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	<title>Okkult - lauterfilme.de</title>
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		<title>Filmkritik: Niemand kommt hier lebend raus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Sep 2021 19:09:46 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Halloween naht in großen Schritten &#8211; und die Streamingdienste stocken deshalb ihre Horrorfilme auf. Netflix nutzt dazu hauptsächlich Eigenproduktionen, wie den neuen Horror-Thriller &#8222;Niemand kommt hier lebend raus&#8220;. Wird der Streamingdienst durchaus zu Recht wegen der mangelnden Qualität der eigeneproduzierten Filme kritisiert, so ist doch gerade im Horrorbereich die Trefferquote gar nicht so übel. Sehenswerte Mainstream-Produktion wie die &#8222;Fear Street&#8220;-Trilogie oder experimentellere Horror-Filme wie &#8222;Wounds&#8220; überzeugen häufiger als andere Genres bei Netflix. Ob auch der neue Haunted House-Mix Fans zufriedenstellen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-niemand-kommt-hier-lebend-raus/">Filmkritik: Niemand kommt hier lebend raus</a> erschien zuerst auf <a href="https://lauterfilme.de">lauterfilme.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Halloween naht in großen Schritten &#8211; und die Streamingdienste stocken deshalb ihre Horrorfilme auf. Netflix nutzt dazu hauptsächlich Eigenproduktionen, wie den neuen Horror-Thriller &#8222;Niemand kommt hier lebend raus&#8220;. Wird der Streamingdienst durchaus zu Recht wegen der mangelnden Qualität der eigeneproduzierten Filme kritisiert, so ist doch gerade im Horrorbereich die Trefferquote gar nicht so übel. Sehenswerte Mainstream-Produktion wie die &#8222;Fear Street&#8220;-Trilogie oder experimentellere Horror-Filme wie &#8222;Wounds&#8220; überzeugen häufiger als andere Genres bei Netflix. Ob auch der neue Haunted House-Mix Fans zufriedenstellen kann, klärt die Kritik.</p>
<figure id="attachment_11021" aria-describedby="caption-attachment-11021" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-11021 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/niemand-1.jpg" alt="Niemand kommt hier lebend raus" width="1024" height="546" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/niemand-1.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/niemand-1-300x160.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/niemand-1-768x410.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/niemand-1-750x400.jpg 750w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11021" class="wp-caption-text">Ambars neue Bleibe macht einen überaus unheimlichen Eindruck auf die junge Frau.</figcaption></figure>
<h2>Die Handlung</h2>
<p>Die junge Ambar (Christina Rodlo) ist illegal über die mexikanische Grenze gekommen und sucht nun nach Arbeit. Da sie nur wenig Geld besitzt, landet sie in der Pension des wenig freundlichen Red (Marc Menchaca), der ihr für ein paar Dollar ein Zimmer überlasst. Außer ihr lebt nur noch ein anderes junges Mädchen dort, die allerdings ebenso abweisend ist wie der Vermieter. Weil Ambar einen Job in einer Näherei findet, entspannt sich ihre finanzielle Situation &#8211; allerdings nur kurzfristig. Denn sie braucht dringend einen falschen Pass, dessen Organisation eine Kollegin übernehmen will. Doch Kinsi (Moronke Akinola) erweist sich als unzuverlässig.</p>
<p>Daher sitzt Ambar bald fast ohne Geld in der Pension fest. Und die hat es in sich, wie die junger Mexikanerin bald merkt. Gruselige Geräusche dringen aus dem Keller nach oben. Fußabdrücke erscheinen auf dem Boden und verschwinden wieder. Offenbar haben sich hier in der Vergangenheit schreckliche Dinge abgespielt, deren Echos noch immer durch die Wände des alten Hauses hallen. Oder ist die Bedrohung für Ambar doch sehr viel realer, als sie sich das vorstellen kann? Neue Nachbarinnen geben darüber ebenso wenig Aufschluss wie der Vermieter, der nicht so allein lebt, wie er das Ambar gegenüber zu Beginn behauptet hat &#8230;</p>
<p><iframe title="No One Gets Out Alive | Official Trailer | Netflix" width="750" height="422" src="https://www.youtube.com/embed/sY2TLiK27g4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<h2>Neuer Stoff vom &#8222;Ritual&#8220;-Autor</h2>
<p>Für Regisseur Santiago Menghini, der bereits mehrere Kurzfilme drehte, aber eigentlich mit Special Effects seine Filmkarriere begann, ist es der erste abendfüllende Spielfilm &#8211; oder das, was man so nennt. Denn mit 85 Minuten ist Niemand kommt hier leben raus nicht eben lang &#8211; aber lang genug. Der Roman, der diesem Film zugrunde liegt, stammt vom Schriftsteller Adam Nevill. Dessen andere Horrorstory &#8222;<a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-the-ritual/">The Ritual</a>&#8220; wurde ebenfalls von Netflix verfilmt und gilt als einer der besseren Horrorfilme auf dem Streamingdienst. Und auch wenn die Geschichten einige deutlich Unterschiede aufweisen, so sind doch die Parallelen unübersehbar. Auch, weil <strong>Ritual</strong>-Regisseur David Bruckner hier als Produzent in Erscheinung tritt.</p>
<p>Überraschungen gibt es in <strong>Niemand kommt hier lebend raus</strong> allerdings kaum. Denn schon im Vorspann zeigt Menghini Ausgrabungsarbeiten im mexikanischen Dschungel und den Transport einiger Artefakte in die USA. Wer schonmal einen Horrorfilm gesehen hat, erkennt natürlich, dass diese Szenen nicht ohne Grund im Film vorkommen. Zumal einige der seltsamen Ereignisse, die im alten Filmmaterial gezeigt werden, auch in der Pension bald stattfinden. Zum Beispiel plötzlich auftauchende Falter und Schmetterlinge, die offenbar im ganzen Haus umherfliegen, und auch hinter Glas an vielen Wänden hängen. Der Zuschauer lernt schnell, dass diese Tiere hier Botschafter des Unheils sind.</p>
<figure id="attachment_11022" aria-describedby="caption-attachment-11022" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-11022 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/niemand-2.jpg" alt="Marc Menchaca" width="1024" height="639" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/niemand-2.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/niemand-2-300x187.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/niemand-2-768x479.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/niemand-2-400x250.jpg 400w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11022" class="wp-caption-text">Vermieter Red gibt vor, nichts über seltsame Ereignisse im Haus zu wissen.</figcaption></figure>
<h2>Das starke Finale entschädigt für Leerlauf</h2>
<p>Menghini versucht hier sehr deutlich, mit klassischen James Wan-Hounted House-Tricks zu arbeiten, um einen spannenden Film zu erzählen. Das Problem ist, dass er kein James Wan ist. Die Grundideen sind oft gar nicht übel, die Ausführung reicht aber nicht aus, um Horrorfans großartig zu erschrecken. Und so plätschert die erste Hälfte eher dahin, als dass sie mit großen Schocks oder besonders dichter Atmosphäre überzeugt. Allerdings kriegt <strong>Niemand kommt hier lebend raus</strong> im zweiten Teil doch noch die Kurve, was an den Stärken des Regisseurs liegt. Die Gore-Effekte ziehen zum Finale hin deutlich an und auch das Creature Design ist wie in <strong>The Ritual</strong> interessant und originell. Und bietet etwas, was man eben nicht schon in jedem zweiten Horrorfilm gesehen hat.</p>
<p>So gibt es in der Story selbst zwar keine großen Wendungen, sondern sie erfüllt die Erwartungen, die sie in den ersten zehn Minuten bereits aufbaut, ein paar unangenehm anzuschauende Sequenzen gelingen ihm aber dennoch. Die letzten 15 Minuten sind dann richtig gut. Und der Rest hätte mit einem etwas erfahreneren Regisseur vielleicht noch besser werden können. Denn wie in <strong>The Ritual</strong> hat Autor Adam Nevill auch für diese Geschichte einen Schluss gefunden, den man so nicht kommen sieht. Lediglich der Weg dahin hätte gern etwas fesselnder ausfallen dürfen.</p>
<figure id="attachment_11023" aria-describedby="caption-attachment-11023" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-11023 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/niemand-4.jpg" alt="Niemand kommt hier lebend raus" width="1024" height="462" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/niemand-4.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/niemand-4-300x135.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/niemand-4-768x347.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11023" class="wp-caption-text">Bald stellt Ambar fest, dass Red gar nicht allein lebt, wie er behautet hat. Hat er sie auch über andere Dinge belogen?</figcaption></figure>
<p>Christina Rodlo trägt dabei die Hauptlast des Plots auf ihren Schultern und meistert die Rolle sehr gut. Ihre Angst nimmt man ihr jederzeit ab. Und die fast ausweglose Situation, in der sie sich als illegale Migrantin befindet, macht die Sache noch schlimmer. Auch Marc Menchaca, der im vergangenen Jahr in dem sehenswerten Thriller &#8222;Alone&#8220; überzeugte, spielt hier den undurchsichtigen Red mit genau der richtigen Menge Abgründigkeit, damit der Zuschauer dem Charakter so gut wie alles zutraut &#8211; im Guten wie im Schlechten. Die weiteren Rollen sind bis auf zwei Ausnahmen allerdings zu klein und zu beliebig, um länger als ein paar Minuten in Erinnerung zu bleiben.</p>
<h2>Fazit:</h2>
<p>Mit <strong>Niemand kommt hier lebend raus</strong> zeigt Netflix einen wenig überraschenden, dafür aber inhaltlich durchaus originellen Horrorfilm, der vor allem mit seinem starken Finale punkten kann. Er braucht zwar einige Zeit, bis er so richtig ins Rollen kommt, aber dann stimmen Blutgehalt und Spannung. Die Romanvorlage stammt vom gleichen Autor wie der Netflix-Horror <strong>The Ritual</strong> und auch seine neue Story findet in scheinbar ausgetretenen Pfaden noch ein paar neue Aspekte, die den Film über den Durchschnitt heben. Wäre Santiago Menghini ein besserer Regisseur, wäre vielleicht auch die mäßige erste Stunde des Films noch ein wenig packender geworden. Horrorfans können aber trotzdem ruhig einschalten.</p>
<p><strong>Niemand kommt hier lebend raus startet am 29. September 2021 bei Netflix.</strong></p>
<p><a href="https://lauterfilme.de/netflix-filmkritik-im-ueberblick/">Weitere Kritiken zu Netflix-Filmen gibt es hier.</a></p>
<figure id="attachment_11024" aria-describedby="caption-attachment-11024" style="width: 1024px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-11024 size-full" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/niemand-3.jpg" alt="Niemand kommt hier lebend raus" width="1024" height="723" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/niemand-3.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/niemand-3-300x212.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2021/09/niemand-3-768x542.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption id="caption-attachment-11024" class="wp-caption-text">Als Ambar endlich versteht, was im Haus passiert, ist es zu spät: Die junge Frau sitzt fest!</figcaption></figure>
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		<title>Filmkritik: The Nun</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Fiedler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Sep 2018 23:58:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nach dem großen Erfolg von &#8222;The Conjuring&#8220; merkten Warner Bros. schnell, welche Perle sie da hatten. Wie zuvor schon bei &#8222;Paranormal Activity&#8220; folgte bald Film auf Film, aber hier wurde die Story nicht nur weitererzählt, sondern auch eine Spin-Off-Serie etabliert. Mit &#8222;The Nun&#8220; versuchen die Macher nun zum zweiten Mal, eine Figur aus dem Conjuring-Universum in einen eigenen, potenziellen Kassenhit auszulagern. Hat das geklappt? Mit den Hauptfiguren Ed und Lorraine Warren etablierte The Conjuring schon zum Start der Reihe einen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nach dem großen Erfolg von &#8222;The Conjuring&#8220; merkten Warner Bros. schnell, welche Perle sie da hatten. Wie zuvor schon bei &#8222;Paranormal Activity&#8220; folgte bald Film auf Film, aber hier wurde die Story nicht nur weitererzählt, sondern auch eine Spin-Off-Serie etabliert. Mit &#8222;The Nun&#8220; versuchen die Macher nun zum zweiten Mal, eine Figur aus dem Conjuring-Universum in einen eigenen, potenziellen Kassenhit auszulagern. Hat das geklappt?</strong></p>
<p>Mit den Hauptfiguren Ed und Lorraine Warren etablierte The Conjuring schon zum Start der Reihe einen sehr deutlichen, religiös-kirchlichen Background für die Horrorstorys um böse Geister und Dämonen. Und auch in späteren Filmen machte die Reihe keinen Hehl daraus, dass hier böse Mächte aus der christlichen Mythologie am Werk waren. So deutlich wie in <em>The Nun</em> haben Warner und Blumhouse das aber noch nie in die Handlung eingebaut. Tut das dem Film gut?</p>
<figure id="attachment_4694" aria-describedby="caption-attachment-4694" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4694 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/09/nun-1-1024x682.jpg" alt="The Nun" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/09/nun-1-1024x682.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/09/nun-1-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/09/nun-1-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/09/nun-1-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/09/nun-1-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/09/nun-1.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4694" class="wp-caption-text">Der junge Frenchie macht beim Kloster eine furchtbare Entdeckung-</figcaption></figure>
<h3>The Nun: Die Handlung</h3>
<p>Die frühen 50er Jahre. Zwei Nonnen wagen sich sichtlich verängstigt in die dunkelsten Katakomben ihres rumänischen Klosters auf der Suche nach etwas. Doch sie finden etwas Anders. Etwas derart Böses, dass eine der beiden ihr Leben sofort verliert. Die andere schafft es bis zu einem Fenster, legt sich einen Strick um den Hals und springt in den Tod. Diese Tat bleibt der katholischen Kirche nicht verborgen und eine geheime Organisation innerhalb des Vatikans schickt Pater Burke (Demian Bichir) nach Rumänien, um den Vorfall zu untersuchen.</p>
<p>Ihm zur Seite stellen die Kirchenmänner die junge Novizin Irene (Taissa Farmiga), auch wenn weder Burke noch Irene so recht wissen, warum. Als die beiden in dem kleinen Dorf nahe des Klosters eintreffen, finden sie mit Frenchie (Jonas Bloquet) den Mann, der die Leiche der Nonne fand. Und sie sicher bis zum Kloster bringen kann. Doch bevor der Franko-Kanadier das tut, warnt er Burke und Irene eindringlich vor dem Bösen im Kloster, von dem das ganze Dorf weiß. Werden die beiden ihren Besuch im Kloster lebend überstehen?<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/pzD9zGcUNrw" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>The Nun: Verquast und beliebig</h3>
<p>Irgendwann erwischt es jeden, heißt es. Und nun gilt das auch für das Conjuring-Universum. Denn mit <em>The Nun</em> haben die Macher tatsächlich den ersten richtig schwachen Ableger abgeliefert. War das Erscheinen der unheimlichen Dämonen-Nonne Valak in The Conjuring 2 noch eine der gruseligsten Szene des ganzen Films, nutzt sich das ständige Auftauchen der Fratze aus dem Dunkel hinter einer der Figuren im Film schnell ab. Und wirkt bald eher albern als gruselig. Und das ist nur eine einer ganzen Reihe von Enttäuschungen.</p>
<p>Denn Gary Dauberman, der immerhin auch das Script zu &#8222;ES 1 + 2&#8220; lieferte, schrieb nach einer Idee von Produzent James Wan ein derart generisches und unoriginelles Drehbuch, dass Horrorfans sich verwundert die Augen reiben dürften. Bisher zeichnete sich die Reihe durch eine gewisse Logik innerhalb des geschaffenen Universums aus. Damit bricht The Nun ebenso wie mit dem bisher eher sparsamen Einsatz von Jump-Scares. Regisseur Corin Hardy wusste sich offenbar angesichts der lahmen Story nicht anders zu helfen, um wenigstens ein wenig Angst zu machen.</p>
<figure id="attachment_4695" aria-describedby="caption-attachment-4695" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4695 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/09/nun-2-1024x684.jpg" alt="The Nun" width="750" height="501" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/09/nun-2-1024x684.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/09/nun-2-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/09/nun-2-768x513.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/09/nun-2-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/09/nun-2-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/09/nun-2.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4695" class="wp-caption-text">Während einer der Guten vorn herumirrt, nähert sich von hinten das Böse: Diese Szenen gibt es sehr regelmäßig im Film.</figcaption></figure>
<h3>The Nun: Wenig Einfälle, viele Wiederholungen</h3>
<p>Hatten die Charaktere der vorigen Filme meist gute Gründe, dass sie dem Grauen nicht so ohne weiteres entfliehen konnten, so fragt man sich bei <em>The Nun</em> schon sehr früh, warum sich Burke und Irene das eigentlich antun. Denn dass in diesem Kloster etwas nicht stimmt, macht der Film ihnen und dem Publikum bald klar, dennoch tun sie nicht das, was jeder normale Mensch machen würde &#8211; so schnell wie möglich dort verschwinden. Die Story krankt daran, dass man sich Fragen nach der Intention der Helden stets höchstens mit &#8222;Gottes Wille&#8220; beantworten kann.</p>
<p>Auch die schauspielerischen Leistungen passen sich dem Niveau des Scripts an. Keine einzige Szene im Film ist aufgrund des Casts ansatzweise bemerkenswert. Und die wenigen starken Momente, die<em> The Nun</em> hat, vergeigt Hardy noch mit überhastetem Abschluss. Das hat der Regisseur in seinem Langfilm-Debüt &#8222;The Hallow&#8220; von 2015 besser gemacht. So bleibt hier nur wenig mehr, als abwechselnd verschiedenen Figuren dabei zuzusehen, wie sie durch dunkle Gänge schleichen und dabei Kerze oder Lampe vor sich her tragen. Spannung sieht nun wirklich anders aus.</p>
<p>Wer darauf hofft, dass die Story zumindest eine originelle Verbindung zu den anderen Filmen der Reihe aufweist, der wird möglicherweise auch enttäuscht sein. Denn viel ist es wahrlich nicht, was <em>The Nun</em> mit den anderen Conjuring-Teilen verknüpft. Waren schon beide <a href="https://lauterfilme.de/filmkritik-annabelle-2/">&#8222;Annabelle&#8220;</a>-Ableger nicht so stark wie die beiden Hauptfilme, so ist <em>The Nun</em> nochmal deutlich unter dem Niveau von Anabelle. Dennoch steht uns mit &#8222;The Crooked Man&#8220; ein weiteres Spin-Off ins Haus. Davor muss man als Fan nun tatsächlich Angst haben.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p>Abgedroschene Story, uninspirierte Gruselszenen und wenig Tempo &#8211; bei <em>The Nun</em> funktioniert fast nichts von dem, was die früheren Conjuring-Filme auszeichnete. Dazu steuert Regisseur Corin Hardy keine einzige neue Idee bei.&nbsp;<em>The Nun</em> wirkt daher oft wie ein schräges Medley besserer Horrorfilme. Empfehlenswert ist dieser Klosterbesuch jedenfalls nicht.</p>
<p><strong>The Nun startet am 6. September 2018 in den deutschen Kinos.</strong></p>
<figure id="attachment_4696" aria-describedby="caption-attachment-4696" style="width: 750px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-4696 size-large" src="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/09/nun-3-1024x683.jpg" alt="The Nun" width="750" height="500" srcset="https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/09/nun-3-1024x683.jpg 1024w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/09/nun-3-300x200.jpg 300w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/09/nun-3-768x512.jpg 768w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/09/nun-3-360x240.jpg 360w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/09/nun-3-600x400.jpg 600w, https://lauterfilme.de/wp-content/uploads/2018/09/nun-3.jpg 1400w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption id="caption-attachment-4696" class="wp-caption-text">Heldenhaftes Herumirren gibt es wahlweise aber auch ohne dämonischen Nonne.</figcaption></figure>
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