Dem von Rupert Sanders gedrehten, durch Scarlett Johansson starveredelten Projekt „Ghost in the Shell“ weht schon seit längerem ein eisiger Wind um die Nase. Fans in aller Welt stören sich am „whitewashing“ der Hauptfigur, die im japanischen Anime natürlich Asiatin ist. Johansson sieht nun aber beim besten Willen nicht asiatisch aus, nicht einmal mit schwarzen Haaren. Ein ähnlicher Vorwurf ging auch „Dr. Strange“ voraus, in dem Tilda Swinton eine eigentlich asiatische Rolle spielte. Viele Fans nahmen das zum Anlass, mit der Besetzung Johanssons auch gleich das ganze Projekt in Bezug auf Treue zum Original und Härte infrage zu stellen.

Klare Worte zu Ghost in the Shell

Dazu gaben sowohl Hauptdarstellerin als auch Regisseur Sanders nun eindeutige Antworten. Johansson versprach, der Film werde „die dunklen Ecken des Originals nicht aussparen“ und auch dem düsteren Ton entsprechen. Sanders drückte sich sogar noch deutlicher aus: „Das wird keine blöde Hollywood-Version!“ Bleibt zu hoffen, dass der in Hollywood noch recht unerfahrene Regisseur, der bislang nur „Snow White and the Huntsman“ ablieferte, sein Versprechen auch wirklich halten kann.

Ghost in the Shell ist für Anime-Fans so etwas wie eine heilige Kuh, seit der erste Film 1995 auch in der westlichen Welt ein wachsendes Interesse an japanischen Anime verstärkte. Er wird als einer der wegweisenden Science-Fiction-Erzählungen dieser Kultur gesehen. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Manga, das bereits in seiner Heimat sehr bekannt war. 

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