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	<title>Reihe - lauterfilme.de</title>
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		<title>Filmkritik: The Nun 2</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Sep 2023 13:49:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Conjuring-Reihe geht weiter. Bevor die fürs kommende Jahr angekündigte vierte Folge der Hauptreihe in die Kinos kommt, bekommt eines der Spin-Offs eine Fortsetzung. Mit &#8222;The Nun 2&#8220; wird einer der schwächsten bisherigen Conjuring-Filme fortgesetzt und greift zumindest zum Teil auf die gleichen Schauspieler zurück, um tatsächlich eine echte Fortsetzung und nicht bloß einen zweiten Film zu präsentieren. Michael Chaves, der mit &#8222;Lloronas Fluch&#8220; den anderen sehr schwachen Conjuring-Spin-off-Film inszenierte, erzählt hier eine zweite Chance. Hat er sie genutzt? Das [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-the-nun-2/">Filmkritik: The Nun 2</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Conjuring-Reihe geht weiter. Bevor die fürs kommende Jahr angekündigte vierte Folge der Hauptreihe in die Kinos kommt, bekommt eines der Spin-Offs eine Fortsetzung. Mit &#8222;The Nun 2&#8220; wird einer der schwächsten bisherigen<a href="https://lauterfilme.de/the-conjuring-3-kritik-film/"> Conjuring-Filme</a> fortgesetzt und greift zumindest zum Teil auf die gleichen Schauspieler zurück, um tatsächlich eine echte Fortsetzung und nicht bloß einen zweiten Film zu präsentieren. Michael Chaves, der mit &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-lloronas-fluch/">Lloronas Fluch</a>&#8220; den anderen sehr schwachen Conjuring-Spin-off-Film inszenierte, erzählt hier eine zweite Chance. Hat er sie genutzt? Das klärt die Kritik.</p>
<figure id="attachment_14511" aria-describedby="caption-attachment-14511" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-14511 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/nun2-1.webp" alt="Taissa Farmiga" width="1024" height="593" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/nun2-1.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/nun2-1-300x174.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/nun2-1-768x445.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/nun2-1-750x434.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14511" class="wp-caption-text">Erneut muss Schwester Irene gegen den als Nonne auftretenden Dämon Valak antreten.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>1956. Nach den grauenerregenden Erlebnissen mit dem Dämonen Valak hat Schwester Irene (Taissa Farmiga) in einem italienischen Kloster wieder Ruhe gefunden. Doch die Geschichten um die dämonische Attacke auf ein Kloster verfolgen sie bis dorthin. Als schließlich die Kirche ein hohes Mitglied zu ihr schickt, um ihr von offenbar neuen Aktivitäten Valaks zu berichten, willigt sie schweren Herzens ein, sich der Sache anzunehmen. Gemeinsam mit der jungen Schwester Debra (Storm Reid) reist sie daraufhin in den kleinen französischen Ort Tarascon, in dem ein Priester unter den Augen eines Messdieners bei lebendigem Leib verbrannte &#8211; mitten in der Kirche! Weil es weitere ähnliche Vorfälle gab, die von Rumänien aus immer weiter westlich wanderten, hat Irene einen schrecklichen Verdacht.</p>
<p>Eine Autostunde von Tarascon entfernt, liegt in einem ehemaligen Kloster ein Mädcheninternat. Dort arbeitet die Lehrerin Kate (Anna Popplewell, &#8222;Die Chroniken von Narnia&#8220;) und hat auch ihre Tochter Sophia (Katelyn Rose Downey) bei sich, die oft von anderen Schülerinnen geärgert wird. Unterstützung erhält sie dann meist von Maurice (Jonas Bloquet), dem Lebensretter Irenes von damals, der mittlerweile als Gärtner in dem alten Gemäuer arbeitet. Während Irene und Debra in Tarascon nach Spuren suchen, offenbart sich der Dämon immer stärker und deutlicher in der Mädchenschule. Aber was sucht er dort? Kann Irene noch rechtzeitig dort eintreffen, um das Schlimmste zu verhindern?</p>
<p><iframe title="THE NUN II | OFFICIAL TRAILER" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/QF-oyCwaArU?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Sammelsurium der Exorzismus-Filme</h2>
<p>So groß die Reihe mittlerweile auch ist, nur die beiden ersten Filme der Hauptreihe bekamen wirklich gute Kritiken. Auch der zweite &#8222;Annabelle&#8220;-Film konnte überzeugen, der ganze Rest wurde eher durchschnittlich bis mäßig aufgenommen. The Nun 2 setzt diesen Trend fort. Zwar führt der Film die zweite Woche in den USA die Charts an, die Kritiken sind mit etwa 50 Prozent aber wenig berauschend. Überraschend ist diese Wertung allerdings nicht. Denn The Nun 2 macht in vielerlei Hinsicht dort weiter, wo der erste Teil aufgehört hat. Das gilt vor allem für das schwache Drehbuch. Zwar haben die Produzenten mit Akela Cooper und Ian Goldberg durchaus Horror-Veteranen eingestellt, um das Script zu verfassen. Aber viel genutzt hat das nicht. The Nun 2 ist eine Parade aus bekannten Versatzstücken der Dämonen- und Exorzistenfilme.</p>
<p>Originell wird es lediglich dann, wenn es darum geht, Valak in neuen Formen und Variationen darzustellen. War es in <strong>The Conjuring 2</strong> ein Gemälde, das lebendig wurde, so darf der Dämon diesmal in Form von Covern am Zeitungsstand und als bröckelnder Putz an der Wand erscheinen. Mehr hat der Film an originellen Momenten aber auch nicht zu bieten. Vor allem die erste Stunde des Films ermüdet das Publikum mit immer gleichen Szenen vom lauernden Dämonen, der offenbar wahllos Menschen tötet, oder eben auch nicht. Denn so richtig klar wird es nicht, wer warum sterben muss oder überleben darf. Die Reihe, die durch Wans Filme den Kosmos des übernatürlichen Bösen ein wenig erweiterte, verengt diesen Blick mit<strong> The Nun 2</strong> wieder deutlich. Ein Rückschritt, nicht nur für das Conjuring-Universum.</p>
<figure id="attachment_14512" aria-describedby="caption-attachment-14512" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14512 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/nun2-2.webp" alt="Anna Popplewell" width="1024" height="657" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/nun2-2.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/nun2-2-300x192.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/nun2-2-768x493.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/nun2-2-750x481.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14512" class="wp-caption-text">Kate und ihre Tochter Sophie geraten in der Mädchenschule, die einst ein Kloster war, in Lebensgefahr.</figcaption></figure>
<h2>Kein großer Unterschied zum Vorgänger</h2>
<p>Ist <strong>The Nun 2</strong> nun besser oder schlechter als der Vorgänger? Das ist letztlich Geschmackssache. Der zweite Teil hat eines etwas bessere Story als der erste, der in Teilen überhaupt keinen Sinn ergab. Aber die Redundanz der Dämonenangriffe im zweiten Teil sind irgendwann einfach derart langweilig, dass es schwerfällt, nicht den Kopf zu schütteln. Und die letzte halbe Stunde ergeht sich dann in weiteren Verfolgungsjagden, fast schon albernen Monstern und einer recht platten Auflösung. Das ist Horror für Leute, die auch eine Fahrt in der Geisterbahn gruselig finden, weil sie gern erschreckt werden. Wer Horror mag, der tiefer geht, Atmosphäre entwickelt und statt mit Jump-Scares mit echter Story punktet, der ist bei <strong>The Nun 2</strong> eher falsch.</p>
<p>Lediglich optisch kann der Film weitgehend überzeugen, weil die Drehorte sehr gut gewählt sind und das West-Europa der 50er Jahre glaubhaft zum Leben erweckt wird. Enge Gassen mit Kopfsteinpflaster, alte Häuser mit kleinen Fenstern &#8211; hier zeigt <strong>The Nun 2</strong> kurz, dass es durchaus möglich gewesen wäre, auf eine zwar leicht klischeebehaftete, aber dafür stimmige Atmosphäre zu setzen &#8211; wenn man denn gewollt hätte. So ist es auch nicht sinnvoll, auf den Schauspielern herumzuhacken, denn die tun das, was man angesichts des schwachen Drehbuchs und der Geisterbahn-Attitüde noch herausholen kann.</p>
<figure id="attachment_14513" aria-describedby="caption-attachment-14513" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14513 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/nun2-3.webp" alt="The Nun 2" width="1024" height="614" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/nun2-3.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/nun2-3-300x180.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/nun2-3-768x461.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/nun2-3-750x450.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14513" class="wp-caption-text">Valak ist erbarmungslos gegen alle, die ihn an seinen Zielen hindern wollen.</figcaption></figure>
<p>Taissa Farmiga spielt erneut die verletzlich wirkende und doch starke junge Nonne ansprechend und zieht so alle Sympathie auf sich. Jonas Bloquet hält sich ebenfalls wacker darin, die verschiedenen Seiten seiner Figur auf die Leinwand zu bringen. Beim Rest wird es dann schon dünn. Anna Popplewell, einst Kinderstar in den Narnia-Filmen, hat einfach nicht viel zu tun, Storm Reid als Schwester Debra ist ebenfalls unterfordert, da ihre Figur extrem schwach geschrieben ist und eigentlich keinen großen Zweck erfüllt. Dass The Nun 2 so oder ähnlich ausfallen würde, war aber eigentlich klar, konnte doch der erste Teil mit mehr als 360 Millionen Dollar am meisten aller Conjuring-Teile einspielen. Da weicht man vom Erfolgsrezept natürlich nicht großartig ab. Leider.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p><strong>The Nun 2</strong> ist exakt das, was man, je nach Geschmack, erwarten durfte &#8211; oder musste. Oberflächliche Schockmomente ohne großen Nachhall, eine völlig durchschnittliche Story und ein paar Szenen, die zeigen, dass es durchaus deutlich besser hätte ausfallen können. Leider entschieden sich die Produzenten und Regisseur Michael Chaves für die sichere Variante, einen Abklatsch des erfolgreichen ersten Films. Und vielleicht ist Teil 2 sogar einen Hauch besser geworden, weil er schlicht besser aussieht. Aber in weiten Teilen ist der Film ähnlich wirr, langweilig und streckenweise fast albern wie der Vorgänger. Daran ändern die größtenteils soliden Schauspiel-Leistungen auch nichts mehr. Immerhin: Eine Mid-Credit-Szene kündigt Teil 4 der Hauptreihe an &#8211; vielleicht das Beste an <strong>The Nun 2</strong>.</p>
<p><strong>The Nun 2 startet am 21. September 2023 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_14514" aria-describedby="caption-attachment-14514" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-14514 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/nun2-4.webp" alt="Jonas Bloquet" width="1024" height="573" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/nun2-4.webp 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/nun2-4-300x168.webp 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/nun2-4-768x430.webp 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2023/09/nun2-4-750x420.webp 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-14514" class="wp-caption-text">Auch Maurice leidet unter dem Dämonen, mit dem er unwissentlich noch immer eine Verbindung hat.</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: Lloronas Fluch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Apr 2019 18:14:34 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Film Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Geister]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Reihe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lange hielten die Macher um Produzent James Wan geheim, dass &#8222;Lloronas Fluch&#8220; zum &#8222;Conjuring&#8220;-Universum gehört. Der bislang sechste Film der losen Horror-Reihe hat allerdings auch nur sehr wenig Berührungspunkte zu den bisherigen Filmen um das Exorzistenpaar Warren und einige der Dämonen, mit denen die sich bislang herumschlagen mussten. Kann der Film trotzdem die Horrorfans überzeugen oder fällt er, wie zuletzt &#8222;The Nun&#8220;, eher enttäuschend aus? Für Regisseur Michael Chavez dürfte Lloronas Fluch so etwas wie ein Sechser im Lotto sein. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Lange hielten die Macher um Produzent James Wan geheim, dass &#8222;Lloronas Fluch&#8220; zum &#8222;Conjuring&#8220;-Universum gehört. Der bislang sechste Film der losen Horror-Reihe hat allerdings auch nur sehr wenig Berührungspunkte zu den bisherigen Filmen um das Exorzistenpaar Warren und einige der Dämonen, mit denen die sich bislang herumschlagen mussten. Kann der Film trotzdem die Horrorfans überzeugen oder fällt er, wie zuletzt <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-the-nun/">&#8222;The Nun&#8220;</a>, eher enttäuschend aus?</strong></p>
<p>Für Regisseur Michael Chavez dürfte <em>Lloronas Fluch</em> so etwas wie ein Sechser im Lotto sein. Denn nach Ende der Dreharbeiten bestimmte James Wan (<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-aquaman/">&#8222;Aquaman&#8220;</a>), Regisseur der beiden Haupt-<em>Conjuring</em>-Filme (Teil 1 und 2), Chavez als seinen Nachfolger. Das dritte Abenteuer der Warrens, das für 2020 angekündigt ist, wird also der Neuling im <em>Conjuring</em>-Universum inszenieren. Und das, obwohl <em>Lloronas Fluch</em> sein Langfilm-Debüt als Regisseur ist. Macht die Qualität des Films über die &#8222;weinende Frau&#8220; die Entscheidung nachvollziehbar?</p>
<figure id="attachment_5998" aria-describedby="caption-attachment-5998" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-5998 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/04/llorona-1-1024x629.jpg" alt="Lloronas Fluch" width="750" height="461" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/04/llorona-1-1024x629.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/04/llorona-1-300x184.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/04/llorona-1-768x472.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/04/llorona-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-5998" class="wp-caption-text">Obwohl Anna nur helfen wollte, enden Patricias Kinder tot im Fluss &#8211; und die Mutter schwört Rache.</figcaption></figure>
<h3>Lloronas Fluch: Die Handlung</h3>
<p>Los Angeles in den 70er Jahren. Sozialarbeiterin Anna (Linda Cardellini) muss nach dem Tod ihres Mannes die beiden Kinder allein aufziehen. Keine leichte Aufgabe, dennoch geht Anna auch in ihrem Job auf und versucht, Menschen zu helfen, wo sie kann. Als sie erfährt, dass die ihr bekannte, zweifache Mutter Patricia (Patricia Velasquez) Probleme mit dem Jugendamt hat, versucht zu, der Frau und ihren beiden Jungs zu helfen. Doch als sie die Kinder eingesperrt im Schrank findet, kann auch sie nichts mehr tun, obwohl die Mutter sie anfleht, die Kinder dort zu lassen.</p>
<p>Am nächsten Tag sind die beiden kleinen Jungen tot &#8211; ertrunken. Immer wieder stammelt die Mutter etwas von La Llorona, der weinenden Frau. Anna findet heraus, dass es sich dabei um eine vor allem in Mexiko bekannte Geistergestalt handelt. Eine junge Frau hatte angeblich aus Eifersucht ihre Kinder ertränkt, um den Gatten zu verletzen und war über die Tat dann so verzweifelt, dass sie Selbstmord beging &#8211; und sich seitdem als Geist weitere Kinder holt, die sie ertränkt. Bald kommen Anna erste Zweifel dass La Llorona wirklich nur ein Mythos ist &#8230;<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/FtqBoChrY_8" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>Lloronas Fluch: Der Fluch der Serie</h3>
<p>Warum die Produzenten beschlossen, <em>Lloronas Fluch</em> in die <em>Conjuring</em>-Reihe aufzunehmen, ist nicht ganz klar. Vermutlich hat es damit zu tun, dem Film mehr Druck an den Kinokassen zu bescheren. Denn inhaltlich gibt es keinen Grund, die Geschichte von der weinenden Frau zwischen die Dämonen und bösen Puppen zu hängen, von denen das <em>Conjuring</em>-Universum beherrscht wird. Bis auf die gleiche Zeit, die hier allerdings weit weniger auffällig in Szene gesetzt ist als in anderen Filmen der Reihe, gibt es wenig Gemeinsamkeiten.</p>
<p>Und dementsprechend dünn ist auch der Faden, der zwischen <em>Lloronas Fluch</em> und den anderen Werken gesponnen wird. Verzichtbar ist er außerdem. Stattdessen blockiert die Verbindung eher inhaltliche Elemente, die zwar angedeutet werden, möglicherweise aus Rücksicht auf die <em>Conjuring</em>-Reihe aber nicht zu Ende gebracht werden. Dem Film aber möglicherweise eine Ebene verliehen hätten, die ihn in die Nähe solcher mehrdeutigen Horror-Perlen wie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Babadook" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Der Babadook&#8220;</a> hätten bringen können. Diese Chance verschenkt Chavez leider völlig.</p>
<figure id="attachment_5999" aria-describedby="caption-attachment-5999" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-5999 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/04/llorona-2-1024x640.jpg" alt="Lloronas Fluch" width="750" height="469" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/04/llorona-2-1024x640.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/04/llorona-2-300x188.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/04/llorona-2-768x480.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/04/llorona-2-400x250.jpg 400w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/04/llorona-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-5999" class="wp-caption-text">Und bald darauf ist die weinende Frau auch hinter Annas Kindern her.</figcaption></figure>
<h3>Lloronas Fluch: Standard-Grusler ohne doppelten Boden</h3>
<p>Denn eigentlich spielen die Autoren Mikki Daughtry und Tobias Iaconis&nbsp;gar nicht ungeschickt mit dem Verdacht der Kindesmisshandlung, die sich zu Beginn als möglicher Grund für die verschreckten und an den Armen verbrannten Kinder herauszukristallisieren scheint. Noch bis zur Mitte der Story schwebt dieses Thema auch im Raum, bevor es dann ohne weitere Erklärung plötzlich nicht mehr relevant scheint. Dazu kommt ein weiteres Problem, dass einige von den <em>Conjuring</em>-Filmen besser machen als <em>Lloronas Fluch</em> &#8211; die innere Logik.</p>
<p>Denn was die weinende Frau denn nun tatsächlich kann und tut, darüber trifft der Film ganz unterschiedliche Aussagen. Mal verbrennt der Geist seine Opfer durch bloße Berührung, mal nicht. Mal genügt es, eine Tür zuzuhalten, um den bösen Geist aufzuhalten, mal schwebt er offenkundig durch feste Wände. Obwohl die handwerklich allesamt sauber gemachten Szenen durchaus zuerst Wirkung zeigen, verlieren sie durch diese Unlogik im Nachhinein doch viel von der dunklen Magie, die einen guten Horrorfilm auszeichnet.</p>
<p>In einigen Szenen zeigt Chavez durchaus, warum Wan ihm die Regie zum nächsten <em>Conjuring</em>-Film gegeben hat. Gut geschnitten, mit starkem Gefühl für Timing und interessante Perspektiven kann der Regisseur im handwerklichen Bereich durchaus überzeugen. Wenn nur die dünne Story nicht wäre. Die auch noch die gruseligsten Momente wie etwa das Weinen des Geistes, das einem durch Mark und Bein geht, durch sehr sparsamen Einsatz fast verschenkt. Diesen leider nur durchschnittlichen Geister-Grusler retten daher auch die durchweg guten Darsteller nicht mehr.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Ob sich die Macher mit der (auch noch dünnen) Verbindung zum <em>Conjuring</em>-Universum wirklich einen Gefallen getan haben, muss angesichts der verschenkten Möglichkeiten bezweifelt werden. Die eigentlich interessante Grundidee von <em>Lloronas Fluch</em>, eine hier wenig bekannte Urban Legend zum Thema eines Films zu machen, bleibt ohne Verbindung zum realen Grauen wie Kindesmisshandlung oberflächlich. So bleiben recht ordentliche, handgemachte Effekte und die gute Darsteller-Riege die einzigen sehenswerten Teile des Films.</p>
<p><strong>Lloronas Fluch startet am 18. April 2019 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_6002" aria-describedby="caption-attachment-6002" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-6002 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/04/llorona-3-1024x669.jpg" alt="Lloronas Fluch" width="750" height="490" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/04/llorona-3-1024x669.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/04/llorona-3-300x196.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/04/llorona-3-768x501.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2019/04/llorona-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-6002" class="wp-caption-text">Kann der ehemalige Priester Rafael der Familie gegen den bösen Geist helfen?</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: Phantastische Tierwesen 2 &#8211; Grindelwalds Verbrechen</title>
		<link>https://lauterfilme.de/filmkritik-phantastische-tierwesen-2-grindelwalds-verbrechen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Nov 2018 16:58:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der zweite Teil der auf fünf Teile geplante Prequel-Geschichte im Harry Potter-Universum kommt in die Kinos. Mit &#8222;Phantastische Tierwesen 2: Grindelwalds Verbrechen&#8220; beginnt Drehbuchautorin Joanne K. Rowling nach einem noch recht bunten Auftakt nun mit der eigentlichen Story um den finsteren Zauberer, der lange vor Voldemort die Macht an sich reißen wollte. Kann die Autorin erneut ihren ganz besonderen Zauber im Kino verbreiten? Eigentlich wollte J.K. Rowling nach dem Ende der Harry Potter-Saga ja Abstand von der Welt der Magier [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-phantastische-tierwesen-2-grindelwalds-verbrechen/">Filmkritik: Phantastische Tierwesen 2 &#8211; Grindelwalds Verbrechen</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der zweite Teil der auf fünf Teile geplante Prequel-Geschichte im Harry Potter-Universum kommt in die Kinos. Mit &#8222;Phantastische Tierwesen 2: Grindelwalds Verbrechen&#8220; beginnt Drehbuchautorin Joanne K. Rowling nach einem noch recht bunten Auftakt nun mit der eigentlichen Story um den finsteren Zauberer, der lange vor Voldemort die Macht an sich reißen wollte. Kann die Autorin erneut ihren ganz besonderen Zauber im Kino verbreiten?</strong></p>
<p>Eigentlich wollte J.K. Rowling nach dem Ende der Harry Potter-Saga ja Abstand von der Welt der Magier nehmen, die sie erschaffen hatte &#8211; und <a href="https://lauterfilme.de/serienkritik-strike/">Krimis schreiben</a>. Aber so ganz losgelassen hat sie nie. Immer wieder erschienen kurze Geschichten auf ihrer Seite <a href="https://www.pottermore.com/" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Pottermore&#8220;</a> und schließlich schuf sie mit &#8222;Harry Potter and the Cursed Child&#8220; ein Theaterstück mit dem Zauberer. Da ist es nun auch nicht weiter erstaunlich, dass sie eine fünfteilige Prequel-Erzählung gestartet hat, dessen zweiter Teil nun in die Kinos kommt. Eine typische Fortsetzung?</p>
<figure id="attachment_5017" aria-describedby="caption-attachment-5017" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-5017 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/wesen-1-1024x625.jpg" alt="Grindelwalds" width="750" height="458" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/wesen-1-1024x625.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/wesen-1-300x183.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/wesen-1-768x468.jpg 768w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-5017" class="wp-caption-text">Gellert Grindelwald ist nicht nur ein großer Zauberer, sondern auch ein geschickter Verführer. Und sein Zauberstab lässt Fanherzen höher schlagen.</figcaption></figure>
<h3>Grindelwalds Verbrechen: Die Handlung</h3>
<p>Seit sechs Monaten ist Gellert Grindelwald (Johnny Depp) bei den US-Magiern gefangen, doch nun soll er nach Europa überstellt werden, um auch dort für seine Verbrechen angeklagt zu werden. Doch der dunkle Zauberer kann entkommen und versteckt sich mit seinen Getreuen in Paris. Das britische Ministerium der Magie ruft daraufhin Newt Scamander (Eddie Redmayne) zu sich, der Grindelwald in New York fangen konnte. Er soll gemeinsam mit seinem Bruder Theseus (Callum Turner) den Magier erneut erwischen.</p>
<p>Doch Newt lehnt ab, möchte sich lieber um seine magischen Kreaturen kümmern. Erst als sein alter Lehrer Albus Dumbledore (Jude Law) ihn bittet, sich der Sache anzunehmen, stimmt Newt zu. Auch wenn das seine Emotionen durcheinander bringt. Denn in Paris ist auch Tina Goldstein (Katherine Waterston) als Augurin auf der Suche nach Grindelwald &#8211; und über seine Gefühle zu ihr ist sich der Zauberer ebenso wenig im Klaren wie über seinen Umgang mit seiner Jugendliebe Leta Lestrange (Zoe Kravitz), die nun mit seinem Bruder verlobt ist &#8230;<br />
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<h3>Grindelwalds Verbrechen: Düstere Tage</h3>
<p>Die Geschichte wiederholt sich. Mit jedem neuen Roman wurden die Abenteuer Harry Potters düsterer und trostloser. Und auch die Phantastischen Tierwesen scheinen diese Richtung einzuschlagen. War der erste Film aus der Feder von Rowling noch durchsetzt von vielen hellen Momenten mit den magischen Wesen, und daher trotz des bereits dunklen Plots voller Witz und Wärme, so ist Teil zwei bereits ganz der Hauptstory um Grindelwald und Dumbeldore verpflichtet &#8211; und deutlich düsterer und ernster als der Vorgänger. Eine Freigabe ab 12 Jahren (statt 6) war die Folge.</p>
<p>Und das mit relativ wenig Story, denn die wirklich wichtigen Szenen für die große Handlung sind schnell zusammengefasst. Daher kann Grindelwalds Verbrechen auch nicht mit vielen spektakulären Momenten punkten. Tatsächlich gab es wohl bisher keinen Film aus dem Potterverse, der so arm an Action war wie dieser. Rowling und ihr Haus- und Hofregisseur David Yates (seit Teil fünf der Pottersaga inszenierte er alle Filme) setzten in diesem Film deutlich mehr auf Details, die hauptsächlich Hardcore-Fans in helle Aufregung versetzen.</p>
<figure id="attachment_5018" aria-describedby="caption-attachment-5018" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-5018 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/wesen-2-1024x682.jpg" alt="Grindelwalds" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/wesen-2-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/wesen-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/wesen-2-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/wesen-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/wesen-2-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/wesen-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-5018" class="wp-caption-text">Newts Verhältnis zu seinem Bruder Theseus ist abgekühlt, seit der sich mit Newts großer Liebe Leta verlobt hat.</figcaption></figure>
<h3>Grindelwalds Verbrechen: Wenige Tierwesen</h3>
<p>Denn die Autorin streut reihenweise Hinweise auf Ereignisse aus anderen Romanen in die Handlung, für deren Entdeckung man schon sehr gut im Potterverse Bescheid wissen muss. Daher ist Grindelwalds Verbrechen vor allem für die Zuschauer ein Muss, die tief in Rowlings Fantasywelt verwurzelt sind und sich entsprechend auskennen. Ob die Familiengeschichte der Lestranges oder einige Charaktere, die schon aus früheren Werken bekannt sind: Für Experten bieten Rowling und Yates eine Fülle von Inhalten im neuen Film.</p>
<p>Wer sich hingegen auf ähnlich viele skurrile und niedliche Tierwesen wie im ersten Teil gefreut hat, wird enttäuscht. Angesichts der Fülle an Nebenhandlungen und Personen im Film reduzieren sich die Auftritte der magischen Wesen deutlich. Zwar kehrt der niedliche Niffler zurück &#8211; sogar in Babyform &#8211; aber viele der Kurzauftritte neuer und bekannter Wesen sind dramaturgisch grundlos. So wirkt es, als habe man diese Szenen nur wegen des Filmtitels gedreht, aber nicht, weil das Auftauchen der Kreatur an dieser Stelle wirklich einen Sinn hat.</p>
<figure id="attachment_5019" aria-describedby="caption-attachment-5019" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-5019 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/wesen-3-1024x683.jpg" alt="Grindelwalds" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/wesen-3-1024x683.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/wesen-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/wesen-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/wesen-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/wesen-3-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/wesen-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-5019" class="wp-caption-text">Welches Geheimnis umgibt die Herkunft des jungen Zauberers Credence, den Grindelwald auf seine Seite ziehen will?</figcaption></figure>
<h3>Grindelwalds Verbrechen: Viel Grindelwald</h3>
<p>Umso mehr Zeit bekommt Rowlings neuer Schurke Gellert Grindelwald. Um ihn deutlich von Voldemort abzuheben, zeichnet die Autorin diesen Bösewicht viel stärker als Verführer, denn als von Macht durchfluteten Tyrannen. Grindelwald zieht die Zauberer auf seine Seite, ohne Magie zu nutzen, nur durch die Macht der Worte gelingt es ihm, neue Verbündete zu gewinnen und sogar Charaktere, die eigentlich auf der hellen Seite des Spektrums standen, auf seinen&nbsp; dunklen Pfad hinüberzuziehen.</p>
<p>Depp spielt diesen durch und durch bösen, aber sehr durchtriebenen und listigen Charakter ganz gegen seine Gewohnheit ruhig und zurückhaltend. Und macht ihn dadurch nur umso bedrohlicher. Statt eines rumpelnden, offenen Schurken wirkt dieser dunkle Zauberer durch seine leise Stimme und seine scheinbare Beherrschtheit umso bedrohlicher. Damit gehört Depp zu den wenigen Figuren im Film, die tatsächlich auch bei Zuschauern ohne tiefe Kenntnisse der Potter-Historie ein gewisses Interesse wecken können.</p>
<p>Denn Grindelwalds Verbrechen ist wenig mehr als ein Aufgalopp für künftige Ereignisse, die wir dann Ende 2020 im Kino zu sehen bekommen, allerdings auch dann noch immer ohne Schluss. Immerhin lässt Rowling gegen Ende des Films ein paar Bomben platzen, über die sich Heerscharen von Fans zwei Jahre lang den Kopf zerbrechen können. Ein durchgehend spannender Film wäre natürlich schöner gewesen. So ist Teil zwei der neuen Serie mit der schwächste Abstecher ins Potterverse &#8211; trotz eines guten Johnny Depp.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Viel Aufbauarbeit für kommende Teile leistet Grindelwalds Verbrechen zweifelsohne. Leider ist das aber weder immer spannend, noch immer unterhaltsam für alle Zuschauer, die sich nicht perfekt im Universum des Harry Potter auskennen. Für die echten Experten von Rowlings Geschichten ist der Film&nbsp; geradezu ein Füllhorn an Anspielungen, Hintergrundstorys und Neuigkeiten. Letztlich leidet der Film aber daran, dass er weder der Anfang noch das Ende einer größeren Geschichte ist.</p>
<p><strong>Phantastische Tierwesen 2: Grindelwalds Verbrechen startet am 15. November 2018 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_5020" aria-describedby="caption-attachment-5020" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-5020 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/wesen-4-1024x658.jpg" alt="Grindelwalds" width="750" height="482" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/wesen-4-1024x658.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/wesen-4-300x193.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/wesen-4-768x494.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/11/wesen-4.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-5020" class="wp-caption-text">Für Fans wohl das schönste Comeback: Albus Dumbledore ist wieder da.</figcaption></figure>
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