trinkspielen wie etwa &#8222;Bei jeder erkannten Anspielung einen Schnaps trinken&#8220; ist daher dringend abzuraten, da man sonst nach zehn Minuten ins Krankenhaus müsste.</p>
<p>So fährt Parzifal bei einem Autorennen, dem ersten Easter-Egg Hallidays, einen DeLorean, den viele Fans als Zeitmaschine aus &#8222;Zurück in die Zukunft&#8220; kennen. Artemis erlaubt sich einen Spaß mit &#8222;Alien&#8220; und in einem Kampf taucht ganz kurz eine fiese Figur mit grün-rot geringeltem Pullover und Messerhandschuh auf. Gleich zu Beginn des Films, wenn Wade dem Publikum erklärt, wie sehr die Welt zum Teufel geht, läuft im Hintergrund &#8222;Jump&#8220; von &#8222;Van Halen&#8220;. Vor allem für Stephen King-Fans ist eines der Schlüsselrätsel eine Offenbarung. Diese Aufzählung ließe sich noch sehr lange weiterführen, denn Spielberg konnte außer Disney alle Studios überzeugen, die Erlaubnis für dieses 80er Feuerwerk herauszurücken.</p>
<figure id="attachment_3760" aria-describedby="caption-attachment-3760" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-3760 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/03/ready-2-1024x563.jpg" alt="READY PLAYER ONE" width="750" height="412" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/03/ready-2-1024x563.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/03/ready-2-300x165.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/03/ready-2-768x422.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/03/ready-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-3760" class="wp-caption-text">Diese Schlüssel überreicht der Avatar des Spielerfinders Halliday an den, der eines der drei Rätsel lösen kann.</figcaption></figure>
<h3>Ready Player One: Flotte Handlung, Top-Effekte</h3>
<p>Aber das ist nichts alles, was hier Spaß macht. Denn der Film tritt über seine gesamten 140 Minuten Länge so gut wie nie auf die Bremse, sondern präsentiert ein nie zu enden scheinendes Actiongewitter. Spielberg ändert die Romanvorlage sogar an manchen Stellen, um zumindest ab und zu die realen Schauspieler zeigen zu können. Denn der größte Teil der Story spielt innerhalb der OASIS und so sind die Darsteller nur als computergenerierte Avatars zu erleben. Die sehen allerdings ebenso gut aus wie der ganze Rest der Bilder &#8211; wenn man einen CGI-Overkill wie <em>Ready Player One</em> denn erträgt.&nbsp;</p>
<p>Damit geht Spielberg trotz seines gesetzten Alters mit der Zeit, denn ohne optisch perfekte Illusionen von neuen Welten, Helden und Monstern funktioniert heutzutage ein Blockbuster dieser Art eben kaum noch. Der 71-jährige tobt sich auf der Leinwand aus wie zu seinen besten &#8222;Indiana Jones&#8220;-Zeiten und pfeift dafür mitunter auch auf Glaubwürdigkeit oder Logik. Das ist allerdings nichts, was er bei seinen 80er Klassikern nicht auch regelmäßig getan hätte. Hier zählt nur der optische Reiz, die atemlose Jagd, der furiose Kampf gegen das Böse. Spielberg schien einen Film machen zu wollen, den vor allem seine Enkel lieben können.</p>
<figure id="attachment_3765" aria-describedby="caption-attachment-3765" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-3765 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/03/ready-4-1024x424.jpg" alt="READY PLAYER ONE" width="750" height="311" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/03/ready-4-1024x424.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/03/ready-4-300x124.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/03/ready-4-768x318.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/03/ready-4-600x250.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/03/ready-4.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-3765" class="wp-caption-text">Im Club in der OASIS gehört das Tanzen auf dem Boden der Vergangenheit an.</figcaption></figure>
<h3>Ready Player One: Schlicht, aber herzlich</h3>
<p>Dabei vergisst der erfahrene Regisseur aber nie, welche wichtige Grundregeln bei einem Film dieser Art erfüllt sein müssen, damit er funktioniert. Und so präsentiert er uns mit Wade und Samantha ein Liebespaar, mit dem man mitfiebern kann. Helden mit Schwächen, die dennoch nicht aufgeben. Und einen wahrhaft hassenswerten Bösewicht. Sein Herz verliert Ready Player One dabei auch bei den heftigsten Effekt-Gewittern nicht. Und hält seine Zuschauer deshalb stets emotional bei der Stange.&nbsp;&nbsp;</p>
<p><em>Ready Player One</em> ist trotz seiner scheinbaren Zukunftsvision in erster Linie ein klassisches Märchen wie <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-star-wars-die-letzten-jedi/">&#8222;Star Wars&#8220;</a> und &#8222;E.T.&#8220; und hat trotz dystopischer Ausgangssituation wenig mit &#8222;Matrix&#8220; zu tun. Dieser Film will ausschließlich so gut unterhalten wie möglich &#8211; und sonst nichts. Wem das nicht genügt, der sollte um <em>Ready Player One</em> einen weiten Bogen machen. Wer sich hingegen für 140 Minuten darauf einlassen kann, wieder mit den Augen eines Zwölfjährigen zu sehen, wird hier ganz viel Spaß haben.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Diesen Film hat Steven Spielberg für Fans von &#8222;Indiana Jones&#8220; und den &#8222;Goonies&#8220; gedreht und nicht für Cineasten, die aus Spielbergs Schaffen eher Filme wie &#8222;München&#8220; oder &#8222;Die Geisha&#8220; schätzen. <em>Ready Player One</em> ist als pure Unterhaltung ohne Hintersinn gedacht &#8211; und den Job erledigt der Film exzellent. Hirn aus, Augen auf, Reingehen!</p>
<p><strong>Ready Player One startet am 5. April 2018 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_3761" aria-describedby="caption-attachment-3761" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-3761 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/03/ready-3-1024x636.jpg" alt="READY PLAYER ONE" width="750" height="466" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/03/ready-3-1024x636.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/03/ready-3-300x186.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/03/ready-3-768x477.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/03/ready-3-400x250.jpg 400w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/03/ready-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-3761" class="wp-caption-text">Der fiese Konzernchef Sorrento will mit seiner Firma OASIS beherrschen &#8211; und geht dafür über Leichen.</figcaption></figure>
<p><iframe style="width: 120px; height: 240px;" src="//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;OneJS=1&amp;Operation=GetAdHtml&amp;MarketPlace=DE&amp;source=ac&amp;ref=qf_sp_asin_til&amp;ad_type=product_link&amp;tracking_id=lauterfilme05-21&amp;marketplace=amazon&amp;region=DE&amp;placement=3596296595&amp;asins=3596296595&amp;linkId=eb602893205ed281d78a885a71266945&amp;show_border=false&amp;link_opens_in_new_window=false&amp;price_color=333333&amp;title_color=0066c0&amp;bg_color=ffffff" width="300" height="150" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no">&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;<br />
    </iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Filmkritik: Die Verlegerin</title>
		<link>https://lauterfilme.de/filmkritik-die-verlegerin/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Feb 2018 17:49:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Spielberg]]></category>
		<category><![CDATA[Wahre Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Einst war er das Hollywood-Wunderkind schlechthin und erfand mit &#8222;Der weiße Hai&#8220; den Sommer-Blockbuster. Daher gilt Steven Spielberg für viele als der Inbegriff des Unterhaltungsfilm-Regisseurs, obwohl der 71-jährige bereits seit Mitte der 80er Jahre immer wieder auch sehr ernsthafte Filme drehte. Mit &#8222;Die Verlegerin&#8220; liefert er nun eine weitere Arbeit ab, die weniger unterhalten als vielmehr aufklären soll. Meryl Streep spielt &#8222;Die Verlegerin&#8220; &#8211; der Film zu Trump. Wenn Steven Spielberg sich eines historischen Themas annimmt, kann man stets mit [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Einst war er das Hollywood-Wunderkind schlechthin und erfand mit &#8222;Der weiße Hai&#8220; den Sommer-Blockbuster. Daher gilt Steven Spielberg für viele als der Inbegriff des Unterhaltungsfilm-Regisseurs, obwohl der 71-jährige bereits seit Mitte der 80er Jahre immer wieder auch sehr ernsthafte Filme drehte. Mit &#8222;Die Verlegerin&#8220; liefert er nun eine weitere Arbeit ab, die weniger unterhalten als vielmehr aufklären soll. Meryl Streep spielt &#8222;Die Verlegerin&#8220; &#8211; der Film zu Trump.</strong></p>
<p>Wenn <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Steven_Spielberg" target="_blank" rel="noopener">Steven Spielberg</a> sich eines historischen Themas annimmt, kann man stets mit einem guten Film rechnen. Denn seit &#8222;Die Farbe Lila&#8220; hat der vielleicht erfolgreichste Regisseur der Welt immer wieder unvergessliche Momente der Kinohistorie geschaffen, die auf wahren Begebenheiten basieren. &#8222;Schindlers Liste&#8220;, &#8222;München&#8220; oder &#8222;Lincoln&#8220; sind nur einige Beispiele. Allerdings sind nicht alle seine Ausflüge in ernstere Gefilde echte Highlights in seinem Schaffen. Wo ordnet sich <em>Die Verlegerin</em> ein?</p>
<figure id="attachment_3538" aria-describedby="caption-attachment-3538" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-3538 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-2-1024x682.jpg" alt="Die Verlegerin" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-2-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-2-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-3538" class="wp-caption-text">Tom Hanks spielt den schlitzohrigen Chefredakteur Ben Bradlee.</figcaption></figure>
<h3>Die Verlegerin: Die Handlung</h3>
<p>1971: Durch einige Aktivisten gelangen geheime Regierungspapiere in die Redaktion der renommierten New York Times. Die so genannten Pentagon-Papers beinhalten brisante Aussagen, aus denen hervorgeht, dass die US-Regierung bereits seit Jahren wusste, dass der Vietnamkrieg nicht zu gewinnen war. Dennoch ging er noch lange weiter und kostete tausende von Soldaten auf beiden Seiten das Leben. Weil die Regierung Wind von der geplanten Veröffentlichung bekommt, verhindert sie per Gerichtsbeschluss, dass die New York Times erscheinen darf.&nbsp;</p>
<p>Die eher kleine Washington Post bekommt ebenfalls die Chance, die Papiere in die Hände zu kriegen und abzudrucken. Und Chefredakteur Ben Bradlee (Tom Hanks) ist mehr als gewillt, das trotz Androhung der Klage auch zu tun. Doch die Entscheidung liegt bei seiner Chefin, der Verlegerin Katharine Graham (Meryl Streep), die die Zeitung von ihrem Mann geerbt hat und eigentlich auf ihre Anwälte und Berater hört. Wird sie der Pressefreiheit zu ihrem Recht verhelfen und drucken? Oder wird sie in einer finanziell heiklen Phase für die Zeitung einknicken und dem Ärger aus dem Weg gehen?<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/XX5hvIX3Vk4" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Die Verlegerin: Klare Aussage zur aktuellen Lage</h3>
<p>Aus seiner politischen Haltung hat Steven Spielberg nie einen Hehl gemacht. Und auch Die Verlegerin zeigt deutlich, dass das liberale Hollywood mit den Machenschaften von Präsident Trump nicht glücklich sind. Denn obwohl sich der Film auf eine tatsächliche historische Story aus dem Jahr 1971 bezieht, zielt Spielberg mit dem Drehbuch von Josh Singer, der unter anderem &#8222;Spotlight&#8220; schrieb, klar auf Trumps Kampf gegen die Pressefreiheit ab. Und diese allzu deutliche Absicht tut dem Rest des Films leider nicht wirklich gut.</p>
<p>Was nicht heißt, dass <em>Die Verlegerin</em> nicht unterhaltsam wäre. Vor allem Tom Hanks tut in jeder seiner Szenen alles, um den eigentlich eher trockenen Stoff mit emotionalen Momenten zu versehen. Seine Version des bockbeinigen, aber furios für Pressefreiheit kämpfenden Chefredakteurs ist eines der Highlights des Films. Und auch die oscarnominierte Meryl Streep ist als titelgebende Verlegerin traditionell gut. Beide Leistungen täuschen aber nicht über die Tatsache hinweg, dass der Film für seine Laufzeit von fast zwei Stunden schlicht nicht genug Handlung hat.</p>
<figure id="attachment_3539" aria-describedby="caption-attachment-3539" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-3539 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-3-1024x682.jpg" alt="Die Verlegerin" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-3-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-3-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-3539" class="wp-caption-text">Die Anwälte des Verlags sind von Bradlees Plänen wenig begeistert.</figcaption></figure>
<h3>Die Verlegerin: Zu bemüht korrekt</h3>
<p>Denn im Kern der Handlung geht es nur um die Frage, ob Graham sich nun für finanzielle Sicherheit oder Pressefreiheit entscheidet. Und dieser Moment ist im Film eher unspektakulär inszeniert. Auf dem Weg dorthin gibt es immer wieder kleine humoristische Perlen zu sehen. Spielberg gibt seinem Film ohnehin durchgehend einen satirischen Anstrich, auch wenn das Grundthema ernst genug ist. Dadurch weiß aber der Nicht-Amerikaner im Kino auch nicht immer, wann eine Szene tatsächlich realistisch, und wann sie satirisch überspitzt ist. Das wird Spielberg kaum stören, da er den Film sicher hauptsächlich für den US-Markt drehte, wo der reale Fall bis heute zur Allgemeinbildung gehört. Für Europäer ist der Stoff so aber deutlich schwieriger zu verstehen.</p>
<p>Und so werden viele das Kino mit dem Gefühl verlassen, einen aufrechten und gut gemeinten Film gesehen zu haben, der auf der Unterhaltungsebene aber nicht durchgehend funktioniert und seine Längen hat. Die Oscarnominierung dürfte denn auch eher politische als künstlerische Gründe haben. <em>Die Verlegerin</em> ist kein schlechter Film, aber in einem derart guten Jahrgang wie diesem hat er eigentlich als &#8222;Bester Film&#8220; nichts verloren. <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-three-billboards-outside/">Da gibt es bessere.</a></p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Ein gute und routiniert erzählte Politik-Aufklärungsstunde, die sicher auch gut gemeint ist, aber über seine 117 Minuten nicht immer fesselt. Tom Hanks und Meryl Streep machen <em>Die Verlegerin</em>&nbsp;zumindest für Fans der beiden Schauspieler zum vergnüglichen Kinobesuch. Zu den großen Werken des Regiegiganten zählt der Film aber definitiv nicht, auch wenn er seine Aussage deutlich auf den Punkt bringt.</p>
<p><strong>Die Verlegerin startet am 22. Februar 2018 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_3540" aria-describedby="caption-attachment-3540" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-3540 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-4-1024x682.jpg" alt="Die Verlegerin" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-4-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-4-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-4-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-4-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-4-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/02/verleg-4.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-3540" class="wp-caption-text">Steven Spielberg trifft in seinem neuen Film klare politische Aussagen.</figcaption></figure>
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